Die Psychologie der Frau

17.01.07 20:54 #1
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Männer sind rational, Frauen sind emotional?
MisterX
Zitat von hänsel & gretel Beitrag anzeigen
MisterX2: In unserer Zeit herrscht doch ein Geist, wo niemand sich mehr als kurzfristig unterdrücken lassen muß. Nicht mal in einer lieblosen Beziehung muß man leben. Viele tun es trotzdem, vielleicht aus Angst. Aber wen willst du für die eigene Angst beschuldigen?
Kann ich nicht nachvollziehen! In unserer momentanen Zeit herrscht gerade ein Geist wo jeder jeden unterdrücken will - wenn es ihm denn möglich sein sollte!
Daher kommt wohl auch ein Großteil eurer psychischen Probleme im Westen d.h. im Kapitalismus. Da könnt ihr verdrehen und schönreden solange ihr wollt -an der Tatsache wird das nix ändern!

(Wobei ich nicht vom „Geist“ geschrieben habe! Ich habe vom instinktiven Verhalten von Mann und Frau geschrieben bzw. mich darauf bezogen! Und das ist (teilweise auch zum Glück!) oftmals noch viel stärker als der „Geist“ aus der Flasche )

Und klar - Du kannst auch von einer Frau zur Nächsten laufen ... und dann wieder zur Nächsten und dann zur Übernächsten ...
So hast Du das Problem ganz sicher beseitigt ...

Mein Vorschlag hingegen wäre: Entrinne der gefährlichen Falle - solange Du noch entrinnen kannst!

Ich möchte den lieben Frauen - ganz ausdrücklich - keine Schuld für ihr Handeln geben! Sie machen nur das was ihnen ihr Instinkt sagt, und was sich in der menschlichen Entwicklung scheinbar am Besten bewährt hat.
Die schwarze Witwe frißt auch ihr Männchen - nicht etwa weil sie „Böse“ , sondern weil es für den Bestand der Art eben am vorteilhaftesten ist!

Lieben Gruß X

Männer sind rational, Frauen sind emotional?
Männlich Bodo
Xie: Ich möchte den lieben Frauen - ganz ausdrücklich - keine Schuld für ihr Handeln geben! Sie machen nur das was ihnen ihr Instinkt sagt, und was sich in der menschlichen Entwicklung scheinbar am Besten bewährt hat.

Sprichst Du den Frauen damit nicht eine (emotionale) Ratio ab? Heute sind selbst die noch in den späten 50er Jahren vorherrschenden Vorstellungen, die Geschlechterrollen betreffend, über Bord geworfen - zum Glück. Für Viele spielen diese spezifischen Eigenschaften, wenn überhaupt, nur noch ein untergeordnete Rolle. Das klang erfreulicher Weise auch in einigen Beiträgen an. Die "modernen" Frauen und jungen Mädchen sind längst emanzipiert und wissen in der Regel genau, was sie können und was sie wollen. Das macht nicht wenigen Männern Angst - mir nicht - ich begrüße einen echte Gleichberechtigung und einen Dialog auf selber Augenhöhe. Der verlogen-bigotte und heuchlerische Zeitgeist liegt hinter uns.

LG, Bodo

Die Psychologie der Frau

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Hallo Gretel,

ich sehe keinen Kampf der Geschlechter, ich sehe nur mißglückte Beziehungen. Frauen, die meinen, sie hätten zuviel eingebracht und zu wenig bekommen, Männer, die glauben mit ihren Versorgungsleistungen mehr als genug getan zu haben. Am Höhepunkt der Beziehungs-Perversion nennt Frau den Mann "Vati" und der Mann die Frau "Mutti" (wie ihre gemeinsamen Kinder das tun) und beide sind dort angelangt, wo sie in ihrer Kindheit schon einmal waren.

Weiblich und männlich sind Lebensprinzipien, wie Heil und Unheil, wie Gesunheit und Krankheit, wie Licht und Schatten. Unsere sichtbare und gelebte Welt ist die Welt der Polarität. Diese Gegensätze mit Gefühl, Intuition, Logik, Geist und Analyse, mit Lernen und Verstehen auszugleichen, Polaritäten zu Einheiten zu führen, ist ein Teil sowohl der weiblichen wie auch der männlichen Lebensaufgabe. Wenn wir sie nicht annehmen (und das ist leider die Normalität), verzetteln wir uns in permanenten Streitigkeiten und in der nie lösbaren Schuldfrage.

Jeder Mensch trägt in sich einen weiblichen Anteil (anima) und einen männlichen (animus) in unterschiedlicher Ausprägung. Je nach Geschlecht müssen wir das jeweils andere mit wahrnehmen und anfangen die "Innere Frau" oder den "Inneren Mann" zu verstehen. Erst wenn wir es wagen, die ICH- und DU-Grenzen zu lockern und Polaritäten zu verschmelzen, werden wir zu ganzen Menschen. Das davor schon lustvoll erprobte Verschmelzen auf körperlicher Ebene gibt uns eine Vorstellung von der Schönheit dieses Zieles.

Gruss, Horaz

Die Psychologie der Frau
Männlich Bodo
Sehr schön, Horaz! Lob und Anerkennung. Du hast die statements auf den Punkt gebracht und wunderbar abgerundet. Ertrage auch mal ein Lob aus meiner Feder - äh, Tastatur. Gott sei Dank gibt's anscheinend noch Männer mit Peilung, die "gefühlig" sind und nicht gleich als Karikatur ihrer selbst gelten! Lasst Horazs um mich sein . . .

Bodo

Die Psychologie der Frau

hänsel & gretel ist offline
Themenstarter Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Hallo MisterX, du schreibst:

In unserer momentanen Zeit herrscht gerade ein Geist wo jeder jeden unterdrücken will ...

Ist Unterdrückung nicht ein uraltes Problem? DU fühlst Unterdrückung – das wäre für mich der Ansatz zu suchen, WO ich verletzbar bin.

Psychische Probleme im Westen wie im Osten. Kann es sein, dass die „Ost“-Frauen weniger (oder nur andere?) Probleme haben als die „West“-Frauen?

Einen „Wechsel“ zu vollziehen, auch mehrfach, halte ich jedenfalls für ehrlicher sich selbst und dem anderen gegenüber. Liegt vielleicht die klassische Form der Ehe in den letzten Zügen?

Du schreibst:
Entrinne der gefährlichen Falle - solange Du noch entrinnen kannst!

Du bist, MisterX, teils auf der Erklärungsebene der Instinkte, hier nun gehst du über zu Bewußtsein. Mit "Falle" assoziierte ich gerade Verfallen-sein. Fordert uns das Leben nicht immer wieder auf, mindestens Fallen zu meiden, bestenfalls sie zu entschärfen?


Hallo Bodo, danke. Ich bin auch froh über die Entwicklung, wo sich weibliche und männliche Stärken ineinander weben zu einer neuen Qualität, die keine Unterdrückungsabsichten mehr nötig hat – im Gegenteil die integrativen Kräfte das Wachstum lenken.

Hallo Horaz, was du zu den Lebensprinzipien schreibst, dem stimme ich zu. Trotzdem, den „Kampf der Geschlechter“ sehe ich darin begründet, dass das Männliche als das Helle/Gute-Wertvolle und das Weibliche als das Dunkle/Böse-Minderwertige klassifiziert wird.
Wenn sich Frauen dagegen wehren ist das viel zu wenig – es müssen wohl noch mehr Menschen das Anima-Animus-Prinzip verstehen. Demnach würden „Männer“, die Frauen herabsetzen oder deren Entwürdigung anteilnahmslos zur Kenntnis nehmen, sich ja selbst verletzen. Oder bin ich da einer falsche Schlussfolgerung erlegen?


Gruß
Gretel

Die Psychologie der Frau
Männlich Bodo
Hier entwickelt sich ein richtig interessanter Meinungsaustausch. Zitat Gretel: . . . dass das Männliche als das Helle/Gute-Wertvolle und das Weibliche als das Dunkle/Böse-Minderwertige klassifiziert wird.
Dies war und ist (leider) seit Menschengedenken der Fall. Die Frau als Heilige oder als Hure. Vergötterung oder Verteufelung. Lust und Angst. Viel Wissenswertes dazu hat der Theologe Eugen Drewermann geschrieben. Gerade die Religionen haben mit ihrer verklemmt-verlogenen Moral, jenseits aller Lebenswirklichkeit, zu allen Zeiten Verunsicherung und Zwietracht gesät. Der Mann zeigt einer Frau nur ungern Schwächen - kein Mann kann einen Anderen so verletzen wie eine Frau. Um das zu kompensieren, übersteigert er seine Rolle und spielt den dauererregten Macho. Im Kleinen wie im Großen. Erziehung (!), Sozialisation und Reflektion stehen den Männern generell gut an - manchen Frauen übrigens auch. Tolles Thema! Danke an Hänsel und Gretel.

Bodo

Die Psychologie der Frau

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Mir ist neu, daß generell
das Männliche als das Helle/Gute-Wertvolle und das Weibliche als das Dunkle/Böse-Minderwertige klassifiziert wird.
Wo kommt diese Klassifizierung her?
Heute - im Zeitalter der Individualität und der vielen Singles dürfte sich diese meiner Meinung nach mittelalterliche Einteilung erübrigt haben. Wer sie aufrechterhält, wird Gründe dafür haben, die durch eine Ideologie oder durch den Versuch des Ungleichgewichts im Verhältnis Mann ./. Frau begründet ist.

Ich finde, daß Männer, die Frauen herabsetzen sich selbst verletzen, genauso wie Männer, die Männer herabsetzen. Geht es nicht im Zusammenleben der Menschen eigentlich darum, daß alle Menschenwesen sich als gleichwertig anerkennen. Dazu gehört auch das Bewußtsein, daß jeder seine Stärken und Schwächen hat, ganz egal of männlich oder weiblich.

Das Thema heíßt "Die Psychologie der Frau" . Kann man denn eine Psychologie der FRau unabhängig von der der Männer und Kinder sehen? Das sind doch alles gruppendynamische Prozesse, die sich gegenseitig beeinflussen?

Gruss,
Uta

Die Psychologie der Frau

soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi hänsel...

je schreef:
Soullove: Klar, mit Weisheiten ist gut argumentieren, aber wird damit auf der Lebensebene ein einziges Problem im Miteinander gelöst? Vielleicht gelingt es uns hier ja, mehr Licht auf das Ur-Wesen Frau zu richten, um für Frau und Mann einerseits Selbstverständnis und andererseits Selbstwert zu mehren. Vielleicht mag das Erkennen „gegenseitiger“ Bedürftigkeit dabei hilfreich sein?

na ja weisheiten,es geht auch darum wie ich es erfahr,nicht um was ich weis.was ist wissen ohne ein bestimmte erfahrung,gar nix.
selbstwert kann man nur bekommen in sich und nicht durch andern.
wenn mein beitrag nicht hilfreich war,dan las ich es weiter zu schreiben in diesem beitrag.

lg soul

Die Psychologie der Frau

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Hallo Gretel,

ich kenne kein Prinzip und ich wüßte auch nicht, wo es festgelegt wäre, dass das Männliche als das "Helle/Gute-Wertvolle" und das Weibliche als das "Dunkle/Böse-Minderwertige" klassifiziert wird.

Spruchblasen zu diesem Thema gibt`s wie Sand am Meer und alles sind subjektive Meinungen. Für mich sind Frauen zum Beispiel Wesen mit einer Intuition, die weit über vergleichbaren Fähigkeiten von Männern liegen, die selbst mit hohem analytischen Einsatz nicht zu ähnlichen Ergebnissen kommen können (außer sie pflegen Umgang mit ihre anima). Ich würde allein aus meinem Erfahrungsschatz noch sehr viele "Klassifizierungen" finden, die alle nichts mit der einleitenden Annahme zu tun haben.

Männer, die das anima-Prinzip verstanden haben, setzen auch keine Frau herab. Aus genau den von dir angenommenen Gründen. Nur - wie viele kennen es? Und wie viele Frauen haben das animus-Prinzip verstanden?

Gruss, Horaz

Die Psychologie der Frau
Anne B.
Vorab: Bodo, ich habe dich nur zitiert und mich dabei mit Mister X unterhalten. Ich glaube Mister X sieht in uns Frauen grundsätzlich Schwarze Witwen, die am Ende ihr Männchen verspeisen...
Sorry, für das Mißverständnis, ab einer bestimmten Uhrzeit sollte ich wohl lieber schlafen...

Flowerpower1: der Gedanke von „Überlegenheit“ und „Unterlegenheit“ ist wohl ein fundamentaler Aspekt. Da kommt Dynamik, Kampf ins Spiel –
und aus rational wird Rationalisieren, und
aus emotional wird emotionalisieren.
Dies bezieht sich lediglich auf problematische Beziehungen. Ich möchte das jetzt nicht weiter ausführen, denn in dem Link zum Lilith-Komplex steht es bereits wunderbar beschrieben. Ich betrachte Beziehungen weder als Spiel noch als ein Ringen nach Gleichberechtigung.

Flowerpower2: der Link/Buchtipp ist gut, danke. Wenn ich den Autor richtig verstehe, meint er, das Gespaltensein der Frau (in Eva und Lilith) sei verantwortlich auch für zentrale Probleme bei Mann und Kind. Hörte sich für mich so an, als sei das ein weiterer Versuch, DIE Schuldfrage klären zu wollen.
Ich denke, dass er eher die Ursachen beschreibt, weshalb manche Beziehungen am Ende doch scheitern (müssen). Emanzipation wird m. E. oft falsch verstanden. Für mich jedenfalls bedeutet sie nicht, auch alles machen zu können und zu dürfen, was Männer machen, was ja anatomisch schon nicht geht, sondern endlich das anerkennend leben zu können, was in uns allen Frauen ruht: Das Mütterliche. Ja es ist paradox, wir Frauen verleugnen das vehement und werden zu Liliths, da das Nährende in unserer Zeit offenbar nicht mehr als etwas Erstrebenswertes betrachtet wird und viele Frauen auf Teufel komm' raus unbedingt die Küche verlassen wollen. Warum?

Viele Grüße!

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