Wurde verlassen - Schuldgefühle!

05.01.09 22:24 #1
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wurde verlassen - Schuldgefühle!
Männlich Sternenstaub
Liebe Joey,
so dumm es sich anhören mag, es ist alles eine Frage der Gedanken, die sich im Festhalten Transformieren und so zu keiner anderen Sichtweise beitragen können, da in der Fesselung die Unfreiheit liegt um das gesamte wahrnehmen zu können, also all die anderen Dinge, die im Leben noch vorhanden sind!

Von einer Fesselung der eigenen Gedanken kann man sich nur befreihen, indem man losslassen kann, dies, so erscheint es mir ist der richtige Weg, wenn du fähig bist diesen zu gehen!

Ja, du schaffst dies schon!

wurde verlassen - Schuldgefühle!

joey ist offline
Themenstarter Beiträge: 89
Seit: 05.01.09
Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
Lieber Joey,

da wundert es mich nicht dass du dich so schlecht fühlst. Diese Gedanken laufen bestimmt schon fast von alleine, stimmts?
Ja, kann man so sagen. Oft ist es so, dass diese Gedanken morgens beim Aufwachen schon in mir sind. Automatisch.

Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
Mir fällt auf dass du nicht darüber nachdenkst wie du aus dieser scheußlichen Situation wieder heraus findest. Es dreht sich alles um dieses: aber ich bin schuld dass es so gelaufen ist, und das kann und will ich nicht akzeptieren, schon gar nicht abhaken oder loslassen. Warum willst du das nicht? Soll das etwas deine Strafe dafür sein?
Sehr richtig erkannt! Die Sache ist für mich nicht abgeschlossen und kann ich damit nicht verarbeiten. Die erste Zeit habe ich das oft gesagt/gedacht. "Das kann es nicht gewesen sein", "Das ist nicht abgeschlossen".... Für mich ist das ganze irgendwie "unfertig". Schwer zu erklären, aber es ist doch nichts gravierendes vorgefallen, dass eine Fortführung unmöglich gemacht hätte. Hätte ich sie betrogen, dann hätte ich mir das vorgeworfen, aber mir wäre klar gewesen, dass ihr keine andere Möglichkeit blieb als die Sache zu beenden. Ich finde, dass man auf jedenfall über die Dinge, die sie am Ende beklagt hat, hätte reden können. Das waren keine Dinge die man nicht hätte in den Griff bekommen können. Kein Wunder das dann so schnell Beziehungen zerbrechen.

Als es vorbei war, habe ich auf drängen (dumm genug) ein Gespräch mit ihr bekommen, welches aber nicht so lief, wie ich es mir vorgestellt habe. Sah sie sogar selbst so. Für mich war dieses Gespräch die Hoffnung die Sache irgendwie abhaken zu können. All meine Fragen beantwortet zu bekommen und es dann zu akzeptieren. NUR, das Gespräch lief nicht so und ich hatte bis dahin noch nicht genug Zeit zu reflexieren und die richtigen Fragen zu stellen.

Ich frage mich heute noch was das alles sollte. Ich meine, ich war es doch nicht der so viele Liebes- und Treuschwüre machte, soo oft sagte wie glücklich er sei, immer wieder klar machte wie wichtig gewisse Dinge sind, wie toll alles läuft und herausgestellt was uns verbindet. Das ging ja lange alles stark von ihr aus. Was sollte das dann alles? Was sollten die Aktionen die sie kurz bevor Ende war, noch ausführte, obwohl sie über das Ende nachdachte? Habe schon oft gedacht "ich brauche ein offenes und ehrliches Gespräch mit ihr um alles für mich zu klären und abschließen zu können", aber das wird es nicht geben. Es ist einfach die Art und Weise wie das ganze gelaufen ist, die ich einfach nicht abschließen kann.

Und, ja der Aspekt mit der Strafe ist auch gut. Ich wurde eigentlich heftig genug mit dem Verlust bestraft, aber das was danach kam (also Gefühle, Gedanken usw.) sind ja noch eine schwerere Strafe. Ich habe oft auch gedacht "du bist selbst Schuld und du gehörst bestraft". Mag sein das ich mich selbst bestrafe, aber ich habe es auch nicht besser verdient, denke ich mir.

Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
Darf ich dir etwas über mich erzählen? Nun, ich tu´s einfach.
Als ich zwischen 15 und 20 Jahre alt war habe ich eine Menge Bockmist gebaut, salopp gesagt. Ich habe mir selber einige gute Wege verbaut, für immer. Ich habe auch einigen Menschen weh getan. Das war auch "meine Schuld". Doch damit konnte ich ganz gut umgehen. Ich habe es zwar bereut, und öfter gedacht wie schlecht ich mich damals verhalten habe, aber es war ganz gut zu "händeln".
Nur eines von den Dingen die ich tat war und ist eigentlich unverzeihlich. Ich habe das Leben eines Menschen zerstört, unwiederbringlich und restlos, ohne es jemals wieder gutmachen zu können.
Das ist etwas, das ich mir nicht verzeihen konnte, lange Jahre nicht. Weder dies zu verdrängen hat geholfen, noch das schmerzvolle Grübeln darüber. Wie oft habe ich schon gedacht: hättest du damals nicht... wie konntest du nur so gedankenlos sein, so selbstsüchtig. Wenn , dann....

Nun, auch damit konnte ich nichts rückgängig machen. Das Einzige was mir mit diesem Verhalten gelang war, mich kaputt zu denken. Unglücklich zu denken. Und ganz nebenbei machte ich neue Fehler, unbemerkt von mir, weil ich so in meinen Grübeleien über die Vergangenheit gefangen war. Ich war nicht "ganz da", meine Aufmerksamkeit war nicht im Heute. Ich sah nicht wenn mich jemand brauchte, Hilfe wollte von mir. Ich sah nicht wenn mich jemand als Freund gewinnen wollte, ich hatte für solche Dinge keinen Platz neben meinen Grübeleien.

Dies zu bemerken war mein großes Glück, ich habe mich drangemacht das Loslassen zu lernen. Ich habe gelernt mir meinen unverzeihlichen Fehler zu verzeihen. Was ich getan habe, das habe ich getan. Und die Konsequenzen daraus sind einfach da, auch das akzeptiere ich heute. Ich bemühe mich darum aufmerksam zu sein und darauf zu achten dass mir keine solch gravierenden "Fehler" mehr passieren.

Ich will dir einfach aufzeigen dass man das Loslassen, das sich Verzeihen, lernen kann. Es ist mühsam und erfodert eine Menge Geduld. Aber es ist machbar.
Das ist schön, dass du es für dich abschließen konntest. Ich habe Respekt davor. Ich habe auch großen Respekt davor, schlimmere Dinge wie meine, abschließen zu können. Nur, ich bin noch lange nicht so weit. Das ist irgendwie so, als ob mein "Lebenswerk" vernichtet ist.




Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
Was da abgeht sind deine Gedanken über etwas, dass schon lange in der Vergangenheit verschwunden wäre, würdest du es nicht immer wieder hervorholen.
Aber es ist einfach da, weil ich die Sache, so wie sie gelaufen ist, nicht abschließen kann. Ich muss das für mich irgendwie "klären" um es abschließen zu können, aber es geht nicht. So ist es auch, wenn ich Streit mit jemandem habe. Ich muss die Sache klären, ansonsten gebe ich irgendwie keine Ruhe.


Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
Liebe Joey,
so dumm es sich anhören mag, es ist alles eine Frage der Gedanken, die sich im Festhalten Transformieren und so zu keiner anderen Sichtweise beitragen können, da in der Fesselung die Unfreiheit liegt um das gesamte wahrnehmen zu können, also all die anderen Dinge, die im Leben noch vorhanden sind!

Von einer Fesselung der eigenen Gedanken kann man sich nur befreihen, indem man losslassen kann, dies, so erscheint es mir ist der richtige Weg, wenn du fähig bist diesen zu gehen!

Ja, du schaffst dies schon!
Es sind meine Gedanken und meine Gefühle. Ich kann beides einfach nicht abstellen, weil wie gesagt die Art und Weise wie alles lief, mich immer beschäftigt. Für mich ist das einfach nicht zu verarbeiten.

Geändert von joey (16.04.09 um 08:58 Uhr)

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Guten Morgen Joey,

egal wie lange du dich noch "selbst bestrafst", es wird dich nicht ruhiger machen. Und es wird auch niemanden geben der dir dann sagt: nun hast du genug gelitten, es ist vorbei!
Du bist derjenige, der dies sagen kann. "Es ist genug, ich bin doch eigentlich kein schlechter Kerl."
Sieh dir doch mal deine guten Eigenschaften an. Was magst du denn an dir? Diese Dinge zu betrachten stärkt sie noch mehr. Und es gibt einem Freude.

Das ist schön, dass du es für dich abschließen konntest. Ich habe Respekt davor. Ich habe auch großen Respekt davor, schlimmere Dinge wie meine, abschließen zu können. Nur, ich bin noch lange nicht so weit. Das ist irgendwie so, als ob mein "Lebenswerk" vernichtet ist
Ja, das kann ich schon verstehen. Nur eines ist sicher: es gibt nicht DAS Lebenswerk. Dieses Leben ist erst zuende wenn du stirbst. Und vorher gibt es viele, viele neue Erlebnisse und Erfahrungen. Und je nachdem wie wichtig du sie nimmst, werden sie zu (d)einem Lebenswerk.

Aber es ist einfach da, weil ich die Sache, so wie sie gelaufen ist, nicht abschließen kann. Ich muss das für mich irgendwie "klären" um es abschließen zu können, aber es geht nicht. So ist es auch, wenn ich Streit mit jemandem habe. Ich muss die Sache klären, ansonsten gebe ich irgendwie keine Ruhe.
Wenn du nicht abschließen kannst, weil dir die letzte Klärung fehlt, da gibt es schon eine Möglichkeit wie dir das auch ohne das Zutun deiner Ex-Freundin gelingen kann.
Viele Menschen die noch etwas "offen" haben mit jemandem, der aber inzwischen verstorben ist, die wenden dies auch an.
Schreibe ihr Briefe. Einen oder mehrere, je nachdem wie lange es dich noch beschäftigt. Schreibe ihr alles was dich bewegt, alle deine Fragen. Schreibe einfach alles auf was dich beschäftigt. Nur - schicke diese Briefe nicht ab! Bewahre sie auf, sammle sie. Lies sie immer wieder mal durch, und schreibe erneut wenn sich neue Dinge auftun, dich neue Fragen beschäftigen oder du ihr etwas erklären und mitteilen möchtest.

Es kann sein dass da ein ganz dicker Packen an Briefen zusammenkommt. Aber das macht nichts. Versuch es doch mal und lass dich darauf ein.

liebe Grüße von hexe

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Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Ich kann den Tipp von Hexe, mit dem Briefe schreiben, nur bestätigen. Das habe ich auch einmal gemacht, weil ich in einer Situation steckte mit der ich nicht fertig wurde.

Das schreiben tut gut und erleichtert. Man kann zumindest seine Meinung kundtun und auch ohne vorbehalte schreiben was man fühlt und warum man so fühlt.

Spannend ist es nach einer Zeit die Briefe wieder zu lesen. Man stellt dann fest, das man sich verändert, das der Blickwinkel sich verändert und das das was eine belastet hat schwächer wird, ja sogar zu einer Stärke wird.

Grüsse von Juliette

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Manuela ist offline
Beiträge: 1.510
Seit: 31.03.08
Hallo Joey,

den Tipp von Hexe und Juliette mit dem Briefeschreiben finde ich klasse. Egal welche Sorgen und Kummer man hat, man kann es einfach besser verarbeiten und bekommt neue Perspektiven.

Du bist noch jung und kannst Dir immer wieder neue Ziele setzen und daraufhinarbeiten. Gib dir einen Ruck, damit Du neue Energie bekommst. Jetzt wo das Wetter schön ist, hast Du so viele Möglichkeiten etwas zu tun, was Du gerne machst oder auch vielleicht schon immer mal ausprobieren wolltest.

Die Zeit kann man nicht zurückdrehen, das weißt Du ja selbst. Aber mir selbst hat dieser Gedanke, dass es so ist, schon oft geholfen und ich bin guten Mutes an ein Problem herangegangen.

Nur Mut, Du schaffst das.

Liebe Grüße Manuela

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joey ist offline
Themenstarter Beiträge: 89
Seit: 05.01.09
Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
Guten Morgen Joey,

egal wie lange du dich noch "selbst bestrafst", es wird dich nicht ruhiger machen. Und es wird auch niemanden geben der dir dann sagt: nun hast du genug gelitten, es ist vorbei!
Du bist derjenige, der dies sagen kann. "Es ist genug, ich bin doch eigentlich kein schlechter Kerl."
Sieh dir doch mal deine guten Eigenschaften an. Was magst du denn an dir? Diese Dinge zu betrachten stärkt sie noch mehr. Und es gibt einem Freude.
Das es mir nicht hilft, weiß ich, nur habe ich es in meinen Augen nicht besser verdient. Ich weiß ja das es ein Teufelskreis ist, aber aus solchen Dingen kommt man nicht einfach raus. Ich hatte auch schon Phasen in denen es mir etwas besser ging und ich aktiv versuchte auszubrechen, aber ich breche immer ein, da sich nichts wirklich ändert und vor allem das geschehene sich nicht ändert. Das geht ja einher mit diesem "mein Lebenswerk zerstört". Nachdem was passiert ist, ging so viel bei mir kaputt das die Zukunft sinnlos erscheint, da ich ja schon so viel zerstört habe. Vielleicht erklärt es das etwas.



Die Idee mit den Briefen habe ich Anfangs auch in die Tat umgesetzt. Ich habe oft meine Gefühle runtergeschrieben, aber irgendwann kam der Punkt an dem ich dachte "so hört es nie auf, wenn du immer noch alles niederschreibst". Daher hatte ich aufgehört. Aber aufhören tut es so auch nicht.


Der Knackpunkt liegt wohl einfach darin, dass ich es nicht begreifen kann und will wie alles gelaufen ist. Ihre Entscheidung habe ich akzeptiert, aber den Verlauf und die Art und Weise der Vorgehensweise nicht. Ich kann es wohl nicht akzeptieren und das macht mich fertig. Und es einfach hinzunehmen gelingt mir nicht, da es zuviel Negatives für mich einbrachte.

Diese innere Unruhe und die ganzen von mir beschriebenen Gefühle machen einen fertig. Nur aus oben genannten Gründen kann ich sie nicht besiegen. Ich weiß nicht wo das alles enden wird. Irgendwie hoffe ich, dass irgendwann mit der Zeit es vorbei ist......traurig aber wahr, dass ist meine Lebensmotivation. Wer mich vor über einem Jahr gesehen hat, der würde das wohl nicht für möglich halten.

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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo Joey,

Ich weiß ja das es ein Teufelskreis ist, aber aus solchen Dingen kommt man nicht einfach raus. Ich hatte auch schon Phasen in denen es mir etwas besser ging und ich aktiv versuchte auszubrechen, aber ich breche immer ein, da sich nichts wirklich ändert und vor allem das geschehene sich nicht ändert. Das geht ja einher mit diesem "mein Lebenswerk zerstört". Nachdem was passiert ist, ging so viel bei mir kaputt das die Zukunft sinnlos erscheint, da ich ja schon so viel zerstört habe. Vielleicht erklärt es das etwas.
ich denke ich verstehe schon wie du das meinst. Und ich verstehe auch, dass es nicht so einfach ist das hinter sich zu lassen.
Weisst du, wenn du in den Phasen in denen du "auszubrechen versuchst", wenn du da immer mit einem Auge zurückschielst, und dann möglichst noch dieselbe Situation von damals wieder zurückhaben willst, das wird so nicht gehen. du wirst niemals wieder an diesen Ausgangspunkt hinkommen, an dem du vor diesem Zusammenbruch warst. Egal was du tust oder nicht-tust. Dein Ausgangspunkt ist heute ein völlig anderer. Und zwar genau dieser Joey mit allem drum und dran der du gerade hier und jetzt im Moment bist. Nur von hier aus kannst du beginnen, nur von hier aus deine nächsten Schritte machen. Darüber lohnt es sich nachzudenken, finde ich. Dann siehst du, dass du gerade heute, hier und jetzt deine Zukunft mit bestimmst, du formst sie dadurch was du heute tust, denkst. Darauf zu achten, sich darauf zu konzentrieren, das würde dir eine ganz andere Sichtweise geben. Ist es nicht schön zu wissen dass man sein Leben nicht durch frühere Fehler ein für alle Mal festbetoniert hat? Tut es nicht gut zu wissen dass man heute alles in der Hand hat, weil sich das Leben durch die ständige Veränderung in der es sich befindet, in die Richtung formt die du ihm heute gibst? Eröffnet das nicht große Möglichkeiten in alle Richtungen?

Schau mal hier rein, vielleicht magst du diese kurze Übung von Leòn täglich anwenden. Ich denke sie würde die Energie und Kraft zurückbringen die dir im Moment fehlt. http://www.symptome.ch/vbboard/erleb...eis-kraft.html

Zu den Briefen: vielleicht hast du zu früh aufgegeben, mit dem Schreiben? Oder die falschen ERwartungen daran geknüpft? Was hast du dir denn erwartet, als du die Briefe geschrieben hast? Was sollten sie bewirken?

liebe Grüße von hexe

wurde verlassen - Schuldgefühle!

pita ist offline
Beiträge: 3.142
Seit: 08.04.07
Hallo joey

Wenn aufschreiben hilfreich ist, überlege dir, ob es ev. gut wäre, die Briefe anschliessend "rituell" zu verbrennen, statt daran festzuhalten.
Das wäre ev. ein Weg vermehrt loszulassen.

Liebe Grüsse
pita

wurde verlassen - Schuldgefühle!
Anne B.
Hallo joey,

vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit für dich?

"Liebeskummer ist heilbar"

Liebe Grüße, Anne

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joey ist offline
Themenstarter Beiträge: 89
Seit: 05.01.09
Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
....Darauf zu achten, sich darauf zu konzentrieren, das würde dir eine ganz andere Sichtweise geben. Ist es nicht schön zu wissen dass man sein Leben nicht durch frühere Fehler ein für alle Mal festbetoniert hat? Tut es nicht gut zu wissen dass man heute alles in der Hand hat, weil sich das Leben durch die ständige Veränderung in der es sich befindet, in die Richtung formt die du ihm heute gibst? Eröffnet das nicht große Möglichkeiten in alle Richtungen?
Ich sehe mehr den Verlust. Das was verloren wurde und ich falsch gemacht habe. Das ist vielleicht auch eine Einstellungssache, muss ich zugeben. Das kommt wohl einfach auch von meinem denken alles möglichst gut machen zu wollen. Wenn dann was falsch läuft und ich sogar noch verantwortlich dafür bin, dann haut mich das total um. Ich habe einfach Probleme die Situation so anzunehmen wie sie jetzt ist.


Zitat von Hexe Beitrag anzeigen
Zu den Briefen: vielleicht hast du zu früh aufgegeben, mit dem Schreiben? Oder die falschen ERwartungen daran geknüpft? Was hast du dir denn erwartet, als du die Briefe geschrieben hast? Was sollten sie bewirken?

liebe Grüße von hexe
Wie geschrieben, ich dachte ich komme dann nie aus dem denken raus, aber naja, ich komme es auch so nicht. Meine Erwartungen waren, dass ich meine Gedanken einfach los werde. Einfach alles raus lasse. Nur irgendwann habe ich auch gemerkt "es ist sinnlos was ich hier tue. es wird keiner lesen und für mich ändert sich nichts". Es war auch ein Ventil mal etwas Ärger rauszulassen, denn das habe ich mich kurz nach der Trennung "nicht getraut", weil ich mit Fehler eingestehen und "gut zureden" an eine Rückkehr gehofft habe. Im Nachhinein wünschte ich, ich hätte ihr gegenüber auch mal meinem Ärger Luft gemacht.

Ob ich die Briefe behalte oder verbrenne macht für mich denke ich nicht viel Unterschied. Ich muss mir eingestehen, wohl nicht wirklich loslassen zu wollen u können.

Die Liebeskummer-Praxis ist leider in Hamburg was sehr sehr weit von meinem Wohnort entfernt ist.

Unfassbar wie ich mir in den Ar.... beißen könnte für meine Fehler. Einfach nur traurig wenn man sieht wohin das geführt hat. Ich war so ein Trottel!


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