Nochmal M. Wilson + DMPS

29.06.06 17:15 #1
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Nochmal M. Wilson + DMPS
Lukas
Zitat von margie
Bei DMPS können meines Wissens, wenn man es länger nimmt, auch Nierenprobleme auftreten, wie bei fast jedem Ausleitungsmittel.
Man kann auf DMPS auch allergisch reagieren. Es gibt sicher noch eine Reihe weiterer Nebenwirkungen oder Folgewirkungen, ich kenne sicher nicht alle.


Hallo Margie,

ich kenne eigentlich keine Nebenwirkungen oder Folgekrankheiten von DMPS - außer die Allergieentwicklung auf das Medikament. Das heißt aber natürlich nicht, dass es Nebenwirkungen nicht geben kann...

Aber gerechterweise sollte man auch anmerken, dass DMPS auch nierenrettend wirken kann - so z.B. in meinem Fall. Mein zuvor stark erhöhter Nierentumormarker ging durch die Nierenentgiftung per DMPS Schritt für Schritt nach unten... allerdings vertrage ich das Mittel wegen Allergie auch nicht mehr.

Viele Grüße
Lukas

Nochmal M. Wilson + DMPS

margie ist offline
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Hallo Mike,

M. W. entsteht, wenn jemand 2 Mutationen auf den 13. Chromosomen für diese Krankheit hat. Jeder Mensch hat 2 Chromosomenpaare, eines vom Vater und eines von der Mutter. Haben nun Vater und Mutter je eine Mutation auf ihren eigenen Chromosomenpaaren (also auf einem von beiden Chromosomen) und will es der Zufall, dass das Kind gerade die beiden Chromosomen mit jeweils der Mutation bekommt, so hat das Kind dann 2 Mutationen und damit hat das Kind die Krankheit. Das Gen, in dem die Mutationen auftreten, wird ATP7B Gen genannt.
Vater und Mutter, die jeweils nur eine Mutation auf einem Chromosom haben, sind zwar (Über-)Träger der Krankheit, aber meist gesund oder sie haben evtl. eine Wilson-Symptomatik in abgeschwächter Form, denn man weiß, dass Träger oft ein höheres Leberkupfer haben wie vollkommen Gesunde.
Natürlich könnte ein Kind auch Glück haben und die beiden Chromosomen von Vater und Mutter erben, die keine Mutation enthalten, dann ist das Kind vollkommen gesund. Oder das Kind erbt nur ein Chromosom mit einer Mutation und eines ohne Mutation, dann ist auch das Kind Träger der Krankheit.

Die beiden Mutationen bewirken beim M. W. -Patienten, dass die Leber das in der Nahrung vorkommende Kupfer (und das ist nicht wenig, denn jedes Lebensmittel enthält Kupfer) nicht ausscheiden kann. Es reichert sich in der Leber an, bis diese voll davon ist. Danach wird es über das Blut in andere Körperteile verteilt und hier an ersten Stelle in das Gehirn (aber auch Nieren, Herz, etc. können geschädigt werden).
Der Kupfergehalt der Leber ist bei Patienten im Kindesalter am höchsten (so sagt zumindest Prof. Feist, ein Kinderarzt und Wilson-Experte), er nimmt dann ab, wenn die Leber "überläuft" und das Kupfer über das Blut in andere Körperteile wandert.

Ich hoffe, dass ich Deine Frage ausreichend beantworten konnte.

Gruß
Margie

Nochmal M. Wilson + DMPS

margie ist offline
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Hallo Lukas,

meinst Du mit dem Nierentumormarker evlt. das Alpha-1-Mikroglobulin?

Wenn ja, der Wert war bei mir vor meiner Zinktherapie auch deutlich erhöht (teils über 60, normal ist < 45) und seit der Zinktherapie wurde er 2 Mal gemessen und beide Male lag er deutlich unter 45. Ich will aber nochmals das Labor fragen, ob denn etwas an der Bestimmungsmethode geändert wurde, weil ich erst dann glaube, dass sich der Wert gebessert hat, wenn die Bestimmungsmethoden diesselben sind wie früher.

Gruß
margie

Nochmal M. Wilson + DMPS
Lukas
Hallo Margie,

ja, da hat sich mal irgendwann etwas geändert... ich meine der Normwertebereich.
Der Werterückgang war bei mir allerdings damals (habe gerade nachgesehen) bei gleichen "Randbedingungen"...

Viele Grüße
Lukas

Nochmal M. Wilson + DMPS

margie ist offline
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Hallo Lukas,

also "mein" Labor (in KA) hat bei allen Untersuchungen bisher immer den gleichen Normbereich angegeben.
Ich weiß, dass beim Bremer Labor die Normwerte mal höher waren (über 100) als im Karlsruher Labor, denn dort hatte ich plötzlich ganz hohe Werte (um die 90), die dann im Karlsruher Labor später bei der Kontrolle wieder deutlich unter 45 waren.

Gruß
Marige


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