Gegen eine (sehr) einseitige Sichtweise auf Psychologie ...

19.10.15 21:19 #1
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Gegen eine (sehr) einseitige Sichtweise auf Psychologie ...

Gleerndil ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Wieso Grabenkampf?
Ich meine die CFS-Rubrik hier im Forum....vor der Zeit hier war ich in 2 Selbsthilfegruppen, einmal in einer Amalgamgruppe und dann in einem CFS/MCS-Selbsthilfeverein, mit Treffen einmal im Monat. Da kamen natürlich auch einige unterschiedliche Geschichten zusammen, 10-15 Leute, aber es wurde nicht (wie ich es hier im CFS-Forum erlebe), beim falschen Stich-Wort "scharf geschossen"....diese Gruppe war mal entstanden aus der Praxis Hilgers heraus, bei dem ich (vorher) auch mal 5 Minuten im Sprechzimmer gesessen habe, danach bei seinem (damals) Partner Prof. Ihle........über CFIDS und ME wurde da in der Gruppe glaube ich auch schon gesprochen - vor 20 Jahren, vielleicht........

Gerd
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Gegen eine (sehr) einseitige Sichtweise auf Psychologie ...

alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.949
Seit: 09.09.08
Wuhu Gerd,
ich verstehe; Ich kann mir das nur so erklären - und das bezieht sich ja nicht nur auf das Thema CFidS/ME -, dass durch die Möglichkeiten des Internetzes die Betroffenen bzw Angehörigen schneller/mehr wichtige Infos (inkl div neg Machenschaften) zusammentragen konnten; Dann kommt noch die spezielle Auto-Dynamik im iNetz dazu, ist ja aktuell auch ein großes Thema - vor 20 Jahren war das so noch gar nicht möglich...
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» Optimismus ist nur ein Mangel an Information. « – Heiner Müller

Geändert von alibiorangerl (09.02.17 um 07:01 Uhr)

Gegen eine (sehr) einseitige Sichtweise auf Psychologie ...

Gleerndil ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von Felis Beitrag anzeigen
... es stellt die Amygdala "ruhiger" (und es ist nicht nur die Amygdala - es ist über/durch die Amygdala und Insula so sehr viel mehr) ...
... das Programm anwenden und es selbst spüren, wo was wann stattfindet auf allen Ebenen.
Hattest Du nicht auch von Meditationsübungen gesprochen, Felis? Vor kurzem fand ich in anderem Zusammenhang dieses Video:

- es läuft eine Stunde, nicht wie angezeigt drei -

Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen

...... Musik Töne Klänge Melodie und Rhythmus Stimme und Stimmung Gefühle und Erinnerungen .......

"…das Lebendige funktioniert lange, ehe es eine Sprache und Wortbildung gibt."

Für fehlende innere und äußere Bewegung, ob durch Tanz, Musik oder Singen, gibt es keine Emotionsergänzungsmittel ...
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Geändert von Gleerndil (08.04.17 um 20:48 Uhr)

Gegen eine (sehr) einseitige Sichtweise auf Psychologie ...

Felis ist offline
Beiträge: 5.388
Seit: 14.08.10
Gerd, da hast du aber eine Meditation gefunden!

Du hast bei dir jetzt herein gesetzt, was ich gesucht habe.
Vielen Dank dafür!
Allerdings empfinde ich sie als ganz extrem intensiv.
Vor allem wenn sie am Ende beim "Om" die Stimme absenken.
Abends könnte ich sie nicht machen.

Ja, beim Amygdala Retraining ist Meditation wichtig.
Ashok Gupta sagt, dass viele an CFS/ME Leidende falsche - oder sage ich lieber ungünstige - Atemrhythmen haben, die zusätzlich das ganze vegetative Nervensystem nicht zur Ruhe kommen lassen.
Außerdem den Organismus nicht mit genug Sauerstoff versorgen können.
"Die Atmung beeinflusst die neuronale Aktivität in der Amygdala und dem Hippocampus, zwei Gehirnareale, die mit Stress und Angststörungen, sowie Cfs & Fibromyalgie im Zusammenhang stehen".

Seine Meditationen sind ja angeleitete. Auch was die Atmung betrifft. Einatmen, Atem anhalten, ausatmen und Ton beim Ausatmen -> er verwendet nicht das "Om" er hat ab und an das "Haaaaa" - was ich beruhigender finde als das "Om".

Wenn man im seelischen/psychischen/körperlichen Bereich mit Ängsten zu tun hat, halte ich es für sehr wichtig, längere Zeit angeleitete Meditationen zu machen.
Nicht, dass da ein Deckelchen spontan aufgeht über Atmung und Ton, das einen dann zu sehr mit Emotionen und Empfindungen überspült, für die man nicht (oder noch nicht) gewappnet ist. Du sagst:

...... Musik Töne Klänge Melodie und Rhythmus Stimme und Stimmung Gefühle und Erinnerungen .......

"…das Lebendige funktioniert lange, ehe es eine Sprache und Wortbildung gibt."
Genau so ist es. Und damit kommt man u.U. auch in Bereiche, die enorme Energien beinhalten.

Dein Wort
Emotionsergänzungsmittel
ist eine tolle, kreative Wortschöpfung, Gerd! Ich würde nun gerne den Blumenwerf-smilie einfügen - aber das geht heute irgendwie im Forum nicht!

Liebe Grüße von Felis
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Geändert von Felis (16.04.17 um 09:22 Uhr)

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Gleerndil ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von Felis Beitrag anzeigen
da hast du aber eine Meditation gefunden!
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Vor kurzem fand ich in anderem Zusammenhang ... OM Chanting @ 432 Hertz
Der Zusammenhang ist hier...symptome.ch/ natürlich-gestimmte-klassische-musik #13
Die 'Planetentöne' oder 'Harmonikalen Kammertöne' wurden auch unter dem Namen 'Ur - Töne' durch die Arbeit des inzwischen verstorbenen Musikjournalisten Prof. h.c. Joachim-Ernst Berendt bekannt.
Der dem Erdenjahr entsprechende Kammerton A hätte eine Frequenz von 432,10 Hz. Um den oktavanalogen Ton des Umlaufs der Erde um die Sonne zu spielen, muss die Grundstimmung von A = 440 Hz auf A = 432,10 Hz verstellt und dann der Ton Cis angeschlagen werden. Die so errechnete Frequenz ist identisch mit dem Grundton in der klassischen indischen Musik sowie mit dem Ton, in dem die Tibeter das Om intonieren.
Ich denke auch, Felis, dass das alles nicht (immer und) un-bedingt "Spielzeuge" sind, mit denen man (mal eben) so ein bischen Selbsterfahrung ausprobieren sollte, wenn man so gar nicht weiß oder ahnt, welche Wirkungen es haben könnte.
Mich hat vielleicht lange Zeit eine allgemeine Müdigkeit und (Gefühl von) Erschöpfung davon abgehalten, das ein oder andere (einfach mal) auszuprobieren.
Klar, wenn eine Wirkung so tief gehen mag, dass man "abdreht" (innerlich), ist die Frage, ob man das früh genug merkt, um wieder auszusteigen.
Und auch klar, solange man (gar) nichts merkt, werden viele sagen "Da ist doch nichts (Gefährliches etwa), was soll schon passieren, das probier ich mal!"

Danke für Deinen Beitrag, das ist eine schöne Osterüberraschung! - Gerd
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Felis ist offline
Beiträge: 5.388
Seit: 14.08.10
Hallo Gerd!

Der Zusammenhang ist hier..
Der dem Erdenjahr entsprechende Kammerton A hätte eine Frequenz von 432,10 Hz. Um den oktavanalogen Ton des Umlaufs der Erde um die Sonne zu spielen, muss die Grundstimmung von A = 440 Hz auf A = 432,10 Hz verstellt und dann der Ton Cis angeschlagen werden. Die so errechnete Frequenz ist identisch mit dem Grundton in der klassischen indischen Musik sowie mit dem Ton, in dem die Tibeter das Om intonieren.
Das ist wirklich erstaunlich...
Was und wieviel muss man denken und spüren, um darauf zu kommen.
Um das zu untersuchen, frage ich mich gerade.
Ich denke auch, Felis, dass das alles nicht (immer und) un-bedingt "Spielzeuge" sind, mit denen man (mal eben) so ein bischen Selbsterfahrung ausprobieren sollte, wenn man so gar nicht weiß oder ahnt, welche Wirkungen es haben könnte.
Ja. Das betrifft auch viele bioenergetische Therapiemethoden.
Sollte man vorsichtig sein.

Mich hat vielleicht lange Zeit eine allgemeine Müdigkeit und (Gefühl von) Erschöpfung davon abgehalten, das ein oder andere (einfach mal) auszuprobieren.
Klar, wenn eine Wirkung so tief gehen mag, dass man "abdreht" (innerlich), ist die Frage, ob man das früh genug merkt, um wieder auszusteigen.
Und auch klar, solange man (gar) nichts merkt, werden viele sagen "Da ist doch nichts (Gefährliches etwa), was soll schon passieren, das probier ich mal!"
Deswegen ist es ratsam sich dabei möglichst angstfrei zu beobachten.
Ist es hilfreich - fühlt es sich "richtig" an.
Und hilft es mir auch im Alltag Boden unter den Füssen zu behalten - zu bekommen. Oder macht es mich mehr und mehr instabil.
Ein Meditier"schaden" zum Beispiel (ich nenne das so ) kann zeigen, was ich eh schon das ganze Leben mit mir herumschleppe.
Es gibt Menschen, die süchtig meditieren (wenn schöne Empfindungen auftauchen). Die sich abhängig meditieren oder abhängig werden vom Guru und dessen "Segnungen".
Oder die meditieren, um vor der Welt zu flüchten.
Beim Meditieren kann man tatsächlich enorme Glücksgefühle und Weite erleben - das kann gefährlich verführerisch werden, wenn man sich nicht erden will oder kann.
Erdung ist wichtig. Und die Frage: erlebe ich einfach oder benutze ich das...

Nun kann man nicht immer alles vollkommen kontrollieren.
Manchmal wird man mit Neuem konfrontiert werden, bei dem man eine Zeit braucht, um wieder sicherer sagen zu können: auf diesem Weg gehe ich weiter, das nehme ich lieber etwas zurück, und dies vertiefe ich noch mehr.
Dann ist eine gute Anleitung zur Selbsthilfe, das "Sicherheitspaket" oder ein Begleiter von großem Wert.
Es ist spannend und wird spannend bleiben, wenn man auf der Reise ist.

Einen schönen ersten Mai wünsche ich Dir.
Liebe Grüße von Felis
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Geändert von Felis (01.05.17 um 08:09 Uhr)

Gegen eine (sehr) einseitige Sichtweise auf Psychologie ...

Gleerndil ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
Zitat von Felis Beitrag anzeigen
Das ist wirklich erstaunlich...
Was und wieviel muss man denken und spüren, um darauf zu kommen.
Um das zu untersuchen, frage ich mich gerade.
Ich vermute, dass jemand darauf gekommen ist, da klassische indische Musiker diesen Ton wohl "Ton der Erde", Erdton nennen, wie auch immer: intuitiv, spirituell "gesehen", "gehört", "gespürt" - und von jemand anders dann "berechnet". Wenn das wirklich so stimmt, wäre das sehr sehr spannend....

Gerd
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Geändert von Gleerndil (11.05.17 um 13:17 Uhr)

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Gleerndil ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.200
Seit: 26.07.09
ich spinne und webe mal einen anderen Faden in diesem Thread weiter....
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
... dass mein Vater mit ziemlicher Sicherheit traumatisiert war. Durch Kriegs- und Gefangenschafts-Zeit. Er saß im Mai 1945 mit 19 ½ Jahren in russischer Gefangenschaft, verwundet ….. ich hatte mit 19 ¼ Jahren, auch im Mai, das Gefühl, ich werde verrückt, mein Leben bricht zusammen, ich kann nicht mehr arbeiten, lernen, weiß nicht mehr was ich will, was alles soll ….. nun, an so wirklich zufällige Zufälle glaube ich schon länger nicht mehr.

... Dass meine Eltern die Kriegszeit beide als junge Erwachsene erlebt hatten (sie waren 1945 19 bzw 21) war bis dahin niemandem besonders aufgefallen …..

Dass Deutsche auch Leid und Opfer erlitten und erlebt hatten, war zu der Zeit sowieso fast (noch) verboten auszusprechen. Und dass es generationenübergreifende (transgenerationale) Wirkungen und Folgen von traumatisierten Menschen auf Kinder und Familie gibt, das wusste man sicher schon aus anderen Richtungen, wenn Kinder mit traumatisierten Erwachsenen/Eltern aufwachsen, mit d e m Krieg wurde das aber glaube ich nicht verbunden. Nicht unbedingt in Bezug auf deutsche Familien.
Das war also vor genau 72 Jahren, Mai 1945, mein Vater in einem Lazarett vom 3.5. - 19.5.1945, südlich von Berlin, in Luckenwalde, aber schon in russischer Gefangenschaft. Hitler lebte schon nicht mehr, seit dem 30. April, für die Überlebenden und Gefangengenommenen fing das "Überleben" gerade erst an.....stelle ich mir so vor.
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
... dass mein Vater genau über 1 ¼ Jahre, nämlich die Zeit bei einer Waffen-SS-Einheit, so gut wie gar nichts erzählt hatte ... davor und danach vergleichsweise sogar viel.
Im Internet konnte ich ganz gut den "Weg" seiner Einheit bzw Division verfolgen, übrigens die gleiche Division (das waren fast 20.ooo Mann), in der auch Günter Grass war, der ja relativ spät als SS-Soldat geoutet wurde. Ob mein Vater das mitbekommen hatte? Erwähnt hat er es nie. Wir wussten aber schon immer, dass er nach dem Arbeitsdienst, in dem er unsere Mutter kennengelernt hatte, in einer SS-Einheit "gelandet" war. Anfang 1944 (mit 18) musste man sich dazu nicht mehr unbedingt freiwillig melden, mein Vater war recht groß, und das fanden sie passend für diese ""Elite-Truppe"", als die sie sich ja selber sah.
Eines der wenigen Worte über diese Zeit Anfang 1944 bis Mai '45 in einer Waffen-SS-Einheit war "Häuserkampf in Holland" - weiter zu fragen, was und wie das war, war irgendwie nicht möglich, ich habe tatsächlich gar nicht daran "denken" können, weiter zu fragen. Ich glaube heute zu wissen, dass ich (und wir Kinder) gespürt habe(n), dass es einen Nebel aus Schweigen und Verdrängen und vielleicht auch Schuld- und Schamgefühlen gibt, über die nie wirklich gesprochen wurde....
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Und genauso können sich Schweigen, Sprachlosigkeit, Nichts-Sagen, Wände und Nebel aus Schweigen, unterdrückten, aufgestauten und verdrängten Gefühlen in Seelen und Herzen bohren, was man zuerst, und auch lange Zeit vielleicht gar nicht (be)merkt, weil es für einen als Kind in den Zeiten auch gar nichts anderes gibt, weil es so "normal" erscheint, und Eltern natürlich versuchen, das Beste, oder gar alles für ihre Kinder zu tun ..... soweit sie das eben seelisch-gefühlsmäßig können in ihrem eigenen Betroffensein, und vielleicht auch eigenem Opfersein - nein, hier muss nicht die große Schuldfrage an irgendwelchen Kriegen geklärt werden, die wird man auch nie in einer Psychotherapie klären (können), das wäre einfach die falsche Frage am falschen Ort.
Natürlich kann die Schuldfrage des Einzelnen noch dazu kommen, und daraus resultierend Schuldgefühle, Scham, schlechtes Gewissen usw.
Erst vor 2 Jahren, bei der Suche im Internet, fand ich heraus, dass "Häuserkampf" 1944 in Holland schon im Kampf gegen Alliierte gewesen sein muss, die schon Anfang Juni '44 an der Küste der Normandie gelandet waren - auch das hat unser Vater nie erwähnt, dass er mit dieser Einheit, dieser "Truppe" gegen alliierte Streitkräfte gekämpft hatte, die ja später unsere Befreier waren......

Vor einem Jahr Jamala - 1944

When strangers are coming...
They come to your house,
They kill you all
and say,
We’re not guilty
not guilty.
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Hallo Gerd,

für mich hört sich das sehr nach einer übernommenen und neu dazu gekommenen Traumatisierung an.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Aufstellungen zu solchen Themen gemacht. Allerdings nicht mit Familienaufstellungen nach Hellinger, also mit Menschen, sondern mit "papiernen" Aufstellungen. Da werden die Namen der Beteiligten auf ein Blatt Papier geschrieben und dann gefragt, was die einzelnen Personen brauchen, um den alten STress ganz loszulassen und damit auch den Stress , den sie weiter gegeben haben.
Je mehr Möglichkeiten der Therapeut bzw. Aufsteller kennt, desto besser! - Da kommen in Frage: Farben, Düfte, Affirmationen, alpha-synapsen-Programmierung, Symbole, Schutzzeichen, Körbler-Zeichen ....
Es ist gut, wenn man das ganze energetisch testen kann, zB. kinesiologisch, mit dem Pendel, mit dem Tensor usw.

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Gleerndil ist offline
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Seit: 26.07.09
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
... für mich hört sich das sehr nach einer übernommenen und neu dazu gekommenen Traumatisierung an.
Genau deshalb, Oregano, bin ich ja bei einer Traumatherapeutin, die mit Imaginativer Traumatherapie arbeitet. Für mich passt da alles sehr gut, von Anfang an.
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Indem wir als Kinder in so einer emotional-stimmungsmäßig teilweise "gestörten" Atmosphäre aufwuchsen und geprägt wurden, ist die (irgendwie weitergegebene) Ursache ja auch nicht körperlich-materiell-stoffwechselmäßig, sondern emotional-seelisch-gefühlsmäßig.
Bei der Arbeit mit Inneren Bildern und verschiedenen Inneren Anteilen, verletzten und verletzenden Inneren Anteilen (nicht nur d e m Inneren Kind, sondern mehreren Inneren Anteilen in verschiedenen Lebenssituationen), kam zum Beispiel ein Bild, Ich mit mir als 19-Jährigem und mehreren anderen Personen (die ich erstmal nicht erkannte) in einem großen Kreis um ein Feuer. Die Arbeit damit kann z.B. darin bestehen, Personen oder auch das Feuer anzusprechen, etwas zu fragen, und auf Innere Antworten zu hören. Ich habe dabei relativ schnell gemerkt, ob solche Antworten spontan aus mir heraus kommen, oder ob ich mir etwas ausgedacht habe, wie eine Antwort sein könnte. Später hatte ich mal ein anderes Feuer-Bild sehr deutlich vor dem Inneren Auge, und habe dieses Innere Feuer(!?) einige Sachen gefragt....es kamen auch Antworten.

Als dann einmal die Therapeutin fragte, ob ich meine Erschöpfung, Müdigkeit mit einer Gestalt oder einer Farbe in Verbindung bringen könnte, war ich erst etwas "ratlos", welche "Gestalt" wohl diese blöde Erschöpfung haben sollte, könnte.....ich s e l b e r war ja ständig müde, erschöpft, kraftlos usw. Es war glaube ich sogar einige Tage später, dass spontan in diesem Inneren Kreis-Bild mein Vater als Spätheimkehrer "auftauchte", es war etwas bedrückend, und, nochmal einige Stunden später fiel mir auf, dass das Feuer in diesem Kreis nicht mehr brannte........und danach erst eine Woche später war mir wirklich k l a r, dass dieses Innere Bild die Antwort auf die Frage war nach einer Gestalt in Verbindung mit der Erschöpfung, Müdigkeit!

Damit haben wir natürlich weiter gearbeitet - und es gefiel mir überhaupt nicht, dass das Feuer in diesem Kreis nicht mehr brannte......da ging es dann auch darum, was z.B. mein Vater als Heimkehrer brauchen könnte, was ihm fehlt, was ihm helfen könnte. Da brachte meine Therapeutin einmal das Stichwort "eine wärmende Decke", das passte für mich sehr gut, für einen Kriegs- und Gefangenschaftsheimkehrer - eine Decke gibt eben Wärme, etwas schützende, einhüllende Sicherheit, da sah ich auch nicht mehr irgendwelche graue Kleidung an ihm, und nach und nach "verschwand" er als Gestalt auch wieder aus diesem Kreis.........

Vielleicht kannst Du's ein bischen nachvollziehen, es sind ja meine ganz persönlichen Inneren Bilder und Anteile.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Aufstellungen zu solchen Themen gemacht. Allerdings nicht mit Familienaufstellungen nach Hellinger, also mit Menschen, sondern mit "papiernen" Aufstellungen. Da werden die Namen der Beteiligten auf ein Blatt Papier geschrieben und dann gefragt, was die einzelnen Personen brauchen, um den alten STress ganz loszulassen und damit auch den Stress , den sie weiter gegeben haben.
Ich denke mal, Oregano, dass die Inneren Bilder, wenn sie denn kommen und da sind, nochmal etwas lebendiger sind und wirken. Für mich, wie gesagt, passt da alles sehr gut in dieser Therapie, ich bin wirklich für jede einzelne Stunde dankbar! Weil es hilft und mich weiter bringt!

Liebe Grüße - Gerd
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