Vitamin D, Vitamin D3; Wechselwirkung Phosphat, Calcium, Magnesium

01.05.08 17:44 #1
Neues Thema erstellen

Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Vitamin D wird immer im Zusammenhang mit Osteoporose genannt. Wird bei jemand eine Osteoporose festgestellt, wird immer Calcium + Vitamin D3 empfohlen. Allerdings ist auch diese Therapie nicht unumstritten: z.B. gibt es die Ansicht, daß der Mensch dieses Calcium nicht verarbeiten kann und eher geschädigt wird.
B is jetzt habe ich es nicht erlebt, daß der Vitamin-D-Spiegel im Blut (in den Zellen ?) bestimmt wurde. Anscheinend ist das bis jetzt nicht wirklich als notwendig angesehen worden.

Jetzt wurde in einer Studie festgestellt, daß Vitamin D nach den Wechseljahren eine schützende Wirkung gegen Krebs haben kann.
Da Vitamin D durch Sonneneinstrahlung vom Körper selbst gebildet werden kann, ist das doch eine preiswerte Methode, oder?
www.medizin-aspekte.de/08/05/onkologie/brustkrebsrisiko_senken.jpg.html

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

VitaminD, Vitamin D3
Anne B.
Interessant ist, dass die Synthese von Vitamin D im Körper von verschiedenen Enzymen der Cytochrom P450 - Gruppe abhängig ist. Bekannt ist ja, dass viele Umweltkranke genau an dieser Stelle ein Defizit haben. Ich mir kaum vorstellen, dass es so einfach ist, bei einer Entgiftungsstörung den Vitamin-D-Haushalt wieder auf Normalwerte zu bringen.

Cytochrom P450 2R1, die mikrosomale Vitamin D-25-Hydroxylase, die das Vitamin D3 in der Leber zu 25(OH)Vitamin D3 hydroxyliert.

Cytochrom P450 24A1, baut die Vitamin-D-Metaboliten wieder ab

Cytochrom P450 27A1, ein mitochondriales Enzym, welches für den Cholesterinabbau zu Gallensäuren wichtig ist und ebenfalls Vitamin D an der Position 25 zu 25(OH)Vitamin3 hydroxyliert

Cytochrom P450 27B1, die 1α-Hydroxylase, die das 25(OH)Vitamin D3 zu 1α,25(OH)2Vitamin D3 hydroxyliert und so aktiviert

Cytochrom P450 – Wikipedia

VitaminD, Vitamin D3

Kate ist offline
Moderatorin
Beiträge: 10.480
Seit: 16.11.04
Auch bei Kryptopyrrolurie spielt Vitamin D3 eine Rolle: http://www.symptome.ch/vbboard/krypt...vitamin-d.html

Bei dieser Stoffwechselstörung wird auch davon ausgegangen, dass das Cytochrom-P450-Enzymsystem nicht optimal funktioniert.

Es grüßt
Kate
__________________
Meine Aussagen basieren auf eigenen Erfahrungen/Recherchen und stellen keinen medizinischen Rat dar.

VitaminD, Vitamin D3
Binnie
Hier habe ich noch recht interessante Informationen zu den möglichen Wirkungen und Zusammenhängen mit der Vitamin-D-Versorgung gefunden:

Vitamin D und Autoimmunerkrankungen:
Ein erniedrigter Vitamin D-Spiegel führt im Tierversuch jedoch auch zu gehäuftem Auftreten von Autoimmunerkrankungen (Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis, entzündliche Darmerkrankungen). Der Vitamin D-Rezeptor (VDR) findet sich in vielen Zelltypen des Immunsystems, u.a. in T-Lymphozyten, und reguliert insbesondere die Funktion von T-Helfer-Zellen (Hemmung der für autoimmunologische Prozesse wichtigen Th1-Antwort). Die Ausschaltung des Vitamin D-Rezeptors (knock-out) im Tierversuch führt zu hochentzündlichen Verläufen einer Colitis (Froicu et al., Mol Endocrinol 17: 2386, 2003).
[...]
In klinischen Versuchen scheint das Netto-Resultat der Vitamin D-Therapie eine Reduktion der Th1-Autoimmunreaktivität und eine Linderung der Symptome von Multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen zu sein.

Vitamin D und Osteoporose in den Wechseljahren:
Aktuelle Studienergebnisse lassen darauf schliessen, dass die derzeit empfohlenen täglichen Vitamin D-Mengen zu niedrig bemessen sind (ref. in Cantorna et al., Exp Biol Med 229: 1136, 2004). Eine tägliche Vitamin D-Zufuhr von weniger als 800 IU hat keinen frakturreduzierenden Effekt und vermutlich auch keinen wesentlichen Effekt auf die Immunfunktion. Bei mehr als 50 % der postmenopausalen Frauen, die Osteoporose-Medikamente erhalten (!), fand sich ein Vitamin D-Mangel (25-OH Vitamin D3 < 30 ng/ml; Holick et al., 2005). Für Erwachsene wird daher in der Regel eine Tagesdosis von mindestens 1000 IU empfohlen. Die Höchstgrenze liegt nach internationalen Empfehlungen bei 2000 IU täglich (50 µg natives Vitamin D). Vieth hat allerdings gezeigt, dass auch Tagesdosen von 4000 IU Vitamin D3 (100 µg) bei gesunden Versuchspersonen über fünf Monate zu keiner Hyperkalzämie oder Hyperkalziurie führen und dass selbst eine Tagesdosis von 10.000 E über 5 Monate ohne toxische Effekte bleibt (Vieth, 2004).

Vitamin D und Tumorwachstum:
Die differenzierungsfördernden und wachstumshemmenden Effekte des Vitamin D führen offenbar auch zu einer Hemmung des Tumorwachstums. Epidemiologische Studien zeigen, dass verschiedene Tumorformen gehäuft bei Vitamin D-Mangelzuständen auftreten (Holick 2006).Viele Tumorzellen exprimieren den Vitamin D-Rezeptor und lassen sich im Zellwachstum durch aktives Vitamin D-Hormon hemmen.
Prospektive und retrospektive Studien zeigen, dass Karzinome des Dickdarms, der Prostata und der Brustdrüse um 30-50 % häufiger auftreten, wenn ein Vitamin D-Mangel vorliegt (25-OH-Vitamin D3 < 20 ng/ml; Übersicht bei Holick, 2007). Teilnehmerinnen der Women’s Health Initiative mit einem Ausgangs Vitamin D3-Spiegel von < 12 ng/ml hatten nach 8 Jahren ein um 253 % erhöhtes Risiko, an einem kolorektalen Karzinom zu erkranken (Holick, 2006).

Vitamin D und Immunsystem:
Wenn Makrophagen in der Zellkultur mit Tuberkulosebakterien konfrontiert werden, bilden sie vermehrt Calcitriol. Das aktive Vitamin D induziert die Bildung von Cathelicidin, einem Peptid, das Tuberkulosebakterien und andere Erreger abtötet (Liu et al., 2007). Dieser Befund könnte erklären, warum Menschen mit Vitamin D-Mangel anfälliger sind für bakterielle Erkrankungen wie Tuberkulose. Auch virale Angriffe können besser von Personen mit ausreichenden Vitamin D-Depots abgewehrt werden. Der saisonale Vitamin D-Mangel durch ungenügende UV- Einstrahlung in den Wintermonaten begünstigt wahrscheinlich das Auftreten von Grippeepidemien in der kalten Jahreszeit (Cannell et al., 2006).

Vitamin D und Diabetes und Bluthochdruck:
Vitamin D-Mangelzustände begünstigen offenbar auch die Entwicklung von metabolischen Erkrankungen. So konnte gezeigt werden, dass ein Vitamin D-Mangel mit einer Insulinresistenz und einer Fehlfunktion der insulinproduzierenden ß-Zellen im Pankreas assoziiert ist (Chiu et al., 2004). Patienten mit Bluthochdruck zeigten eine Normalisierung des Blutdruckverhaltens nach dreimonatiger UVB-Bestrahlung und hierdurch bewirkter Anhebung des Vitamin D-Spiegels (Krause et al., 1998). Epidemiologischen Studien zufolge steigt bei einem Vitamin D-Mangel das Risiko, einen Bluthochdruck zu entwickeln, um etwa den Faktor 3 (Forman et al., 2007). In Versuchen mit Vitamin D-Rezeptor-defizienten Mäusen wurde demonstriert, dass Vitamin D die Bildung von Renin und hierdurch das Angiotensin-Aldosteron-System hemmt (Li, 2003).

usw. (Vitamin D bei Sarkoidose, usw.)

Quelle (alles): Vitamin D


VitaminD, Vitamin D3

tinaruhrgebiet ist offline
Beiträge: 726
Seit: 20.03.07
Hallo,

in welcher Form (Produkte) führt ihr Vitamin D zu?
Im Sommer müßte der Vitaminmangel D-Mangel durch Sonnenbäder doch besser werden auch wenn Cytochrom P450-Störungen vorliegen...?

VG Tina

VitaminD, Vitamin D3

Tito ist offline
Beiträge: 1.429
Seit: 08.07.05
Dr. M hat meiner Mutter Vigantol Öl empfohlen, und mein Prof sagte das er seine Familie täglich mit Vigantoletten versorgt.
Er sagte das selbst im Sommer keine ausreichende Vitamin D Versorgung vorhanden ist. Das war vielleicht früher mal als man mit Lendenschurz die ganze Zeit im freien war, was aber heute aus mehreren Gründen kaum noch möglich ist

VitaminD, Vitamin D3

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Wenn bei mir die Umwandlung vom Vitamin D gestört ist, ist es dann überhaupt gut es einzunehmen bzw. in welcher Form sollte man es nehmen? Ist das Vigantol schon die "aktivierte" Form sozusagen? Hab mir jetzt Vigantoletten bestellt, weil ich D-Mangel hab..aber vielleicht kann mein Körper damit gar nix anfangen?
__________________
Liebe Grüße Carrie

Vitamin D, Vitamin D3

nalia ist offline
Beiträge: 73
Seit: 21.06.08
Ich habe bei meinem Immunologen Vitamin D3 testen lassen (wichtig - es im Speicher 25-OH messen, nicht im Blut, bei mir wurde es durch Biovis Labor gemacht):

Labore

Mein Wert lag bei 18, normal zwischen 30 und 80 (passt gut zu meiner FI, dadurch chronische Darmentzündung - leaky Gut), daraufhin spritzte mir mein mein besorgter Immunologe D3 100.000 paar Mal, und gab mir ein Rezept für Dekristol 20.000 - verschreibungspflichtig, da sehr hoch dosiert - davon soll ich nur eine Kapsel alle zwei Tage nehmen.

Vorhin habe ich Hevert D3 probiert, auch schon hochdosiert, aber längst nicht wie Dekristol - eine Kapsel Dekristol entspricht 20 !! Tabletten Hevert d3.

Wichtig ist aber bei hohen Dosierungen Calcium im Blut zu überprüfen..

Liebe Grüße
Natascha

Geändert von nalia (22.08.08 um 09:24 Uhr)

Vitamin D, Vitamin D3

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Zitat von nalia Beitrag anzeigen

Mein Wert lag bei 18, normal zwischen 30 und 80 (passt gut zu meiner FI, dadurch chronische Darmentzündung - leaky Gut), daraufhin spritzte mir mein mein besorgter Immunologe D3 100.000 paar Mal,
Super, ich hätte auch gern mal einen besorgten Arzt, der mir sowas spritzt oder zumindest verschreibt. Meiner meinte nur, ich soll mir ein Vitamin D Präparat holen... Bestimmt weil ich gesagt hab ich bin Veganerin und er dachte "Selbst Schuld". Dabei haben ja auch andere oft Vitamin D Mangel...
__________________
Liebe Grüße Carrie

Vitamin D, Vitamin D3

nalia ist offline
Beiträge: 73
Seit: 21.06.08
hallo,

tja, mein Immunologe ist so besorgt um mich weil er für halbe Stunde 60 Euro abrechnen darf, und für meine Infusionen je 120 euro.. Da ich nicht privat versichert bin, muss ich das alles selber zahlen. Typischer Unterschied zwischen Kassenärzten und privaten...

+++++++++++++++++

Hier noch als Anmerkung ein Beitrag von positiv zum Thema "Infusionen":

ich lasse mir die infusionen vom hausarzt geben, kostet mich als kassenpatient null. vielleicht könntest du das auch mal versuchen...

... trotz allem mit positiven Grüßen :-)

Geändert von rosmarin (22.06.11 um 16:12 Uhr) Grund: Zuordnung zum Zusammenhang

Weiterlesen

Optionen Suchen


Themenübersicht