01.01.2008 in Deutschland

03.09.07 09:08 #1
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01.01.2008 in Deutschland

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Nun, wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann mögen diese Reaktionen ja gerechtfertigt sein.
Aber es gibt auch noch andere Gifte, die sehr subtil auf einen einwirken und nicht weniger gefährlich sind.
Wer von euch hat denn ein Haustier und benutzt gegen Zecken, Flöhe das Nervengift Frontline?
Das riecht man nicht, schmeckt man nicht und doch zerstört es Leber, Nieren und Nerven.
Und was ist mit Parfümen. Die Inhaltsstoffe werden laut einer Studie aus den USA mit dem Passivrauchen gleichgesetzt, als Astmatrigger für Kinder und Erwachsene. Duftstoffe können die Blutzirkulation im Gehirn verändern und haben Einfluss auf die Neurophysiologie. (Quelle: Universitätsklinik Gießen)

Ich denke wenn man für oder gegen etwas ist, dann sollte man das Ganze nicht aus den Augen verlieren. Rauchen belästigt, weil man es sofort wahrnimmt. Der Mensch erfährt sich über seine Sinne und beurteilt, oder verurteilt die Eindrücke.
Aber auch das was er nicht mehr wahrnimmt, weil er es als schön und gut empfindet, oder weil er im Moment nicht darauf reagiert, auch das kann ihm unter Umständen mehr Schaden zufügen, als das was er bewusst wahrnimmt.

Übrigens eine Freundin von mir raucht auch. In meiner Gegenwart jedoch nie und sie stinkt auch nicht nach Rauch, weil sie draußen raucht und das auch nur selten.

In Lokalen in denen gegessen wird ist es natürlich klar das man lieber nicht mit Rauch eingedieselt wird, aber ansonsten, ich möchte hier wirklich für Toleranz werben.
Es ist doch so, es gibt unter Rauchern wie in allen anderen Gesellschaftsgruppen Egoisten und es gibt auch welche die Rücksicht nehmen. Es ist ja schon fast rassistisch wenn man behauptet alle Raucher seien Verdammenswert. Ich denke auch an unsere liebe Sema. Und solche wie Sema gibt es auch und das nicht nur vereinzelt.


Grüsse von Juliette

01.01.2008 in Deutschland

Eriophorum ist offline
Beiträge: 394
Seit: 20.07.07
Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
Nun, wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann mögen diese Reaktionen ja gerechtfertigt sein.
Aber es gibt auch noch andere Gifte, die sehr subtil auf einen einwirken und nicht weniger gefährlich sind.
Wer von euch hat denn ein Haustier und benutzt gegen Zecken, Flöhe das Nervengift Frontline?
Das riecht man nicht, schmeckt man nicht und doch zerstört es Leber, Nieren und Nerven.
Und was ist mit Parfümen. Die Inhaltsstoffe werden laut einer Studie aus den USA mit dem Passivrauchen gleichgesetzt, als Astmatrigger für Kinder und Erwachsene. Duftstoffe können die Blutzirkulation im Gehirn verändern und haben Einfluss auf die Neurophysiologie. (Quelle: Universitätsklinik Gießen)

Ich denke wenn man für oder gegen etwas ist, dann sollte man das Ganze nicht aus den Augen verlieren. Rauchen belästigt, weil man es sofort wahrnimmt. Der Mensch erfährt sich über seine Sinne und beurteilt, oder verurteilt die Eindrücke.
Aber auch das was er nicht mehr wahrnimmt, weil er es als schön und gut empfindet, oder weil er im Moment nicht darauf reagiert, auch das kann ihm unter Umständen mehr Schaden zufügen, als das was er bewusst wahrnimmt.

Übrigens eine Freundin von mir raucht auch. In meiner Gegenwart jedoch nie und sie stinkt auch nicht nach Rauch, weil sie draußen raucht und das auch nur selten.

In Lokalen in denen gegessen wird ist es natürlich klar das man lieber nicht mit Rauch eingedieselt wird, aber ansonsten, ich möchte hier wirklich für Toleranz werben.
Es ist doch so, es gibt unter Rauchern wie in allen anderen Gesellschaftsgruppen Egoisten und es gibt auch welche die Rücksicht nehmen. Es ist ja schon fast rassistisch wenn man behauptet alle Raucher seien Verdammenswert. Ich denke auch an unsere liebe Sema. Und solche wie Sema gibt es auch und das nicht nur vereinzelt.


Grüsse von Juliette


Hallo Juliette,

das kann ich unterschreiben!

Es sind natürlich nicht alle Raucher rücksichtslos oder gar verdammenswert.
Sema hatte sich ohne wenn und aber bereiterklärt, beim Treffen für Rauchfreiheit zu sorgen. Und das ist sehr löblich!

Nur, bei dem geschilderten Fall mit meinen Arbeitskollegen nahm schließlich leider niemand mehr von den Rauchern auf die anwesenden Nichtraucher Rücksicht, obwohl die Hälfte aus Nichtrauchern bestand. Dabei hätten die Raucher mit zwei, drei Schritten auf den Balkon gehen können, der direkt an den Raum angrenzte, in dem wir uns aufhielten. Auch war es nicht etwa kalt, daß man erst etwas hätte anziehen müssen.
Das sind sonst alles sehr liebe Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich prima auskomme. Wenn es aber trotzdem so läuft, glaube ich eher, daß sich die Raucher gar keine Vorstellung machen, wie schädlich auch der Passivrauch ist, von der Belästigung einmal ganz abgesehen.

Ich sehe die Verantwortlichen in der Tabakindustrie, die - und das ist kein Geheimnis - den Zigaretten noch eine Menge an Stoffen zusetzen, die stark süchtig machen. Eine ganze Anzahl Raucher möchten ja wieder davon loskommen und schaffen es leider nicht.
Auch die Politiker hätten eher handeln müssen. Aber aufgrund der Spenden von den Tabakkonzernen an die Parteien (und an einzelne Politiker im kleinen schwarzen Köfferchen?) tat sich lange Zeit nichts.

Was die anderen schädlichen Stoffe und weitere Umweltgifte betrifft, blieb der Staat die Fürsorge für die Menschen ebenfalls lange schuldig. Man denke nur an Pentachlorphenol (PCP) und Lindan oder Asbest. Offenbar muß immer zuerst etwas passieren, bevor der Staat reagiert.


Liebe Grüße

Jürgen

Bei Nikotinsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu rauchen, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrument, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
01.01.2008 in Deutschland

Juliette ist offline
Beiträge: 4.666
Seit: 23.04.06
Hallo Jürgen,

danke für deinen Beitrag. Da stimme ich dir zu.
Was deine Arbeitskollegen machen ist wirklich nicht nett. Ich habe Gott sei Dank andere Erfahrungen gemacht. Ist es nicht möglich einmal nach Feierabend sich zusammen zu setzen und darüber zu sprechen, um eine Lösung zu finden. Ich hab sowas immer offen angesprochen und bin bisher auch gut damit gefahren. Allerdings ist Sachlichkeit oberstes Gebot. Bei vielen ist es einfach Bequemlichkeit, Gewohnheit und ein einfaches nicht Nachdenken wollen, meist ohne böse Absicht, aber der Mensch ist so strukturiert, das er am liebsten den Weg des geringsten Widerstandes geht. Naja und das liebe Ego, will natürlich haben das alles so bleibt wie es ist, halt bequem und einfach. Aber das kann man ja ändern.

Und was die Zusatzstoffe in Zigaretten angeht, die fallen alle unter das Lebensmittelgesetz, sind also ähnlich wie das Zeugs was auch im Joghurt ect. erlaubt ist.
Das was süchtig macht ist einzig und allein das Nikotin, weil es genau wie Parfüme eine Wirkung auf das Lymbische System und damit auf die Gefühle hat. Die Menschen übertünchen und unterdrücken gerne etwas was sie nicht haben wollen an ihrer eigenen Person, sei es Unsicherheit, Angst, Unruhe, Stress usw. Die Zigarette an sich schmeckt ja nicht so toll, aber ihre Wirkung, die Bewusstseinsveränderung, das macht süchtig. Und man braucht immer mehr davon um diesen Zustand zu erreichen. Gelegenheitsraucher haben dieses Suchpotenzial offensichtlich nicht, aber das hat mit der eigenen Persönlichkeit zu tun.
Die Zusatzstoffe dienen einzig und allein der Geschmacksverbesserung, denn das natürliche Tabakblatt, entspricht wie moderne Lebensmittel nicht dem Geschmack dem Verbraucher.
Und die liebe Politik. Ja, das ist ein Kapitel für sich. Die sind genau wie alle anderen auch. Erst muss etwas passieren, oder es muss so drastisch sein bis man nicht mehr wegsehen kann, dann erst wird gehandelt.

Liebe Grüsse von Juliette

01.01.2008 in Deutschland

Sternchen ist offline
Themenstarter Beiträge: 1.231
Seit: 09.11.04
Zitat von Juliette Beitrag anzeigen
Nun, wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, dann mögen diese Reaktionen ja gerechtfertigt sein.
Aber es gibt auch noch andere Gifte, die sehr subtil auf einen einwirken und nicht weniger gefährlich sind.
Wer von euch hat denn ein Haustier und benutzt gegen Zecken, Flöhe das Nervengift Frontline?
Das riecht man nicht, schmeckt man nicht und doch zerstört es Leber, Nieren und Nerven.
Und was ist mit Parfümen. Die Inhaltsstoffe werden laut einer Studie aus den USA mit dem Passivrauchen gleichgesetzt, als Astmatrigger für Kinder und Erwachsene. Duftstoffe können die Blutzirkulation im Gehirn verändern und haben Einfluss auf die Neurophysiologie. (Quelle: Universitätsklinik Gießen)

Ich denke wenn man für oder gegen etwas ist, dann sollte man das Ganze nicht aus den Augen verlieren.

Grüsse von Juliette
Naja, das ist aber kein Grund deshalb zu tolerieren das man vollgequalmt wird! Sonst könnte man sich ja auch das Amalgam-Problem sparen, da es ja noch sooo viele andere Giftstoffe gibt, dann macht das Bischen ja auch nichts mehr!

Ne ne, ich werde garantiert nicht anfangen irgendwie die ach so armen Raucher zu bemitleiden. Die ja nun nicht mehr überall rauchen dürfen!

Ich habe nichts gegen Raucher, sollen sie machen was sie wollen, aber bitte nicht in meiner Gegenwart! Und ich hoffe meine rauchende Freunde erwarten nicht dass ich zu ihrer Beerdigung komme und dann noch heule!
Ne Freundin von mir hatte mit 43 gerade einen Herzinfakt, leider lässt sie das Rauchen immer noch nicht, und erzählt dauernd irgend einen Quatsch von sie will mit Genuss sterben! Ja was soll man dazu noch sagen
__________________
LG
Sternchen

01.01.2008 in Deutschland

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Sternchen, da bin ich auch deiner Meinung.

Ich habe grundsätzlich auch nichts gegen die Raucher als Personen. Da sie aber den stinkenden Rauch verursachen und ich nichts
gegen den Rauch tun kann, richtet sich meine natürliche, reflexartige Abwehr gegen das unnötige Vergiftet werden durchaus gegen die rauchende Person.... und da wundern sie sich, wenn sie sich nicht angenommen fühlen...und merken nicht, dass sie sich selber abblocken/einnebeln/entziehen/unsichtbar machen.... und das soll Genuss sein???? Das ist höchstens Selbstüberlistung im Quadrat.
NEIN, es ist ein Hothilfeprogramm damit sich die Raucher nicht ALLEINE fühlen.(siehe auch total verqualmte Stammtische: sie suche die Nähe und haben ANGST vor der Nähe, paradox? Überhaupt nicht.)

@Juliette: Mann/Frau kann und muss es nicht allen Menschen recht machen und durchaus auch "Farbe" bekennen....Das bedeutet ja nicht, dass ich einen Menschen nicht achte, ich lehne nicht ihn, sondern nur seine mich beeinträchtigende Handlung ab.
__________________
Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

01.01.2008 in Deutschland
Binnie
Artikel 2
[Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person; Recht auf Leben]


(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Quelle: www.datenschutz-berlin.de/recht/de/gg/gg1_de.htm
Eigentlich verstößt das Rauchen in Gegenwart anderer ja auch gegen das Grundgesetz. Jeder hat nämlich ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Und der andere darf sich entsprechend nur soweit "frei entfalten", solange man die Rechte anderer nicht verletzt...

Also eigentlich ist es einem sogar rechtlich "zugesichert", sich nicht durch den Rauch von anderen vergiften lassen zu müssen...

Ich diskutiere da auch nicht mehr lange. Wir haben ja jetzt hoffentlich einen besseren Nichtraucherschutz, und wenn es wieder nicht funktionieren sollte, dann verziehe ich mich halt regelmäßig wieder. Das ist halt der Unterschied zwischen Recht haben und Recht bekommen, wie unser Rechtsprofessor immer gesagt hat.

Viele Grüße
Sabine

01.01.2008 in Deutschland
Männlich Bodo
Raucher müssen Rücksicht auf Nichtraucher nehmen, nicht umgekehrt.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Da nicht wenige Raucher dazu nicht bereit sind,
gilt es deren Anwesenheit zu meiden, wenn sie trotz Bitte um Rücksichtnahme ihrem
Laster fröhnen wollen.

Gut ist in diesem Zusammenhang, dass die Bahn ihre Züge rauchfrei gemacht hat.

Gaststätten sollten verpflichtet werden, Raucher zu separieren.

Es muss wieder in das Bewusstsein gerückt werden, dass das Nichtrauchen normal
ist und das Rauchen nicht.


Viele Grüße, Bodo

01.01.2008 in Deutschland

Pius Wihler ist offline
Beiträge: 1.019
Seit: 24.09.04
Danke BODO für diesen Satz:
Es muss wieder in das Bewusstsein gerückt werden, dass das Nichtrauchen normal
ist und das Rauchen nicht.
Ich nenne das Nichtrauchen "gesundes Atmen", damit das Wort "Rauchen" entfällt
__________________
Gib einem Hungernden einen Fisch, und er hat zu Essen für einen Tag.
Lehre ihn angeln, so hat er zu Essen für das ganze Leben.

Einen schönen Tag wünscht Dir Pius

01.01.2008 in Deutschland

Petri ist offline
Beiträge: 5.315
Seit: 27.10.07
hallo,

Naja, es paßt zwar eigentlich nicht hier rein aber apropo Flöhe bei den tierischen Untermietern hilft täglicher Knoblauch ins Futter Wunder!! Alles andere als schädlich!! Keine Angst, es kommt auch keinen Knoblauchgestank!!
Zecken entfernen wir selbst, wennn es nicht klappt dann gehn wir zum Tierarzt.
Mit Flöhen hat man garantiert keine Probleme mit Knoblauch!!

Viele Grüße Petra

01.01.2008 in Deutschland

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
....und wenn wir Nichtraucher genügend Knoblauch zu uns nehmen, meiden uns vielleicht die Raucher?
( Dies ein kleiner Gedankenschlenker, um Petris Beitrag doch noch irgendwie hier einbinden zu können )
Schön, dass wir uns hier doch einig sind, dass nicht die Raucher an sich schlecht sind, sondern dass das Praktizieren ihrer Sucht Anstoss erregt.
Das sind Details, die vielleicht ausmachen, dass Entgegenkommen und Verständnis beiderseits eher möglich sind.
Sine


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