Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

01.04.09 07:56 #1
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Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.689
Seit: 10.01.04
Hallo Werner,

danke für Deine AUskunft.
Ich habe gefragt, weil mir Deine Antworten manchmal so vorkommen wie ich sie von einem Mitglied einer Freikirche kenne. Sie klingen immer sehr liebevoll, aber letzten Endes ist eines ganz klar: in dieser Familie hat der Mann und die Kirche und ihre Lehren das Sagen, und die Frau hat sich anzupassen. Das alles unter dem Siegel des Christentums.
Da Deine Frau nicht im Internet schreibt, hören wir ja nur Deine Meinung...

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Oregano

Das wundert mich nun eigentlich. Nur weil meine Frau nicht hier schreibt, meinst du nun gleich, dass ich ein alter Patriarch bin mit all den negativen Eigenschaften. Das finde ich sehr schade. Meine Bücher behandeln in erster Linie die Gleichwertigkeit von Mann und Frau. Also genau das Gegenteil von dem, wie du mich einschätzt.
Aber macht ja nichts, man hat oft eine bestimmte Vorstellung von einem Menschen und wenn man ihn dann tatsächlich kennt, dann merkt man erst, dass man sich getäuscht hat.
Ich habe zwar geschrieben, dass ich von der "alten Garde" bin. Aber das heisst ja nichts in Bezug, wie wir als Eheleute umgehen und wer das Sagen hat. Bei uns wird immer alles gemeinsam gemacht und keiner hat das Sagen oder Beide haben es.
Schöne Grüße
Werner

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Ariella ist offline
Beiträge: 746
Seit: 09.11.08
hier soll es ja auch nicht um meine beziehung gehen sondern allgemein um den freiraum in einer beziehung.

ich denke nicht das ich mir gewisse dinge nehmen lasse. das habe ich nie getan und habe ich auch nicht vor. habe zu vielen dingen meine allgemeine meinung gesagt. diese vertrete ich auch weiterhin. ich schließe nicht aus, dass ein paar sachen mit einem anderen partner anders wären. wäre ja auch merkwürdig wenn ich egal mit welchem mann die selbe art von beziehung führen würde. aber was meine freundinnen angeht, die hatte ich ja auch schon vor meinen partnern, und werde ich auch weiterhin haben. egal wie weit man voneinander getrennt ist.

ich lass mich überraschen wer noch so meinen weg kreuzt und mich verzaubert

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Ariella

Ich denke mal, nach allem was du geschrieben hast, dass du dich gar nicht verzaubern lassen willst lassen
Wenn du dich verzaubern lässst, dann bist ja gar nicht mehr die Person, die du jetzt bist. Oder bezieht sich die Verzauberung nur auf "ein paar sachen mit einem anderen partner anders wären", wie du sagtest. Das wäre dann keine Verzauberung, sondern nur eine Angleichung in einigen Punkten.
Aber vielleicht kommt doch noch jemand, der dich wirklich verzaubert? Aber das kann nur dann geschehen, wenn du dich verzaubern lassen willst.
Sind nur mal so Gedanken nebenbei. Aber verzaubern lassen kann ja auch sehr interessant und schön sein.

Deine Postings waren recht interessant. Jeder Mensch ist ja anders und ich lese immer mit Interesse, wie die Menschen sind, welche Ideale sie haben, wie sie sich das Leben vorstellen. Und letztendlich auch, wie sich jeder Mensch sein Leben eigentlich selbst gestaltet und sein Schicksal doch sehr weitgehend selbst bestimmt.
Danke dir für deine interessanten Ausführungen! Vielleicht hören wir ja noch mehr von dir!

Liebe Grüße und eine schöne Verzauberung wünsche ich dir!
Werner

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Ariella ist offline
Beiträge: 746
Seit: 09.11.08
na klar will ich das. ich weiß nicht wieso ich immer so negativ rüber komme bei dir. ich bin gar nicht so. ich bin auch kein eisberg in einer beziehung oder in anderer hinsicht. oder denke nur an mich.

ich finde meine einstellung um ehrlich zu sein ganz normal. wenn ich mich im freundes- und bekanntenkreis umsehe, ist es eigentlich überall so. der eine verzichtet halt mehr, der andere weniger auf seine freiheiten und hobbys. freiheiten bedeuten für mich übrigens in keinster weise mit anderen männern zu flirten oder sexuelle aktivitäten auszuüben wenn ich einen partner habe. nichts dergleichen. es geht einfach nur um für mich normale dinge, wie eben nicht täglich das handy überlassen und die passwörter meiner accounts oder dem mail account. es stand noch nie zur debatte in den beziehungen die ich hatte. zum glück. ich hab ja auch nichts zu verbergen. es geht einfach ums prinzip.

was die kleidung angeht, ich hätte mich gefreut wenn mir ein partner mal ein nettes kleidungsstück oder schmuck geschenkt hätte, und zwar solch eines was IHM gefällt und er meint was zu mir passen könnte. diese mühe hat sich bisher niemand gemacht. umso gern hätte ich es dann getragen, natürlich nur wenn es mir gefallen hätte

wenn ich das gefühl hätte jemand vertraut mir nicht und das bedürfnis hat mich ständig zu kontrollieren, da würde ich verrückt werden. ich bin der meinung wenn man dem partner keinen anlass dazu gibt, hat derjenige ein problem mit sich selbst.

ich denke deine ansichten haben größtenteils mit deinem alter und der erfahrung zutun. wahrscheinlich auch eine gute erziehung.
heute ist jeder 2te geschieden, vieles ist heute einfach "normal" was früher eine schande war. uneheliche kinder usw. schön ists aber, wenn es noch menschen gibt, die auch in jüngeren jahren ähnliche ansichten haben wie du.

gute nacht

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Ariella

Du kommst gar nicht negativ rüber. Jedenfalls meine ich es nicht so. Wir unterhalten uns einfach, und das finde ich ganz interessant.
ja, ich weiss, dass es heute anders ist als in meinen jungen Jahren. Damals hat man einen Parnter fürs Leben gesucht. Allerdings hat es dann auch nicht immer geklappt. Und leider lebten dann viele Paare gekettet aneinander und das für ein ganzes Leben. Da ist es heute schon besser, denn täuschen kann sich jeder.
Allerdings halte ich die extreme Freizügigkeit von heute für etwas übertrieben. Ich habe immer den Eindruck, dass viele junge Leute heute Sex mit Liebe verwechseln. Wenn es nicht gleich mit dem Sex ganz toll ist, dann sucht man weiter. Aber dann schaut man immer wieder nur darauf, ob der Sex gut ist. Dabei kann man Sex mit der Zeit lernen und sich aufeinander einstellen. Also wäre doch die Liebe und alles was dazu gehört viel wichtiger. Obwohl ich schon weiss, dass Sex unbedingt dazu gehört und sehr wichtig ist. Aber wenn man sich ansonsten gut versteht, dann stimmt der Sex auch, selbst wenn es ein wenig dauert.

Sicherlich sind nicht alle jungen Leute so. Eine meiner Enkeltöchter ist nun schon seit 10 jahren mit ihrem jetzigen Mann beisammen. Sie kannten sich schon, als sie 16 war und ist seitdem bei ihm geblieben und ist sehr glücklich. Ihre Schwester ist ähnlich, wenngleich sie erst viel später ihren jetzigen Mann gefunden hat. Ich bin jedoch sicher, dass sie beisammen bleiben. Sie passen supergut zusammen.
Es gibt also auch das. Leider sehe ich viel öfters, dass es anders ist. Und das finde ich sehr schade, denn eine gute und fest Partnerschaft macht das Leben wahrhaftig schön. Aber man muss ein wenig dafür tun. Beide müssen das. Wenn der Wille da ist, dann geht es auch.
Das sind nun ganz allgemeine Gedanken und haben mit dir nichts zu tun. Nicht dass du wieder meinst, ich kritisiere dich. Ich sehe nur, wie sich das alles ändert heute und dass es nicht zum Besten ist bezüglich Partnerschaften.
Ich bin nun 54 Jahre mit meiner Frau beisammen und habe es nicht einen Tag bereut. Das Leben ist reich und schön zusammen. Wir reden oft darüber, wie traurig das Leben sein muss, wenn man niemanden hat, zu dem man ganz fest und uneingeschränkt gehört. Ich wünschte. ich könnte ein klein wenig weitergeben von meinen Erfahrungen und die Schönheit einer guten Beziehung anderen Menschen nahe bringen. Aber das ist wohl sehr schwierig.
Liebe Grüße
Werner

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Ariella ist offline
Beiträge: 746
Seit: 09.11.08
guten morgen,

in dem sexuellen punkt gebe ich dir vollkommen recht!
es gibt männer aber auch frauen die sagen, dass das sexuelle so enorm wichtig ist, dass sie es, bevor sie mit jemandem in eine bindung gehen, unbedingt vorher ausprobieren wollen. erst wenn das stimmig ist, denken sie über eine partnerschaft nach.
sowas finde ich um ehrlich zu sein krank. was habe ich davon wenn der partner einigermaßen gut im bett ist, ich mich mit ihm aber nicht vernünftig unterhalten kann? oder er sonst zu nichts gebrauchen ist. klar sex ist wichtig, aber es muss irgendwie alles passen. ich könnte den sex auch nicht genießen wenn ich wüsste, dies ist das einzig gute an der beziehung.
es ist doch total aufregend und schön wenn man alles langsam zusammen entdeckt und sich immer "näher" kommt. der erste kuss, der erste sex... sich immer besser kennelernt. als wenn man von anfang an aufs ganze geht und einen menschen nur nach seinen sexuellen fähigkeiten beurteilt.

ich würde es nicht unbedingt als irren bezeichnen. die menschen entwickeln sich nun mal. manche leben sich auseinander, andere wachsen immer mehr zusammen. man entwickelt mit der zeit wünsche und bedürfnisse, die der andere einem vielleicht nicht mehr geben kann. sowas kann man vorher nie wissen. ich hätte es auch nie gedacht das sich das mal so entwickelt. ich hatte schon ein paar beziehungen vorher, die waren nichts im vergleich zu der mit meinem jetzigen.
natürlich ist es auch so, dass heute alles leichter ist. man kann sich scheiden lassen, man kann sich trennen. ohne mit der wimper zu zucken. und viele tun es auch ohne großartig darüber nachzudenken. für viele hat eine hochzeit nicht mehr die bedeutung wie früher. auch eine ernsthafte beziehung nicht mehr. aber es wird den meisten von den eigenen eltern auch nicht anders vorgelebt. meine großeltern zum beispiel, sie sind sicher nur noch zusammen aus gewohnheit. viel läuft da sicher nicht mehr. sie sind aber nun mal schon lange verheiratet, eine trennung oder scheidung ist für sie sicher völlig absurd. denn sie sind ja verheiratet, und das war damals eben für die ewigkeit.

zeiten ändern sich...

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Ariella

Unsere Unterhaltung wird immer interessanter. Ich weiss aber nicht, ob dies die Anderen auch interessiert. Aber so lange niemand reklamiert, können wir ja weiter machen. Im weitesten Sinne geht es ja hier in diesem Thread um Partnerschaften, also sind wir immer noch im richtigen Thema.
Was du über die Sexualität geschrieben hast, finde ich sehr gut. Es freut mich, dass es noch junge Leute gibt, die so denken. Ich nehme mal an, dass du noch relativ jung bist, zumindest im Vergleich zu mir. Sonst hättest du keine Großeltern mehr. Meine Großeltern sind vor 50-60 Jahren gestorben!

Dass man sich im Laufe der Jahre auseinander leben kann, das ist schon möglich. Aber es ist auch möglich, dass man sich im Partner von Anfang an geirrt hat, weil man nur die schönen Seiten - oder die Seiten, die man mag oder akzeptieren kann - gesehen hat. Dass dies vorkommt, habe ich im Laufe meines Lebens an Freunden und Verwandten sehr oft erlebt.
Die meisten Menschen gehen im Hochgefühl des Verliebseins oft eine Verbindung ein, ohne den Partner wirklich genau genug zu kennen. Man meint zwar, dass man ihn kennt, aber das kommt meistens daher, dass man nicht genau hinsehen WILL, weil man verliebt ist.
Als ich meine Frau kennenlernte, ging zwar auch alles sehr schnell, aber wir haben uns trotzdem sehr gut erkannt. Ich muss dazu sagen, dass wir Beide Eigenschaften haben, die wohl eher ungewöhnlich sind. Wir trinken keinen Alkohol (gelegentlich zwar, aber in ganz kleinen Mengen), wir lieben Parties nicht, wir lieben klassische Musik, legen nicht Wert auf Mode und so weiter. Das haben wir sehr schnell erkannt und nach 2 Wochen (!) sagte ich zu ihr, dass wir doch bald heiraten könnten, weil wir so gut zusammen passen. Alles was sie dazu sagte, das war "ja". Wir haben es bis heute nicht bereut.
Ich finde es wichtig, dass man die gleiche Lebenseinstellung hat. Wenn man das gemeinsame Leben, ohne sich einzuschränken (damit sind wir wieder beim Thema des Threads!) gleich gestalten kann, dann kann es eigentlich gar keine großen Probleme geben.

Sich wirklich zu erkennen, das ist also schon sehr wichtig.

Manche sagen zwar, es ist auch gut, wenn man verschieden ist. Nach dem Motto: Gegensätze ziehen sich an.
Ich bin da nicht so sicher, ob große Gegensätze auf Dauer gut sind. Denn es muss doch so kommen, dass man dann nur gelegentlich im Ausleben der Gegensätze gemeinsam lebt, aber der Alltag und überhaupt fast das ganze übrige Leben ist getrennt.

Natürlich gibt es immer gegensätzliche Dinge. Mann und Frau sind ja von Natur schon verschieden und das sind ohne Frage sehr angenehme Gegensätze. Und auch sonst mag es Gegensätze geben, die das Leben interessant machen. Aber es müssen immer genug Gemeinsamkeiten sein. Wer grundsätzlich einen Urlaub am Meer verbringen muss, der wird kaum Freude am Urlaub haben, der in den Bergen stattfindet. In so einem Fall kann man natürlich Kompromisse schliessen und getrennte Urlaube machen. Aber das ist dann ein großes Manko in Bezug auf die Beziehung. Denn der Urlaub ist doch meistens der Höhepunkt im Jahresablauf und somit ein ganz wichtiges Ereignis. für die Gemeinsamkeit ist so etwas doch kaum förderlich. Oder man mach den Urlaub immer gemeinsam, einmal so und einmal so. Aus Liebe zum Partner kann man ja auch dann den Urlaub jedes zweite Mal anders machen. So etwas kann sogar das Leben bereichern. Dazu gehört jedoch, dass man nicht auf sein vermeintliches Recht pocht und immer nur den eigenen Kopf durchsetzen will. Offen und flexibel sein ist ja auch ein positver Charakterzug. Aber wenn jemand so geartet ist, dass man nicht von einer Gewohheit oder Vorliebe auch mal Abstand nehmen kann und immer nur den eigenen Kopf durchsetzen will, dann ist so ein Mensch ohnehin ein schwieriger Partner und sollte lieber Solo leben.

Du hast schon Recht, die Zeiten haben sich geändert und man geht leichter auseinander als früher. Ob das besser ist, das möchte ich anzweifeln. Die Menschen sind heute oberflächlicher, das ist meine Empfindung. Und auch egoistischer. Man kann sich auch finanziell viel mehr leisten als früher. Das trägt dazu bei, dass man egoistischer wird. Aber der Egoismus ist der größte Feind einer Beziehung. Weil es uns jedoch so gut geht, haben wir gar nicht mehr gelernt, auch mal auf etwas zu verzichten. Das macht das Leben nicht leichter, sondern schwieriger. In jungen Jahren ist es einfach, alleine zu leben. Aber im Alter ist das anders. Da kommt dann plötzlich das große Zittern. Ich bin nun selbst so alt, dass ich viele alte Menschen persönlich und sehr gut kenne. Vor 20 Jahren haben sie noch großartig davon gesprochen, dass sie niemanden brauchen. Heute, im Alter, sind sie einsam, verhärmt und unglücklich. Während meine Frau und ich immer noch sehr glücklich zusammen sind. Sie schläft immer noch, wie seit 54 Jahren, täglich in meinen Armen ein. Wir sind die besten Freunde, haben immer jemand, der uns versteht, der uns täglich Freude macht. Das gemeinsam Glück überstrahlt immer noch unser Leben. Jeder Tag ist ein schöner Tag, weil wir noch beisammen sein können.

Ich wünschte, ich könnte dieses Glück anderen Menschen übermitteln. Aber das ist nicht ganz einfach. Denn jeder bestimmt sein Leben weitgehend selbst. Es gäbe ein paar Grundsätze (ich habe ein paar davon oben genannt), aber man muss sie halt befolgen.

Liebe Grüße
Werner

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Ariella ist offline
Beiträge: 746
Seit: 09.11.08
ich würde mal behaupten das ich in den besten jahren bin, mitte 20

also ich kann definitiv sagen das ich mich nicht in meinem partner geirrt habe. vielleicht bei den vorherigen, die waren mir aber auch nie wirklich wichtig.
mein partner ist eigentlich ein herzensguter mensch. aber wir passen halt einfach nicht mehr zusammen. es hat sich so entwickelt, krankheiten spielen eine rolle. unverständnis für eine andere lebensweise und einige andere gründe.
wir haben uns in einer ganz anderen lebenssituation kennengelernt als sie heute herrscht. ich an seiner stelle würde mich anders verhalten, dass kann ich natürlich jetzt leicht sagen, ich bin ja in der position in der ich mich nicht ausreichend behandelt fühle. ich denke aber trotzdem das ich versuchen würde meinen partner so gut es geht zu unterstützen und damit meine ich nicht finanziell oder indem ich eine sache so hinnehme...
wie auch immer, das ganze ist für mich schon längst abgeschlossen und klar. es muss nur noch umgesetzt werden. ist aber nicht so leicht wenn für den anderen alles so in ordnung ist, bzw. er es so darstellt.

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?
LieberTee
Hallo Fremder,

ich habe einige Deiner Gedanken hier und anderswo gelesen und hatte immer wieder ein "ahja" Erlebnis. Auch Deine Ausführungen zum Thema Parnerschaft sind sehr eingängig.

Menschen, die völlig unterschiedliche Lebenseinstellungen haben, passen kaum zusammen. Bevorzugt der eine Glitzer und Glamour und der andere eher das Gegenteil, passt es nicht, identifiziert sich der eine mit dem soganannten marktwirtschaftlichen Denken und der andere sucht nach solidarischen Lebensweisen, kollidiert das mächtig. Keiner kann den anderen ändern, es wird dann aber oft versucht und ist zum Scheitern verurteilt.

Für Freundschaften gilt das sicher auch bedingt. Je älter die Freundschaft, je tragfähiger sie sich erwiesen hat, desto größer ist da wohl die Toleranzgrenze, man akzeptiert eher die unterschiedlichen Lebenseinstellungen, die sich über die Zeit entwickelt haben. Hier gilt wohl : das Sein bestimmt das Bewußtsein, aber auch das Bewußtsein das Sein. Denn ein Austausch ist auch in der Gegensätzlichkeit möglich und begrüßenswert. Sonst würden wir ewig nur im eigenen Saft schmoren. Wie langweilig!

Lieben Gruß
LieberTee


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