Vitamin D, Vitamin D3; Wechselwirkung Phosphat, Calcium, Magnesium

01.05.08 17:44 #1
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Vitamin D, Vitamin D3

Hygieia ist offline
Beiträge: 170
Seit: 02.04.10
membersound,
da hast Du eine Frage gestellt, für die es zwar im www. Antworten gibt, aber diese tendieren mal zu D3 und mal zu D2.

Veganer z.B. wollen nur D2 einnehmen. Du findest bei Veganes Auge etwas darüber, auch über die Bezugsquelle.
Auch über die möglichen Höchstmengen solltest Du googeln und dann für Dich entscheiden, wie Du da herangehen möchtest.

Ich gebe sonst gern Entscheidungshilfen aber bei dieser Frage habe ich keine eindeutigere Antwort parat.
vG. H.

Vitamin D, Vitamin D3

Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von UlliS Beitrag anzeigen
D3 verbessert die Aufnahme von Calcium, und Calcium wiederum hat einen positiven Effekt auf die Haut (alergische Reaktionen, Ekzeme, Schuppenflechte, Neuordermitis), das ist recht bekannt. Gruß Ulli
Das bezweifele ich, denn Vitamin D3 ist der Nährstoff für Hautpilze und bewirkt somit bei Neurodermitis eher das Gegenteil ... Helfen kann hier nur die Sonneneinstrahlung, denn die weitet die Gefäße der Haut und damit die Durchblutung. Deswegen gibt's beim Hautarzt auch kein Vitamin D, sondern eine Bestahlung der Haut.

Auch das es einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Calciumaufnahme gibt, bezweifele ich inzwischen. Es gibt zwar einen Zusammenhang zwischen einem höherem Hormonspiegel des aktivem Vitamin D und dem Parathormon, aber der dürfte eher zufällig sein. Genauer gesagt verbindet beides ein massives Zellsterben. Die sterbenden Zellen geben das aktive Hormon Vitamin-D ab (was nicht sein darf !) und Parathormon erhöht sich, weil die Zellen sterben (ist ja auch ein Tumormarker). In der Krebstherapie oder bei der Dialyse verschlechtern höhere Werte des aktiven Vitamin D3 jedenfalls den Heilerfolg ...

Vitamin D, Vitamin D3

knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Hallo Ulli,

Das kann ich auch aus aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich vermute ein wichtiger positiver Effekt des D3 besteht in der Verbesserung des Mineralstoffwechsels, vor allen Calcium. Mg ist notwendig um D3 in das eigentlich aktive Hormon umzuwandeln.
Für die Umwandlung von 0,25 D3 in das aktive 1,25 D3 sind nur fuktionierende Nieren nötig. Sonst nichts. Der 1,25 D3 Spiegel wird vom Körper sehr eng reuliert, damit es nicht
zur Verkalkung der Gefäße und Weichteile kommt. Überschüssiges Hormon wird wird in das inaktive 1,24 D3 umgewandelt. Über das aktive Vitamin wird Calcium verstärkt im Darm resorbiert und über das Parathormon im Knochen eingelagert. Der Mineralstoffwechsel mit Calcium, Phosphat,Östrogen, Glucorticoide, Calcitonin u.a. beeinflussen nur den Parathormon-Stoffwechsel. Mg ist da nirgens nötig.

VG peter

Vitamin D, Vitamin D3

UlliS ist offline
Beiträge: 282
Seit: 09.02.10
Zitat von knutpeter Beitrag anzeigen
Für die Umwandlung von 0,25 D3 in das aktive 1,25 D3 sind nur fuktionierende Nieren nötig. ...... Mg ist da nirgens nötig.
Hallo Peter,

bei der Umwandlung laufen in den Nieren chemische Reaktionen ab die wiederum auf bestimmte Stoffe angewiesen sind, wie zB. Magnesium. Wer's nicht glaubt kann's ja einfach mal ausprobieren. Ich merke das sehr direkt. Ich weiß nicht ob Du auf den Link warst den ich gepostet habe, dort steht uA. dass man den D3 Spiegel auch nur mit Mg anheben kann.

Gruß
Ulli

Vitamin D, Vitamin D3

Sonnenschein55 ist offline
Beiträge: 78
Seit: 12.05.10
Hallo Manno,

Du hast sehr viel geschrieben. Mir ist nicht ganz ersichtlich, woher Du diese Erkenntnisse hast oder wo Du sie abgeschrieben hast.
Fakt ist, das z.B. Prof. Holick seit 30 Jahren Forschung auf dem Gebiet Vitamin D betreibt und das eindeutige Studien veröffentlicht wurden, das Prostatakrebs, Brustkrebs und Darmkrebs zu einem großen Teil durch Vitamin D verhindert wird.
Ich habe mit 2 Professoren (Dr. Spitz und Dr. Zittermann) Kontakt aufgenommen, die mir beide die Wichtigkeit für die Menschheit des "Sonnenhormons" sehr anschaulich beschrieben haben.
Wir haben mit 3 Familienmitgliedern einen massiven Vitamin D Mangel gehabt, daneben auch ein teils massiv erhöhtes Parathormon, viel zu hohes Testosteron und viel zu niedriges Calcium.
Vitamin D (25 OH) hat sich prima erhöht (ohne das jemand von uns aufgedreht ist) Parathormon und Testosteron ist auf Normwerte runtergegangen (innerhalb 4 Wochen) Nur das Calcium hat sich weder nach oben noch nach unten bewegt (Die Laborwerte liegen uns vor).

Sonnenschein55

Geändert von Malve (18.07.10 um 08:50 Uhr) Grund: Boardregeln Punkt E

Vitamin D, Vitamin D3

UlliS ist offline
Beiträge: 282
Seit: 09.02.10
Zitat von Manno Beitrag anzeigen
Auch das es einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Calciumaufnahme gibt, bezweifele ich inzwischen.
Warum gibt es dann so viele Kombinationspräparate, Calcium + D3 ?? Der Zusammenhang ist eigentlich recht gut erforscht. Ich kann nur jedem empfehlen solche Dinge einfach mal auszuprobieren, wenn's was bringt ist's gut, wenn nicht lässt man es einfach wieder sein, schaden tuts nicht. Ich merke es sehr direkt ob ich D3, Mg und Ca nehme oder nicht. Ich habe ein übles Ekzem das mich ca. 10 Jahre genervt hat mit den genannten Stoffen zum verschwinden gebracht.

LG Ulli

Vitamin D, Vitamin D3

Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von Sonnenschein55 Beitrag anzeigen
Hallo Manno,
Du hast sehr viel geschrieben. Mir ist nicht ganz ersichtlich, woher Du diese Erkenntnisse hast oder wo Du sie abgeschrieben hast.
Ich müßte Dir dazu so um die hundert Quellen ageben, denn ich war gezwungen mich damit etwas umfassender zu befassen. Ausgangspunkt war "Nukleärer Faktor kappa B (NF-kB), Vitamin D und intrazelluläres Calcium" Zusammenfassung des Vortrages vom 23.05.2009 in Würzburg von Dr. A. D. Höck (wirst Du bei Google genau unter diesem Stichwort finden). Auch diese Ärztin berichtet über die sensationellen Erfolge durch Vitamin D. Nunja - ich lies meinen Spiegel bestimmen und kam auf 11µg/l, was ich als etwas zu wenig empfand. Also bestellte ich mir eine Dose mit 1000 Tabs aus der USA und nahm am Tag 4 Tabs a 400 I.U. ein. Brav nach Tabelle, denn 1.400 I.E. erhöhen den Spiegel um 10 µg/l. So komme ich nach dem Winter auf einen Wert von 21 statt 11. Gesagt getan und nach dem Winter kam ich dann auf einen Wert von 6 statt 11. Nun spürte ich schon, daß es mir schlechter ging ... Ich sollte vielleicht noch erwähnen, daß ich die Substitution einen Monat vor der Blutabnahme eingestellt hatte, denn sonst hätte ich ja nur die Anzahl meiner zugeführten Dosis gemessen. Tja -und nun wirst Du nachvollziehen können was passiert, wenn man Hormone zuführt. Der eigene Sensor stellt fest: "Der Pegel ist zu hoch !" und reguliert die Anzahl der Carrierproteine runter, bis es wieder paßt. Das bedeutet nun nicht, daß ich nicht genug "aufgetankt" habe. Ich dürfte nun mehr wie genug im Fettgewebe gespeichert haben, denn das Vitamin wird auf jeden Fall gespeichert. Allerdings entscheiden die Carrierproteine darüber wie viel durchs Blut wandert. Kurzum: Die Nebennieren entscheiden wie hoch der Pegel sein soll - nicht die Vitaminzufuhr von außen !

So -jetzt könnte ich noch einen Absatz über das erhöhte Calcium bei einer Mitochondrie verfassen, aber den habe ich heute schon verfasst.

Ich könnte auch noch einen zum Tema Vitamin D und Parathormon verfassen (das sich durch Vit.D nämlich überhaupt nicht beeinflussen läßt, solange keine Zellzerstörung vorliegt). Bei Mitochondropathien werden kaum Zellen zerstört und trotzdem wird viel Calcium freigesetzt, was in meinem Körper zur Verkalkung der kleinen Gelenke führte und was ich durch eine calciumarme Diat wieder rückgängig machen konnte. Ich mußte nämlich feststellen, daß nicht Vitamin D für den Knocheneinbau nötig war, sondern Calcitonin ...

Aus dieser Erfahrung heraus hab ich dann auch geschrieben, daß bei überschüssigen Phosphaten im Blut (aufgrung der blockierten Mitochondrien) nur Knochen abgebaut werden kann. Das Hormon Calci- triol [1,25(OH)2D3]hat nämlich recht wenig mit dem knochenaufbauendem Calci-tonin zu tun. Die Niere verdünnt solange, bis das Phosphat draußen ist und die Schilddrüse baut mit Calci-diol ständig Knochen ab (nicht auf), um den Calciumspiegel aufrecht zu halten. Erst wenn die Niere wieder mit dem "Ausschwemmen" aufhört und das Calcium wieder zurückhält, steigt dessen Spiegel wieder an und die Schilddrüse schaltet von Calci-diol auf Calci-tonin um. Das würde sie aber auch ohne VitaminD Zufuhr tun ! Wie gesagt: Ich habe eben erst etwas zu diesem Thema geschrieben und dort scheint auch jemand geglaubt zu haben, daß VitaminD und Calcium zum Knochenaufbau ausreicht. Ich sagte "scheint" - ich weiß ja nicht, ob ihr Arzt nicht doch auf Calci-tonin achtet ...

Das war nun wieder so ein Roman, denn das Thema ist alles andere wie einfach. Woraufs mir dabei aber ankam ist zu sagen: Egal welche Giftstoffe im Blut sind - die Niere schwemmt alles ohne Rücksicht auf Verluste raus und die Schilddrüse reagiert mit Parathhormon ... Das hat aber nichts mit Vitamin D zu tun !

Auf alles andere gehe ich jetzt nicht auch noch ein - denn das können wir immernoch, wenn Du merkst, daß daß da etwas mit der schulmedizinischen Therorie nicht ganz stimmt. Nur eines noch: Ich glaube auch, daß ein Wert unter 10 keineswegs gesund ist, denn daß Kinder deshalb rachitisch werden, ist ja schon seit langem bekannt. Ich erkläre mir das so, daß bei extrem niedrigen Werten nicht mehr ausreichend
[25(OH)D3] von den Carrierproteinen aufgenommen werden kann und diese dann von etwas anderem besetzt werden. Aber nicht nur das: die Nebennieren stellen bei einem Mangel noch mehr Carrierproteine her und die werden dann auch noch von was anderem besetzt. Wenn sich nun die Zellen ihre Carrierproteine reinziehen, um an [25(OH)D3] zu kommen, dann werden sie zugemüllt. So als wenn man einen Brief erwartet und stattdessen nur Werbung in den Kasten gestopft bekommt. Am Ende kann der Postbote den Brief nicht mehr reinstecken, weil der Kasten total zugemüllt ist. Dann hilft's ganz bestimmt, wenn man eine Überdosis ins Blut schüttet, denn nur so bekommen die Zellen wieder ihr [25(OH)D3]. Aber wieviel sollte das denn sein ?

Ob ein zuwenig an [25(OH)D3] bei Prostatakrebs, Brustkrebs, Darmkrebs , Parathormon, Testosteron schädlich ist, wage ich immer noch zu bezweifeln, da ich ja schon beschrieben habe, wozu diese Organe ihre Rezeptoren haben. Andererseits werden diese Organe oft überlastet, sodaß man ihre Aktivität durch einen anderen Rezeptor (den Vitamin D Rezeptor) erhöhen kann. Es mag kurzfristig funktionieren, aber ist das auch der richtige Weg ? Besser wäre es die eigentliche Ursache der Störung zu beheben, denn was passiert, wenn die Nebennieren gegensteuern (blockieren) ? Bei CFS machen sie das nämlich irgendwann ...

Vitamin D, Vitamin D3

Sonnenschein55 ist offline
Beiträge: 78
Seit: 12.05.10
Hallo UlliS,

zur Info:
nach Auskunft eines Arztes, der sich seit vielen Jahren mit Vitamin D beschäftigt, spielen neben von Dir bereits genanntem Magnesium auch Selen und Zink eine wichtige Rolle.

Herzliche Grüße
Sonnenschein55

Vitamin D, Vitamin D3

Hygieia ist offline
Beiträge: 170
Seit: 02.04.10
Tja -und nun wirst Du nachvollziehen können was passiert, wenn man Hormone zuführt. Der eigene Sensor stellt fest: "Der Pegel ist zu hoch !"
Manno,
eine gewagte These.... Deine Werte zeigen doch, dass Du so wenig supplementiert hast, dass Dein 25OH-Wert - wenn es der ist, den Du hast bestimmen lassen - noch weiter 'runterging. Es wurde nicht einmal der Verbrauch aufgefüllt. Kein Wunder, dass Du Dich schlecht fühltest. Du hast übrigens mit 1600 IE supplementiert, wenn Du 4 Tabs a 400 IE einnahmst.

Über wieviele Tage hast Du Vitamin D eingenommen? Der Winter war lang. Welche Tabelle hast Du benutzt? Hier ist eine Berechnungsmethode aus einem anderen Forum.
vG H.

Vitamin D, Vitamin D3

Manno ist offline
Beiträge: 1.141
Seit: 09.09.08
Zitat von UlliS Beitrag anzeigen
Warum gibt es dann so viele Kombinationspräparate, Calcium + D3 ?? Der Zusammenhang ist eigentlich recht gut erforscht. LG Ulli
Vielleicht macht man das, weil die Knochen - sowohl die - ohje, wie nennt man die xy-blasten jetzt wieder ? - Sage ich halt einfach mal, weil die knochenaufbauenden Zellen wie auch die knochenabbauenden Zellen Rezeptoren für das Hormon aus Vitamin D haben. Beides wird dadurch beschleunigt: Der Knochenabbau wie auch der Aufbau. Ich schrieb ja schon, daß das Hormon uns für die Jagdsaison fitt macht und da müssen kleine Risse und Frakturen sofort repariert werden. Vitamin D baut deswegen trotzdem keinen Knochen auf, sondern drückt dabei nur aufs Gaspedal ! Die Knochen werden von Calci-tonin aufgebaut. Genauer - wenn der Calciumspiegel über 10 mg/100 ml liegt sezernieren die C-Zellen der Schilddrüse Calcitonin. Und das unabhängig vom Vitamin D. Dabei wird der Knochen (im Winter) sogar wesentlich stabiler ausgebaut, als wenn er im "Turbogang" nur proviosorisch zusammengeflickt wird.

Haben wir dann irgendwann genug Beute gemacht, sollten wir eigentlich wie ein Hund reagieren. Wenn der nämlich genug gefressen hat, so hemmt beim Hund eine hohe Konzentrationen von Calcitonin im Blut das Sättigungszentrum. Hierdurch kommt es beim Hund zu einer verringerten Nahrungsaufnahme und damit wieder zu weniger Kalzium im Blut. (ansonsten würden seine Gelenke verkalken). Tja -und was stoppt nun die Calciumaufnahme bei einem Menschen, der Kombinationspräparate (Calcium + D3) einnimmt ? Ist das wirklich so gut erforscht ?

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