Treue - Bedeutung und Phänomene

24.09.06 17:57 #1
Neues Thema erstellen

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Als vorausgehenden Smalltalk möchte ich gerne erzählen, dass ich in in letzter Zeit das Feuiletton im deutschen Fernsehen für mich entdeckt habe.

So bin ich FAN von Armin Rossmeyer - mein Lieblingsfernsehkoch ( http://www.rossmeier.de/), Dr. Hademar von Bankhofer - mein Lieblingsfernseharzt(http://www.prof.bankhofer.at/) und Wieland Backes- mein Lieblingstalkshowmoderator - (http://www.swr.de/nachtcafe/ueberuns/backes/index.html) gworden.

Vor allem letzterer, mit seiner Sendung "Nachtcafé", im SWR, hat es mir angetan.

So, und jetzt komme ich langsam - LANGSAM - zum Thema.
In der Sendung Nachtcafé werden wöchentlich neu, interessante, zum Teil "allgemeine, zum Teil aktuelle, Themen behandelt.
Das hier sind übrigens die nächsten Themen:
29. September 2006
Im Rampenlicht - mit Harald Schmidt, Helen Schneider, Cornelia Froboess, Daniel Küblböck
6. Oktober 2006
Tierische Begegnungen mit Kim Fisher
13. Oktober 2006
Bildung nur für Reiche?
So, jetzt bewege ich mich schneller auf mein eigentliches Thema hin. Neulich gab es eine Sendung zum Themenspektrum Treue. und das möchte ich hier gerne mal aufgreifen!

Zur Definition, a la Leòn:


Der Begriff Treue leitet sich ab von gotisch triggws; im Altenglischen taucht er als trýwe, im Neuenglischen als True auf. Er leitet sich von indogermanischen Wurzeln ab, wie. derw-, drew- und dru.
Aus dem Althochdeutschen ist der Begriff als triui, und aus dem Mittelhochdeutschen als triuwe überliefert.
Der Begriff hat die selben Wurzeln wie Baum (drĕvo, russ. derevo „Baum“, gotisch triu, altenglisch. trow, neuenglisch . tree. Im Slawischen: : dory = Eiche
In manchen deutschen Baumnamen taucht das Wort heute noch auf: Wachol – DER, Hollun – DER.
Treue, bzw. „treu sein“ kommt also von stark wie ein „Baum, Eiche“, zuverlässig etc. .

Der Begriff hat in den letzten Jahrhunderten Bedeutungswandel durchgemacht.



Zur Definition a la Wikipedia:

Treue ist eine Tugend, die auf Vertrauen und/oder Loyalität basiert. Sie drückt die Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen oder gegenüber einem Kollektiv aus, ist aber nicht unbedingt ein Indikator dafür, dass sie einen würdigen Gegenstand hat.

Oft wird sie durch Gegenstände der materiellen Kultur symbolisiert, z. B. den Ehering.

Eng verwandt mit dem Begriff der Treue ist der Begriff Vertrauen (englisch trust), Trauung, Trauschein, Trost und Loyalität. Die französische Sprache hat das Wort für Waffenstillstand (la tregua oder la trêve) übernommen.

Ihr Gegenteil ist die Untreue, verschärft der Treubruch und Verrat
Gegenseitige Treue
Treue ist relevant bei längerfristiger sozialer Nähe von Mitgliedern in hochpersönlichen Institutionen wie z. B. in der Freundschaft, Partnerschaft oder Ehe.

Eine besondere Form ist hier die "Treue zu sich selbst", man steht dann zu seinen Vorlieben oder zu seiner Vergangenheit.


Treue zwischen Individuen und Gruppierungen
Treue tritt auf bei der stetigen Zugehörigkeit einer Person zu einer Organisation (z. B. auf Grund langjähriger Mitgliedschaft in einem Verein, die Vereinstreue), zu einer Institution (z. B. die Kirchentreue) oder zu einem Arbeitgeber (die Firmentreue). Der Soziologe Homans hat hier die These aufgestellt: Je häufiger der Kontakt, desto intensiver die emotionale Beziehung.

Umgekehrt konstituiert sie auch die Erwartung der Treue an den Einzelnen: "Einer für alle, alle für einen." Wird diese Wechselwirksamkeit der Treue enttäuscht, kann der Akteur innerlich oder äußerlich dieses Treueverhältnis kündigen (soziologisch: "Exit"). (Wer mag noch auf Nationen bauen, man habe noch so viel für sie getan. - Goethe, Faust I, Walpurgisnacht) Eine dennoch anhaltende Treue des Einzelnen wird ggf. als "hündische Treue" bezeichnet - vgl. Argos (Hund).


Treue der Gruppierungen untereinander
Sie kann sowohl wechselseitig zwischen Oben und Unten bestehen (Beispiel: Vasallenschaft, vgl. Feudalismus), als auch zwischen formal gleichgestellten Institutionen (Beispiel: "Entente cordiale"). Da kollektive Akteure durch ihre interne Entschließungsfindung nach außen oft 'erratisch' zu handeln scheinen, ist sie eine fragile Form der Treue.
Hier wurden ja schon eine Menge Aspekte angerissen. Mich würde weiterhin interessieren, welche Bedeutung der Begriff heute hat und, wo er sozu sagen "präsent wird" und welche Erscheinungen es dafür gibt.

Gibt es zum Beispiel noch so etwas wie die alte "Triuwe" zum Lehnsherren?


Herzliche Grüße von
Leòn

Treue - Bedeutung und Phänomene

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Da sind wohl nicht viele Treue-Definitionen übrig geblieben:

- Treue durch Versorgung
- Treue durch Integration
- Treue durch Versprechung
- Treue durch Dummheit

Der Hund ist seinem Herrchen Treu wie der Arbeiter seinem Geldgeber. Solange der Napf gefüllt wird ist die Treue gegeben und ansonsten muss man sich halt neu orientieren oder verhungern. Da heute kaum noch etwas für die Ewigkeit oder über Generationen haltbar ist verliert sich hier die Spur in dünn gewebter Romantik. Wo wir dann schon bei den Dummtreuen oder Naivtreuen sind die teilweise recht kalkühl die Treue als Schutzschild oder Synonym für Sicherheit laufen lassen aber zum größten Teil irgendwann irgendwie irgendwo betrogen werden. Sie merken es aber nicht weil Ihr eigene Treue diesen Faktor ausschliesst. Man ist halt noch dem Zahnarzt, der Tankstelle und dem letzten Tante Emma Laden in Deutschland treu und ansonsten regiert die Treuheitsdebatte auf den Plakaten der großen Payback Erfinder. Wenn auch künstlich aber auch eine Form von erzwungener Treu die es doch immer ist, oder ?

Treue - Bedeutung und Phänomene

ostseeola ist offline
Beiträge: 218
Seit: 03.08.06
eine erscheinung....es gibt auch sowas wie unbewußte oder besser unterbewußte treue. man ist z.b. einer person treu, weil sich irgend ein hebel im hirn, eine synapse oder sonstwas irgendwo angedockt hat. das muß gar nichts mit körperlicher treue zutun haben. ein tiefenpsychologischer prozess sozusagen. das kann völlig gegen unseren willen laufen und doch sind wir machtlos dagegen. ansonsten finde ich treue nicht unbedingt altmodisch. wenn man nicht darunter leidet, kann es doch was sehr schönes sein. natürlich empfinden wir treue heut zwangsläufig eher als last. unsere ganze gesellschaft ist ja auf vergänglichkeit aufgebaut, eigentlich in allen bereichen. beim thema treue kommt man eben auch schnell zum thema werte.


besagte sendung nachtcafe kenne ich ja gar nicht? eine meiner lieblingssendungen ist das nachtstudio:http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,...021354,00.html
anscheinend dasselbe in grün. leider schlafe ich ja immer dabei ein. ist eben zu spät. bei armin rossmeyer kann ich aber doch nicht stillsitzen......auch wenn es hier gar nicht hingehört. ich würde sagen, der schlechteste fernsehkoch überhaupt und somit auch schon wieder sehenswert, nicht nur wegen seinem absurden styling!

Treue - Bedeutung und Phänomene

Oregano ist offline
Beiträge: 63.694
Seit: 10.01.04
Ich denke, Treue ist vor allem eine psychisch-geistige Haltung. Wenn aus dieser Haltung heraus jemand dann auch körperlich in einer Beziehung treu ist: - kann sehr schön sein, kann aber auch in Hörigkeit ausarten, die letztlich niemandem gut tut sondern zerstörerisch ist.

Je mehr ich hier von "Treue" lese, desto unklarer wird mir der Begriff in Bezug auf jemand anderen. Dafür scheint mir Treue sich selbst gegenüber viel wichtiger. Damit meine ich in
- einer Beziehung: wenn ich mich fürchterlich verbiegen muss, um meinem
Partner(in) treu zu bleiben, dann ist in der Beziehung wahrscheinlich etwas
sehr schwierig und ich sollte überlegen, ob sie so haltbar ist.
- Bezug auf eine Idee: auch hier gilt: wenn ich der Idee über die Leiche
meiner Überzeugungen treu bleibe, dann muss ich auch diese Beziehung
überdenken (Beispiel: 3. Reich, z.B. die Person von Goebbels und seine
Familie).
- aus Gewohnheit: dann ist das keine Treue mehr für mich sondern eher
Bequemlichkeit und vielleicht auch Resignation. Da könnte ich mir als Beispiel
die "Treue"zu einer Kirchengemeinschaft vorstellen, obwohl ich mich inner-
lich schon längst davon entfernt habe.

Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

Treue - Bedeutung und Phänomene

phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Wie ich aus mancher der obigen Definitionen herauslesen kann, scheint Treue ein nach aussen gerichtetes Verhalten zu sein. Das dürfte für viele zutreffen, relativ zu ihrer geistig-seelischen Entwicklung, als Lebensschule quasi: ich bin jemandem treu, werde ent-täuscht, suche neuen Angelpunkt für Treue nach aussen. Wo bleibt da der ursprüngliche Begriffssinn, der auf "im Leben verankert sein" hindeutet?

Ein Mensch mit einer geistig-seelisch weiter fortgeschrittenen Entwicklung, wird sich mit seinen Ängsten sich selber und dem Aussen gegenüber immer stärker auseinandersetzen und so zum Schluss kommen, einzig und allein sich selber treu zu sein.

Dass dies dann nicht wirklich den Interessen von Wirtschaft, Gesellschaft, Religion, Staat und Partner entspricht ist in der heutigen Zeit so. Daher ist sich selber treu sein eine Schneide, wo sich trennt, wer zu sich selber steht und wer sich gegen sich und für das im Aussen Treusein entscheidet. Ein sowohl-als-auch ist erst dann möglich, wenn dass Aussen einem "Sich-selber-treu-sein" nahekommt, was aber heute definitiv nicht der Fall ist, wie uns die Alltagsprobleme, die Schuldenwirtschaft, Arbeitslosigkeit, Armut, Umweltverschmutzung, Krankheiten illustrieren.

Wer seine Ängste aktiv angeht und ins Positive und Kreative wandelt, dem wird es weitaus leichter fallen, zu sich selber zu stehen und zu finden und sich somit treu zu sein. Aber Achtung, man könnte unterwegs eine "Erleuchtung" erfahren.

Sich selber treu zu sein ist weniger ein einfacher, denn ein oftmals schwieriger doch im Sinne der Lebensschule lehrreicher Weg. Der Satz "Nur tote Fische treiben mit dem Strom." zeigt dies beispielhaft.

Eine sich selber treue Seele wird man eher unter einer Brücke schlafend finden, als im Olymp unserer gesellschaftlich Arrivierten.

Sich selber nicht Treu-Sein, also sich selber Ver-un-treuen, ist mit einer der hauptsächlichsten Gründe für Erkrankungen aller Art, ob auf Menschenkörperebene oder auf Natur- und Umweltebene. Für den, der sich selber treu ist, gibt es zudem keine Umwelt, sondern einzig eine Mitwelt.
In diesem Sinne gilt auch für den Menschen: naturtreu - naturwidrig, meiner Natur treu, meiner Natur zuwider.

herzlichst - Phil
__________________
herzlichst aus Trollhalden!

Treue - Bedeutung und Phänomene

soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi lieben,
ich schliesse mich Phil an.
man sollte erstmal untersuchen in wie weit man sichselber treu ist.
wie oft man sich verführen lässt,und dabei sichselber untreu ist.....
und wenn man sich erwischt das einem das passiert ist,wie geht man damit um?
kommt man nicht weiter dan entauschung,gefühle verraten zu sein ,wantrauen,oder nimmt man sich in den arm und sagt,ich kriege das hin,mich das nächste mal treu zu bleiben.es ist nicht schlimm.oder sogar nur um sich lachen und sagen ,he das hast du wieder gut hinbekommen.
alles hat sein funktion.auch wen man bemerkt ich war mich untreu,lernt man.
nichts ist so einfach wie es scheint,aber allen werden wir es lernen.
und dan dan ist es einfach.

liebe grüsse Soul

Treue - Bedeutung und Phänomene

Notoo ist offline
Beiträge: 420
Seit: 31.07.06
Zu Treue gehört unbedingt das Wort vertrauen. Also ohne jemanden zu kontrollieren, im nachzuspionieren, ein Beziehungsverhältnis durch Treue aufrecht erhalten. Treue erleichtert damit vieles, angefangen von vielen dummen Fragen, die eine Beziehung stören könnten (wie : wo warst du gestern abend, was habt ihr gemacht, waren Frauen dabei usw.).

Treue ist in der Lage, in Beziehungen ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen.

Treue ist für eine Gemeinschaft unerläßlich, sei es eine Ehe oder eien Familie oder eine sonstige Gruppe: hier wird ein Gefühl der Verbundenheit erschaffen, man kann sich auf den anderen Partner verlassen. Wichtig wird Treue bekanntlich nicht in guten Zeiten, sondern in Zeiten des Unglücks: ein schlimmer Autounfall mit lebenslanger Behinderung, der Verlust des Arbeitsplatzes und der Abstieg in die Armut, Verfolgung durch Regimes, Ausgrenzung, oder der Fall in eine Depression, usw.: das sind Situationen, in denen man unbedingt die Hilfe anderer Menschen braucht, also auf ihre Treue zählt, daß sie zu einem halten und einen nicht verlassen.

Ohne Treue würden wir Menschen uns ständig anfeinden, gegenseitig kontrollieren wollen, keiner Aussage richtig glauben schenken und schließlich ganz alleine bleiben..

Jeder Mensch hat von Natur aus Treue gegenüber Sachen/Personen/Ideen, die er mag, die er zum Leben braucht.

Ach ja, was mir noch einfällt: Treue schafft beim Menschen ein Gefühl der Beruhigung oder sogar ein Gefühl des Glücks: zum Beispiel wenn ein Ehepartner alleine für lange Zeit verreisen muß. Haustiere, die dem Menschen treu sind, können wahre Wunder bewirken im Hinblick auf den Einfluß auf die Psyche des Menschen. Sie können ihm ein Gefühl der Wertschätzung verleihen udn sogar eine innere Krise abmildern helfen.

Treue wird zur Qual, wenn man es nur um ihrer selbst Willen macht. Wenn der Anlaß, jemandem treu zu sein, nicht mehr gegeben ist, sollte man sich davon sofort lösen. (z.B. Treueschwur für einen Diktator, der seine Soldaten trotz aussichtloser Lage in den Tod schickt... wir kennen das ja allzu gut aus deutscher Geschichte).

Also ganz kurz: Treue sollte dann rückgängig gemacht werden, wenn der andere dagegen verstößt oder Treue mißbraucht, um einen zu erpressen (zum Beispiel um Geld aus einer Freundschaft zu bekommen..) oder wenn die Treue zum eigenen Nachteil wird bzw. ins eigene Verderben führt.

Man könnte noch so viel schreiben:P

Treue - Bedeutung und Phänomene

Mike ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 16.02.05
Jaja,

und weil das Prinzip Treue auch so gut funktioniert gibt es hinter jeder Gefühltreue auch den Vertrag und hunderttausende Anwälte die diese vertreten.

- Ehevertrag
- Arbeitsvertrag
- Versicherungsvertrag (damit die Untreue auch richtig weh tut!)

leider sind wir Bestrafungswesen und lernen nur aus dem Schmerz. Somit hat die Treue als Instrument für den Gegenbeweis (der neuerdings täglich erbracht wird!) schon Ihre Berechtigung. Die einen lernen es früh das es wichtig ist einen Vertrag zu haben den man mit der Hilfe Dritter vor Gericht einklagen kann und andere lernen es garnicht. Was in der Treue zählt ist der Fingerabdruck (Unterschrift) und ein paar Tränen der Freude oder der Trauer und das auch nur solange wie man fühlen kann.

Es sind nur Gefühle und die werden an allen Ecken und Enden strapaziert bis zum Kollaps. Wir lieben schliesslich auch Mac Donalds und die Lebensmittel bei Edeka oder unsere Rostlaube bzw. die Arbeitsstätte. Da bleibt nicht viel potentielles Gefühl für den engsten Kreis der uns mit Nähe füttert.
Die Treue die wir heute wahrnehmen können resultiert zumeist aus Angst oder einer anderen Form der Zwangstreue. Echte "gewachsene" Treue findet man heute noch nicht einmal im Familienverband mehr was die vielen Altersheimbewohner und sonstig verstoßenen oder vergessenen Menschen bezeugen können.

Dafür hat diese Gesellschaft langsam neue Werte die sich Sicherheit schimpfen aber nicht viel damit gemeien haben. An diese Werte wird sich geklammert bis Sie sich völlig in Luft aufgelöst haben. Was da bleibt sollte an sich besser nicht als Vorbild nehmen und doch versuchen viele sich ein bisschen Treue zu kaufen. Eine geniale aber ungeschickte Verankerung mit Glaubenssätzen einer ganzen Generation "Warentest".

Wer was "echtes" will muss lernen sich fallen zu lassen um dann zu schauen ob da jemand ist der einen auffängt. Das schafft zur Zeit, glaube ich, niemand. Die Überrraschung wird also nicht sonderlich groß sein wenn man unbehelligt auf das kalte Pflaster der Realität klatscht und die Menschen noch eilig über einen drüber steigen.

Dummtreu ist sicher auch eine Form von Treue!

um einen wichtigen Satz mal so zu schreiben wie es ist müsste es korrigiert heissen: ohne Treue feinden wir Menschen uns ständig an, wollen uns gegenseitig kontrollieren, schenken keiner Aussage richtig glauben und sind schlussendlich ganz alleine...

vielen Dank für die Steilvorlage!

Treue - Bedeutung und Phänomene

soullove ist offline
Beiträge: 719
Seit: 02.05.06
hi lieben,

Treue ist in der Lage, in Beziehungen ein Gefühl der Sicherheit zu schaffen

Ich kann mit diese aussage nicht viel anfangen.
Wer kan schon so ein sicherheit anhängen?
Es ist ein aussage wovon man weiss das es gesteuert wird durch angst für verletzung.
Man sollte sich fragen was der angst ist die hier hinter steckt.
noch wichtiger,welche art von treue meint man hier.
Wenn man in libe lebt,möchte man nur das der ander an sich reu ist,und ein selber an sich.
jedem andere erwartungshaltung führt zu verletzung,weil es dan noch was zu lernen gibt über den begriff liebe eher dan.
man möchte doch das jedem in ein beziehung sein erfahrung macht,wie diese auch aussieht?

liebe grüss Soul

Treue - Bedeutung und Phänomene
Weiblich KimS
... neben die Phil-osofische Sichte auf die Treue in diesem Thread, wo ich im Moment wenig zuzufügen oder abzustreiten hätte, gibt es in Bezug auf Treue auch noch was aus eine andere, die Biologische Sicht zuzufügen:

Das Hormon Oxytozin oder Oxyocin, werd auch das Treuehormon genennt, werd u.A. freigesetzt bei liebevolles Körperkontakt, dass allerdings länger als 20 seconden andauern müsste um die Freisetzung des Hormons zu bewirken... es erzeugt u.A. Glücksgefühle, Gefühle des Vertrauens, Geborgenheits und Wohlbefindens...

Auch in der Intimität spielt Oxytocin eine wichtige Rolle. Es wird bei Zärtlichkeiten und beim Geschlechtsverkehr im Gehirn freigesetzt und hat opiumartige Wirkungen (Euphorie, Beruhigung). Es wird angenommen, dass die Freisetzung von Oxytocin stabilisierend auf eine Beziehung wirkt. Aufgrund dieser Wirkung auf zwischenmenschliche Beziehungen wird Oxytocin auch als Treuehormon bezeichnet. Bei einer Reihe von Säugetierarten zeigen dem Oxytocin ähnliche Substanzen vergleichbare Wirkungen auf Paarungs- und Aufzuchtverhalten von Jungtieren.

Babys produzieren nach dem Nuckeln und Erwachsene nach einem Orgasmus Oxytocin, welches bewirkt, dass sie danach müde werden und oft auch einschlafen.
quelle (und weiteres): Oxytocin – Wikipedia

und
Oxytocin - News-Ticker - APhS

Und, wenn man als Frau nicht direkt begeistert ist wen Männlein nach ein Erotisches zusammensein fast instanan einschläft, auch Schläfrichkeit scheint durch dieses Hormon verursacht zu werden...

Auch richtig Küssen setzt dieses Hormon frei:

Intelligentes Leben Blog Archive Richtig Küssen

Nicht nur bei Tierart Mensch gibt es Treue, auch bei vielen Tierarten ist es zu beobachten, und nicht nur für die Dauer der Erziehung des Nachwuchses... Auch wurde bei Tiere beobachtet wie Verlust des Partners, eigentlich ein anderes Thema, aber anderseits nah verbunden an das Phänomen Treue, deutlich negative Folgen hatte, u.A. festgestellt durch durch erhöhte freisetzung von Stresshormone.

In die Evolution enstand dieser Hormon erst bei die Entstehung der Säugetiere, wo wieder das Fenster zur philosophischen Betrachtung für's Phänomen Treue offen steht...

Es ist meiner Meinung und Erfahrung nach bestimmt nicht nur was Körperliches, Biochemisches, die Treue . Doch auf viele Fragen findet man die Antworten auch durch beobachtung der Natur...

Liebe Grüsse
Kim

Geändert von KimS (06.04.08 um 07:40 Uhr)


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