Morbus Wilson ausgeschlossen. Oder doch nicht?

06.02.11 13:37 #1
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Morbus Wilson ausgeschlossen. Oder doch nicht?

Kleiner ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 06.02.11
Hallo Margie,

das Labor welches die Werte bestimmt hat heißt Labor Krone (Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Virologie, Infektionsepidemiologie, Hygiene, Umweltmedizin, Reisemedizin, Verkehrsmedizin, Forensik) Das Labor hat eine eigene Internetadresse unter labor)krone - Ärzte fr Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Virologie, Infektionsepidemiologie, Hygiene, Umweltmedizin, Reisemedizin, Verkehrsmedizin, Zytologie und Transfusionsmedizin.

Heidelberger Labor? Nein, Labor Krone wo mein Urin untersucht wurde ist in Detmold, welches in der Nähe von Bielefeld ist.

Ja ich habe aufgrund meiner Nebenschilddrüsenerkrankung schon öfters 24Std. Sammelurine gemacht. Habe alles so gemacht wie du geschrieben hast. Nein ich habe keine 2 Sammelgefäße bekommen, sondern nur 1. Dieses Sammelgefäß ging von der Skala her nur bis 2000ml da ich aber kein anderes Gefäß bekommen habe, habe ich den letzten Urin auch dort rein gemacht. Es waren dann fast genau 2100ml.

Wie genau die Probe entnommen wurde kann ich dir nicht sagen.

Nein ich habe wärend der Sammlung kein Glasgefäß benutzt sondern eins aus Kunstoff oder Plastik. War ein braunes Gefäß mit gelben Deckel.

Nein ich nehme kein Zink ein.

Ich weiß nicht wie ich weiter vorgehen soll. Bei meinem Hausarzt brauche ich gar nicht nochmal mit MW ankommen. Aber der hat sich so und so schon zu viele Fehler geleistet, u. a. meine Nebenschilddrüsenerkrankung übersehen obwohl er die Blutwerte immer vor der Nase hatt und ich ihn auch mehrmals darauf angesprochen habe. Da aber z.Zt. mein Hausarzt erkrankt ist bin ich bei einer Kollegin von ihm mit der ich sehr gut kann und die auch sehr gut zuhört und Verständnis hat. Sollte ich vielleicht den damaligen Bericht mitnehmen, ihr zeigen das damals Kupfer und Coeruloplasmin erniedrigt waren und um eine erneute Untersuchung bitten?

Viele Grüße

Morbus Wilson ausgeschlossen. Oder doch nicht?

margie ist offline
Beiträge: 4.554
Seit: 02.01.05
Hallo Kleiner,

bei Dir sind schon einige Hinweise vorhanden, die einen MW für möglich erscheinen lassen. Die erhöhten Leberwerte, die Symptomati, das erniedrigte Kupfer und Coeruloplasmin.
Das Urinkupfer war nun zwar normal, doch kann es sein, dass das Labor vielleicht die Messung nicht richtig durchführte. Es ist bekannt, dass es eben große Differenzen beim Urinkupfer zwischen einzelnen Laboren gibt.
Ich würde mit nur einer Urinkupfermessung es immer noch für möglich halten, dass bei der nächsten Messung in einem anderen Labor vielleicht deutlich mehr herauskommt.
Im Norden Deutschlands kenne ich noch das Labor Eberhard in Dortmund, das gut messen soll. Sicher gibt es noch andere Labore, die es auch können. Aber ich kann nur von meiner Erfahrung her dazu etwas sagen.

Ich würde auch nochmals Kupfer und Coeruloplasmin bestimmen lassen. Je ein Wert ist einfach zu wenig. Es kann immer zu Fehlbestimmungen kommen.

Wenn Du in der Nähe von Detmold wohnst, wäre Münster nicht sooo weit.
Dort gibt es eine MW-Ambulanz (Prof. Dr. Schmidt, der auch Genuntersuchungen schon durchführte und der auch im MW-Verein immer wieder Vorträge hält).
Vielleicht kannst Du dorthin mal gehen, wenn Du es nicht schaffen solltest, beim Hausarzt nochmals die Werte bestimmt zu bekommen.
Je mehr Werte Du hast, umso besser kann man eine Aussage treffen.
Evtl. wäre eine Leberbiopsie sinnvoll in Deinem Fall. Doch vorher würde ich erst mal so viele Laborwerte als möglich, bestimmen lassen.
Ist die alkalische Phosphatase bei Dir niedrig oder gar erniedrigt? Das würde auch zu einem MW passen.
Auch eine niedrige Harnsäure kann es beim MW mit Nierenbeteiligung geben.


Das Coeruloplasmin war bei Dir zwar nicht sooo arg niedrig.
Aber:
Wenn die Leberwerte erhöht sind und also die Leber wohl entzündet ist, dann kann das Coeruloplasmin durchaus im Normbereich liegen.
Das war eine der Aussagen, die ich mir merkte, als ich am Samstag auf dem Symposium des dt. MW-Vereins in Heidelberg war.


Also ich würde den MW schon genauer überprüfen lassen.


Evtl. sind die Werte in ein paar Jahren eindeutiger. Doch so lange würde ich nicht warten, denn wenn Du MW hättest, würde sich in diesen Jahren Dein Gesundheitszustand verschlechtern (das kann nur ganz leicht sein oder aber im schlimmsten Fall ganz heftig).

Dein Labor scheint die Werte alle selbst bestimmt zu haben. Zumindest habe ich im Leistungsverzeichnis kein Hinweis auf Fremdleistung gefunden.

Ich hoffe Du kommst weiter.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Morbus Wilson ausgeschlossen. Oder doch nicht?

Kleiner ist offline
Themenstarter Beiträge: 8
Seit: 06.02.11
Hallo Margie,

ich habe am kommenden Montag einen Termin bei meiner Hausärztin. Ich werde mir dort dann nochmals Blut abnehmen lassen um zu schauen wie Kupfer und Coeruloplasmin ausschauen. Muss bei diesen Werten eigentlich irgendetwas beachtet werden wenn sie bestimmt werden? Oder kann das jedes Labor?

Werde das Ergebnis dann natürlich hier reinstellen.

Viele Grüße

Morbus Wilson ausgeschlossen. Oder doch nicht?

margie ist offline
Beiträge: 4.554
Seit: 02.01.05
Hallo Kleiner,

bei der Bestimmung von Kupfer und Coeruloplasmin solllte man auf folgendes achten:
Infekte und Entzündungen erhöhen diese Werte.
D. h. man sollte sie dann nicht bestimmen.
Zinkeinnahme verringert das Kupfer, sowohl im Serum als auch im Urin. Die Wirkung von Zink soll lt. G. Brewer noch monatelang nach dem Absetzen anhalten (wobei ich davon ausgehe, dass man dies vor allem bei hochdosierter Zinktherapie beachten muss).

Ich würde die Werte in einem Labor bestimmen lassen, das sie selbst bestimmen kann. Wenn nämlich das Labor das Blut an ein 2. Labor weiterschickt, wird dies die Werte vermutlich beeinflussen.
Meine niedrigsten Coeruloplasmin-Werte hatte ich im Labor einer Uniklinik, wo ich weiß, dass die Werte noch am selben Tag bestimmt werden.
D. h. ich vermute, dass Coeruloplasmin ansteigt, je später es bestimmt wird.
Leider ist es so, dass nicht alle Labore diese Werte selbst bestimmen, weil sie nicht so oft bestimmt werden und daher manche Labore das Blut lieber an ein 2. Labor zur Bestimmung weiter senden.

Evtl. kann es sinnvoll sein, wenn Dir Deine Hausärztin einen Überweisungsschein rausschreibt, mit dem Du dann selbst ins Labor gehst und das Blut dort abnehmen läßt. Vielleicht liegt ein gutes Labor "vor Deiner Haustür"?

Gruß
margie
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