Magnesiumchlorid - was ist beim Kauf zu beachten?

Magnesiumchlorid

Danke Lukas, hab ich schon gefunden und zieh ich mir gerade rein. Auf jeden Fall ist da eine gute Erklärung zu finden, warum Borreliose-Kranke massive Probleme mit Karies haben.

Mal sehen, was ich da noch finde.

LG, Esther.
 
Magnesiumchlorid

@Esther

Der Zusammenhang Osteoporose - Calcium - Magnesium funktioniert physiologisch über Parathormon, Phosphat und letztlich Vitamin D.

Bei einem Mangel an Vitamin D steigt das Parathormon und fördert auf der einen Seite die "Calciumgewinnung" aus Knochenreserven und auf der anderen die Ausscheidung von Phosphat. Zugleich wird die Resorption von Calcium und Phosphat deutlich reduziert.

Magnesium senkt Parathormon (und stimulatiert Calcitonin) und führt somit dazu, dass zum einen die Auflösung der Knochen gestoppt wird und zum anderen, dass Phosphat (genauso wichtig für den Knochenaufbau wie Calcium) wie auch Calcium aus der Nahrung wieder besser verwertet werden und so die Knochen/Zähne (via Calcitonin) auch wieder aufgebaut werden können - ggf. selbst bei bestehendem Mangel an Vitamin D.

Den gleichen Effekt erreicht man allerdings auch mit einem sommerlichen Vitamin-D-Spiegel (wie auch immer der dann wieder mit einer Borreliose interagieren mag).

Leider gibt es praktisch noch keine Studien, die den Magnesiumbedarf mit und ohne bestehenden Vitamin-D-Mangel untersuchen, weil immer nur eins von beiden untersucht wurde und der Mangel an Vitamin D erst Jahrzehnte später thematisiert worden ist.
Es gibt jedoch viele Hinweise auf Zusammenhänge - auch beim Krebs, beim Immunsystem, beim Energiehaushalt, der Nerventätigkeit, der Osteoporose, den Herz-Kreislauf-Erkrankungen...

Magnesium, Phosphat, Calcium und Calcitonin/Parathormon stehen in sehr engen Wechselwirkungen, und da der Vitamin D-Haushalt ebenso über das Parathormon gesteuert wird, hängt alles halt auch damit zusammen...

Was die Energiegewinnung betrifft, so ist Magnesium nicht nur ein wichtiger Cofaktor im Zitronensäurezyklus (->ATP, Energiestoffwechsel), sondern verbessert (durch die Wirkung auf Parathormon) auch die Phosphatverwertung signifikant - beides ist positiv nicht nur für Muskeln, sondern auch für die Nervenzellen (extrem energieabhängig!).

Was die häufig zitierte antibiotische wie auch Antikrebswirkung von Magnesium betrifft:

"Der erste prominente Wissenschaftler, der die antibiotische Wirkung von Magnesium erforschte und bekannt machte, war der französische Chirurg Professor Pierre Delbet. Im Jahr 1915 suchte er nach einer anderen Möglichkeit, die Wunden der Soldaten zu reinigen, da er der Ansicht war, dass die bisher benutzten Antiseptika das Gewebe noch zusätzlich schädigten und Infektionen somit eher begünstigten als verhinderten.

Bei all seinen Tests schnitt die Magnesiumchloridlösung bei weitem am besten ab. Er fand nicht nur heraus, dass es das Gewebe nicht schädigte, sondern auch die Leukozytenaktivität und damit auch die Phagozytose, also die Vernichtung von pathogenen (krankheitserregenden) Mikroben, enorm steigerte.
Später experimentierte Professor Delbet mit der innerlichen Anwendung von Magnesiumchlorid und entdeckte, dass es das Immunsystem stark stimulierte. In seinen Experimenten nahm die Phagozytose um bis zu 333 Prozent zu. Das heißt, dass dieselbe Anzahl weißer Blutkörperchen nach Einnahme von Magnesiumchlorid bis zu dreimal mehr Mikroben vernichtete als zuvor."


Die beschriebene Wirkung ist auf den Chlorid-Anteil zurückzuführen, nicht auf das Magnesium - daher haben die anderen Magnesiumverbindungen auch nicht diese Wirkung.
Chlorid ist - wie alle anderen Halogene auch - sehr reaktionsfreudig und daher imstande, u.a. andere Bindungen zu ersetzen und damit bestimmte Prozesse zu "überholen" und zu reduzieren... Daher auch die bakterienhemmende Wirkung von Kochsalz (Gurgeln bei Angina etc.) und deshalb hat auch Delbet in seinen Krebsstudien mit diversen anderen Magnesium-Halogen-Verbindungen (Fluorid, Bromid, Jod) experimentiert und so teils auch noch bessere Resultate erzielt. Seine letztendliche Behandlungsmischung war ein Mix aus verschiedenen Magnesium-Halogen-Verbindungen (Delbetsche Lösung)...

@Camerlenga

Ja nu, wenn ich mich an Clematis' Wikipedia-Artikel halte, enthält für mich der Logik halber 1g MgCl2 also mehr Magnesium als 1g vom zusätzlich Wasser enthaltenden MgCl2 6H2O, weil das MgCl2 da ja nochmal verdünnt wurde.

Du hast recht - allerdings wird reines Magnesiumchlorid ja auch so nicht verkauft (lediglich gelöst in Injektionslösungen) - es wäre extrem hygrospkopisch und daher basieren nach meiner Beobachtung wohl alle Dosis-Berechnungen auf Magnesiumchlorid-Hexahydrat...

rosmarin
 
Magnesiumchlorid

@Camerlenga
Du hast recht - allerdings wird reines Magnesiumchlorid ja auch so nicht verkauft (lediglich gelöst in Injektionslösungen) - es wäre extrem hygrospkopisch und daher basieren nach meiner Beobachtung wohl alle Dosis-Berechnungen auf Magnesiumchlorid-Hexahydrat...
Moinsen. :)

Irgendjemand hier im Thread - war es sogar Clematis? :confused: - schrieb, dass es in ich meine Frankreich reines MgChlorid zu kaufen gäbe... :confused:
 
Magnesiumchlorid

Irgendjemand hier im Thread - war es sogar Clematis? :confused: - schrieb, dass es in ich meine Frankreich reines MgChlorid zu kaufen gäbe... :confused:

...soweit ich weiß, hat auch Delbet in Frankreich Magnesiumchlorid-Hexahydrat verwendet, sofern er nicht gleich die Injektions-/Infusionslösung genommen hat (das war ja der Ursprung in dem Feldlazarett - die Schwestern hatten die Infusionslösung getrunken, weil sie festgestellt hatten, dass sie damit belastbarer und auch fröhlicher waren trotz Stress :) ).

Und Magnesiumchlorid-Hexahydrat ist ja auch reines Magnesiumchlorid - nur eben mit ein paar Wassermolekülen, die letztlich keine Rolle spielen, wenn man es ohnehin in Wasser löst. ;)

Möglicherweise wird es in Frankreich nicht so ausführlich deklariert?
Den Delbet-Mix gibt es jedenfalls auch nur dort.

viel Gruß, :wave:
rosmarin
 
Hallo!

Das Thema ist schon älter, aber ich bin erst jetzt auf Magnesiumchlorid aufmerksam geworden.

Ich habe mir das Hexahydrat besorgt und wende es seit ca. 1 Monat an. Mir fiel gleich zu Beginn eine entspannende Wirkung auf. Ich war total euphorisch, dass ich endlich was gefunden habe, was mir hilft, meine Benommenheit und Anspannung zu therapieren.

Wenn ich es transdermal anwende, spüre ich eine angenehme Entspannung, jedoch ist diese wohl nur oberflächlich. Mein Nacken und Rücken schmerzt weiterhin, wenn ich an bestimmten Stellen etwas tiefer massiere oder Dehnübungen mache. Weiterhin sind meine gelegentlichen Wadenkrämpfe beim Ausstrecken der Beine nur minimal reduziert.

Diesen Zustand hatte ich gleich in der ersten Woche der Anwendung erreicht; seit ca. 3 Wochen hat sich nicht wirklich mehr getan. Ich habe in der 3. Woche sogar die Dosis gesteigert ohne spürbaren Erfolg.

Ich dosiere jetzt folgendermaßen:
- Dosis zum Einnehmen: 2 gehäufte EL auf 0,5l Wasser und davon 4x 2cl über den Tag verteilt
- Dosis transdermal: 4 gehäufte EL auf 0,5l Wasser und davon 100ml über den Tag verteilt auf Oberkörper und Hals aufgesprüht

Laut meinen Informationen ist das schon eine ganz ordentliche Dosis, eigentlich sollen 2x 2cl in geringerer Konzentration ausreichen, um einen Mangel auszugleichen.

Hat jemand von euch Langzeiterfahrungen mit MgCl und kann mir nen Tip geben?

Danke und viele Grüße
Christian.
 
Hallo,

ich würde gerne wissen, woher ihr euer Magnesiumchlorid bezieht?

Danke & Herzliche Grüße,
Mingus
 
@Paule: Danke! Einerseits wird dem Salz pharmazeutische Qualität zugeschrieben, andererseits under Meerwasseraquaristik betrieben?

Herzliche Grüße,
Mingus
 
Huhu b.w.r.,

Ich hab grad mal gewogen:
2 geh. EL sind bei mir rund 35 g MgCl. Die aufgelöst in 500 ml Wasser. Von dem trinkst du täglich 80 ml. Darin sind dementsprechend rund 670 mg Magnesium enthalten.

Es sind ca. 12% reines Magnesium in Magnesiumchlorid.

Trinken: 35 / 500 x 80 x 0,12 = 672 mg

Über die Haut: 70 / 500 x 100 x 0,12 = 1680 mg

Die Frage ist, wieviel dein Körper aufnehmen kann, a. vom getrunkenen, b. vom über die Haut aufgenommenen Magnesium.

Rein theoretisch "offerierst" du deinem Körper mit ~ 2350 mg Magnesium viel zu viel würde ich sagen.

Hat jemand von euch Langzeiterfahrungen mit MgCl und kann mir nen Tip geben?
Ich trinke einmal täglich ca. 30-60 Min vor dem Mittagessen ein Glas Wasser mit ca. 670 mg Magnesium aus MgCl (2 gestr. TL = rd. 5,6 g) und ca. 400-500 mg Vitamin C.

Wenn die Muskelschmerzen abends zu derb sind, gibts für Nacken & Rücken eine "Salbung" mit einer Mischung aus einer Bio-Lotion und dem MgCl.

Wenn ich baden gehe, dann mit 2-3 EL MgCl, 1-2 EL Natron, Bio-Mandelöl und 10-15 Tropfen ätherischen Ölen je nach Gusto. :)

Hast du deinen Magnesiumwert mal kontrollieren lassen - in den Erythrozyten, nicht im Serum?
Meiner war im Keller selbst ca. 1 Jahr nach Einnahme von ca. 600 mg täglich.
Ich nehme übrigens selbst bereits seit dem Winter 2009 Magnesium, seit Winter 2010 MgCl.

Gut Ding will Weile haben - ein evtl. jahrelang vorliegender Mangel kann ja net "mal eben" ausgebügelt werden.
Zudem können Muskelschmerzen ja auch von anderen Defiziten herrühren.

Grüße,
camerlenga
 
Zuletzt bearbeitet:
ich würde gerne wissen, woher ihr euer Magnesiumchlorid bezieht?
Huhu Mingus,
ich kaufe meines vor Ort in ner Apotheke, 1kg von Fagron - mittlerweile kostets da leider rund 24 Euro, vorher 18 und ein paar kaputte.

Hier gibts das von Fagron und von Caelo für je etwas über 20 Euro - müsste also ab 2 kg versandkostenfrei sein - und ab 2 Stück ist das kg je etwas unter 20 Euro. :)
 
Hallo
ich in der Schweiz beziehe es von einer bio Firma
250gr. (Cloruro di magnesio) MgCl in Flocken ohne Zusatzstoffe ca. Fr.7.--
gebrauche es zb. 1Teel. mit 1 Liter Demetermilch (Kuh,Geiss od.Schaf) um Frischkäse herzustellen. Es wird von dieser Firma auch gebraucht um Frischkäse oder Tofu herzustellen.
Der Frischkäse kann so gegessen werden, und was an Flüssigkeit übrig bleibt, kann man als Creme weiter verwenden.
Nehme es auch zb. Flocken in warmem Wasser aufgelöst zur Entspannung
HERZENSGRUESSE
KARDE
 
Hallo camerlenga!

Ich finde es ziemlich verwirrend, dass bei Dosieranweisungen immer von MgCl die Rede ist, kaufen kann man allerdings blos das Hexahydrat. Nach meinen Informationen sind in 100mg Hexahydrat nur knapp 50mg MgCl enthalten. Beziehen sich die knapp 12% echtes Mg jetzt auf das Hexahydrat oder auf das reine MgCl?

Wenn sich die 12% auf das Hexahydrat beziehen, dosiere ich tatsächlich deutlich über. Muss aber korrigieren, dass ich transdermal nur ca. 50ml (und nicht 100ml) täglich "konsumiere".

Also dürfte ich nach deinen Rechnungen bei ca. 1500mg Magnesium liegen. (Und wenn sich die 12% auf das reine MgCl beziehen entsprechend nur bei ca. 750mg Mg...)

Ich habe jedoch keine Probleme mit der Dosis - keinen Durchfall oder ähnliches.

Mein Mg-Wert wurde nur im Serum bestimmt und war im Normbereich, aber das sagt offenbar nicht viel aus.

Wenn Magnesium die Muskelverspannungen nicht richtig lösen kann, welchen Mangel könnte ich dann noch haben?

Viele Grüße, Christian.
 
Hallo,

der Gehalt von MgCl2-6(H2O) an Mg läßt sich einfach berechnen, wenn man die Atommassen kennt (Die findet man unter den betreffenden Elementen oder im Periodischen System der Elemente bei Wikipedia z.B.).

Um das Hexahydtat handelt es sich, weil MgCl2 extrem wasseranziehend ist und deshalb verklumpt.

Ich hab die Berechnung in Forum durchgeführt, vor ca. Jahren, hab aber gegenwärtig nicht Zeit, den Thread herauszusuchen.

Wegen Überdosierung braucht man sich keine Sorgen zu machen, solang man keinen Durchfall hat.

Gruß,
Windpferd
 
Molmassen-gerechnet ergibt sich folgende Aufteilung (MgCl2*6(H2O))
Mg 11,96
Cl 34,88
H 5,95
O 47,22

%
 
Magnesiumchlorid ist übrigens auch zu über 50% im Toten Meer Salz, welches überall günstig zu kaufen ist, vorhanden.
Wenn man mal an dem Salz kostet, schmeckt man gleich dieses Magnesiumchlorid heraus.
Jedoch bitte keine innere Einnahme.


Die Mineralzusammensetzung des Salzes des Toten Meeres unterscheidet sich deutlich von der Salzzusammensetzung von Meerwasser. Es enthält ungefähr 50,8 % Magnesiumchlorid, 14,4 % Calciumchlorid, 30,4 % Natriumchlorid und 4,4 % Kaliumchlorid, bezogen auf die wasserfreien Salze. Der Rest entfällt auf zahlreiche Spurenelemente. Es enthält wenig Sulfat, jedoch relativ viel Bromid.


Totes Meer

Liebe Grüße
Kayen
 
Für die äußere Anwendung würd ich nicht pharmazeutisches Magnesiumchlorid nehmen. 25kg ca 20€
 
Für die äußere Anwendung würd ich nicht pharmazeutisches Magnesiumchlorid nehmen. 25kg ca 20€
Die Haut ist das größte Organ des Menschen und kann grundlegend erst einmal sehr gut absorbieren.
Warum also sollte ich bei "äußerer" Anwendung dann plötzlich die mindere Qualität nehmen, bei der "inneren" aber die wertigere??? o_O
 
Geh mal davon aus, dass bei Anwendung immer MgCl = Magnesiumchloridhexahydrat gemeint ist, so wie man ja auch in vielen anderen Belangen des Lebens oft nicht den ganzen Begriff nennt. ;)

In MgCl-Hexahydrat sind ca. 12% reines Magnesium enthalten. :)

1500 mg Tagesdosis:
Ich denke, dass es nicht zwingend Durchfall ergeben muss - das heißt nur noch lang net, dass dein Körper auch die gesamten 1500 mg verwenden kann. ;)

Mein Mg-Wert wurde nur im Serum bestimmt und war im Normbereich, aber das sagt offenbar nicht viel aus.
Dem Serumwert nach hatte ich meine ich gar keinen Mangel.
Bei allen Nährstoffen, die primär in den Zellen gebunden im Körper vorkommen, macht eine Bestimmung des Serumwerts zur Feststellung des "Pegelstands" im Körper keinerlei Sinn.

Mein Zinkmangel wurde auch erst durch den zellulären Wert festgestellt.

Ich gehe mittlerweile direkt zum Labor, um die zellulären Werte bestimmen zu lassen - die Kasse zahlt nur die Serumwerte und beim Doc entsteht mit diesen "Sonderwünschen" nur Kuddelmuddel.

So habe ich im Herbst für Magnesium & Zink zellulär, 25 OH Vitamin D, Calcium und Phosphat inkl. Material und Dienstleistung keine 40 Euro gezahlt. Ist aber von Labor zu Labor verschieden, den wievielfachen Satz sie veranschlagen.

Wenn Magnesium die Muskelverspannungen nicht richtig lösen kann, welchen Mangel könnte ich dann noch haben?

z.B. die, die mit Magnesium zusammenwirken - Calcium, Vitamin D meine ich.
Dann auch Eisen, Vitamin B6 usw usf.. Greift ja letztenendes alles irgendwie ineinander.

Auch eine Erkrankung ansich kann Muskelschmerzen auslösen oder zumindest begünstigen.

Wie gesagt - selbst wenn du dir jetzt 1500 mg täglich reinschaufelst, wieviel davon in dem einen Monat, den du jetzt supplementierst, angekommen ist, ist fraglich.

Es kann sein, dass du es erst länger einnehmen musst.

Genauso gut kann es sein (ob es bei Mg direkt der Fall ist, keine Ahnung), dass der Körper bei der hohen Dosis weniger aufnehmen kann als bei einer niedrigeren.

Grüße,
camerlenga
 
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