Bilirubin-Wert erhöht ... Indiz für Morbus Wilson?

11.03.11 13:40 #1
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Bilirubin-Wert erhöht ... Indiz für Morbus Wilson?

MusicMan ist offline
Themenstarter Beiträge: 118
Seit: 19.01.11
Achso, dachte, dass das Kupfer erst in der Leber gespeichert wird und aufgrund des fehlenden proteins den körper zum wachstum vorenthält und erst wenn die leber voll ist und in die blutbahn kommt es zu der vergiftung kommt. Da hab ich mich geirrt, sorry.

Du hast recht margie, ich will die folge meiner mangelescheinungen abklären. Das mit der Folsäure dachte ichh ja nur weil ich ja HIT habe und Folsäure bei Histadelie nicht ratsam sei, kann ich jetzt aufgrund des niedrigen folsäurespiegels davon ausgehen dass ich histapenie habe?

Back to Thema:

War in der Uni, mir wurde gleich Blut abgenommen, es wird auf sämmtliche Lebererkrankungen untersucht, eigentlich sollte ich zum Neurologen aber der musste weg, daher war ich bei einer sehr jungen Hepatologien, die aber wirklich nett war und auf mich kompetnt wirkte. Sie glaubt dass meine Hauterscheinungen und Kratzspuren am Bauch NICHT von meiner Neurodermitis kommen. Sammelurin wird auch gmeacht ... Waren alle echt nett.

Bilirubin-Wert erhöht ... Indiz für Morbus Wilson?

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Musicman,

es stimmt schon, dass das Kupfer, wenn es in die Blutbahn kommt, die meisten Schäden im übrigen Körper anrichtet. Allerdings ist das wohl ein fließender Übergang und vielleicht auch nicht bei allen Patienten gleich.
Denn man hört über sehr unterschiedliche Krankheitsverläufe. Solche, wo diese Theorie zuzutreffen scheint, aber auch solche, wo man daran Zweifel bekommt.
Nur ein Kupfermangel liegt im Körper wohl zu keinem Zeitpunkt vor. Es wird auch dann, wenn das Kupfer in der Leber noch im wesentlichen gespeichert wird, ein Teil des Kupfers dennoch im Körper sich verteilen.

Also die Zusammenhänge zwischen Folsäure und Histamin sind mir nicht geläufig.
Bei mir ist es so, dass ich immer viel zu viel Folsäure habe und bisher nie wußte, weshalb. Ich habe eine extremst erniedrigte DAO und öfters zuviel Histamin im Vollblut und auch mal im EDTA-Plasma, d. h. ich würde bei mir von einer Histaminintoleranz ausgehen.
Aber ob man aus Folsäuremangel oder -überschuss in Bezug auf Histaminintolerenz etwas ableiten kann, weiß ich eben nicht.

Schön, wenn man Dich in der Uniklinik gründlich untersucht. Hoffentlich sind die Ergebnisse dann auch eindeutig.

Gruß
margie
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Bilirubin-Wert erhöht ... Indiz für Morbus Wilson?

MusicMan ist offline
Themenstarter Beiträge: 118
Seit: 19.01.11
Lies dir das mal durch ... darum fragte ich ...

Histapenie

Wobei bei mir jeweils Symptome der Histadelie und Histapenie auftreten, z.B. hoher Speichelfluss ist ja bei Histadlie der Fall und auch Depressioen mit Suizidgedanken habe ich, Hallus und so nur sehr wenig ... deswegen sollte ich wohl nicht so viel auf das geben was da steht ...

Hab gelesen dass Folsäure Histamin bindet und daher es nicht geraden wird wenn man zu niedriges DAO hat.

Geändert von MusicMan (17.06.11 um 19:12 Uhr)

Bilirubin-Wert erhöht ... Indiz für Morbus Wilson?

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Musicman,

also diese Beschreibungen, wo dieser Pfeiffer psychiatrische Störungen bei Histapenie als Symptom angibt, halte ich für extrem fraglich, bzw. würde behaupten, dass diese psychiatrischen Symptome meist andere Ursachen haben.
Ich würde z. B. das Symptom Größenwahn nicht einer Histapenie zuordnen. Gleiches gilt für übermäßiges Mißtrauen gegenüber anderen Menschen.
Ich habe z. B. überschüssiges Fett an den Beinen und habe sicher keine Histapenie. Ebenso bin ich auch ziemlich mißtrauisch gegenüber anderen Menschen, hatte mal zahlreiche Zahnfüllungen, habe relativ starke Körperbehaarung und habe eben keine Histapenie.

Also man darf m. E. nicht alles glauben.

Wenn Pfeiffer diese Symptome angibt, weil sie ihm bei Menschen mit wenig Histamin aufgefallen sind, dann haben die vielleicht noch andere Störungen, auf die diese Symptome zurückzuführen sind.
Welcher Mensch hat auch nur eine einzige Gesundheitsstörung? Meist ist es doch ein "Sammelsurium" aus vielen Beschwerden und mehreren zugrundeliegenden Erkrankungen.

Bei Stoffwechselstörungen könnte man vielleicht eher Gemeinsamkeiten feststellen. Wenn z. B. alle Menschen, mit wenig Histamin Folsäure benötigen, also einen Folsäuremangel haben, das würde mich schon eher überzeugen.
Aber auch da muss man sicher trennen, denn Ursachen für einen Folsäuremangel gibt es auch verschiedene. D. h. nur weil jemand einen Folsäuremangel hat, hat er nicht automatisch eine Histapenie.


Gruß
margie
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knutpeter ist offline
Beiträge: 1.646
Seit: 18.07.09
Guten Abend,

ich darf einmal das Thema von einer andere Seite betrachten, die mir sehr am Herzen liegt, der Salutogenese.

Das Krankheitsverständnis der modernen Medizin und auch zT hier im Forum (Ernährung, Vitamine usw) beruht auf einem mechanistischen Modell:

Defekte, die durch krankmachende Einflüsse entstanden sind, gilt
es zu erkennen und durch gezielte Behandlung zu beheben. Dabei wird Krankheit in der
Regel auf der Ebene pathophysiologischer Prozesse betrachtet.
Für jede Krankheit, so die Vorstellung , gibt es besondere krankmachende
Bedingungen (Bakterien, Viren usw., aber auch Stressoren, Risikofaktoren). Die
Behandlung besteht im wesentlichen darin, diese zu bekämpfen.

Die Salutogenese hingegen richtet das Interesse nicht auf spezifische Symptome, sondern auf
die Tatsache, daß ein Organismus seine Ordnung nicht mehr aufrechterhalten kann. Die
genaue Art der Störung interessiert dabei nicht. Antonovsky prägte hierfür den Begriff
Zusammenbruch (breakdown) des Organismus (Antonovsky, 1972). Anstatt der ausschließlichen
Bekämpfung krankmachender Einflüsse setzt der salutogenetische Ansatz
zusätzlich auf die Stärkung von Ressourcen, um den Organismus gegen schwächende
Einflüsse widerstandsfähiger zu machen. Das ressourcenorientierte Denken veranlaßt
zur Berücksichtigung der ganzen Person mit ihrer Lebensgeschichte sowie zur Beachtung
des gesamten Systems, in dem die Person lebt (Antonovsky, 1993). Die individuelle
Geschichte einer Person ist deshalb wichtig, weil sich nur in Kenntnis aller Lebensaspekte
einer Person die Ressourcen auffinden und fördern lassen, die zur Genesung der Person
beitragen können.

Der Gesundheits- bzw. Krankheitszustand eines Menschen wird nach Antonovsky wesentlich
durch eine individuelle, psychologische Einflußgröße bestimmt: eine allgemeine
Grundhaltung eines Individuums gegenüber der Welt und dem eigenen Leben – durch
die Weltanschauung.

Mehr zu dem Thema das Buch: "Lust und Leistung" mit Beiträgen des 5. Symposiums für Salutogenese 2009

peter

Geändert von knutpeter (18.06.11 um 19:33 Uhr)

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MusicMan ist offline
Themenstarter Beiträge: 118
Seit: 19.01.11
Was ich bei mir auch beobachte, ich habe am vordersten Gaumen oben im Mund nen metallischen Geschmack, der mir auch bissel sorge macht.

Bilirubin-Wert erhöht ... Indiz für Morbus Wilson?

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Knutpeter,

was Du gerade geschrieben hast, kann bei anderen Krankheiten sicher eine Bedeutung haben.
Aber bei einer rein durch 2 Gendefekte verursachten Erkrankung wie dem M. Wilson kann man allenfalls darüber diskutieren, welche Gendefekte welche Symptome verursachen. Krank wird ein Mensch, der einen M. Wilson hat immer.
Wie schwer die Krankheit sein wird, welche Symptome man hat, das soll von den Gendefekten abhängen. Es gibt inzwischen fast 400 verschiedene Gendefekte für einen M. Wilson und es genügen davon 2, um die Krankheit zu haben.

Natürlich kann man einen M. Wilson (bzw. die kranke Leber, die in der Regel eine Zirrhose hat) durch eine leberschädliche Lebensweise (z. B. viel Alkohol) negativ beeinflussen und positiv durch eine besonders leberschonende Lebensweise.

Gruß
margie
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MusicMan ist offline
Themenstarter Beiträge: 118
Seit: 19.01.11
Do ihr Hobbyaugenärzte, ich hab mal ein Bild gemacht von meine Augen,, leide schlechte Qualität aber vielleicht sieht ja doch einer irgendwas, ich lbst seh zwar was rngartiiges, aber ob das der KF-Ring ist, weiß ich nicht, da hab ich keine Ahnung. Hab leider dunkle Augen ...
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MusicMan ist offline
Themenstarter Beiträge: 118
Seit: 19.01.11
vielleicht sieht man es hier besser???
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Bilirubin-Wert erhöht ... Indiz für Morbus Wilson?

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Musicman,

es wäre Spekulation, wenn man bei Deinen (braunen) Augen zum KF-Ring eine zuverlässige Aussage machen würde.
Also ich traue es mir nicht zu, den Ring bei Dir zu bejahen oder zu verneinen.

Es heißt immer, dass man den KF-Ring mit dem bloßen Auge ganz selten sieht. Bei blauen Augen ist die Chance gegeben. Bei grünen oder brauen Augen ist es kaum möglich, den Ring sicher zu erkennen.
Hinzu kommt, dass es genügt, wenn man den Ring nur ansatzweise hat.

Der Augenarzt kann ihn mit einer Spaltlampenuntersuchung erkennen (falls der Augenarzt weiß, wie so ein Ring aussieht). Ohne Spaltlampenuntersuchung kann man ihn eben oft nicht erkennen.

Ich rate Dir, gehe doch einfach zu einem guten Augenarzt. Am besten Du frägst in der Uniklinik nach guten Augenärzten.

Gruß
margie
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