Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

01.04.09 07:56 #1
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Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

evoke ist offline
Beiträge: 6
Seit: 17.05.12
für mich ist freiraum sehr wichtig und mein partner sieht das genauso. ich genieße es einfach einen teil meiner zeit nach eigenem gutdünken gestalten zu können und mit mir selbst sozusagen eine gute verbringen zu können. nur wer mit sich selbst gut auskommt, kann das auch mit anderen.

wir profitieren in jedem fall beide von diesen freiräumen, indem wir uns auch nach 16 jahren noch sehr aufeinander freuen, miteinander intensiv die gemeinsame zeit verbringen und uns immer viel zu erzählen haben. ich glaube jedoch, dass es hier keine allgemeingültige formel für jede/n gibt, manche menschen brauchen mehr freiraum und andere unternehmen lieber alles zu zweit oder in gruppen. wichtig ist meines erachtens nach nur, dass sich zwei gefunden haben, bei denen diese bedürfnisse in etwa gleich sind, sonst wird es zur einseitigen und irgendwie belastenden angelegenheit, die ewig mit diskussionen verbunden ist.

Wieviel Freiraum braucht eine Partnerschaft?

Ariella ist offline
Beiträge: 746
Seit: 09.11.08
ich finde das total wichtig das jeder auch was mit seinen freunden unternimmt.
ich kenne eher das problem, dass ich meinem partner öfter schon vorschlage was mit andern zu machen. meistens hat er da nicht so lust zu. denn wenn ich dann weg bin und er jedesmal alleine zuhause rumsitzt, finde ich das auch nicht so toll.

ich finde es auch wichtig die freundschaften mit den freundinnen zu pflegen. es gibt ja auch sachen über die man nicht mit dem partner spricht, weil er sie nicht versteht wie zb frauenprobleme oder über den partner redet man ja auch mit freunden, sowohl positiv als auch negativ

was ich aber ganz ganz furchtbar schrecklich finde, wenn leute anfangen zu schnüffeln oder zu kontrollieren. entweder hat man ein gewisses grundvertrauen dem andern gegenüber, oder man lässt die beziehung ganz sein. wenn der partner einem keinen anlass gibt sich zu sorgen, dann sollte man auch darauf vertrauen. ansonsten hat man ein problem mit sich selbst. hat der partner aber schon öfter auffälliges getan oder sich merkwürdig verhalten, sollte man das ansprechen und nicht schnüffeln.

wenn ich von freundinnen höre das der freund heimlich auch auf die partys kommt und spioniert oder sowas oder ständig anruft, dann ist der abend doch gelaufen.
bei mir gab es das nie und wird es auch nicht geben, dass der partner einsicht in den mail account hat oder ich ihm täglich mein handy zur durschicht überlasse. es ist nicht so das man was zu verbergen hätte, aber man möchte doch einfach etwas persönliches für sich haben. klar wenn das handy irgendwo liegt und der partner mal fotos anschaut oder sowas, dagegen habe ich nichts. es soll wohl aber noch schlimmere fälle geben...
wenn meine freundin mir zb eine persönliche sms schreibt und der inhalt nicht für jedermann bestimmt ist, fände ich das auch nicht gut wenn mein partner davon wüsste, und die freundin mit sicherheit auch nicht.

zu der schnüffelsache habe ich letztens zufällig etwas interessantes gefunden. es ist natürlich übertrieben und überspitzt, aber ein bisschen ist da schon was dran.
emails und sms fallen unter das postgeheimnis

§ 202a StGB Ausspähen von Daten
(1) Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Daten im Sinne des Absatzes 1 sind nur solche, die elektronisch, magnetisch oder sonst nicht unmittelbar wahrnehmbar gespeichert sind oder übermittelt werden.

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Ariella

Ich stimme dir zu, dass eine Schnüffelei tödlich für eine Beziehung sein wird.

Aber nun möchte ich dich noch was frage. Du schreibst, dass du mit deinem Partner nicht alles besprechen kannst.
Warum eigentlich nicht?
Ich lebe mit meiner Frau in einer sehr intensiven Partnerschaft und da gibt es eigentlich nichts, wirklich gar nichts, das wir nicht miteinander teilen könnten. Was sind Frauen- oder Männersachen? Warum kann man das nicht mit dem Menschen teilen, mit dem man ja auch in Sachen Sex alles teilt? Und natürlich auch sonst alles. Die Wohnung, vielleicht auch das Auto, das gemeinsame Einkommen und so weiter....
Ich frage dich nur aus reinem Interesse. Denn ich habe so etwas schön öfters gehört. Es ist also sicher nicht so selten, dass jemand meint, nicht alles teilen zu können (oder zu wollen?).
Die Frage ginge nun sogar noch ein wenig weiter: Willst du gar nicht alles teilen? Und warum nicht?
Du siehst, es zieht sich hier ein ganzer Schwanz von Fragen nach.
Aber du musst mir nicht antworten, wenn du nicht willst. Es war nur eine Frage, die mich interessiert hätte. Also bitte nicht als Kritik auffassen, so war es nicht gemeint. Denn jeder Mensch ist ja verschieden. Ich kann nur nicht ganz nachvollziehen, warum man als Partner nicht alles teilen will.

Wenn es ums Ausgehen geht, dann ist das natürlich wieder was anderes. Also "alles" ist vielleicht gar nicht richtig von mir ausgedrückt. Denn wir tun oft den ganzen Tag was anderes und haben auch verschiedene Interessen, z.B. Hobby. Aber dann erzählen wir uns gegenseitig, was wir getan haben und somit nimmt jeder Teil am Leben des anderen, auch wenn es stundenweise mal nicht gemeinsam ist. Gemeinsam wird es dann durch das Erzählen, also das Teilnehmen lassen, auch wenn man was anderes getan hat. Wenn meine Frau bei jemand auf Besuch war, dann würde sie mir das ohne Frage erzählen. Und auch, ob es schön war dort (oder auch nicht so schön) und so weiter. Das wäre ihr ein Bedürfnis, das mit mir zu teilen. Und ich bin ebenso.
Natürlich MUSS man nicht immer alles erzählen. Man kann auch mal was vergessen oder nicht so wichtig nehmen. Das ist dann alles kein Problem.

Schöne Grüße
Werner

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Ariella ist offline
Beiträge: 746
Seit: 09.11.08
hi stranger

das hast du ein bisschen falsch verstanden. natürlich erzähle ich meinem partner wie es mit der freundin war, was wir gemacht haben, wen man lustigerweise getroffen hat usw. was ich den tag über gemacht habe. das übliche halt. ich meide nicht irgendwelche themen extra vor ihm. ich sprech halt nicht so über die für ihn unwichtigen dinge.

ich meinte das mit den frauengesprächen zb so, meine freundin hat derzeit eine sexbeziehung, da schreibt und erzählt sie mir detailgenau wie was abläuft. das sie nun angst vor aids hat, das sie die pille danach genommen hat, das sie unwohlsein im intimbereich hat usw. eine hat auch ein gesundheitliches problem von dem sie nicht möchte das es jeder weiß. genauso redet man über periodenprobleme und über männer
da sich mein partner und die freundinnen natürlich öfter über den weg laufen, fände ich das einfach nicht angemessen wenn mein partner diese sachen im handy oder mail account finden würde. natürliche zeige ich ihm auch mal lustige sms. es ist ja nicht so das ich mein handy mit einem schloss gesichert habe
er nimmt sich auch mal mein handy um seine freunde anzurufen da ich eine flatrate habe. danach gibt er es mir aber kommentarlos wieder ohne es zu durchsuchen. nachdem er evtl suchen könnte, anstößige sms von fremden männern oder so, würde er dort sowieso nicht finden. also brauch ich mir da keine sorgen machen.

wenn mir zb eine person die man lange nicht gesehen hat eine mail über das soziale netzwerk schreibt, erzähle ich natürlich davon. aber wenn ich mir zb kleidung, oder sonst was online kaufe, geht das meinen partner doch auch nichts an. um ehrlich zu sein interessiert er sich dafür auch gar nicht.

ich benötige nicht seine passwörter von sämtlichen accounts um die kontrolle über ihn zu haben oder glücklich zu sein. auch muss ich nicht jeden abend sein handy durchschauen wenn er von der arbeit kommt um beruhigt schlafen zu können. er vergisst sein handy auch ab und zu daheim, aber selbst dann hab ich bisher nicht mal reingeschaut.
ich vertraue ihm einfach. falls mir mal etwas komisch vorkommt, spreche ich das an. ich finde das man mit diesen kontrollsachen denjenigen erst recht dorthin treibt.

wenn ich mein mailfach checke und er im raum ist oder gerade reinkommt, schließe ich ja nicht alle fenster auf teufel komm raus damit er bloß nicht sieht was ich für mails bekomme.
ich finde es ganz normal und selbstverständlich das der partner nicht daran kann wie es ihm gerade passt. dieses thema stand noch nie zur debatte. es war von anfang an so. genauso wie er auch nicht meine post öffnet, das macht er einfach von sich aus nicht. ich an ihn adressierte hingegen schon, wenn ich den absender kenne, wie zb die bank, stromanbieter und sowas. ich kümmere mich ja schließlich auch um den ganzen bürokram.

unangebracht sind die fälle, wo der partner oder die partnerin ständig auf der hut sind und sogar an der tür stehen um zu lauschen mit wem der andere spricht. damit macht man es sich doch unnötig selbst schwer. wenn der partner einem den anlass dazu gibt skeptisch zu sein und sich auffällig verhält, sollte man dies wie gesagt ansprechen. hat man das gefühl es ist weiterhin was faul, dann entweder beenden oder ein ultimatum stellen. alles andere macht keinen sinn. sehe ich so.

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Ariella

Ja, jetzt habe ich dich besser verstanden. Es ist auch bei uns so, dass wir die Post vom anderen nicht öffnen. Aber wir teilen eben alles, auch die Post, wenn sie mal geöffnet ist. Wir können sie lesen oder auch nicht. So ähnlich ist es ja bei dir wohl auch. Wenn man Vertrauen hat, dann braucht man keine Heimlichkeit. Aber ohne Vertrauen könnte ich ohnehin keine Partnerschaft haben.

Was nun "Frauenangelegenheiten" betrifft, so bin ich der Erste, der davon erfährt. Sie bespricht eben alles mit mir und ich auch mit ihr. Freundinnen, die ihr alles erzählen, so wie das bei dir ist, hat sie nicht. Und auch ich habe keine Freunde, die mir so etwas erzählen würden. Wir haben nämlich sogar die Freunde gemeinsam. Obwohl wir beide keine sehr engen Freundschaften haben. Wir sind auch in dieser Beziehung sehr ähnlich und eigentlich Einzelgänger.
Was Kleidung betrifft, so kaufen wir meisten (allerdings nicht unbedingt immer) auch alles gemeinsam. Denn wir wollen beide, dass es unserem Partner auch gefällt. Manchmal wählt meine Frau etwas aus, das mir gar nicht gefällt. Dann lässt sie es. Denn sie möchte, dass ich sie schick finde. Und bei mir ist es natürlich ebenso. Wie gesagt, es gibt schon mal Ausnahmen. Wir haben keine so starren Regeln, ich sage nur, wie es meistens ist.

Unsere Ehe halten wir Beide für ideal. Das heisst natürlich nicht, dass andere Paare nicht einen anderen Weg gehen. Ich will also meine Beziehung nicht als Musterbeispiel anführen. Ich sage nur, wie es bei uns ist und dass auch das funktionieren kann. Jeder Mensch - und somit auch jedes Paaar - ist ja verschieden. Regeln für alle kann man wohl nicht aufstellen.
Allerdings meine ich, dass eine Vertrauensbausis, so wie du das auch beschrieben hast, schon eine Grundvoraussetzung für eine glückliche Beziehung ist. Ohne Vertrauen kann man doch nicht wirklich glücklich sein.

Liebe Grüße
Werner

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Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
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Allerdings meine ich, dass eine Vertrauensbausis, so wie du das auch beschrieben hast, schon eine Grundvoraussetzung für eine glückliche Beziehung ist. Ohne Vertrauen kann man doch nicht wirklich glücklich sein.

Liebe Grüße
Werner
Hallo Werner,

ich persönlich denke, dass das Vertrauen in der Partnerschaft mit den alltäglichen Aufgaben, Erlebnissen, Problemen nach und nach erst wächst bevor etwas vollkommenes entsteht und man seinem Partner bedingungslos vertraut.

Alles Liebe für Dich
Kayen
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Entwickel das Heilsame in Dir - Vermeide das Unheilsame

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Kayen

Ja, das stimmt. Das Vertrauen wächst mit der Zeit. Allerdings gibt es Menschen, die grundsätzlich niemandem vertrauen WOLLEN. Sie haben Angst vor dem Vertrauen. Und dann sind sie seelisch niemals offen, um das überhaupt zu lernen. Ich meine, eine gewisse Grundvoraussetzung muss vorhanden sein. Also die Bereitschaft, mit offener innerer Einstellung an eine Partnerschaft heran zu gehen. Das ist natürlich dann sehr schwierig, wenn man schon in dieser Sache sehr enttäuscht wurde. Das kann dann spätere Partnerschaften sehr schwierig machen. Ich kenne einige solcher Fälle. Da ist dann oft eine Beratung von Fachleuten notwendig. Denn wenn man sich verschliesst, dann kann gar nichts hereinkommen, selbst wenn sich der Partner darum bemüht.

Es gibt noch eine Menge anderer festgefahrener Verhaltensweisen, teils berechtigt aufgrund von schlechten Erfahrungen, teils scheint es jedoch auch eine Charaktereigenschaft zu sein. Man kann so etwas oft in der Familiengeschichte nachverfolgen. Ob dies nun Vererbung ist oder ob es anerzogen und Prägung ist durch die Umwelt, das wird man wohl schwer nachprüfen können. Aber ich führe vom Thema weg. Es ist nur alles sehr umfassend und Partnerschaft ist ja generell ein sehr schwieriges Thema, weil so unendlich viele Faktoren mit herein spielen können.

Grundsätzlich geht es jin diesem Thread um den Freiraum. Wenn wir die vielen Postings hier lesen, sehen wir ja schon, wie verschieden die Menschen das sehen und wie verschieden auch die Bedürfnisse sind. Weil eben die Menschen verschieden sind.

Aber auch daraus kann man lernen und sich sehr sorgfältig prüfen und sich und den Partner so gut wie möglich verstehen zu lernen, damit man dann nach Jahren nicht enttäuscht wird. Denn oft haben viele Menschen bestimmte Vorstellungen, die man gar nicht so leicht unter einen Hut bringen kann.
Ja, das alles ist ein unendliche Thema.

Liebe Grüße an alle, die an ihrer Partnerschaft wachsen wollen!
Werner

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Kayen ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 14.03.07
Zitat von Fremder Beitrag anzeigen
Hallo Kayen

Ja, das stimmt. Das Vertrauen wächst mit der Zeit. Allerdings gibt es Menschen, die grundsätzlich niemandem vertrauen WOLLEN. Sie haben Angst vor dem Vertrauen. Und dann sind sie seelisch niemals offen, um das überhaupt zu lernen.
Hallo Werner,

ich denke auch, dass es Menschen gibt, die aufgrund von unschönen Erfahrungen und Ängsten nicht mehr vertrauen können.

Ich würde nur nicht von "niemals" mehr vertrauen können so grundsätzlich ausgehen, da durch positive Erfahrungen in der neuen oder vorhandenen Partnerschaft sich ein Mensch wieder mehr und mehr öffnen kann und das Vertrauen auch wieder wachsen kann.

Ein niemals gibt es für mein Gefühl nicht

Liebe Grüße
Kayen
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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Kayen,
Auch hier stimme ich dir vollkommen zu.
Ich habe allerdings nicht gesagt, dass es Menschen gibt, die niemals vertrauen können, sondern nicht mehr vertrauen WOLLEN. Das ist zwar nur ein kleiner, aber doch ein Unterschied. Wenn sie dann langsam wieder Vertrauen gewinnen können (was ja möglich ist), dann können sie ihre Zurückhaltung langsam abbauen. Solange sie solche Angst vor Verletzungen haben, dass sie es gar nicht versuchen, ohne Vorurteile in eine Partnerschaft zu gehen, werden sie wahrscheinlich auch keinen Partner finden, der sie verstehen will und kann. Du hast schon Recht, dass man nicht von NIEMALS sprechen sollte. So habe ich es ja auch nicht gemeint.
Ein anderes Handicap geben sich viele Menschen auch selbst, indem sie sich selbst nicht bemühen, den Partner zu verstehen, jedoch selbstverständlich darauf warten, dass sie verstanden werden. Ich kenne leider viel zu viele solcher Fälle, wo man immer nur hofft und darauf wartet, dass der Andere einem versteht, aber dass man auch sich bemühen muss, den anderen zu verstehen, damit man dann selbst auch verstanden wird, das ist offensichtlich für manche Menschen sehr schwierig. Oft merken sie auch gar nicht, dass sie sich selbst nicht um ein Verstehen bemühen, sondern nur immer darauf warten, dass sie verstanden werden. Ist halt alles in eienr Partnerschaft auf ein ausgewogenes Geben und Nehmen aufgebaut, wenn es gut gehen soll.
Ach ja, Partnerschaften können schon auch sehr schwierig sein. Weil die Menschen leider oft sehr schwierig sind! Aber das heisst ja nicht, dass man nicht lernen kann. Immer vorausgesetzt, dass man auch lernen will.

Schöne Grüße
Werner

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Ariella ist offline
Beiträge: 746
Seit: 09.11.08
nabend,

grundsätzlich kann man sowieso nicht alles vergleichen. es gibt für mich keine festen regeln wie eine partnerschaft zu sein hat. ich hab lediglich grundvoraussetzungen wie treue, vertrauen und ehrlichkeit. die sollte wohl jeder haben. alles andere ergibt sich.
an sich sollte eine partnerschaft immer nur das i-tüpfelchen oder die kirsche auf der torte sein im leben. man muss mit SICH zufrieden und glücklich sein, erst dann kann man auch eine vernünftige partnerschaft haben.

viele frauen, und auch männer machen den fehler sich komplett für den partner aufzugeben und das ganze leben nach dem andern umzustricken. das finde ich falsch. dadurch geraten sie in die falle der abhängigkeit. ich kenne einige solcher fälle, wenn es dann doch nicht klappt, stehen sie da ohne freunde, ohne geld usw. man sollte immer auf eigenen beinen stehen können und auch glücklich sein wenn man mal keinen partner hat. viele können scheinbar nur glücklich sein wenn sie einen partner haben.

was die kleidungskäufe angeht werner, es kommt immer auf den typ an. mein partner findet eigentlich fast immer das blöd was ich schön finde, meistens sagt er sowieso nur schön schön schön das wir schnell wieder aus dem laden rausgehen. daher brauche ich ihn nicht fragen. wenn er absolut gar keine lust hat sagt er nur blöd blöd alles blöd es bringt also nichts. ich kaufe mir sowieso immer was MIR gefällt, ich muss ja schließlich damit rumlaufen.
seine sachen suche ich ihm meistens aus weil er nie etwas haben will. wenn er sich vorstellt etwas anprobieren zu müssen, dann mag er es erst gar nicht haben. selten kommt es vor das er doch mal irgendwo was kauft. was ich ihm dann zeige ist dann aber sowieso blöd seiner meinung nach. was er dann toll findet, finde ich dann aber total doof. ist manchmal echt konfus.

bei vielen sachen kommt es einfach auf den partner an. hätte ich einen anderen, da wäre vieles sicher ganz anders. natürlich passt man sich dann auch an. da mein partner zu anfang sehr viel gearbeitet hat und wir uns kaum gesehen haben, musste ich alles managen. jetzt sehen wir uns öfter und mehr, trotzdem sind viele dinge noch immer so, es hat sich eben so eingespielt.

nochmal zum freiraum - jetzt am wochenende hat er einen freund besucht, er sagte er bliebe eine stunde oder 2 weg. daraus wurden dann 4 stunden. zwischendurch haben wir kurz gequatscht weil es bei mir auch etwas später wurde. für mich war das aber absolut kein problem, auch wenn ich nicht wusste wann er kommt. ich seh das ganz locker, viele wären bestimmt sauer gewesen, aber er geht so selten mal weg, da wäre es ja auch blöd wenn er die ganze zeit auf die uhr schauen müsste. hätte ich mit essen oder sonstigem auf ihn gewartet, dann wär das schon blöd gewesen.
früher war das natürlich anders, aber nach 4 jahren kennt man sich einfach und wie gesagt, ich mach mir da keine sorgen. selbst wenn er meint, er müsse etwas mit anderen frauen machen oder so, dann soll er das machen, mit uns hätte das dann sowieso keinen sinn mehr.
ich finde das man sowas machen kann, wenn man auch bereit ist die konsequenzen zu tragen. ich denke, dessen ist sich jeder bewusst.


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