Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann

04.11.11 21:20 #1
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Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann
kopf
oregano ,
man kann sich regelrecht weglügen und dann gibt es einen im kern gar nicht mehr .ich denke das erklärt auch gedächtnisverluste an vergangenes oder zumindestens eine unwirklich ,fremd anmutende ,mit einem selbst gar nichts zu tun habende lebensgeschichte.
das ist ja schrecklich .auf der anderen seite ,gibt das "dies erkennen " mut .ist es doch ein neuanfang .
aber es ist schon zum wahnsinnig werden und macht angst.
bei null neu anfangen .
narzissmus ist schon schrecklich .die uneinnehmbare festung .es fällt so schwer jemandem die zugbrücke runterzulassen .
eintritt zu gewähren .
ich dachte ich sei sehr weit und wahrscheinlich ist das auch so .aber sehr weit ,bedeutet eben nur sehr weit und gibt keine aussage über das ziel .
würde gern meinen namen ändern ,aber er ist schon vergeben -rudi ratlos .
jetzt geht der ganze scheiß von vorne los !
lg

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann
Weiblich dedizione
Woher willst du wissen, dass ich die Frauen nicht verstehe?
ich weiß es, ich merke es, ich habe es von Anfang an bei deinen Zeilen gemerkt.
Sonst hättest du nicht so geschrieben, wie du geschrieben hast. Ganz am Anfang, in Sophias thread, hast du ihr Eingehen auf ihren Mann regelrecht gefordert. Sie dürfe zwar Wünsche habe, diese auch äussern, aber bitte schön nicht erwarten, dass der Mann sich an ihre Wünsche hält. Damit hast du ihre Wünsche als unwichtig dargestellt. Damit passiert dann letzten Endes beim Sex wieder das, was der Mann will.
Begründet hast du das mit "Romantik", die "gehe ja dann verloren", wenn die Frau gewisse Wünsche hätte.
Als ob Männer nicht auch gewisse Wünsche hätten, die sie immer erfüllt bekommen. Das ist überhaupt kein Thema. Aber sobald die Frau Wünsche hat, darf sie die zwar haben, aber Erfüllung kriegt sie nicht, weil, das widerspricht ja der angeblichen "Romantik".
Aus dieser Schreibweise erkenne ich unschwer, dass du Frauen wie kleine, unmündige Kinder behandelst, nicht ganz zurechnungsfähig, denn: Wünsche dürfen sie haben, aber erfüllt kriegen sie sie nicht. Das hängt von der "großmütigen Allmacht" des Mannes ab. Klares Machtverhältnis, was du hier propagierst. So müsse das sein, beim Sex, und das noch alles unter dem Deckmäntelchen der "Romantik".

Es wird sicher besser sein, jede weitere Diskussion aufzugeben. Ich sehe ein, es hat keinen Sinn mit jemand zu diskutieren, der alles verdreht und nur Vorurteile hat.
was ich schreibe, stammt aus dem realen Leben hier in Deutschland. Das sind weder Vorurteile noch sonstwas, wie du das nennen magt, es ist real und erlebt und ich bin keine Ausnahme, kein Einzelfall.

Hallo Windpferd,
hier geht es nicht um Glück.

Hallo Oregano,

Meiner Meinung nach ist die "Abstraktion", von der Arno Gruen spricht, ein Ausweg, den sich Narzissten suchen und den sie praktizieren, um nicht unglücklich zu sein wegen ihrer enttäuschten Emotionen. Es ist ein Modell, das im Prinzip sehr gut funktioniert, so lange nicht eben die Abstraktion so weit geht, daß Emotionen und Gefühle gar nicht mehr zum Tragen kommen können.
er (A.Gruen) meint, dass das (Emotionen und Gefühle kommen nicht mehr zum tragen, Leben und Handeln wird von Abstraktion bestimmt), die Regel sei in der heutigen Gesellschaft und nicht die Ausnahme.
Zu den wenigen Ausnahmen zählt er u.a. "Geisteskranke", zb. schizophrene Menschen.
Ja und halt eben die, die sich nicht anpassen wollen an die Abstraktion und es schaffen, irgendwie trotzdem zu überleben. Dann wird man aber zum Aussenseiter. Alleinsein ist ne schwere Bürde, ein hoher Preis, die Spielchen der Gesellschaft nicht mehr mit zu machen. Kopf, du schaffst das.

v.Grüße dedizione

Geändert von dedizione (07.11.11 um 09:39 Uhr)

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann

Fremder ist offline
Themenstarter Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo alle
Arno Gruen hat die moderne Welt sehr treffend beschrieben. Mit Abstraktion meint er die Hinwendung zum kognitiven Denken anstatt der Gefühle. Die Hinwendung zum Intellekt also, so wie ich es auch in meinem Buch beschreibe.
Eine Schuldzuweisung, dass DIE MÄNNER an allem Schuld wären, liegt Gruen jedoch fern. Ja, sehr fern sogar. Er beschreibt nur, wie die Situation ist.
In meinem Buch beschreibe ich, woher es kommt, dass sich die westliche Welt in dieser Richtung entwickelt hat. Es geht hier in diesem Forum viel zu weit, um das näher auszuführen. Man kann das nicht in ein paar Worten sagen und nicht einmal in vielen Seiten.
Es ist jedoch sicher hilfreich zu wissen, warum sich alles so entwickelt hat, wie es jetzt ist, denn nur wenn man die Ursachen kennt, kann man etwas dagegen unternehme und was ändern. Nur zu jammern, dass heute alles so "abstrakt" oder künstlich geworden ist, hilft nicht weiter.

Auch wenn es nicht möglich ist, das Thema hier ausführlich zu behandeln, so will ich doch so viel sagen, dass nach meinen Untersuchungen in den westlichen Ländern schon vor Jahrhunderten, ja sogar vor Jahrtausenden (angefangen bei den Griechen) sich eine Philosophie entwickelt hat, welche die Yang-Energien (also die männlichen Energien) überbewertet. Wenn man auf einer Waagschale eine Seite beschwert, wird automatisch die andere Schale leichter werden. Somit ist in der westlichen Welt die Yin-Energie immer schwächer geworden. So schwach, dass man von Unterdrückung sprechen kann.
Yin und Yang sind jedoch Energien und es geht nicht nur um Männer und Frauen. Aber nachdem Männer mehr von Yang haben und Frauen mehr von Yin, betrifft es auch Männer und Frauen. Aus diesem Grund wurden die Frauen unterdrückt oder, um es etwas weniger scharf zu formulieren, sie wurden auf die Seite geschoben. Aber nicht nur die Frauen, sondern alles was weiblich ist. Also auch weibliche Berufe wurden weniger hoch gewertet, Gefühl wird weniger gewertet als der Intellekt und so weiter. Das beschreibt ja auch Gruen sehr deutlich.
Männer UND Frauen wurden Opfer dieser Entwicklung. Denn sowohl Männer, wie auch Frauen wurden dadurch von dem Energiefluss von Yin und Yang abetrennt, bzw. der Energiefluss wurde verhindert.
"Schuld" an dieser Entwicklung sind weder die Männer, noch die Frauen. Beide sind Opfer. Wer es besser hat, ist eine andere Frage. Aber auch darüber kann man verschiedener Meinung sein. Denn man hat es nicht automatisch besser, wenn man seine Gefühle unterdrücken muss! Und Geld oder Ansehen oder Wichtigkeit oder gar Macht, das sind keine Maßstäbe dafür, ob man es besser hat.
Wenn ich mich nicht irre, habe ich bei Gruen auch tatsächlich gelesen, dass nicht nur die Frauen leiden, sondern auch die Männer. Er hat diese Probleme ganz eindeutig realistisch gesehen.
Dass die Frauen heute ebenso wie die Männer auch den Intellekt hoch schätzen und somit die Gefühlswelt ausblenden, ist leicht zu erkennen. Ebenso sind Frauen heute ganz besonders auf ihr Aussehen fixiert (Gruen spricht mehrmals von Fixierungen!), also Mode, Make up etc...Das nimmt beängstigende Formen an und gerade bei jungen Mädchen und Frauen ist ihr Aussehen wichtiger als alles andere. Ich sehe heute keinen Unterschied mehr in der Weise, wie Fixierungen und Abstraktionen auf die Geschlechter verteilt sind. In den Jahren, als Gruen seine Hauptwerke schuf, war doch noch anders. Da waren die Männer in jeder Beziehung bevorzugt und galten mehr. Heute ist dies viel besser geworden. Allerdings haben wir heute andere Probleme, die nicht mehr so viel mit Männern und Frauen zu tun haben, sondern von den Grundenergien von Yin und Yang. Z.B. atomare Bedrohung, Überbewertung der finanziellen Macht, Oberflächlichkeit im Gefühlsbereich und so weiter. Das war vor 50 Jahren noch lange nicht so ausgeprägt wie heute.
Wenn wir nicht in der Einseitigkeit von Yang zugrunde gehen wollen (und das werden wir, wenn wir nicht aufwachen und so weiter machen, wie bisher), dann müssen wir an den Wurzeln etwas ändern. Und uns von der verlogenen Welt des Scheins und Geldes, des Ruhms und der Ehre frei machen. Nicht den falschen Idolen, den Pap-Stars und sonstigen Idolen, die nur hohle Masken sind folgen und sie verehren. Das ist alles hohl und leer. Wir müssen uns vom Materialismus und vom Kapitalismus ebenfalls befreien und die echten menschlichen Werte wieder schätzen lernen. Wir müssen lernen, uns zu weigern, bestimmte Praktiken, die uns vom echten Humanismus wegführen, weiterhin gedankenlos hinzugeben, so wie Gruen in seiner Kindheit in der Schule sich verweigert hat, den Rohrstock zu kaufen, mit dem die Kinder geschlagen werden sollten. Wir müssen aufwachen und uns besinnen und nicht aufeinander los gehen, Männer gegen Frauen und Frauen gegen Männer. Das ist das Letzte, was uns helfen könnte, sondern bringt uns immer weiter in große seelische Not. Eine Änderung der Lage wird jedenfalls damit keineswegs erzielt!
Ich kann zum Glück schon Ansätze erkennen, dass es besser werden könnte. Es gibt heute wirklich schon viele Männer und Frauen, die all diese falschen Verhaltensweisen ablegen oder es zumindest es versuchen. Oder wenigstens einsehen, dass dies alles eine Scheinwelt geworden ist. Es ist ein kleiner Anfang, aber es könnte langsam besser werden. Wenn die Not immer größer wird, dann wird der Leidensdruck so groß, dass man etwas ändern wird. Noch gebe ich die Hoffnung nicht ganz auf! Gerade hier in diesem Forum gibt es viele Beiträge, die von aufrichtigem Bemühen um ein liebevolles und verstehendes Umgehen in einer Beziehung künden.

Hallo Oregano und Kopf
Noch schnell zum Narzissmus. Ja, er ist sicher ein Weg, um von Problemen weg zu kommen. In sehr leichter Form ist das auch nicht schlimm. Aber wenn man sich dann in den Narzissmus so hinein steigert, dass man jeden Bezug zur realen Welt verliert und insbesondere auch zu anderen Menschen, dann wird die Sache bedenklich. Man kann sich zwar immer noch selbst bewundern und in der Bewunderung der eigenen Person schwelgen und dadurch gute Gefühle haben, jedoch sind diese reine Fantasie. Sie führen vom wirklichen Leben weg. Man kann in einer Fantasiewelt zwar einige Zeit leben, aber nicht für immer. Das Leben ist nun mal nicht nur Fantasie. Die Gefahr ist groß, dass man sich in der eigenen Fantasiewelt verliert. Das trifft nicht nur auf den Narzissmus zu, sondern auf jede Art von Fantasiewelt.
Klar, sie ist eine Flucht aus der Realität, wenn diese unerträglich wird. Unsere moderne Welt ist tatsächlich in vielerlei Weise unerträglich geworden. Ganz besonders auch in Bezug auf das Thema dieses Threads kann man das anwenden! Lieder helfen jedoch Fantasievorstellungen gar nichts. Man muss an den realen Umständen arbeiten und diese ändern, wenn es nicht mehr weiter geht. Ich weiß, das ist nicht einfach, aber trotzdem der einzige Ausweg aus dem Dilemma.

Schönen Gruß
Werner

Geändert von Fremder (07.11.11 um 23:03 Uhr)

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann
kopf
Zitat von Fremder Beitrag anzeigen


"Schuld" an dieser Entwicklung sind weder die Männer, noch die Frauen. Beide sind Opfer.

Beitrag kopf
naja ,von irgend jemandem muss diese entwicklung ja ausgegangen sein, es geht hier um ein klein halten ,es geht um macht . früher wird man schon gewusst haben ,was frau so drauf hat ,nämlich gleiches .das mochte man nicht.man steinigte sie ,man verbrannte sie ,nicht weil sie schlimmes getan haben ,sonder man hatte angst vor ihrer intelligenz ,dinge in frage zu stellen.
Ende kopf

Hallo Oregano und Kopf
Noch schnell zum Narzissmus. Ja, er ist sicher ein Weg, um von Problemen weg zu kommen. In sehr leichter Form ist das auch nicht schlimm. Aber wenn man sich dann in den Narzissmus so hinein steigert, dass man jeden Bezug zur realen Welt verliert und insbesondere auch zu anderen Menschen, dann wird die Sache bedenklich. Man kann sich zwar immer noch selbst bewundern und in der Bewunderung der eigenen Person schwelgen und dadurch gute Gefühle haben, jedoch sind diese reine Fantasie. Sie führen vom wirklichen Leben weg. Man kann in einer Fantasiewelt zwar einige Zeit leben, aber nicht für immer. Das Leben ist nun mal nicht nur Fantasie. Die Gefahr ist groß, dass man sich in der eigenen Fantasiewelt verliert. Das trifft nicht nur auf den Narzissmus zu, sondern auf jede Art von Fantasiewelt.
Klar, sie ist eine Flucht aus der Realität, wenn diese unerträglich wird. Unsere moderne Welt ist tatsächlich in vielerlei Weise unerträglich geworden. Ganz besonders auch in Bezug auf das Thema dieses Threads kann man das anwenden! Lieder helfen jedoch Fantasievorstellungen gar nichts. Man muss an den realen Umständen arbeiten und diese ändern, wenn es nicht mehr weiter geht. Ich weiß, das ist nicht einfach, aber trotzdem der einzige Ausweg aus dem Dilemma.

Schönen Gruß
Werner
reale umstände ändern ?
wie soll das gehn ? du schreibst ja immer weiter


zitat Fremder :
Hallo Oregano und Kopf
Noch schnell zum Narzissmus.........Zitat ende .

wie du das alles so aus dem ärmel schüttelst und davon felsenfest überzeugt zu sein scheinst ,ist schon beeindruckend .
wirklich !!
alle achtung ,auch ne möglichkeit sich die welt vom hals zu halten und sich seine eigene aufzubauen.
du sprichst von realitätsfremd .das kann auch für einen selbst gelten !

http://www.avaaz.org/de/rettet_yasun...872120&v=10958

Geändert von kopf (07.11.11 um 23:50 Uhr)

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann
Weiblich dedizione
Es ist jedoch sicher hilfreich zu wissen, warum sich alles so entwickelt hat, wie es jetzt ist, denn nur wenn man die Ursachen kennt, kann man etwas dagegen unternehme und was ändern.
ich bezweifele, dass der Einzelne was ändern kann an den Verhältnissen, wie sie sind, die ja eindeutig Machtverhältnisse (patriarchisch) sind.

Männer UND Frauen wurden Opfer dieser Entwicklung. Denn sowohl Männer, wie auch Frauen wurden dadurch von dem Energiefluss von Yin und Yang abetrennt, bzw. der Energiefluss wurde verhindert. "Schuld" an dieser Entwicklung sind weder die Männer, noch die Frauen. Beide sind Opfer. Wer es besser hat, ist eine andere Frage. Aber auch darüber kann man verschiedener Meinung sein. Denn man hat es nicht automatisch besser, wenn man seine Gefühle unterdrücken muss! Und Geld oder Ansehen oder Wichtigkeit oder gar Macht, das sind keine Maßstäbe dafür, ob man es besser hat.
Das sehe ich nicht so. Ich sehe nicht, dass beide Geschlechter Opfer sind, denn kein Mann wird vom anderen Geschlecht gezwungen, seine Gefühle zu unterdrücken.
Das machen Männer freiwillig. Sie wollen keine Gefühle. Die sind ihnen nur lästig.

Ich sehe auch nicht, dass Geld schadet. Also mit Geld lässt sich prima leben, viel besser als ohne. Du kannst es ja mal eine zeitlang ausprobieren, mit sehr wenig Geld zu leben, am besten unterhalb der Armutsgrenze, falls es sowas in Neuseeland gibt. In D leben sehr viele Menschen unterhalb dieser Grenze, ich fürchte, damit hast du noch keine Erfahrung gemacht, sonst würdest du nicht so schreiben.

Ohne Geld geht es dem Menschen immer schlecht, mit Geld geht es dem Menschen nur schlecht, wenn er das Geld nicht richtig verwendet, für Gesundheit, Kontakte, berufl. Erfolg und so weiter ... was ja dann auch die richtigen, weil passenden Beziehungen mit sich bringt.
Ohne Geld geht dagegen gar nichts.
Genau aus dem Grund werden immer noch weltweit Millionen Frauen z.b. in die Prostitution verschleppt.

Ich sehe heute keinen Unterschied mehr in der Weise, wie Fixierungen und Abstraktionen auf die Geschlechter verteilt sind.
Ich sehe auch keinen Unterschied, aber die Auswirkungen der Abstraktionen sind unterschiedlich: Die Auswirkungen der Abstraktionen des männl. Geschlechts bezügl. der Frau dient dazu, die Frau wie gehabt zu benutzen und zu unterdrücken, die Auswirkungen der A. des weibl. Geschlechts versucht dasselbe beim Mann, das klappt aber nicht, weil Frauen immer noch dieses Spiel des Mannes, welches eben "nur" Spiel/show ist, mitspielen müssen, um dem Manne zu gefallen. Um ihn dann weitergehend, zu versuchen, zu manipulieren. Sie verlieren aber dabei nur, wenn sie dieses Spiel mitspielen.

Der einzige Weg aus dieser Falle raus kann von den Frauen gegangen werden, indem sie ihr Hauptlebensziel, "dem Mann" zu gefallen, ihr Hauptlebensziel, einen möglichst potenten Mann zu bekommen, (zu heiraten, an sich zu binden, aus Angst), zu behalten, (wobei sie vergessen, genauso wie "die Männer", dass man keinen Menschen besitzen kann), ad acta legen.

Nur die Frau kann diese emotional unheilvolle Beziehung, die auf Show gegründet ist, und nur wegen der Show funktionert, lösen, indem sie sich emotional vom Mann frei macht.

Wenn Frauen ihre Männerfixiertheit, ihr "auf den Mann gerichtetes Leben" aufgeben würden, dann käme die westl. Gesellschaft raus aus dem Dilemma. Aber genau das tun Frauen eben nicht. Soweit haben wenige Frauen (bis auf ein paar Radikalfeministinnen) je gedacht: Ein Leben, ohne einem Mann zu gefallen. Das ist den weitaus meisten Frauen unvorstellbar!
Das wäre der einzige Weg aus der Falle raus. Aber davor haben die meisten Frauen Angst, weil sie nicht autark sind - kein Wunder, sie konnten ja nie autark werden, sie standen ja immer im Schatten des männl. Geschlechts.

Ich weiß, wovon ich rede, für mich war solch ein Gedanke auch Zeit meines Lebens unvorstellbar.
Mittlerweile kann ich mir das aber sehr gut vorstellen. Ohne negative Gefühle.

Wenn "die Frauen" dieses schaffen würden, ein Leben zu führen, ohne auf "den Mann" fixiert zu sein, wenn Frauen es in der großen Mehrheit wirklich schaffen würden, autark zu werden, raus aus der abhängigen Familien-und Mutterrolle, wenn sie es schaffen würden, wirklich autark zu leben, damit meine ich: vollständig selbstständig, finanziell sowieso selbstständig, aber auch emotional selbstständig, dann hätte das revolutionärere Konsequenzen als jede Revolution in der Geschichte der Menschheit. Denn: Auch "die Männer" müssten sich dann erst (!) vollkommen umorientieren, sie müssten Mensch werden inclusive Gefühlen, sie müssten weg vom Herrschafts-, Machtstreben, von ihrem Heldentum-Mythos und ihrem Gehabe, den dicken Macker spielen zu müssen (um der Frau zu gefallen) und die Männer kämen natürlich weg von ihrer Sexgier.

Sie hätten nämlich dann echte Überlebensprobleme.
Sie hätten keine Frau mehr, die sie bewundert und bauchpinselt, sondern sie wären als Mensch gefragt mit den entsprechenden Fähigkeiten, die sie heutzutage natürlich i.d.Regel nicht besitzen... diese Fähigkeiten müssten sie sich dann erstmal schleunigst aneignen.

Das wäre schön. Das dauert aber noch ein paar Jahrhunderte. Mindestens.

v.Grüße dedizione

Geändert von dedizione (07.11.11 um 23:36 Uhr)

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann

Oregano ist offline
Beiträge: 63.737
Seit: 10.01.04
Hallo Fremder,

Noch schnell zum Narzissmus. Ja, er ist sicher ein Weg, um von Problemen weg zu kommen. In sehr leichter Form ist das auch nicht schlimm. Aber wenn man sich dann in den Narzissmus so hinein steigert, dass man jeden Bezug zur realen Welt verliert und insbesondere auch zu anderen Menschen, dann wird die Sache bedenklich...
Leider helfen jedoch Fantasievorstellungen gar nichts. Man muss an den realen Umständen arbeiten und diese ändern, wenn es nicht mehr weiter geht.
Ich glaube nicht, daß irgendjemand den "Weg Narzissmus" freiwillig bzw. bewußt wählt. Narzißmus entwickelt sich aufgrund von bestimmten Lebensbedingungen; ein Teil davon dürfte als Eigenschaft angeboren sein.
Erst wenn Narzißmus zur "narzisstischen Störung" wird, wird es bedenklich. - Wie bei allen Dingen, die übertrieben und zu stark auftreten.
Ich denke allerdings, daß es eher darum geht, die narzisstische Störung zu bearbeiten und zu versuchen zu lernen, empathisch zu denken, sich selbst etwas zurück zu nehmen, ohne sich zu verlieren mit dem Ziel, nicht einsam zu sein, wenn man das möchte.

Ob man die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern kann: daran habe ich starke Zweifel.

Grüsse,
Oregano

Geändert von Oregano (08.11.11 um 08:04 Uhr)

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann

Fremder ist offline
Themenstarter Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Kopf

Menschliche Entwicklungen gehen nicht von heute auf morgen und auch nicht von ein paar Menschen aus, die sich ausdenken, wie sie nun die Macht an sich reißen könnten. So ein Denken wäre wirklich kindisch. Ich nehme an, dass du es so gar nicht meinst.
Es ist nicht möglich, all das, was ich in einem Buch über Jahre gesammelt und aufgeschrieben habe, hier in wenigen Worten zu beschreiben. Tut mir Leid!
Ich erwähnte ja schon, dass diese Entwicklung schon bei den Griechen begann. Und zwar war es damals noch gar nicht so ausgeprägt auf Männer und Frauen ausgerichtet, sondern es waren philosophische und auch religiöse Motive und Vorstellungen. Allmählich hat sich dann aus diesen Vorstellung die Männerwelt als die vorherrschende Welt gebildet und wie du sicher weißt, hatten die Frauen in Griechenland nicht viel zu sagen und waren nur auf das Haus fixiert. Diese Entwicklung ging über Jahrhunderte weiter bis zum heutigen Tag.

Auch deine Meinung, die Männer hätten Angst gehabt vor der Intelligenz der Frau, betrachte ich als eine sehr kindliche Sichtweise. Denkst du wohl, die Männer hätten sich zusammen gesetzt und unter sich beschlossen, dass nun die Frauen unterdrückt werden müssen? So einfach läuft die gesellschaftliche Entwicklung nicht ab.

Reale Welt ändern?
Natürlich kann man das. Nicht der Einzelne und auch nicht sofort. Aber man kann daran arbeiten, dass die Menschen ein anderes Bewusssein entwickeln. Ich tue es, indem ich Bücher schreibe. Und selbstverständlich kann man bei sich selbst anfangen, in der Familie, in der Beziehung. Wenn das nur ein paar mehr Menschen tun würden, dann wäre eine Chance, dass man langsam die Gesellschaft wirklich verändert. Aber niemals nur einer alleine. Das ist schon klar. Aber irgendwo muss angefangen werden. Und es gibt bereits viele Menschen, die das schon erkannt haben und bereits daran arbeiten, dass sich etwas ändert. Ganz einfach dadurch, dass sie bewusster leben, Rücksicht aufeinander nehmen, sich zu verstehen suchen und so weiter...


Du meinst, ich schüttle das aus dem Ärmel. Nein, Kopf, das tue ich nicht. Mit diesen Problemen befasse ich mich sehr intensiv seit 20 Jahren. Und vorher in meinem Beruf in Deutschland eigentlich auch immer schon. Als Jugendlicher las ich schon viele Bücher über Psychologie und Soziologie. Das menschliche Zusammenleben hat mich einfach interessiert. Also nichts ist aus dem Ärmel geschüttelt!

Nur zur Klarstellung: Ich bin ganz arm als Kind im Krieg und in den Nachkriegsjahren aufgewachsen. Wir wussten oft Mittag nicht, was wir am Abend zu essen bekommen würden. Also Armutsgrenze war das nicht, das war weit darunter!
Bei meinem Beruf in Deutschland verdiente ich dann sehr viel Geld, weil ich der Leiter einer großen Institution wurde. Aber das Leben, das so sehr auf Gewinn, Geld und Ansehen ausgerichtet war, hat mich angekotzt. Obwohl wir uns so ziemlich alles leisten konnten.
Deshalb ging ich und meine Frau nach Neuseeland. Hier wollten wir ein einfaches Leben führen und alternativ vom eigenen Land leben. Aber es wurde ganz schlimm, noch viel schlimmer als einfach. Denn eine Flut hat uns die ganze Ernte vernichtet. Vorher waren wir schon am Existenzminimum, aber nun waren wir auf 0. Drei Monate lebten wir davon, dass ich selbstgebackenes Brot verkaufte am Markt und pro Woche ca. $ 20 einnahm, wenn ich die Kosten wieder abzog. Das entsprach damals ungefähr DM 20. Von Existenzminimum war da was keine Rede mehr. Es war wieder mal die größte Armut. Auch später, bis zum heutigen Tag leben wir mit so viel, dass es dem Sozialsatz entspricht. Aber es reicht. Und wir sind glücklich, auch wenn du es nicht glauben wirst. Die Erfahrungen, die wir in unserem nunmehr schon recht langen Leben gemacht haben, will ich nicht missen. Nicht einen einzigen Tag. Meine Frau und ich, wir sind beide reich. Aber das sind andere Schätze, die mit Geld nichts zu tun haben. Aber das wirst du wahrscheinlich nicht glauben wollen und auch wahrscheinlich nicht verstehen können. Denn wenn du meinst, dass Geld glücklich macht - oder gar Ansehen, Macht und all diese dummen Erfindungen - dann bist du auch nicht anders als die Männer, von denen du eine so schlechte Meinung hast. Wenn ich dich recht verstehe, dann willst du nun alles umdrehen und die Macht den Frauen geben. Aber das ist nur das Gegenteil von dem, was bisher war. Besser wird es dadurch nicht. Was hilft, das ist das Verstehen, dass alle Menschen verschieden sind. Was hilft, das wäre Liebe, Rücksichtnahme, Zusammenarbeit. Nicht Trennung von Mann und Frau, oder die absolute Selbständigkeit, wie du das offensichtlich willst. Das alles sind Träume und gedankliche Konstrukte. Autark ist niemand auf diesen ganzen weiten Welt. Wir alle gehören zusammen und sind aufeinander angewiesen. Um vernünftig zusammen leben zu können, müssen wir wirklich lernen, das Zusammenleben zu üben, nicht die Trennung!

Zeige mir auch nur einen Menschen auf dieser Welt, der alleine leben könnte! Du wirst keinen finden!


Oregano, ich stimme dir vollkommen zu!
Schöne Grüße
Werner

Geändert von Malve (08.11.11 um 07:44 Uhr) Grund: Siehe Boardregeln, E.2

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann

Felis ist offline
Beiträge: 5.388
Seit: 14.08.10
Vor fast zwölf Jahren habe ich einen Sohn geboren.
Felsenfest bin ich davon ausgegangen, dass es ein Mädchen wird-
Es kann gar nicht anders sein.
So sehr erlebte ich mich nocheinmal, dass ich ganz
und gar darauf festgenagelt war.
Als ich im Ultraschall aber sah, es würde ein Junge werden
habe ich geweint.
Wie konnte das sein?

Im zwischenmenschlichen Bereich:
Ich habe sehr unschöne Erfahrungen mit Männern gesammelt.
Ich habe auch sehr unschöne Erfahrungen mit Frauen gesammelt.
Und ich sammelte mit beiden sehr schöne Erfahrungen.

Mein Sohn hat mir gezeigt, dass wir von Natur aus
Gleiches und Unterschiedliches haben.
Bedürfnis nach Nähe. Zärtlichkeit. Ängste. Wünsche. Hoffnungen.
Bestrebungen selbstständig zu sein und Bestrebungen zusammen zu sein.

Im Grunde war mein Sohn die erste grosse Versöhnung mit der Männerwelt.
Denn ich konnte sehen, wie klein und zart die beginnt.
Und ich bekam das einfach so, als Geschenk.

Und wir als Frauen prägen sehr wohl mit.
Genauso, wie wir mitgeprägt wurden.
Durch Männer, durch Frauen. Und eigenes bekamen wir sicherlich alle
auch mit.

Heute zeigt er definitiv männliche Regungen, staunt über vollbusige Frauen.
Kichert und bemerkt das.Ganz aus sich selbst.
Sucht und bemerkt Unterschiede.
Gleichheiten.

Möchte kräftig sein, möchte stark sein.
Misst sich an anderen Jungs.
Sucht seinen Weg durch all die Sensibilität die er hat und das, was
"von aussen", also festgeprägt vorgegeben wird.
Kein leichter Weg.

Was ich damit sagen will?
Ich kann das festgeschriebene "Männer sind so!" und "Frauen sind so!"
nicht als endgültige Gegebenheit erkennen.
Sie sind so und so - und anders.
Gleich und verschieden. Und für mich niemals nur "richtig und gut" oder nur
"falsch und schlecht".

Ich finde es sehr schön, wenn ein Mann männlich sein darf und kann und seine
weiblichen Anteile, also das Zarte und Sensible trotzdem bewahren kann.
Und ich finde es sehr schön, wenn eine Frau weiblich sein darf und kann und
gleichzeitig ihre Stärken entwickeln kann.
Vor allem wünsche ich beiden nicht perfekt und vollkommen sein zu müssen.Schwächen haben zu dürfen.
Hier und da auch ungenügend sein zu dürfen.

Das wünsche ich meinem Sohn, mir und jedem.
In jedem zwischenmenschlichen Bereich.
Von dem die Sexualität nur einer ist.
Leider einer, der sehr oft verwundet und somit verzerrt wird. Für beide.

Liebe Grüße von Felis

Geändert von Felis (08.11.11 um 08:06 Uhr)

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo ,

irgendwie ist es spannend hier im Thema....es werden ganz verschiedene Sichtweisen diskutiert , zum Einem aus eigenen Betroffenheit , dann die schöngeistige Betrachtung und auch die weltverbessernde....habe ich etwas übersehen ? Das Thema entstand wohl ursprünglich aus konkretem Anlass .

Hallo Dedizone ,

Das sehe ich nicht so. Ich sehe nicht, dass beide Geschlechter Opfer sind, denn kein Mann wird vom anderen Geschlecht gezwungen, seine Gefühle zu unterdrücken.
Das machen Männer freiwillig. Sie wollen keine Gefühle. Die sind ihnen nur lästig.
Ich weiß nicht, wie man darauf kommt , grundsätzlich immer Opfer zu suchen. Anfangs ging es im Thema um ganz konkrete Probleme beim Sex zwischen zwei Partnern, jetzt wird schon verallgemeinert von Opfern geschrieben...
Ich denke , Männer und Frauen sind Menschen, Menschen sind verschieden und Menschen haben Prägungen ,Vorlieben und Macken usw. Das hat nichts mit Mann oder Frau und ihrer Rolle zu tun.Das kann in der Literatur schön ausgelebt werden, aber wie geht es im wahren Leben ? Gleich und Gleich gesellt sich gern...es kann sein, man sucht sich unbewusst immer Partner , die einem bestimmten Bild entsprechen ????
Du hast offensichtlich die für Dich falschen Partner getroffen und auserwählt.
Das sollte Dich nicht abhalten , jetzt , wo Du Dich damit wohl intensiver auseinandergesetzt hast , das Spiel neu zu spielen..... nimm es einfach etwas lockerer , betrachte es als eine Art Rollenspiel ...und probiere Deine neue Rolle aus.Betrachte Dein Tun und Handeln aus der Distanz und prüfe dabei , ob Du es richtig machst...und ob Du damit zurecht kommen könntest ...korrigiere wenn es sein muss ..nimm das Leben etwas leichter , will ich sagen.
Du scheinst so verbittert zu sein , es klingt mir jedenfalls so.....es ist so Schade.
Ich kann nicht aus großer eigener Erfahrung schreiben , aber ich weiß sehr wohl, das Männer auch Gefühle haben, sie leiden genauso und suchen vermutlich die richtige Partnerin, um diese Gefühle auch zeigen und Leben zu können. Es finden sich nur nicht immer die richtigen Partner/Partnerinnen. Und man muss, unabhängig ob man Mann oder Frau ist, den MUT haben, nicht eine aufgedrängte Rolle zu spielen .
Du schreibst weiter vom lieben Geld, Persönlichkeit und Charakter entsteht ganz unabhängig vom Geldvermögen. Und können auch nicht erkauft werden.

Hallo Werner,
Du hast es im letzten Beitrag recht schön schon zusammengefasst....ich kann das nicht so gut...schreibe immer das , was ich gerade denke. Aber Du hast recht.

Es liest nur nicht jeder die Gebrauchsanweisung bevor er ins Leben kommt...oder wird so etwas da nicht mitgeliefert ?

Wünsche Euch allen einen guten Tag,
LG K.
__________________
LG K.

Austausch zum Thema Sexualleben Frau/Mann

Kullerkugel ist offline
Beiträge: 6.671
Seit: 01.06.10
Hallo Felis,

ich habe jetzt erst Dein Posting lesen können. Ich bewundere immer solch schöne Schreiben...

Du hast das sehr schön aufgeschrieben..ich müßte alles kopieren und bestätigen..

Was ich damit sagen will?
Ich kann das festgeschriebene "Männer sind so!" und "Frauen sind so!"
nicht als endgültige Gegebenheit erkennen.
Sie sind so und so - und anders.
Gleich und verschieden. Und für mich niemals nur "richtig und gut" oder nur
"falsch und schlecht".
Finde ich ganz prima....


LG K.
__________________
LG K.


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