Borderline Selbsttest

30.04.04 10:18 #1
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Borderline Selbsttest

Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Hallo Whitney,

"Persönlichkeitsstörung" steht auf meiner 30% Schwerbehindertenanerkennung, darum. Das war die letzte offizielle Diagnose nach schizoider Affekt und so, und dann haben die mir die Erwerbsunfähigkeitsrente gegeben und gesagt, dass ich da durch muss und sie nichts mehr machen können.
Ich muss meine Ansichten aber noch mal genau spezifizieren.
Der Ausgangspunkt waren meine persönlichen Erfahrungen, für die ich Erklärungen gesucht habe. Ich habe die Asperger-Störung, einen schwarzen Fleck in meiner Seele und mich hat mit einer Borderline-Frau ein unterirdischer schwarzer Strom verbunden.
Das fehlende Puzzleteil war die Kryptopyrrolurie.
Wenn man sich die Texte auf www.adhs mal durchliest - da geht es gar nicht mehr um schlechte Zensuren. Gefühlsprobleme, Neigung zum s*** M***, symbiotische Verbindungen in den Familien - wenn man mal davon absieht, dass es vordergründig um ADHS geht, da passt das auf einige ganz andere psychische Probleme.
Die stellen folgende Logik auf: ADHS -> kindliches Trauma -> Borderline.
Jetzt muss man nur noch hinzufügen: KPU -> ADHS -> kindliches Trauma -> Borderline, und schon kann ich 99% meiner Erlebnisse erklären (nur die ASW's nicht, aber die kann niemand erklären).
Mit einem kindlichen Trauma, das schon ein ansonsten gesundes Kind kaum verarbeiten kann, kommt ein Kind mit KPU gar nicht zurecht.
Es geht mir ja um die Therapie! Und die heißt in diesem Fall:
Vergiß Trauma und Borderline, behandle die KPU. Und wenns nur 20% sind, bei denen KPU und Borderline zusammenhängen, ist es das trotzdem wert.
Ich kann nur den Kamsteeg bestätigen: bei mir kam durch die KPU-Behandlung alles wieder hoch, uralte Sachen, die ich längst bewältigt glaubte - aber dank Depyrrol hatte ich endlich die Kraft, die auszuhalten.
Erst muss durch eine gründliche KPU-Behandlung der Mensch aufgebaut werden, höhere Stressresistenz, mehr Durchsetzungskraft, Mut, ordentlich Neurotransmitter, ordentlich Sexualhormone - und nach meiner Erfahrung kommt das Trauma dann von ganz alleine an die Oberfläche - wenn man stark dafür ist. Irgendwelcher Hokuspokus, der das zu Unzeit an die Oberfläche holt, ist da kontraproduktiv.
Also bin ich, nachdem ich KPU gefunden hatte, missionieren gegangen - und habe mir die fette Krise eingehandelt. Wenn ich Glück hatte, haben dies ignoriert, aber es kam auch: Lass mich in Ruhe! Mische dich nicht in mein Leben ein! Du bist ja genauso wie ....
Frustriert habe ichs aufgegeben, B6 und Zink hochgesetzt, geschafft, das KEAC zu kontaktieren, bin aufs Depyrrol umgestiegen und habe mir den Trick mit dem Trojanischen Pferd überlegt.
Offenbar ist es sinnlos, in dieser Richtung mit B6 und Zink zu missionieren. Die Leute wollen bzw. können sich mit ihren psychischen Sachen nicht auseinandersetzen bzw. halten so was "primitives" wie B6 und Zink von vornherein für Schwachsinn. Aber KPU hat ja noch andere Folgen: Hautprobleme, Allergien, und die dürften gerade bei psychisch dekompensierten Leuten häufig sein.
Also versuche ich die Leute mit ihren anderweitigen Problemen zu ködern, B6 und Zink einzunehmen, und vertraue darauf, dass sich die psychischen Probleme mit lösen. Das erscheint mir als einzig aussichtsreiche Möglichkeit.
Darum meine Seite http://www.kryptopyrrolurie.info
Ich habe noch zwei Menschen, die ich kontaktieren muss, aber da habe ich Bammel.
Bis jetzt habe ich null Erfolg, aber mein Bruder jammert mir nicht mehr wegen seiner Allergie die Ohren voll, seit dem ich ihm den Urintest besorgt habe und der positiv war. Auch von anderen, die mich früher belastet haben, ist trotz Kontaktangebot von mir auf einmal nichts mehr zu hören, in der Richtung hat es mir schon ganz schön was gebracht, außer den persönlichen Gesundheitsverbesserungen.
Ich habe mir Deine Radioseite mal angesehen, schwer zu lesen, aber sehr interessant, leider war das Radio offline.
Ich befürchte auch, dass mein 56k-Modem da nicht zureicht, vielleicht ein weiterer Grund, mir das mit DSL zu überlegen.

Matthias

Borderline Selbsttest

sabrina ist offline
Beiträge: 168
Seit: 28.10.05
hi
habe was interessantes enteckt.
http://www.stormloader.com/users/charon/s21.htm
heftig.

lg Sabrina

Borderline und Schmerz

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
[29.06.2006] Borderline-Patienten können Schmerzwahrnehmung verändern

Ein deutsch-schweizerisches Forscherteam untersuchte bei Borderline-Patienten die Verarbeitung von Schmerzreizen im Vergleich zu gesunden Menschen. Objektiv identische Hitzereize von 43°C wurden von den kranken Studienteilnehmern als weit weniger schmerzhaft empfunden als von den Gesunden. Dementsprechend wurde auch das Gehirn der Borderline-Patienten durch solche Reize deutlich weniger stark aktiviert als das der Kontrollpersonen. Zur Auslösung einer identischen Schmerzempfindung mussten die Reiztemperaturen bei den Menschen mit Borderline-Störung um fast 3°C gegenüber Gesunden erhöht werden. Daraus schlossen die Wissenschaftler, dass zwar die Schmerzentstehung und -weiterleitung bei den kranken Studienteilnehmern wie bei den gesunden normal funktioniert. Doch führt bei den Borderline-Patienten eine erhöhte Kontrolle der Informationsverarbeitung zu einer niedrigeren Schmerzbewertung und damit zur Schmerzunempfindlichkeit. Ausgangspunkt der Studie war die Tatsache, dass Borderline-Patienten sich häufig selbst Verletzungen zufügen und dabei von wenig Schmerzen bis hin zur völligen Schmerzlosigkeit berichten. Diese herabgesetzte Schmerzwahrnehmung ist zwar bekannt, jedoch konnten die Wissenschaftler nun vollständig ausschließen, dass dies durch eine unterdrückte Schmerzweiterleitung entsteht. „Der Schmerz wird als Ereignis zwar wahrgenommen, aber nicht als schmerzhaft empfunden", erklärt Dr. Wolfgang Greffrath von der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität. Man kann vermuten, dass starke Schmerzreize zu einer Beruhigung von Hirnsystemen führen, die für die Verarbeitung von starken Emotionen verantwortlich sind. Selbstverletzung bei Borderline-Patienten können daher als eine Art Selbstheilungsversuch angesehen werden. Somit verfügt unser Gehirn offensichtlich über sehr effektive neuronale Netzwerke zur Unterdrückung von Schmerzen. Wenn wir diesen Mechanismus genauer verstehen, können wir möglicherweise in Zukunft von den Borderline-Patienten lernen, wie wir chronischen Schmerz-Patienten besser helfen können, spekulieren die Wissenschaftler.
Hierzulande fast 1 Million Betroffene
Die Borderline-Störung ist ein komplexes Krankheitsbild, hierzu gehören u.a. massive Ängste vor dem Alleinsein, instabile Beziehungen, Identitätsstörungen, schwere Depressionen und selbstverletzendes Verhalten. In Deutschland sind rund 1,5% der Bevölkerung an einer Borderline-Störung erkrankt. Insgesamt sind dies zwischen 800.000 und 1 Mio. Betroffene, 70% davon sind Frauen. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Bisher vermuten Experten frühe Gewalterfahrung wie sexueller Missbrauch oder genetisch bedingte Ursachen. Die Symptome sind heutzutage in vielen Fällen behandelbar und die Patienten werden auch wieder schmerzempfindlicher. Nach sechs Jahren hat sich die Krankheit bei mehr als der Hälfte der therapierten Patienten verbessert, schätzt Dr. Christian Schmahl vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim.
http://www.neurologen-und-psychiater...d=444&nodeid=4

Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Borderline Selbsttest

whitney ist offline
Beiträge: 344
Seit: 07.01.04
Über ein Jahr ist es nun her seit dieser Thread gestartet wurde. Und jawohl Schmerzwahrnehmungen können total verändert werden. Das weiss ich von mir selber. Wobei auf Hitze, heisse Speisen und Getränke reagiere ich sehr empflindlich. Überdurchschnittlich empfindlich. Ich habe mir vor kurzem einen Teil vom Zahn abgebrochen, bis runter zum Knochen. Das tat mir nicht weh. Nerv von dem Zahn war aber noch intakt. Was ja bei Bordies oft ist das Ritzen, das ist kein Schmerz, im Gegenteil. Eine Erlösung, zwar ein leichtes Brennen, aber kein Schmerz.

Eines noch, seit bald einem Jahr hab ich keinen Therapeuten mehr. Das war das Beste was er mir "antun" konnte mich rausschmeissen weil ich nicht in eine Klinik wollte. Mir gehts gut. Der Bordie ist da aber ich kann damit Leben und Umgehen.

Gruss

Whitney

Borderline: ein Selbsttest

Elli. ist offline
Beiträge: 29
Seit: 05.09.06
Juhui, nur Verdacht. Naja, selbst wenn: Die Realität ist ein so ein kranker Kompromiss verstümmelter Ideale und kastrierter Wahrnehmung, da kann man schon fast stolz sein, wenn man "von denen" als krank bezeichnet wird.
Jedenfalls sah ich mich eines Tages gezwungen, mich mit dem Begriff "Borderliner" zu beschäftigen, warum auch immer. Hier eine kurze Beschreibung die aufzeigt, wie vielfältig diese Störung auftritt:

"Die Grenzlinie zeigte sich in drei Bereichen:
- Vordergründig leichter neurotische Patienten
- Vordergründig psychotische Patienten
- Vordergründig depressive Patienten

1968 beschrieb Ginker vier Untertypen des Borderline-Syndroms:
- eine schwer leidende Gruppe, die an der Grenze zur Psychose lag
- eine "Kern-Borderline"-Gruppe, mit stürmischen zwischenmenschlichen Beziehungen, intensiven Gemütszuständen und einem Gefühl chronischer Leere
- eine "Als-ob"-Gruppe, die sich leicht von anderen beeinflussen liess, und der es an einer stabilen Identität fehlte
- eine leicht beeinträchtigte Gruppe mit geringem Selbstvertrauen, die an das neurotische Ende des Spektrums grenzte
...
Borderline-Patienten zeigen zudem oft eine Vielfalt an zusätzlichen Persönlichkeitsstörungen (paranoide, schizoide, narzisstische, hysterische, antisoziale, zwanghafte oder phobische Züge sowie sexuelle Störungen und dissoziative Reaktionen), die sehr wechselhaft ausgeprägt sein können. Die ständig wechselhafte Befindlichkeit von Borderline-Patienten wurde mit einem Kaleidoskop verglichen, das bei jeder noch so kleinen Drehung immer neue Farb- und Kristallmuster vor dem staunenden Betrachter erstehen lässt.
...
Selbstverletzungen sind bei Menschen mit Borderline-Störungen häufig. Allerdings lässt sich aus der Selbstverletzung allein noch nicht die Diagnose einer Borderline-Störung erstellen. Die Autoren eines Fachartikels betrachten deshalb Selbstverletzungen "eher als suchtartiges Verhalten denn als Ausdruck einer spezifischen Störung"
..."
(Aus dem Buch "Die Zerrissene Seele")


Borderline: ein Selbsttest
Anne B.
Mein Testergebnis:

Die Auswertung.

Es liegt mit hoher Sicherheit keine Borderline-Persönlichkeitsstörung vor.

Ihr Ergebnis im Detail:

Erfüllte Borderline-Indikatoren gemäß DSM IV*: 1
Festgestellte Nebenmerkmale gemäß DSM IV*: 1
Festgestellte Borderline-Zusatzindikatoren*: 1

Die von Ihnen gegebenen Antworten lassen vermuten, daß bei Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Borderline-Persönlichkeitsstörung vorliegt.
Vereinzelt verfügen Sie aber offenbar über neurotische Komponenten in Ihrer Persönlichkeitsstruktur, die Sie zumindest gelegentlich persönlich, in ihren sozialen Kontakten, in Ihren Partnerschaften oder Ihrem Beruf massiv einschränken und belasten dürften.
Die Borderline-Störung ist sicher nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern vor allem auch für die Angehörigen sehr schmerzhaft und anstrengend. Ich denke auch, wie Rohi, dass neben Erziehungsfehlern vor allem (Gehirn)-Stoffwechselstörungen im Kindesalter diese Störung fördern können. Hyperaktive Kinder, aber auch sehr phlegmatische Kinder, werden häufiger in der Kindheit u. a. auch von ihren Eltern unbewußt traumatisiert, weil sie für Dinge bestraft werden, für die sie eigentlich nichts können. Das schlägt sich in der Seele nieder - und vielleicht haben Menschen mit der Borderline-Störung ja daher ihren oft sehr stark ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.

Borderline: ein Selbsttest

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo

Zum Treat von Uta

Das könnte auch von Autisten stammen die meist entweder fast unempfindlich oder dann überentpfindlich sind.
Autisten haben dies wegen Glutenpeptiden (Treffer Rohi, wie ist es bei dir Withney?), eventuell auch wegen Hg Belastung oder B6 Mangel
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Borderline: ein Selbsttest

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Mein Test (tendenziell bei Grenzfällen immer richtung Borderline gestimmt)

Es liegt mit hoher Sicherheit keine Borderline-Persönlichkeitsstörung vor.
Ihr Ergebnis im Detail:
Erfüllte Borderline-Indikatoren gemäß DSM IV*: 0
Festgestellte Nebenmerkmale gemäß DSM IV*:
Festgestellte Borderline-Zusatzindikatoren*: 2
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Borderline: ein Selbsttest

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Hier eine ausführliche Seite zu Borderline, wobei ich die oben angeführten Differentialdiagnosen sehr wichtig finde.
http://www.dr-gumpert.de/html/borderline.html
++++++++++++++++++++++++++++++

Hier wird von einer Form der Psychotherapie bei Borderline gesprochen, die angeblich sehr erfolgreich sein soll:
..... habe die Wissenschaft in den letzten zwei Jahrzehnten spezielle Psychotherapieformen für BPS-Patienten entwickelt, so der Mediziner. Eine davon, die aus den USA stammende und in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre eingesetzte "Übertragungs-fokussierte Psychotherapie", untersuchte Doering zusammen mit einem von Team und Ärzten und Psychotherapeuten im Hinblick auf die Erfolgsaussichten: 104 Frauen mit einer Borderline-Störung erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder diese Therapieform oder eine konventionelle Behandlung bei niedergelassenen Psychotherapeuten. Ergebnis: Nach einem Jahr in Behandlung ging es den Patienten, die die Übertragungs-fokussierte Psychotherapie erhalten hatten, deutlich besser. In dieser Gruppe gab es weniger Therapieabbrüche, weniger Suizidversuche und weniger Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken. Außerdem entsprachen diese Probandinnen zu einem größeren Anteil nicht mehr den diagnostischen Kriterien der Borderline-Störung und kamen im sozialen Leben besser zurecht.
Neue Therapie bei Borderline-Störung

Zur übertragungsfokussierten Psychotherapie:

Aus der Tradition der Psychoanalyse entwickelte sich die Übertragungsfokussierte Psychotherapie. Im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse werden nicht frühe Beziehungen analysiert, sondern im Hier und Jetzt wer- den aktuelle Beziehungsprobleme in der Beziehung zwischen Klient und Therapeut sichtbar gemacht. Borderlinespezifische Wahrnehmungen und Verhaltensweisen können so bewusst gemacht und verändert werden. Hier soll im Verlauf der therapeutischen Behandlung ein stabiles und integriertes Selbstbild der Patientin aufgebaut werden. Gemeinsam mit dem Therapeuten arbeitet die betroffene Person zwischenmenschliche Konflikte auf. Dabei lernt sie, Teile ihrer Persönlichkeit anzunehmen, die sie bisher nicht wahrnehmen oder leben konnte. Es handelt sich um eine Einzel-Gesprächstherapie, die auf einen längeren Zeitraum ausgelegt ist.
Therapie - Borderline Persönlichkeitsstörung, psychische Erkrankung - Geschichten, die das Leben schrieb

Gruss,
Uta


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