Die Psychologie der Frau

17.01.07 20:54 #1
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Die Psychologie der Frau

paule ist offline
Beiträge: 1.060
Seit: 01.02.10
Zitat von Kayen Beitrag anzeigen
Ich persönlich erlebe z.B. einen markanten, psychologischen Unterschied zwischen Mann und Frau im emotionalen und rationalen Umgang mit dem Mitgefühl/ Empathie. (Ausnahmen gibt es immer!)
du beobachtest und beschreibst den durch kulturelle Überfrachtung bedingten STATISTISCHEN Unterschied IM AUSDRUCK der Neurosen und der Rollenbilder. (abgesehen davon ist eine persönliche Bobachtung immer von der Person und deren persönlichem Umfeld abhängig)

Die zugrunde liegende psychologische Grundstruktur und die psychischen Grundfunktionen sind geschlechtsunabhängig.
Insbesondere sind auch Ethik etc. geschlechtsunabhängig.

Die Psychologie der Frau

Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
Hallo Paule,

nee, nee, das bin nicht nur ich, über diese Unterschiede gibt es sogar kernspintmäszige Untersuchungen, finde diese leider nicht mehr, dass bei Männern bzgl. Empathie andere Gehirn-Zentren aktiviert sind.

Zu dem Punkt, dass soetwas anerzogen wurde bzw. evtl. kulturell überfrachtet ist, könnte möglich sein, dahingend ist man sich wohl nicht einig.

Deine Meinung über die Neurosen der Rollenbilder verstehe ich nicht, ist doch aber nicht pathologisch bedingt, sondern bezieht sich wohl nur auf Dein Empfinden.

Naja und interessant finde ich in diesem Thread, dieses feste Beharren an Meinungen, auch typisch Mann. Anscheinend kennen sich hier die Männer über die Psychologie der Frau wohl besser aus, als unsereines.

Grüssis von Kayen



Hallo Werner,

genau, die Prägung ist natürlich auch ein markanter Punkt, welcher nicht unerwähnt bleiben darf.

Danke, Du hast es sehr schön erklärt.

Der Thread heisst, die Psychologie der Frau.
Diese Psychologie muss ja nun nicht fest in den Genen verankert sein, sondern man kann seine Erfahrung/Beobachtung doch einfach mal ganz Allgemein hier einbringen und da fällt mir dieser, für mich sehr positive männliche Ratiounterschied auf.

Weiterhin wäre es interessant, was wohl geschehen würde, wenn ein Mädchen und ein Bub als Kinder, ohne Eltern, ohne Prägung, aufwachsen würden. Ob diese sich rational, emotional, kräftemäszig tatsächlich gleich entwickeln würden und es tatsächlich keine psychologischen Unterschiede gibt?.

Danke, Werner, ich lese Deine Beiträge auch gerne, wenn da nicht manchmal diese kleinen Piekser wären, lächel*


Grüssis von Kayen
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Geändert von Kayen (20.09.13 um 12:57 Uhr)

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo
Hatte gestern einen Unfall mit der Folge von Gehirnerschütterung. In meinem Alter braucht der Heilungprozess etwas länger.
Werde wohl 1-2 Woche nicht schrieben können.
Melde mich sicher später wieder.

Die Psychologie der Frau

Kayen ist offline
Beiträge: 5.067
Seit: 14.03.07
Zitat von Fremder Beitrag anzeigen
Hallo
Hatte gestern einen Unfall mit der Folge von Gehirnerschütterung. In meinem Alter braucht der Heilungprozess etwas länger.
Werde wohl 1-2 Woche nicht schrieben können.
Melde mich sicher später wieder.
Lieber Werner,

das ist aber ganz, ganz lieb, das Du uns extra Bescheid gibts.
Genau, begebe Dich mit Deinem Kopf zur Ruhe und keine Aufregung.
Homoeopathische Mittel wird es sicherlich in Neuseeland nicht geben, vielleicht wären Arnika Umschläge auf Deiner Stirn wohltuend.


Gute Besserung
Herzlichst von Kayen
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Polarwind ist offline
Beiträge: 561
Seit: 11.02.10
Es ist mir ein Rätsel wie viele Männer viele Frauen ertragen. Man darf wohl keinen Anspruch auf Würde haben. Oder der Trieb ist größer als alles andere. Oder die Abhängigkeit.

Die Psychologie der Frau

Worm ist offline
Beiträge: 24
Seit: 25.01.13
Zitat von Polarwind Beitrag anzeigen
Es ist mir ein Rätsel wie viele Männer viele Frauen ertragen. Man darf wohl keinen Anspruch auf Würde haben. Oder der Trieb ist größer als alles andere. Oder die Abhängigkeit.
Es ist mir auch ein Rätsel, wie viele Frauen viele Männer ertragen!
Meine Schwiegermutter z.B ist glaube ich in einer göttlichen Mission unterwegs..sonst hätte sie Ihren Mann längst
Die verdient das Bundesverdienstkreuz.. Eeeehrlich.

"Würde" lieber Polarwind, gibt und nimmt man sich selbst, ob Mann oder Frau! Und mit Sicherheit kommt es nicht von ungefähr, dass die meisten Trennungen von Frauen eingeleitet werden. Ich polarisiere jetzt mal wieder: Die Männer trennen sich nur sehr ungern und "halten lieber aus" oder treiben es schlicht so toll, dass sie verlassen werden oder checken kein bisschen, dass ihr Beziehung, Ehe so gut wie am Ende ist.

Männer und Frauen haben unterschiedliche Wahrnehmungs- und Denkstrukturen, sie haben unterschiedliche Rollen auf sozialen, gesellschaftlichen Gebieten und sie haben eine unterschiedliche Wahrnehmung von Sexualität..und das schon seit es die Erfindung der Geschlechter gibt! Wenn das nicht zu Unterschieden auf psychologischem Gebiet geführt hat

Die Psychologie der Frau
Männlich Windpferd
Guten Morgen,

gerade mal wieder hier spazieren gegangen. Zwei Ideen:

C. G. Jung schrieb, Frauen könnten in der Regel besser allein sein als Männer. Sie könnten eher und tiefer in sich selbst ruhen, ohne in der Außenwelt ihre bessere Hälfte zu vermissen oder zu suchen. Er meinte wohl, das sei durch Anlage bedingt. (Freilich hat er es wesentlich eleganter formuliert als ich das aus dem Gedächtnis kann.)

(Die Fähigkeit, gelassen und konstruktiv allein zu sein, ist aber trainierbar.)

Anderes Thema: Ein antiker Schriftsteller (hab vergessen, wer), berichtet, daß es Streit gab zwischen den olympischen Göttern über die Frage, ob sexuelle Lust bei Frauen oder bei Männern größer sei. Sie konnten das ja selber nicht wissen. Schließlich fiel ihnen ein, den Seher Teiresias (bekannt auch aus der Ödipus-Sage) zu befragen. Der war nämlich als Mann geboren, war dann - zur Strafe (!) wegen irgend eines Fehlverhaltens - von einer Göttin dazu verurteilt worden, jahrelang als Frau zu leben; zuletzt war er wieder Mann. Seine Antwort: "Wenn man die Lust aufteilen könnte, so kämen von zehn Teilen neun der Frau und einer dem Mann zu." (Erst mal auf der Zunge zergehen lassen - auch den Konjunktiv!)

(Interessanterweise gibt es in allen großen Weisheitstraditionen Übungsformen, durch die, mit erheblicher Mühe, Männer ein wenig aufschließen können. Vermutlich auch in der Christlichen Tradition bei einzelnen Ketzerbewegungen, die aber ausgerottet wurden. Überwiegend Geheimlehren, Einzelnes wird aber auch öffentlich zugänglich gemacht.)

Generell, wenn "Die Psychologie der Frau" (ach, mich stören schon die beiden bestimmten Artikel) mein Thema wäre - ich würde viel lesen. Viele sehr kluge und erfahrene Menschen haben darüber geschrieben. Max Frisch war einer von ihnen - er ist mir besonders sympathisch. Seine Haltung des Staunens, Wunderns, Fragens, Reflektierens - im Bewußtsein der Vorläufigkeit. (Vor allem im Spätwerk - die zweiten Tagebücher; Montauk; Triptychon.)

Vielleicht gibt es hier etwas Analoges wie die Unschärferelation in der Theoretischen Physik: Ich (egal ob Frau oder Mann) nehme niemals eine Frau wahr, wie sie ist, denn immer ist sie beeinflußt durch mein Verhalten, Erleben, Denken usw. Das Du ist immer unfaßbar. ("Seit Jahrzehnten kennen wir einander nicht. / Darum erkennen wir uns", schrieb ein moderner Lyriker, W. H. Fritz.)

Und nebenbei: Es herrscht immer noch die Vorstellung, Frau und Mann seien Gegensätze, lägen sozusagen auf den Enden einer Geraden, einer Achse, also einer (1) Dimension. In Wirklichkeit ist der Sachverhalt mindestens zweidimensional: Weiblichkeit und Männlichkeit sind unabhängig von einander: jeder Mensch hat Weiblichkeit und Männlichkeit in je bestimmtem Maß. Menschen, die beides in hohem Maß haben, nennt man androgyn. Seit langem ein großes Thema in der Psychologie. (Sandra Bem hat es als erste entwickelt.) Wobei natürlich Weiblichkeit und Männlichkeit nicht naturgegeben sondern sozial - also vielfach unterschiedlich - definiert sind. Und zudem sind beide - wie auch Androgynie - noch abhängig von der sozialen Situation.

Also schrecklich kompliziert.

Persönlich verspreche ich mir nicht allzuviel von dieser Wissenschaft. Wünsche mir eher, lieben zu lernen. Einfach so.

Das wünsch ich Euch auch.

Gruß
Windpferd

Geändert von Windpferd (26.09.13 um 10:28 Uhr)

Die Psychologie der Frau

Wildaster ist offline
Beiträge: 5.642
Seit: 18.03.12
Zitat von Windpferd Beitrag anzeigen

Persönlich verspreche ich mir nicht allzuviel von dieser Wissenschaft. Wünsche mir eher, lieben zu lernen. Einfach so.

Das wünsch ich Euch auch.

Gruß
Windpferd

Ich weiß nicht ob man ,,das Lieben" erlernen kann.
Jeder Mensch ist fähig zu lieben,sind es doch immer bestimmte Menschen z.B. Kinder,Partner,Eltern,Freunde usw.die uns dieses wunderschöne Gefühl erleben lassen.

Grüße von Wildaster
__________________
Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück,Hoffnung und Liebe.( Vincent van Gogh)

Geändert von Wildaster (26.09.13 um 14:52 Uhr)

Die Psychologie der Frau

Polarwind ist offline
Beiträge: 561
Seit: 11.02.10
Ja, die doofen Männer. Ich finde Männer sind viel lockerer. Frauen sind weitaus zickiger und abwertender. Und tun dann noch so als wär das die Reaktion auf das männliche Verhalten. Zugegeben clevere Taktik. Der Schein trügt immer. Für mich nur noch unglaubwürdig. Aber wer bin ich denn, soetwas einer Frau vorzuwerfen, nicht wahr?

Die Psychologie der Frau

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo alle

Langsam erhole ich mich etwas von meiner Gehirnerschütterung und wage es nun, hier wieder ein wenig mitzumischen.

Mal grundsätzlich zu der Frage, wie verschieden Mann und Frau sind:
Es gibt Unterschiede. Aber diese sind nicht so gravierend, wie es meistens angenommen wird. Dass wir anatomisch verschieden sind, ist ja klar. Und dass aus dieser Anatomie und unserer etwas verschiedenen Biologie einige Verhaltensweisen resultieren ist ja auch klar. Jedoch viele Dinge, die hier angesprochen wurden in den vorigen Postings, sind davon nicht oder nur minimal berührt. Vielmehr spielt die Prägung durch die Gesellschaft und die Kultur, in der wir leben, eine viel größere Rolle.
Wenn man also meint, die Frauen seien sexuell empfindsamer, dann ist das zwar sicherlich in unsere Gesellschaft so, aber in anderen Kulturen nicht. Wenn gar das Beispiel von zehn zu eins im Verhältnis von Frau und Mann von Windpferd genannt wird, dann ist das absolut falsch. Es mag in der hellenistischen Zeit so gewesen sein oder der Schreiber dieser Geschichte war ein Mann, der selbst wenig Zugang zu seiner Sexualität hatte und nun bei Frauen sah, dass sie intensiver das alles erleben können und kam deshalb zu dem Schluss, dass Frauen mehr empfinden würden. Dass dies auf alle Frauen zutrifft, ist deshalb falsch. Nicht einmal auf den Durchschnitt trifft es zu.
Master/Johnson haben schon vor langer Zeit in Bezug auf die sexuelle Reaktion der Geschlechter bahnbrechende Forschung betrieben. Demnach sind die Unterschiede von Mann und Frau gering. Die Höhe oder Intensität der Erregung ist sogar fasts gleich. Nur der Mann ist schneller erregt als die Frau und die Erregung fällt auch schneller wieder ab. Dafür sind Männer öfters sexuell aktiv. Aber das sind natürlich Durchschnittswerte und bei Individuen kann dies ganz anders sein.

Ich stelle immer wieder fest, dass sehr viele Frauen heute geradezu getrieben sind von der Idee, Frauen seien "besser" als Männer. Das mag darin liegen, dass Frauen in der Vergangenheit als das "schwache Geschlecht" betrachtet wurden und man ihnen viele Dinge nicht zutraute. Trotzdem sollte man auf dem Boden der Tatsachen bleiben und die Vergangenheit ruhen lassen und lieber in der Jetztzeit leben. Da gibt es freilich noch einiges zu verbessern (z.B. gleiche Löhne), aber Vieles wurde auch schon erreicht und darauf können wir alle stolz sein.

Leider ist unsere Gesellschaft dualistisch (christlich) geprägt und in dieser philosophischen Richtung geht es um Kampf von Gegensätzen. Wenn wir jedoch den gesamten Kosmos betrachten, dann ist der vermeintliche Kampf nur ein ständiges Angleichen und ein sich Ergänzen. Das trifft auch auf Frauen und Männer voll zu. Wenn wir aufhören würden, immerzu besser oder wichtiger oder sonstwas "mehr" zu sein, dann wären wir viel glücklicher. Unsere Gesellschaft ist jedoch auf Konkurrenzdenken und auf Dominanzstreben ausgerichtet. Das wirkt sich überall aus, im privaten und im Gesellschaftsleben, im Geschäftsleben, in allen Berufen, und leider auch in den Beziehungen. Hier sogar oft extrem stark ausgeprägt, auch wenn es manchmal nur unterschwellig oder versteckt ist.

Wenn wir uns statt der dualistischen Prägung auf die Polarität besinnen würden, dann wäre die Welt ein besserer Ort. Bei der Polarität geht es um Ergänzungen von Verschiedenheiten und nicht um Kampf von sogenannten "Gegen"sätzen. Das Wort "gegen" sagt es ja, dass es um Kampf geht, um das Streben, der Bessere oder Wichtigere zu sein. Wenn wir jedoch lernen könnten, unsere Verschiedenheiten nicht nur anzuerkennen, sondern sogar als die Quelle des Glücks und auch als die Quelle des gemeinsamen Erfolgs verstehen würden, dann wären wir tatsächlich in einem Paradies. Aber das haben wir uns durch unser dualistisches Denken verbaut. Makaber dabei ist, dass ausgerechnet die christliche dualistische Lehre, die vom Kampf von Gut und Böse ausgeht, uns von dem in der alttestamentarischen Geschichte der Genesis über den Sündenfall den Grund gibt für das dualistische Denken und dieses Denken und die Vorstellung von dem ständigen Kampf uns in Wahrheit vom Paradies vertrieben hat. Das wäre der wahre Sündenfall und nicht die dumme Geschichte von der Eva, den den Adam verführt hat.

Nun noch zu einer Aussage von Windpferd:
HTML-Code:
Und nebenbei: Es herrscht immer noch die Vorstellung, Frau und Mann seien Gegensätze, lägen sozusagen auf den Enden einer Geraden, einer Achse, also einer (1) Dimension. In Wirklichkeit ist der Sachverhalt mindestens zweidimensional: Weiblichkeit und Männlichkeit sind unabhängig von einander: jeder Mensch hat Weiblichkeit und Männlichkeit in je bestimmtem Maß. Menschen, die beides in hohem Maß haben, nennt man androgyn.
Dem ersten Teil dieser Aussage stimme ich natürlich voll und ganz zu. Jedoch stimme ich nicht überein mit der Aussage, Weiblichkeit und Männlichkeit seien unabhängig voneinander. Denn nichts auf dieser Welt und im Universum ist unabhängig von allem was es sonst noch gibt. Professor H.P. Dürr und andere Quantenphysiker betonen das immer wieder, nämlich dass ALLES immer ALLES beeinflusst.
Ich weiss nicht, ob du, Windpferd, den androgynen Menschen als Endziel oder als erstrebenswert ansiehst. Es klingt jedoch aus deiner Aussage heraus.
Zwar gibt es androgyne Menschen (wenngleich verschwindend wenige), aber das ist eher ein Versehen der Natur. Denn alles im Universum unterliegt der Polarität, also der Verschiedenheit. Und die Verschiedenheit ist es, was die Grundlage jeder Existenz ist. Allerding, wie ich oben sagte, geht es um das richtige Verstehen dieser Verschiedenheit und wie wir damit umgehen. Wir haben zwei Wahlmöglichkeiten: Entweder wir bekämpfen die Verschiedenheiten, was immer zur Aggression und Kampf führt und somit zum Unglück --- oder wir lernen, die Verschiedenheit nicht nur anzuerkennen, sondern zu nutzen, damit sie eine Hilfel zu einem positiven Leben führt und somit zum Glück, zum echten Erfolg (nicht zu dem heute so intensiv verfolgten Erfolg des Individuums !!!) und was letztendlich die Erde zu einem Paradies machen würde.

Noch ein Zitat von Wildpferd:
Interessanterweise gibt es in allen großen Weisheitstraditionen Übungsformen, durch die, mit erheblicher Mühe, Männer ein wenig aufschließen können.

Ich bin kein Freund von "Übungsformen". Und auch nicht unbedingt von "Weisheitstraditionen". Manche können zwar wirklich weise sein, aber viele sogenannte "Weisheitstraditionen" sind an Glaubenssätze gebunden und somit ein Lehre. Jede Lehre ist menschengemacht und somit ein gedankliches Konstrukt. Deshalb ist es dann oft gar keine "Weisheit", sondern ein gedankliches Machwerk. Trifft sicher nicht auf alle zu, aber doch auf sehr viele.
"Übung" klingt nach harter Arbeit, nach langem Training. Gut, ich gebe zu, dass man u.U. auch damit --- wenn man Glück hat --- zu einem Ergebnis kommen kann. Aber ich zweifle es eher an. Viel mehr Erfolg verspricht die Einsicht, das Verstehen. Und dazu braucht man die Gabe der Beobachtung. Die Gabe des genauen Hinhörens und Hinsehens. Und noch wichtiger: Das Zurücknehmen der eigenen Wünsche, des übertriebenen Egoismus und ganz besonders der Erkenntnis, dass wir selbt (also unser unbedeutendes ICH) gar nicht so wichtig sind. Jedenfalls nicht wichtiger als jeder andere Mensch. Ja, nicht einmal wichtiger als ein Baum, ein Tiere, ein Felsen. Wenn wir zu dieser Erkenntnis kommen, dann haben wir schon gewonnen. Dann brauchen wir keine "Übung" mehr. Besser wäre, Lernen durch das Leben. Aber ein wenig Einsicht gehört dazu, sonst lernt man nichts.

Was ich hier schreibe, ist nur ein Anregung. Ich nehme für mich nicht in Anspruch, dass ich alles richtig mache. Aber mein Leben und meine Beziehung und auch mein Glück, das ich täglilch erleben kann, lehren mich, dass ich richtig liege. Ob meine Philosophie auch für andere richtig ist, würde ich wünschen und hoffen und ich glaube auch, dass sie richtig ist, aber ich weiss es nicht.

Schöne Grüße
Werner

Geändert von Fremder (27.09.13 um 01:57 Uhr)

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