Wie sag ich es meiner Frau

11.04.11 11:00 #1
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Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Ups, keine Beiträge. Gut so! Gerade noch rechtzeitig.

Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Bergeversetzer Beitrag anzeigen
Hallo Fleming,

sag, schriebst du hier nicht weiter vorn, das du mit deiner Frau das Ganze "theoretisch" besprochen hast?
Ich meine das gelesen zu haben. Ich beziehe mich jetzt auf Bedürfnisse innerhalb der Beziehung.
Insofern dürfte deine Frau doch informiert sein?

Oder verwechsle ich da was?

LGB
Nein, keine Verwechselung. Wir haben darüber gesprochen, wie man sich verhalten würde, wenn einer (irgendeine unbesimmte Person).......... Somit war es nicht auf uns bezogen. Damals waren wir beide noch nicht Betroffene.......

Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Bergeversetzer Beitrag anzeigen
Die Konsequenzen wirst du tragen, egal wie sie ausfallen.

Meine Frau formuliert das so: "Wenn man sich nicht sicher ist, ob man liebt, liebt man eben nicht"
Für sie eine ganz klare Sache.

Ich persönlich habe noch nie an einer Liebe gezweifelt. Vielleicht machst du dir auch einfach zu viele Gedanken um das für und wieder usw.
LGB
1. Ja, ich bin mir darüber im Klaren! Könnte auch ganz elend werden. Aber viel elender als es schon mal war wohl nicht!

2. Genau das hat meine Frau auch schon gesagt und eine andere hat gesagt, dass es ganz eindeutig ist, dass ich meine Frau nicht mehr liebe.

Kommentar hierzu: Ich bin mir in vielem nicht sicher und, ich mache mir definitv zu viele Gedanken! Du hast 100% Recht.

Aber ich kann den Rechner da oben einfach nicht abstellen. Geht nicht. Geht auch bei meinen Kindern nicht und die sind manchmal ein bisschen verzweifelt und fragen, ob man immer über alles nachdenken muss. Ich habe mal provokant geantwortet: Wäre es nicht schön, als Mann Zuhälter zu sein? Frauen ohne Ende, Geld ohne Ende, alles easy und ab zu den Kollegen und den Mädels ein paar auf´s Maul haun, damit Ruhe ist. Wenn man völlig verblödet, skrupellos und ohne Gewissen ist, ist das ideal. Wir sind aber das genaue Gegenteil (glücklicherweise, oder auch nicht, denn bin ich verblödet, merke ich ja nicht, dass ich ein Schwein bin. Das ist wie tod sein: Man selbst merkt es nicht, aber die anderen leiden. Kleiner amateurpsychologischer Ausflug in meinen Rechner).
Wir verachten keine Frauen, kümmern uns, schauen voraus, machen uns anderer Leute Köpfe. So ist das. Man kann nicht aus seiner Haut.

Gruß Fleming

Wie sag ich es meiner Frau

gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Anne Beitrag anzeigen
Hallo Fleming,
geht es dir nun besser nachdem du Dampf abgelassen hast?

Aber mal im Ernst. Dass die Liebe zu deiner Frau tot ist, ist spätestens nach diesem Posting unverkennbar. Die Frage der Schuld ist wurscht. Meiner Meinung nach hat niemals nur einer Schuld. Darüber könntest du nachdenken, musst du aber nicht. Sinnvoll wäre es aber wohl dennoch. Beichten bringt jetzt aber meiner Meinung nach nichts, das macht nichts anderes.

Eigentlich stellt sich nur noch eine Frage. Was nun?
Ich glaube nach deinem Posting, dass du dich eigentlich schon entschieden hast, dass eine vorübergehende sexfreie Wohngemeinschaft, bis das Kind erwachsen ist, unmöglich ist. Tu deiner Frau jetzt aber wenigstens den Gefallen nicht mehr mit ihr zu schlafen, bis du dich entgültig entschieden hast. Alles andere wäre im Moment der Gipfel der Unehrlichkeit.

Wie stellst du dir eigentlich ein künftiges Leben vor? Entsteht da irgendetwas vor deinen Augen? Wie fühlt es sich an mit der Vorstellung ohne Familie?
Ja, es geht mir besser ;-)!

Ich glaube, ich habe das erste Mal direkt gesagt, dass ich finde, dass meine Frau auch Schuld hat. Vorher habe ich mich gefragt, was ich tun, kann, warum meine Frau so oder so reagiert usw.. Wäre ich der Meinung, sie wäre an allem Schuld und ich mache alles richtig, wäre ich längst verzweifelt. Im Gegenteil: Ich habe mich entschlossen, de Fehler bei mir zu suchen und daraufhin min Verhalten total umgekrempelt. Weit gebracht hat es mich offensichtlich nicht!

Also tot ist die Liebe noch nicht. Viele Dinge sind gemäß Definition noch vorhanden! Aber ich bin auf keinem guten Weg und ich möchte meine Frau auch nicht eines Tages verachten. Aber: So Wurscht ist die Frage der Schuld nicht. Und ein bisschen bedeutend ist es schon, wer Schuld an einer Situation hat oder Teilschuld. Denn da wo die Schuld ist, muss die Veränderung kommen. Die Schuld ist nur nicht leicht festzustellen.

Ja, was nun? Leben ohne Familie? Na, weg ist sie ja nicht. Ohne Familienleben? Fehlt vieles. Der Gedanke tut weh. Neuanfang? Der Gedanke hat durchaus auch positive Aspekte! Vielleicht bin ich ehemüde? Ist das nach 20 Jahren abwegig. Das hat noch niemand gemutmaßt. Gibt es so etwas nicht? Trennung auf Zeit? Geht das? Ich geb zu, dass diese Lösung einen gewissen "Charme" hat. Aber manche Dinge kann man denken und lebt sie besser nicht. Ich habe keine Ahnung, wie die Zukunft aussieht.

Ich bin das in der Mangementschule mal mit anderen gefragt worden. Alle hatten tolle Antworten bezüglicht Zukunft und Karriere. Ich nicht. Ich habe damals geantwortet, dass mein Leben in den letzten 3 Jahren so viele Wendungen genommen hat, dass ich nie erwarte hätte hier zu sein und auf diese Frage zu antworten. Bei dem Rekruter war ich unten durch!

Gruß Fleming

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
und eine andere hat gesagt, dass es ganz eindeutig ist, dass ich meine Frau nicht mehr liebe.
Das kann ich nicht ganz so sehen. Denn dann wärst Du nicht mehr so enttäuscht bis hin zu Hassgefühlen,wie es sich mir in manchen Sätzen darstellt.
Dann wäre sie dir einfach nur noch egal.
Das kann ich aber nicht lesen.

Für mich macht es eher den Eindruck, als würdest Du noch um die Liebe trauern, die ihr einmal hattet.
Sogar fast, als würdest Du auch aus Hass Fremdgehen. Nach dem Motto- So. Das hat sie jetzt davon, dass sie meinen Wünschen nicht gekommen ist.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Anne Beitrag anzeigen
geschockt

dass du absolut nicht (mehr) so empfindest, sie eigentlich nicht mehr ertragen kannst.

unehrlich zu dir/uns?

nichts mehr empfinden kannst.

dich zu bemitleiden

so viel Hass auf deine Frau

Dich durch Schönreden anzulügen

Heftig, heftig Anne! ich habe schon teilgeantwortet.

Interpretierst Du das tatsächlich so? Würdigst Du den großen Zusammenhang?

Hass? Selbstmitleid? Schönreden?

Also, genau wie ich mit dieser bisher einzigen Mail mal ein bisschen heftig geworden bin, an einem Abend und zu einem Zeitpunkt, wo mir danach war, so gibt es durchaus Tage, Stunden, Minuten, an denen ist mein Gefühl und meine Sympathie gegenüber meiner Frau sehr gering sind, wo ich keine Liebe mehr spüre.

Hast Du Kinder? Ich kenne viele Eltern - und auch ich habe das schon mal gedacht -, die mir in einem vertrauten Moment genau die folgenden Worte gesagt haben: Manchmal könnt ich sie (die Kinder) gegen die Wand klatschen!.

Zwischen sagen und tun liegen oft Welten. Es kommt auch darauf an, zu wem man es sagt und wem gegenüber man es nur denkt, aber nicht ausspricht. Glaubst Du, wir hassen deshalb unsere Kinder? Man sagt es, um es NICHT zu tun. Aggressionsabbau. Und man verjagt sich ein bisschen über sich selbst! Und passt dann sehr gut auf sich auf!

Selbstmitleid. Das habe ich genügend ausgekostet.......

Gruß Fleming

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Anne ist offline
Beiträge: 4.973
Seit: 05.10.05
Hallo Fleming,
vielleicht ist das eine Frage des Temperaments und wir empfinden total verschieden. Du scheinst eher ein ziemlich brodelnder Vulkan zu sein, der gelegentlich Feuer spuckt. Ich würde als Krebs eher zu riesengroßer Trauer als zu Wut und Agression neigen.

Nein, jemand gegen die Wand klatschen zu wollen, kann ich tatsächlich unmöglich empfinden. Ja, ich habe ein Kind . Der ist 16, tickt aber eher ähnlich wie ich.

Wie man als Vulkan mit solchen Hassgefühlen umgeht und nachher wieder so mit sich ins Reine kommt, um mit dem anderen wieder normal reden zu können, kann ich demzufolge nicht wissen. Es würde mich aber interessieren. Erzähl ruhig mal davon, wenn du damit Erfahrungen hast.

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gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Für mich macht es eher den Eindruck, als würdest Du noch um die Liebe trauern, die ihr einmal hattet.

Sogar fast, als würdest Du auch aus Hass Fremdgehen. Nach dem Motto- So. Das hat sie jetzt davon, dass sie meinen Wünschen nicht gekommen ist.
Hallo ndp,

Satz eins stimmt, aber das Wort Hass gefällt mir gar nicht. Würde ich meine Frau auch nur ansatzweise hassen, wäre ich ohne Rücksicht auf die Kinder - oder gerade aus Rücksicht auf die Kinder - weg!

"In Ordnung, Du gibst mir nicht was ich brauche, also hole ich es mir woanders. Ist ja ohnehin nur Sex. Nichts Ernstes und macht doch ohnehin jeder........". Ist mir nicht fremd der Gedanke. Fasst meine Haltung oberflächlich zusammen. Besonders, wenn es mal einen Anflug von Scham gibt. Ja, da lege ich dann mal ein bisschen bockig drüber und mache es mir unter dem Deckmantel bequem. Es gibt aber auch viele, viele Stunden, in dem ein paar andere Gedanken dazukommen, Zweifel und ich etwas differenzierter darüberdenke.

Gruß Fleming

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gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Anne Beitrag anzeigen
Hallo Fleming,
vielleicht ist das eine Frage des Temperaments und wir empfinden total verschieden. Du scheinst eher ein ziemlich brodelnder Vulkan zu sein, der gelegentlich Feuer spuckt. Ich würde als Krebs eher zu riesengroßer Trauer als zu Wut und Agression neigen.

Nein, jemand gegen die Wand klatschen zu wollen, kann ich tatsächlich unmöglich empfinden. Ja, ich habe ein Kind . Der ist 16, tickt aber eher ähnlich wie ich.

Wie man als Vulkan mit solchen Hassgefühlen umgeht und nachher wieder so mit sich ins Reine kommt, um mit dem anderen wieder normal reden zu können, kann ich demzufolge nicht wissen. Es würde mich aber interessieren. Erzähl ruhig mal davon, wenn du damit Erfahrungen hast.
Hallo Anne -

das Wort Hass lässt Du nicht los, richtig? ;-)

Würde mich mal interessieren, wie Du damit umgehst, wenn Du mal richtig gallig auf Deinen Sohn bist.
Kennst Du das, wenn Du alle 15 Minuten geweckt wirst, nächtelang, krank bist, arbeiten musst? Und der Kleine schreit, was das Zeug hält. Da trauerst Du? Na, mal ehrlich!?

Wir sind eigentlich alle mit unseren Kindern wieder ins Reine gekommen. Ich jedenfalls schon am folgenden Morgen. DIE ZEIT HEILT ALLE WUNDEN!

Ich als Vulkan, speie manchmal Lava und wenn die Hitze dann verraucht ist, lasse ich alle zu mir zurückkehren und biete ihnen fruchtbaren Boden, den sie bis zu meinem nächsten Ausbruch wieder dankbar bewirtschaften. Mein Ratschlag (beherzigt auch meine Frau): Wenn man merkt, das der alte Vulkan sich mal wieder regt: Abstand halten. Das geht wieder vorrübser! ;-)

Gruß Fleming

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gatinhho ist offline
Themenstarter Beiträge: 82
Seit: 30.06.10
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Hallo Flemming,

bei mir ist durch Dein letztes Posting der EIndruck entstanden, daß Du in Jahren Deiner Ehe eher ein Idealbild einer Ehe vor Augen hattest und dieses Bild sehr hoch gehalten hast, und nicht eine wirkliche Zweisamkeit mit Höhen und Tiefen. Ich mußte fast an einen hoffnungslosen Romantiker denken oder an Don Quichotte...
Inzwischen passt aber dieses Ideal- Bild, das Du lange aufrecht erhalten hast, nicht mehr zur Realität, und insofern war es endgültig Zeit, vom Bild weg zur Praxis überzugehen.

Grüsse,
Oregano
Tja Oregano -

hier sind zwei Romantiker aufeinander getroffen. Und einer versucht, der Realität ins Auge zu schauen. Bisher macht er keine glückliche Figur.

Gruß Fleming


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