Das Forum für Gesundheit
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Nach dem Regen
Die Vögel zwitschern, die Mücken
Sie tanzen im Sonnenschein,
Tiefgrüne feuchte Reben
Gucken ins Fenster herein.
Die Tauben girren und kosen
Dort auf dem niedern Dach,
Im Garten jagen spielend
Die Buben den Mädeln nach.
Es knistert in den Büschen,
Es zieht durch die helle Luft
Das Klingen fallender Tropfen,
Der Sommerregenduft.
Offenbach - Für Meteorologen in aller Welt beginnt der Sommer schon am 1. Juni. Die Sonne erreicht aber erst am 21. Juni am Wendekreis des Krebses bei 23 Grad, 26 Strich nördlicher Breite ihren höchsten Stand über der Nordhalbkugel. Dieser Tag ist der astronomische Sommeranfang.
Für die Meteorologen wäre ein Jahreszeitenwechsel mitten im Monat aber schon aus Gründen der Statistik unpraktisch. Für langfristige Wetter- und Klimavergleiche sind Monatsmittelwerte wichtig. So hat die Weltorganisation für Meteorologie, eine Unterorganisation der UN, den Wechsel der Jahreszeiten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes jeweils um etwa drei Wochen auf die Monatsanfänge vorverlegt.
Klimatologisch zählt der Juni nach Auffassung der Wetterkundler ohnehin mehr zum Sommer als zum Frühling. Genauso sei der März schon dem Frühling und nicht mehr dem Winter zuzurechnen. Nach dem astronomischen Sommeranfang werden die Tage auf der Nordhalbkugel der Erde wieder kürzer, für die Bewohner der Südhalbkugel ist unser Sommeranfang gleichzeitig Wintersonnenwende.
dpa
Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ocean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur.
Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft´gen Thal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunk´nen Strahl.
Ludwig Uhland (1787 - 1862
Hinweis:
Moderatoren sorgen für die Rahmenorganisation im Board. Beteiligen sie sich inhaltlich,
sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.
Rose, komm! der Frühling schwindet, Veilchen haben dich verkündet, Maienblumen starben hin; Öffne dich beim Lustgetöne Dieser Fluren; komm o schöne Holde Blumenkönigin!
Als du kamst im ersten Lenze, Hingen tausendfache Kränze Schon um Anger, Berg und Tal; Ufer lockten, Wälder blühten, Pomeranzen-Haine glühten Weit umher im Sonnenstrahl.
Und du gingst mit leisem Beben Aus der zarten Knosp' ins Leben; Erd' und Himmel neigten sich; Und es huldigten die Wiesen; Nachtigallenchöre priesen, Alle Nymphen liebten dich.
Goldne Schmetterlinge schlugen Froh die Flügel; Winde trugen, Wo die Luft in Jubel war, Deinen Balsam; Herzen pochten Dir entgegen; Mädchen flochten Unter Perlen dich ins Haar.
(Johann Georg Jacobi)
Hinweis:
Moderatoren sorgen für die Rahmenorganisation im Board. Beteiligen sie sich inhaltlich,
sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.
Leises Rauschen in den Wipfeln,
tief in schwarzen Samt gehüllt,
summen den Himmelssphären ein Lied.
Von vergangenen Tagen und Nächten,
von Stürmen, Hitze und Kälte,
vom wechselnden Farbenspiel der Natur.
Ein heller Strahl durchbricht das dunkle Firmament,
kitzelt das Laub, das sich wohlig räkelt,
klettert über Äste und Stamm.
Tautropfen blitzen wie Diamanten
der aufgehenden Sonne zum Gruß.
Sachte hebt sich nun der schwarze Mante.
Der Tag hüllt die Nacht in seinen rotgoldenen Schleier.
In inniger Umarmung schweben sie
über Berge, Wiesen und Wälder hinweg.
Ihr Atem verleiht dem Land einen goldenen Hauch.
Blumen recken sich und heben die Köpfchen.
Begrüßen die Liebenden mit ihrem süßesten Duft.
Tanz der Liebenden der Ewigkeit gewidmet,
auf immer verbunden in der Gewissheit,
dass ihr Einssein nur für Augenblicke währt.
Ihr zärtliches Spiel in Zartrosa,
belebt das letzte noch verbliebene Grau.
Geheimnisvolles Geflüster in Violett,
verheißt dem Morgen ein neues Gesicht.
Ekstase in einem Meer aus flammendem Rot,
weckt schillernde Impulse, vertreibt den Frost.
Strahlend erhebt sich der Morgen
über die letzten Schatten hinweg.
In seinem Glanz bettet sich die Nacht,
Vertrauensvoll ruhend im Schein ihrer Wiederkehr.
Ihre Vergänglichkeit, so weiß sie,
ist ein Teil des Unendlichen.
Mit jeder Wolke schickt sie
einen Traum auf die Reise.
Sehnsuchtsvoll erwartet sie die Begegnung
in der unbegrenzten azurblauen Weite.