Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

29.09.12 21:40 #1
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catlady ist offline
Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo

Ich möchte MW nochmal ordentlich ausschließen lassen, beginnen würde ich gerne mit einer Blutuntersuchung auf Coeruloplasmin und Kupfer im Serum.

Bei mir wurde nur das Kupfer glaub ich einmal gemacht und die Werte habe ich leider nicht mehr da.

Nun hab ich mal wo gelesen dass das mit dem Coeruloplasmin nur bestimmte Labors machen können und das nicht einfach so beim Arzt geht?
Die Werte werd ich mir ja auch selber zahlen.

Ist da wirklich was dran an der Geschichte dass das nicht überall möglich ist zu bestimmen?

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

Spooky ist offline
Beiträge: 2.108
Seit: 13.12.06
Ich denke das kann jedes Labor und wenn die es nicht können senden sie es an ein labor welches es kann.

Häufig sind diese Mythen die einem der Hausarzt erzählt um sein Budget zu schonen.

Gruß
Spooky

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo Spooky

Dankeschön, da bin ich dann aber mal beruhigt....
Das heißt dann wahrscheinlich wenn ich mir die Bestimmung von vornherein selbst zahlen möchte (anscheinend sind die beiden Werte gemeinsam ja ziemlich teuer und kosten so zw. 50 und 80 Euro insgesamt) dürfte es da normalerweise keine Probleme geben.
Erzählt hat mir das allerdings kein HA sondern hab das irgendwo in einem anderen Forum über Google aufgeschnappt.

Ich komme mir ohnehin etwas doof vor wenn ich beim HA gleich mit so speziellen Werten antanze, der Arzt wird mich sicherlich auch fragen wie ich drauf komme die Kupferwerte machen zu lassen und mich für ziemlich bescheuert halten wenn ich sage dass ich MW bzw noch ein paar andere "ungewöhnliche" Dinge abchecken lassen will.
Und ich habe ehrlich gesagt keine Lust drauf entweder meine Symptomatik detailliert u. mündlich zu schildern oder als Hypochonder abgestempelt zu werden.

Dass ich seit der Einnahme eines niedrigdosierten Eisenpräparats Symptome entwickelt habe die auf eine Leberproblematik hindeuten (Hämochromatose wurde nochmals ausgeschlossen) will mir ja ohnehin keiner so recht glauben. Zudem meine Vorgeschichte ja auch ziemlich psychiatrisch "angehaucht" ist.

Und mit einem GOT/GPT von 16 bzw 8 ist mir ohnehin klar dass ich mir den ganzen Spaß selber zahlen muss.
Allerdings ist auch die Cholinesterase ziemlich im unteren Normbereich bei 4700 (Normwert 4250-11250) und die Alkalische Phosphatase die bei beim MW angeblich auch meistens niedrig ist, liegt bei mir grad noch in der Norm mit 38 (35-105). Aber die meisten Hausärzte wissen das ja oft gar nicht so genau...

Vielleicht hat jemand ja auch noch ein paar "Ausreden" parat wie ich dem Doc das mit dem Kupferstoffwechsel am besten erklären sollte wenn er genauer nachfragt wieso ich das bestimmt haben will, wie zb "Verdacht auf Mangelerscheinungen" oder sonst einen Käse damit die Sache nicht ganz so abgedreht rüberkommt.

Geändert von catlady (30.09.12 um 14:38 Uhr)

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

margie ist offline
Beiträge: 4.567
Seit: 02.01.05
Hallo,

ich würde das Coeruloplasmin nur dort bestimmen lassen, wo es am Tag der Blutentnahme noch untersucht wird.
Ich habe immer in der Klinik die niedrigsten Werte, wohl weil es da immer noch am gleichen Tag bestimmt wird.
Lasse ich es in externen Laboren bestimmen, so wird es meist erst am nächsten oder gar übernächsten Tag bestimmt und es fällt immer höher aus, als im Krankenhaus.

Das Blut sollte nach der Gerinnung zentrifugiert werden und abpippetiert werden (auch beim Kupfer).

Meiner Beobachtung nach steigen die Werte an, je mehr von den oben beschriebenen Ratschlägen abgewichen wird.
Vielleicht liegt das daran, dass beides Eiweiße sind und Eiweiße sind empfindliche Blutwerte.

Wenn man durch Bestimmungsfehler falsch hohe Werte bekommt, ist einem auch nicht gedient.

Große Labore bestimmen die Werte meistens selbst.
Wird nämlich das Blut erst noch an ein anderes Labor geschickt, würde ich davon ausgehen, dass die Werte höher ausfallen, schon allein, weil es zu einer verzögerten Bestimmung kommt.


Gruß
margie


PS:
Vitamin C-Mangel erhöht das Coeruloplasmin.
Zinkeinnahme vermindert das Kupfer (auch noch nach dem Absetzen für eine gewisse Zeit).
Die Einnahme der Antibabypille erhöht Kupfer und Coeruloplasmin (auch nach dem Absetzen für eine gewisse Zeit).

@ Catlady:
Ich überflog gerade Deinen Beitrag in einer anderen Rubrik:
Für einen MW könnte die niedrige Alkalische Phosphatase ein Hinweis sein. Diese ist aber kein Diagnosekriterium. Nur ist bekannt, dass MW-Patienten da oft niedrige Werte haben.
Die Cholinesterase ist nicht sehr hoch, so dass man schon eine Leberkrankheit vermuten kann, wenn der niedrige Wert nicht noch andere Ursachen hat.
__________________
“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Geändert von margie (30.09.12 um 22:15 Uhr)

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo margie

Danke für deine Antwort, hab schon auf deine Tipps bezügl. MW gewartet.

Naja irgendwie scheinen viele meiner Symptome schon auf die Leber hinzudeuten aber die Transaminasen waren bei mir noch nie hoch (sondern oft sogar sehr niedrig) ,obwohl ich schon seit der Kindheit hin und wieder Druckgefühle im rechten Oberbauch habe.
Nur über so lange Zeit so oft und in Verbindung mit den anderen Symptomen (chronische Müdigkeit, Benommenheit, kurzatmig) hatte ich das bisher noch nie.
Ich glaube aber nicht dass es schon eine Zirrhose sein könnte, weil da wären die Transaminasen wohl schon mal hoch gewesen, ich hätte kaum noch Appetit und höchstwahrscheinlich Wassereinlagerungen.
Zudem ich ja auch erst Mitte 20 bin und wenn ich es überhaupt habe, dann hab ich sicherlich die langsamer verlaufende Form von MW erwischt.

Haben viele mit MW eigentlich auch ein erhöhtes Serumeisen?
Mein Serumeisen ist nämlich etwas erhöht und hätte ich es vor 9 Monaten schon vom Arzt messen lassen wo die Eiseneinnahme noch nicht so lange her und die Beschwerden noch akuter waren, wer weiß wie hoch es damals gewesen sein könnte.
Das Ferritin ist jedoch eher in der unteren Norm, aber in meinen Werten deutet nix auf Blutarmut hin (obwohl ich noch nie ein Fleischfan war), es sieht eher so aus als wäre "zu viel" da, zb bei MCV, Hkt, der Hb ist auch sehr gut.
Angeblich fangen aber einige mit so Ferritinwerten (meiner ist 36) schon mit therapeutisch dosierten Eisentabletten an............(?)
Ich hab noch über Eisen rausgefunden dass die Kontraindikationen Transfusionen, Hämochromatose, sideroablastische Anämien, sonstige Eisenüberladungen, schwere und akute Infektionskrankheiten und bestimmte allgemeine Lebererkrankungen sind.

Mir würde ehrlich gesagt jetzt auch keine andere Leberkrankheit außer MW einfallen die passen würde, falls ich wirklich eine Leberkrankheit haben sollte.
Neurologische Probleme hab ich ja auch so ein wenig- wenn auch nicht zu krass- aber zb Migräneanfälle (in letzter Zeit vor allem rechts), immer wieder so leichtes Zucken in den Waden oder Augenlidern, kriege auch schnell Kribbelgefühle, Ungeschicklichkeit, Konzentrationsprobleme und Probleme mit der Motorik, So ein Gefühl von vernebelt sein und komische Wahrnehmung der Umwelt, manchmal leichte Sehstörungen,
Vor einiger Zeit bin ich als "Betrunkene" beschimpft worden weil ich versehentlich gegen jemanden gerannt bin (was mir auch ziemlich oft passiert).
Über diesen Typen hab ich mich dann natürlich schon aufgeregt.
Manchmal bleibe ich auch beim Sprechen öfters hängen, vergesslich bin ich sowieso und ich schreibe schnell, groß und unschön.
Mein autonomes NS hat ohnehin ein Rad ab (Herzrasen, nervös, Übelkeit etc)

Die psychiatrischen Symptome sind bei mir sehr vielfältig, einzig allein die Einsicht in mein komisches Verhalten bleibt mir immer irgendwo erhalten.

Was ich nicht habe ist der KF-Ring (hat meine Augenärztin damals nicht gefunden als ich auch schon mal Verdacht hatte) und auch nicht wirklich so einen parkinsonmäßigen Tremor wie er bei MW typisch sein sollte.

Dafür fallen mir in den letzten Jahren Nägelveränderungen auf und wenn ich meine Fingernägel mit anderen vergleiche, "stimmt bei mir da irgendetwas nicht", habe an einigen Fingern den Halbmond entweder gar nicht oder er ist so violett und ganz klein und überhaupt ist die ganze Färbung der Nägel bei mir recht unregelmäßig. Soll ja manchmal auf die Leber oder auf Mangelerscheinungen hinweisen sowas.

Die Sache mit der Cholinesterase hab ich nochmal recherchiert, angeblich ist sie auch erniedrigt wenn man mit Pestiziden zu tun hat (was ich aber noch nie hatte), man einen genetisch bedingten Mangel hat oder eben bei manchen Nieren- (wovon es bei mir sicher auch nicht kommt) und Leberproblemen. Meine ist ja noch in der Norm aber nicht so wirklich der Brüller.

Die AP kann anscheinend auch noch bei Hypophosphatie (was ich aber sicherlich nicht habe) oder einer Schilddrüsenunterfunktion (was bei mir wahrscheinlicher ist) erniedrigt sein. Vielleicht könnten die niedrige Cholinesterase und AP ja auch nur mit einem langsamen Stoffwechsel zusammenhängen (Schilddrüse).
Wie dem auch sei, einige Beschwerden die ich habe kommen mir für die SD alleine schon ein wenig "zu komisch" vor aber wird man hoffentlich schon noch mehr rausfinden.

-Zink: nehme ich schon sehr lange keines mehr, fast ein Jahr lang und wenn dann war ich immer niedrigdosiert und eher unregelmäßig unterwegs.
-Vitamin C : Ich esse genügend Obst und supplementiere VC selten und wenn dann nur in "Discountermenge"
-Pille: schon fast über ein Jahr keine mehr und das war sogar eine östrogenfreie

Wegen der Bestimmung: Glaubst du dass das die Labore in einem Kreiskrankenhaus einer eher kleineren Stadt auch können? Die werten andere Blutwerte ja auch immer schneller aus als wenn der Arzt es in ein Labor schickt.

Problem in meinem Fall: Man braucht bei uns (Ö) für fast alles eine Überweisung, ich glaube ich kann da nicht einfach in die Klinik hingehen und die Werte bestimmen lassen, auch wenn ich selbst zahle.
Und bei ambulanten Patienten machen die das bei uns ohnehin nur sehr selten dass man im KH Labor Werte abnimmt.

Leider sind auch die nächsten größeren Städte und Großlabors weit weg von mir und ich bin nicht mehr wirklich fit genug für weite Autostrecken.

Mensch warun kann man bloß nicht lernen sich selbst Blut abzuzapfen und dann alles sofort in ein Privatlabor übersenden?

Falls die mich im KH Labor abschmettern sollten, werd ich einfach die Blutabnahme beim HA noch vor Mittwoch ansetzten und ganz früh am Morgen, weil Anfang der Woche soll es ja doch noch eher weggeschickt und bestimmt werden wie zb an einem Donnerstag oder Freitag.

PS: Wie lange sollte man eigentlich nach einem Infekt mit einer Ceruloplasmin- und Kupferbestimmung warten?
Ich war jetzt ca eine Woche lang erkältet (Schleimhusten, etwas verschnupft), seit heute morgen ist es so gut wie vorbei und die Blutabnahme hätte ich nächsten Montag bzw spätestens Dienstag vor. Ich hoffe das ist lang genug um keine verfälschten Werte zu erzielen (gehe normalerweise bei Erkältungen nie zum Blutabnehmen, da ich weiß dass manche Werte sich deswegen kurzzeitig veränder können).

Geändert von catlady (01.10.12 um 16:13 Uhr)

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

margie ist offline
Beiträge: 4.567
Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,

wenn Du immer erhöhtes Eisen hast, wäre die Hämochromatose auch denkbar. Man würde bei ihr ein hohes Ferritin erwarten, aber vielleicht ist Deines wegen der Periode und weil Du noch jung bist, noch nicht hoch.
Da wäre die Transferrinsättigung vielleicht aussagefähiger. Ist die eher hoch, so würde ich eine Hämochromatose auch in Betracht ziehen.
Bei Frauen ist diese oft schwer erkennbar, weil Frauen durch die Periode ja immer wieder Blut und damit Eisen verlieren.
Da wäre dann der Gentest sinnvoll.

M. Wilson:
Du hast sicher einige Symptome, die auch beim M. Wilson vorkommen.
Aber manche Symptome kommen sicher auch bei anderen Krankheiten vor.
M. Wilson hat viele Varianten.
Als Laie ist es schwer zu sagen, lasse noch dies oder das prüfen, weil ich als Laie andere Krankheiten mit deren Symptomen auch nicht so kenne.

Ich weiß auch nicht sicher, wie lange Du nach einem Infekt warten musst, bis das Coeruloplasmin wieder normal ist.
Wenn Du noch das CRP mitbestimmen läßt und das normal ist, ist das zumindest eine kleine Sicherheit. Allerdings steigt m. E. das CRP auch nur dann richtig an, wenn man einen schweren Infekt hat. Bei kleineren Infekten wird es manchmal noch im (oberen) Normbereich liegen.

Ich kenne mich im Gesundheitssystem von Ö nicht aus.
Aber kann Dir Dein Hausarzt nicht eine Überweisung schreiben an das Kreiskrankenhaus.
Allerdings weiß ich nicht, ob ein Kreiskrankenhaus das Coeruloplasmin und das Kupfer selbst bestimmen kann. Das bei uns nächstgelegene Kreiskrankenhaus könnte das nicht. Aber das hängt sicher auch von der Größe des Krankenhauses ab.

Am Anfang der Woche ist es sicher besser, die Blutentnahme machen zu lassen, denn am Wochenende wird sicher in kaum einem Labor Coeruloplasmin oder Kupfer bestimmt, so dass das Blut dann 2 Tage liegen bliebe, wenn bis freitags die Bestimmung nicht erfolgen kann.

Eine Hypophoshatie ist auch beim M. Wilson denkbar. Erniedrigtes Phosphat ist beim M. Wilson auch häufiger.
Der KF-Ring soll ein Symptom des Endstadiums eines MW sein und das würde ich bei Dir noch nicht erwarten, falls Du MW hast.

Wenn Du in Ö wohnst, wäre in Wien einer der besten MW-Ärzte Europas: Prof. Dr. Ferenci

Die Leberwerte müssen beim MW nicht erhöht sein und sie können auch schwanken, d. h. wenn du die Leberwerte nicht oft bestimmt bekommst, könnte es durchaus sein, dass sie phasenweise auch mal höher sind.

Aber ich will Dir einen MW noch nicht aufschwatzen. Sicher ist es sinnvoll, diesen ausschließen zu lassen, weil es einfach eine Krankheit ist, die oft übersehen wird und die so vielfältig ausfallen kann, als dass die Ärzte immer daran denken.

Gruß
margie
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Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo margie

Danke dass du so schnell zurückgeschrieben hast.

Auf Hämochromatose hätte ich am Anfang ja auch getippt, habe mal vor etlichen Jahren Ferritin bestimmt und da war es auch keineswegs zu hoch. Aber sowas könnte sich mit einer Anlage dazu ja auch ändern, überhaupt wenn man unüberlegt Eisen einnimmt.
Allerdings denke ich nicht dass meine Beschwerden von einer Hämochromatose kommen (habe schon viel über den Eisenstoffwechsel, ua. auch in Englisch recherchiert), denn auch wenn ich wirklich eine oder zwei Mutationen auf Hämochromatose haben sollte, müsste in Anbetracht der Beschwerden das Ferritin schon etwas höher liegen um symptomatisch auffällig zu werden. Und manche werden das sogar erst ab einem Wert um die 1000.
Vor allem da auch meine Periode eher selten und leicht ist und das schon seit Jahren.
Wie ich gelesen habe wird ein großer Teil des Eisens das frei im Serum zirkuliert ja in Ferritin eingelagert und Ferritin erhöht sich bei Hämochromatose in der Regel vor dem Serumeisen (oder beide in etwa gleich).
Die Transferrinsättigung liegt bei mir bei 37 Prozent, was zwar obere Norm ist aber noch nicht auffällig (der obere Wert bei Frauen liegt ja je nach Labor zwischen 42 und 50 Prozent).
Der Arzt meinte solange dieser Wert (Ferritin) unter 100 ist wäre auch ein Gentest total sinnlos. Und da vertraue ich ihm sogar.
Interessant ist aber, dass in meiner Familie sowohl Leute vorkommen mit pigmentierter Haut wo auch einige ein paar Gesundheitsprobleme haben (andere wie ich), als auch 2 Leute mit Eisenmangel.
Von diagnostizierten Speicherkrankheiten, schweren Leberkrankheiten und anderen unüblichen Diagnosen weiß ich jedoch nichts.
Es gab mal eine toxische Hepatitis, die Person hat glaub ich auch manchmal mit Pestizide zu tun gehabt, vl ist es ja wirklich dieser ansonsten harmlose Cholinesterase-Mange,l der bei mir diesen Wert so am unteren Rand hält.
Ich habe da leider keine Vergleiche zu früher, weil ich früher ja dachte dass auch Cholinesterase niedrig sein sollte so wie die anderen Leberwerte. Also hab ich das dann wohl nicht beachtet oder weiß es schlicht und einfach nicht mehr.

-CRP/BSG: CRP ist bei mir stets immer unter 0,1; sogar als ich mir einmal mit einer starken Erkältung Blut abnehmen lassen habe; BSG ist immer so um die 5-7 die erste Stunde und die zweite hat dann meistens einen Wert zwischen 10 und 20 was aber ganz normal ist.
Schätze aber mal dass eine Woche genug Zeit sein wird um die akute- Phase- Reaktionen wieder auf normalen Stand zu haben.

-Leberwerte: Vielleicht hatte ich sogar mal ein wenig höhere aber sicher waren sie noch in der Norm, ich hab die nicht immer angesehen bzw mir gemerkt.Die Ärzte haben sowas auch nie erwähnt dass da was zu hoch war.
Die letzten Jahre kam es meistens so ca. alle zwei Jahre zu einem Blutbild.
Auf jeden Fall lass ich nächstes Mal lieber bestimmen wenn die Druckgefühle im rechten Oberbauch gerade ziemlich häufig und aktuell sind.

-KF Ring: Ich hab mir vor vielen Jahren mal eingebildet dass ich im Augeninneren der Iris etwas hellere Augen habe, habe braune Augen. Die Augenärztin hat vor zwei Jahren aber nix erkennen können.

-Arzt/ Überweisung (Krankenhauslabor)
....bin bei sowas mittlerweile ein bisserl ein Feigling geworden, nachdem mich mein früherer Hausarzt oft blöd angemacht und immer alles gleich auf meine Vordiagnosen geschoben hat.
Habe jetzt einen neuen Ha (Umzug in`ne andere Stadt vor ca 3 Wochen) und will da nicht gleich schon wieder komisch dastehen. Er soll zwar nett sein aber ob er mich nicht dennoch für komplett verrückt erklärt bei den Laborwerten die ich bestimmen will...
Ich werd ja auch versuchen die Psycho Diagnosen nicht preiszugeben, wenn das bei unserm System überhaupt möglich ist, keine Ahnung
Werde morgen mal in diesem Krankenhauslabor anrufen und fragen ob die das überhaupt bestimmen können.

Sonst werde ich in der Früh einfach kommen und dem Arzt sagen dass ich längere Zeit Spurenelemente und Vitamintabletten als Nahrungsergänzung genommen habe und dass es mir eben auch schon lange nicht mehr wirklich gut geht, und die Werte, die ich haben möchte und auch selber zahle.
Dann geb ich ihm kurz und bündig die Kopie der bisherigen Laborbefunde und sage dass ich nicht mehr viel Zeit habe dann kann er mir auch keine komischen Fragen nicht stellen wie ich auf sowas komme etc...
Komme mir da schon ein bisschen blöd vor wenn ich gleich daherkomme mit ich möchte da so `ne seltene Krankheit ausschließen.

Ich werde gleichzeitig auch noch die ANA Titer bestimmen lassen, hab ja auch immer wieder Fingerschmerzen was ich vorher nicht hatte, auch wenn da nix geschwollen ist. Lupus sollte man auch früh erkennen und behandeln, aber vor Schäden müsste ich da jetzt zum Glück keine Angst haben weil Herz und Nieren sind ja in Ordnung.
Und die autoimmunen Leberkrankheiten wären wohl auch noch ein Fall für sich, obwohl ich die eher nicht vermute weil die meistens schon sehr deutliche Laborveränderungen und Entzündungsparameter auslösen.
Virale Hepatitsformen sind schon ausgeschlossen, ebenso eine Alkoholgeschichte und Übergewicht hab ich auch nicht.

Wenn MW und die Autoimmungeschichten jetzt negativ sind dann hab ich wohl wirklich keine Leberkrankheit, weil die genetischen Leberkrankheiten wo es sonst noch gibt treten meistens schon als Säugling oder Kind auf.
Was einerseits zwar gut ist aber andererseits beginnt die Suche dann wieder von neuem.

Dann scheint es HPU wohl wirklich zu geben oder ich bin umweltkrank und auch die Schilddrüse und andere Hormondinge stehen ja noch auf der großen Liste, für die grenzwertigen SD Werte hab ich wenigstens eine Überweisung gekriegt obwohl ich darum auch etwas betteln musste.

Sobald ich die Werte habe werde ich sie hier im Thread reinstellen, kenne jetzt auch die Formel zur Berechnung von freiem Kupfer und wenn ich da was falsch mache kannst mich ja korrigieren.

Dankeschön für deine Ratschläge nochmals

lg Catlady (* die sich jetzt um ihren kleinen Fellpuschel kümmern wird * )

Geändert von catlady (03.10.12 um 20:18 Uhr)

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

margie ist offline
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Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,

zur Hämochromatose:
Mein Bruder hat eine leichtere Form der Hämochromatose. Bei ihm lag das Ferritin nur bei 330, als er eine Überweisung in die Hämochromatose-Ambulanz bekam.
Die Transferrin-Sättigung soll vorher ansteigen, d. h. das Ferritin kann noch nicht auffällig sein, aber die Transferrin-Sättigung kann schon auffällig sein. Wenn diese bei Dir als junger Mensch schon an der oberen Grenze liegt, so ist das für mich ein Hinweis, dass Du evtl. Hämochromatose hast -vielleicht auch die leichte Form wie mein Bruder - er hat die Kombination 63 und 282 bei den Gendefekten, d. h. ein Gendefekt mit der Nummer 63, das ist der leichtere und ein Gendefekt mit der Nummer 282, das ist der schlimmere. Hat jemand 2 Gendefekte mit der Nummer 282 so hat er eine massive Hämochromatose.
Und je älter man wird, umso höher fallen die Eisenwerte etc. aus, wenn man eine Hämochromatose hat.
Frauen werden oft erst richtig auffällig nach den Wechseljahren, was aber nicht heißt, dass sie dann noch gesünder sind.
Aber die Periode verdeckt bei Frauen eben die entsprechenden Werte.
Da der Gentest nicht sehr aufwendig ist, würde ich im Zweifel versuchen, den machen zu lassen - überhaupt, wenn in Deiner Familie Menschen sind, die pigmentiert sind und erst Recht, wenn diese erhöhte Leberwerte haben.

Du darfst nicht erwarten, dass jeder, der eine Hämochromatose hat, auch diagnostiziert wird. Ich denke, dass rd. die Hälfte der Menschen mit Hämochromatose nie erfahren, dass sie diese Krankheit haben.
Die Ärzte sind darauf einfach noch nicht sensibel genug.
Beim MW ist die Dunkelziffer bei 2 Drittel, d. h. 66 % der Menschen, die MW haben, erfahren davon nie.

Wenn Du nur einen Wert für Kupfer und Coeruloplasmin bestimmen läßt, kannst Du damit den MW nicht ausschließen.
Die Werte können schwanken. Schon wenn das Labor diese Werte nicht öfters bestimmt, ist die Gefahr von falschen Werten hoch. Es sind Spezialwerte und ich habe die Erfahrung auch gemacht, dass nicht jedes Labor sie richtig bestimmt.
Bei mir gab es, als ich damals die Diagnostik betrieb, ziemliche Schwankungen.
Ich errechnete immer das freie Kupfer und das schwankte zwischen ca. 10 und 70, also relativ stark. Es sollte nicht größer als 10 sein.

Ist denn in Deiner Nähe keine MW-Ambulanz? Bei österreichischen Selbsthilfeverein kannst Du sicher die nächsten MW-Ambulanzen erfahren. Ich würde dann dort mal anrufen, wo diese MW-Ambulanz die Werte bestimmen läßt und wenn Du es einrichten kannst, würde ich sie mir dort bestimmen lassen.
Bei uns wäre es undenkbar, als Patient ins Krankenhaus zu gehen und dort als Selbstzahler eine Blutbestimmung zu bekommen.
Aber es gibt in jeder größeren Stadt Labore, zu denen die Ärzte ihr Blut senden und dort kann man sich Blut nehmen lassen. Wenn das Labor größer ist, macht es in der Regel die Bestimmung auch selbst. Das halte ich für das Beste.

Ich würde Dir auch raten, nicht selbst zu entscheiden, ob Du eine Leberkrankheit oder eine Autoimmunkrankheit hast.
Es gibt viele Autoimmunerkrankungen und es gibt viele Leberkrankheiten.
Und es gibt mit Sicherheit auch bei anderen Krankheiten (d. h. nicht nur beim M. Wilson) eine große Variationsbreite bei den Symptomen und bei der Schwere dieser Krankheiten. D. h. es gibt sicher bei allen Krankheiten mildere Verlaufsformen und schwere Verlaufsformen und dementsprechend leichte Symptome und schwer ausgeprägte Symptome.
Daher glaube ich nicht, dass man bei genetischen Erkrankungen immer bereits als Säugling schon Probleme hat. Beim M. Wilson und Hämochromatose ist dies ja auch nicht der Fall. M. Wilson wird manchmal noch im Alter von 60 Jahren erst diagnostiziert. D. h. es gibt auch Verläufe, wo die Krankheit spät ausbricht oder erst spät auffällt.
D. h. wenn Du jetzt noch nicht eindeutig positiv auf einen MW wärst, könnte es dennoch sein, dass Du in vielleicht 10 Jahren erst positiv wirst.

Autoantikörper gibt es ja auch so viele:
Neben den ANA gibt es die AMA, ENA, ANCA, AK auf glatte Muskulatur, und noch viele andere. Ich kann nur diese aus dem Gedächtnis heraus nennen.

Dass, HPU und KPU echte Krankheiten sind, glaube ich nicht. Ich denke eher, dass die betroffenen Patienten vielleicht einen unerkannten MW haben oder Genträger auf MW sind oder evtl auch die Symptome im Rahmen von anderen Krankheiten haben.
Daher wäre ich vorsichtig zu sagen, es wird wohl HPU sein, weil man dann vielleicht die wirkliche Krankheit dann nie findet.

Gruß
margie
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Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo margie

Habe gestern mit Erschrecken festgestellt dass meine Nägelveränderungen genauso aussehen wie es angeblich bei ernsthaften Lebererkrankungen der Fall sein sollte.
Wollte nur mal so wissen wie Nägel so aussehen sollten und wie nicht und bin dann drauf gestoßen bei welchem Organ es wie aussieht.
Muss aber sagen dass die Nägel auch seit Jahren schon so aussehen, ich ansonsten aber keine Leberhautzeichen nicht habe, kein Palmarerythem oder diese Spiders, einzig und alleine noch so eine komische Verfärbung am Fuß was aber wahrscheinlich eher eine Narbe ist.
Bei mir ist ja auch komisch dass vor allem ab dem dritten Finger die Halbmonde immer kleiner werden und von so einer violett-bläulichen Verfärbung verdrängt werden...

Ich weiß dass dei Transaminasen nicht immer den wahren Zustand der Leber widerspiegeln, aber das könnte ja bei mir trotzdem nicht möglich sein, denn normalerweise hat man bei einer ernsten Leberkrankheit wie die Zirrhose ja keinen normalen Appetit mehr und niedriges Eiweiß, niedrige Leukozyten und Thrombozyten, oder nicht? Diese Werte hab ich ja eher im oberen Bereich bzw schön mittig.Obwohl ich die letzen Monate auch öfters blaue Flecken an den Beinen hatte.
Ich habe das Gefühl an meinem Blutbild-genauso wie mit der Symptomatik ergibt gar nichts so wirklich einen genaueren Anhaltspunkt. Das eine passt eher hierhin, das andere dorthin und nix wirklich zusammen.

Wie ist das eigentlich bei dir mit der alkalischen Phosphatase und der Cholinesterase immer so mit den Werten? Ich vermute mal unter der Norm oder? Und fühlst du dich auch öfters für eine Weile so benommen?
Du musst mir das nicht beantworten, nur wenn du freiwillig magst.

Wegen Hämochromatose: Ja in meiner Familie gibts schon ein paar so "verdächtige" Anhaltspunkte, zb bekommen die Männer ab dem mittleren Alter schon bei geringem Übergewicht gleich Wohlstandskrankheiten.
Von deren Leberwerten oder ob sie auch Leberprobleme haben weiß ich jetzt nix außer bei dieser Vergiftungssache die nun auch schon wieder eine Weile zurückliegt.

Einen Gentest auf Hämochromatose werd ich erstmal lieber nicht machen weil bei meinem mickrigen Ferritin (das von deinem Bruder ist ja immerhin fast zehnmal so hoch wie meines) dürfte im Moment keine Gefahr davon ausgehen, falls ich auch zwei Mutationen haben sollte. Da hätte ich jetzt vielleicht nur Nachteile draus und kostet auch wieder Unmengen.
Kann man ja immer noch machen falls das Ferritin mal wirklich zu steigen beginnt.
Apropos Ferritin: Ich werde den Wert sicherheitshalber nochmal bestimmen lassen, auch wenn Laborfehler sehr selten vorkommen sollten, ganz ausschließen kann man es ja nie. Denn bei einem Ferritin unter 50 bekommt man normalerweise in so kurzer Zeit keine Oberbauchbeschwerden und diverse andere Symptome der Hämochromatose durch ein niedrigdosiertes Eisenpräparat.
Da bin ich ja näher am Eisenmangel als an der -überladung und Blutverluste über den Urin sind ja auch ausgeschlossen worden.
Ich hab glaub ich auch mal wo gelesen dass bei Leuten mit Hämochromatose Genen auch etwas häufiger Wilson Gene zu finden sind und umgekehrt.
Weiß aber nicht ob da auch wirklich was dran ist oder nicht und vl bin ich ja heterozygot.

MW: Wie du weißt hab ich seit meiner Kindheit neuropsychiatrische Syndrome und ich hatte immer schon so eine Wahrnehmung als würde ich in einer Art Film leben, später kamen dann körperliche und ein paar leichte neurologische Beschwerden hinzu-manche kamen schnell, manche eher schleichend und man konnte die Dinge nie einem bestimmten Organ oder Krankheitsbild zuordnen.
Nun fühlt sich aber schon seit einem Jahr fast alles nach Leber an, obwohl bisher der einzige labortechnische Anhaltspunkt die Cholinesterase im unteren Normbereich sein könnte.

Ich werde glaub ich jetzt erstmal die Laborwerte Serumkupfer, Ceruloplasmin und Ferritin machen lassen und danach dann die ANA und die von dir genannten Werte (dürften die Marker für die autoimmunen Leberkrankheiten sein, danke nochmals )

Das nächste Großlabor wo die Ärzte das Blut hinschicken liegt ca 60 km von mir entfernt, aber wie ich jetzt auf `nem Laborzettel gesehen habe wird es nach der Entnahme gleich weggeschickt und kommt noch am selben Tag dort an wo es auch an diesem Tag noch bestimmt wird.

Wien liegt leider mehr als 300 km von mir weg (nächstes MW Expertenzentrum) und ich glaube wenn ich es wirklich haben sollte oder der Verdacht sehr stark ist wird man mich vielleicht dort mal hinschicken. Da fahr ich dann aber am besten mit der Bahn...

Dass die Werte für Kupfer und Ceruloplasmin nicht immer eindeutig sind ist ja wirklich ein bisschen doof, das kostet dann ja richtig Zeit, Geld und Nerven um rauszubekommen ob man MW jetzt ausschließen kann oder nicht.
Allerdings scheine ich sonst eher eine Neigung zu stabilen Blutwerten zu haben (hab zb bei jedem Test fast haargenau das selbe rote Blutbild und Leukozyten, Schilddrüsen- und Nierenwerte, auch wenns vor 2-3 Jahren war)

Aber ob das mit meinen Spurenelementen auch so aussieht werden wir dann ja mal sehen (ich hoffe es stark), erkältet bin ich jetzt ja zum Glück schon einige Tage nicht mehr.
Aber beim MW muss man wohl wirklich dranbleiben, genauso wie mit den Eisenwerten oder bei Autoimmunerkrankungen.

Mit den anderen genetischen Leberkrankheiten meinte ich wirklich solche seltenen Dinge die schon als Säugling oder Kleinkind klinisch auffällig werden und sehr rasch voranschreiten, MW und Hämochromatose sind ja eher Krankheiten die alle möglichen Altersgruppen betreffen und auch langsam verlaufen können.

-Zu HPU: Ich habe mal so einen HPU Test gemacht der positiv ausgefallen ist, weiß da aber auch nie so recht was ich davon halten sollte und habe oft so meine Zweifel dran, ua. nehme ich da auch nix dafür ein.
Einerseits scheint es schon so eine Art "missing link" zu diversen häufigen Gesundheitsproblemen zu geben, andererseits klingt manches aber auch recht unrealistisch und es könnte auch sein dass viele HPUler nur rein Schilddrüsenprobleme/Autoimmunerkrankungen oder andere Stoffwechselstörungen haben, ua. vl einige auch MW oder Genträger sind,wie du eben schon vermutet hast.

Ich weiß meine Texte werden immer recht lang und ich komm immer zu sehr ins Detail und brauche dann auch länger wie eine Stunde zum schreiben. Ist sicher auch anstrengend meine Beiträge zu lesen...trotzdem danke.

Werde die Werte posten sobald sie da sind.

Schönen guten Abend,

Catlady

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

margie ist offline
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Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,

ich habe Deinen Text mal ins Antwortfeld mir reinkopiert und werde hinter Deinem Text antworten (in kursiver Schrift), weil ich sonst sicher einiges vergesse:

Habe gestern mit Erschrecken festgestellt dass meine Nägelveränderungen genauso aussehen wie es angeblich bei ernsthaften Lebererkrankungen der Fall sein sollte.
Wollte nur mal so wissen wie Nägel so aussehen sollten und wie nicht und bin dann drauf gestoßen bei welchem Organ es wie aussieht.
Gibt es denn bei Leberkrankheiten Nagelveränderungen? Interessiert mich auch mal, weil ich mich damit noch nicht beschäftigt habe. Meine Nägel sind auch nicht völlig in Ordnung...

Muss aber sagen dass die Nägel auch seit Jahren schon so aussehen, ich ansonsten aber keine Leberhautzeichen nicht habe, kein Palmarerythem oder diese Spiders, einzig und alleine noch so eine komische Verfärbung am Fuß was aber wahrscheinlich eher eine Narbe ist.
Leberhautzeichen etc. hat man sicher erst, wenn die Leber schon so geschädigt ist, dass man wohl schon auf der Transplantationsliste steht.

Bei mir ist ja auch komisch dass vor allem ab dem dritten Finger die Halbmonde immer kleiner werden und von so einer violett-bläulichen Verfärbung verdrängt werden...

Ich weiß dass dei Transaminasen nicht immer den wahren Zustand der Leber widerspiegeln, aber das könnte ja bei mir trotzdem nicht möglich sein, denn normalerweise hat man bei einer ernsten Leberkrankheit wie die Zirrhose ja keinen normalen Appetit mehr und niedriges Eiweiß, niedrige Leukozyten und Thrombozyten, oder nicht?
Wenn die Zirrhose noch am Anfang ist, merkt man gar nichts davon. Da hat man auch normale Leberwerte und auch normales Eiweiß, etc.
Das mit dem niedrigen Eiweiß, dem fehlenden Appetit, etc. tritt sicher auch erst dann auf, wenn die Zirrhose schon sehr weit fortgeschritten ist.
Fast jeder MW-Patient hat bei der Diagnose schon eine Zirrhose, aber durch die Behandlung wird das nicht schlechter (meistens jedenfalls nicht), im Gegenteil. Viele können mit der Leber ganz gut leben unter Therapie.

Diese Werte hab ich ja eher im oberen Bereich bzw schön mittig.Obwohl ich die letzen Monate auch öfters blaue Flecken an den Beinen hatte.
Blaue Flecken können auf eine Gerinnungsstörung hinweisen. Aber können auch andere Ursachen haben (ich meine auch bei einer latenten Hämolyse habe ich das schon gehört, wobei eine latente Hämolyse beim MW auch häufiger ist. Hängt mit der Milz zusammen, die oft vergrößert ist).


Ich habe das Gefühl an meinem Blutbild-genauso wie mit der Symptomatik ergibt gar nichts so wirklich einen genaueren Anhaltspunkt. Das eine passt eher hierhin, das andere dorthin und nix wirklich zusammen.
Du versuchst alle, was Du gelesen hast, irgendwie einzuordnen. Das habe ich teils auch schon versucht und ich habe es weitgehend aufgegeben. Du kannst nicht anhand einiger Blutwerte immer gleich eine Diagnose stellen. Oft irrt man sich dabei und merkt dies manchmal später...

Wie ist das eigentlich bei dir mit der alkalischen Phosphatase und der Cholinesterase immer so mit den Werten? Ich vermute mal unter der Norm oder?
Die alkalische Phosphatase war bei mir vor der Therapie öfters im unteren Normbereich, nie erniedrigt. Sie steigt unter der Zinktherapie, wenn man mit Zink den MW behandelt.
Cholinesterase war bei mir seltsamerweise vor ca. 15 Jahren im untersten Normbereich. Damals ahnte ich vom MW noch nichts.
Sie ist mittlerweile bei ca 7500, wobei sie aber noch vor Behandlungsbeginn angestiegen war (allerdings waren früher die Normbereiche auch etwas niedriger).

Und fühlst du dich auch öfters für eine Weile so benommen?
Ich kenne das Gefühl der Benommenheit schon. Was mich am meisten stört, ist die Ataxie, die ich habe. Die macht aber auch Hirnsymptome, die ich im wesentlichen dann habe, wenn ich mich bewege, d. h. wenn ich stehe oder gehe.
Aber ein MW kann so unterschiedlich sein, d. h. Du darfst nicht den Fehler machen und alle Symptome, die ein MW machen kann, bei Dir zu suchen.
Manche Symptome können auch von anderen Störungen kommen.
Ich habe parallel noch Eisenmangel (weil ich oft Blut im Stuhl habe). Lange Zeit dachte ich, dass die Symptome, die der Eisenmangel macht, vom MW kommen bis ich merkte, dass einige Symptome sich besserten, nachdem ich Eisentabletten einnahm.

Du musst mir das nicht beantworten, nur wenn du freiwillig magst.

Wegen Hämochromatose: Ja in meiner Familie gibts schon ein paar so "verdächtige" Anhaltspunkte, zb bekommen die Männer ab dem mittleren Alter schon bei geringem Übergewicht gleich Wohlstandskrankheiten.
Von deren Leberwerten oder ob sie auch Leberprobleme haben weiß ich jetzt nix außer bei dieser Vergiftungssache die nun auch schon wieder eine Weile zurückliegt.
Schwer zu sagen, ob das mit einer Hämochromatose zusammen hängt. Prinzipiell sollte man daran immer denken, wenn der Fettstoffwechsel nicht stimmt, wenn jemand Arthrose hat, etc.

Einen Gentest auf Hämochromatose werd ich erstmal lieber nicht machen weil bei meinem mickrigen Ferritin (das von deinem Bruder ist ja immerhin fast zehnmal so hoch wie meines) dürfte im Moment keine Gefahr davon ausgehen, falls ich auch zwei Mutationen haben sollte. Da hätte ich jetzt vielleicht nur Nachteile draus und kostet auch wieder Unmengen.
Kann man ja immer noch machen falls das Ferritin mal wirklich zu steigen beginnt.
Der Test wird von der Krankenkasse bezahlt. Du musst nur einen Arzt finden, der ihn anordnet. Ich würde daher öfters mal die Transferrinsättigung bestimmen lassen. Wenn diese auffällig ist, wäre dies m. E. schon ein Grund für den Gentest.Wenn vielleicht noch ein anderer Wert (hohes HB, etc) auffällig wäre, würde dies das untermauern. Oder wenn in der Vewandtschaft schon ein Fall bekannt ist.

Apropos Ferritin: Ich werde den Wert sicherheitshalber nochmal bestimmen lassen, auch wenn Laborfehler sehr selten vorkommen sollten, ganz ausschließen kann man es ja nie. Denn bei einem Ferritin unter 50 bekommt man normalerweise in so kurzer Zeit keine Oberbauchbeschwerden und diverse andere Symptome der Hämochromatose durch ein niedrigdosiertes Eisenpräparat.
Bist Du sicher, dass die Oberbauchbeschwerden vom Eisen kamen.
Eisen ist für den Magen und den Darm auch nicht leicht verträglich. Vielleicht hast Du damit den Magen gereizt und es kam zu Erosionen oder einem Geschwür?
Wenn die Leber schwer krank ist, kann Eisen ebenfalls unverträglich sein. Aber das würde ich jetzt nicht wirklich bei Dir als Ursache für Beschwerden annehmen.

Da bin ich ja näher am Eisenmangel als an der -überladung und Blutverluste über den Urin sind ja auch ausgeschlossen worden.
Ich hab glaub ich auch mal wo gelesen dass bei Leuten mit Hämochromatose Genen auch etwas häufiger Wilson Gene zu finden sind und umgekehrt.
Weiß aber nicht ob da auch wirklich was dran ist oder nicht und vl bin ich ja heterozygot.
Ich habe z. B. ein Gen für Hämochromatose, das mit der Nummer 282, d. h. ich bin heterozygot für Hämochromatose. Ich habe aber derzeit eher einen Eisenmangel. Dieser wird bei mir noch dadurch gefördert, dass ich noch die häufigste Gerinnungsstörung habe, die es gibt. Das "von Willebrand-Syndrom" in Stufe I. Vielleicht hast Du das auch und vielleicht bekommst Du auch deshalb leicht blaue Flecken?

MW: Wie du weißt hab ich seit meiner Kindheit neuropsychiatrische Syndrome und ich hatte immer schon so eine Wahrnehmung als würde ich in einer Art Film leben, später kamen dann körperliche und ein paar leichte neurologische Beschwerden hinzu-manche kamen schnell, manche eher schleichend und man konnte die Dinge nie einem bestimmten Organ oder Krankheitsbild zuordnen.
Neuropsychiatrische Syndrome können viele Ursachen haben, u. a. einen M. Wilson. Passen würde bei Dir sicher einiges zu einem MW. Damit hast Du ihn aber nicht gleich. D. h. wenn Du wirklich etliche Beschwerden hast, die auf MW passen, solltest Du in der Tat zu einem guten Arzt, der sich damit auch auskennt.
Ist denn Innsbruck näher zu Dir als Wien. Dort ist in der Kinderklinik (ich meine, es war die Kinderklinik) ein Arzt, ich meine er heißt Dr. Müller. Er hatte mal einen Vortrag auf der Mitgliederversammlung des dt. MW-Vereins gehalten und er machte auf mich einen guten Eindruck. Sicher würde er auch Erwachsene wegen MW beraten.

Nun fühlt sich aber schon seit einem Jahr fast alles nach Leber an, obwohl bisher der einzige labortechnische Anhaltspunkt die Cholinesterase im unteren Normbereich sein könnte.

Ich werde glaub ich jetzt erstmal die Laborwerte Serumkupfer, Ceruloplasmin und Ferritin machen lassen und danach dann die ANA und die von dir genannten Werte (dürften die Marker für die autoimmunen Leberkrankheiten sein, danke nochmals )
Du solltest nicht alles selbst bezahlen. Besser wäre es, Du findest einen Arzt, der Dich richtig durchuntersucht und der die Bestimmungen veranlasst. Schade, dass Wien so weit weg ist.

Das nächste Großlabor wo die Ärzte das Blut hinschicken liegt ca 60 km von mir entfernt, aber wie ich jetzt auf `nem Laborzettel gesehen habe wird es nach der Entnahme gleich weggeschickt und kommt noch am selben Tag dort an wo es auch an diesem Tag noch bestimmt wird.
Ob Spezialwerte wie Kupfer und Coeruloplasmin am selben Tag gemacht werden? In der Regel werden die Routinewerte am selben Tag gemacht und die meisten Labore machen Spezialwerte erst in den Tagen danach (manche Werte laufen nur ein oder 2 Mal die Woche, je nach Probenaufkommen - für die Labore muss es sich auch rentieren, d. h. die sammeln oft einige Proben bis sie eine Bestimmung machen).

Wien liegt leider mehr als 300 km von mir weg (nächstes MW Expertenzentrum) und ich glaube wenn ich es wirklich haben sollte oder der Verdacht sehr stark ist wird man mich vielleicht dort mal hinschicken. Da fahr ich dann aber am besten mit der Bahn...

Dass die Werte für Kupfer und Ceruloplasmin nicht immer eindeutig sind ist ja wirklich ein bisschen doof, das kostet dann ja richtig Zeit, Geld und Nerven um rauszubekommen ob man MW jetzt ausschließen kann oder nicht.
Da Du alles nicht selbst bezahlen solltest, wäre es besser, dass Du einen Arzt findest, der das veranlasst.

Allerdings scheine ich sonst eher eine Neigung zu stabilen Blutwerten zu haben (hab zb bei jedem Test fast haargenau das selbe rote Blutbild und Leukozyten, Schilddrüsen- und Nierenwerte, auch wenns vor 2-3 Jahren war)

Aber ob das mit meinen Spurenelementen auch so aussieht werden wir dann ja mal sehen (ich hoffe es stark), erkältet bin ich jetzt ja zum Glück schon einige Tage nicht mehr.
Aber beim MW muss man wohl wirklich dranbleiben, genauso wie mit den Eisenwerten oder bei Autoimmunerkrankungen.

Mit den anderen genetischen Leberkrankheiten meinte ich wirklich solche seltenen Dinge die schon als Säugling oder Kleinkind klinisch auffällig werden und sehr rasch voranschreiten, MW und Hämochromatose sind ja eher Krankheiten die alle möglichen Altersgruppen betreffen und auch langsam verlaufen können.
Vermutlich hängt der Verlauf, ob schnell oder langsam, beim MW vom Gendefekt ab. Vielleicht auch noch vom Zustand des Körpers. Manche Menschen haben ansonsten vielleicht keine Begleiterkrankungen, andere haben noch weitere Krankheiten.

-Zu HPU: Ich habe mal so einen HPU Test gemacht der positiv ausgefallen ist, weiß da aber auch nie so recht was ich davon halten sollte und habe oft so meine Zweifel dran, ua. nehme ich da auch nix dafür ein.
Einerseits scheint es schon so eine Art "missing link" zu diversen häufigen Gesundheitsproblemen zu geben, andererseits klingt manches aber auch recht unrealistisch und es könnte auch sein dass viele HPUler nur rein Schilddrüsenprobleme/Autoimmunerkrankungen oder andere Stoffwechselstörungen haben, ua. vl einige auch MW oder Genträger sind,wie du eben schon vermutet hast.
Ja, ich vermute, dass HPU im Rahmen von anderen Störungen auftritt. Die Fragen, die man in einem Fragebogen dazu beantworten sollte, hätte ich alle bejahen können, d. h. ich hätte die Höchstpunktzahl erreicht und wäre danach höchstverdächtig auf HPU / KPU.


Ich weiß meine Texte werden immer recht lang und ich komm immer zu sehr ins Detail und brauche dann auch länger wie eine Stunde zum schreiben. Ist sicher auch anstrengend meine Beiträge zu lesen...trotzdem danke.
Ja, da haben wir vielleicht etwas gemeinsam. Auch ich neige dazu, zu gründlich zu sein. Man sollte aber daran arbeiten, das abzulegen. Es belastet einem doch mehr, als es oft einem nutzt.

Werde die Werte posten sobald sie da sind.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller


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