Hypomanie

18.11.15 14:44 #1
Neues Thema erstellen
AW: Hypomanie

bestnews ist offline
Beiträge: 6.400
Seit: 21.05.11
Rachel, schlechtes Essen ist gerade auch histaminreich....
Unverträglichkeiten kann man austesten durch Auslass.
Mich machen in der Hauptsache Fructose, Milcheiweiss und Histamin fertig.
Fructose bindet Thryptophan....

Das was in der Herkunftsfamilie eventuell schief gelaufen ist und dessen Folgen nachwirken, wird durch Unverträglichkeiten unter anderem angeheizt.

Hatte heute Weltuntergangsstimmung und wusste erst nicht warum. Dann fielen mir die Blaubeeren udn der halbe Apfel von gestern ein. Soviel zum Thema Fructose.
Dienstag ist alles wieder gut, wenn ich mich brav ernähre.

Lass einfach mal sämtliche Milchprodukte über einige Wochen weg.
Mit Glück hilft das schon ne Menge...

Ist Deine Zunge morgens immer weiss?

Alles Gute.
Claudia.

Hypomanie
Clematis
Zitat von Rachel34 Beitrag anzeigen
Weiters kann ich nicht gut kochen und auch nicht gerne. Das beschäftigt mich so sehr und macht mich so fertig. Hoffe, ich finde einen guten Therapeuten.
Kleiner Tipp: koche nach Kochbuch - dann gelingt es und jedes gelungene Essen ist ein Erfolgserlebnis, so kann kochen allmählich doch Freude machen und Deine Ängste diesbezüglich verschwinden. Eine Sorge weniger...
Wenn Familienmitglieder trotzdem meckern, antworte: dann kocht das nächste bitte selbst! Dann ist Ruhe im Karton.

Gruß,
Clematis

AW: Hypomanie

Rachel34 ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 18.11.15
Ja, hab eh eine Familienhilfe als Unterstützung. Sie stellt mit mir nen Kochplan auf, nach der ich dann einkaufen soll.

Im Büro war ich gut organisiert. Zuhause schaffe ich das einfach nicht.

Weiters weiß ich auch nicht wie es beruflich weitergehen soll. Hatte einige Ideen, diese wieder verworfen. Mache gerade ne Ausbildung, bin aber nicht glücklich.

Hypomanie
Clematis
Zitat von Rachel34 Beitrag anzeigen
Ja, hab eh eine Familienhilfe als Unterstützung. Sie stellt mit mir nen Kochplan auf, nach der ich dann einkaufen soll.
Hallo Rachel,

das hört sich gut an. Könntest Du das Kochen wenigstens vorübergehend an die Familienhilfe übergeben?

Noch einige Gedanken zu Deinen Äußerungen:

Im Büro war ich gut organisiert. Zuhause schaffe ich das einfach nicht.
Daran könnten die Medikamente nicht ganz unschuldig sein. Überdenke vielleicht auch mal, ob Du nicht zu hohe Anforderungen an Dich selbst stellst. Je nach Alter Deiner Kinder könnten sie bei kleineren Handlangungen helfen.

Weiters weiß ich auch nicht wie es beruflich weitergehen soll. Hatte einige Ideen, diese wieder verworfen. Mache gerade ne Ausbildung, bin aber nicht glücklich.
Für die Berufswahl gibt es sog. Eignungstests. Damit findet man heraus, welche besonderen Begabungen Du hast, kann einen entsprechenden Beruf herausfinden. Kann man bei dem die eigenen Begabungen, Fertigkeiten, Vorlieben einsetzen, wird man damit auch glücklich. Jeder hat diese Begabungen, auch Du.

Meine Ängste machen mich so fertig, habe diese täglich. Ich will einfach ein schönes, unbeschwertes Leben mit meiner Familie, aber die Angst, dass ich ihnen nicht genug biete zerfrisst mich innerlich. ...
und: Ich hab so große Zukunftsängste was meine Kinder betrifft.
Rachel, eine Familie ist eine kleine Gruppe, die auf einer gemeinsamen und gegenseitigen Hilfe/Kooperation basiert. Die Mutter ist nicht allein dafür verantwortlich, die Familienmitglieder müssen hier schon ihren Teil beitragen. Auch hier zeigt sich m.E. Deinerseits, daß Du die Ansprüche an Dich selbst sehr hoch schraubst und von Dir etwas erwartest, was einer allein in einer Gruppe gar nicht schaffen kann. Hier müssen alle mitziehen.

Auf was beziehen sich die Zukunftsängste bezüglich der Kinder? Wenn sie 15 oder 20 sind? Du kannst nur jetzt Einfluß nehmen, je älter sie werden, umso mehr werden sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und ihr eigenes Glück schmieden. Dann kannst Du ihnen nur noch beratend zur Seite stehen.

Alle diese und weitere Fragen könntest Du mit einem Psychologen mit psychotherapeutischer Ausbildung besprechen. Eine Psychiaterin wird Dir hier keine große Hilfe sein, da sie wahrscheinlich für Gesprächstherapien nicht ausgebildet ist.

Daß Du inzwischen ein Medikament absetzen konntest, ist bereits ein großer Erfolg für Dich, der Dir Mut machen sollte. Das kannst Du für Dich als Fortschritt betrachten, der erste Schritt ist getan, also traue Dir auch weitere zu. Du kannst viel mehr als Du glaubst, passe die Anforderung an Dich selbst aber so an, daß Du sie auch erfüllen kannst und nicht zu viel von Dir selbst erwartest.

Liebe Grüße,
Clematis

AW: Hypomanie

Rachel34 ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 18.11.15
Hallo Clematis,

Vielen Dank für deine Worte.
Ja wahrscheinlich verlange ich wirklich zuviel von mir. Neben Arbeit, Ausbildung, Kinder und Haushalt, bleibt meist der Haushalt hinten und mein Mann mekkert oft.

Aber das Gute ist, ich hab die Zyprexa endlich weg und es geht mir nach wie vor gut.

Weiters habe ich einen Therapieplatz bekommen der von der Krankenkasse übernommen wird und die Psychologin war sehr bemüht am Telefon und meinte nach meiner Stillpsychose und schweren depressiven Episode soll ich mindestens 1x wöchentlich kommen. Mir war sie sehr sympathisch und ich hoffe, es passt mit dieser.

Hypomanie
Clematis
Zitat von Rachel34 Beitrag anzeigen
bleibt meist der Haushalt hinten und mein Mann mekkert oft.
Hallo Rachel,

das Meckern ist nicht schön. Vielleicht kann Dir die Psychologin Tipps geben, wie Du ihm das abgewöhnen kannst. Oder bringe ihm bei wie man mit Waschmaschine und Staubsauger umgeht .

die Psychologin war sehr bemüht am Telefon und meinte nach meiner Stillpsychose und schweren depressiven Episode soll ich mindestens 1x wöchentlich kommen. Mir war sie sehr sympathisch und ich hoffe, es passt mit dieser.
Dann kannst Du endlich die Unterstützung finden, die Du brauchst. Vielleicht kann Dein Mann gelegentlich mit daran teilnehmen, damit er Dich nicht überfordert und das Gemecker aufhört, das Dir das Leben schwer macht.

Liebe Grüße,
Clematis

AW: Hypomanie

Rachel34 ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 18.11.15
Hab am Freitag mein erstes Therapiegespräch, werde dann berichten.

Heute war die Familienhilfe da, wir sprachen übers kochen, ich musste mehrmals weinen. Es beschäftigt mich einfach zu sehr.

Meint ihr ich merke jetzt dass ich die Zyprexa nicht mehr nehme? Meine Stimmung ist etwas gedrückt.

AW: Hypomanie

Rachel34 ist offline
Themenstarter Beiträge: 13
Seit: 18.11.15
Hatte am Freitag und heute Therapie. Ich weiß noch nicht recht was ich von ihr halten soll. Am Freitag meinte sie, sie weiß nicht warum ich eine Depression gehabt habe. Ja woher denn, hab ihr dann meine Geschichte erzählt. Heute hab ich sie draufangesprochen, weil ich das so eigenartig fand und sie meinte ich solle sie immer gleich wenn sowas is ansprechen, da sie den Zusammenhang nicht mehr weiß, wie sie das gemeint hat.
Und ich soll über was reden, was Thema is, mir fiel aber nix ein. Es ist für mich noch schwierig mich zu öffnen bzw muss ich mir wirklich Gedanken machen beim nächsten Mal was ich ihr erzählen kann, sonst bringt mir ja die Therapie nix.
Weiters haben wir einen Wochenplan fürs Essen erstellt. Fand ich gut.
Hab heute meine Psychiaterin angerufen, ob es sein kann dass ich von den Depakine auch so müde sein kann in der Früh. Die hat sie mir ja erhöht auf 800 mg, nachdem ich das Zyprexa nicht mehr nehme.

Hypomanie
Clematis
Zitat von Rachel34 Beitrag anzeigen
Am Freitag meinte sie, sie weiß nicht warum ich eine Depression gehabt habe. Ja woher denn, hab ihr dann meine Geschichte erzählt.
Hallo Rachel,

Du hast hier erwähnt, daß Dein Mann häufig meckert. Das wäre z.B. ein Thema, das Du ansprechen könntest - wie Du damit umgehen kannst usw.

Angenommen Dein Mann würde ständig über das Essen meckern, schon seit Jahren. Weiterhin angenommen, daß Du in Wirklichkeit eine recht gute Köchin warst und sogar noch bist...

Dann könnte Dir das Gemecker die Freude am Kochen genommen haben, Dich dazu verleitet haben auch selbst zu glauben, Du wärest eine schlechte Köchin, obwohl Du das gar nicht bist.

Das nagt dann an Deiner Seele, verunsichert Dich über alle Maßen und weil Du keinen Ausweg siehst, kann diese enorme Belastung zu Depressionen führen.

Wird auch noch aus weiteren Anlässen gemeckert, machen die Kinder es dem Vater womöglich nach, dann wird das für Dich eine unerträgliche Belastung, die Dich krank macht.

Weshalb auch immer gemeckert wird, das muß aufhören, wenn Du wieder fit werden und gesund bleiben willst.

Liebe Grüße,
Clematis

Hypomanie

Oregano ist offline
Beiträge: 63.707
Seit: 10.01.04
Hallo Rachel,

etwas ketzerisch gedacht: Kämst Du eigentlich auf die Idee, darüber zu meckern, daß Dein Mann oder die Kinder nicht gut kochen oder so kochen, wie Du Dir das wünschst ?
Die traditionelle Rollenverteilung ist doch längst aufgebrochen, nur haben noch nicht alle Männer und Frauen das schon verinnerlicht...

Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.


Optionen Suchen


Themenübersicht