Vagina zu klein und flach

14.06.09 23:08 #1
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Vagina zu klein und flach

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Julia84 Beitrag anzeigen
... aber eine kurze Vagina liegt doch eher daran das nach der OP nicht bougiert wurde?
Du hast vollkommen Recht.
Ich habe letztens nach der ehemaligen Geliebten von Dali recherchiert. A man da Lear. Darüber bin ich auf eine bekannte französische Transsexuelle gestossen, die zur gleichen Zeit wie AL im Le Carousel in Paris gearbeitet und ein Buch über ihr Leben geschrieben hat. Weiß jetzt gerade den Namen der Frau nicht mehr.
Dieses Buch ist jedenfall online zu lesen und diese Frau beschreibt darin u.a. auch ihre Geschlechtsumwandlung in Marokko, die eine der ersten OPs dieser Art war, sehr genau. Und da beschreibt sie eben auch dieses Weiten direkt nach der OP. Und die vielen Schmerzen, die sie hatte.
Zu diesem Arzt sind damals sehr viele wegen einer solchen OP gegangen. Das schien damals der Arzt überhaupt zu sein, der die Methode entwickelt hat und zu dem man ging.
Es gibt auch eine Seite des Arztes, wo die OP-Technik genau beschrieben wird.

Als wir in der Schule die Amöben hatten, da habe ich schon gedacht, geil. So müsste das sein. Ich selbst würde es optimal finden, wenn jeder Mensch beide Geschlechtsteile hätte. Dann wäre vieles so viel einfacher.

Ich glaube, wer sich nie im falschen Körper gefühlt hat, der kann gar nicht annähernd nachvollziehen, was es bedeutet.
Ich bin immer wieder beeindruckt, welches Leid und welche Qualen Menschen bereit sind für eine neue geschlechtliche Identität zu ertragen.

Nachdem ich von den 18 Medikamenten gelesen habe, ist mir nicht nur durch den Kopf gegangen, dass ein Mensch normalerweise eigentlich nicht mehr als 5 Medikamente einnehmen sollte und es vereinzelt auch schon entsprechende Beratungsstellen in D für ältere Menschen gibt. Es ist mir auch durch den Kopf gegangen, dass mit der Umsetzung des Wunsches nach einem anderen Geschlecht ein hohes gesundheitliches Risiko verbunden zu sein scheint. Denn ich habe privat noch nie einen transsexuellen Menschen erlebt, der nicht erhebliche gesundheitliche Beschwerden hatte.
Das ist eine Seite, die man an den vielen Prominenten transsexuellen Frauen nicht bemerkt.
Für mich scheint es daher oft auf eine Art Tausch- Glück gegen Gesundheit- hinauszulaufen. Was ich sehr bedauere.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
kann meiner Vorschreiberin nur beipflichten; Was die Thread-Starterin angeht, so habe ich schon vor längerem Nachricht (privat) erhalten, dass es ihr jetzt erheblich besser geht - hat auch mit einem Ortswechsel und der lieben Liebe zu tun
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Ich habe das Buch jetzt doch noch mal in den Weiten des www gesucht, falls es jemanden interessiert, und auch schnell gefunden. Ist aber in englisch. April Ashley's Odyssey



Schön zu hören, alibiorangerl.
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Julia84 ist offline
Beiträge: 60
Seit: 05.11.08
Hi,

Zu diesem Arzt sind damals sehr viele wegen einer solchen OP gegangen. Das schien damals der Arzt überhaupt zu sein, der die Methode entwickelt hat und zu dem man ging.
Naja, was damals gemacht wurde und was heute gemacht wird ist ein riesiger Unterschied.

Als wir in der Schule die Amöben hatten, da habe ich schon gedacht, geil. So müsste das sein. Ich selbst würde es optimal finden, wenn jeder Mensch beide Geschlechtsteile hätte. Dann wäre vieles so viel einfacher.
Schonmal recharchiert was passiert wenn ein Mensch mit beiden Geschlechtsteilen geboren wird? Das passiert gar nicht soooo selten.

Nachdem ich von den 18 Medikamenten gelesen habe, ist mir nicht nur durch den Kopf gegangen, dass ein Mensch normalerweise eigentlich nicht mehr als 5 Medikamente einnehmen sollte und es vereinzelt auch schon entsprechende Beratungsstellen in D für ältere Menschen gibt.
5 find ich eine sehr absolute Zahl. Ansich reicht ein Medikament Postoperativ (Estradiol, ggf Progesteron Kombination), und mir würde auch keine Kombination einfallen wo es sinnvoll wäre mehr als 4 verschiedene Präperate wegen Transsexualität zu geben. Es gibt aber durchaus Leute die nach der Op die Hormone absetzten, naja denen wird vermutlich bald ziehmlich schlecht gehen. Ui das war auch bei April Ashley der Fall. Na, dann ist es klar das es ihr schlecht ging.

Aber haltet das NICHT für die Realität heutzutage, normal gibts da keine Probleme und das ist alles schon um die 40 - 50 Jahre her.

Für mich scheint es daher oft auf eine Art Tausch- Glück gegen Gesundheit- hinauszulaufen. Was ich sehr bedauere.
Reicht es wenn ich nö sage? Ich kenn hmm genug gesunde Transsexuelle, die eine OP gemacht haben. Ok, die waren alle 16 - 30 bei der OP und waren alle informiert.

LG Julia

Zitat von Tiigaa29 Beitrag anzeigen
Werden solche "Umoperationen" von der Kasse übernommen?

Wenn ja falle ich vom Glauben ab.


Gruss Martin
Und warum wenn ich mal nachhacken darf? Weil es eine OP zum reinen sexuellen vergnügen ist oder weil sie ansich nichts positives bewirkt oder weil sie einfach so teuer ist? Keine Ahnung, will die Aussaqe nur verstehen können, denn was wirklich neues sag ich da nicht, die OPs werden seit der Einführung des TSG 1981 zumindest eigentlich übernommen.

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.787
Seit: 26.04.04
Schonmal recharchiert was passiert wenn ein Mensch mit beiden Geschlechtsteilen geboren wird? Das passiert gar nicht soooo selten.
Hallo Julia,

im letzten Nachtcafé (SWR3) wurde auch über dieses Thema gesprochen:

Diana Hartmann merkte schon sehr früh, dass sie anders ist. Mit einem nicht eindeutigen Geschlecht geboren, wuchs sie zwar als Mädchen auf, doch ihr Körper konnte sich nicht entscheiden. Im Alter von 21 Jahren erfuhr Hartmann den wahren Grund für ihre Andersartigkeit: Sie ist intersexuell. Doch die Diagnose brachte noch lange nicht die Befreiung: „40 Jahre meines Lebens habe ich mich versteckt. Jetzt endlich habe ich meinen Platz in der Gesellschaft gefunden.“
www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198

Das Video dazu kann man sich hier ansehen:
www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198

Liebe Grüße,
Malve

Geändert von Malve (07.04.13 um 07:11 Uhr)

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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Naja, was damals gemacht wurde und was heute gemacht wird ist ein riesiger Unterschied.
Anhand des Threadthemas denke ich- Anscheinend im Ergebnis nicht unbedingt besser.
Schonmal recharchiert was passiert wenn ein Mensch mit beiden Geschlechtsteilen geboren wird? Das passiert gar nicht soooo selten.
Da brauche ich nicht zu recherchieren. Die frühere Umoperiererei von Hermaphroditen auf das Wunschgeschlecht nach Vorgabe der Eltern ist hinreichend bekannt. Wie auch die Schwierigkeiten in den versch. Gesellschaften. Was eben darin liegt, dass sie als Laune der Natur eine seltene Sonderform der Geschlechter darstellen. Dazu und zum weltweiten Vorkommen gab es schon viele Sendungen.

Ich fände es als Normalzustand aller Menschen optimal. Schwierigkeiten bekommen immer nur die Minderheiten, die eben wegen Andersartigkeit Vorurteile auf sich ziehen.
So sind die Menschen nun mal.
In einer Welt voller komplett funktionsfähiger (bei vielen gibt es ja Funktionsbeschränkungen) Hermaphroditen wäre dann ein Mensch mit nur einem Geschlecht der Andersartige.
5 find ich eine sehr absolute Zahl.
Ich beziehe mich damit auf die neuen Medikamentensprechstunden, die sagen: Schon ab fünf Präparaten kann es gefährlich werden und mehr als 5 max. zur Dauermedikation sollten es deshalb nicht sein.
Prof. Wehling: „Wir müssen sagen, es gibt faktisch keine Daten für ein Medikament an fünfter oder sechster Stelle. Da fängt es eigentlich schon an, in jedem Fall die evidenzbasierte Medizin zu verlassen. Wir sind dann immer auf Extrapolationen angewiesen, das tun wir den ganzen Tag in der Medizin, weil es gar nicht genug Evidenz gibt. Andererseits, wenn Sie auf Therapien mit zehn oder fünfzehn Arzneimitteln schauen, dann kann nicht mal mehr ein Computer alle möglichen Interaktionen und Wechselwirkungen ausrechnen. Vor allem kann er nicht bewerten, welche wichtig sind.“

Ich wundere mich nicht, wenn Tiigaa das schreibt, was sicher viele Menschen denken. Denn es gibt eine ganz Reihe Untersuchungen, die die Krankenkasse nicht trägt, eine ganze Reihe gesundheitlicher Probleme, die schnell auf die Psyche geschoben werden, womit wichtige Untersuchungen vorenthalten und eingespart werden. Schon eine ganze Reihe Medikamente, die nur deshalb aus der Verschreibungspflicht genommen wurden, damit sie selbst gezahlt werden müssen und nicht etwa, weil sie so harmlos sind. Denn das sind sie nicht. Usw.
Viele Menschen sehen sich daher in einer ausweglosen Situation gegenüber dem Gesundheitssystem.

Weiter ist es oft ein sehr schwieriges Unterfangen eine kosmetische OP der Brüste, Nase etc. von der Kasse überhaupt bezahlt zu bekommen. Da braucht es schon manifeste gesundheitliche Probleme oder schwerste Depressionen.

In diesem Zusammenhang- Zwar wird die ICD10-64 als Diskriminierung angesehen. Nicht nur von der TE. Hab ich auch schon getan.
Aber das ist mMn. ein Denkfehler, denn so funktioniert unser System ja nicht.
Letztlich muss man hier mit dem System denken und sehen, dass diese Diagnose in unserem Gesundheitssystem nur die schulmedizinische Eintrittskarte für die Umwandlung ist.
Denn diese Diagnose enthält die notwendige psychische Erkrankung, ohne die ein gesunder Mensch eben keine OP auf Kosten der Allgemeinheit bekommen würde.
Würde Transsexualität also aus dem Katalog der psych. Erkrankungen genommen werden, gäbe es gleichzeitig damit im Sinne des Gesundheitssystems keinerlei Grundlage mehr, mit der die Allgemeinheit damit verbundene medizinische Kosten zu tragen hätte.
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alibiorangerl ist offline
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Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
... Die frühere Umoperiererei von Hermaphroditen auf das Wunschgeschlecht nach Vorgabe der Eltern ist hinreichend bekannt. ...
Das wird auch heute noch (!) in den meisten Fällen so gemacht; Ausbaden muss es dann die bzw der Vergewaltstümmelte
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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
... Würde Transsexualität also aus dem Katalog der psych. Erkrankungen genommen werden, gäbe es gleichzeitig damit im Sinne des Gesundheitssystems keinerlei Grundlage mehr, mit der die Allgemeinheit damit verbundene medizinische Kosten zu tragen hätte.
Frankreich hat das bereits getan, die OPs werden aber dennoch bewilligt/bezahlt, weil ja der Zustand einen erheblichen Leidensdruck verursacht; Die Ausrede "wenns nimma psychisch ist, zahl ma nimma" greift so also nicht...
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von alibiorangerl Beitrag anzeigen
Wuhu,
Das wird auch heute noch (!) in den meisten Fällen so gemacht; Ausbaden muss es dann die bzw der Vergewaltstümmelte
Tatsächlich dachte ich, dass das heute in D wie in den USA gehandhabt wird.
Irrtum Deutsche Urologen fordern genitale Zwangsoperationen an Säuglingen! - Zwischengeschlecht.info
Weitere Aufklärung gibt die Unklinik Heidelberg
In der Regel gelingt es, die genaue Ursache, die zu dieser Missbildung geführt hat, festzustellen und so das Geschlecht des Babys zu klären. Die operative Therapie kann in dieser Situation zu einem normalen Aussehen des Jungen bzw. des Mädchens beitragen.
Urologische Klinik: Störung der Geschlechtsdifferenzierung I - Universitätsklinikum Heidelberg

Allerdings gehören dazu vor allen Dingen auch Eltern, die diesen Eingriffen zustimmen. Ich kann solche Eltern nicht verstehen, da man sich nach einer umfassenden Aufklärung heutzutage mMn. unmöglich für ein OP entscheiden kann.

Wobei ich doch noch etwas klarstellen möchte.
Ein Hermaphrodit ist ein echtes und seltenes Zwitterwesen, bei dem eine gleichzeitige Ausprägung von männlichen und weiblichen Keimzellen und beiderlei Geschlechtsorgane vorliegen.

Kinder mit nicht eindeutigem Geschlecht sind deshalb aber noch lange keine Hermaphroditen, sondern oft Intersexuelle, bei denen das chromosomale, gonadale oder hormonelle Geschlecht nicht eindeutig männlich oder weiblich zuzuordnen ist oder Kinder, die einen weiblichen oder männlichen Chromosomensatz und Geschlechtsmerkmale des jeweils anderen Geschlechts besitzen.

Ansonsten- Wir sind nicht Frankreich und werden es auch nicht werden. Zum Glück für unsere Regierung. Sonst hätte es in den letzten Jahren schon öfter mal hier gebrannt.
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alibiorangerl ist offline
Beiträge: 8.950
Seit: 09.09.08
Wuhu,
Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
...
Allerdings gehören dazu vor allen Dingen auch Eltern, die diesen Eingriffen zustimmen. Ich kann solche Eltern nicht verstehen, da man sich nach einer umfassenden Aufklärung heutzutage mMn. unmöglich für ein OP entscheiden kann.
wird wohl so ähnlich sein wie bei der Diagnose "Krebs" - man sitzt als Betroffener erst mal erschlagen von der Diagnose vor "Auskennern" - da lässt mensch sich leider leicht beeinflussen, noch bevor mensch sich alternativ informieren kann...

Wobei ich doch noch etwas klarstellen möchte.
Ein Hermaphrodit ist ein echtes und seltenes Zwitterwesen, bei dem eine gleichzeitige Ausprägung von männlichen und weiblichen Keimzellen und beiderlei Geschlechtsorgane vorliegen.

Kinder mit nicht eindeutigem Geschlecht sind deshalb aber noch lange keine Hermaphroditen, sondern oft Intersexuelle, bei denen das chromosomale, gonadale oder hormonelle Geschlecht nicht eindeutig männlich oder weiblich zuzuordnen ist oder Kinder, die einen weiblichen oder männlichen Chromosomensatz und Geschlechtsmerkmale des jeweils anderen Geschlechts besitzen.
Natürlich sind Hermaphroditen und Intersexuelle nicht dasselbe - aber die Konsequenzen für die (betroffenen) Kinder samt den dazugehörenden Eltern bleiben weitestgehend die gleichen. Bei echten Zwittern weiß auch Medizyner (der Ausdruck gefällt mir, ist vom von Dir zitierten Blog) lange nicht genau, welche der beiden "Anlagen" nun funktionstüchtig/er ist, oft haben echte Zwitter zwar beide Geschlechts-Anlagen, aber nur eine ist (biologisch) funktionierend.

Es wär halt schön, wenn Eltern nicht sofort einer OP zustimmen und das Kind mal Kind bleiben lassen, in den meisten Fällen erkennt man schon nach wenigen Jahren, ob das Kind eher weiblich oder männlich ist; Allerdings gibts ja auch noch das sog 3. Geschlecht - dann müsste sich das Kind eben kurz vor oder während der Pupertät für eine der drei Seiten entscheiden...

Ansonsten- Wir sind nicht Frankreich und werden es auch nicht werden. Zum Glück für unsere Regierung. Sonst hätte es in den letzten Jahren schon öfter mal hier gebrannt.
Äh, das hab ich nur in Bezug auf die "Entpsychiatrisierung" von Transsexuellen gemeint, alles andere kannst eventuell auch in einigen anderen europäischen Staaten (schon bald) haben, (politisch) gezündelt wird doch schon seit langem...
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