Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

08.01.05 11:52 #1
Neues Thema erstellen

Kate ist offline
Moderatorin
Beiträge: 10.141
Seit: 16.11.04
Ich beziehe mich hier auf das weiter unten von Margie eingebrachte Thema und die von Ihr angeführte Website

http://www-klinik.uni-mainz.de/Zentrallabor/Lab-Web/Kupfer_Stoffwechsel.htm

Dort steht u.a.:
"...die basale Kupferausscheidung im Urin spricht mit Sicherheit gegen einen M. Wilson, wenn sie unter 50 µg/24h liegt..."

Bei mir gab es im Rahmen eines DMPS-Mobilisationstestes (Medizinisches Labor Bremen) folgende Werte:

Kupfer vor DMPS 4 mcg / l bzw. 11 mcg / g Krea.
Kupfer nach DMPS 948 mcg / l bzw. 1529 mcg / g Krea.

Meine Fragen (die ich auch dem Verfasser der o.g. Website stellen werde):

(1) Kann man die 4 mcg / l auf den 24-Std. Urin (in etwa) umrechnen durch Multiplikation mit 2,5 (l/Tag)? Und könnte ich daraus schließen, dass Morbus Wilson bei mir ausgeschlossen ist?

(2) Ist der Wert nach DMPS-Mobilisation irgendwie vergleichbar mit Werten nach Penicillamin-Mobilisation? (Das Labor schreibt zum Wert nach DMPS: "In einem Kollektiv amalgamfreier Patienten fanden wir Kupferausscheidungen nach DMPS bis 1700. Erfahrungswert von Daunderer: < 500." )

(3) Ich schob die Kupfer-Ausscheidung bisher auf die ca. 520 mg, die ich davon 12 Jahre lang im Mund hatte (Goldlegierung) und die ich kürzlich aufgrund einer Kupfer-Allergie (Typ IV) habe entfernen lassen. Kann das sein, dass daraus erhebliche Mengen Kupfer freigesetzt wurden?

(4) An Margie und andere Betroffene: Könnt Ihr mir Eure Symptomatik mal genauer schildern? Wie würde man überhaupt einen Leber-Schaden bemerken? Wie aufwendig ist die Leberpunktion (Krankenhausaufenthalt? Vollnarkose?) und welche Risiken birgt sie?

Liebe Grüße,
Kate

(Bem.: Mein Kupfer-Wert im Serum ist 13,2 mcmol / l)



[geändert von Kate am 01-08-05 at 11:53 AM]

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Kate,

zur 24 Stunden-Messung im Urin folgendes:
Bei mir war die Kupferausscheidung im 24 Stunden-Urin nie über 50 ug, ich glaube 47 war der höchste Wert und dennoch habe ich über 5 mal mehr Kupfer in der Leber, wie es ein Gesunder haben sollte (und eine Genmutation im noch nicht komplett abgeschlossenen Gentest).
Da ich chronisch Durchfall habe, habe ich mir überlegt, ob nicht bei mir viel Kupfer über den Stuhl ausgeschieden wird, weil der Stuhl bei mir ja viel Flüssigkeit enthält. Aber der Stuhl wurde noch nicht auf den Kupfergehalt untersucht bei mir (ist also bloß eine Spekulation von mir).

Betr. die Leberpunktion:
Ich würde die nur machen, wenn ich längere Zeit kein Ausleitungsmittel (wie Dimaval, Dmps, oder ähnliches) genommen habe. Denn durch die Ausleitungsmittel wird der Kupfergehalt in der Leber reduziert und ich kann mir nicht vorstellen, dass dann das Ergebnis eindeutig ausfällt.

Zur Vorgehensweise bei einer Punktion:
Bei mir erfolgte sie in Lokalanästhesie, d. h. man spritzte mir ein Betäubungsmittel in die Einstichstelle. Das war das unangenehmste an der ganzen Sache. Hinterher mus man 2 Stunden auf der Einstichstelle liegen (auf einem festen Gegenstand), damit es nicht zu Nachblutungen kommt. Man soll zu Hause noch Bettruhe einhalten und in den folgenden Tagen keine schweren Gegenstände heben.
Vor der Leberpunktion werden noch die Blutwerte (Blutbild, Gerinnung) überprüft.
Natürlich ist der Eingriff nicht ganz ungefährlich, gerade falls man einen M. Wilson hätte, hat man evtl. eine verstärkte Blutungsneigung oder sonstige Störungen, die das Risiko etwas erhöhen.

Zur Symptomatik bei M. Wilson:
Es gibt bei Morbus Wilson nach heutiger Kenntnis rd. 250 verschiedene Genmutationen (ob schon alle bekannt sind, ist auch nicht sicher) und dementsprechend variieren auch die Krankheitsbilder.
Zunächst gibt es einen M. Wilson, der primär die Leber angreift und der oft schon im Kindesalter beginnt und relativ schnell verläuft.
Die andere Variante beginnt erst im Erwachenenalter, verläuft nicht so aggressiv und die Beschwerden können primär neurologischer Natur (die Leber ist dann nicht so stark geschädigt) sein, sie können aber auch primär nur die Leber schädigen oder sie können kombiniert sein. Je länger die Krankheit unendeckt und unbehandelt bleibt, umso wahrscheinlicher sind auch andere Organe geschädigt, wobei sich nach einer Behandlung auch viele Beschwerden wieder zurückbilden können.
Meine Variante hat sowohl Komponenten der Leberschädigung mit einigen internistischen Folgeerkrankungen wie Hämolyse, vermehrte Blutungsneigung, Nierenschädigung, Augenschädigung, evtl. sind auch meine leichten Herzprobleme davon, am stärksten belasten mich jedoch die neurologischen Probleme.
Vor rd. 15 Jahren bekam ich Zittern (Tremor), es kamen Sprachstörungen dazu (ich spreche manchmal sehr undeutlich, abgehakt und falle damit immer negativ auf), erhöhter Speichelfluss ist ein Problem (man "sabbert" immer wieder mal), manchmal hat man unkontrollierte Zuckungen der Arme oder Beine (bei mir relativ selten), am schlimmsten aber ist die Benommenheit im Kopf (so als hätte man am Vortag einen Vollrausch gehabt), Gedächtnisprobleme, Schwindelgefühle (mal mehr, mal weniger) und Koordinationsstörungen/Gleichgewichststörungen (oft ähnelt der Gang dem eines Alkoholikers). Ich kann z. B. keine volle Tasse auf der Untertasse für einige Meter tragen, ohne dass ich nichts verschütte, ich muss mich, beim Stehen immer an einer Wand oder ähnlichem anlehnen oder wo festhalten, stehe immer breitbeinig. Ich kann nicht mehr in Schuhen mit hohen Absätzen gehen. Die Beschwerden sind nicht alle Tage gleich schlimm, aber auch an guten Tagen bin ich nicht beschwerdefrei.
Meine Leberwerte waren ca. 1988 erstmals erhöht (damals immer nur die GGT), in 1995 hatte ich für ein paar Wochen deutlich erhöhte Werte, die sich aber wieder zurückbildeten, in der Folgezeit fiel meistens nur die GGT auf, wobei dieser Wert immer öfters erhöht war. In 2003 gingen die Leberwerte (GGT, GPT und GOT) langsam aber stetig hoch, GGT war bei 120, GPT bei 80 und GOT bei 60. Sie schwankten natürlich etwas, waren mal besser und dann wieder schlechter. Seither ist die GGT selten im Normbereich, GPT und GOT öfters (aber auch oft gerade noch so).
Im Ultraschall ist meine Leber immer wieder als vergrößert beschrieben worden. Mal bei 17 oder 18 cm, mal bei 15 cm. Beim letzten Ultraschall hieß es: inhomogene Struktur.
Bereits in 1996 fiel sie dem Frauenarzt bei der Op einer Eierstockszyste sehr negativ auf: Er beschrieb auf den linken Seite kleinhöckrige Veränderungen und auf der rechten Seite weiße Beläge, was darauf schließen läßt, dass die Leber offenbar nicht überall gleich strukturiert ist.
Wenn man nun bei einer Punktion in die linke Seite sticht, hat man evtl. ein anderes Ergebnis als wenn man die rechte Seite punktiert.
Jedenfalls nahm der Frauenarzt eine Probe aus der linke Seite, die nur auf Zirrhose untersucht wurde. Der Befund war damals negativ.
Im jetzigen Befund, den man mir immer noch nicht gegeben hat, soll eine Leberfibrose festgestellt worden sein.
So, jetzt habe ich sehr viel geschrieben und ich hoffe, dass ich einen Teil Deiner Fragen beantworten konnte.

Gruß
Margie


Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.141
Seit: 16.11.04
Hallo Margie,

danke für Deine ausführliche Antwort! Und das ganz besonders, da es Dir ja nicht so gut geht. Ich wünsche Dir, dass Du eine Behandlung findest, die Du verträgst und die Dir hilft!!!

Was mich betrifft, hat mich Deine Schilderung zum einen eher entlastet, denn das meiste trifft auf mich nicht zu: Meine Leberwerte sind immer weit unter den Grenzwerten gewesen, der Bauch-Ultraschall völlig normal. Ich habe keine neurologischen Symptome, wenn man einmal von Schwindel absieht, der aber im Rahmen von Kreislaufproblemen auftritt, die an Übermüdungszustände oder Unterernährungszustände gekoppelt sind (habe chronische Schlafstörungen und einen Reizdarm mit vielen Unverträglichkeiten). Das gleiche gilt für Konzentrationsstörungen, bei denen es auch noch eine psychische Komponente gibt. Ich bin bereits in der Lebensmitte und da müssten dann ja mal Symptome auftreten. Es ist einzig die relativ hohe Kupferausscheidung, die ich aber bis auf weiteres dem Amalgam und der kupferhaltigen Goldlegierung zuschreibe bzw. ggf. dem KPU. Im Stuhl war der Kupfergehalt übrigens trotz vorheriger DMPS-Spritze im Normbereich (im „normalen“ Normbereich ohne DMPS). Und wenn man die basale pro-Liter-Ausscheidung im Urin mal „primitiv“ hochrechnet auf 2,5 l in 24 Std., dann komme ich auf einen Wert von 10.

Andererseits weiß ich jetzt, dass es diese Krankheit gibt und werde bei gegebener Symptomatik Untersuchungen veranlassen und meine Kupferwerte weiter beobachten (einige Zeit nach Beendigung der Ausleitung nochmal messen).

Das war sehr hilfreich für mich - danke nochmal!

Liebe Grüße,
Kate

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Kate,

also wenn Deine Leberwerte immer deutlich im Normbereich sind (nicht an der oberen Grenze) würde ich auch keinen Verdacht auf M. Wilson aussprechen, wenngleich man zu dieser Krankheit auch sicher noch nicht alles weiß. Die immerhin rd. 250 Mutationen sprechen dafür, dass jeder Fall anders ist.
Weil Du schreibst, Du seist in der Lebensmitte. Du willst damit sicher sagen, dass Du schon zu alt für M. Wilson bist. Dies ist auch in der Regel so. Doch ich selbst bin 47 Jahre, ich weiß von einem Mann, bei dem wurde jetzt mit 48 Jahren M. Wilson entdeckt und ich habe mit einer Frau telefoniert, die mit 38 Jahren vor einigen Monaten die Diagnose bekam. Wenn M. Wilson im Erwachsenenalter erst auftritt, kann es durchaus sein, dass man älter wie 30 ist, wenn man die Diagnose erfährt.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, dass man nicht 2 Gendefekte für M. Wilson hat (dann ist man auf jeden Fall stark erkrankt), sondern man kann auch nur 1 Gendefekt haben und hat dann auch Probleme, aber vielleicht nicht ganz so starke. Bei mir wurde bisher nur 1 Gendefekt gefunden, doch die Genuntersuchung wird noch fortgesetzt (ich bin in die weltweite Studie über M. Wilson aufgenommen worden, die in Wien an der Uniklinik läuft und dort wird die Genuntersuchung durchgeführt).
Ein neurologisches Zeichen für M. Wilson ist z. B. der Tremor, das heißt man zittert leicht (tritt am Anfang auch nur sporadisch auf). Das war bei mir, das erste untrügliche Zeichen für M. Wilson aus heutiger rückblickender Sicht.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass Deine Probleme sich bald bessern.
Gruß
Margit

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.141
Seit: 16.11.04
Hallo Margie,

danke nochmals! Meine Leberwerte sind wie gesagt weit unter den Grenzwerten seit ich Laborbefunde sammele (seit Jahren). Tremor hatte ich noch nie (Angstzittern kenne ich natürlich schon). Mit der "Lebensmitte" wollte ich sagen: So langsam müssten dann ja mal IRGENDWELCHE spezifischen Symptome auftreten... Bei Dir zieht sich die Symptomatik ja auch schon länger hin - dass die Diagnose erst so spät kam ist ein anderes trauriges Kapitel. Insofern tust Du hier echt ein gutes Werk, indem Du auf diese Krankheit hinweist!!!

Ich hatte noch die Idee, dass Du Deinen ersten Beitrag über Morbus Wilson hier im Forum auch mal ins INK-Forum stellen könntest. Da tummeln sich die "Amalgamis", viele machen DMPS-Tests, und einige haben vielleicht hohe Kupferwerte und andere Symptome, die auch auf Morbus Wilson passen könnten.

Gruß & alles Gute,
Kate

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.141
Seit: 16.11.04
Hohe Cu-Konzentration im Stuhl -> Ausschluss Morbus Wilson? (@ Margie!)

Hallo allerseits, hallo Margie,

ich hoffe, Dich (Margie) hier irgendwo zu „treffen“. Du schriebst u.a. hier von Deiner Vermutung, dass Deine eher unauffälligen Cu-Werte im Urin etwas mit Cu-Verlusten durch Deinen chronischen Durchfall zu tun haben könnten.

Nach meinem derzeitigen Informationsstand kann genau das nicht sein, denn das charakteristische an MW ist ja gerade, dass die biliäre Ausscheidung von Cu (über Leber-Galle-Darm) NICHT funktioniert! Demnach spräche eine hohe Cu-Ausscheidung im Stuhl gegen einen MW und umgekehrt.

Da ich aber bezüglich meiner Situation immer noch unsicher bin, ob ich weitere Untersuchungen veranlassen soll, stelle ich hier noch einmal meine bisherigen Laborwerte vor und würde mich über Kommentare freuen.

Basale Cu-Ausscheidung im Urin (Januar 2005): 4 µg/l bzw. 15 µg/g Krea.

(Nach Aussage von zwei Laborärzten lässt sich das in etwa linear auf den Tag hochrechnen, da die Cu-Ausscheidung im Tagesverlauf kaum schwankt, demnach käme ich in etwa auf 10 µg/Tag bei unterstellten 2,5 l Tages-Urin. Hierfür Ref.-Bereich: < 50.)

Cu-Ausscheidung im Urin nach DMPS (September 2004): 948 µg/l bzw. 1529 µg/g Krea.

(Kann jemand von Euch etwas über die MW-„kritischen“ Werte nach Gabe von DMPS aussagen? Ich fand im Web nichts darüber!)

Serum-Cu (September 2004): 13,2 µmol/l
(Untergrenze Ref.-Bereich: Ich fand im Web Angaben von 11,6 bis 13,4!)

Serum-Cu (Januar 2005 - 2 Wochen nach DMPS i.v.): 12,9 µmol/l
Coeruloplasmin (Januar 2005 - 2 Wochen nach DMPS i.v.): 0,21 g/l (Ref.-Bereich 0,2 - 0,6)
-> freies Cu: 20,4 µg/dl (Ref.-Bereich: <10 !)

Cu-Ausscheidung im Stuhl: 6300 µg/kg (Ref.-Bereich: 1000 – 10800)
Cu-Ausscheidung im Stuhl nach DMPS i.v.: 8060 µg/kg

Leberwerte: Bisher immer normal (recht niedrig), allerdings wurde meist nur GGT untersucht, 2002 im Krankenhaus auch mal GOT und GPT.

Symptomatik: Chronische Schlafstörungen, Erschöpfung, Kreislaufprobleme, Depressionen, Angst, schlechte Konzentrationsfähigkeit, Magen-Darm-Probleme – alles seit längerer Zeit.

Alter: 41

Ist das alles völlig unverdächtig? Oder sollte ich in absehbarer Zeit nochmal Laborwerte kontrollieren? Inwieweit hat DMPS i.v. möglicherweise meine Werte beeinflusst? Wird eine Zinkeinnahme (derzeit ca. 43 mg) weitere Laboruntersuchungen „schönen“ bzw. sinnlos machen? Bin für jeden Hinweis dankbar!

Gruß,
Kate



[geändert von Kate am 02-17-05 at 06:41 PM]

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.141
Seit: 16.11.04
Was sagt eigentlich die KEAC zum Thema Differntialdiagnostik HPU / Morbus Wilson? Auch in deren Literatur wird ja der hohe Cu-Spiegel immer wieder erwähnt.

Da es sich bei MW um eine unbehandelt tödliche Erkrankung handelt, deren Symptome durch die HPU-Medikation "verwässert" werden können (so dass in der Folge vielleicht die notwendige Diagnostik unterbleibt!), sind hier klare Hinweise und Stellungnahmen dringend erforderlich!

Leni, kannst Du etwas dazu sagen oder soll ich Dr. Kamsteeg direkt ansprechen?

Gruß,
Kate

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Elfe ist offline
Beiträge: 719
Seit: 08.10.04
liebe Kate!

Wäre für Dich NDF-Tropfen zum Ausleiten Deines Kupfers evtl. das Richtige?

Bei 2 x 2ml pro Tag als Höchstdosis werden in 5 Tagen ca. 38% des Kupfers ausgeschieden. Man kann auch niedriger dosieren und die Einnahmezeit verlängert sich.

Die Leute berichten über eine gute Ausleitungserfahrung ohne Heilungskrise! Ich werde mir das wahrscheinlich bestellen, denn anscheinend sollen auch andere Giftstoffe, wie Neurotoxine, Endo- und Exotoxine, Antbiotika und natürlich jegliche Schwermetalle ausgeleitet werden.

Link: http://www.purehealthsystems.com/ndf-moreinfo.html

Erfahrungsbericht: http://f11.parsimony.net/forum16512/messages/56941.html

Liebe Grüsse
Elfe

[geändert von Elfe am 02-27-05 at 09:12 PM]
__________________
Seid lieb gegrüsst von Elfe

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.141
Seit: 16.11.04
Liebe Elfe,

ich freu' mich, dass Du Dir Gedanken machst zu "meinem" Thema (leider eher ein Stiefkind des Forums...) und danke für Deinen Tipp! :)

Ich hatte auch schon mit NDF geliebäugelt für die Schwermetallausleitung. Allerdings gibt es da ein kleines Problem: Es ist Bärlauch drin, und an den habe ich mich wegen meiner Knoblauch-Allergie bisher nicht rangetraut. Ich möchte ihn gern mal probieren, aber momentan sind meine Darmbeschwerden zu schlimm, um dabei eine brauchbare Aussage über die Verträglichkeit zu erhalten (meine allergischen Reaktionen finden hauptsächlich im Darm statt).

Hinsichtlich Morbus Wilson habe ich ja vor allem das Problem, möglichst frühzeitig an eine saubere Diagnose zu kommen. Fange ich jetzt mit einer Art Therapie an, erschwere ich die Diagnose. Das könnte mir vielleicht egal sein, wenn ich sicher wäre, dass dies dann auch als Therapie reicht... aber dem ist ja möglicherweise nicht so. Die schulmedizinische Behandlung von MW ist zumindest etwas heftiger. Interessant wäre die Frage sicherlich, ob man MW statt mit Penicillamin (heftige Nebenwirkungen, starke Belastung für den Körper) auch mit NDF behandeln könnte!!! Darüber würde ich sicherlich nachdenken, wenn ich je diese Diagnose haben sollte und es ggf. probieren und den Erfolg durch engmaschige Untersuchungen überprüfen lassen.

Liebe Grüße und alles Gute für Dich,
Kate

P.S. Hast Du eine deutschsprachige Deklaration der Bestandteile von NDF? Ich las irgendwo was von Milchsäure o.ä., das wäre wieder schiete wegen meiner Lactoseintoleranz...


[geändert von Kate am 03-04-05 at 05:40 PM]

Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Elfe ist offline
Beiträge: 719
Seit: 08.10.04
Liebe Kate!

Ich hab bei mir auch mal eine Lactoseintoleranz vermutet, deshalb habe ich hier bei mir ein Buch über die "Milchallergie und Laktoseintoleranz" von Nora Kircher, Jopp Oesch Verlag. Okay, darin steht also:

Was ist Milchsäure?
Milchsäure wird in den meisten Fällen vertragen, vor allem bei einer Laktoseintoleranz, da diese nur gegenüber der Laktose besteht. (also keine Laktose in der Milchsäure Anm. Elfe)
Durch einen komplizierten bakteriellen Vorgang entsteht Milchsäure. Durch die Bildung der Milchsäure entsteht Dickmilch.
Milchsäure wird auch in reiner Form angeboten und in der Heilkunde angewendet. Milchsäure in reiner Form ätzt sehr stark und ersetzt Zitronen- und Weinsäure.

Was ist Laktose?
Laktose ist ein Bestandteil der Milch und wird im deutschen Sprachraum MILCHZUCKER genannt. Laktose gibt es iin jeder Milch, also auch in Schafs- Ziegen- und Stutenmilch. Selbstverständlich auch in Muttermilch.
Laktose gehört zu den aus Glukose und Galaktose bestehenden Zweifachzuckern. Laktose wird durch Verdampfung der fett- und eiweissfreien Milch gewonnen. Viele Lebensmittel, z.B. Wurst, Fertiggerichte und Konserven, enthalten Laktose in geringen Mengen als Bestandteil eines Zusatzstoffs, ohne dass dafür eine Deklarationspflicht besteht.
Dann wär mal zumindest das Problem mit der Laktose behoben. Aber ich stell hier mal noch die NDF-Zusammensetzung mit ein paar Erklärungen rein:

Ingredients:
2 milliliters (2 droppers full or 52 drops) contain:

50 mgs. - Nanocolloidal cell wall decimated Chlorella Pyrenoidosa. (x-fach zellwandverkleinerte Chlorella Pyrenoidosa)

.12 mls. - Nanocolloidal Cilantro. (Coriandrum sativum, also Koriander)

10 mgs. - Nanocolloidal *PolyFlor (siehe unten)

75 mgs/liter nanocolloidal Silica. (ja, was genau ist Silica?)

Grain neutral spirits 18% as a preservative. (Getreide Alkohol als Konservierungsmittel)

*PolyFlor™ microorganisms include: 12 strains of lactobacillus (including casei, acidophilus, salivarius, bulgaricus, sporogones and plantarum), 3 strains bifidobacterium including longum and bifidum, streptococcus thermophilus, and b. laterosporus
Lactobacillus sind die Milchsäurebakterien für den Darm, es sind 12 verschiedene Stämme davon drin, zusätzlich noch 3 Stämme Bifidobakterien etc.
Ich würd jetzt mal meinen, dass da null Laktose:) drin ist. Aber wenn es dann um die Wurscht geht, müsste man vielleicht doch noch nachfragen. Das könnt ich auch noch machen, wenn Du willlst, denn ich hab mit denen eh schon Mailkontakt.

PolyFlor enthält auch Fulvicsäure und Huminsubstanz, Link mit etwas holpriger Übersetzung:
http://translate.google.com/translat...3D%26ie%3DUTF-

Aber Bärlauch ist keiner drin:) im NDF, so wie sich die Zusammensetzung darstellt!

noch ein Link über NDF, aus dem Amalgam-Forum:
http://f11.parsimony.net/forum16512/messages/58267.htm

Dass Dein Thema Morbus Wilson hier ein Stiefkind ist, finde ich schade. Denn es gehört doch absolut in dieses Forum, zumindest Du ja offenbar nicht die Einzige damit bist. Ausserdem ist der Zusammenhang mit Amalgam oder anderen Giftstoffen doch wahrscheinlich, würd ich mal annehmen (und vielleicht weniger erblich bedingt). Das wiederum hängt ja mit KPU zusammen...

Ich könnte mir vorstellen, dass Deine Darmprobleme, und vielleicht auch MW durch eine radikale Entgiftung wie z.Bsp. mit NDF relativ zügig verschwinden würden, wenn man davon ausgeht, dass die Schwermetallvergiftung die Wurzel des Problems ist. Und ich würde an Deiner Stelle noch mehr Darmbakterien zuführen als in NDF enthalten ist, denn ich glaube, das ist eine wichtige Grundlage für jede KPU- oder auch sonstige Behandlung. Wenn die Darmschleimhaut zunichte ist, dann beginnt ein Teufelskreis... Vitamine werden nicht richtig aufgenommen, die Entgiftung funktioniert nicht richtig etc.
Deshalb wäre ja dann auch das Penicillamin Gift für Deinen armen geschundenen Körper, da die Darmflora zerstört würde und damit alles noch schlimmer kommen könnte.

Ich weiss, es ist ein sehr komplexes Thema und ich möchte Dich nur ermutigen, Deinem "Instinkt" zu vertrauen. Leider ist die Schulmedizin in manchen Dingen auf dem Holzweg, sie ignoriert die Zusammenhänge der Organe im Körper, betrachtet jedes Organ sozusagen als ein unabhängiges Individuum, therapiert am liebsten mit der Hammerkeule und betreibt damit meistens nur Symptombekämpfung und häufig sogar eine Verschlimmerung.

Vielleicht könnte man einmal eine Entgiftungskur wagen? Die Diagnosestellung könnte man immer noch nachholen, falls es dann wirklich noch nötig ist ;)...

Bei mir ist es ja ähnlich mit meinen multiplen chronischen Krankheiten, die von den Ärzten gerne mit stolzen Diagnosen versehen, mit Hammerkeulen behandelt und somit simple Symptombekämpfung betrieben wird, aber niemals an die Wurzeln der Probleme gegangen wird. Jetzt betreibe ich "Entwurzelung" auf eigene Faust mittels Entgiftung, ein Stück weit unterstützt mich die Orthomolekularmedizinerin, etwas später kommt dann noch der Kinesiologe hinzu. Ich bin zur Zeit guter Hoffnung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Geduld, Mut und eine gehörige Portion Eigensinn :p ist angesagt.
Dir wünsch ich viel Glück und gute Besserung
Elfe :)
__________________
Seid lieb gegrüsst von Elfe


Optionen Suchen


Themenübersicht