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Das war für mich das Stichwort, Uta. Da haben wir den Sommer - Thread!
Zitat:
ok, dann gehen wir jetzt in den Sommer
Löwenzahn ist schon seit jeher
als höchst kriegerisch verschrien,
denn er lässt bei gutem Winde
Fallschirmtruppen feindwärts ziehn.
Und ich sitz auf der Veranda
und verzehre meine Suppe
und entdecke in der selben
Versprengte dieser Truppe.
Keine Vase will dich. Keine
Liebe wird durch dich erhellt.
Aber deines Samens reine
Weiße Kugel träumt wie eine
Wolke, wie der Keim der Welt.
Lächle! Fühl dich gut gedeutet!
Blüh! So wird aus Schweigen Huld.
Bittre Milch und Flaum, der gleitet:
O, nicht Haß - den Himmel weitet
Weisheit, Stillesein. Geduld.
Wärst du auf der Höh geboren,
Ferne, selten, früh empor:
Teilnahmslosem Gang der Horen
Blühtest ruhmvoll, unverloren
Groß, dein Wunder vor.
Wenn im Sommer der rote Mohn
wieder glüht im gelben Korn,
wenn des Finken süßer Ton
wieder lockt im Hagedorn,
wenn es wieder weit und breit
feierklar und fruchtstill ist,
dann erfüllt sich uns die Zeit,
die mit vollen Massen misst.
Dann verebbt, was uns bedroht,
dann verweht, was uns bedrückt,
über dem Schlangenkopf der Not
ist das Sonnenschwert gezückt.
Glaube nur, es wird geschehn!
Wende nicht den Blick zurück!
Wenn die Sommerwinde wehn,
werden wir in Rosen gehn,
und die Sonne lacht uns Glück!
Klingt im Wind ein Wiegenlied,
Sonne warm hernierdersieht;
Seine Ähren senkt das Korn;
Rote Beere schwillt am Dorn;
Schwer von Regen ist die Flur -
Junge Frau, was sinnst du nur?
Theodor Storm, 1817-1888
Hinweis:
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(aus dem Maskenzug, 1810)
Johann Wolfgang von Goethe (1749 bis 1832)
Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,
und von den Auen dränget uns die Glut;
doch dort am Wasserfall, am Felsensitze
erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.
Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,
die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,
dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;
doch Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.