Wie sag ich es meiner Frau

11.04.11 11:00 #1
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Wie sag ich es meiner Frau

Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Hallo Gatinho,



Grüsse,
Oregano
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Wie sag ich es meiner Frau

Vanilla ist offline
Beiträge: 345
Seit: 18.02.12
....eine gute Schlagzeile, die natürlich Neugier weckt.

Aber sie stimmt nicht denn, und ich habe nicht alle "Berichte" gelesen, die Frau soll ja gerade nichts erfahren! Falls sich doch die Situation verändert hat und ichs überlesen habe, gilts natürlich nicht.

Schauen wir uns doch mal das hier näher an, soweit ich das empfinde( ich nenne das so, weil ich mir eine Beurteilungen oder gar ein Urteil nicht erlauben möchte):

Da ist also jemand, der sich gut auszudrücken versteht, der auch gebildet erscheint und die Eigenschaften eines Familienmenschen in sich verkörpert sieht. Er bemüht sich, seine Situation klar darzustellen und sein Bericht wird immer wieder aktualisiert, ja sogar gibt es dazu Unterbereiche. Desweiteren geht dies nun wohl schon über Jahre hier so.

Die Frage die sich mir stellt: Was ist der Zweck des Ganzen..

Alle sind doch glücklich, dann müsste der Bericht eigentlich bei Erfolgserlebnisse stehen, oder? Und kann ich wirklich berurteilen ob ein Mensch glücklich ist, mit dem ich verheiratet bin? Was fehlt mir wenn ich hier nun schreibe....Was vermisse ich zusätzlich zu dem , dass die Erotik mit meinem Partner nicht mehr "kribbelt"... Und vor allem, was suche ich??

Hier im Forum sind doch alle in den unterschiedlichsten Bereichen "tätig", die meisten, wenn es um Krankheit geht suchen doch: Erklärungen Hilfestellungen Tips und Aufmerksamkeit - in dem Sinne, dass sie sich mit ihrer Krankheit/Problem nicht alleine fühlen auf unserer doch manchmal eigenartigen Weltkugel. Gut so, zum Glück gibts so ein Forum.

Wenn ein Verhalten jetzt aber thematisiert wird, erinnert mich das an eine Rechtfertigung für mein Tun, das kann auch ganz unbewusst sein.
Das alles kann meiner Meinung nach nicht glücklich machen - und zwar keinen der daran Beteiligten.

Und darum die letzte Frage: Was ist Glück? Was macht wirklich glücklich....

Grüße von Vanilla

Geändert von Vanilla (10.01.13 um 23:33 Uhr)

Wie sag ich es meiner Frau

Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
Hm, da ich hier nur als Mittel zur für mich recht amüsanten Provokation genutzt werde, wird man wohl kaum von mir eine Antwort erwarten.

Zu meinem Beitrag vor 1,5 Jahren kann ich nur sagen, Windpferd!,dass dieser nun wirklich nicht an "Dritte" gerichtet war; sondern, ich würde es mal so formulieren: laut gedacht! vielleicht aber auch um eine Antwort herauszuprovozieren

Naja, das männliche Windpferd wird sich wahrscheinlich erst wieder in 1,5 Jahren "hier" einlesen und ich vermute seine Mitteilungen haben noch einen anderen Sinn.

In diesem Sinne ein friedliches Jahr 2013; darf man hoffentlich noch sagen. . .

Herzlichst
Kayen
__________________
Entwickel das Heilsame in Dir - Vermeide das Unheilsame

Geändert von Kayen (11.01.13 um 13:59 Uhr)

Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Gatinho,



Grüsse,
Oregano

Das ist wirklich komisch. Habe ich nicht drauf geachtet und auch aus den Äußerungen nicht herausgelesen. Dachte wirklich er sei eine Frau. Warum eigentlich?Habe ich geschlechtsbezogen geantwortet?

Na, letztlich stützt es meine These, dass der Unterschied zwischen Mann und Frau in vielen Dingen graduell und eher persönlich und nicht allgemein ist.

Ich erinnere mich, dass ich in den USA gelegentlich daran erinnert wurde, dass mein Gesprächspartner Jude oder Afroamerikaner war. Mir ist das nämlich total Wurscht. Mein Gott, ich bin soooooo unsensibel!

Danke noch mal für den Hinweis!

gatinhho

Wie sag ich es meiner Frau

Hugo1972 ist offline
Beiträge: 5
Seit: 28.12.12
Du bist nicht ein Elefant im Porzellanladen, du bist ein Traktor im Eierkorb! ;n)

Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Vanilla Beitrag anzeigen
....eine gute Schlagzeile, die natürlich Neugier weckt.

Aber sie stimmt nicht denn, und ich habe nicht alle "Berichte" gelesen, die Frau soll ja gerade nichts erfahren! Falls sich doch die Situation verändert hat und ichs überlesen habe, gilts natürlich nicht.

Die Frage die sich mir stellt: Was ist der Zweck des Ganzen..

Alle sind doch glücklich, dann müsste der Bericht eigentlich bei Erfolgserlebnisse stehen, oder?

Und darum die letzte Frage: Was ist Glück? Was macht wirklich glücklich....

Grüße von Vanilla
Hallo Vanilla -

die Frage ist nicht darauf bezogen gewesen, wie ich meiner Frau sage, dass ich ein Verhältnis habe, sondern wie ich Ihr sage, dass ich unglücklich bin, dass es mich irritiert / nachdenklich macht / ärgert / wütend macht / traurig macht / ratlos macht / unglücklich macht (etwa in dieser Reihenfolge) dass sie auf ein Bedürfnis von mir nicht eingeht. Es ist etwas schwierig zu erklären. Mir ist gerade eine vielleicht vergleichbare Situation eingefallen: Ein Tierfilmer beobachtet, wie sich ein Raubtier einem kleinen pussierlichen Beutetier nähert. Er darf nicht eingreifen, da er Beobachter sein muss und sonst alles verfälscht (er will es auch nicht so richtig, da er ja einen Film darüber dreht). Dennoch ist er in einer problematischen Situation. Unabhängig davon, dass man ihn ja auch für einen herzlosen Menschen halten wird(was vergleichbar mit einigen wenigen Kommentaren zu meiner Situation ist) muss er sich entscheiden und es bleibt für ihn ein bitterer Beigeschmack. Aber in Summe muss er zufrieden sein. Dann war es gut und richtig.

Zu meinem Problem: Mein Wunsch, dass meine Frau selbst erkennt, dass ich - wie ich finde offensichtlich - etwas von ihr möchte, was auch ihr gefällt (auch das ist offensichtlich und hat sich im "Experiment" nun schon gelegentlich bewiesen ;-)) was aber nicht erfüllt werden kann, weil ich es ihr ja nicht sagen kann. Dann hätte sie es ja nicht selbst erkannt............. Das habe ich aber - möglicherweise hochstilisiert - als eine Art Liebesbeweis gesehen. Der ist nicht geliefert worden. Das hat mir zu Schaffen gemacht!

Eigentlich möchte ich es gar nicht erwähnen (weil es eigentlich zu intim ist), tue es aber dennoch (weil es ja anonym ist), weil es einfach für mich in diesem Moment so klar wird:
Paradoxerweise habe ich genau das auch nicht von meiner Geliebten auch nicht bekommen und wenn dann nur für wenige Sekunden....... (zu Deiner Info: Es ging um Dessous). Ja offensichtlich habe ich es in meinem Leben mit Frauen zu tun, die lieber nackt sind und ein deutlich geringeres Interesse an langsamem Ausziehen haben als ich. Aber ich habe gelernt, dass dieses Desinteresse nichts mit mir als Person zu tun hat, sondern offensichtlich eine absolut untergeordnete Rolle für manche spielt. Aus meiner ganz unprofessionellen Sicht würde ich sagen, dass die Entdeckungsreise, die man in der Anfangphase einer Beziehung mit dem Partner unternimmt, indem man ihn / sie langsam entkleidet und den Körper "freilegt" entwickelt sich im Laufe der Beziehung zu einer routinierten Angelegenheit, die dann im vollständig selbständigen Entkleiden endet. Das Tragen von Dessous aktiviert diese Entdeckungsreise. Ja, es fehlt mir, ich gebe es zu, nach wie vor. Aber es ist ja nur ein kleiner Teil des Ganzen.......

Nun ist viel Zeit vergangen, ich habe es ihr inzwischen mehrfach gesagt, es gab daraufhin kurze Phasen, in denen ich tatsächlich, wider Erwarten, ein besseres Gefühl hatte als gedacht hatte, in denen sie diesbezüglich auf mich eingegangen ist. Das ist aber immer schnell wieder abgeebbt. So ist das nun einmal. Auch sie ist nicht perfekt und verfällt in alte Muster, wird unaufmerksamer. Warum sollte sie anders als ich und als andere Menschen sein? Sie bekommt viel von mir, sonst würde sie mir zu Weihnachten nicht schreiben, sie würde mir nicht oft genug sagen, wie sehr sie mich liebt. Sollte ich daran zweifeln? Und ich bekomme viel von ihr!

Passt dazu mein mit gewissem zeitlichen Abstand und dazugewonnener Reife betrachtet etwas kleinlicher Anspruch? Nein!

Ich bin also in dem Punkt weiterhin unzufrieden, aber meine Bewertung dieses Mangels ist nicht mehr so wie früher. Eben unzufrieden und nicht mehr erschüttert oder verletzt. Warum? Zunehmendes Alter? Zunehmende Weisheit? Abnehmendes Interesse am Sex? Vielleicht werde ich genügsamer? Von allem ein bisschen. Ich bin gelassener geworden. Es reicht mir inzwischen was wir haben. Vielleicht ändert sich einfach nach ein paar Jahren der Blickwinkel. Vielleicht lache ich in ein paar Jahren über das Problemchen? Aber damals war es mir wichtig.

Was ist der Zweck des Ganzen?

Warum schreibe ich jetzt nach so langer Zeit wieder so viel? Weil es mir gerade gut tut! Ganz einfach und ganz egoistisch. Es tut mir gut zu schreiben, es tut mir gut, Antworten aus dem Forum zu bekommen und wieder darauf zu reagieren. Ich werde bald 50, habe 10 anstrengende und auch interessante und aufregende Jahre hinter mir und schließe angefangene Projekte gerne ab. Diese Projekt hier hat mir sehr, sehr geholfen. Mehr als ein Jahr Psychotherapie! Dafür bin ich sehr dankbar und empfand es auch ein bisschen als Verpflichtung einen kurzen Situationsbericht zu liefern den Menschen gegenüber, die sich zum Teil intensiv mit mir beschäftigt haben und mir geholfen haben. Tat mir gut! Das ist der Zweck!

Ja, und nun sind alle in der Familie glücklich. Nicht jeden Tag und jede Minute. Nicht in jedem Lebensbereich und mit jedem Ereignis und jeder Entscheidung. Aber das Gesamtpaket ist weit überm Durchschnitt! Deutlich mehr als ich je erwartet habe.

Und Morgen kann schon alles vorbei sein. Aber heute geht es prächtig! Früher habe ich irgendwie erwartet, dass irgendwann alles perfekt läuf und dann ist alles gut. Heute bin ich dankbar für die Momente, in denen das Leben richtig gut zu mir war. Und das war es in 50 Jahren zum überwiegenden Teil. Das ist für mich Glück!

HG gatinhho

Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Hugo1972 Beitrag anzeigen
Du bist nicht ein Elefant im Porzellanladen, du bist ein Traktor im Eierkorb! ;n)
Manchmal übersensibel und manchmal achtlos.
Manchmal teile ich heftig aus, aber kann nicht gut einstecken.
Manchmal kritsiere ich und mache genau denselben Fehler.

Ich wäre gern ein toller Hecht und bin gelegentlich ein Trottel.

Ich wäre so gerne perfekt. Aber das wäre unerträglich!

Wie sag ich es meiner Frau

Islagaspar ist offline
Beiträge: 149
Seit: 20.04.10
Zitat von Hugo1972 Beitrag anzeigen
Du bist nicht ein Elefant im Porzellanladen, du bist ein Traktor im Eierkorb! ;n)
Der ist gut
__________________
Mir fällt nix ein

Wie sag ich es meiner Frau

Vanilla ist offline
Beiträge: 345
Seit: 18.02.12
Hallo Gatinhho,
nun du hast ja eine Menge geschrieben...Wenn es recht ist, möchte ich mich dazu äußern:
die Frage ist nicht darauf bezogen gewesen, wie ich meiner Frau sage, dass ich ein Verhältnis habe, sondern wie ich Ihr sage, dass ich unglücklich bin, dass es mich irritiert / nachdenklich macht / ärgert / wütend macht / traurig macht / ratlos macht / unglücklich macht (etwa in dieser Reihenfolge) dass sie auf ein Bedürfnis von mir nicht eingeht.
Ich habe gerade mit meiner "Krankheit" Hit feststellen müssen, dass eben niemand auf mich eingeht, mir meine Bedürfnisse erfüllt. Die Ärzte blicken es nicht, es gibt niemanden der forschen will um ein geeignetes Medikament zu entwickeln, das vielen Betroffenen das Leben - wenn es denn überhaupt noch eines zum jetzigen Zeitpunkt ist - zu erleichtern.
Im Freundes oder engeren Familienkreis erfährt man zwar Betroffenheit, Anteilnahme aber, daß da mal jemand für einen mitdenken würde...Fehlanzeige. Wie auch. keiner kann sich in die Bedürftigkeit des anderen hinein"denken", geschweige denn fühlen...leider! Meine Schmerzen (in Bezug auf körperliche aber auch seelische Schmerzen) sind anders als deine Schmerzen, bei manchem reicht schon ganz wenig und sie haben die heftigsten Schmerzen, bei anderen musst du erst mit dem Holzhammer daherkommen, bevor sie überhaupt einen Schmerz bemerken.

Wie also kann jemand - unabhängig ob jetzt Mann oder Frau - bei einem so heiklen Thema wie Sex (wobei mir dieses Wort nicht so gefällt, vielleicht eher: Intimität oder Erotik) die Wünsche des anderen befriedigen, wenn es doch gar nicht die eigenen wären?....
Natürlich kann man auf die Wünsche des anderen eingehen, weil man ihn von Herzen liebt...., viellleicht sogar ab und zu Gefallen daran empfinden, aber dass einem das dann immer gefallen soll, man genauso empfindet, ist, glaube ich, vielleicht zuviel verlangt.Leider. Der eine mag Pommes der andere Spagetti..lach...
Es soll ja Menschen geben, die sich wortlos verstehen, in allen Bereichen, aber ich glaube das ist nicht die Mehrheit. Dafür sind wir eine ausgesprochene Gesellschaft der Individualisten geworden.Auch leider!

Paradoxerweise habe ich genau das auch nicht von meiner Geliebten auch nicht bekommen und wenn dann nur für wenige Sekunden....... (zu Deiner Info: Es ging um Dessous). Ja offensichtlich habe ich es in meinem Leben mit Frauen zu tun, die lieber nackt sind und ein deutlich geringeres Interesse an langsamem Ausziehen haben als ich. Aber ich habe gelernt, dass dieses Desinteresse nichts mit mir als Person zu tun hat, sondern offensichtlich eine absolut untergeordnete Rolle für manche spielt.
Das finde ich, ist schon ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung: nicht alles auf sich beziehen :-)

Sie bekommt viel von mir, sonst würde sie mir zu Weihnachten nicht schreiben, sie würde mir nicht oft genug sagen, wie sehr sie mich liebt. Sollte ich daran zweifeln? Und ich bekomme viel von ihr!
Ich habe dazu so meine eigenen Gedanken, was das Schreiben deiner Frau betrifft... Ich gehe davon aus, dass du weiterhin Affären hast? Oder?

Passt dazu mein mit gewissem zeitlichen Abstand und dazugewonnener Reife betrachtet etwas kleinlicher Anspruch? Nein!
Nein, der passt nicht. Überhaupt, was ist ein Anspruch? Damit verbinde ich, dass man etwas erhalten möchte, was einem doch zusteht ;-)...lach...mein Lieber...da sind wir wieder bei oben genanntem Thema bzgl. meiner Krankheit.

Als Bsp.: Seit 4 Monaten kämpfe ich mit der Krankenkasse, dass sie mir eine Krankenhausbehandlung in einer Allergieklinik genehmigen soll - sozusagen meine letzte Tank-Möglichkeit vor der Autobahn und was läuft? Nichts! Nach 6 Wochen kam die Ablehnung (wohlgemerkt keine Reha!) und nun sind weitere 5 Wochen vergangen, wo ich auf meinen Einpruchbescheid warte. Ja und verflixt noch mal: seit hunderten von Jahren habe ich in diese Kasse brav eingezahlt! Da hab ich doch einen Anspruch drauf! Haha. Ich werde klagen und um höchst-richterliche Entscheidung bitten. Ich bin krank, es geht mir hundsmiserabel

Verstehst du, was ich dir mit meinem Beispiel sagen, vermitteln möchte? Man kann niemanden "zwingen", zu etwas, was er nicht möchte. Gerade in einer Partnerschaft, ist alles Gefühlsmässige äußerst sensibel, das merkst du ja nun auch am eigenen Leib, ja sogar bei deinen Geliebten.... oder kann/sollte man so etwas einklagen Siehst du... Es geht also darum, dass man eine Entscheidung fällt, für welche Richtung man sich entscheidet - aber dann auch kosequent...und alles andere loslässt, was einen "behindert."(Auch wenn man gerne alles beides möchte).

Ich weiss das ist sehr schwer - und diese Entscheidung kann sich auch noch lange hinziehen, aber sie wird kommen - unweigerlich. So ist das Leben.

Ja, und nun sind alle in der Familie glücklich. Nicht jeden Tag und jede Minute. Nicht in jedem Lebensbereich und mit jedem Ereignis und jeder Entscheidung. Aber das Gesamtpaket ist weit überm Durchschnitt! Deutlich mehr als ich je erwartet habe.
Das freut mich, zumindest für dich...denn ob alle wirklich glücklich sind...ist eine Wahrnehmung, die auf eigenen Erfahrungen beruht, jetzt rein hirntechnisch gedacht...

Heute bin ich dankbar für die Momente, in denen das Leben richtig gut zu mir war. Und das war es in 50 Jahren zum überwiegenden Teil. Das ist für mich Glück!
Ein wunderbarer Schlusssatz, dem gibt es nur hinzuzufügen, ... ich würde mir wünschen, das wäre bei mir auch so... machen wir also das Beste aus unserem Leben...und lernen auch mal alles im Größeren zu betrachten

Grüße von Vanilla

P.S. Noch eine Frage...
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...und achte jetzt bitte einmal ganz genau auf deine Gefühle, deine Gedanken, während du sie liest...
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<Willst du mich... (und du kannst davon ausgehen, dass ich nett anzusehen bin)....oder deine Frau?
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Ich denke, du verstehst, wie ich diese Metapher!! gemeint habe.....

Geändert von Vanilla (16.01.13 um 16:41 Uhr)

Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
[quote=Vanilla;887719]
Im Freundes oder engeren Familienkreis erfährt man zwar Betroffenheit, Anteilnahme aber, daß da mal jemand für einen mitdenken würde...Fehlanzeige. Wie auch. keiner kann sich in die Bedürftigkeit des anderen hinein"denken", geschweige denn fühlen...leider!

Meine Schmerzen (in Bezug auf körperliche aber auch seelische Schmerzen) sind anders als deine Schmerzen, bei manchem reicht schon ganz wenig und sie haben die heftigsten Schmerzen, bei anderen musst du erst mit dem Holzhammer daherkommen, bevor sie überhaupt einen Schmerz bemerken.

Wie also kann jemand - unabhängig ob jetzt Mann oder Frau - bei einem so heiklen Thema wie Sex die Wünsche des anderen befriedigen, wenn es doch gar nicht die eigenen wären?....

Ich gehe davon aus, dass du weiterhin Affären hast? Oder?

Ich bin krank, es geht mir hundsmiserabel

Das freut mich, zumindest für dich...denn ob alle wirklich glücklich sind...ist eine Wahrnehmung, die auf eigenen Erfahrungen beruht, jetzt rein hirntechnisch gedacht...

Grüße von Vanilla


Hallo Vanilla -

ich verstehe nicht ganz. Man kann sich nicht in jemanden hineinfühlen? Ja und selbst wenn man es nicht kann, leidest Du ja wohl nicht heimlich und dann kann man auch helfen, ohne sich hineinzufühlen (ich habe mal nachgeschaut was HIT ist - erster Schritt -. Dann könnte man nach Ärzten suchen / Bekannte fragen, ob sie irgendeine Idee haben - zweiter Schritt -). Mit anderen Worten: Vielleicht fühlen sich Ärzte manchmal zu wenig in ihre Patienten (manche mit Sicherheit!). Richtig. Aber: Wenn sie sich in jeden Patienten intensiv hineinfühlen würden, wäre es vielleicht auch zu schwierig. Also: Viele Ärzte helfen einfach, ohne sich hineinzufühen. Ein großer Teil der Arbeit ist eben auch die Anwendung von Fachkenntnis. Das reicht manchmal schon! (Das ist vielleicht in diesem Forum ein kleiner Aufreger, aber mein Knie hat wunschgemäß und glücklicherweise ein "Schlachter" operiert: Aufmachen, reinschauen, reparieren, zumachen und nach einem Jahr war alles wieder wie neu. So ungefähr.... Kein Reinfühlen erforderlich. Reines Handwerk! Naja, eigenes Thema....)

Bezüglich der Individualität von Schmerzempfindung (körperlich und seelisch) stimme ich Dir voll zu! Im Zusammenhang mit meinem Anliegen und meinen Bedürfnissen, würde ich aber nicht von Schmerzen sprechen. Ich bereite meiner Frau mit meinem Anliegen keine Schmerzen. Ich zwinge Sie auch nicht etwas zu tun, was sie nicht will. Weder zwinge ich sie, noch will sie es nicht. Es hat nur offensichtlich keine Priotität für sie. Und das ist inzwischen auch in Ordnung für mich. Aber: Es muss erlaubt sein, jemanden in einer Partnerschaft auf seine Wünsche hinzuweisen. Auch mit Nachdruck. Ist es ja auch. Muss man sogar. Aber man muss dann auch wieder entspannen können. Habe ich getan. Aber das war auch nicht mein Problem. Ich wollte ja gerade nicht darauf hinweisen. Ich wollte, dass sie es erkennt. Vielleicht zu viel von meiner Frau gelernt (sie ist Lehrerin)? "Man soll Antworten nicht fordern, sondern zum selbständigen Finden motivieren........und am Ende der Schulstunde erklären, welche Frage die Schüler sich gerade selbst beantwortet haben." Es wäre schön gewesen, wenn ich irgendwann hätte sagen können: Ich liebe es, wie Du mir meine Wünsche von den Augen abliest. Du weist genau, wie einfach ich funktioniere und wie Du bei mir den Schalter umlegen kannst...... Egal, das Problem ist gelöst, wenn auch nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit. Aber es gibt viele Dinge in meinem Leben, die nicht zu meiner vollsten Zufriedenheit gelöst sind und dennoch geht es mir inzwischen gut!

Nein, keine weiteren Affären.

Zum Thema "Erfüllen von Wünschen die nicht die eigenen sind": Beim Sex werden oft Wünsche des anderen erfüllt, die zumindest im Moment nicht die eigenen sind! Oft geschieht das aus purem Eigennutz, manchmal auch gegen den eigenen Willen. Wer sich den Liebesakt detailliert vor Augen führt, für den ist es offensichtlich. Wichtig ist, dass das Gesamtpaket für beide optimal ist. Und da zum Sex natürlich die erotischen Stimmung vorher gehört, zu der nun einmal auch die Zeit zwischen Badezimmer und Schlafzimmer, die Zeit zwischen angezogen und ausgezogen gehört, ist es natürlich auch wichtig, was man wie am Partner auszieht. Das ist der Bereich, um den sich im Kern dieser Thread herumrankt. Und um etwas präziser zu werden und ein Beispiel für unterschiedliche Wünsche und das Erfüllen von Wünschen in der Partnerschaft oder auch beim Sex geht, auch wenn es für den Partner nicht die hundertprozentige Erfüllung ist: Jeder hat eine präferierte Stellung, oder? Ist die bei Liebespartnern immer deckungsgleich? Nein! Ist es deshalb ein Opfer, den Wunsch des Partners zu erfüllen? Nein! Zweites Beispiel: Was will der Mann, nachdem er gekommen ist (hormonell!)? Schlafen! Tut er das? Kommt drauf an :-)! Ich könnte noch viele Details nennen, aber ich denke, es ist klar, was ich meine!

Du bist krank und Dir geht es hundsmiserabel? Das tut mir wirklich leid! Insbesondere, wenn Du keine Hilfe von außen und nicht genug von der Familie bekommst!

Du bist übrigens nicht die Erste, die konkret bezweifelt, dass, wenn ich sage meine Frau oder meine Kinder sind glücklich, dass es dann auch so ist. Wäre ich nicht gelassen und nachsichtig, müsste ich an die Decke gehen! Ich verlasse mich nicht so sehr auf Gefühle, wie viele andere Menschen. Nicht mehr und nicht bei Dingen, bei denen es drauf an kommt. Wenn ich das also sage, dann nicht, weil ich meine Frau und Kinder gelegentlich mal sehe, gelegentlich mal mit ihnen spreche und alle ständig strahlend in der Gegend herumlaufen. Ich lebe intensiv mit allen seit Jahrzenten zusammen und ich habe in Bezug auf Menschen allgemein und in Bezug auf meine Familie ein gutes Urteilsvermögen. Aber mit 50 verlässt man sich nicht einmal darauf. Ich urteile nach dem was sie mir sagen, schreiben und wie sie sich verhalten. Und ich urteile danach, was sie anderen über ihre Beziehung zu mir und über ihre Gefühle sagen. Und wenn das in vielerlei Hinsicht verifizierbar und deckungsgleich ist, ist die Wahrscheinlichkeit wohl ziemlich hoch, dass ich mit meiner Wahrnehmung richtig liege! Du kannst also davon ausgehen, dass meine Familie sehr glücklich ist, auch wenn sich jedes Mitglied der Familie gelegentlich mal richtig scheiße fühlt und den anderen in manchen Augenblicken auch mal zum Kotzen findet!


Na, das war wieder ne lange Antwort. Ein guter Ausgleich zu heftigem Stress.

Und zum Schluss zu Deinem p.s.:

So richtig habe ich die Metapher nicht verstanden. Sorry!

Gute Nacht
gatinhho


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