Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

08.01.05 11:52 #1
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Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)
Lukas
Die künstlichen Vitamine K3 und K4 weisen einen anderen Aufnahme, Wirkung-, Speicher- und Ausscheidungsmechanismus wie die natürlichen Vitamine K1 und K2 auf. Deshalb wundert es nicht, dass diese Substanzen selbst im Bereich der Gerinnung eine eingeschränkte Wirkung gegenüber Vitamin K1 haben6, und zum Beispiel nicht gegen Cumarinderivate wirken7. Cumarinderivate sind beispielsweise bestimmte Schimmelpilzgifte, industriell gefertigtes Rattengift oder Gerinnungshemmer. Es ist anzunehmen, dass Vitamin K3 und K 4 auch nicht oder nur ungenügend auf die Proteine C und S wirkt, wodurch eine Thrombose entstehen kann. Die Firma Hoffmann-La Roche – frühere Herstellerin des im Humanbereich eingesetzten Vitamin-K3-/-K4-Produktes Synkavit – ließ verlauten, dass dieses Kunstprodukt hämolytische Nebenwirkungen hatte und seinerzeit viele Neugeborene durch die Anwendung dieses Präparates dauerhafte Schäden davontrugen10. Deshalb wurde dieses Produkt 1969 vom Markt genommen13. Ein Mitarbeiter der Firma BASF spricht in diesem Zusammenhang sogar von Todesfällen15.
Vitamin K3 und seine Analoga (Vitamin K4, K5...) sind laut dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin im Lebensmittelbereich verboten und laut dem Bundesanzeiger Nr. 59 aus dem Jahre 1989 steht der Einsatz von Vitamin K3 und seinen Analoga in der Humanmedizin in keinem Nutzen-Risiko-Verhältnis, jedoch ist der Einsatz solcher Präparate nicht untersagt, auch befinden sich solche noch im Handel. Seit Dezember 2000 (Verordnung zur Änderung der Verordnung über unwirtschaftliche Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung) ist Menadion in die so genannte Negativliste aufgenommen worden, d. h. Menadion darf nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verschrieben werden. In der Tierernährung war bis Februar 1999 Vitamin K3 ausschließlich als Zusatzstoff erlaubt, seit diesem Datum ist auch Vitamin K1 zugelassen. Mit anderen Worten: In der Tierernährung oder -medizin kann es durch Vitamin K3 nach wie vor zu Nebenwirkungen kommen.
Im Zuge einer humanmedizinischen Untersuchungsreihe wird der Vitamin-K1-Haushalt im Bereich der Werte 0,05 bis 0,9 ng/ml als normal angesehen. In der Aufbereitungsmonographie (1989) ist der Normalwert 1 ng Vitamin K1/ml genannt worden. Die Referenzbereiche der Laboratorien (0,05 bis 0,9 ng/ml) spiegeln daher nur so genannte Normalwerte „noch nicht blutender Personen“ wider. Normalwerte müssten aber definiert werden durch optimale Wirkung!
BINKLEY et al.16 haben anhand von 219 gesunden Probanten, die täglich 1 mg Vitamin K1 oder Placebo für 2 Wochen erhielten, gezeigt, dass die Vitamin-K1-Serumkonzentration auf das 10-fache anstieg. Gleichzeitig verringerte sich der Prozentsatz an uncarboxyliertem Osteocalcin (inaktives Protein für Kalziumeinlagerung im Knochen) von 7,6 auf 3,4%. Damit wurde gezeigt, dass die üblichen Essgewohnheiten nicht genug Vitamin K liefern, um eine maximale gamma-Carboxylierung von Osteocalcin zu erreichen. Gleichzeitig wurde gezeigt, dass unterhalb von 1 ng/ml Vitamin K1 im Serum mit einer Untercarboxylierung der Vitamin-K-abhängigen Faktoren zu rechnen ist!
Bei einer anderen Untersuchung mit Vitamin-K-Gaben in Höhe von weit mehr als 15 mg Vitamin K1 wurden Serumwerte von 299,7 ng/ml gefunden. In einem anschließenden Thrombose- Screening9, in dem auf Thrombose-Risikofaktoren hin gesucht wurde, stellte sich heraus, dass alle Faktoren im Normbereich liegen. Aus dieser und mehreren analogen Einzelfalluntersuchungen geht eindrucksvoll hervor, dass Vitamin-K1 auf keinen Fall eine Thrombosegefahr in sich birgt, sondern dass die Faktoren für eine Thromboseauflösung ordnungsgemäß arbeiten. Dies verwundert nicht, da die gerinnungshemmende Faktoren wie zum Beispiel Protein C und S Vitamin-K-abhängig sind.
Besonders erschreckend ist in diesem Zusammenhang, dass ein Arzt bei einem Patienten (Arzt und Patient sind den Verfassern bekannt) mit höherem Vitamin-K-Status als 0,9ng/ml gleich zur Verschreibung von Thrombosehemmern schritt. Ein Thrombose-Risiko-Screening wurde erst gar nicht in Betracht gezogen. Dass Vitamin K darüber hinaus zur Blutregulierung dient, also zur Gerinnung und Gerinnungsunterdrückung, so wie es der Körper benötigt, ist diesem Arzt anscheinend völlig unbekannt. Wie das aufgeführte Ergebnis des 598-fach erhöhten K-Spiegels gegenüber dem Referenzwert zeigt, funktioniert die Gerinnungshemmung, also die Blutregulierung, bei hohem Vitamin-Status besonders gut. Dieses Ergebnis steht auch in Einklang mit dem Hinweis von BASF, dass Vitamin K1 bei Thrombosezuständen therapeutisch Einsatz findet.
Diese Tatsache zeigt auf, dass jeder Patient sich um seine Gesundheit auch selbst kümmern muss, denn wenn er sich blind auf einen Arzt verlässt, kann er im wahrsten Sinne des Wortes verlassen sein! Die Uninformiertheit vieler Ärzte über Vitamin K1 und heilende Vitaminwirkungen im Allgemeinen ist oftmals erschreckend. Vielleicht hat das aber auch Methode, denn bei einer rundum gut versorgten Bevölkerung mit Vitaminen, Mineralien (inklusive Spurenelementen), Coenzym Q 10 und bei Bedarf an Lactobazillen ist die Medizin um viele Krankheitsbilder ärmer. Das geht aber auf Kosten von Profit bei Pharmaindustrie und Ärzten. Das ist sicherlich in den entsprechenden Kreisen nicht gewünscht!
1 LIPP, H.-P. (1998): Sichere Handhabung von Gerinnungshemmern: Vitamin-K-Antagonisten im Vergleich. PZ Prisma, 5, Nr. 2, 99-107
LIPP, H.-P. (1999): Perorale Antikoagulantien: bewährt in der Thromboseprophylaxe. Internet, Govi-Verlag
2 BURGERSTEIN, L. (1997):Burgersteins Handbuch Nährstoffe. Karl F. Haug Verlag. Heidelberg
3 BUDDE, T. (1998): Hirnblutung unter Cumarintherapie. DMW, 123, Nr. 47, 1431
4 <http://www.medizinfo.de>tp://www.medizinfo.de <http://www.medizinfo.de>
5 BÄSSLER, K.-H. (1997): Vitamin-Lexikon, Gustav-Fischer-Verlag, Stuttgart
6 HOFFMANN-LA ROCHE (1999). Persönliche Mitteilung.
7 DELLWEG, H. et al. (1992): Römpp Lexikon Biotechnologie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart
8 FRIEDRICH, W. (1987): Handbuch der Vitamine. Urban & Schwarzenberg, München
9 LABOR BECKER, OLGEMÖLLER & PARTNER (1999): Untersuchungsergebnis Vitamin-K1-Status und Thrombose-Screening
10 HOFFMANN-LA ROCHE (1999): Persönliche Mitteilung
11 http://www.unizh.ch/kardiologie/weissbuch/orale_ak.html
12 BERNHARD, R. G. et al.(2001) : Efficacy and Safety of Recombinant Human Activated Protein C for Servere Sepsis. The New England Journal of Medicin. http://www.nejm.org
13 HOFFMANN-LA ROCHE (1999): Schriftliche Mitteilung. Grenzach-Wyhlen
14 KATSUMI, A. et al. (1996): Protein C Nagoya, an elongated mutant of protein C, is retained within the endoplasmatic reticulum and is associated with GRP78 and GRP94. Blood, 4164-75
15 HOPPE, P. (2000): Diskussion über Vitamin K3. TU, 524-25
16 BINKLEY, N. et al. (2000) : Vitamin K supplementation reduces serum concentrations of under-carboxylated osteocalcin in healty young and elderly adults. Am. J. Clin. Nutr., 1523-28.
17 GASSMANN, B. (1999): Vitamin K: Chemie, Vorkommen, Physiologie, Funktionen, Zufuhrempfehlungen. Ernährungsumschau, 457-59
18 KOLB, E. (1999): Der Gehalt an Vitaminen im Blut, im Blutplasma, in Geweben und in der Milch von Haustieren – Bedeutung für Gesundheit und Diagnostik. Hoffmann-La Roche, Grenzach-Wyhlen
19 BASF (1999): Products for the Food and Pharmacentical Industry – Technical Information. Ballerup. BASF (1996): Produkte für die Pharma- und Lebensmittel-Industrie – technische Informationen. Ballerup


Ausschluss Morbus Wilson (bei KPU/HPU-Symptomatik)

Kate ist offline
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Seit: 16.11.04
Hallo Margie,

ich habe mal eine ganz praktische Frage zur Untersuchung der "basalen Cu-Ausscheidung im 24-Std. Sammelurin":

Schickt man da den gesamten tatsächlich gesammelten Urin im Kanister ein, so dass das exakt bestimmt werden kann?

Oder füllt man ein Röhrchen ab, mittels dessen Cu-Konzentration dann hochgerechnet wird? Diese Möglichkeit birgt die Gefahr extremer Ungenauigkeiten, wenn man den Urin im Kanister nicht so gut durchmischt, dass das Cu wirklich gleichmäßig verteilt ist!

Liebe Grüße
Kate


[geändert von Kate am 05-04-05 at 01:16 PM]

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margie ist offline
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Seit: 02.01.05
Hallo Kate,

das ist unterschiedlich. Es gibt Ärze/Labore, die wollen, dass man den bzw die vollen Sammelbehälter bei ihnen abgibt. Wenn es mal 2 Behälter sind (ein Behälter hat in der Regel 2 oder 2,5 Liter Fassungsvermögen), dann wird das Ganze noch schwieriger, denn diese 2 Behälter müssen erst gut durchgemischt werden, bevor die Probe genommen wird.

Manche Ärzte/Labore begnügen sich damit bzw. ihnen ist es sogar lieber, wenn der Patient selbst die Probe nimmt, d.h. der Patient muss dann den/die Behälter gut durchmischen, bevor er ein Urin-Röhrchen abfüllt.

Was aber beim 24 h Urin wichtig ist, ist die genaue Angabe der insgesamt gesammelten Menge, ohne diese Angabe wäre das Ganze sinnlos.
Man muss also die Menge des gesammelten Urins ablesen und vor der Probenentnahme gut durchmischen, wobei ich schon festgestellt habe, dass die Skala an den Sammelbehältern nicht immer richtig ist. Da ist schnell mal eine Differenz von 150 ml bei einer Menge von 2000 ml, die auf einer nicht korrekten Skala beruht.
Hat man 2 Sammelbehälter, weil man z. B. 3 Liter Urin an einem Tag hat, so muss man sich etwas einfallen lassen, um den Urin durchzumischen....
Ich weiß, dass so etwas auch nicht jedermanns Sache ist. Aber wenn man damit den Ursachen der gesundheitlichen Probleme näher kommt, dann nimmt man auch dies in Kauf.

Gruß
Margie

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margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Lukas,

auch bei mir scheint es so, dass das CRP bei mir nicht richtig reagiert. Ich habe öfters hohe Blutsenkungen (z. B. 22/ 30) und das CRP ist unter der Nachweisgrenze. Ich winke jedesmal schon ab, wenn ein Arzt nur das CRP bestimmen will und nicht die Senkung. Mir scheint die Blutsenkung sensibler zu sein (zumindest bei mir ist das so).
Woran das liegt, weiß ich nicht, aber ich habe mal von einem Laborarzt eine "Vermutung" genannt bekommen: Er behauptete, dass es mit sog. Unterblutgruppen zusammenhängen würde, wenn die "akute-Phase-Proteine" nicht richtig "funktionieren". Da gibt es Werte, die heißen Lewis A und Lewis B, die können positiv oder negativ sein. Ich weiß nun nicht mehr genau, bei welcher Konstellation dieser Werte sich Auswirkungen auf die "akute-Phase-Proteine" ergeben sollen. Und ob dies nun auch tatsächlich so richtig ist, kann ich erst Recht nicht sicher sagen.
Bei mir war da mit Lewis A und Lewis B etwas anders, wie dies bei der Mehrzahl der Bevölkerung der Fall ist.
Ob dies nun eine Erklärung dafür ist, dass ich beim CRP nicht so reagiere?

Vielleicht ist CRP auch bei chronischen Entzündungen nicht so reaktionsfreudig. Mein Eindruck ist der, dass es bei viralen Infekten am ehesten reagiert. Als es zuletzt mal etwas erhöht war, da sprach vieles für einen viralen Infekt. Ich hatte wieder mal zu niedrige Leukozyten, was bei Virusinfektionen vorkommen soll und die ganzen Beschwerden sprachen für eine Magen-, Darmgrippe.
Die Erfahrung, dass sich die Ärzte sehr an dem CRP-Wert orientieren, habe ich auch gemacht. Da kann es einem noch so "beschissen" gehen, wenn das CRP im Normbereich liegt, dann gilt man bei vielen für gesund. Wie oft ich schon mit den Ärzten über den Sinn oder Unsinn des CRP-Werts diskutiert habe, kann ich schon gar nicht mehr sagen.

Du schreibst, dass Du wegen niedriger Leukozyten Infusionen bekommen hast. Ab wann kann man denn da von einer bedrohlichen Erniedrigung sprechen? Mein niedrigster Wert war 3,20 - aber bisher hat noch kein Arzt bei mir besonders "reagiert". Mehr als "Ach, Sie haben aber niedrige Leukozyten, haben Sie etwas einen Virusinfekt?" war bisher nie zu hören.
Geschweige denn, dass man es für nötig gehalten hätte, dies in absehbarer Zeit zu kontrollieren.

Gut, wenn Du so eine Krankheit wie M. Bechterow hast, dann kann ich schon verstehen, dass Du wegen der Knochen alles tun willst, um die Krankheit so gut wie möglich zu beeinflussen.
Dass Du Dich auch schon sehr mit der Substitution von Vitaminen etc. beschäftigt hast und daher sicher auch viel Ahnung davon hast, merke ich aus dem, was Du schreibst.
Ich will Dir da auch nicht reinreden, was Du sicher auch nicht akzeptieren würdest.
Du schreibst, dass Du auch Bor und Mangan einnimmst. Nimmst Du dies als Einzelsubstanzen oder in einem Multielementepräparat?
Gerade Mangan soll bei M. Wilson auch wichtig sein.

Wegen der Substitution von Vitamin K:
Ich habe mir vor ein paar Wochen Vitamin K1-Tropfen (Kanavit) besorgt, weil ich damals ständig blutete und mir dachte, so einen Tropfen täglich kann sicher nicht schaden und wirkt vielleicht doch der Blutungsneigung entgegen, obwohl die Ärzte mir sagten, wenn der Quickwert im Normbereich liegt, könne man keinen Vitamin-K-Mangel haben und dann käme die Blutungsneigung nicht davon (ich habe auch noch das "v. Willebrand-Jürgens-Syndrom" und gelegentlich zu wenig Faktor XIII und gelegentlich eine erhöhte PTT). Allerdings habe ich bemerkt, dass meine Blutungsneigung deutlich höher ist, wenn meine Leberwerte höher sind.

Du würdest mir sicher dazu raten, Vitamin K1 zu nehmen. Mit einem Tropfen täglich kann man doch sicher auch nicht viel falsch machen. Das ist in Deinen Augen sicher noch eine homöopathische Dosierung, oder? Aber ich denke auch, dass man über die Nahrung das Vitamin K nicht immer aufnimmt, gerade dann, wenn man wie ich, eine gestörte Fettverdauung hat (mit Fettstühlen).
Wenn der Vitamin-K-Wert bei mir schon mal bestimmt worden war, lag er im untersten Normbereich.
Hast Du mal etwas darüber gelesen, dass ein normaler Quickwert gegen einen Vitamin-K-Mangel sprechen soll?
Wie hoch sind denn Deine Quickwerte? Waren die evtl. vor der Vitamin-K- Einnahme auffallend niedrig?

Ich bin da zwar bei einem Gerinnungsexperten, doch manchmal habe ich Zweifel, ob er wirklich alle Zusammenhänge so genau überblickt und er hat sich bei mir auch schon mal geirrt, denn er empfahl mir früher wegen der genetischen Thromboseneigung tgl. ASS 100, wohingegen er das "v. Willebrand-Jürgens-Syndrom" und die Blutungsneigung für nicht so bedeutend hielt. Aber ich merkte bald, dass ich ASS gar nicht nehmen konnte, weil ich dann in der Woche mehrmals blutete. Er verneint den Zusammenhang "hohe Leberwerte--> hohe Blutungsneigung" bei mir, während ich behaupte, dass die Blutungsneigung bei mir etwas mit der Leber zu tun hat.

Ich werde mich wohl mit diesem Thema noch genauer auseinandersetzen müssen. Deine Hinweise sind hierzu sicher sehr gut, wenngleich mir da etwas Grundwissen fehlt, um auf Anhieb alles zu verstehen. Aber dennoch danke für die Hinweise.

Gruß
Margie


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Kate ist offline
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 10.141
Seit: 16.11.04
Hallo Margie,

danke für die ausführliche Antwort. Ich würde mir wohl eher ein Labor suchen, das den ganzen Kanister untersucht (und das Volumen noch mal misst - nach dem, was Du da schilderst ;) ). Alles andere ist mir zu unzuverlässig. Einen 2,5 Liter-Kanister habe ich noch hier, musste ja auch für die KEAC einen 24-Std.-Urin abgeben. Was soll daran so schlimm sein? Muss man halt mal einen Tag zu Hause bleiben und nachts ein bisschen aufpassen, dass der Urin nicht aus Versehen in der Schüssel verschwindet.

Alles Gute und Grüße von
Kate


[geändert von Kate am 05-05-05 at 12:34 PM]

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Oregano ist offline
Beiträge: 62.176
Seit: 10.01.04
Wenn ich das richtig verstehe, sagt CRP relativ wenig aus bei chronischen Entzündungen. Es ist geeignet, eine akute bakterielle Entzündung zu erkennen, allerdings wohl eher nicht bei viralen Erkrankungen (da widersprechen sich die Texte). CRP steigt auch an bei Herzinfarkt.
Ich könnte mir vorstellen, daß bei einer Lebererkrankung das CRP "spinnt", weil es eben in der Leber produziert wird.
Außerdem ist es erhöht bei der Einnahme von Anti-Baby-Pillen, Übergewicht und aus anderen Gründen.
http://www.med4you.at/laborbefunde/lbef_crp.htm

Ich fürchte, nicht nur bei mir sind da viele Fragezeichen sondern auch bei Medizinern... :? :( ;)

Gruß,
Uta

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Lukas
Hallo Margie

***
Bei mir war da mit Lewis A und Lewis B etwas anders, wie dies bei der Mehrzahl der Bevölkerung der Fall ist.
Ob dies nun eine Erklärung dafür ist, dass ich beim CRP nicht so reagiere?
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Davon habe ich absolut keine Ahnung.

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Du schreibst, dass Du wegen niedriger Leukozyten Infusionen bekommen hast. Ab wann kann man denn da von einer bedrohlichen Erniedrigung sprechen?
***

Ich weiß nicht ab wann. Die Leukos waren kaum mehr nachweisbar.

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Du schreibst, dass Du auch Bor und Mangan einnimmst. Nimmst Du dies als Einzelsubstanzen oder in einem Multielementepräparat?
Gerade Mangan soll bei M. Wilson auch wichtig sein.
***

Ich nehme Einzelsubstanzen. Konnte kein Multi finden, das genau die - und nur die - Substanzen enthalten würde, die ich brauche und möchte, und diese jeweils in der von mir favorisierten Dosierung.

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Wegen der Substitution von Vitamin K:
Ich habe mir vor ein paar Wochen Vitamin K1-Tropfen (Kanavit) besorgt, weil ich damals ständig blutete und mir dachte, so einen Tropfen täglich kann sicher nicht schaden und wirkt vielleicht doch der Blutungsneigung entgegen, obwohl die Ärzte mir sagten, wenn der Quickwert im Normbereich liegt, könne man keinen Vitamin-K-Mangel haben und dann käme die Blutungsneigung nicht davon (ich habe auch noch das "v. Willebrand-Jürgens-Syndrom" und gelegentlich zu wenig Faktor XIII und gelegentlich eine erhöhte PTT). Allerdings habe ich bemerkt, dass meine Blutungsneigung deutlich höher ist, wenn meine Leberwerte höher sind.
Du würdest mir sicher dazu raten, Vitamin K1 zu nehmen. Mit einem Tropfen täglich kann man doch sicher auch nicht viel falsch machen. Das ist in Deinen Augen sicher noch eine homöopathische Dosierung, oder?
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Nein, ich würde Dir nicht dazu raten, Vit. K1 zu nehmen! Ich würde Dir nur dazu raten, Dir die wissenschaftlichen Arbeiten darüber und die Infos zu diesem Thema zu Gemüte zu führen und danach selber zu entscheiden - und Dich nicht zwangsläufig und blind auf das Gefasel der Ärzte zu verlassen...
Ich nehme zwischendurch auch immer wieder eine geringere Dosierung, war auch ein paar Wochen bei nur einem Tropfen Kanavit tgl., da es sonst doch mit der Zeit alles in allem unbezahlbar wird...

***
Hast Du mal etwas darüber gelesen, dass ein normaler Quickwert gegen einen Vitamin-K-Mangel sprechen soll?
Wie hoch sind denn Deine Quickwerte? Waren die evtl. vor der Vitamin-K- Einnahme auffallend niedrig?
***

Mein Quickwert ist mir nicht bekannt, und ich habe mir bislang über den Quickwert keine weiteren Gedanken gemacht.
Letztendlich ist es doch so, dass wir alle bereits über hunderte von Untersuchungsergebnissen verfügen, und viele davon passen doch nie zusammen oder stehen sich immer im Wege. Die Behandlung, die man aus dem einen gemessenen Ergebnis X als "richitige" schließen würde, passt aber zu dem anderen Wert Y absolut nicht usw. usf. Egal was man tut, irgendwelche Messergebnisse sprechen immer dagegen. Und andere wieder zwingend dafür... Dilemma eben. Es bleibt einem also gar nichts anderes übrig, als einfach auszuprobieren, was einem eher nützt und was eher schadet. Vor diesem "Ausprobieren" schrecken viele zurück, oft aus - der durch andere Personen geschürten - Angst. Ich habe mich in meinem Fall fürs Ausprobieren - nach gründlicher Information - entschlossen. Schließlich bin ich es, der unter meiner Situation leidet und nicht die Personen A - Z. So bin auch ich selber dafür verantwortlich, wenn es mir bei meinen Versuchen schlechter gehen sollte. Es geht mir schlecht - aber schlechter ging es mir VOR den "Selbstversuchen". Und schlechter ging es mir, als ich noch auf Ärzte gehört hatte. Und schlechter ging es mir, als ich mich nach Ratschlägen derer gerichtet hatte, denen es zwar auch nicht gut geht, die aber von mir und meinen Erkrankungen absolut keine Ahnung haben.

Viele Grüße
Lukas


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margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Kate,

zum Thema 24 h Urin:
Wenn man mit einem Kanister auskommt, ist die Sache etwas einfacher.
Nach meinen bisherigen Erfahrungen gehen die meisten Labors dazu über, dass sie den Patienten die Sammelmenge ablesen lassen und eine Probe nehmen lassen. Es gibt da diese Röhrchen, ich glaube sie heißen Monovetten, mit denen man wie mit einer Spritze den Urin aus dem Gefäß saugen kann.
Wenn Du den Behälter zum Labor transportierst, musst Du noch etwas aufpassen, dass der Deckel gut sitzt. Ich hatte schon Behälter, die ließen sich nicht richtig verschließen, d. h. sie waren am Verschluss undicht und wenn der Behälter voll ist, dann führt dies zu Transportverlusten.

Was man auch noch beachten sollte, ist, dass es immer heißt, während des Urinsammelns sollte der Behälter kühl stehen. Hat man nicht gerade einen kühlen Keller, dann bleibt im Grunde nur der Kühlschrank. Wenn man einen wasserdichten Folienbeutel drum macht, ist auch dies zu bewältigen.

Worauf man aber am meisten achten sollte, ist, dass man wirklich nicht auch nur ein einziges Mal vergißt, den Urin aufzufangen - Du hast es zu Recht angesprochen. Ich stelle mir immer auf den Toilettendeckel einen Becher und wenn ich dann zur Toilette gehe, werde ich durch den Becher automatisch daran erinnert, dass ich den Urin auffangen muss.

Gruß
Margie

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margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Zum CRP noch etwas:
Mir ist in Erinnerung, dass es da verschieden sensitive Methoden geben soll. Einer meiner Ärzte hatte nämlich nach der Diskussion um den Nutzen des CRP, gemeint, er wird die Untersuchung des "hochsensitiven" CRP´s anfordern. Dieses sei viel empfindlicher.
Doch, wenn ich mich richtig erinnere, war auch dieser Wert nicht auffällig.

Ich kann mir vorstellen, dass bei einigen schweren Erkrankungen das Immunsystem nicht mehr richtig reagiert und dann solche Werte nicht immer aussagefähig sind, dass also Entzündungswerte nur bei noch intaktem Immunsystem "normal" reagieren.

Gruß
Margie

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margie ist offline
Beiträge: 4.553
Seit: 02.01.05
Hallo Lukas,

Du hast schon Recht, dass jeder versuchen sollte, sich mit seinen Problemen auseinanderzusetzen und für sich selbst auch die Verantwortung übernehmen sollte. Du schreibst, Du hast Dich fürs Ausprobieren entschieden. Das setzt schon voraus, dass man sich gut informiert und Du tust dies offensichtlich auch.
Aber nicht jeder Kranke - ich meine jetzt nicht unbedingt mich - ist dazu (noch) in der Lage. Vielen Kranken geht es so schlecht, dass sie keine Energie etc. mehr haben, sich mit der Theorie auseinanderzusetzen. Auch sind nicht alle Menschen aufgrund ihres Intellekts dazu in der Lage. Und manche, die meinen, dazu in der Lage zu sein, überschätzen sich dabei und richten mit der Selbstmedikation evtl. noch größere Schäden an, als sie zuvor schon hatten.
Was mich am meisten dabei ärgert, ist das Verhalten der meisten Ärzte, die sich nur mit den großen Volkskrankheiten wie Diabetes, Asthma, Bluthochdruck auskennen und die Patienten, die andere Probleme haben, "hängen lassen". Hier sollte dringendst etwas geändert werden. Doch durch die Sparpolitik des Gesetzgebers wird dieses (falsche) Verhalten der Ärzte noch gefördert. Wenn ein Arzt immer weniger für seine Leistungen bekommt, dann tut er auch immer weniger. Ist eine logische Sache. Krankheiten, die seltener sind, werden dadurch noch weniger erkannt und die Patienten werden noch mehr dazu gebracht, "Selbstmedikation" zu betreiben.
Ich befürchte, dass nur eine (kleine) Minderheit derer, die zur Selbstmedikation übergehen, sich damit wirklich helfen können. Der Körper ist nämlich so ein komplexes Gebilde und es gibt so viele Details, die man als Laie nicht weiß, dass man sich nie sicher sein kann, ob das, was man sich gerade selbst verordnet hat, auch das Richtige ist.
Gut, wenn es einem dabei besser geht, könnte dies ein Zeichen dafür sein, dass man richtig handelt. Aber manche Auswirkungen der selbst verordneten Medikamente werden nicht sofort sich negativ bemerkbar machen, sondern evtl. erst nach Monaten oder Jahren.

Deine Hinweise zu Vitamin K und der damit zusammenhängenden Problemati werde ich mir noch in Ruhe ansehen. Ich schließe nicht aus, dass man das Vitamin K in der Therapie vernachlässigt wie überhaupt die Ärzte schon gar nicht mehr überprüfen, ob bei bestimmten Beschwerden nicht ein einfacher Vitaminmangel oder Mineralstoffmangel die Ursache sein kann. Gerade die Auswirkungen, die z. B. ein Magnesiummangel verursacht, scheinen die Ärzte nicht zu kennen. Wie oft hat man bei mir teure technische Untersuchungen gemacht und hinterher kam ich selbst zur Überzeugung, nachdem ich mal hochdosiert Magnesium eingenommen habe, dass der Magnesiummangel Schuld an bestimmten Beschwerden war. Doch die nächste Frage wäre dann: Weshalb hat ein relativ junger Mensch einen Magnesiummangel? Dies hinterfragen die Ärzte in der Regel auch nicht.
Von daher denke ich, dass Du schon Recht hast, wenn Du die bei Deiner Krankheit wichtigen Vitamine näher betrachtest und ersetzt.

Gruß
Margie



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