Durch Amalgam erhöhtes Kupfer mit Penicillamin ausleiten?

26.08.14 13:09 #1
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Durch Amalgam erhöhtes Kupfer mit Penicillamin ausleiten?

slow29 ist offline
Themenstarter Beiträge: 526
Seit: 15.02.10
Ok danke für die Antwort.
Weisst du wie stark Penicillamin im vergleich zu DMPS Kupfer entgiftet?
könnte übrigens sein das ich auch diesen Kaiser Ring im Auge habe.. wurde schon öfter desswegen angesprochen das sie noch nie so einen ring gesehen haben im auge. ich glaube aber das er vom amalgam Kupfer kommt : )

Geändert von slow29 (27.08.14 um 20:55 Uhr)

Durch Amalgam erhöhtes Kupfer mit Penicillamin ausleiten?

margie ist offline
Beiträge: 4.554
Seit: 02.01.05
Hallo Slow,

von dem bisschen Kupfer im Amalgam bekommt man keinen Kayser-Fleischer-Ring!
Wenn Du den hast, wäre das die Diagnose für einen M. Wilson!

Dann brauchst Du so gut wie keine Untersuchung mehr darauf zu machen.
Denn man hat diesen Ring nur beim M. Wilson - evtl. noch beim Parkinson, aber das hast Du sicher nicht.

lg
margie


Nachtrag:
Ich kann nur vermuten. Ich würde mal annehmen, dass 1 mg DMPS so stark ist wie 1 mg Penicillamin.
Aber das ist reine Vermutung. Wissen tue ich das nicht. Wer sollte das auch schon mal untersucht haben?
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (27.08.14 um 21:03 Uhr)

Durch Amalgam erhöhtes Kupfer mit Penicillamin ausleiten?

slow29 ist offline
Themenstarter Beiträge: 526
Seit: 15.02.10
Ja sieht so aus aber viele die grün braune Augen haben, haben optisch so einen Ring. Kann das jeder Augenarzt sofort unterscheiden?
Wenn das angeboren ist, was hattest du für Symptome als Kind?
Welche Symptome hast du jetzt?
Sorry für meine Fragerei

Durch Amalgam erhöhtes Kupfer mit Penicillamin ausleiten?

margie ist offline
Beiträge: 4.554
Seit: 02.01.05
Hallo Slow,

Du solltest zu einem Augenarzt gehen. Der muss mit der sog. Spaltlampe den Ring im Auge suchen. Es genügt, wenn man auch nur Teile eines Ringes hat und wenn Du grün-braune Augen hast, ist es eh schwer den Ring mit dem bloßen Auge festzustellen.
Aber:
Nicht jeder Augenarzt weiß, wie so ein Ring aussieht und wo genau er gesucht werden muss. Ich habe das selbst schon bei einer an sich guten Augenärztin erlebt.
Daher rate ich immer, aus dem Internet sich ein Bild eines Ringes auszudrucken und mitzunehmen.
Ebenso würde ich nach dem sog. "Sonnenblumenkatarakt" im Internet suchen und auch davon ein Bild mitnehmen. Denn auch wenn man den Sonnenblumenkatarakt haben sollte, wäre das ein Hinweis auf M. Wilson.

Im Zweifel sollte man einen 2. Augenarzt noch aufsuchen.

Die Symptome eines M. Wilsons sind so vielfältig, dass es Dir nicht viel nutzt, wenn ich Dir meine Symptome nenne.
Ich habe nämlich noch andere Krankheiten bzw. es sind bei mir noch andere Krankheiten verdächtig und kann leider nicht immer sagen, welches Symptom nun von welcher Krankheit kommt.
Als Kind war ich kränklich. Ich hatte viele Infekte, bekam öfter Antibiotika. Ich erinnere mich, dass meine Haut z. B. an den Beinen nicht normal aussah. Ich hatte eher "marmorierte" Hautfarbe, ja sie sah so aus, dass es Kinder gab, die glaubten, dass ich meine Beine nicht richtig waschen würde (!). Das habe ich mir bis heute noch gemerkt...
Ebenso sieht meine Haut an den Unterarmen heute ganz gesprengelt aus, aber anders als damals die Haut an den Beinen.
Bei Blutentnahmen bekomme ich oft gesagt, meine Haut wäre sehr dick.

Aber das sind natürlich nicht die einzigen Symptome:
Als junger Erwachsener fiel mir auf, dass ich immer schlechter schlafen konnte. Ich merkte, dass ich einfach immer nervöster, unkonzentrierter, müder und "hippeliger" wurde.
Später fiel mir auf, dass ich bei Stress schnell anfing zittrig zu werden - auch beim Sport fiel mir das auf.
Muskelzuckungen, Muskelbeschwerden kam auch dazu.

Aber da bei mir noch eine Myasthenie bzw. auch eine mitochondriale Erkrankung für möglich gehalten wird und ich noch eine Ptosis und beginnende Doppelbilder habe, kann es sein, dass ich noch ein weiteres Krankheitsbild habe, das nicht nicht sicher diagnostiziert ist. Denn Ptosis und Doppelbilder sind mir beim M. Wilson nicht bekannt.
D. h. es ist dann sehr schwer, zu sagen, was nun vom M. Wilson kommt. Ja, ich bin sogar so weit, dass ich den M. Wilson manchmal in Frage stelle, weil ich, wenn ich noch eine 2. neurodegenerative Krankheit hätte, mich frage, ob ein Mensch denn 2 solcher Krankheiten haben kann?
Denn genetisch habe ich bisher beim M. Wilson nur einen unsicheren Gendefekt und ich hatte keinen Kayser-Fleischer-Ring.
Letzterer ist ein Symptome des Endstadiums, d. h. man muss ihn nicht unbedingt haben.
Auch kann man genetisch nur rd. 80 % der Patienten diagnostizieren.
Ich werde wohl nochmals einen Gentest machen müssen, weil zu der Zeit, als ich den letzten hatte weniger der Hälfte der heute bekannten Mutationen bekannt war.

Daher schreibe ich auch öfter, dass man zusehen sollte, dass die Diagnostik korrekt erfolgt.
Bei mir war es nämlich leider so, dass ich durch eine jahrelange Zinkeinnahme meine Kupferwerte vor der Diagnostik sicher beeinflusst hatte. Ich nahm, ohne, dass ich wußte, dass es M. Wilson gibt, Zink ein, weil ich so einen großen Mangel im Blut immer hatte.
Gut, ich nahm meist nur 10 bis 20 mg reines Zink ein, aber über Jahre hat das vielleicht die Werte "verwässert".
Vor allem muss man noch wissen, dass Zink sogar einige Monate lang nach dem Absetzen noch das Urinkupfer senken kann - schrieb ein amerikanischer Wissenschaftler (George Brewer), der sich lebenslang mit M. Wilson beschäftigt hatte in seinem ins Deutsche übersetzten Buch Morbus Wilson.

Es gibt so viele unterschiedliche Formen eines M. Wilsons, dass Du nicht den Fehler machen solltest, nur die Beschwerden eines Patienten oder die Beschwerden der besonders schwer verlaufenden Fälle zu betrachten.
Es gibt Patienten, die nicht viele Symptome haben und vor allem hat man nie alle Symptome, die man irgendwo liest.

Es gibt milde Verlaufsformen der Krankheit und bei denen ist es besonders schwer eine korrekte Diagnose zu stellen. Denn bei milden Verlaufsformen werden auch nicht alle Laborwerte eindeutig ausfallen.

Den M. Wilson hat man aber lebenslang, d. h. man muss lebenslang therapiert werden.
Wichtig ist, dass die Therapie nie (und schon gar nicht abrupt) abgesetzt wird. Das hat schon dazu geführt, dass es zu massiven Verschlechterungen gekommen ist und auch zu einem Leberversagen oder einer akuten Hämolyse, in deren Folge Patienten dann verstorben sind.
Deshalb kann es sogar ein Fehler sein, wenn jemand mit MW-Verdacht und bisher ohne Diagnose auf MW, der aus anderen Gründen laufend Zink einnimmt, das Zink absetzt. Das kann im Einzelfall eben zu den gerade genannten Folgen führen.

lg
margie
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