Die Psychologie der Frau

17.01.07 20:54 #1
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Die Psychologie der Frau

hänsel & gretel ist offline
Themenstarter Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Das Thema lautet in diesem Beitrag:

Yin Yang

Hallo Bodo, du glaubst, das Männliche sei das Männliche – und das Weibliche das Weibliche. Und so wird es sein bis ans Ende aller Tage? Wohl dem, der in einer idealen Welt leben darf ohne den Wermutstropfen der Veränderung kosten zu müssen. Konsens und basics, was braucht es mehr.
Hier ist für dich (und natürlich andere auch) ein Test:

Der Yin-Yang-Test

Der alte Weise Lao Tse meinte:
"Besteht ein Unterschied zwischen ja und nein?
Besteht ein Unterschied zwischen gut und böse?
Muss ich fürchten was andere fürchten? Was für ein Unsinn!
Haben und Nichthaben entstehen zusammen,
Schwierig und leicht ergänzen sich,
Lang und kurz stehen im Gegensatz zueinander,
Hoch und niedrig beruhen auf einander,
Vorn und hinten folgen einander."

Die Hinduschrift Bhagavad Gita merkt an:
Zufrieden mit dem, was von selber kommt,
über die Paare hinaus gelangt, frei von Neid,
nicht an Erfolg noch Misserfolg hängend
selbst im Handeln ist er gebunden.
Er muss als ewig frei erkannt werden,
der weder verabscheut noch begehrt;
denn er, der von den Paaren befreit ist,
befreit sich leicht von Konflikten.

Im Thomas Evangelium steht:
Sie sagten zu Ihm : Werden wir dann, wenn wir Kinder sind, ins Himmelreich eingehen? Jesus sagte zu Ihnen: Wenn ihr aus den Zweien Eins macht, und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht, und das Äußere wie das Innere und das Darüber wie das Darunter, und wenn ihr aus den Männlichen und dem Weiblichen eines macht, dann werdet ihr in das Himmelreich eingehen.

Aus dem Männlichen und dem Weiblichen eins machen. Wie geht das? Ich weiß es nicht, hoffe aber, daß die Beiträge in „Psychologie der Frau“ der Suche nach dem Weg, dem konfliktfreien Miteinander dienen können. Jedenfalls einigen.

Ja, Bodo, ich danke dir für deinen offenherzigen Beitrag, und hoffe, du bleibst uns mit deinem Wohlwollen verbunden.

Gruß
Gretel

Die Psychologie der Frau

hänsel & gretel ist offline
Themenstarter Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Ein kleiner Nachtrag:

YANG (männliche Kraft):
Himmel, Sonne, aktiv, Führen, Wachen, Reden, Handeln, Gehen (zielgerichtet), Singen, Tun,Tag, Frühjahr und Sommer, positiv, warm, ausdehnend, schnell, trocken, hoch, weit, rechts, hell; am Körper: Kopf, Obere Extremitäten, Hohl-Organe (Fu-Organe): Dickdarm, Gallenblase, Blase, Magen, Dünndarm...

YIN (weibliche Kraft):
Erde, Mond, passiv, Nachfolgen, Schlafen, Ruhen, Essen, Trinken, Zuhören, Meditieren, Aufnehmen, Spazieren (ohne Ziel zur Erbauung), Nacht, Herbst und Winter, negativ, kalt, zusammenziehend, langsam, feucht, niedrig, nah, links, dunkel; am Körper: Füße, untere Extremitäten, Voll-Organe (Zang-Organe): Nieren, Pankreas, Lunge, Herz, Leber...

In der chinesischen Spiritualität, auf der auch die chinesische Medizin aufbaut, ist das erste Gesetz das Prinzip von YIN und YANG. Alles Leben, das ganze Universum, hat sich aus einer Einheit entwickelt, die TAO genannt wird. Diese unteilbare Einheit ist in ALLEM enthalten. Aus dem TAO entspringen zwei entgegengesetze Kräfte, YIN und YANG. Diese archetypischen Gegensätze bestimmen alles Leben. Sie sind Polaritäten und dennoch EINS.
Außer der Gegensätzlichkeit von YIN und YANG geht man von

* gegenseitiger Abhängigkeit
* gegenseitigem Verbrauch
* wechselseitiger Umwandlung

von YIN und YANG aus. Handeln wir entgegen diesem natürlichen Lauf, so entsteht Krankheit auf allen Ebenen, denn die Kräfte von YIN und YANG bestimmen Körper, Seele und Geist.

Gruß und gute Nacht
Gretel

Die Psychologie der Frau

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Gretel, dein Zitat aus dem Thomas Evangelium gefällt mir, denn es beschreibt das Polatitätsgesetz bzw. die "Auflösung" der Polarität: Von der Dualität in die Einheit. Das ist nicht ein äusserer Prozess, sondern ein Innerer, letztlich passiert er im Herzen, meine ich.

Du schreibst weiter:
Aus dem Männlichen und dem Weiblichen eins machen. Wie geht das?
Viele "verwechseln" das mit der körperlichen Vereinigung, aber das ist eben nicht alles. Nach meiner Meinung geht es darum, die in einem selbst liegenden, gegengeschlechtlichen Eigenschaften wahrzunehmen und zu aktzeptieren, und so innerlich (wieder) EINS zu werden. Dann entfällt die äussere "such(t)erei" und die Achtung vor dem Nächsten steigt.

Es braucht nicht so viele Worte, wie hier schon geschrieben wurden. Man(n) sollte nicht alles mit dem Verstand "zerpflügen", bis nur noch sein eigenes, "Sicherheit gebendes Modell" erkennbar ist...
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Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

Die Psychologie der Frau

hänsel & gretel ist offline
Themenstarter Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Hallo Pius, ich kenne mich nicht so genau aus. Bisher dachte ich, Dualität sei die dynamische Polarität, die Pole im Miteinander, ein sich Abstoßen und Anziehen, spielen und kämpfen usw. Das geschieht in der geistigen Welt, und verlangsamt in der körperlichen Dimension. Und natürlich im Inneren, im Kern des Menschen, den du Herz nennst.
Du meinst:
(die) ... gegengeschlechtlichen Eigenschaften wahrzunehmen und zu aktzeptieren

Ja, sehe ich auch so, als ersten Schritt die Akzeptanz. Aber nun kommt ja die Frage für das „Männliche“: WAS ist das „Weibliche“, das ich akzeptieren soll? (umgekehrt stellt sich das „Weibliche“ diese Frage natürlich auch) Ist das Weibliche das „Alles verschlingende“, die Versuchung (das Teuflische) usw.

Pius, wenn für mich alles so einfach wäre, brauchte ich nicht viele Worte machen. Aber ich gestehe, ich bin auf der Suche – und versuche auch im Ausdruck (mit Worten) herauszufinden, wo ich gerade angekommen bin.

Und da fallen mir eben noch zwei Begriffe ein, die mehr Konfusion als Verständnis zu beschreiben scheinen:
Kastrationsangst und Penisneid. Auf dieser Ebene wird tatsächlich diskutiert.

Gruß
Gretel

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Der gute alte Freud hat ein paar Schlagwärter hinterlassen, die immer noch in den Köpfen der Menschen herumspucken.
Ich denke, man sollte diese Begriffe einfach aus dem eigenen Kopf verbannen, weil sie einer Zeit angehören, in der die Psychologie wirklich noch in den Babyschuhen steckte, und in der ein Freud selbst voller Probleme steckte und keinerlei Anstalten machte, sich mit den eigenen Problemen zu beschäftigen.

Gruss,
Uta

Die Psychologie der Frau
Männlich Bodo
Liebe Gretel.

Mein Zitat, auf welches Du Dich bezieht, lautet wie folgt: Frauen sind Frauen - Männer sind Männer. Ok. Nun gut.

Hier wird ein Faktotum beschrieben und noch einmal genannt. OK. Nun gut folgt dann bewusst, weil wir argumentativ eben nicht hier stehen bleiben sollten. Es ist als eine Art Kurzzusammenfassung dessen gemeint, was überwiegend an Selbstverständlichkeiten teilweise in einigen Postings unnötig verkomplizierend zum Ausdruck gebracht wurde.

Das Ergebnis meines Yin-Yang-Testes:

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind ein Typ, der in seinem Leben auf die Ausgewogenheit achtet und immer wieder die innere Balance findet, selbst wenn es dabei mal mehr aktive Yang Phasen und dann wieder passivere YIN Phasen gibt.
Mit einem harmonisch gestalteten Ruhepol und Gefühl für die eigenen körperlichen und seelischen Belange scheinen Sie immer wieder in Ihre Mitte zu kommen.
Diesen positiven Umstand kann man mit Düften und individuellen Gestaltungsthemen noch stabilisieren. Nehmen Sie bewusst wahr, was Ihnen gut tut und geben Sie dem weiterhin Raum in Ihrem Leben, damit es so erfüllt ist, wie Sie es sich wünschen.


Naja. Theroretisch richtig, würde ich sagen. Vielleicht ein wenig schwammig.

Die von Dir gewählten Zitate sind da aussagekräftiger und psychologisch wahrhaftiger. Ich halte es für grundsätzlich problematisch, Eigenschaften und Vorlieben in Schubladen zu pressen, diese zu schließen und mit Yin und Yang zu etikettieren.

Der halbwegs "gesunde" und "normale" Mensch hat seit jeher "feminine" wie "maskuline" Anteile. Wie weit diese individuell gelebt werden können (dürfen), hängt von Erziehung und Epoche ab.

Offen und frei auf den Anderen zugehen. Ja, das ist es, um was es geht. Dazu muss ich nicht gleich zum Buddhismus konvertieren.

Hiermit bleibe ich wohlwollend verbunden

Liebe Grüße und weiter so, grade Reibungspunkte (können) zu neuen Sichtweisen verhelfen. Bodo

Die Psychologie der Frau

hänsel & gretel ist offline
Themenstarter Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Hallo Uta, deine:
Schlagwärter, die herumspucken
Köstlich – spontan dachte ich: Freud lässt grüßen.
(ich denke, du kannst auch darüber schmunzeln)

Aus:
Der Hörverlag - So klingt das Leben

Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hat als erster die Bedeutung frühkindlicher Eindrücke erkannt.
Heute gehören seine Theorien über Ödipuskomlex, Penisneid und Kastrationsangst zum allgemeinen Kulturgut,
ein Jahrhundert zuvor waren sie radikal und revolutionär, Sexualität war längst nicht salonfähig. Für Freud hängt die Entwicklung der Sexualität eng mit frühkindlichen Eindrücken innerhalb der Familie zusammen. Im Familienroman der Neurotiker erlaubt er einen sehr privaten Einblick in sein eigenes Familienleben. Seine Studien Bemerkungen über die Übertragungsliebe, Der Untergang des Ödipuskomplexes und Zur Gewinnung des Feuers beleuchten unterschiedliche Gesichtspunkte von Liebe und Sexualität.

Echt, keine Ahnung was es bedeutet, wenn elementare Begrifflichkeiten zum Kulturgut stilisiert werden.
Allerdings stellt sich mir eher die Frage, ob über das Unbewusste (vielleicht der archaische Speicher?) Ängste kreiert werden, die sich real in Verhalten äußern.

Und ich habe mal den Mut, daraus offen die Frage zu stellen:

Machen Frauen den Männern Angst?

Mir wäre jedenfalls wohler, wenn ich darüber mehr Klarheit hätte.

Gruß
Gretel

Die Psychologie der Frau

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Es gibt sicher Männer, die vor Frauen Angst haben. (Deine Frage ist zwar etwas anders forumliert)

Die Angst haben vor den Gefühlen der Frau.
Die Angst haben, die Kontrolle zu verlieren, weil sie so leicht körperlich "schwach" werden können in Gegenwart einer Frau.
Die Angst haben, von der Frau "verschlungen" zu werden, sich zu verlieren.
Die Angst haben, dass sie von der Frau abgelehnt werden und es ev. dehalb nur noch wagen, sich an Kinder heran zu machen (Pädophilie, Missbrauch).
Die Angst haben, den Frauen nicht zu genügen und und und....

Aber da fehlt etwas BEIM MANN, und nicht bei der Frau.
ER müsste seine innere Ent-Wicklung in Angriff nehmen, etwas TUN!

Übrigens wurde Freud selber als Kind sexuell missbraucht. Das steht im Buch "Seelenmord" von Ursula Wirz.

Ich hab auch ein Buch mit dem Titel: Die Ur-Angst de Mannes vor der Frau oder die Schwierigkeiten des Verstandes mit dem Gefühl.
Das Buch ist spirituell und nicht alltagspsychologisch.
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Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

Die Psychologie der Frau

hänsel & gretel ist offline
Themenstarter Beiträge: 125
Seit: 19.11.06
Danke, Pius, deine sehr konstruktiven Beiträge, auf Erfahrung fußend, konnten den Berg, vor dem ich immer wieder mal stehe, wieder abflachen.

Danke für die Buchempfehlung, ich kümmere mich gleich um den Titel.

Hier nun von mir auch ein erster thematischer Beitrag zur Urangst, von:

Hubertus Mynarek
schreibt, die Frau verkörpere „in allen Religionen mit männlicher Dominanz [...] das Dunkle, Unausgegorene, daher Gefährliche; das Ungeordnete, dumpf, aber explosiv Aufbrechende.[...] Daher ist der katholische Priester-Zölibatär die Institution gewordene Petrifikation der primitiv-religiösen Urangst des Mannes nicht bloß vor dem Sexualtrieb und seiner Herrschaft, sondern auch vor der Frau und ihrer Dominanz “.
Sinnfällig zum Ausdruck komme die patriarchalische Herrschaft des Mannes in Kult und Liturgie der Kirche.
„Feind Nummer eins in der kirchlichen Priesterausbildung ist und bleibt das ‘Weib ’. “Ständig werden die angehenden Priester vor der „Befleckung mit einem Weib“ gewarnt.“ Auch Mönche werden „in der Klostererziehung gegen die Frau ‘gewappnet, schreibt Mynarek, „indem man sie ihnen systematisch als das intellektuell und ethisch inferiore* Wesen hinstellt.“
* niedriger, geringer
(Text aus Mediaculture-online: Home - Kommentar zur Zauberflöte)

Nachdem, was ich bisher über die Urangst gelesen habe, ist das keine Spinnerei.

Wäre total nett, Pius, wenn du mir weiter zur Seite stehst.

Gruß
Gretel

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.718
Seit: 10.01.04
Wäre das Thema Angst nicht einen eigenen Thread wert?

Gruss,
Uta

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