engstirnig ./. weitsichtig

12.03.17 12:01 #1
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Oregano ist offline
Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
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Engstirnig zu sein ist kein Vorzug. Diskussionen mit solchen Leuten verlaufen für gewöhnlich fruchtlos, da sie bereits mit einer vorgefassten Meinung (statt offen zu sein für anderen Argumente) in eine Unterhaltung gehen. Aber diese mangelnde Offenheit zieht sich durch sämtliche Bereiche:
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Das Hauptproblem liegt allerdings darin, dass viele Menschen es als Angriff auf ihre eigene Persönlichkeit sehen, wenn sich jemand ihrer Argumente verweigert. Das eigene Ego ist gekränkt, dass das Wissen auf diesem Gebiet nicht anerkannt wird, und zwar umso stärker, je mehr Sie sich mit Ihrem Standpunkt identifizieren. Sie können stattdessen mit zwei Tricks arbeiten:

Dieser Trick geht auf den amerikanischen Psychologen Wayne Dyer zurück und funktioniert, indem Sie Ihrem engstirnigen Gegenüber einräumen, dass etwas an seiner Position dran sein könnte: "Sie könnten recht haben." Sie lassen los, was Ihre Position anbelangt. Auf der anderen Seite führt dieser Ausspruch dazu, dass sich Ihr Kollege mit seiner Meinung akzeptiert fühlt.
Gleichzeitig lassen Sie sich eine Art Hintertür offen, denn Sie verwenden den Konjunktiv.
Benjamin Franklin beherrschte die Kunst, andere Menschen für seine Argumente zugänglicher zu machen, indem er seine Meinung als die Meinung Dritter präsentierte. Dazu wählen Sie beispielsweise Formulierungen wie "Ich habe von einer Person gehört, dass..." oder "Wie würden Sie reagieren, wenn jemand behauptet, dass..." oder "Manche sehen es so, dass..." oder "Es gibt das Gerücht, dass...". Sie nehmen so eher eine Haltung des neugierig Fragenden an, anstatt die der Verteidigung Ihrer eigenen Positionen.
Nachfolgend haben wir in neun Schaubildern typische Verhaltensweisen dargestellt, die engstirnige Menschen im Vergleich zu weitsichtigen haben.
Engstirnig: Beschränken Sie sich nicht! | karrierebibel.de

Hier geht es zwar um Karrieren, die auch davon abhängen, ob jemand eben engstirnig ist oder weitblick hat. Das wiederum hängt sicher auch damit zusammen, ob jemand gelernt hat, in die Weite zu sehen oder ob er lieber in seiner eigenen Welt geblieben ist, die ihm sicher und angstfrei vorkommt.

Aber auch im Privatleben oder im Forenleben kann Engstirnigkeit schwierig werden, und zwar immer dann, wenn eine Meinung hartnäckig vertreten wird, ohne auf Argumente aus anderer Sicht einzugehen. Das macht es letzten Endes unmöglich zu diskutieren und ein Thema von verschiedenen Aspekten her zu sehen. Das finde ich schade, weil dadurch ein Thema immer enger wird und Interessierte das Interesse verlieren können.

Um es mit Gerald Hüther zu sagen:
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Das Gehirn wird so, wie und wofür man es mit Freude und Begeisterung benutzt. Das ist die wohl wichtigste Erkenntnis, die die Hirnforscher in dem letzten Jahrhundert zutage gefördert haben.
Statt uns gegenseitig ständig mit Abwertungen und Hinweisen, was alles nicht geht zu entgeistern, müssten wir also versuchen einander einzuladen, zu ermutigen und zu begeistern, immer wieder neue, günstigere Erfahrungen mit uns selbst, mit anderen Menschen und mit all dem, was uns umgibt, zu machen....
http://www.gerald-huether.de/free/ne...11_online.html

Einen schönen Sonntag !

Grüsse,
Oregano

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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 61.734
Seit: 10.01.04
So kann man mit verschiedenen Meinungen umgehen:
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Wie geht jeder einzelne von uns mit der Meinung des Gegenüber um?
Zeigen Sie Verständnis für die Meinung des anderen oder geraten Sie mit ihm oder ihr aneinander, weil dessen Einstellung oder auch Erfahrung von Ihrer abweicht? Wenn hieraus eine Diskussion entsteht, wobei die Gesprächspartner mit ihren „richtigen“ Argumenten auffahren, passiert folgendes: Entweder, Sie überzeugen Ihr Gegenüber oder Ihr Gegenüber überzeugt Sie, Sie sind sich einig oder die Diskussion geht möglicherweise in Streit über, weil jeder auf seiner Meinung verharrt. Ist das Letztgenannte eine zufriedenstellende Situation? Eher nicht. Ist es nicht angenehmer, wenn man, trotz unterschiedlicher Anschauungen, dem anderen „seine eigene“ lässt. Wie wäre es, wenn man aus Respekt vor seiner „eigenen Wahrheit“, die man sich ja auch nicht absprechen lassen möchte, die des anderen Menschen ebenfalls aus Respekt annimmt? Der Umgang miteinander wäre doch ein viel harmonischerer. Bedenken wir doch eines: Wenn ich mit meinen Argumenten nicht übezeuge, dann sollte ich dieses so hinnehmen und meine wachsenden negativen Emotionen erst einmal überdenken. Fakt ist doch, dass nicht nur ich selbst darüber verägert bin, sondern den anderen Menschen ebenfalls negativ beeinflusse. Das Resultat könnte eine angespannte Situation sein, die bestimmt zu KEINEM Ergebnis führt. Aber es soll ja Menschen geben, die gerne streiten. Nur, was bringt es?
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https://biancaschwacke.wordpress.com...gelten-lassen/

Ein friedliches, von Verständnis geprägtest Wochenende wünsche ich!

Grüsse,
Oregano
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Septembermond ist offline
Gesperrt
Beiträge: 126
Seit: 20.03.17
hallo Oregano,

das Thema finde ich sehr interessant!

In der Regel ist es so - meine Erfahrung - daß einer den anderen zu überzeugen versucht von seinen "Argumenten". Das ist aber genau der Knackpunkt, so meine ich.
Ich denke wenn man des Anderen Meinung einfach stehen lassen könnte, wäre vieles besser.

Unter Diskussion verstehe ich, Meinungen auszutauschen. Desto vielfältiger, desto besser. Diskutieren muß nicht heißen den anderen partout überzeugen zu wollen. Gerade dieses missionarische stößt m. Meinung nach oft - verständlicherweise - auf Ablehnung.

Mir fällt aber auch oft auf, daß das, was ich als "Meinungen austauschen" bezeichnen würde, also als "diskutieren" bezeichnen würde, von anderen Menschen als "streiten" bezeichnet wird. Vielleicht existieren unterschiedliche Einstellungen zum Thema, wo die Diskussion aufhört und der Streit anfängt.

gruß,Septembermond

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Gleerndil ist offline
Beiträge: 3.893
Seit: 26.07.09
Zum überzeugt-sein:
Ich finde, es ist generell gut, wenn man von etwas überzeugt ist, was ja wohl soviel heißt, wie "Ich kann be-zeugen, dass etwas so oder so ist." Also überzeugt sein.
Eine Überzeugung haben, vielleicht schon ein wenig anders, aber "haben" heißt ja nicht, dass man sie (die Überzeugung) nicht auch wieder weggeben, umtauschen, oder auch als falsch erkennen könnte.
Jemand partout, unbedingt von etwas überzeugen wollen, mit missionarischem Eifer dazu, ist etwas anderes....aber deshalb ist es ja nicht schlecht, eine Überzeugung zu haben, von etwas überzeugt zu sein, und das auch zu äußern, Argumente dafür zu bringen, für die eigene Überzeugung. Es kommt vielleicht eher auf die Art an, wie man sowas äußert, und ob man links und rechts der eigenen Überzeugung/Meinung noch was sieht, anderes und andere und deren Meinungen/Überzeugungen auch noch sieht, sehen kann, und bestenfalls daraus auch was für sich selber gewinnt und lernt - wenn es denn überzeugend ist/klingt/erscheint.
Also wenn man im wahrsten Sinne des Wortes weit-sichtig ist (oder breit-sichtig vielleicht).

Gruß - Gerd
__________________
Die Sinnesorgane der Engel sind unsere Edelsteine. Rudolf Steiner

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Iltschilein ist offline
Beiträge: 54
Seit: 04.01.13
In einem Satz:

Leben und leben lassen ...

Hört sich einfach an, ist aber soooo schwer!

Iltschilein

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Earl Grey ist offline
Beiträge: 776
Seit: 25.09.13
Ihr geht davon aus, dass nur der Diskussion wegen diskutiert wird.
Wenn ich aber gemeinsam mit anderen ein Projekt beenden muss, und es lässt sich keine Verfahrensweise per Diskussion finden - das wird dann sehr stressig.
Grüße - Earl Grey

engstirnig ./. weitsichtig

ullika ist offline
Beiträge: 2.011
Seit: 27.08.13
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Ich finde, es ist generell gut, wenn man von etwas überzeugt ist, was ja wohl soviel heißt, wie "Ich kann be-zeugen, dass etwas so oder so ist." Also überzeugt sein....
Ja, wenn man von etwas überzeugt ist, weil man selber Beweise dafür gefunden hat, kann man das bezeugen.

Eine Überzeugung kann aber auch ein Glaubensatz sein, an den man festhält. Man wurde (von anderen, von Medien, von Marketing... ?) überzeugt, dass man etwas Bestimmtes glaubt.

Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Jemand partout, unbedingt von etwas überzeugen wollen, mit missionarischem Eifer dazu, ist etwas anderes...
Ich hab die Erfahrung gemacht, das funktioniert sehr selten, wenn nur bei Menschen, die offen für Neues sind, die meisten haben Glaubenssätze, an denen sie festhalten, bzw. glauben an "Autoritäten", das sind heute oft Menschen, die von der Wirtschaft bezahlt werden, eine bestimmte Meinung zu haben, sie wurden also auch missioniert, nur eben so geschickt, dass sie es nicht merken, das ist Public relation oder Marketing.
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Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche, nicht durch die Apotheke (Sebastian Kneipp)

Geändert von Malve (01.05.17 um 20:59 Uhr) Grund: unerwünschte Inhalte

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Kayen ist gerade online
Beiträge: 4.564
Seit: 14.03.07
Zitat von Gleerndil Beitrag anzeigen
Zum überzeugt-sein:
Ich finde, es ist generell gut, wenn man von etwas überzeugt ist, was ja wohl soviel heißt, wie "Ich kann be-zeugen, dass etwas so oder so ist." Also überzeugt sein.
Der Unterschied zwischen – ich meine – ich glaube – oder ich bin überzeugt - liegt wohl in der Beharrlichkeit, mit der ein Mensch seinen Standpunkt vertritt.
Wenn ein Mensch meint oder glaubt, so lässt er sich noch immer vom Gegenteil "überzeugen", wohingegen ein Mensch, der von einer Sache überzeugt ist, diese je nach Grad seiner Überzeugung manchmal gar bis zum Fanatismus zu verteidigen bereit ist.
Der Grund hierfür liegt m.M. n. in der Beschaffenheit von Glaube und Überzeugung.
Glaube ist die Vermutung etwas zu Wissen - dagegen ist die feste Überzeugung für einen Menschen sicheres Wissen etwas zu Wissen (Wobei das m.M.n auch nur Glaube ist; nur sehr viel extremer)

Überzeugungen, seien sie religiöser oder sonstiger Art sind m.E. fehl am Platz in einer Diskussion, denn wer die Wahrheit sucht wird sie wohl am ehesten durch Skepsis finden und nicht durch das stetige Beharren auf seiner Überzeugung.


Zitat von Septembermond Beitrag anzeigen
Mir fällt aber auch oft auf, daß das, was ich als "Meinungen austauschen" bezeichnen würde, also als "diskutieren" bezeichnen würde, von anderen Menschen als "streiten" bezeichnet wird. Vielleicht existieren unterschiedliche Einstellungen zum Thema, wo die Diskussion aufhört und der Streit anfängt.
Ähnlich hab ich auch schon einige Male empfunden.

Zitat von Iltschilein Beitrag anzeigen
In einem Satz:

Leben und leben lassen ...
__________________
Alles verändert sich - dahinter ruht ein Ewiges

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Versatile ist offline
Beiträge: 103
Seit: 08.10.15
Interessantes Thema, das mich auch immer wieder beschäftigt.

Ich würde mich als prinzipiell offenen, vielseitig interessierten Menschen bezeichnen. Ich lese sehr viel zu allen möglichen Themen, wodurch ich auch immer wieder eigene, alte und überholte Meinungen ändern kann.
Außerdem ist es mir möglich, differenziert zu denken und die Dinge von mehreren Seiten zu betrachten.

Leider habe ich vorrangig mit Menschen zu tun (v.a. in der Familie), die sehr eindimensional denken und vieles nur per Tunnelblick betrachten. Mit solchen Leuten sind Diskussionen oder ein gegenseitig "befruchtender" Austausch unmöglich.
Und leider merke ich immer wieder, dass gerade diese engstirnigen Leute so von sich und ihrer persönlichen Meinung überzeugt sind, dass sie diese sehr gerne regelrecht aggressiv vertreten, und den anderen dermaßen abbügeln und als völlig "verrückt" mit seiner Sichtweise hinstellen.
Ihre Meinung stellen sie eben nicht als ihre persönliche Meinung dar, sondern als absolutes, allgemeingültiges Gesetz, an dem nicht gerüttelt werden darf.

Offene Menschen dagegen (die seltener zu finden sind) sind meistens auch in ihrem Umgang offener, weniger aggressiv und freundlicher.

Natürlich hat jeder das Recht auf seine eigene Meinung.
Aber es stört mich da, wo es nicht nur um Meinungen geht, sondern wo durch diese "Meinungen" andere beeinträchtigt werden oder gar zu schaden kommen.
Wo die eigene Meinung total an das Ego geknüpft ist und keine Chance besteht, dass sich derjenige auch nur einen Millimeter öffnen würde für neue Ideen/Perspektiven.
Wo Meinungen über Wissen und Fakten gestellt und vehement dagegen verteidigt werden.
Wo Halbwissen als zementiert und absolut hingestellt wird, obwohl sich jemand gar nicht tiefgehend mit einem Thema auseinander gesetzt hat.

Mir scheint es oft so als hätten sie Angst sich zu blamieren wenn sie zugeben würden, sich geirrt zu haben. Oder sie sich nicht mehr anderen überlegen fühlen können wenn sie erkennen, dass der andere vielleicht doch recht haben könnte.
Ich denke schon, dass da auch Ängste mitspielen, Angst vor Autoritätsverlust oder wovor sonst noch.

Ich muss ehrlich sagen, dass mich das sehr anstrengt und mir den Umgang mit anderen oft sehr schwer macht.
Wie gesagt: wenn es um rein persönliche Meinungen geht (ich mag dieses und jenes oder mag es nicht), dann ist es mir recht egal was jemand "meint".
Aber wenn Fakten negiert, Probleme ignoriert und deshalb nicht gelöst werden können und sowas, nur weil man aus falschem Stolz und Überheblichkeit nicht um die Ecke denken und sich für die Ansichten des anderen öffnen will - dann macht mich das sauer.

Ich verstehe auch nicht, wie man sich durch solche betonierten Meinungen selber so völlig beschneiden kann in seinem eigenen Denken und Handeln.
Da werden Dinge im Vorhinein als unmöglich/undurchführbar erklärt, weil sie einfach nicht dazu in der Lage sind, über ihren Tellerrand hinaus zu schauen.

Ich denke auch, dass dieses vernagelte Beharren auf die eigene Sichtweise für die meisten Probleme dieser Welt verantwortlich ist. Hätten wir mehr open minded People, und vor allem Politiker .... wie viel schöner könnte die Welt vielleicht aussehen.
Wenn es kein links und kein rechts mehr gäbe, kein wir hier oben gegen euch da unten, kein Hardcore-Öko gegen Natur-ist-uns-total-egal, sondern eine Mitte, aus der heraus man gemeinsam Lösungen erarbeiten könnte - wie viel Gutes könnte sich wohl daraus entwickeln?

Ach, und dies noch. Eines meiner liebsten Zitate:

Der denkende Mensch ändert seine Meinung.
(Friedrich Nietzsche)

__________________
Viele Grüße, Versatile

engstirnig ./. weitsichtig

Septembermond ist offline
Gesperrt
Beiträge: 126
Seit: 20.03.17
Ich finde das Thema sehr schwierig.

Das, was ich weiß, habe ich mir hart durch Lesen/informieren erarbeitet.

Andere Leute sagen wiederum: "ich weiß" (das und das), dabei ist das "nur" deren Meinung.

Meinungen sollte man stehen lassen - wobei die Frage ist, an welchem Punkt die Meinung einer großen indoktrinierten Masse schädlich für den Einzelnen ist, der informiert ist und über eine Tatsache besser weiß, weil er sich nämlich - im Gegensatz zur indoktrinierten Masse - über das Thema informiert hat.

Also an welchem Punkt soll die Meinung der großen indoktrinierten Masse noch stehen bleiben dürfen, auch wenn sie schädlich ist für die Menschheit insgesamt.

Der Punkt "Information" ist für mich entscheidend.
Wo ziehe ich meine Information her. Ich habe erfahren, daß fast alles, was so öffentlich rum zirkuliert, Fehlinformationen sind.
Deshalb muß man bezüglich dem, was man meint, zu wissen, einfach sehr vorsichtig sein.

Wissen kann - nach meiner Definition - nur das sein, was man selbst erfahren hat. Nie das, was man meint, von anderen zu übernehmen - also zb. sich anzulesen. Da kann ja jeder alles behaupten, wahr wird das dadurch noch lange nicht. Dies gilt auch und ausdrücklich meiner Meinung nach für den Bereich der Medizin.

Glauben ist dann wieder ein ganz anderer Bereich, der für mich spirituell belegt ist, nämlich mit anderen Sinnen (für mich) wahrnehmbar, als unsere Sinnesorgane uns normalerweise mit-teilen. Ich gehöre nicht einer der großen Religionen an, sondern einer eher kleinen animistischen Religion. Für mich - habe ich so erfahren, deshalb weiß ich das - gibt es noch andere Ebenen als die, die wir durch unsere Sinnesorgane so wahrnehmen - und auch andere Ebenen, die halt nicht "wissenschaftlich" (noch nicht?) beweisbar sind. Deshalb (u.anderem) ist die gesamte Wissenschaft, wie sie sich derzeit präsentiert, auch für mich eher fragwürdig, weil sie auf diesen eher engstirnigen Prämissen beruht (Reproduzierbarkeit von Versuchen fällt mir dazu gerade ein.).

Das Wort "Engstirnig" hat auch einen negativen Beigeschmack, den es nicht haben muß - das ist wohl erziehungsbedingt. Man kann durchaus konservativ sein und aufgrund von langjähriger Lebenserfahrung auf Tradition und Werten beharren - was eine junge Person dann als "engstirnig" wahrnehmen mag, aber es ist nicht engstirnig, konservativ zu sein und Werte zu bewahren. Es kommt immer auf die Balance an, wie sehr ein Mensch was bevorzugt, aber auch auf das Alter desjenigen Menschen.


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