was tun wenn jemand kurz vor Nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

06.02.08 12:37 #1
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was tun wenn jemand kurz vor nervenzusammenbruch steht und jede Hilfe verweigert?

Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
Zitat von Uta Beitrag anzeigen
Wenn es um einen ganz normalen Streit geht, bei dem eben auch mal etwas geworfen wird, hast DU sicher recht, zantos und auch Shelley.

Aber hier gibt es doch einen Hintergrund, der ganz anders ist. Und es steht tatsächlich eine Selbstmorddrohung im Raum.
hallo uta,

ich muss zugestehen, dass ich auch schon mal ein glas durch den raum geschmissen habe.
das war, als ich im krankenhaus wütend war, weil ein arzt sich mistig verhalten hat.
da es mir so schlecht ging, konnte ich mich mit worten nicht mehr wehren.
irgendwie aber, musste ich meine unmut los werden.
ergo flog das glas.
weil es nicht mal zerbrach, war ich sogar noch gefrustet, da ich sah, dass ich sogar um ein glas zu zerschlagen zu schwach bin.

was ich damit sagen will:
fliegende gläser kenne ich nicht nur aus dem streit.
ich schrieb "nur" die worte "es gibt familien...", womit ich die verschiedenen konstallationen meinte.
also ganze familie, halbe familie, nur eine person und so.
ich hätte auch schreiben können, dass es völker gibt, welche halt emotionaler gestrickt sind als andere völker...

ein fliegendes glas sehe ich eher als aggression gegen aussen.
gefährlicher sind für mich mehr autoaggressionen.
ich denke, da kann es eher zu toten kommen.
(ausgenommen in fällen, in denen der aggressive auf jemand bestimmtes wütend ist und eine waffe trägt oder auf die ganze welt wütend ist und eine waffe trägt-)

zu dem fall hier:
in dem, was hier von tamara geschrieben wurde, sehe ich eigentlich nicht eine selbstmordgefahr, wobei ich ja zugebe, dass tamara nicht alles geschrieben hat.

die drohung, sich aufzuhängen, sehe ich nicht als hilfeschrei an.
ich kenne menschen, welche fast jeden tag damit drohen, sich umzubringen.
für mich hat das noch nichts suizidales zu bedeuten.
es zeigt mir eher frust, wut, einen depressiven anfall, oder was auch immer.

wie schon andere schrieben, finde ich, dass es erst gefährlich wird, wenn eben noch mehr mitschwingt als leere worte.

die frage: "wie lange muss ich noch leben?", finde ich schon ein wenig gefährlicher, als wilde drohungen.

also ich denke, dazu wurde eigentlich schon genug gesagt.

viele liebe grüsse von der shelley
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Valentin ist offline
Beiträge: 349
Seit: 11.09.06
Hallo Tamara,

Es gibt in Deutschland einige ganzheitliche Kliniken, die mehr tun können, als Antidepressiva zu verabreichen. Ich kenne zwei Leute, die in so einer Klinik waren, und gutes zu berichten haben.

Wie diese Einrichtung hieß, weiss ich nicht mehr, sie war aber im Allgäu.
Einer der beiden war auch noch mal in dieser Klinik:

KLINIK CADUCEUS, Klinik ganzheitliche Psychotherapie, sprirtuelle Therapie

Ich weiss nicht, wie bei denen die Aufnahmekriterien sind, es kann sein, dass man dorthin freiwillig gehen muss.

Ich halte es zumindest für eine vernünftige Alternative. Ich werde auch noch mal nach der anderen Klinik suchen.

liebe Grüße, Valentin
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Egal was du tust, tu es bewußt.

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Valentin ist offline
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Seit: 11.09.06
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Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo valentin,

das mit ganzheitlicher klinik finde ich eine gute idée.
doch ich gab sie nicht, weil die betreffende person ja keine hilfe annehmen will und deswegen dachte ich, sie würde auch nicht in so eine klinik gehen.
das war auch der grund, warum ich fragte, ob die person zusätzlich zu der seelischen angelegenheit auch eine körperliche krankheit hat, deretwegen sie stationör gehen würde.

viele liebe grüsse von der shelley
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Valentin ist offline
Beiträge: 349
Seit: 11.09.06
Shelley, ich weiss leider nicht, wie die Bedingungen sind, um in solch eine Klinik aufgenommen zu werden, aber da ich gelesen habe, dass der Hausarzt AD verschrieben hat, sehe ich eine Chance durch positive Einflussnahme. Wenn der Zustand ein wenig psychotisch ist, was ich irgendwie vermute, dann wartet die Person vielleicht nur auf das richtige Angebot. Sähe einer Psychose zumindest ähnlich. Wenn es eine reine Depression ist, kenne ich mich zu wenig aus. Aber versuchen kann man es ja mal.
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Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo valentin,

die erste voraussetzung ist natürlich die kostengutschrift.
wenn dann die person in der klinik ist und die ärzte wahrnehmen, dass die person wirklich, wirklich voll suizidgefährdet ist und diese klinik nicht dafür ausgerichtet ist - also kein abschliessbares zimmer mit abschliessbaren fenstern hat oder so, dann denke ich, dass die ärzte der klinik die person von alleine auf eine psychiatrie - wenn nötig auf eine geschlossene, überweisen werden.

ich denke, das ist immer noch der bessere weg, als zwangseinweisung wenn möglich noch mit polizei und allem tamtam.

weil in der klinik hat die person doch noch die chance eines versuches mit hilfe auf angenehmere weise.

viele liebe grüsse; deine shelley
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MisterX
Zitat von Heather Beitrag anzeigen
Übrigens gab es vor ein paar Jahren mal einen interessanten Versuch die Selbstmordrate bei Männern zu senken (war glaube ich in Nürnberg). Es wurden Plakate angebracht auf denen depressive / psychisch kranke Männer zu sehen waren und ein paar Zeilen zu dieser Krankheit. Und vor allem, dass ein Mann nicht schwach ist wenn er solche Probleme hat. Und tatsächlich sank die Suizidrate dieser Personengruppe signifikant!
Sicher nur die Offizielle! Die meisten Selbstmorde werden meines Wissen eh als Unfälle inszeniert - um den Familien und Angehörigen die Schande zu ersparen!
Aber auch hieraus lässt sich m.E. wieder ablesen, dass die Selbstmörder durchaus bei äußerst klaren Verstand sind!

Lieben Gruß


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