Die Platonische Liebe unter Kranken und solche die es nicht sind

01.08.07 02:08 #1
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Die Platonische Liebe unter Kranken und solche die es nicht sind
Binnie
Also ich verstehe unter "platonischer Liebe" eine Art "geistige Verbundenheit" ohne sexuellen Kontakt.

Ich glaube, dass beides, sowohl guter Sex, als auch "nur" Gespräche zu einer tiefen Verbundenheit zu jemandem führen können. Wobei sich wahrscheinlich alleine Sex ohne andere Gemeinsamkeiten früher oder später eh "ablebt", d.h. eh irgendwann langweilig wird.

Jedenfalls meine ich dass gute Gespräche doch am ehesten zur Seele eines anderen Menschen führen können. Leider denken immer noch viele Männer, sie müssten einen auf Macho machen und sich besonders wortkark oder "arschlochmäßig" geben, um besonders "männlich" zu wirken... Naja, da bleibt dann den Frauen halt oft nur die "beste Freundin" als engste "Verbündete"... Aber ist das dann auch "Platonische Liebe"? Ich weiß es nicht?

Viele Grüße
Sabine

Die Platonische Liebe unter Kranken und solche die es nicht sind

ratio ist offline
Beiträge: 541
Seit: 27.07.07
Zitat von Binnie Beitrag anzeigen
Also ich verstehe unter "platonischer Liebe" eine Art "geistige Verbundenheit" ohne sexuellen Kontakt.

Leider denken immer noch viele Männer, sie müssten einen auf Macho machen und sich besonders wortkark oder "arschlochmäßig" geben, um besonders "männlich" zu wirken... Naja, da bleibt dann den Frauen halt oft nur die "beste Freundin" als engste "Verbündete"... Aber ist das dann auch "Platonische Liebe"? Ich weiß es nicht?
Also meiner Ansicht nach wäre dies überhaupt keine platonische Liebe. Platonische Liebe ist, wenn man sich verliebt und nur mit der einen auserwählten Person zusammensein will.

Die Platonische Liebe unter Kranken und solche die es nicht sind

ratio ist offline
Beiträge: 541
Seit: 27.07.07
Was Platon wirklich gedacht hat, kann man wohl nur schwierig rekonstruieren. Selbst wenn die Forscherwelt über seine eigenen Manuskripte verfügen würde, wäre es ausserordentlich schwierig sich in die damalige Zeit "zurück-zu-antizipieren". Aber so ist das halt häufig in der Forscherwelt: Die Mehrheit hat recht und wer nicht mitschwimmt, bleibt auf der Strecke.

Die Platonische Liebe unter Kranken und solche die es nicht sind

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Wie Shelley schon geschrieben hat, das Thema ist nicht einfach zu beschreiben.....

Was Sabine oben geschrieben hat ist für mich auch verständlich, wobei bei mir natürlich die Frage aufkommt, was ist "guter Sex" und zugleich, ob für diese Frage das hier der richtige Thread ist und doch gehört es irgenwie zusammen.

Es gibt Menschen, die begegnen sich ("nur") sexuell... vielleicht weil es nur so möglich ist für sie. ZB. weil sie zu ihrem EIGENEN Körper und den Gefühlen zu wenig Bezug haben und glauben, es so leben zu können...

Es gibt Menschen die begegnen sich ("nur") geistig... weil es vielleicht nur so passend ist für sie und das Andere (zB im Pflegeberuf oder aus anderen Gründen wie zB. Rücksichtnahme, räumliche Distanz etc.)

Ich meine, dass es letztlich in beiden Themenbereichen um die LIEBE geht bzw. gehen sollte. Ob die jetzt "platonisch" oder sonstwie genannt wird, ist für mich unwesentlich. Wesentlich ist, dass ich bei mir selbst sein kann, achtsam bin und der Umgebung möglichst so begegne, dass es auch für sie stimmig ist. Das ist oft nur möglich, wenn unklare Wahrnehmungen offen angesprochen und so bereinigt werden können, sofern sich das Andere auch darauf einlässt. Dementsprechend verändern sich auch die Energien und es wird wieder stimmig.

Es kann in einer geistigen Begegnung mehr Herz und Liebe enthalten sein als in einer sexuellen Begegnung.
Deshalb fühlen sich manche Menschen "leer" nach einer sexuellen Begegnung, weil das Herz und die Liebe fehlte....

Ungekehrt kann man nach einer geistigen Begegnung total erfüllt sein, weil man sich selbst UND dem Andern begegnen durfte....weil beide total anwesend waren mit ihrem ganzen Wesen (und nicht nur über andere oder anderes gesprochen wurde, das ausserhalb der Personen war)
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Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

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Shelley ist offline
Beiträge: 10.451
Seit: 28.09.05
hallo,

ich habe jetzt alles mit meinem priester besprochen.
jetzt weiss ich alles.



alles über die drei stufen der liebe und mit der platonischen liebe, welche zwischen stufe 1 und 2 steht.
ich weiss jetzt auch, was zwei seelen bei den unteren stufen der liebe machen und was sie bei der höchsten stufe machen.

ich würde jetzt gerne alles genau schreiben, weil ich so viel spannende gedanken im kopf habe.
aber ich kann jetzt nicht mehr schreiben gerade eine weile. mir geht nicht gut. ich versuche es später wieder und hoffe, dass ich nicht zu viel vergesse.

viele liebe grüsse von shelley
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ratio ist offline
Beiträge: 541
Seit: 27.07.07
ich versuche jetzt hier priesterlich zu rekonstruiren, was shelley gerade herausgefunden hat.

1. (unterste) Stufe: Eros
was die zwei Seelen dort machen, kann man sich ja vorstellen.

zwischen 1. und 2. Stufe: platonische Liebe
also nicht ganz Sex und nicht ganz Freundschaft

2. Stufe: Freundschaft

3. (oberste) Stufe: Gott
was macht die Seele denn dort?

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NellyK ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.901
Seit: 02.08.06
Antwort :tiefgründig sein

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Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
3. Stufe: dazu fällt mir spontan ein: SEIN, nicht mehr wollen, keinen Widerstand geben, An-nehmen, Lieben
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Einen schönen Tag wünscht Dir Pius


Valentin ist offline
Beiträge: 349
Seit: 11.09.06
also wenn es nach Platon ginge, dann steht nicht die sexuelle Liebe generell auf der untersten Stufe und wird als etwas Niedriges betrachtet, sondern nur speziell die homosexuelle. Die Frau selbst, und damit die Sexualität mit ihr wird von vorn herein als nieder empfunden. Zwei Aussagen, die für mich unhaltbar sind, da brauche ich über die "Notlösung" der platonischen Liebe gar nicht mehr nachzudenken.

Für mich ist Sex vor ein paar Wochen zu etwas heiligem geworden. Ich habe von der transformierenden Kraft grundehrlicher Sexualität kosten dürfen. Für mein Verständnis ist Platons Ansicht einfach ignorant. (Und damit stößt er mir nicht zum ersten Mal auf.)

Ich verstehe unter dem heutigen Begriff "rein platonisch" den Versuch eines Ausschlusses der Sexualität aus einer Beziehung. Ob das gelingen kann, oder ob er zum Scheitern verurteilt ist, vermag ich nicht zu erörtern.
__________________
Egal was du tust, tu es bewußt.

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ratio ist offline
Beiträge: 541
Seit: 27.07.07
Hallo Nelly,
das finde ich auch. Wenn Gott mit unserer Seele etwas zu tun hat, dann müsste er tiefgründig sein. Mir wäre es am liebsten, wenn er nicht nur in der Tiefe der Seele wäre, sondern auch oben bei den Sternen.


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