Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

22.01.07 15:27 #1
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Notoo ist offline
Beiträge: 420
Seit: 31.07.06
Hallo Ihr Lieben,

ich habe eine Frage zum Kupferwert. Hat jemand, der M.Wilson hat, eine Haaranalyse machen lassen?

Mich würde sehr der Kupferwert interessieren, ob dieser hoch ist oder im Normbereich. Da Kupfer Zink verdrängt, wäre auch der Zinkwert von Interesse.

Über weitere Informationen würde ich mich sehr freuen!

viele Grüße
Notoo

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Notoo ist offline
Themenstarter Beiträge: 420
Seit: 31.07.06
Hallo ;-)

auf meine Frage habe ich selbst eine Antwort gefunden, der Vollständigkeit halber und um das Forum attraktiv zu machen schreib ich sie hier rein

Die Info ist aus: Jürgen K. Juchheim: Haaranalyse, Mineralstoffe und Ernährung. Heidelberg 1991, S. 47:

"Bei Morbus Wilson und anderen degenerativen Leberkrankheiten wie biliärer Leberzirrhose sind die Bildung von Coeruloplasmin und die Kupferausscheidung eingeschränkt. Damit ist Kupfer weniger fest im Blut gebunden und wird vermehrt in verschiedenen Gewenen gespeichert, nicht jedoch im Haar. Daher kann ein Morbus Wilson nicht durch die Haaranalyse erkannt werden."

Also: Bei MW kein höherer Kupferspiegel im Haar.

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Claudia S. ist offline
Beiträge: 591
Seit: 18.05.07
Hallo Notoo,

vielen Dank für das Zitat. Auf Deine Ausgangsfrage kann ich zwar nicht antworten, da ich noch nicht weiß, ob ich MW habe, aber das Zitat hat mit shcon sehr geholfen, mich etwas zu beruhigen.

Mich hat nämlich mein hoher Kupferwert (war am Maximum) bei der HMA vor einiger Zeit stark beunruhigt und ich erwäge eine MW-Diagnostik.

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich vor der HMA ein Jahr lang Cuprum aceticum gegen meinen Reizhusten genommen habe. Danach habe ich es sofort abgesetzt und der Husten kam auch nicht wieder.

Da man aber immer sagt, bei Homöopathie habe ein Nichts (wegen der extremen Verdünnung des Ausgangsstoffes) eine Wirkung, bin ich nicht sicher, ob das den Haarwert so getrieben haben kann.

Mein Serumwert liegt seit Jahren niedrig bei 13, wurde aber ein Jahr vor und einige Jahre nach der Cuprumeinnahme gemessen und ich (weiblich, 42 Jahre) habe bisher keine typischen Anzeichen von MW.

Von Hämochromatose habe ich allerdings bisher auch (noch) keine Anzeichen, habe das aber mit ziemlicher Sicherheit. Gentest steht noch aus, Blutwerte wie Serumeisen, Ferritin und Transferrin alle auffällig und ziemlich eindeutig.

Da ich auch noch KPU habe (dieser Wert ist immerhin eindeutig bestätigt und Hashi, allerdings keine sehr ausgeprägten Labor- und Sonowerte) weiß ich natürlich nicht, welche Beschwerden worauf zurück zu führen sind.

Mir scheint, das Meiste kommt von KPU.

Weißt Du, ob es Leute gibt, die beide Speicherkrankheiten haben oder gibt es so etwas nicht?

Mein Zinkwert bei HMA lag übrigens im oberen Normbereich, da ich seit 7 Jahren täglich 12,5mg Orotat substituiere wegen meiner Ekzeme.

Auffällig waren bei der HMA die niedrigen Calcium-, Magnesium- und Natriumwerte und ein hoher Phosphorwert.
Der Eisenwert lag im oberen Normbereich, scheint also auch nicht sehr zuverlässig für die Diagnose von Hämochromatose. Meine Eisenwerte war seit meiner Jugend ständig erhöht, es hielt nur niemand das für nötig, das weiter zu verfolgen.
Bis vor Kurzem hätte ich selbst auch nicht gewusst, was zu tun ist. Aber zum Glück gibt es dieses Forum .

LG
Claudia

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Hallo,
mein Kupferwert in der Haaranalyse war auch extrem hoch, der Kupferwert im BLut war dagegen zu niedrig. Kann man daraus irgendwas in Bezug auf Morbus Wilson schließen?
Kupfer ist ja sehr wichtig eigentlich, und ich bin jetzt am Überlegen ob ich substituieren soll, weil ich ja auch Zink hochdosiert nehme und das ja das Kupfer verdrängt. Da ich jetzt auch mit DMSA anfange, wird dadurch ja auch vermehrt Kupfer ausgeschieden. Aber man braucht ja Kupfer, z. B. für die DAO.
Ich frage mich nur, wie der hohe Kupferwert in den Haaren zustande kommt, hat da jeman eine Idee? Wieso sollte sich das KUpfer in den Haaren ablagern?

Ich fasse nochmal zusammen:
niedrige Alkalische Phosphatase
niedriger Zinkwert im BLut (mittlwerweile nach Zingaben im Normbereich)
niedrige Kupferwert im Blut
sehr hoher Kupfergehalt in den haaren
sich stetig verschlechternde Leberwerte
Metallischer Geruch von Stuhl und Blähungen nach DMSA (?)

Ich habe allerdings keine neurologischen Symptome wie Zittern oder Sprachstörungen. Meine Hauptsymptome sind der Darm (Blähungen, Verdfauung allgemein), hormonelle Probleme (PCOS), rote heiße Wangen, Schwitzen...
__________________
Liebe Grüße Carrie

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Claudia

Auffällig waren bei der HMA die niedrigen Calcium-, Magnesium- und Natriumwerte
Ist ein hinweis einer hg Belastung aufgrund eingeschränkter Selbstentgiftung. War der hg Wert unterdurchschnittlich tief?
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Carrie

MW sollte nicht zutreffen, da diese eben keine hohen Kupferwerte in den Haaren haben.

Kupfer lagert sich in den Haaren ab, wenn es im Blut ist. Die Haaranalyse ist ein mittelwert von den letzten 3 Monaten, die Blutanalyse zeigt den Istwert an.

Wenn Du in den letzten 3 Monaten hoch Zink genommen hast, könnte dies Kupfer verdrängt haben, dh via Blut wurde es ausgeschieden. Deshalb könntest Du jetzt ein Defizit haben, das sich im Blut zeigt.
Oder Du hattest früher hohe Kupferwerte, aber durch das zink sind sie jetzt tief, was man im Blut sieht.
Wichtig wäre das freie kupfer zu kennen, dazu braucht es aber einen speziellen nicht ganz günstigen test.
Ansonsten würde ich an deiner Stelle ien Kombipräparat Zink + (Kupfer) nehmen, oder besser die Situation mit einem orthomolekularmediziner besprechen. Je ach labor der HMA haben diese solche Mediziner und Du könntest vieleicht auch die anfragen.

Metallischer Geruch von Stuhl und Blähungen nach DMSA (?)
Das könnte auf eine Ausleitung hinweisen, aber auch auf Candidazunahme. UNBEDINGT Caprylsäure oder so gegen Candida mit DMSA einnehmen!

rote heiße Wangen, Schwitzen...
Nebst hormonellen Problemen kann die Ursache NMU sein, meist Gluten.

Wegen der leber: Löwenzahnsaft kann ich empfehlen und Mariendistel auch.
__________________
Liebe Grüsse
Beat

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Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Der Thread ist schon etwas älter, ich hab nur meine Frage rangehängt.
Das KOmische ist ja, dass mein KUpferwert in den Haaren VOR der Zinkgabe so extrem hoch war. Das versteh ich halt nicht. Verdrängt Hg auch Kupfer?

So ein Zink+Kupfer Präparat hatte ich mir auch geholt, nur bin jetzt am Überlegen ob es so sinnvoll ist. Kupfereinnahme ist ja bei MW und auch KPU nicht so gut. Zink ganz absetzen wollte ich aber noch nicht, hab aber schon reduziert.

Ja, candida hab ich solange wie ich noch Hg hab, klar. Da nehm ich aber nichts gegen, das erscheint mir echt als Geldverschwendung.

Mariendistel nehm ich schon hochdosiert.

Hatte eigtl. lange keine Probleme mehr mit Blähungen gehabt, selbst als ich 3 tage 100 % Rohkost gegessen hab, nicht. Hab jetzt meinen ersten Cutler-Durchgang gehabt, wahrscheinlich liegts daran. Hoffentlich beruhigt sich das bald wieder.
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Liebe Grüße Carrie

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Carrie

Verdrängt Hg auch Kupfer?
Nein!

Ja, candida hab ich solange wie ich noch Hg hab, klar. Da nehm ich aber nichts gegen, das erscheint mir echt als Geldverschwendung.
candida durchlöchert den darm was NMU auslösen kann und die toxischen stoffwechselprodukte schlagen auf die Psyche.
Man kann Candida auch angehen, wenn man hg belastet hat, das geht meist sejhr gut. Das Problem ist nur, das mit dem Absetzen des Antipilzmittels der candida grad wieder kommt. Durch dauernde Einnahme (bis zur elemination des hg's) eines natürlichen Antipilzmittesl wie Caprylsäure etc, kann man das Wiederkommen des Candida vermeiden.

Hab jetzt meinen ersten Cutler-Durchgang gehabt, wahrscheinlich liegts daran. denke ich auch, da es Candida fördern kann.
Hoffentlich beruhigt sich das bald wieder.
Befürchte nicht, ausser Du nimmst ein antipilzmittel, das die vermehrung des pilzes verhindern würde.
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Liebe Grüsse
Beat

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Claudia S. ist offline
Beiträge: 591
Seit: 18.05.07
Hallo,

@ Beat
Ja, hg nicht nachweisbar, was aber gar nicht sein kann. Allerdings habe ich gelesen, dass das Haar bei hg nur den Blutspiegel widergibt, also nur bei akuter Vergiftung nach Ausboren etc. in HMA hoch sein kann. Das scheint zu stimmen.
Zu Aussagen über Morbus Wilson würde ich mich nach einer HMA nicht verleiten lassen.
MW ist oft sehr schwer nachweisbar und man sollte sich nicht falsch in Sicherheit wiegen, dafür ist der Schaden bei unerkanntem MW zu komplex.

@ Carrie
niedrige Alkalische Phosphatase
niedriger Zinkwert im BLut (mittlwerweile nach Zingaben im Normbereich)
niedrige Kupferwert im Blut
sehr hoher Kupfergehalt in den haaren
sich stetig verschlechternde Leberwerte
Metallischer Geruch von Stuhl und Blähungen nach DMSA (?)

Ich habe allerdings keine neurologischen Symptome wie Zittern oder Sprachstörungen. Meine Hauptsymptome sind der Darm (Blähungen, Verdfauung allgemein), hormonelle Probleme (PCOS), rote heiße Wangen, Schwitzen...
Niedrige alkalische Phospathase und niedriger Kupferwert im Blut sind typisch für MW, ebenso schlechte Leberwerte.
Wichtig wäre noch das Coeruloplasmin im Blut. Zusammen mit dem Serumkupfer kann man daraus das freie Kupfer berechnen. Ab ca. 40 Einheiten an freiem Kupfer ist MW sehr wahrscheinlich.

Wie schlecht sind Deine Leberwerte? Wichtig wäre neben Gamma-GT auch GLDH, das abnorm wird, wenn die Leber bereits geschädigt ist.

Als wichtigstes Kennzeichen im Labor wird der 24h Urintest auf Kupfer angesehen.

Wie sehen Deine Werte aus bei Harnsäure? Bei Mw oft erniedrigt.

Hast Du mal einen Ultraschall des Bauchraumes mit Leber und Galle machen lassen? Wichtig ist, dass der Untersucher sehr erfahren ist. MW kann man dabei nicht erkennen, aber fortgeschrittene Leberschäden schon.

Hast Du mal Deinen Augenarzt nach dem Kayser-Fleischer-Kornealring suchen lassen? Ich war heute gerade da, er konnte mit der Spaltlampe keine Kupfereinlagerungen erkennen.
Ist der Ring vorhanden, ist MW ziemlich sicher, der Umkehrschluss gilt aber leider nicht, d.h. man kann MW haben ohne dass ein Ring vorhanden ist.
Diesen Ring kennt übrigens nicht jeder Augenarzt, also nicht wundern, wenn der dumm guckt, wenn Du danach fragst .

Du siehst, es gibt eine ganze Menge Laborwerte etc., die einen Verdacht auf MW erhärten oder abschwächen können.

Meine Hausärztin weigert sich bisher, eine 24h Urintest auf Kasse machen zu lassen, da bei mir nur sehr wenig für MW spricht. Übermäßig Kupfer habe ich aber mit Sicherheit, wie viele KPUler, die deshalb noch lange keinen MW haben müssen.

Ich würde auf gar keinen Fall Kupfer nehmen, sofern Du auch KPU hast! Zink würde ich auf jeden Fall weiter nehmen und dann obige Tests durchführen lassen, also
Augenarzt: Kornealring
Blut: Coeruloplasmin, daraus mit dem Blutkupferwert das frei Kupfer ausrechnen, Formel gibt es im Netz
dazu GLDH
Urin: 24h Sammelurin auf Kupfer testen lassen
Ultraschall Leber/Galle

Damit hast Du schon einen Anhaltspunkt, ob Kupfer ein Problem sein könnte bei Dir.

Der Test auf GLDH und Coeruloplasmin wurde bei mir von der Kasse gezahlt, der ist auch nicht so teuer, da irrt Beat, zum Glück :-). Augenarzt ging auch auf Kasse. Schwieriger wird es beim Urintest, wenn die Blutwerte etc. nicht sehr eindeutig sind. Der kostet ca. 30 Euro.

Man muss übrigens nicht unbedingt Tremor oder Sprachstörungen haben! Bei manchen Patienten schlägt es hauptsächlich auf die Leber, andere haben vorwiegend neurologische Symptome, manche beides. Ich habe viele Schriftwechsel mit Margie geführt und auch viel zu MW gelesen, die Diagnose ist nicht leicht und wird wohl auch oft übersehen.

Hast Du auch eine aktuelle HMA, also nach Zinkgabe?

Candida würde ich nicht auf die leichte Schulter nehmen, allein das kann schon eine Menge Probleme machen. Ich hatte auch ständig Candida, meist in der Scheide, aber auch zeitweise auf der Haut, musste ein halbes Jahr Nystatin nehmen, obwohl ich seither zuckerfrei lebe. Das war bei mir sehr hartnäckig, vermutlich wegen der Schwermetallbelastung.
Durch die zuckerfreie Kost ist Candida nicht wieder aufgeflammt in den letzten Jahren.

Alles Gute
Claudia

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Beat ist offline
Beiträge: 9.174
Seit: 14.01.04
Hallo Claudia

Ja, hg nicht nachweisbar, was aber gar nicht sein kann.
War meine Vermutung ein Voltreffer also. Doch das kann so sein und muss wahrscheinlich sogar so sein. Du hast wahrscheinlich eine schlechte selbstentgiftung was anhand der tiefen Mineralienwerten vermutetwerden kann, dh wenn man alle Werte kennt sogar belegt werden könnte!
Wahrscheinlich bis höchstwahrscheinlich hast du also eien hohe hg Belastung wegen einer Selbstausleitungsstörung. Kannst mir HMA zukommen lassen, amit ich es sicher abklären kann. Würde dann an deiner stelle unbedingt mit der Entgiftung beginnen.

Ich hatte auch ständig Candida, meist in der Scheide, aber auch zeitweise auf der Haut, musste ein halbes Jahr Nystatin nehmen, obwohl ich seither zuckerfrei lebe. Das war bei mir sehr hartnäckig, ist wie Du selbst weisst, ein weiteres Anzeichen einer hohen hg Belastung
__________________
Liebe Grüsse
Beat

Wenn die Seele krank ist, auch am Körper arbeiten, umgekehrt gilt ebenso


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