Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

22.01.07 15:27 #1
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Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Zitat von Claudia S. Beitrag anzeigen

Wie schlecht sind Deine Leberwerte? Wichtig wäre neben Gamma-GT auch GLDH, das abnorm wird, wenn die Leber bereits geschädigt ist.
Die letzten Werte waren
SGOT 35 (8-20)
SGPT 21 (5-17)

GGT und GLDH seh ich gerad nicht, aber da wurd auch soviel untersucht und bei einigen Werten weiß ich nicht was es ist...GAGT könnte ich anbieten? Das ist dann wahrscheinlich das Gamma GT, was? Das ist bei mir dann aber in der Norm:
GAGT 17 (11-28)
Hab auch noch:
GAGLA 0,89 (0,86-1,50)
GAGL 12,2 (11,4-20,0)


Wie sehen Deine Werte aus bei Harnsäure? Bei Mw oft erniedrigt.
Harnsäure ist bei mir etwas erhöht.
H’SR 5,7 (1,5-6,0)

Dann sieht es ja doch eher nicht nach MW aus, oder?


Hast Du mal einen Ultraschall des Bauchraumes mit Leber und Galle machen lassen? Wichtig ist, dass der Untersucher sehr erfahren ist. MW kann man dabei nicht erkennen, aber fortgeschrittene Leberschäden schon.
Ja, Ultraschall wurde von 2 Ärzten gemacht, die meinten beide, alles normal, sind aber auch keine großartigen Leber-Experten.
Nach dem Fleischer-Ring hab ich noch nicht gucken lassen.
Was ist denn GLDH?
Eine aktuelle HMA hab ich leider nicht (Geldmangel).

Candida war schon so gut wie weg in den letzten Monaten, ist einmal aufgeflammt als ich wieder Chlorella genommen hatte und nach Absetzen von Chlorella wieder verschwunden. Jetzt hab ich DMSA genommen und vielleicht ein bißchen viele Trockenfrüchte gefuttert Dazu kommt ja, dass ich gerade auf Rohkost umstelle, was 1. durch die Entgiftung wieder Candida fürdert und 2. meinen Darm auch gerade etwas stärker fördert (lasse vielleicht den rohen Grünkohl erstmal weg).

Jedenfalls scheint MW im Moment doch eher unwahrscheinlich, oder? Die schlechten leberwerte würde ich dann eher auf die Entgiftung/Quecksilber/Candida schieben. Jedenfalls vielen Dank für Eure Tipps udn Hinweise!
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Liebe Grüße Carrie

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

tinaruhrgebiet ist offline
Beiträge: 726
Seit: 20.03.07
Hallo,

ich könnte evtl. auch mal meine mineralstoffergebnisse über jeweils 30 elemente nach haaranlyse reinstellen!?

außerdem hätte ich noch die gleichen mineralstoffanalysen vor u. nach DMPS
von früher.

lg tina

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Claudia S. ist offline
Beiträge: 591
Seit: 18.05.07
Hallo Beat,

schicke Dir das HMA-Ergebnis mit dem anderen Fragebogen per PN zu.

Mich interessiert noch Folgendes: Wir nehmen seit Wochen Kohle zur Entgiftung und kommen damit bisher auch gut klar. Die typischen Entgiftungs-Stresssymptome wie Blässe, Gereiztheit und schlapp sein sind zum Glück bisher alles, keine allergischen Reaktionen möglich.
Meine Mutter schläft immer hervorragend die Nacht nach der Einnahme, was sie sonst schon seit Jahren nicht konnte.

Wie wir beide ja schon einmal im Kohle-Thread diskutiert haben, hat Kohle ja eine Sogwirkung über die Reinigung des Blutes auf eingelagerte Gifte in Leber und Niere.

Da ich und meine Familie, meine Mutter und meine Kinder sind auch alle betroffen von KPU etc., üblicherweise sehr empfindlich reagieren, wundert es mich, dass keiner von uns die von einigen beschriebenen Reaktionen wie Fieber, Schmerzen, Apathie und elend fühlen nach Kohle hat.
Allerdings hat auch keiner bisher deutliche Verbesserungen bemerkt.

Daraus könnte man schließen:

* bei uns löst sich das Gift nicht so schnell wegen der Selbstausleitungsstörung, die wir alle definitiv haben, daher verläuft die Entgiftung schonender und langsamer und/oder

* das größte Problem sitzt bei uns im Gehirn, wo die Kohle gar nicht hinkommt.

Wie siehst Du das? Arbeitest Du oder jemand aus Deiner Selbsthilfegruppe auch mit Kohle? Chlorella vertragen wir nicht und ich glaube auch, dass Kohle effektiver entgiftet. Angedacht ist Koriander oder DMSA nach einer gründlichen monatelangen "Grundreinigung" mit Kohle.

Danke und Gruß
Claudia

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Claudia S. ist offline
Beiträge: 591
Seit: 18.05.07
Hallo Carrie,

GAGT 17 (11-28)
Glaube nicht, dass das Gamma-GT ist, das wird GGT abgekürzt und hat einen anderen Referenzbereich, der mit 0 bis beginnt, je nach Alter.

GLDH habe ich von Margie, der soll Leberschäden anzeigen. Ist er normal, kann man davon ausgehen, dass alles noch nicht so dramatisch ist.

Der Fleischer-Ring wäre noch interessant, weil ein Vorhandensein MW ziemlich sicher macht.

Ich habe auch nur eine HMA von Anfang des Jahrtausends, ich sehe auch keinen Sinn darin, das zu wiederholen, da der Aussagewert doch sehr begrenzt ist und die Interpretation nicht einfach. Und 100 Euro sind eine Menge Geld.

Trockenfrüchte wie Rosinen etc. enthalten sehr viel Kupfer.

Du sagtest, dass Du keine neurologischen Symptome hast, vielleicht schlägt das bei Dir ausschließlich auf die Leber, ich würde da schon weiter wachsam sein. Bisher sind die Leberwerte nicht dramatisch, aber schon ungewöhnlich.

Es kommt auch sehr darauf an, wie alt Du bist, denn Kupfer sammelt sich jedes Jahr weiter an. Mit 20 gibt es ggf. noch keine Symptome, aber mit 40 schon.

MW ist sehr schwer zu diagnostizieren. Ich habe auch ein Jahr lang gezögert und mich in Sicherheit gewiegt, weil bei mir nur Teilaspekte für MW sprechen. Aber Margie hat mich letztendlich doch überzeugt, der Sache nach zu gehen.

Eine Biopsie werde ich auf keinen Fall machen lassen, aber alle anderen Laborwerte werde ich überprüfen lassen. Mit fehlt noch der 24h Urin, dann ist meine Sammlung komplett.
Leberwerte, GLDH, Ultraschall, Augen waren ohne Befund und auch nicht grenzwertig, ich habe aber ein freies Kupfer von 35 (Blutwerte) und einen hohen Wert in der HMA.

Meine Mutter hatte auch einen hohen Wert im Urintest, insofern wird da schon eine Kupferbelastung sein, aber vermutlich sind wir nur Genträger, nicht an MW erkrankt.

Vielleicht hilft auch die Entgiftung mit Kohle, den Kupferpegel zu senken, denn ich weiß von anderen aus dem Forum, dass die u.a. Eisenwerte dadurch in den Keller gehen. Für mich ist das erfreulich, da ich die Eisenspeicherkrankheit habe.

Liebe Grüße
Claudia

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margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Carrie,



Harnsäure ist bei mir etwas erhöht.
H’SR 5,7 (1,5-6,0)

Dann sieht es ja doch eher nicht nach MW aus, oder?
Die Harnsäure wird in den Abhandlungen, die ich zum MW kenne, nicht genannt als typischer Parameter bei MW. Es mag sein, dass es Fälle gibt, wo sie erniedrigt ist. Aber da man bei MW dennoch noch andere Krankheiten haben kann, wäre eine hohe Harnsäure mit Sicherheit kein Grund, den MW zu verneinen.

AP (=alkalische Phosphatase) ist ein sehr häufig genannter Parameter, der beim MW niedrig oder erniedrigt ist. Zink ist logischerweise beim MW erniedrigt, weil man ja zuviel Kupfer im Körper hat.

HMA beim M. Wilson?
Noch nie gehört, dass ein Wilson-Experte sich auf eine HMA bezogen hat. Ist ja auch nicht logisch. Die Haare holen sich aus dem Körper die Nährstoffe, die sie benötigen. Kupfer ist wichtig für das Wachstum von Bindegewebe, also wird sich in den Haaren immer viel Kupfer befinden. Aber damit kann man weder beweisen noch widerlegen, dass sich sonst im Körper viel Kupfer befindet.
HMA halte ich für sinnvoll, wenn es um die Beurteilung der Haare geht, ansonsten halte ich das Geld dafür für rausgeworfen. Man muss sich überlegen, dass die, die so etwas anbieten, damit Geld verdienen wollen und dies macht manche Menschen erfinderisch bei der Angabe der Gründe, wofür so eine HMA alles gut sein soll.

Gruß
margie
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

Claudia S. ist offline
Beiträge: 591
Seit: 18.05.07
Hallo,

ich habe jetzt nach gut 8 Jahren eine zweite HMA machen lassen, beim selben Labor.
Ich muss dazu sagen, dass ich seit 2 Jahren durch Aderlass das Bindegewebe entgifte. Damals waren meine Werte bei Quecksilber nicht nachweisbar und die Mineralien sehr tief, was für einen sehr schlechten Entgifter spricht. Kein Wunder also, dass es mir noch nie wirklich gut ging, auch nicht als Kind. Der Hammer kam dann durch Amalgam ab der Pubertät, richtig in den Keller ging es nach dem Ausbohren mit Anfang 30.

Mineralien habe ich nach der letzten HMA substituiert, was man auch gut sieht im Ergebnis. Ob sie nur im Blut herumschwimmen oder auch in den Zellen ankommen, weiß ich natürlich nicht.
Quecksilber war jetzt im mittleren Normbereich, im Blut auch knapp 4x so hoch wie 2001. Der Haarwert scheint den BLutwert zu reflektieren, es findet also eine Entgiftung statt, was ich auch wegen anderer Symptome und Verbesserungen in einigen Bereichen nie angezweifelt habe.

Beim Kupfer kann das aber nicht sein, jedenfalls nicht bei mir, denn der Blutwert ist normal (wie immer), der Haarwert jetzt 3x so hoch wie vor 8 Jahren! Auffallend war schon damals der leicht erhöhte Kupferwert. Norm: 5-40, ich hatte 50, jetzt sogar 152!!!

Ich esse täglich Rosinen, die enthalten viel Kupfer, aber ich esse nicht mehr als vor 8 Jahren. Wir haben keine Kupferrohre als Wasserleitungen, mein Shampoo enthalt auch kein Kupfer, die Haare werden nicht Haarspray oder sonstigem Zeugs behandelt, die Kupferspirale hatte ich auch nie.
Auch sonst esse ich keine stark kupferhaltigen Dinge, auch nicht in Form von NEMs.

Zinkzufuhr habe ich in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Der Zinkwert stieg an von 241 auf 268 und ist jetzt leicht oberhalb des Referenzbereiches (142-248). Da Zink doch Gegenspieler von Kupfer ist, hätte doch das Kupfer nun eher weniger sein müssen.

Es könnte natürlich so sein, wie hier schon wer vermutet hat, dass der Körper durch Entgiftung und erhöhte Zinkgabe nun vermehrt Kupfer freigibt (geht dann ins Haar und Blut). Der Blutwert ist bei mir aber unverändert seit 10 Jahren, wurde gleichzeitig mit HMA gemessen, das spricht gegen eine solche Interpretation. Es könnte also doch sein, dass die HMA den Gewebewert spiegelt, was dann wieder für MW sprechen würde, obwohl alle anderen Untersuchungen und fehlende Symptome dagegen sprechen.

Vielleicht ist es wie mit dem Eisenwert, er ist in HMA eher unbrauchbar. Ich habe stets erhöhte Werte im Blut und auch im Gewebe, denn ich habe die Eisenspeicherkrankheit, wenn auch bisher die Ferritinwerte nicht extrem hoch sind. Trotzdem ist der Eisenwert in HMA im Normalbereich, scheint also weder mit Gewebe noch mit Blutgehalt zu korrelieren.

Meine Vermutung von 2001, dass die hohen Kupferwerte von täglich 1 Tablette cuprum aceticum gegen den chronischen Husten kamen, kann jedenfalls mit Sicherheit verneint werden, denn ich hatte das damals sofort abgesetzt, der Kupferwert ist aber jetzt 3x so hoch.

Ist schon seltsam, dass einige von uns so auffallend hohe Kupferwerte haben. MW-Tests waren bei mir alle negativ, ich habe auch keine typischen Symptome dafür.

Alle anderen Werte meiner HMA scheinen plausibel und haben sich wie erwartet durch die Entgiftung verändert bzw. sind gleichgeblieben.

Margie sagte ja, dass Kupfer wichtig ist für das Wachstum von Bindegewebe. Vielleicht hängt der hohe Kupferwert bei mir auch damit zusammen, dass ich seit 2 Jahren eine Bindegwebsentgiftung mache. Dazu passt aber der normale Blutwert auch nicht oder?

Alles Gute
Claudia

Haaranalyse und Kupferwert bei M. Wilson

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Claudia,

ich weiß von mind. einem Fall, wo man über einen erhöhten Kupferwert im Haar später dann zur Diagnose MW gekommen ist.
Daher frage ich, welche MW-Untersuchungen wurden denn bei Dir gemacht? Hast Du die Ergebnisse noch und wenn ja, wie waren die?
Ich vermute mal, dass Du weißt, welche Werte wichtig sind, will aber dennoch hierauf nochmals eingehen, weil nicht alle dies wohl wissen, die hier mitlesen:
Wichtig bei der MW-Diagnostik ist das Serum-Kupfer (nicht das Kupfer im Vollblut), das Coeruloplasmin und das 24h-Urinkupfer.
Aus dem Serum-Kupfer und dem Coeruloplasmin wird dann mit einer Formel noch das sehr aussagefähige "freie Kupfer" ermittelt, das oft bei Erwachsenen mit MW am meisten aussagt.
Beeinflusst werden die Blutwerte auf jeden Fall von der Antibabypille. Das Coeruloplasmin ist dann viel höher und kaschiert so einen MW-Verdacht.
Ebenso steigt Kupfer und Coeruloplasmin an, wenn man eine Infektion oder eine Entzündung hat.
Zinkeinnahme senkt hingegen das Serum-Kupfer und das Urin-Kupfer.

Sollten die MW-Tests also unter Einnahme der Pille, während eines Infektes und/oder unter Zinkeinnahme erfolgt sein, so sind sie nicht sehr aussagefähig.

Hinzu kommt, dass es leider etliche Labore gibt, die mit diesen Werten keine Erfahrung haben und sie falsch ermitteln. D. h. man sollte immer die Werte mehrmals und evtl. bei verschiedenen Laboren bestimmen.
Beim Coeruloplasmin und beim Kupfer im Blutserum ist es wichtig, dass das Blut noch in der Arztpraxis zentrifugiert wird. Das wird häufig nicht gemacht und dann fallen die Werte meist höher aus und kaschieren so auch einen evtl. MW-Verdacht.
Beim MW ist das Coeruloplasmin entweder erniedrigt oder im unteren Normbereich.
Das Serum-Kupfer ist beim MW anfänglich erniedrigt und kann aber später bei unbehandelten Fällen ansteigen, wobei es in der Regel im Normbereich bleibt.
In den fortgeschrittenen Fällen ist dann noch das "freie Kupfer" wichtig (Formel siehe hier: MorbusWilsonEV )


Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


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