Lange Wartezeit?

17.02.09 13:00 #1
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pinball ist offline
Beiträge: 98
Seit: 10.11.08
Hallo, ich war gestern in Regensburg im KK ( ambulant) bei Prof. Wiedmann,
hab mit ihm über meine Symptome gesprochen, hab ihn aber nicht direkt aif MW angesprochen ( Fehler? weiß nicht!).

Mir ist Blut abgenommen worden insgesamt 7 Röhrchen und Ultraschall ist gemacht worden.
Beim Sono ist herausgekommen, daß ich rechts eine Doppelniere habe und meine Milz leicht vergrößert ist, die Leber schaut normal aus.

Also den Befund vom Blut bekomm ich in ca. 4 Wochen, da 2 Werte 3 Wochen brauchen um ausgewertet zu werden; welche weiß ich leider nicht.

Ich war auch ziemlich nervös und hab einiges vergessen zu sagen, aber ich hab ihm ja eine Liste mit all meinen Symptomen gegeben, die er auch gelesen hat und bei manchen Sachen auch nachhakte.

Er sagte mir nur, daß er verschiedene Krankheiten im Verdacht hat, genaueres wollte er mir aber nicht sagen.
Es kann aber sein, daß ich nochmal zur Gewebsentnahme nach Regensburg muß, je nach dem was bei den Werten rauskommt.

LG
pinball

lange Wartezeit?

margie ist offline
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Pinball,

Milz vergrößert: Das wäre bei MW sehr typisch und ist ein Hinweis auf eine Hämolyse (=hämolytische Anämie), die man bei MW häufig hat.

Hast Du ihm den DMPS-Test denn gezeigt mit dem erhöhten Kupfer oder hast Du dies evtl. erwähnt?

Nun, allein aufgrund der vergrößerten Milz und wenn er weiß, dass Deine Leberwerte nicht o.k. sind, muss er eigentlich an MW denken, d. h. das ausschließen.
Mit der Gewebsentnahme ist wohl die Leberbiopsie gemeint?

Lasse es uns wissen, wenn Du eine Diagnose hast. Ich bin gespannt, was er herausfindet.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

lange Wartezeit?

pinball ist offline
Themenstarter Beiträge: 98
Seit: 10.11.08
Hallo,
heute hat der Prof von Regensburg angerufen.
Leberwerte im Normbereich (minimal erhöht), Milz i.O., keine Autoimmunleberkrankheit, keine Schwermetalle im Blut,
Schilddrüsenüberfunktion??

Wenn später erhöhte Leberwerte nochmal auftreten, dann doch Piobsie.
wahrscheinlich fettleber, soll mein Übergewicht langsam reduzieren. Mein Gewicht habe ich seit über 18 Jahren gehalten ( mal 5kg rauf und runter) und jetzt soll alles davon kommen???

Tja, ich bin nun genau so schlau wie vorher.
Schilddrüsenüberfunktion? ich habe doch eine Unterfunktion!
Anscheinend Tabletten zu hoch dosiert und angeblich kommen meine Symptome davon; aber ich hatte die ganzen Symptome schon vor der Feststellung der Unterfunktion!?

Kommen meine Beschwerden vielleicht doch von einer Überbelastung( Kinder, Haushalt und 30h/Woche arbeiten)und mein Körper hat sich nur gemeldet und so richtig Alarm geschlagen?

Habe nächste Woche Termin beim HA und beim Radiologen wegen meiner Schilddrüse; mal sehen was dann wird und was vorallem das AA sagen wird, da ja alles i.O. und es mir trotzdem nicht gut geht.

Wir werden sehen!

VG
pinball

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margie ist offline
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Pinball,

Leberwerte im Normbereich (minimal erhöht),
Minimal erhöht ist aber nicht im Normbereich.
Mit meiner Leberzirrhose hatte ich jahrelang sehr niedrige Leberwerte und nun sind meine Leberwerte etwas über dem Normbereich, d. h. wohl auch minimal erhöht.
Wie sind denn Deine Werte des Kupferstoffwechsels, also das Serum-Kupfer und das Coeruloplasmin?

Ich glaube nicht, dass Dein Übergewicht die Ursache der Fettleber ist.

Bei mir ist es so, dass ich in letzter Zeit ziemlich zunehme (in einem halben Jahr ca. 6 Kilo) und mein Verdacht ist, dass das am Carnitinmangel liegt. Carnitin wird aus Aminosäuren gebildet und da man als Leberkranker davon meist zu wenig hat, ist ein Carnitinmangel vorprogrammiert.
Bei Carnitinmangel soll das Fett nicht mehr abgebaut werden und die Muskulatur wird auch in Mitleidenschaft gezogen.
Ich selbst habe in letzter Zeit auch Lipödeme (also Fettgeschwulste) und ich habe eine nachlassende Muskelkraft.
Wenn meine Vermutung zutrifft, dann ist meine Leberkrankheit also Schuld am Carntiinmangel, der mir das Übergewicht verursacht.

Vielleicht ist bei Dir die Ursache der Fettleber auch in einem solchen Bereich angesiedelt?

Gruß
Margie
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pinball ist offline
Themenstarter Beiträge: 98
Seit: 10.11.08
Hallo margie,
leider habe ich noch keine Befunde von Regensburg, doch laut Aussage des Prof. haben sie alle Leberkrankheiten durch die Blutabnahme und die Untersuchungen ausgeschlossen, bis auf die evtl. Fettleber.

Ich werde aber im neuen Quartal noch mal zu einem Spezialisten gehen und mich untersuchen lassen.
Ausßerdem habe ich nächste Woche auch einen Termin beim Nuklearmediziner wegen meiner SD und zum HA muß ich auch noch.
Wir werden sehen!

VLG
pinball

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margie ist offline
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Pinball,

die Fettleber ist Stufe 1 einer Leberkrankheit. Stufe 2 ist die Fibrose und Stufe 3 ist die Zirrhose.
Beim vielen Leberkrankheiten hat man zuerst eine Fettleber. Die Fettleber ist im Grunde keine eigenständige Leberkrankheit.

Siehe dazu hier:
Der Ausdruck Fettleber bezeichnet einen Zustand der Leber, bei dem in über der Hälfte der Leberzellen Fetttropfen im Zellinneren eingelagert sind und die Funktion des Organs einschränken. In den allermeisten Fällen wird die Erkrankung durch zu hohen Alkoholkonsum verursacht; einige Stoffwechselerkrankungen und Schwangerschaft kommen aber ebenfalls als Ursache infrage.
Begünstigende Krankheiten
Neben dem Alkoholismus sind einige Stoffwechselkrankheiten wie die Zuckerkrankheit und eine Kupferspeichererkrankung (Morbus Wilson) Risikofaktoren für die Entstehung der Fettleber. Übergewicht kann ebenfalls zu einer Fettleber führen, entsprechend der Dicke der Bauchdecke verfettet auch die Leber.
Fettleber Leber und Galle Verdauung | Gesundheitpro
Wie Du hieraus siehst, dürfte bei Dir die Ursache der Stoffwechselerkrankung am wahrscheinlichsten sein, denn Alkohol und Schwangerschaft scheidet bei Dir aus.
Es mag sein, dass die Fettleber durch Übergewicht begünstigt wird, aber evtl. ist auch das Übergewicht die Folge der Leberkrankheit (s.o. Beispiel Carnitin).
Ich würde bei Übergewicht nicht automatisch unterstellen, dass das immer selbstverschuldet ist.
Wenn ich mein derzeitig stets ansteigendes Gewicht sehe (und ich ernähre mich so wie früher auch), dann denke ich, dass die Ursache bei mir nicht in der falschen Ernährung zu suchen ist (ich muss wegen meiner Bauchspeicheldrüsenschwäche Fette meiden und tue dies auch weitgehend).

Gruß
margie


PS:
Wenn Du die Werte mal hast, poste sie doch. Mich interessiert bei Dir das Coeruloplasmin und das Kupfer.
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