hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

12.04.18 10:36 #1
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togian ist offline
Beiträge: 805
Seit: 14.06.09
Dr. Coimbra behandelt seit ca. 15 Jahren Patienten mit Autoimmungeschehen (und auch chronische Infekte wie z.B. Borreliose) mit hochdosiertem D3.

An der Stelle DANKE! an Brigitka, dass Du dieses Thema ins Forum gebracht hast.

Behandelte Krankheiten (ein Auszug):
  • Multiple Sklerose
  • Parkinson
  • Vitiligo
  • Borreliose
  • Psoriasis ....
  • (sobald es "autoimmun" oder chronischer Infekt ist - wenn also TH17 Zellen am Entzündungsgeschehen beteiligt sind, müsste man damit gute Chancen haben)

Je nach Quelle werden um die 90% bezüglich REMISSION/in 2 Jahren Therapiedauer genannt.
Am Beispiel MS ist damit gemeint: keine neuen Schübe. Rückbildung der Schäden des (1) letzten Jahres vor Therapiestart (also untere Grenze - nach oben hin ist viel Luft ) Großteil der Heilung findet in den ersten 2 Jahren statt, aber auch danach sind noch graduelle Verbesserungen an der Tagesordnung.

Gilt allerdings nur, so lang man D3 hochdosiert nimmt. Ca. 2 Jahre ist Therapie/Einstellungszeit. Danach nimmt man aus heutiger Sicht lebenslange Erhaltungsdosis. (Coimbra schaut gerade ob man Langzeitpatienten irgendwann runterdosieren kann)

Bestandteile des Protokolls:
  • Hochdosiertes D3 (20.000 iE/Tag aufwärts - individuelle Dosis muss mit Hilfe von Befunden eingestellt werden)
  • weiter Nahrungsergänzungen (Magnesium/B-Komplex, Cholin, Selen, Zink, lt. Coimbra ist K2 optional)
  • Kalziumarme Ernährung (keine Mipros)
  • optional: Glutenfrei (also generell schauen, dass man nur verträgliches isst)

Es dauert einige Wochen/Monate bis der optimale D3 Spiegel erreicht ist. Ab da berichten die PatientInnen von ihrem Beginn der Heilung (Stimmung besser, mehr Energie, besserer Schlaf). Nach ca. 2-3 Monaten in der Phase geht es ans Reparieren (Hormone sind balancierter, Neubildung von Gehirn- und Nervenzellen wird gefördert. Myelinschäden werden behoben. In der Phase flackern alte Symptome auf. Es kann (aber muss kein) starkes auf und ab an Symptomen geben (natürlich je nach Grunderkrankung - bei Vilitigo wird man nix spüren, bei MS wenn Nervenschäden repariert werden, kann das schon ordentlich für Symptome sorgen).


Kosten:
ca. € 80 für D3/Jahr (ich hab mit 100.000 iE/Tag gerechnet).
4x Privatarzt in 2 Jahren (ich schätz den Teil auf ca. € 600 gesamt, also ca. € 300/Jahr)
"diverse Vitamine/Spurenlemente" - werden mit €70-100 pro Monat beziffert. (ich hab die Liste kurz durchgeschaut und denk mir das müsste mit max. € 50/Monat machbar sein?! Allerdings fehlen mir die genauen Dosierungen..)

Es gibt mittlerweile in Ö/D Ärzte die die Ausbildung bei Coimbra gemacht haben und somit das Protokoll begleiten können.
Coimbra Ärzteliste
(man soll anscheinend darauf achten, dass Ärzte/HP's keinen Etikettenschwindel betreiben und wirklich bei Coimbra waren ("offizielle" Liste siehe voriger Link).

Quellen:
Coimbraprotokoll Deutschland
Coimbra Protokoll – Multiple Sklerose, Lyme u.v.m. – Dr. Retzek's umfassend gesund!
(+ es gibt mittlerweile viele Seiten, Facebookgruppe(n?) +++)

Ich denk mir die ganze Zeit beim Recherchieren: da würde doch noch prima Jod und Vitamin A und Vitamin C und... ins Protokoll passen?!
Bin schon gespannt wie sich das Protokoll in den nächsten Jahren entwickelt (und ob die orthomolekulare Medizin dadurch einen Beliebtheitsschub bekommt).
Wenn ich mir anschau, aktuelle Therapiekosten/Jahr für MS-PatientInnen liegen bei € 25.000-30.000/Jahr - und Remission ist nicht vorgesehen bei dem "Modell".
Da kommt jetzt einer und verspricht 90% Remission für max. € 2.000 (schätze ich grob, mit allem pi-pa-po also inkl. aller Blutbefunde, Knochendichtemessung, allen NEM's und Arztgebühren) Spannend

lg togi


hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

HansIKU ist offline
Beiträge: 51
Seit: 03.04.18
Zitat von togian Beitrag anzeigen
Je nach Quelle werden um die 90% bezüglich REMISSION/in 2 Jahren Therapiedauer genannt.
Kannst du die Quellen mit belegten Patientenfälle bitte mal posten.
Danke

hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

togian ist offline
Themenstarter Beiträge: 805
Seit: 14.06.09
Zitat von HansIKU Beitrag anzeigen
Kannst du die Quellen mit belegten Patientenfälle bitte mal posten.
Das sind Aussagen vom Dr. Coimbra himself bei Interviews (ich glaub er spricht bei seinen Patienten - rund 10.000 in seiner Klinik bis dato - sogar von 95%?). Schau mal auf seine HP.

lg togi

hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

HansIKU ist offline
Beiträge: 51
Seit: 03.04.18
Das sind Aussagen vom Dr. Coimbra himself bei Interviews (ich glaub er spricht bei seinen Patienten - rund 10.000 in seiner Klinik bis dato - sogar von 95%?). Schau mal auf seine HP.
Verstehe, wenn es Aussagen von Dr. Coimbra himself sind, braucht man nichts weiter auf Plausibilität prüfen.

hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

togian ist offline
Themenstarter Beiträge: 805
Seit: 14.06.09
Zitat von HansIKU Beitrag anzeigen
Verstehe, wenn es Aussagen von Dr. Coimbra himself sind, braucht man nichts weiter auf Plausibilität prüfen.
ich versteh nicht, was du in meine antwort reininterpretierst.
geh auf seine HP und schau nach wenn es dich interessiert

hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

HansIKU ist offline
Beiträge: 51
Seit: 03.04.18
Hast du vielleicht einen Link zu seiner HP? Hab nichts gefunden. Danke

hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

ArmesHaschel ist offline
Beiträge: 902
Seit: 11.04.10
Zitat von HansIKU Beitrag anzeigen
Verstehe, wenn es Aussagen von Dr. Coimbra himself sind, braucht man nichts weiter auf Plausibilität prüfen.
Hi HansIKU,

worauf möchtest Du hinaus ?

Also soweit ich gefunden habe betreibt Dr. Coimbra keine eigene Webseite, seine Instituts-Webseite findest Du hier:
Universidade Federal de São Paulo
Leider reicht mein portugiesisch nicht aus um weiter vorzudringen.

Für den Rest gibt es genug Studien über Vitamin D und MS:
https://vitamindwiki.com/1000+IU+per...imbra+Aug+2013

(https://bit.ly/2Hw7F4s)

oder hier:
http://www.vitamindandms.org/

Wenn Du Dr. Coimbra und MS in einer Suchmaschine suchts, findest Du genug persönliche Erfahrungen von MS Erkrankten mit dem Protokoll.

Gruß Haschel
__________________
Keine falschen Perlen vor echte Säue werfen!

Geändert von ArmesHaschel (13.04.18 um 08:29 Uhr)

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hitti ist offline
Beiträge: 1.975
Seit: 26.02.12
Ja, ich musste auch nach jahrelanger Abstinenz letztendlich Jod massiv auffüllen und Flourid damit auch vertreiben. Mir geht es mit Vit. D hochdosiert und Jod gut, allerdings ist Jod jetzt aktuell nicht mehr nötig.

Alle anderen aufgeführten NEMs habe ich auch schon genommen, ich lasse immer alles austesten.

Molkerei-Produkte esse ich momnetan als Genuss und wegen der positiven Auswirkungen auf das Darm-Mikrobiom in Maßen eingeschränkt, jahrelang aber auch gar nicht. Glutenfrei seit einigen Jahren, jetzt glutenarm, da ich ab und zu was genießen möchte :-)

Bei mir ist auch weiterhin Luft nach oben, aber es geht mir wesentlich besser als vor einigen Jahren. Und das ist doch das wichtigste, zumindest für mich.

LG
hitti

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togian ist offline
Themenstarter Beiträge: 805
Seit: 14.06.09
Hi hitti,
wie viel d3/tag nimmst du? mit/ohne co-faktoren? (k2, bor...)

coimbra sieht ja punkto k2 bei hohen dosierungen keinen erhöhten bedarf, weil es ab einem gewissen level "äh nichts mehr nützen würde". so hab ich das zumindest verstanden. (deswegen sein verzicht auf mipros).
was sagt da deine testung?

soweit ich das richtig verstehe, ist man bis 10.000 iU/d auf der sehr sicheren seite, 20.000 iU müssste auch noch noch passen (da man ja auf natürlichem wege auch ungefähr in dem bereich wäre).
alles was darüber hinaus ist könnte theoretisch mittel-/langfristig zu problemen mit kalzium führen (deswegen sagt coimbra lieber kalziumarm essen).

da du ja mipros isst (ich geniesse sie auch! ) und alles testest, würde mich interessieren was du lt. testung da für ein programm zusammengestellt bekommen hast.

(und jod - ich bin auch soooooo froh das grad entdeckt zu haben. besser spät, als nie
deswegen denke ich mir - jod (inkl. optimal funktionierender SD) mit coimbra + ein bisserl engagierteres NEM programm als coimbra es empfiehlt müsste ja super genial sein.

lg togi

hochdosiertes D3 - Coimbra Protokoll (bei Autoimmunerkrankungen)

HansIKU ist offline
Beiträge: 51
Seit: 03.04.18
@Togian
Das sind Aussagen vom Dr. Coimbra himself bei Interviews (ich glaub er spricht bei seinen Patienten - rund 10.000 in seiner Klinik bis dato - sogar von 95%?). Schau mal auf seine HP.
Kommt der Link zu seiner, von dir erwähnten, HP noch?

@ArmesHaschel:
Für den Rest gibt es genug Studien über Vitamin D und MS:
Hast du dir die Studien überhaupt mal selbst durchgelesen?
Hier liegt bestimmt irgendeine Verwechslung vor, die sich bestimmt noch aufklärt....


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2882221/
Although there may have been confounding variables in clinical outcomes, treatment group patients appeared to have fewer relapse events and a persistent reduction in T-cell proliferation compared to controls.
High-dose vitamin D (∼10,000 IU/day) in multiple sclerosis is safe, with evidence of immunomodulatory effects.
---
Beeindruckende Studie, die aussagt, dass die hohe Dosierung sicher zu sein scheint und es so aussieht, als hätten die Probanden weniger Anfälle.
Von Heilung, von 80 bis 95% Heilung kein Wort.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22926855
Higher vitamin D levels were associated with lower, but not statistically significant, relapse risk
Vitamin D levels are inversely associated with MS activity on brain MRI


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23250818
The mean number of total plaques showed a marginally significant decrease in the group receiving vitamin D3 supplementation as compared with the placebo group
Administration of vitamin D3 supplements to ON patients with low serum vitamin 25 (OH) D levels may delay the onset of a second clinical attack and the subsequent conversion to MS.
---Heilung? 80-95% Keine Spur.


http://ajcn.nutrition.org/content/86/3/645.long
Disease progression and activity were not affected, but the number of gadolinium-enhancing lesions per patient (assessed with a nuclear magnetic brain scan) decreased from the initial mean of 1.75 to the end-of-study mean of 0.83
---Heilung? 80-95% Keine Spur.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8...g=f1000,f1000m
----Tiermodell, das nicht auf den Menschen übertragbar sein muss

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17179460
The inverse relation with multiple sclerosis risk was particularly strong for 25-hydroxyvitamin D levels measured before age 20 years. Among blacks and Hispanics (109 cases, 218 controls), who had lower 25-hydroxyvitamin D levels than whites, no significant associations between vitamin D and multiple sclerosis risk were found.
---wirklich beeindruckende Studie, die zeigt, dass Vitamin D nur bei jungen Leuten einer Ethie zu korrelieren scheint, aber bei über 20 Jährigen und anderen Ethnie keine Beziehung zu bestehen scheint.
Die Krankheit wird wohl je nach Alter unterschiedliche Ursachen haben..



http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18653736
Serum levels of 25(OH)D were associated with both relapse rate and disability in MS patients.
----Korrelation oder Kausalität?
Wenn man doch schon die Studie zu Vitamin D macht, warum gibt man den Leuten nicht einfach ein wenig Vitamin D und heilt sie, wenn es doch so einfach ist.


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19383644
We conclude that large numbers of patients with MS and TM in our cohort are deficient in vitamin D
---Beeindruckende Studienergebnisse.
Wenn 90% einen angeblichen Mangel haben, wir wahrscheinlich ist es, dass Leute mit MS keinen Mangel haben?
Gleichzeitig hat man die Patienten mit Vitamin D behandelt.
Wieso steht da nichts von Heilung? 80-95%?


http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?...amin+d+3010+iu
----
in the multivariate model adjusted for age, disease duration and previous use of immunomodulatory therapy, every 10 nmol increase in 25-OH-D level was associated with a reduction in the relapse incidence rate of 13.7%.
---Heilung? 80-95% Keine Spur.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/core/lw...47090-fig3.jpg
Selbst bei höchsten Blutspiegeln tritt immer noch eine Krankheitsprogression auf. Was sagt uns das jetzt?

SAGE Journals: Your gateway to world-class journal research
--bla bla. Heilung? 80-95% Keine Spur.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1...,f1000m,isrctn
--eine toxikologische Bewertung. Heilung? 80-95% Keine Spur.

Togian
Je nach Quelle werden um die 90% bezüglich REMISSION/in 2 Jahren Therapiedauer genannt.
Noch einmal, wo sind die vielen Quellen?

Irgendwie scheint hier eine Verwechslung vorzuliegen.
Es scheint mir so, als gäbe von den zehntausenden Geheilten keine Spur.
Heilungsraten von 90-95%? Keine Spur.

Togian?

Geändert von HansIKU (13.04.18 um 14:53 Uhr)


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