PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

25.08.10 19:29 #1

Chronische Schmerzen, Leistungsdefizite, degenerative Prozesse, Krankheitsentstehung - die Rolle aggressiver Sauerstoff-/Stickstoffverbindungen; HWS-Instabilitäten als Auslöser von nitrosativem Stress
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Jessy78 ist offline
Beiträge: 252
Seit: 05.04.07
Hallo Ihr Lieben hier!

Melde mich nach langer Zeit mal wieder zurück und habe eine Frage an Euch.

Vielleicht kann mir da ja jemand weiterhelfen!?

Ich würde gern ein PET oder SPECT machen lassen wollen, um den Glucosestoffwechsel im Gehirn überprüfen lassen zu wollen.

Dr.Kuklinski meinte mal, dass da ein PET eher angezeigt ist, dieses jedoch nicht von der Kasse übernommen wird.

Das ist allerdings auch schon lange her.

Ein SPECT soll aber angeblich auch den Glucostoffwechsel im Hirn aufzeigen können.
Ist das richtig?

Und ist es nach wie vor so, dass ein SPECT von der Kasse übernommen werden kann???

Ich kann mich leider derzeit nicht durch's Netz schlagen, da mein Schwindel derzeit mal wieder ganz schlimm ist und ich mich kaum konzentrieren kann.

Also, was denkt Ihr? Eher PET oder SPECT? Und was wird noch von der Kasse übernommen??? Bin gesetzlich versichert.

Vielen Dank schon mal im voraus & liebe Grüße!
Jessy

PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Gleerndil ist gerade online
Beiträge: 2.053
Seit: 26.07.09
Hallo Jessy!

Also was ich weiß, ist es doch gerade das besondere der Positronen-Emissions-Tomographie, PET, solche und auch andere Stoffwechselvorgänge wie die Glucose-Aufnahme in Gehirn-Nervenzellen sichtbar machen zu können.

Bei mir wurde vor einigen Jahren ein PET gemacht, dafür ein SPECT "abgerechnet", und ich mußte also nur die Differenz selber zahlen. Keine Ahnung, ob sowas heut noch möglich ist.


Liebe Grüße an die Ostsee!

Gerd
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PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Karolus ist offline
Beiträge: 1.855
Seit: 29.05.08
Hallo Jessy

was besser ist und wie viel die gesetzliche Krankenkasse übernehmen würde, weiß ich leider nicht. Vor einigen Wochen hatte ich aber gelesen, dass PET oder SPECT - also eines von beiden, ich habe aber leider vergessen, welches von beiden - eine recht hohe radioaktive Strahlung haben soll, weswegen man eher das andere wählen sollte. Vielleicht wäre es ganz gut, auch das noch zu berücksichtigen.

Weiß jemand, wie das genau ist?

Gibt es denn nach einem Befund neue, weitere Therapieideen?

Liebe Grüße an die schöne Ostsee und v.a. schwindelarme und bessere Zeiten
Karolus
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Geändert von Karolus (26.08.10 um 21:49 Uhr)

PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Jessy78 ist offline
Themenstarter Beiträge: 252
Seit: 05.04.07
Hallo & Danke lieber Karolus

Ja, diese Strahlen, ich weiß...

Aber ich möchte es nun unbedingt mal angehen das Thema PET oder SPECT.

Wie gesagt, für mich ist wichtig, dass das die Krankenkasse bezahlt, weil ich es mir privat einfach nicht leisten kann...

Ich hoffe, hier kann mir noch irgendjemand weiterhelfen!!!

Liebe Grüße!
Jessy

ps: Sorry, dass ich noch immer nicht auf Deine nette Mailboxansage reagiert habe. Aber es hat sich privat ganz viel verändert, nur gesundheitlich eben nicht. Dazu mal mehr per PN!

Geändert von Jessy78 (27.08.10 um 10:51 Uhr)

PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Schutzengel22 ist offline
Beiträge: 113
Seit: 18.07.08
Hallo Jessy 78,

meine SPECT war 06/09 zum Glück Kassenleistung, ich denke, dass das
auch aktuell noch so ist !

Eine PET ist aussagekräftiger ( die Aufnahmen sind 3 D ) als bei der
SPECT. Eine PET ist IGEL und kostet ca 1200.- € ( evtl. Verhandlungssache ! ).

Ich wurde schon mehrmals vom Neurologen !!! gefragt, warum ich keine PET hätte

LG Schutzengel
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PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Schutzengel22 ist offline
Beiträge: 113
Seit: 18.07.08
@ Jessy, für die SPECT brauchst Du eine Überweisung vom NEUROLGEN !!!

Das war bei mir nicht ganz einfach, da ich " mehrere " Neurologen dies-
bezüglich aufsuchen musste. Und einige mir die simple Überweisung ver-
weigert hatten
Der Neuro der mir den " Schein " dann endlich aushändigte,
machte mir zu Bedingung, ich solle mir erstmal eine Klinik " suchen ", die die
Untersuchung durchfürhen würde.
Im Nachhinein gab er zu, dass er nicht damit gerechnet hatte, dass ich
einen Radiolgen finden würde. Also 1:0 auch mal für mich !!!

Viel Erfolg
Schutzengel
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PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Kate ist offline
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Seit: 16.11.04
Hallo Jessy,

ich habe vor einiger Zeit eine Recherche zum PET-CT gemacht, weil jemand aus meinem Umfeld wegen einer Krebserkrankung so eine Untersuchung machen lassen wollte. In Erinnerung blieb mir, dass das eine recht hohe radioaktive Belastung bedeutet - vor allem wohl durch das Kontrastmittel beim PET.

Diese Untersuchung wurde von einer - privaten - Krankenversichung, auf Antrag und mir der betreffenden Indikation, übernommen.

Hast Du das "große" Kuklinski-Buch? Dann schau mal auf Seite 62, da beginnt das (kurze) Kapitel 2.2.6 SPECT- und PET-Untersuchungen.

Dort steht auch etwas über die Untersuchungen und die Kostenübernahme. Ich schaffe es im diesem Moment nicht, das durchzulesen und hier zusammen zu fassen.

Liebe Grüße
Kate
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PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Kate ist offline
Moderatorin
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Beiträge: 8.802
Seit: 16.11.04
Hallo Jessy

Zitat von Schutzengel22 Beitrag anzeigen
Eine PET ist IGEL und kostet ca 1200.- € ( evtl. Verhandlungssache ! ).
Mein Beitrag von gestern hat sich zeitlich mit den Beiträgen von Schutzengel überschnitten, so dass ich diese erst jetzt lese. Ich meine, dass bei dem von Dr. Ku. empfohlenen Radiologen das PET für Selbstzahler deutlich kostengünstiger ist als von Schutzengel angegeben. Seine Praxis ist allerdings in Süddeutschland, so dass ggf. noch Kosten für Fahrt/Übernachtung dazu kommen. Dieser Radiologe war bei dem EUROPAEM-Kongress im November 2008 zu Multisystemerkrankungen (mit Kuklinski und Pall) dabei und kennt sich demnach wohl mit entsprechend speziellen Fragestellungen aus.

Liebe Grüße und alles Gute für Dich
Kate
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PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Schutzengel22 ist offline
Beiträge: 113
Seit: 18.07.08
Zitat von Kate Beitrag anzeigen

Ich meine, dass bei dem von Dr. Ku. empfohlenen Radiologen das PET für Selbstzahler deutlich kostengünstiger ist als von Schutzengel angegeben. Seine Praxis ist allerdings in Süddeutschland, so dass ggf. noch Kosten für Fahrt/Übernachtung dazu kommen.
Kate

Hallo zusammen,

kann gut sein, dass meine " Erkundigungen " bzgl. PET-Preise, nicht mehr
aktuell sind Sie beziehen sich auf den süddeutschen Raum Deutschlands.
Um so besser für uns CHRONIKER und Borrepatienten.

Einfach mal in einer Radiologischen Praxis nach den Preisen erkundigen.

Lg Schutzengel
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Geändert von Schutzengel22 (27.08.10 um 16:07 Uhr) Grund: Textergänzung

PET oder SPECT zur Untersuchung des Glucosestoffwechsels im Gehirn?

Kate ist offline
Moderatorin
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Beiträge: 8.802
Seit: 16.11.04
Hallo Jessy,

ich nochmal

Mir ist eingefallen, wo ich nachschauen kann wegen der Kosten für das PET. Es steht auf dem Zettel mit der Überschrift "Diagnostik-Vorgehen", den ich von Dr. Ku. bekam (Jahr 2009). Vielleicht hast den auch? Da hättest Du auch eine gute Adresse.

Ich gebe jetzt noch eine kleine Zusammenfassung des erwähnten Text-Abschnittes 2.2.6 SPECT- und PET-Untersuchungen aus dem Buch "Das HWS-Trauma" von Kuklinski.
Demnach sind beides Hirnfunktionsuntersuchungen.

Das PET misst die Glucoseaufnahmeraten der Hirnareale und ist die aussagekräftigste Untersuchung. Das SPECT misst die Hirndurchblutung in Ruhe - während HWS-Bewegungen wäre sie vermutlich bei HWS-Geschädigten schlechter.

Der Einsatz sowohl von PET als auch von SPECT ist in Deutschland bei Kindern und Gesunden nicht erlaubt wegen der radioaktiven Belastung (Tracer-Substanzen, siehe Tracer (Nuklearmedizin)). (In dem Punkt scheinen sich die Untersuchungen also nichts zu nehmen, Anm. Kate)

Es gibt viele Ursachen für abweichende Befunde. Ein Radiologe hat bei mehr als 400 HWS-Geschädigten mittels SPECT-Untersuchungen ähnliche Durchblutungsstörungen nachgewiesen wie bei Menschen mit Alzheimer im Anfangsstadium.

Das PET ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten, da es außer bei Demenz als nicht aussagekräftig gilt. (Das verstehe ich nicht ganz, demnach müsste es doch bei "Verdacht auf Demenz" bezahlt werden?, Anm. Kate.) Dr. Ku. sieht in den unbehandelten HWS-Patienten die Demenz-Kranken der Zukunft und hält eine sichere Diagnostik als Basis geeigneter Therapiemaßnahmen daher für sehr wichtig.
Was mir nicht klar ist, hat Karolus auch schon angesprochen: Es ist der "Mehrwert", wenn bereits eine HWS-Schädigung festgestellt wurde (Funktions-MRT oder -Röntgen), samt Folgeerscheinungen (otoneurologische Untersuchung, Gesichtsfeldmessung, Symptomatik). Mir wurde die Untersuchung ans Herz gelegt, ich habe sie aber bisher nicht gemacht, da mir das Nutzen-Risiko-Verhältnis nicht gut genug erscheint.

Liebe Grüße, Jessy
Kate
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Geändert von Kate (27.08.10 um 20:01 Uhr)


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