MW und Chlorella

27.09.08 00:00 #1
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Cherry ist offline
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Und noch eine, damit es Margie nicht langweilig wird
Ich bedanke mich schon mal im Vorraus für deine Antwort .

Kann man zur Behandlung von MW auch Chlorella benutzen? Es soll ja angeblich auch Kupfer binden. Oder Kohle oder die Rizinusanwendungen?

Den einen Link weiter unten habe ich mir angesehen und darin steht, dass bei MW die Abgabe von Kupfer von der Leber in die Gallenblase gestört ist. Das würde ja bedeuten, dass diese Methoden, die den enterohepatischen (oder was auch immer) Kreislauf unterbrechen nicht viel nützen. Habe ich das so richtig verstanden?

MW und Chlorella

margie ist gerade online
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Hallo Cherry,

ich würde Chlorella auch nicht benutzen, wenn ich andere Metalle ausleiten wollte.
Ich denke, wenn einem Chlorella hilft, dann ist es allenfalls ein Placeboeffekt oder man ist nicht wirklich krank, sondern hat nur "Befindlichkeitsstörungen".
Gleiches gilt für Kohle und für Rizinus.


Bei MW müssen wirkliche Medikamente ran, d. h. keine Placebos.
MW wird mit Chelatbildnern, die man 3 Mal pro Tag hochdosiert nimmt, therapiert bis zur Entkupferung. Danach kann evtl. auf hochdosiertes Zink (150 mg oder mehr täglich) umgestellt werden, das man auf 3 Dosen pro Tag verteilt.


Das würde ja bedeuten, dass diese Methoden, die den enterohepatischen (oder was auch immer) Kreislauf unterbrechen nicht viel nützen
Welche Methoden meinst Du mit "diese Methoden"? Welche Methoden unterbrechen denn den enterohepatischen Kreislauf?

Gruß
margie
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MW und Chlorella

Cherry ist offline
Themenstarter Beiträge: 682
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Zitat von margie Beitrag anzeigen
Welche Methoden meinst Du mit "diese Methoden"? Welche Methoden unterbrechen denn den enterohepatischen Kreislauf?
Damit meinte ich eben Rizinus oder auch Kohle. Die Einnahme soll ja verhindern, dass die schädlichen Stoffe vom Darm wieder resorbiert werden.


An den Placeboeffekt von Chlorella und Rizinusöl glaube ich nicht mehr. Der hätte dann schon viel früher eintreten und auch bei Kohle vorhanden sein müssen.
Letzterem kann ich mich in meinem Fall eher anschliessen. Im Vergleich zu vielen hier im Forum geht es mir sehr gut und man kann meine Wehwehchen als "Befindlichkeitsstörungen" abtun. Ich vermute aber, dass wenn ich dies tue und einfach weiter laufen lasse, wird schnell mehr draus. Auch Befindlichkeitsstörungen haben eine Ursache.

MW und Chlorella

margie ist gerade online
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Hallo Cerry,

Damit meinte ich eben Rizinus oder auch Kohle. Die Einnahme soll ja verhindern, dass die schädlichen Stoffe vom Darm wieder resorbiert werden.
Das meintest Du.
Ich würde, wenn ich MW oder eine Schwermetallvergiftung hätte, Öle so wenig wie möglich zu mir nehmen und Rizinus wird meines Wissens als Öl verwendet. Für eine kranke Leber sind Fette ein Problem. Hinzu kommt, dass man, wenn man MW hat (und es ist sicher auch bei anderen Schwermetallvergiftungen so), nicht nur eine kranke Leber hat, sondern dass auch die Bauchspeicheldrüsen-, die Gallen-, die Nieren-, die Herzfunktion (und so einiges mehr) betroffen sind.
Ich habe mit all diesen Organen Probleme.

Auch Kohle würde ich nicht nehmen, denn man muss dazu verdammt gute Nieren haben, weil der Wasserhaushalt bei Kohle durcheinander kommt. Ich habe diese guten Nieren (wohl aufgrund von MW) nicht mehr. Kohle vermindert auch die Aufnahme von anderen Medikamenten, was, wenn man schwer krank ist, auch nicht ganz ungefährlich sein kann.

Ich denke, wer diese Mittel verträgt und davon keine Probleme bekommt (Z. B. Durchfall bei Rizinusöl oder bei Chlorella , z. B. Störungen der Nierenfunktion bei Kohle), dass der wohl kaum eine schwere Schwermetallvergiftung haben kann.
Bekommt jemand davon allerdings Durchfall, dann kann dies eine Reaktion der vorgeschädigten Organe (z. B. Durchfall aufgrund von einer entzündeten Bauchspeicheldrüse) sein und man schadet sich dann sehr, wenn man dennoch das Zeugs weiternimmt. Außerdem führen Durchfälle zu Elektrolytverlusten, etc.

Ich glaube auch nicht, dass diese Mittel für die Kupferausleitung bei MW auch nur einen halbwegs vernünftigen Effekt haben, d. h. sie sind sicher viel zu ineffektiv.
Man muss sich nur mal vor Augen halten, welche hohen Dosen an Chelatbildnern bei MW eingesetzt werden. Und einen vergleichbaren Ausleitungseffekt wird kaum mit anderen Mitteln nur annähernd erreichbar sein (wenn man die Schädlichkeit von Rizinus und Kohle für die Organe mal außer Acht läßt).
Außerdem:
Ist es denn wissenschaftlich belegt, dass Rizinus und Kohle die Aufnahme von Kupfer oder anderen Schwermetallen hoch effektiv verhindert?



Gruß
margie
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gerold ist offline
Beiträge: 4.730
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Zitat von margie Beitrag anzeigen
Hallo Cherry,

ich würde Chlorella auch nicht benutzen, wenn ich andere Metalle ausleiten wollte.
Ich denke, wenn einem Chlorella hilft, dann ist es allenfalls ein Placeboeffekt oder man ist nicht wirklich krank, sondern hat nur "Befindlichkeitsstörungen".
Gleiches gilt für Kohle und für Rizinus.

Bei MW müssen wirkliche Medikamente ran, d. h. keine Placebos.
MW wird mit Chelatbildnern, die man 3 Mal pro Tag hochdosiert nimmt, therapiert bis zur Entkupferung. Danach kann evtl. auf hochdosiertes Zink (150 mg oder mehr täglich) umgestellt werden, das man auf 3 Dosen pro Tag verteilt.

Welche Methoden meinst Du mit "diese Methoden"? Welche Methoden unterbrechen denn den enterohepatischen Kreislauf?

Gruß
margie
Margie,

gerne lasse ich Dir Deine Überzeugung, widerspreche jedoch der obigen Aussage massiv, wonach es sich auch bei der Einnahme von Rizinusöl (Rizinus als solches gibt es nicht) allenfalls um einen Placeboeffekt handelt. Das Gegenteil vermag ich nicht nur für meine Person auszusagen, sondern auch zahlreiche andere Persönlichkeiten. Hierzu gehe man hier im Forum auf "Amalgam", dann auf "Amalgam Entgiftung", schließlich auf "Rizinusöl". Die gegen 2000 Beiträge sprechen für sich.

Alles Gute!

Gerold
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.

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margie ist gerade online
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Gerold,

vielleicht reden wir von verschiedenen Dingen:
Ich verstehe unter einer Schwermetallvergiftung eine sehr schwere Krankheit, also nicht nur eine leichte Beeinträchtung des Befindens. Das mal vorneweg, um meine Argumentation zu verstehen.
Eine Schwermetallvergiftung hat man nicht ohne einen Schaden an der Leber zu haben und wahrscheinlich ist auch die Bauchspeicheldrüse nicht mehr gesund. Ich muss mir nur die Folgekrankheiten, die eine chronische Schwermetallvergiftung mit Kupfer macht, durchlesen bzw. an mir selbst sehe ich, dass diese Organschäden Folgen einer solchen Schwermetallvergiftung sind.

Wenn ich nun mit Schäden an Leber und Bauchspeicheldrüse ein Öl (ob nun Rizinusöl oder andere) vemehrt zu mir nehme, dann tue ich mir nichts Gutes.
Mein Verdacht ist, dass hier viele Rizinusöl einnehmen, evtl. gar Durchfall dadurch bekommen, was ein Zeichen einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung sein kann, aber dies nicht als Problem realisieren, weil sie gar nicht auf die Idee kommen, sich darauf untersuchen zu lassen.
Jedenfalls ist Öl bei Leber-, Panrkreasproblemen nicht sehr sinnvoll, wenn man diese Organe nicht weiter schädigen will.


Ich denke, wenn man für schwerste Vergiftungen wie dem M. Wilson Chelatbildner in höchster Dosierung einsetzt, dass dann jedes andere Mittel wie Rizinusöl, wie Kohle, wie Chlorella, wie Koriander, wie Bärlauch keine echte Alternative sein kann.
Ich spreche von echten und schweren Vergiftungen (wir sind hier auch in der Rubrik M. Wilson und bei M. Wilson hat man eine schwere Vergiftung).

Wenn nun also manche Menschen mit diesen Mitteln dennoch ihre Probleme lösen, dann mögen die Ursachen für diese Probleme vielleicht etwas anderes, also keine schwere Vergiftung, gewesen sein (daher die Vermutung "Placeboeffekt" bzw. Befindlichkeitsstörungen).
In manchen dieser Produkte, z. B. Chlorella sind ja auch Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren enthalten und bei einem evtl. Mangel an diesen Stoffen kann es einem auch besser gehen, wenn man lange genug Chlorella einnimmt. Diese Besserung durch die Behebung eines Nährstoffmangels hätte dann aber nichts mit einer Vergiftung zu tun.
Und wohl haben auch die anderen Stoffe (also Rizinusöl und Co.), die manche zur Ausleitung nehmen, ein paar positive Wirkungen und führen dann zu einer Besserung des Befindens.

Ich habe immer wieder schon den Thread über Rizinusöl bemerkt und mich gefragt, ob die Einnahme von Rizinusöl nicht für viele auch gefährlich ist (s. o. -> Leber? Pankreas?).
Ich will niemanden davon abhalten, Eigenexperimente durchzuführen.
Wer z. B. Chlorella verträgt, der tut sich vielleicht damit auch Gutes wegen der enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe.

Nur wenn ich gefragt werde, was ich von Rizinusöl in Zusammenhang mit M. Wilson halte, muss ich sagen: "Gar nichts", weil M. Wilson eine schwerste Vergiftung ist und dafür eben "andere Geschütze" eingesetzt werden.


Gruß
margie
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MW und Chlorella

gerold ist offline
Beiträge: 4.730
Seit: 24.10.05
Margie,

um hier alles in überschaubarer Größe zu halten, zitiere ich Deinen obigen Text nicht für meine Antwort.

Schaue bitte zunächst meinen Wiki-Beitrag "Rizinusöl" durch. Darin habe ich mich bemüht, die Voraussetzungen zu nennen, unter denen dieses keinesfalls eingenommen werden darf. Gerne gestehe ich zu, daß ich hierbei vergessen habe, auch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse aufzunehmen.

Weiter zu extremen Krankheitsbildern: Wie ich im Forum dargestellt habe, bin ich damals mit meiner Lichtallergie am Ende meiner Kräfte gewesen; mein Hautarzt hatte mich aufgegeben. Allein durch die fortgesetzte Einnahme von Rizinusöl ist es mir möglich gewesen, diese Allergie samt aller anderen bei mir früher vorhanden gewesenen Allergien auszuheilen.

Schließlich ist mir in den letzten Jahren deutlich geworden, daß die entscheidende Ursache für meine frühe Arbeitsunfähigkeit eine chronische Quecksilbervergiftung gewesen ist. Wahrhaftig ist es kein Zuckerschlecken gewesen, all den Müll aus dem Körper herauszubefördern, aber heute bin ich froh darum, es beizeiten angepackt zu haben.

Alles Gute!

Gerold
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MW und Chlorella

Cherry ist offline
Themenstarter Beiträge: 682
Seit: 09.01.08
Danke für deine ausführliche Antwort Margie.

Ich glaube, ich habe die Auswirkungen dieses Genfehlers etwas unterschätzt.
Ich hatte vermutet, dass sich das Kupfer langsam ansammelt und wenn es nicht bemerkt wird erst zu ernsthaften Schäden kommt. Daher auch die Idee mit langsamen Ausleitungsmethoden. Sozusagen als "Schutz" vor Schlimmerem.
Wenn es soweit ist, dass die Leber "voll" ist, müssen natürlich stärkere Geschütze aufgefahren werden, ganz klar.


Das heisst dann für mich, dass es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass ich MW habe. Sonst würde Chlorella und Rizinusöl nicht mehr helfen.

MW und Chlorella

Cherry ist offline
Themenstarter Beiträge: 682
Seit: 09.01.08
@Gerold

Sag mal durchforstest du das Forum auf das Wort Rizinus? Mir ist schon seit einiger Zeit aufgefallen, dass überall wo es um Einläufe oder dein heiliges Öl geht, du auch irgendwann mit dabei bist. Ich hätte dich jetzt in der MW-Rubrik nicht unbedingt vermutet.

MW und Chlorella

margie ist gerade online
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Ich hatte vermutet, dass sich das Kupfer langsam ansammelt und wenn es nicht bemerkt wird erst zu ernsthaften Schäden kommt. Daher auch die Idee mit langsamen Ausleitungsmethoden. Sozusagen als "Schutz" vor Schlimmerem.
Wenn es soweit ist, dass die Leber "voll" ist, müssen natürlich stärkere Geschütze aufgefahren werden, ganz klar.
Hallo Cherry,

MW sollte man nicht erst behandeln, wenn die Leber voll ist oder wenn man Beschwerden hat.
MW wird bereits behandelt, wenn feststeht, dass man MW hat, also auch dann, wenn man noch gar keine Beschwerden hat. Je früher man MW behandelt, umso eher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man irreversible Schäden vermeiden kann oder dass bereits eingetretene Schäden reversibel sind.

Wird bei einem Patienten MW festgestellt, so soll die ganze Familie untersucht werden auf MW. Stellt sich dabei heraus, dass z. B. ein Bruder oder eine Schwester des Patienten auch MW hat, so werden diese behandelt, egal, ob sie nun schon Beschwerden haben oder nicht.
Man behandelt also auch präsymptomatische Patienten bei MW. Hierbei werden, je nach Schwere des Falles entweder Chelatbildner oder hochdosiert Zink eingesetzt.
Ganz sicher werden dabei aber nicht die von Dir angesprochenen Mittel (Rizinus, Chlorella, Bärlauch, Kohle) eingesetzt.

Es ist schon richtig, dass sich das Kupfer langsam ansammelt, aber da diese Ansammlung mit der Geburt beginnt und oft ein MW-Fall erst nach dem 20. Lebensjahr diagnostiziert wird, hat sich sehr viel Kupfer bis zu diesem Zeitpunkt angesammelt. Wenn man das Gewicht dieses Kupfers in Münzen umrechnet, sind dies mind. 8 Münzen zu einem Cent, was man in ca. 20 Jahren an Nahrungskupfer geschluckt hat und was zu der enormen Vergiftung mit Kupfer geführt hat (im Vergleich dazu kann man das bißchen Abrieb aus Amalgamfüllungen wohl kaum in einer halben 1-Cent-Münze unterbringen).

Das heisst dann für mich, dass es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass ich MW habe. Sonst würde Chlorella und Rizinusöl nicht mehr helfen.
Ob man das daraus schließen kann? Ich weiß nicht...
Angenommen, Du hättest MW, dann kann es sein, dass Du ein sog. später MW-Fall bist und die Symptome, die Du im Moment hast, erst der Anfang der Symptome sind. Vielleicht helfen am Anfang eines beginnenden MW (vorübergehend) auch andere Therapien?
Bei manchen Patienten wird MW erst spät, z. B. im Alter von über 40 Jahren oder noch später festgestellt, d. h. nicht alle haben in jüngeren Jahren schon heftigste Probleme.

Da man bei MW, vor allem, wenn man neurologische Beschwerden hat, fast immer eine Leberzirrhose hat oder davon nicht weit entfernt ist, sollte man man nicht warten, bis man diese Beschwerden bekommt, sondern, um die Leber evtl. noch vor der Zirrhose zu bewahren, bei Verdacht frühzeitig eine Diagnostik anstreben.

Hast Du denn Leberprobleme und / oder Nervenprobleme?
Oder hast Du im DMPS-Test auffällig hohe Kupferwerte? Oder sonst einen Verdacht, der Dich auf MW bringt, wie z. B. unklare Leberkrankheiten in der Familie, unklare Nervenkrankheiten in der Familie?

Gruß
margie
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