Vitamin D, Vitamin D3; Wechselwirkung Phosphat, Calcium, Magnesium

01.05.08 17:44 #1
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Vitamin D, Vitamin D3

Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Hygieia Beitrag anzeigen
Manno,
eine gewagte These.... Deine Werte zeigen doch, dass Du so wenig supplementiert hast, dass Dein 25OH-Wert - wenn es der ist, den Du hast bestimmen lassen - noch weiter 'runterging. Es wurde nicht einmal der Verbrauch aufgefüllt. Kein Wunder, dass Du Dich schlecht fühltest. Du hast übrigens mit 1600 IE supplementiert, wenn Du 4 Tabs a 400 IE einnahmst.

Über wieviele Tage hast Du Vitamin D eingenommen? Der Winter war lang. Welche Tabelle hast Du benutzt? Hier ist eine Berechnungsmethode aus einem anderen Forum. vG H.
Ich glaub ich mach heute mal wieder Nachtschicht und das füht dann zu einem Melatoninmangel ;-.) Also - der Link auf die Tabelle ist ja ganz schön und gut, aber obwohl ich nicht ganz blond bin ... ziehe ich einfachere Berechnungsmethoden vor. Der versucht da aus einem bestehenden Spiegel ein Defizit zu errechnen und daraus dann Dosen pro Woche oder Monat abzuleiten. Oje - oje ... Ich hab da lieber eine Tabelle bei der mir gesagt wird wieviel ich jeden Tag nehmen muß.

Die Tabelle find ich jetzt nicht mehr, denn die klebt jetzt auf meiner Pillendose. Aber dafür wurde hier im Forum eine andere gepostet: VitaminD und 25(0H)D3-Zielbereich Leitlinien-Entwurf.doc Kommentar-Forum zum DVO-Leitlinien-Entwurf 2009 http://leitlinien.dv-osteologie.de/viewtopic.php?f=10&t=126 Wenn was nicht stimmt, hier im Thread hat den Leitlinienentwurf schon jemand anders richtig gepostet (sonst hätte ich ihn nicht gefunden). Allerdings weiß ich jetzt wenigstens das die Tabelle auf meiner Pillendose richtig ist.

Dies bedeutet bei Zufuhr 25(OH)D3
- von 400 I.E. pro Tag: Anstieg um 2.8ng/ml (7 nmol/l)
- bei 800 I.E. pro Tag: Anstieg um 5.6ng/ml (14 nmol/l),
- bei 1.000 I.E pro Tag: Anstieg um 7.0ng/ml (17.5nmol/l)
- bei 1.400 I.E pro Tag: Anstieg um ca. 10 ng/ml (25 nmol/l),
- bei 2.000 IE pro Tag: Anstieg um 14 ng/ml (35 nmol/l),
- bei 2.800 IE pro Tag: Anstieg um ca. 20 ng/ml (50nmol/l),
- bei 3.000 I.E. pro Tag: Anstieg um 21 ng/ml (53 nmol/l).

Da ich nunmal davon überzeugt bin daß Vit.D ein Hormon ist, wollte ich erstmal keinen Wert über 20 ng/ml erreichen. Also hies das für mich eben 1.400 I.E. am Tag ...

Gruß Manno

Vitamin D, Vitamin D3

Sonnenschein55 ist offline
Beiträge: 78
Seit: 12.05.10
Hallo Manno,

mir ist Frau Dr. Hoeck recht gut bekannt. Sie weist bereits seit vielen Jahren darauf hin, das bei Fibromyalgie Patienten sehr oft ein Vitamin D Mangel vorliegt.
ich lies meinen Spiegel bestimmen und kam auf 11µg/l, was ich als etwas zu wenig empfand. Also bestellte ich mir eine Dose mit 1000 Tabs aus der USA und nahm am Tag 4 Tabs a 400 I.U. ein. Brav nach Tabelle, denn 1.400 I.E. erhöhen den Spiegel um 10 µg/l.
Ich möchte nicht als besserwisserisch auftreten, aber offenbar hast Du hier Einheiten verwechselt.
Du gibst Deine Werte in Mykrogramm an (das sind Millionstel), der Wert von Vitamin D ist aber Nanogramm (das sind Milliardenstel). Ein großer Unterschied wie ich meine.
Warum kaufst Du Dir 1000 Tabs in USA wenn Du hier diese Dosierung für ein paar Euro bekommen kannst?

Unter den Experten ist man sich einig, dass ein Wert unter 30 ng/l bereits gesundheitliche Folgen für den menschlichen Körper hat.
Um den Vitamin D Spiegel um 10 ng/l anzuheben, benötigt ein 70 kg schwerer Mensch ca. 100.000 IE Vitamin D

Ich könnte auch noch einen zum Tema Vitamin D und Parathormon verfassen (das sich durch Vit.D nämlich überhaupt nicht beeinflussen läßt, solange keine Zellzerstörung vorliegt).
Ich glaube, auch hier unterliegst Du einem Irrtum.
Alle 3 Familienmitglieder hatten einen katastrophalen Vitamin D Mangel und gleichzeitig einen unterschiedlich deutlich erhöhtes Parathormon und den daraus resultierenden sekundären Hyperparathyreoidismus.
Vier Wochen später - nach Einnahme von 440.000 IE Vitamin D (jetzt wöchentlich 40.000 IE) waren die Vitamin D Spiegel sehr schön angestiegen und das Parathormon deutlich gesunken und bei allen dreien im Normbereich.

Noch eines:
Der Körper kann Calcium nicht aufnehmen, wenn kein ausreichendes Vitamin D vorhanden oder zugeführt wird.

Wenn Du Interesse an Studien zum Vitamin D hast, dann google mal nach Prof. Holick - der betreibt diese seit 30 Jahren .

Es grüßt
Sonnenschein55

Geändert von Malve (08.06.10 um 05:04 Uhr)

Vitamin D, Vitamin D3

Hygieia ist offline
Beiträge: 170
Seit: 02.04.10
Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Also hies das für mich eben 1.400 I.E. am Tag ...
und dazu hast Du dann drei Tabletten genommen und eine durchgebrochen?
Oben schreibst Du vier Tabletten.

vG. H.

Vitamin D, Vitamin D3

Adrijan ist offline
Beiträge: 27
Seit: 27.04.10
gelöscht, da doppelt

Geändert von Adrijan (08.06.10 um 09:24 Uhr)

Vitamin D, Vitamin D3

carmen007 ist offline
Beiträge: 782
Seit: 21.11.06
Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Vitamin D wirkt nicht ganz so intensiv, aber ansonsten wirkt es genauso. Ich kann dem ganzen Thema aber aus einem anderen Grund nicht folgen, denn dieses Vitamin D ist ganz eindeutig ein Hormon. Insofern wirkt es auch wie ein Hormon mit allen vor und Nachteilen. Ungefähr so, als wenn Du lange Zeit Anabolika zum Muskelaufbau nimmst. Es wirkt genauso - und kein bißchen anders.

Vitamin D könnte man auch mit Melatonin vergleichen. Wer vorher viel Sonne tankt, baut aus Cholesterin (wie beim Vitamin D) und Testosteron (fast wie beim Vitamin D, denn bei dem entscheidet die Lungenaktivität) nach der Dämmerung einen hohen Spiegel in Form des Schlafhormons auf. Ein Hormon wie gesagt ! Das ganze hat nur einen Sinn, wenn es auch zum Tag-Nacht-Rhytmus kommt. Ergänzt man es häufiger, stellt der Körper weniger davon her, oder es wirkt garnicht mehr.

Vitamin D reagiert lediglich nicht so prompt wie Melatonin, da es nciht für den Tag/Nacht Rhytmus, sondern für den Jahresrhythmus verantwortlich ist. Insofern wird der Sonnenpegel (also die Sonne die man während seiner Aktivität tankt) ersteinmal in einen Zwischenspeicher geschrieben. In diesem Unterhautfettgewebe werden die letzten 20 Werte gespeichert, denn Vitamin D hält nur 20 Tage lang. Dann wird aus diesen Werten der Mittelwert gebildet, der dann über das Blut zur Niere geleitet wird und die bildet dann aus diesem Mittelwert das aktive Hormon.

Die Betonung liegt auf Hormon, denn das stellt den ganzen Körper auf die Jagdsaison oder Feldarbeit ein. D.h. es gibt ca. 50 Gewebearten die einen Rezeptor für dieses Hormon haben und den Organismus dann ganz erheblich umstellen. Als gut konnte ich das nicht empfinden - vielleicht als "für die Jagdsaison" erforderlich... !

Ich hab mir also mal angeschaut welche Gewebe mit Rezeptoren für (mehr Aktivität im Freien) ausgestattet sind und fand, daß es genau die sind, die wir zur Jagd brauchen. Es wird vermehrt neue Haut gebildet, weil wir uns in der aktiven Zeit mehr verletzen, es wird vermehrt Knochen auf und abgebaut, weil dabei Knochenrisse und Frakturen entstehen, es wird vermehrt Glukose bereitgestellt, weil wir mehr Energie brauchen, die Lungen nehmen mehr Sauerstoff auf, weil wir "mehr Puste" brauchen und es werden aus Cholesterin auch mehr aktivierende Hormone gebildet. Dieses Aktivitätshormon greift selbst über autokrine/parakrine Mechanismen in die Regulation des Zellwachstums ein (Hemmung der Angiogenese, der Zellproliferation und Karzinogenese bzw. Induktion der Zellreifung). Wir bilden dann eben erst einmal quantitativ mehr Gewebe, wenn auch nur von minderwertiger Qualität. Diese minderwertige Qualität erhalten wir dann aber auch während das aktive Hormon (aus Vitamin D) einen hohen Spiegel aufweist, sodaß wir Krebszellen nicht absterben, sondern erstmal gedeihen lassen. Über die Vitamin D-Rezeptoren wird die Apoptose und die Angiogenese gehemmt. Vitamin D-Rezeptoren konnten auch in Zellen des Immunsystems
nachgewiesen werden, sodaß wir aggressiver werden u.a, auch mehr Jagdhormon (Testoteron) herstellen. Vit-D verändert auch im Immunsystem die B- und T-Zellfunktion sowie die Makrophagenaktivität, was uns in eine Überreaktion treibt (Allergie und Autoimmunerkrankungen) Darüber hinaus wird die Abwehr bakterieller und viraler Infektionen durch gesteigerte Synthese von Cathelicidin gesteigert (es dringen ja auch viel mehr Keime in unsere nun offenen Wunden ein). Es verringert die Synthese von Renin, steigert die Synthese von Insulin (wir brauchen mehr Energie bei der Jagd) und die kardiale Kontraktilität steigt auch an (Herzinfarkt !). Kurzum: Es wirkt genauso positiv, als wenn wir Kokain nehmen oder uns Anabolika spritzen würden ...

Wichtig ist, daß wir nach so einer Phase der Feldarbeit oder nach der Jagdsaison wieder herunterschalten, damit sich unser Körper wieder regenerieren bzw. umbauen kann. Der Sinn dieses Hormions besteht ja darin unsere saisonale Aktivität zu steuern (Aktivität/Regeneration). Nicht so wie Melatonin, das nur Schlaf/Wach steuert, sondern dieses Hormon reguliert längere Perioden. Wenn wir dauernd Vollgas geben, dann würden wir durch das Hormon (aus VitaminD) eher kranker als gesunder. Wir fühlen uns danach lediglich aufgeputscht, doch das Gefühl hält nicht lange an ...

Abgesehen davon kommts bei dem sogenannten Mittelwertspeichervitamin nicht auf die absolute Höhe sondern nur auf die Differenzen im Jahresverklauf an. Diesen Sensorwert reguliert auch noch das "Vitamin D-bindende Protein". Ist der Sensor also zu hoch eingestellt (zu hohe Werte) und wird zuviel VitaminD in der Niere ins aktive Hormon umgewandelt, dann senkt die Nebenniere die Anzahl der Carrierprotein. Es wird also weniger Trägersubstanz hergestellt mit dem das VitaminD zur Niere transportiert wird. Dieses Carrierprotein ist dann auch der Grund, warum am Äquator oder in Südargentinien die Menschen trotz zehn mal mehr Sonnenlichteinstrahlung auch nur Werte um die 20µg/l aufweisen. Wir Nordeuropäer würden bei denen eigentlich Werte um die 60 erwarten, doch deren Sensor wird auf "Normalwerte" runterreguliert. Durch weniger Carrierproteinen zirkuliert in deren Blut dann genausoviel VitaminD wie in unserem. Tja - Vitamin D ist eben kein vitamin, sondern ein Hormon und mehr davon würde ihrem Organismus offensichtlich schaden. Genauer gesagt würde es die anderen Zellsysteme lahmlegen.

Im Endeffekt aktiviert unser Körper durch dieses Hormon nur unseren Organismus für die Jagd, denn wann wir "aktiv werden" bestimmen wir selbst, indem wir unsere Höhle / unser Haus verlassen und ins Licht gehen. Selbst Steinzeitmenschen hatten Behausungen.

Nun spreche ich von "Jagdhormon" weil dies ein sehr altes Hormon ist. Wir finden es bei Einzellern, bei Krebsen, im Plankton und bei Fischen. Wenns heller wird, dann steigen sie mit den Algen an die Wasseroberfläche (was Energie benötigt ...) Andere Tiere regeln damit ihren Winterschlaf und auch wir bemerken bei uns noch den 20-tage Mittelwertspeicher, wenn es Frühling wird und wir noch 20 Tage lang unter Frühjahrsmüdigkeit leiden. Wichtig ist also, daß wir nicht chronisch hochregulieren, sondern auch wieder runterregulieren. Ansonsten wird unsere Nebenniere nämlich immer weniger Carrierproteine bereitstellen (runterregeln) und wir müssen immer mehr künstliches Vitamin schlucken. Andererseits: Sinkt unser Vitaminspiegel (unter der Haut) zu weit ab, dann werden eben mehr Carrierproteine hergestellt ... Insofern sehe ich es als etwas kritisch an, wenn wir unseren Pegel das ganze Jahr auf "Jagdsaison" stellen, ohne uns eine Regenerationszeit zu gönnen.

Die Niere aktiviert über das Speicherhormon also nur unseren Stoffwechsel für einige Zeit und drosselt ihn dann wieder, wenn wir uns aus der Sonne zurückziehen (wenn keine Algen mehr an der Wasseroberfläche treiben...)

Nun könnte man sagen: Es wird ja noch anderes Gewebe geben, daß auch Vitamin D braucht. Ja - dieses andere Gewebe gibt es, doch das ist selbst in der Lage aus dem Sensorvitamin [25-OH-D3] das aktive [1,25-(OH)2-Vitamin D3] zu transformieren und fühlt isch zuviel Zufuhr von außen auf Dauer belästigt. Das erfolgt nun aber auf einer ganz anderen Schiene und hat nichts mehr mit unseren saisonalen Ruhe und Aktivitätsphasen zu tun. Diese Zellen nutzen lediglich das gleiche "Gaspedal" (Vit-D-Rezeptor). Allerdings könnte man nun davon ausgehen, daß diesen Zellsystemen die Transformation nicht mehr gelingt, wenn im Blut zu wenig [25(OH)D3] als Ausgangssubstanz kursiert. Die Frage ist also, ob sie aus dem vorhandenem noch genug 1,25-(OH)2-Vitamin D3 transformieren können ? In der Praxis zeigt sich nun, daß es keine Relation gibt. Auch wenn die Vitaminwerte des Hautspeichers tief in den Keller gesunken sind, können diese Zellsysteme bei Bedarf noch das Zehnfache der Normalwerte an 1,25-OH-Vitamin D herstellen. Das liegt einfach daran, daß im Blut ein tausendfacher Überschuß der Ausgangssubstanz kursiert. Die haben also mehr wie nur "genug", um eine "Feinabstimmung" vorzunehmen zu können. Neuere Forschungsarbeiten zeigen, daß 1,25-OH-Vitamin D über eine gewebeeigene 1α-Hydroxylase in einer ganzen Reihe von Geweben lokal gebildet wird. Es wird in der Zelle gebildet und läßt sich daher im Blut nicht bestimmen ! Im Blut kursiert immer nur das, was von der Niere gebildet wurde. Über dreißig Gewebe exprimieren einen 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 Rezeptor und für mehr als fünfzig Gene ist die Modulation der Transkription durch 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 belegt. Allerdings wird dieses aktive Hormon auch wieder intrazellulär abgebaut, sodaß es beim Gesunden auch nicht zu einer messbaren Erhöhung der Blutspiegels für 1,25-OH-Vitamin D kommt.

An dieser Stelle wird's nun interessant: Was passiert denn nun mit dieser intrazellulären Feinabstimmung, wenn wir künstliches Vitamin D in den Kreislauf geben ? Nunja - es wird zuerst einmal in voller Dosis durch die Niere fließen, bis die nach Monaten (!!!) ihre Carrierproteine heruntergeregelt hat. Die Niere stellt also Mitten im Winter unseren Körper auf "Jadsaison" um und verwandelt diesen Überschuß prompt in ein aktives Hormon. Dieses aktive Hormon überschwemmt nun aber auch die Zellen die normalerweise selbst das aktive Hormon herstellen, sodaß bei all diesen Zellen voll aufs Gaspedal gedrückt wird. Diese Zellen können sich nun nicht mehr selbst regulieren, denn "Fuß vom Gas nehmen" geht jetzt nicht mehr - das Hormon kommt ja von außen ! Wie sollen die einzelnen Zellen sich da noch runterregulieren können ? Niemand hat bis heute untersucht, was dann passiert ? Was passiert wenn man im Organismus und in jeder Zelle das ganze Jahr über nur noch Vollgas gibt, indem man den Vitaminspiegel das ganze Jahr lang über 30µg/l hält ?

Auffällig ist bei chronisch Kranken jedenfalls, daß die Werte des aktiven Hormons ansteigen, obwohl die Speicherwerte des VitaminD sehr niedrig sind. Wei kann das passieren ? Wenn wenig VitaminD aus der Haut durch die Niere läuft, dann stellt die Niere daraus auch nur einen niedrigen Spiegel aktives Hormon her. Das überschüssige aktive Hormon muß also aus den Zellen stammen, doch Gesunde Zellen geben es nicht ins Blut ab, sondern bauen es intrazellulär ab. Es muß also aus zerstörten Zellen stammen ... Wenn also ein Arzt sagt, daß bei niedrigem Speichervitaminwert noch alles o.k. ist, weil immernoch genug aktives 1,25-Dihydroxy-Vitamin D3 gebildet werden kann, dann sollte man seine Hände über dem Kopf zusammenschlagen ... Da ist garnichts o.k. denn bei niedrigem Speichervitamin muß auch das aktive Hormon niedrig sein. Und wenn die zerstörten Zellen dann nicht nur viel aktives Hormon ins Blut lassen, sondern auch viel Phosphat abgeben, dann stimmt noch weniger ... Und wenn dann soviel Phosphat im Blut ist, daß die Niere dieses Gemisch verdünnen muß, dann sollte man sich nicht wundern, wenn das den Nebenschilddrüsen nicht gefällt, denn die wollen die Konzentration des Calciums unter allen Umständen gleich halten und schütten daher Parathhormon aus. Und wenn PTH ansteigt, dann deutet das keinesfalls auf einen Vitamin-D-mangel, sondern eher auf ein massives Zellsterben hin. Aus diesem Grund gilt PTH auch als Tumormarker ... Doch das würde jetzt zu weit gehen.

In einem Satz: Mir ist keinesfalls verständlich welchen Vorteil ein ganzjäriger Vitaminspiegel über 20µg/l haben sollte ...

Hall Manno,

woher stammt diese Quelle?

LG Carmen

Vitamin D, Vitamin D3

carmen007 ist offline
Beiträge: 782
Seit: 21.11.06
Hallo Manno,

sorry, hatte leider zu spät gesehen, dass du keine Quellenangabe machen kannst.

Du deinen Calciumwerten. Wurde eine intrazelluläre Messung vorgenommen? Bei mir sind die Werte im Blut normal, jedoch intrazellulär weise ich einen Mangel auf.

Meine Nierenwerte: GFR nach der MDRD Formel (Filtrationsrate) ist viel zu hoch, norm 80-140 ml/min, mein Wert 218ml/min

Creatinin-Learance: 154.13 ml/min - Norm: 71.2-151

Zitat: Erst wenn die Niere wieder mit dem "Ausschwemmen" aufhört und das Calcium wieder zurückhält, steigt dessen Spiegel wieder an und die Schilddrüse schaltet von Calci-diol auf Calci-tonin um Zitatende

Könnte hier ein Zusammenhang bestehen?

LG Carmen

Geändert von carmen007 (08.06.10 um 08:33 Uhr)

Vitamin D, Vitamin D3

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo Manno,

ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten Deiner Arbeit eingehen, da gibt es einige Ungenauigkeiten. Aber dem Ergebniss Deiner Ausführungen stimme ich voll zu. Die Evolution hat es so eingerichtet, dass Menschen ursprünglich eine dunkle Hautfarbe hatten,wegen des Sonnenschutzes und der sonst erhöhten D-Bildung. Erst als der Norden besiedelt wurde bekamen die Menschen dort ihre weise Hautfarbe. Als Selbschutz vor zuviel D gibt es seither den Sonnenbrand. Nun hat sich die Evolution sicher dabei etwas gedacht, das der D-Spiegel im Winter herunter gefahren wird. Sonst hätte das native D zB. länger gespeichert werden können (jetzt 40-60 Tage).

VG peter

Vitamin D, Vitamin D3

GMO ist offline
Männlich GMO
Beiträge: 113
Seit: 06.05.10
Zitat von Sonnenschein55 Beitrag anzeigen
...und es scheint, als wenn sich meine Sonnenallergie verbessert hat.
Überraschung.

Ist doch die sog. Sonnenallergie (gemeint ist wohl die "polymorphe Lichtdermatose") nichts weiter als das (resp. ein) Symptom eines ausgeprägten Vitamin D-Mangels.

Bei vernünftiger Einstellung des Vitamin-D-Spiegels sollten deine Beschwerden früher oder später "von alleine" verschwinden. Nicht über Nacht, aber sofern Du nach Einstellung des Spiegels konsequent auf eine ausreichende (Erhaltungs-)Zufuhr achtest, sollte der Spuk in einigen Wochen (evtl. Monaten) vorüber sein. Darf da erfreulicherweise aus Erfahrung sprechen - seit ich meinen Vitamin-D-Spiegel (vor Jahren) aus dem Keller geholt habe, keinerlei Symptome mehr.

PS.: Die Schulmedizin rätselt und streitet ja bis zum heutigen Tag darüber, wo denn nun eigentlich die Ursachen liegen. Es sei leider noch immer nicht endgültig geklärt, warum manche Menschen irgendwann in ihrem Leben eine Sonnenallergie entwickelten. Warum die einen Menschen auf Sonnenstrahlung heftig reagierten und andere nicht, wisse man nicht mit Gewissheit zu sagen. Ominöse Immunreaktionen, reaktive Sauerstoffverbindungen in der Haut... ja, ja ...

... hab' ich schon erwähnt, dass der Mist bei mir verschwand, nachdem ich mich um meinen Vitamin-D-Spiegel gekümmert hatte?!

Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Als Selbschutz vor zuviel D gibt es seither den Sonnenbrand. r
Und der Osterhase bringt demnächst die Weihnachtseier!

Gibt es eigentlich irgendein Thema in diesem Forum, in dem Du keinen Unsinn von Dir gibst?!

Was bitte hat ein Sonnenbrand mit "Selbstschutz vor zuviel Vitamin D" zu tun? Seit wann schützt ein Sonnenbrand überhaupt vor irgendwas?! Wenn überhaupt, dann versucht sich der Körper über die Lichtschwiele und das Braunwerden der Haut, also über die Pigmente, zu schützen. Allerdings nicht vor dem Vitamin D, sondern schlichtweg vor Hautschäden durch die ultraviolette Strahlung.

Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen

Zum Einsatz von NEM´s, es gibt keine fundierte Studie(langzeit, randomisiert, verblindet, placebokontrolliert) die irgendeinen Erfolg in Bezug auf Heilung oder längeres Leben nachweisen kann. Ich denke, das geht auch überhaupt nicht.
Hab' mir das mal eben aus einem anderen Thread geborgt ... nur eine von vielen Merkwürdigkeiten, die du hier alle Nase lang - threadübergreifend - zum Besten gibst.

Könnte den zitierten Unsinn da oben mit 'nem Fingerschnippsen auseinandernehmen - stattdessen lasse ich das jetzt einfach mal für sich sprechen! Als kleine Abschreckung für Leute, die über deine Statements länger als zwei Sekunden nachzudenken versuchen...


Geändert von GMO (08.06.10 um 10:23 Uhr)

Vitamin D, Vitamin D3

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo GMO,

Und der Osterhase bringt demnächst die Weihnachtseier!
Warum, meinst Du wird die Haut braun ? Wie bei unseren Vorfahren, vor 150000Jahren.
Helle Haut synthetisiert im Sonnenlicht
sechsmal so viel Vitamin D wie dunkle,
die mit ihrem hohen Gehalt an Melanin die
UV-Strahlung abblockt (Spektrum der Wissenschaft
6/2003, S. 38). Deshalb haben
Afroamerikaner für gewöhnlich nur etwa
halb so hohe 25D-Spiegel wie Weiße.
aus SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT · JULI 2008

Hab' mir das mal eben aus einem anderen Thread geborgt
Ja, ich stehe den NEM´s sehr sekptisch gegenüber.[ Skepsis bedeutet für mich Ernstnehmen und genaues Hinsehen und den Diskurs zu hinterfragen].

Ich halte das Ganze für eine sehr gelungene Marketingaktion der Pharmaindustrie. Der Wert von NEM´s wird doch schon lange von nicht industrieabhängigen Publikationen infrage gestellt. Wie "Bitter Pillen" oder dem "arznei telegramm", oder auch U. Pollmer, den ich einfach mal zitiere:

Die Einschätzung beruht auf einer Analyse der bisher vorliegenden aussagekräftigen Interventionsstudien. Kei ne fand einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Auch das unabhängige «arznei-telegramm» (Berlin) kommt zum Schluss: «Die Datenlage ist eindeutig: In allen randomisierten Studien mit klinischen Endpunkten bleibt ein klarer Nutzen der Einnahme der Vitamine A, C und E sowie Betacarotin hinsichtlich der Behandlung oder Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs aus.»

Aber es kommt noch schlimmer: «Zu viel Betacarotin», so das «arznei-telegramm» weiter, «kann der Gesundheit schaden: In zwei grossen Untersuchungen und nach einer aktuellen Metaanalyse erhöht es die Lungenkrebsrate und die Gesamtsterblichkeit deutlich.» Selbst die zurückhaltende «Lancet», eine der international führenden medizinischen Fachzeitschriften, forderte, vorsorglich alle «klinischen Studien mit Betacarotin aufgrund der vorhandenen Risiken zu stoppen». Mit diesen Ergebnissen sind die Bemühungen gescheitert, dem Milliardenmar kt der Vitamine ein wissenschaftliches Mäntelchen zur Verkaufsförderung umzuhängen. Als Medikamente hätten sie keine Chance auf Zulassung.

Den Markt von Nahrungsergänzung und Functional Food bewegen zwei Motive, die beide an religiöse Vorstellungen anknüpfen: die Hoffnung, man könne mit Zusätzen den Eintritt ins Paradies ewiger Gesundheit, Schönheit und Jugend erkaufen. Und die Furcht, dass hinter allem, was bei Tisch Freude bereitet, Fallstricke des Teufels lauern; dass wir unsere «Esssünden» von heute schon morgen mit Krankheit zu sühnen hätten. Die Angst, die einst die Sexualität umgab, haben wir erfolgreich aufs Essen übertragen.
aus NZZ-Folio :Wurst statt Magerquark - NZZ Folio 03/04 - Thema: Gesundheit

Und Grundsätzlich:
Es geht nicht an, dass die öffentliche Diskussion über Nutzen, Risiken und Wirtschaftlichkeit von Arzneimitteln, die von seriöser bewertender Meinungsäußerung und wissenschaftlicher Kritik lebt, durch allein unternehmens- und wettbewerbspolitische Argumente unterbunden und damit die gesundheitspolitisch wichtige Produktkritik mundtot gemacht oder jedenfalls unter Sanktionsdruck gestellt wird. Der gesundheitsorientierten Produktkritik gebührt verfassungsrechtlich und zivilrechtlich Vorrang vor Absatzinteressen. Das allgemeine Interesse an der Freiheit öffentlicher Kommunikation genießt höheren Schutz als der privater Marktinteressen. Das jüngste Hamburger Urteil bestätigt diesen Grundsatz in begrüßenswerter Deutlichkeit und dürfte sich auf die andernorts schwebenden Berufungsverfahren auswirken.
aus: http://www.arznei-telegramm.de/html/...801003_02.html

VG peter

Geändert von knutpeter (08.06.10 um 11:10 Uhr)

Vitamin D, Vitamin D3

UlliS ist offline
Beiträge: 282
Seit: 09.02.10
Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Ja, ich stehe den NEM´s sehr sekptisch gegenüber.[ Skepsis bedeutet für mich Ernstnehmen und genaues Hinsehen und den Diskurs zu hinterfragen].

Ich halte das Ganze für eine sehr gelungene Marketingaktion der Pharmaindustrie. Der Wert von NEM´s wird doch schon lange von nicht industrieabhängigen Publikationen infrage gestellt. Wie "Bitter Pillen" oder dem "arznei telegramm", oder auch U. Pollmer, den ich einfach mal zitiere:
Es hat halt jeder andere Erfahrungen gemacht und nicht alle Menschen sind gleich. Weder im Aussehen, Intelligenz, Psyche, Körpergröße, noch im Stoffwechsel. Warum sollen NEMs bei bestimmten Erkrankungen nicht genauso wirkungsvoll sein wie Medikamente? Was spricht dagegen? Du wirst hier in Forum Leute finden die sich mit ein paar Vitaminen oder Mineralstoffen von üblen körperlichen oder psychischen Problemen befreit haben. Die Schulmedizin hatte die schon lange aufgegeben. Ich gehöre dazu. Ich habe mich den Großteil meines Lebens mit schlimmen Depressionen herumgeschlagen und habe mir jahrelang unsinniges Psychogefasel anhören müssen, bis ich per Zufall darauf gekommen bin, dass ein paar hundert Milligramm Magnesium das Problem vollständig beseitigen!

Mit NEMs ist es wie mit allem anderen auch, es wird viel Unsinn erzählt, es wird viel unsinniges Zeug verkauft und damit unbedarften Leuten das Geld aus der Tasche gezogen. Es gibt aber auch durchaus sinnvolle Sachen. Man muss halt die Spreu vom Weizen trennen können.

Gruß
Ulli

Geändert von UlliS (08.06.10 um 20:06 Uhr)


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