Das Forum für Gesundheit
Erfahrungs- und Wissensaustausch von Interessierten und Betroffenen.
Kein Ersatz für professionelle ärztliche Beratung oder Behandlung.
Deshalb ist es hier wohl heute so ruhig im Forum...Ansonsten steht heute endlich die Auflösung zur Frage aus Beitrag 370 auf meinem Kalenderblatt:
C) Robert Kennedy!
Wie immer hat Uta richtig gelegen !
Heute morgen ging die Sonne übrigens um 5.46 Uhr auf und wird gegen 21.10 Uhr wieder untergehen...na ja, einige Schweizer sehen vielleicht jetzt schon keine Sonne mehr, wegen der ganzen Feierei... .
.... deshalb jetzt ein Gedicht aus der Schweiz - von
Zitat:
Schreiber, Emil,genannt "Migger", geb. 13.4.1888 Basel, gest. 2.5.1972 Arisdorf, ref., von Wegenstetten AG und Arisdorf (Ehrenbürger 1967). Sohn des Emil, Stuhlschreiner und Milchmann, und der Rosina Gass. Heirat 1914 mit Selma Salome Kunz von Arisdorf. Schulen in Rothenfluh und Böckten; Seminar Wettingen, Primarlehrerpatent 1908. Primarlehrer in Arisdorf 1908-1953. Organist, Chor- und Theaterleiter in Arisdorf. Präsident der Kantonallehrerkonferenz 1923-1928. Vorstandsmitglied und Aktuar des Lehrergesangvereins. Wird als Verfasser von Dialektgeschichten, von Kurzgeschichten, von "Müschterli" aus dem Baselbiet über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt. Seine Arbeiten werden in Zeitungen, in den heimatkundlichen Periodika von Baselland und in separaten Bändchen veröffentlicht. Im "Landschäftler", später in der "Basellandschaftlichen Zeitung" erscheinen seine beliebten Samstagsverse. Verschiedene Gedichte vertont Schreiber selber und lässt sie durch seinen Frauenchor vortragen.
Quelle: Kaspar Birkhäuser, Personenlexikon des Kantons Basel-Landschaft, Liestal 1997.
's Wunder am Rosebäumli In ere laie, stille Summernacht
- d'Aerde n isch gläge im e lychte Traum -
sy alli Chnöschpli an mym Rosebaum
in herlig dunkelrotem Bluescht verwacht.
Wo d'Sunne glitzeret im Morgeduft,
do glüeie n an mym alte Rosestruuch
vill roti Rösli. - Und e weiche Huuch
bewegt se lycht im Sunneliecht dur d'Luft.
Wär hett in deere gheimnisvolle Nacht
am Rosebäumli so n ess Wunder gmacht?
Wie hetts uss wysse Chnöschpli Rose geh? -
Froog d'Stärnli und der Mond, bloos si hais gseh.
Hinweis:
Moderatoren sorgen für die Rahmenorganisation im Board. Beteiligen sie sich inhaltlich,
sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.
I radl scho in aller Fruah
a wengerl naus aufs Land,
i horch im Wald de Vögl zua
und wander umanand.
Dann pack i wo mei Brotzeit aus,
setz mi a bissel hin,
I ruah mi vom mein Nixdoa aus
und freu mi , dass i bin.
Geh weiter, Zeit, bleib steh,
wart bloß a bisserl,
‘s waar grad so schee!
I sitz mit dir auf ara
Bank am Hinterbrühler See
ruck ganz zu dir her, halt die Hand.
I sieg und spür die Näh.
I grüabet net und lass alls sei
und denk bloß mehr an di.
I bin so narrisch glücklich glei,
grad no an Wunsch hätt i:
Geh weiter, Zeit, bleib steh,
wart bloß a bisserl,
‘s waar grad so schee!
I lieg am Bodn und hör an Wind,
wiara se stroaft im Gras.
Koa Uhr is da, de wo mi zwingt
und sagt mir: dua jetzt was.
I blinzl in de warme Sonn
und denk mir bloß: wia schee!
...Schad, dass ma nix derhaltn konn.
Geh weiter, Zeit, bleib steh!
Geh weiter, Zeit, bleib steh,
dua ma den Gfalln, dua net vergeh!
Geh weiter, Zeit, bleib steh,
wart bloß a bisserl,
‘s waar grad so schee!
Liebe Grüße an Uta, Uma, Flowerpower und an alle anderen!
Von Leòn
Die glückliche Gärtnerhand
Friedrich Rückert
Welch ein Gärtner auf Erden kann sich rühmen
Solcher glücklichen Hand wie ich! Ein schönes
Bäumchen streichelt' ich, um den jungen Wildling
Mir zu schmeidigen, täglich mit den Händen.
Unterm Streicheln, o Wunder, sind am glatten,
Schlanken, hölzernen Stämmchen unversehens
Mir zwei Äpfelchen in die Hand gewachsen.
Es steht ein Baum im Garten,
von Pflaumen voll und schwer.
Die Kinder drunten warten
und lauschen ringsumher,
ob nicht der Wind ihn rüttelt
und all die Pflaumen schüttelt,
daß alle purzeln kreuz und quer.
Doch horcht, wie's rauscht und rappelt!
Im Wald wacht auf der Wind.
Schon zischelt er und zappelt
und trappelt her geschwind
und wiegt und biegt die Äste,
daß schier in ihrem Neste
die Finken nimmer sicher sind.
Nun fällt ein Pflaumenregen,
der aber macht nicht naß.
Im Gras herumzufegen,
ist da der größte Spaß.
O Wind, o Wind, o rüttle,
o Wind, o Wind, o schüttle!
Wir grapsen ohne Unterlaß.
Friedrich Güll (1812-1879)
Hinweis:
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(Herder)
Hast du, hast du nicht gesehn,
Wie sich alles drängt zum Leben ?
Was nicht Baum kann werden,
Wird doch Blatt,
Was nicht Frucht kann werden,
Wird doch Keim.
Hast du, hast du nicht gesehn,
Wie von Leben alles voll ist ?
Schon im Blatt des Baumes,
Hoher Bau,
Schon im Keim der Früchte
Volle Kraft.
Lebend Weben der Natur,
Ew’ger Frühling junger Keime.
Wenn sie mir verwelken,
Starben sie ?
Sind sie, mir verschwunden,
Nirgend mehr ?
Selig, selig, wo ihr seid,
In des Ew’gen Paradiese.
Hier am Lebensbaume
Blüten nur,
Dort am Lebensbaume
Früchte schon.
Selig, selig, der ich bin
In der Welt voll Leben Gottes !
Meine Adern wallen
Seinen Strom,
Meine Seele trinket
Gottes Licht.
Ich denke an Zwetschgenkuchen und stelle mir einen Kaffeeklatsch vor:
"Kaffeeschwestern"
Frau Müller, Frau Meier, Frau Schulze, Frau Schmitt,
die saßen zusammen beim Kaffee zu dritt.
Die vierte war nämlich zu Hause,
Sie hatte Kaffeeklatschpause.
Die anderen aber berieten zu zwein,
wer von den vieren die dritte sollt sein.
Und kamen in hitzigem Rate
Zu keinerlei Schlussresultate.
der Bäcker hat gerufen!
Wer will guten Kuchen backen,
der muß haben sieben Sachen:
Eier und Schmalz,
Butter und Salz,
Milch und Mehl,
Safran macht den Kuchen gehl:
Schieb, schieb in Ofen 'nein.
Und irgendwann nach dem Kuchen, geht es dann auf die Toilette. Auch dazu hat der Herr v.G. etwas zu sagen:
Zitat:
FREUDEN
DES JUNGEN WERTHERS
Ein junger Mensch, ich weiß nicht, wie,
Starb einst an der Hypochondrie
Und ward dann auch begraben.
Da kam ein schöner Geist herbei,
Der hatte seinen Stuhlgang frei,
Wie's denn so Leute haben.
Der setzt' notdürftig sich aufs Grab
Und legte da sein Häuflein ab,
Beschaute freundlich seinen Dreck,
Ging wohl eratmet wieder weg
Und sprach zu sich bedächtiglich:
"Der gute Mensch, wie hat er sich verdorben!
Hätt er geschissen so wie ich,
Er wäre nicht gestorben!"
Johann W. von Goethe
Aus: Goethes Gedichte in zeitlicher Folge
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OOOOOOOOOOOooooooooooooooooooo!
Ja, der alte Geheimrat konnte nämlich auch ganz anders....
Man erinnere sich nur an den "Götz":
"Mich ergeben! Auf Gnad und Ungnad! Mit wem redet Ihr! Bin ich ein Räuber! Sag deinem Hauptmann: Vor Ihro Kaiserliche Majestät hab ich, wie immer, schuldigen Respekt. Er aber, sag's ihm, er kann mich im Arsch lecken!“