Das Forum für Gesundheit
Erfahrungs- und Wissensaustausch von Interessierten und Betroffenen.
Kein Ersatz für professionelle ärztliche Beratung oder Behandlung.
Nun fallen leise die Blüten ab,
Und die jungen Früchte schwellen.
Lächelnd steigt der Frühling ins Grab
Und tritt dem Sommer die Herrschaft ab,
Dem starken, braunen Gesellen.
König Sommer bereist sein Land
Bis an die fernsten Grenzen,
Die Ähren küssen ihm das Gewand,
Er segnet sie alle mit reicher Hand,
Wie stolz sie nun stehen und glänzen.
Es ist eine Pracht unterm neuen Herrn,
Ein sattes Genügen, Genießen,
Und jedes fühlt sich im innersten Kern
So reich und tüchtig. Der Tod ist so fern,
Und des Lebens Quellen fließen.
König Sommer auf rotem Roß
Hält auf der Mittagsheide,
Müdigkeit ihn überfloß,
Er träumt von einem weißen Schloß
Und einem König in weißem Kleide.
Am Abgrund leitet der schwindlichte Steg,
Er führt zwischen Leben und Sterben;
Es sperren die Riesen den einsamen Weg
Und drohen dir ewig Verderben;
Und willst du die schlafende Löwin nicht wecken,
So wandle still durch die Straße der Schrecken.
Es schwebt eine Brücke, hoch über den Rand
Der furchtbaren Tiefe gebogen,
Sie ward nicht erbauet von Menschenhand,
Es hätte sich’s keiner verwogen,
Der Strom braust unter ihr spat und früh,
Speit ewig hinauf, und zertrümmert sie nie.
Es öffnet sich schwarz ein schauriges Thor,
Du glaubst dich im Reiche der Schatten,
Da thut sich ein lachend Gelände hervor,
Wo der Herbst und der Frühling sich gatten;
Aus des Lebens Mühen und ewiger Qual
Möcht’ ich fliehen in dieses glückselige Thal.
Vier Ströme brausen hinab in das Feld,
Ihr Quell, der ist ewig verborgen;
Sie fließen nach allen vier Straßen der Welt,
Nach Abend, Nord, Mittag und Morgen,
Und wie die Mutter sie rauschend geboren,
Fort fliehn sie und bleiben sich ewig verloren.
Zwei Zinken ragen ins Blaue der Luft,
Hoch über der Menschen Geschlechter,
Drauf tanzen, umschleiert mit goldenem Duft,
Die Wolken, die himmlischen Töchter.
Sie halten dort oben den einsamen Reihn,
Da stellt sich kein Zeuge, kein irdischer, ein.
Es sitzt die Königin hoch und klar
Auf unvergänglichem Throne,
Die Stirn umkränzt sie sich wunderbar
Mit diamantener Krone;
Drauf schießt die Sonne die Pfeile von Licht,
Sie vergolden sie nur und erwärmen sie nicht.
Ein Blumenglöcklein vom Boden hervor
war fröhlich gesprossen im lieblichen Flor.
Da kam ein Bienlein und naschte fein -
die müssen wohl beide füreinander sein.
Abseits
von Theodor Storm Es ist so still; die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle,
Ein rosenroter Schimmer fliegt
Um ihre alten Gräbermale;
Die Kräuter blühen, der Heideduft
Steigt in die blaue Sommerluft.
Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen,
Die Bienen hängen Zweig um Zweig
Sich an der Edelheide Glöckchen;
Die Vögel schwirren aus dem Kraut -
Die Luft ist voller Lerchenlaut.
Ein halbverfallen niedrig Haus
Steht einsam hier und sonnbeschienen;
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
Behaglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.
Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigernten.
Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.
Hinter dem Schloßberg kroch es herauf: Wolken - Wolken! Wie graue Mäuse, ein ganzes Gewusel.
Zuhauf jagten die Wolken gegen die Stadt. Und wurden groß und glichen Riesen und Elefanten und dicken finsteren Ungeheuern, wie sie noch niemand gesehen hat.
"Gleich geht es los!" sagten im Kaufhaus Dronten drei Tanten und rannten heim, so schnell sie konnten.
Da fuhr ein Blitz mit hellichtem Schein, zickzack, blitzschnell in einen Alleebaum hinein. Und ein Donner schmetterte hinterdrein, als würden dreißig Drachen auf Kommando lachen, um die Welt zu erschrecken. Alle Katzen der Stadt verkrochen sich in den allerhintersten Stubenecken.
Doch jetzt ging ein Platzregen nieder! Die Stadt war überall nur noch ein einziger Wasserfall. Wildbäche waren die Gassen.
Plötzlich war alles vorüber, die Sonne kam wieder und blickte vergnügt auf die Dächer, die nassen.
Josef Guggenmos
Hinweis:
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sollte aus ihrer Moderatorenfunktion keine spezielle fachliche Kompetenz abgeleitet werden.
Der Himmel ist blau, die Felder sind grün,
Die Sonne ist gelb und die Blumen blühn.
Die Wärme durchdringt die Blauen Wolken,
Im Herbst sind die Blumen, alle, verwolken.
Frühlingsgefühle liegen in der Luft,
Und der Blumen herrlicher, lieblicher Duft.
Die Wiesen sind alle grün, voller Gras,
Nur hier und jetzt macht es den Tieren Spaß. http://www.jolly-joker.de/jj/pb/de/j...bf.php?lang=de
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)
von Heinrich Heine
Dämmernd liegt der Sommerabend
Über Wald und grünen Wiesen;
Goldner Mond im blauen Himmel
Strahlt herunter, duftig labend.
An dem Bache zirpt die Grille,
Und es regt sich in dem Wasser,
Und der Wandrer hört ein Plätschern
Und ein Atmen in der Stille.
Dorten, an dem Bach alleine,
Badet sich die schöne Elfe;
Arm und Nacken, weiß und lieblich,
Schimmern in dem Mondenscheine.
Geändert von Leòn (22.06.2007 um 23:22 Uhr).
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)
Der Sommer färbt die Äpfel rot,
die Trauben und die Beeren.
Der Mohn in Farbenflammen loht,
sein Leuchten zu entzünden droht
die strahlend gelben Ähren....
Nur Farbenpracht, wohin man schaut,
wohin man hört ein Klingen.
Der weite Sommerhimmel blaut,
in lichten Höhen jubelnd laut
die kleinen Lerchen singen.
Der Maulwurf in der Erde gräbt,
weiß nichts von diesen Dingen.
Er hat das Schöne nie erlebt.
Der Finsterling nach unten strebt
und wühlt nach Engerlingen.
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)