Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

29.09.12 21:40 #1
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Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo margie

Die Nägel sehen ungefähr so aus:

Image display. DermNet NZ

dh eher unregelmäßig und hell und nach oben hin ein pinkes Band, bei Nierenkrankheiten ist es ähnlich aber dieses Band ist da eher braun.

Gut ist dass sich die Leber wenigstens regenerieren kann wenn man noch früh genug was macht, bei Herz oder Nieren wäre das nicht so einfach.
Du kannst dir also vorstellen was mir alles durch den Kopf gegangen ist bevor ich die ganzen allgemeinen Untersuchungen wegen der chronischen Müdigkeit machen ließ.

Wegen dem Eisenpräparat: Was seither mit mir passiert ist also welche Symptome, das kann ich kurz aufzählen:

-häufiges Druckgefühl im rechten, manchmal auch etwas im linken Oberbauch
-fühlte sich alles so gebläht an
-heller Stuhlgang
-Schlafstörungen mit nächtlichem Aufwachen und Alpträumen
-Ziehen und Kribbeln in den Fingern (ohne Schwellung oder Rötung)
-chronische Müdigkeit
-Atembeschwerden mit Benommenheitsgefühl im Kopf

Wie gesagt war während der Einnahme noch schlimmer und vieles ist jetzt auch wieder besser geworden, zb das mit den Fingern.

Das kam ja auch alles irgendwie so zur gleichen Zeit bzw im kurzen Abstand.

Mit Arthrose und auch Gicht gibts ein paar Männer in meiner Familie. Ob jemand wirklich Hämochromatose hat kann ich nicht sagen, hab nicht soviel Kontakt zu meiner Verwandtschaft. Ich weiß nur dass es auch Eisenmangel bei uns gibt, betrifft aber Frauen und ist komischerweise auf der selben Seite der Verwandtschaft

-Chonlinesterase: Das dürfte dann also auch so in meinem Alter gewesen sein, wie die Werte bei dir so im unteren Bereich waren, denke ich mal. 7500 klingt ja gar nicht so schlecht.
Alkalische Phosphatase ist ja bei mir auch gerade noch in die Norm gefallen.

-Benommenheit: Bei mir kommt das meistens abends und in letzter Zeit dann wenn ich zuviel auf einmal esse oder schon müde bin und noch ein wenig was esse. Es tritt sowohl im Liegen als auch im Sitzen oder Stehen auf und es ist so ein benebelt sein als hätte man was getrunken und so ein Gefühl als könnte man vom Hirn aus nicht mehr richtig atmen.
Hatte ich vorher aber nie.
Was ist eigentlich eine Ataxie?

Naja ich versuche ja nicht krampfhaft Symptome vom MW zu suchen aber ich neige halt zur Fachsimpelei, auch wenn nur ein paar dabei sind und ich im Moment noch nicht mehr weiß.

Es gibt ja auch einige Dinge die gegen einen MW sprechen:

-zb sollte der KF Ring ja bei 95 Prozent der neurologisch-psychiatrischen Fälle da sein (hab ich wo gelesen)

-es gab bei mir noch nie Anzeichen von Hämolyse oder Anämie, sogar trotz des eher niedrigen Ferritins- (was vielleicht sogar schon mal noch niedriger war und Fleisch esse ich ja auch nicht wirklich oft) -stehen Hb, Hkt, MCV eigentlich sehr gut da, auch die Leukozyten sind eher am oberen Rand und die roten Bk schon seit Jahren immer schön mittig.

-von `nem Tremor wüsste ich auch nix obwohl ich sehr ungeschickte Hände habe

Gerinnungsstörung wäre auch möglich, das Ganze hab ich jetzt seit mehreren Monaten aber so dass ich stark bluten würde wäre mir nicht aufgefallen.

Das blöde ist ja dass das die Kassen das meistens nicht zahlen wenn im normalen Blutbefund gewisse Laborwerte noch in der Norm oder gar unauffällig sind, im Fall MW bzw Leberkrankheiten wären das wohl Transaminasen oder wenn die Cholinesterase schon unter die Norm gefallen wäre.
Die wollen ja auch einsparen.
Wo ich vielleicht gute Chancen auf eine Bestimmung über die Kasse habe wäre das Ferritin wenn ich es nochmal machen lasse (hab ja jetzt einen neuen Arzt), weil das Serumeisen ja zu hoch war und sogar mit einem * vermerkt.

Innsbruck ist von mir leider genauso weit weg wie Wien, liege da blöderweise dazwischen.

Dass man sich oft mal irren kann was Symptome und mögliche Diagnosen betrifft habe ich ja selber erfahren, zb hatte ich aufgrund der Beschwerden und der Verbindung zu dem Eisenpräparat (und ich bin mir trotzdem sicher dass es die gibt) mit einem eher hohen Ferritin gerechnet.
Rausgekommen ist dann was anderes.
Und es irren sich in den Anfangsstadien vieler Krankheiten ja sogar viele Ärzte.

Was ich aber stark vermute ist dass ich wahrscheinlich irgendeine Systemerkrankung habe, die mit (den meisten) meiner Beschwerden irgendwo eine Verbindung haben muss.
Sonst würden sich die Symptome bei mir nicht so anhäufen und auch an manchen Blutwerte nicht schon sehr grenzwertige Befunde zu sehen sein.
Könnte aber von der Schilddrüse oder dem Immunsystem bis zur Leber eigentlich fast alles sein.

Und ich werde auch alles dafür tun um es rauszufinden bzw um es wieder zu verbessern.

lg Catlady

Geändert von catlady (07.10.12 um 08:52 Uhr)

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.544
Seit: 26.04.04
Zur Info - folgendes könnte in diesem Zusammenhang als Hintergrund-Info hilfreich sein
(aus einem früheren Thread von mara022/Catlady):

Ich lhab mich auch auf Morbus Wilson,Leber- und Kupferwerte,Gicht etc... untersuchen lassen, war bei mir alles ok und hab ich definitiv nicht.
http://www.symptome.ch/vbboard/koenn...tml#post351301

Weitere Threads, in denen hier angesprochene Themen schon einmal diskutiert worden sind::

http://www.symptome.ch/vbboard/gesun...ennaegeln.html
http://www.symptome.ch/vbboard/haemo...-symptome.html
http://www.symptome.ch/vbboard/schil...oblemen-2.html

Vielleicht bringen die angegebenen Links weitere Erkenntnisse.

Liebe Grüße,
Malve

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo Malve

Dankeschön für die Hinweise für die anderen Mitglieder, Porphyrie und Hämochromatose dürften hinfällig sein weil da hat man eigentlich total andere Symtome bzw bei zweiterem andere Werte (wenn die Symptome auftreten).
(Es sei denn bei Ferritin ist denen ein Laborfehler passiert, deswegen wird es auch zur Sicherheit nochmal wiederholt).

Die Schilddrüse muss ja nochmal genauer gecheckt werden und ich hab früher schon mal was auf Kupfer untersuchen lassen aber wohl nicht so vollständig wie es eigentlich sein sollte und die Formel kannte ich da auch noch nicht.

Und margie sagt ja selber auch dass die ersten Untersuchungen manchmal nicht so auffällig sein müssen beim MW.
Also wenn es MW nicht ist und die Leber vielleicht noch mal genauer angeschaut wird und wirklich auch sonst nichts krankhaftes erkennbar ist, dürfte es am ehesten wohl an der Schilddrüse liegen.
Nieren, Herz und Lunge wurden ja schon ausgeschlossen, käme aber vielleicht noch Schwermetallbelastung, Autoimmungerkrankungen, Darmprobleme und Pilze in Frage.

lg Catlady

Geändert von catlady (07.10.12 um 12:58 Uhr)

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Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.544
Seit: 26.04.04
Hallo Catlady,

bist Du hier weiter gekommen (weil Du eine Schwermetallbelastung erwähnt hast):
http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...lgamfront.html
http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...algam-tun.html

Hinsichtlich Schilddrüse gibt es auch alte Threads:
http://www.symptome.ch/vbboard/schil...knapp-1-a.html
http://www.symptome.ch/vbboard/schil...sh-0-73-a.html
http://www.symptome.ch/vbboard/schil...problemen.html
http://www.symptome.ch/vbboard/schil...uese-okay.html

Da Du auch mögliche Darmprobleme angesprochen hast - was ist daraus geworden? Hast Du Dich mit dem Thema HIT näher befasst?
http://www.symptome.ch/vbboard/hista...istamin-2.html
Gibt es Neues zu diesem Thema?
http://www.symptome.ch/vbboard/glute...eie-diaet.html

Ich finde es sinnvoll, die alten Threads mit einzubeziehen, damit man da ansetzen kann, wo bereits Schritte unternommen worden sind.

Liebe Grüße,
Malve

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margie ist offline
Beiträge: 4.567
Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,

Ich kopiere wieder Deinen Text rein und antworte in kursiver Schrift hinter Deinem Text.

Die Nägel sehen ungefähr so aus:

Image display. DermNet NZ

dh eher unregelmäßig und hell und nach oben hin ein pinkes Band, bei Nierenkrankheiten ist es ähnlich aber dieses Band ist da eher braun.

Meine Nägel sind am Nagelende auch so rötlich gefärbt, aber auch am Nagelanfang und dazwischen sind sie sehr hell.


Gut ist dass sich die Leber wenigstens regenerieren kann wenn man noch früh genug was macht, bei Herz oder Nieren wäre das nicht so einfach.
Du kannst dir also vorstellen was mir alles durch den Kopf gegangen ist bevor ich die ganzen allgemeinen Untersuchungen wegen der chronischen Müdigkeit machen ließ.

Wegen dem Eisenpräparat: Was seither mit mir passiert ist also welche Symptome, das kann ich kurz aufzählen:

-häufiges Druckgefühl im rechten, manchmal auch etwas im linken Oberbauch
-fühlte sich alles so gebläht an
-heller Stuhlgang
-Schlafstörungen mit nächtlichem Aufwachen und Alpträumen
-Ziehen und Kribbeln in den Fingern (ohne Schwellung oder Rötung)
-chronische Müdigkeit
-Atembeschwerden mit Benommenheitsgefühl im Kopf

Atembeschwerden könnten bei einer Hämolyse möglich sein, vielleicht auch das Druckgefühl im linken Oberbauch.
Aber diese Beschwerden können natürlich auch andere Ursachen haben.
Heller Stuhlgang könnte etwas mit dem Pankreas zu tun haben.
Ist alles schwer zuzuordnen.



Wie gesagt war während der Einnahme noch schlimmer und vieles ist jetzt auch wieder besser geworden, zb das mit den Fingern.

Das kam ja auch alles irgendwie so zur gleichen Zeit bzw im kurzen Abstand.

Mit Arthrose und auch Gicht gibts ein paar Männer in meiner Familie. Ob jemand wirklich Hämochromatose hat kann ich nicht sagen, hab nicht soviel Kontakt zu meiner Verwandtschaft. Ich weiß nur dass es auch Eisenmangel bei uns gibt, betrifft aber Frauen und ist komischerweise auf der selben Seite der Verwandtschaft

-Chonlinesterase: Das dürfte dann also auch so in meinem Alter gewesen sein, wie die Werte bei dir so im unteren Bereich waren, denke ich mal. 7500 klingt ja gar nicht so schlecht.
Alkalische Phosphatase ist ja bei mir auch gerade noch in die Norm gefallen.

-Benommenheit: Bei mir kommt das meistens abends und in letzter Zeit dann wenn ich zuviel auf einmal esse oder schon müde bin und noch ein wenig was esse. Es tritt sowohl im Liegen als auch im Sitzen oder Stehen auf und es ist so ein benebelt sein als hätte man was getrunken und so ein Gefühl als könnte man vom Hirn aus nicht mehr richtig atmen.
Hatte ich vorher aber nie.
Vielleicht eine Histaminintoleranz. Ich habe eine sehr starke Histaminintoleranz, was sicher von der Leber kommt. Ich weiß, dass damit auch einige andere MW-Patienten Probleme haben.
Allerdings hatte ich ein Karzinoid in der Lunge, das im April entfernt wurde und bei solchen Karzinoiden kann das Histamin auch erhöht sein.
Da ich auch hinterher noch erhöhtes Histamin habe, ist das entfernte Karzinoid daran sicher nicht allein schuld ...
Bei mir stellt sich noch die Frage, ob ich noch weitere neuroendokrine Tumore habe und ob ich evtl. das "von Hippel-Lindau-Syndrom" habe (dabei hat man eine Veranlagung zu gut- und bösartigen Tumoren).
Tumore sollen auch zu Kupfererhöhungen führen können. Aber dazu gibt es sicher so gut wie keine fundierten Erkenntnisse.


Was ist eigentlich eine Ataxie?
Ataxien sind bei einigen neurodegenerativen Erkrankungen möglich. Es handelt sich um eine Störung der Koordination. Man kann nicht mehr richtig balancieren beim Laufen und man läuft wie ein Betrunkener.
Der Neurologe läßt zum Test der Ataxie den sog. "Seiltänzergang" durchführen. D. h. man läuft auf einer gedachten Linie ganz langsam und setzt einen Fuß vor den anderen. Kann man dies ohne zu Schwanken, hat man wohl keine Ataxie. Ich kann das nicht. Ich schwanke dabei so stark, dass ich fast hinfalle. Man kann es auch noch mit geschlossenen Augen probieren. Bei mir geht das noch weniger.
Ich kann nur ganz schnell gehen. Langsames Gehen und vor allem (längeres) Stehen sind für mich fast unmöglich.
Ebenso äußert sich die Ataxie, dass ich z. B. keine volle Tasse ohne etwas zu verschütten von A nach B tragen kann. Wenn man auf Veranstaltungen z. B. Kaffee und Kuchen an einer Theke abholen muss, habe ich ganz schlechte Karten, weil ich das nicht schaffe.

Naja ich versuche ja nicht krampfhaft Symptome vom MW zu suchen aber ich neige halt zur Fachsimpelei, auch wenn nur ein paar dabei sind und ich im Moment noch nicht mehr weiß.

Es gibt ja auch einige Dinge die gegen einen MW sprechen:

-zb sollte der KF Ring ja bei 95 Prozent der neurologisch-psychiatrischen Fälle da sein (hab ich wo gelesen)
Den haben die meisten MW-Patienten, die ich kenne, nicht.
Da er ein Symptom des Endstadiums ist und viele vor dem Endstadium schon therapiert werden, dürfte seine Häufigkeit abnehmen. Früher dauerte es länger, bis ein MW-Patient diagnostiziert wurde. D. h. da hatte die Patienten sicher öfters den Ring.


-es gab bei mir noch nie Anzeichen von Hämolyse oder Anämie, sogar trotz des eher niedrigen Ferritins- (was vielleicht sogar schon mal noch niedriger war und Fleisch esse ich ja auch nicht wirklich oft) -stehen Hb, Hkt, MCV eigentlich sehr gut da, auch die Leukozyten sind eher am oberen Rand und die roten Bk schon seit Jahren immer schön mittig.
Zeichen einer Hämolyse kann eine Atemnot sein und eine enorme Übelkeit. Ich hatte immer wieder mal solche Phasen, wobei leider die Ärzte selbst nie darauf gekommen wären und als ich ein Mal auf diese Möglichkeit hinwies, hat man mich nicht ernst genommen. sondern mir nur eine Infusion mit Kochsalzlösung gegeben. Danach ging es mir keinen Deut besser... Aber glücklicherweise gingen diese Zustände immer vorbei, ohne dass es Komplikationen gab.

-von `nem Tremor wüsste ich auch nix obwohl ich sehr ungeschickte Hände habe
Tremor tritt auch bei vielen MW-Patienten nicht auf. Auf der Mitgliederversammlung sehe ich viele MW-Patienten. Kaum einer hatte da mal einen Tremor.

Gerinnungsstörung wäre auch möglich, das Ganze hab ich jetzt seit mehreren Monaten aber so dass ich stark bluten würde wäre mir nicht aufgefallen.

Das blöde ist ja dass das die Kassen das meistens nicht zahlen wenn im normalen Blutbefund gewisse Laborwerte noch in der Norm oder gar unauffällig sind, im Fall MW bzw Leberkrankheiten wären das wohl Transaminasen oder wenn die Cholinesterase schon unter die Norm gefallen wäre.
Ja, bei der MW-Diagnostik sehe ich normale Leberwerte als großes Problem an. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb man einen MW auch bei typischen Symptomen nicht in Betracht zieht. Die meisten Ärzte erwarten beim MW, dass die Leberwerte erhöht sind. Ist aber nicht immer so.
Wurde bei Dir schon mal GLDH untersucht?
Das ist ein Leberwert, der bei mir immer sehr auffällig war. Teils war er mehr als 5-fach erhöht. Erst seitdem ich Urso bzw. Ursofalk einnehme, ist der Wert und die anderen Leberwerte wieder normal.


Die wollen ja auch einsparen.
Wo ich vielleicht gute Chancen auf eine Bestimmung über die Kasse habe wäre das Ferritin wenn ich es nochmal machen lasse (hab ja jetzt einen neuen Arzt), weil das Serumeisen ja zu hoch war und sogar mit einem * vermerkt.
Das erhöhte Serumeisen in Verbindung mit der relativ hohen Transferrinsättigung könnten vielleicht eine Untersuchung wegen Hämochromatose rechtfertigen?

Innsbruck ist von mir leider genauso weit weg wie Wien, liege da blöderweise dazwischen.

Dass man sich oft mal irren kann was Symptome und mögliche Diagnosen betrifft habe ich ja selber erfahren, zb hatte ich aufgrund der Beschwerden und der Verbindung zu dem Eisenpräparat (und ich bin mir trotzdem sicher dass es die gibt) mit einem eher hohen Ferritin gerechnet.
Rausgekommen ist dann was anderes.
Und es irren sich in den Anfangsstadien vieler Krankheiten ja sogar viele Ärzte.

Was ich aber stark vermute ist dass ich wahrscheinlich irgendeine Systemerkrankung habe, die mit (den meisten) meiner Beschwerden irgendwo eine Verbindung haben muss.
Sonst würden sich die Symptome bei mir nicht so anhäufen und auch an manchen Blutwerte nicht schon sehr grenzwertige Befunde zu sehen sein.
Könnte aber von der Schilddrüse oder dem Immunsystem bis zur Leber eigentlich fast alles sein.
Ja, die Suche nach der Systemerkrankung ist schon sinnvoll. Ich würde eine evtl. Histaminintoleranz auch nicht als eigenständige Krankheit sehen, sondern als Folge einer anderen Störung (der Leber, der Nieren, etc.).
Ebenso sind Darmprobleme oft auch die Folge einer Leberkrankheit. Fäulnisbakterien entstehen, wenn die Leber nicht richtig arbeitet und ist der Darm deswegen nicht in Ordnung, kommen andere Symptome dazu.

Und ich denke, dass ein Mensch mit einer kranken Leber auch weniger Amalgam verträgt, d. h. dass die Amalgamproblematik nur dann Folgen hat, wenn jemand schon eine Grunderkrankung hat. Vielleicht haben deshalb doch etliche Menschen keine Probleme durch Amalgam?
Auch wenn das Forum den Titel trägt: Das Ende der Symptombehandlung, so behandeln die Amalgamgeschädigten nur die Symptome und suchen erst gar nicht eine evtl. Grunderkrankung.

Und ich werde auch alles dafür tun um es rauszufinden bzw um es wieder zu verbessern.

Gruß
Margie

Geändert von catlady (Heute um 07:52 Uhr)
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
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Hallo margie und Malve

@margie

-Nägel:
Ja bei mir sehen die Nägel auch so aus, oben ein rötliches Band, sonst hell aber jetzt nicht extrem weißlich und unten das violett-bläuliche geht immer mehr Richtung Halbmonde, während diese immer kleiner werden bzw verschwinden.
Bei zwei Fingern ist dieser Halbmond mittlerweile etwas dunkler violett-bläulich anstatt weiß.

-Hämolyse:
Kann ich mir bei meinem guten roten Blutbild nicht so recht vorstellen und Bilirubin war auch nie erhöht.
Allerdings hab ich in Erinnerung dass ich vor mehreren Jahren mal die roten Bk an der unteren Grenze hatte, ansonsten hab ich die jetzt immer schon bei ca. 4,7.
Atemnot und Übelkeit zusammen (so mittelstark) hab ich schon öfters, aber ich muss dann eher Luft aufstoßen und nie erbrechen. Im linken Oberbauch ist ja die Milz und ich hab das Ziehen öfters auch beim Atmen gespürt. Zu einer Zeit wo das mal ärger war hatte ich aber wie immer einen guten Hb zwischen 14 und 15.

-Pankreas: Hier nochmal meine Pankreas-Werte und Blutzuckerstoffwechsel:

Amylase 37 C 33 U/l (15-53)
Lipase 37 C 28 U/l (13-60)
Hb1Ac 4,9 Prozent (3,4-6,0)

Ob man die Pankreas auch nicht so gut im Ultraschall gesehen hat weiß ich leider nicht, kann aber gut sein. Der Stuhlgang wechselt ja auch manchmal zwischen lehmfarben und normal, beim Druckgefühl hab ich öfters einen lehmfarbenen.

-Was mir auch auffällt ist oft erhöhter Harndrang, besonders im Liegen oder wenn mir kalt ist. Weiters bin ich da stark koffeinempfindlich. Diabetes, Herz und Nieren sind es aber nicht.
Manchmal hab ich Heißhunger gleichzeitig mit Stuhl (kein DF) - und Harndrang.

Ich erinnere mich aber dass ich gewisse Symptome wie Harndrang und hin und wieder diese Druckschmerzen schon als Kind hatte, aber da gings mir so noch ganz gut, der Druck war nicht chronisch und ich konnte das auch noch nicht zuordnen.

-Histamin:
Habe ich vor Jahren mal durchprobiert, merkte aber keinen Unterschied zwischen ohne Histamin und viel Histamin, dh dass es besser oder schlechter wurde. Ob sich da in meinem Körper mittlerweile was geändert hat kann ich aber zurzeit nicht beurteilen.
Das letzte Mal wo ich mich so benommen gefühlt habe war nach einem Ei und etwas Reis.

Die Benommenheit und Atemnot fühlt sich bei mir so an als wäre der Kopf irgendwie müde und manchmal fühle ich auch so einen Druck im Hals/Magen und Luftröhre-Bereich dabei.
Lungenkrebs hab ich glaube ich nicht (hoffe ich zumindest, weil ich war mal für einige Jahre Raucherin)-der Lungenfunktionstest im Januar ist auf jeden Fall normal verlaufen.
Ich hoffe man konnte bei dir das Karzinoid mittlerweile erfolgreich bekämpfen und dass du diese Krankheit mit den Tumoren nicht hast.

-Ataxie:
Ich kann auch nicht langsam gehen, sondern mache das immer automatisch hektisch und beim Stehen macht entweder die Koordination nicht lange mit oder ich werde vom Kopf aus hibbelig und unruhig. Gerade gehen kann ich aber schon, obwohl ich manchmal auch etwas torkle.
Dinge fallen lassen tu ich auch schnell oder Tassen verschütten und auch meine Schrift ist eher krakelig. Könnte aber auch sein dass ich eigentlich nur eine Grobmotorikerin bin, mit der Feinmotorik stand ich immer schon auf Kriegsfuß. Bei der Motorik hab ich das Gefühl dass sie sich manchmal auch verschlechtert, dann wieder etwas besser wird und so hin und her. Und oft kann ich mit dem Kopf auch nicht wirklich dabei sein.
Aber das wird bei mir ohnehin alles auf ADHS geschoben.

-KF-Ring:
Dann haben die also wieder mal gelogen, als ich las dass 95 Prozent der MW-Patienten mit neurologischen Symptomen bereits als junge Erwachsene einen KF-Ring haben. Sowas hab ich sogar im Englischen gefunden, obwohl die normalerweise eh immer weiter sind mit der Forschung.
Ich glaube dir das aber, wenn du selber viele Betroffene ohne KF-Ring kennst.

-GLDH
Könnte sein dass es mal dabei gewesen ist, beim letzten Blutbild war es jedoch nicht drauf. Da wurde nur LDH bestimmt und das war schön in der Norm, weder im tiefen noch im hohen Bereich. GLDH ist ja was anderes wie LDH denke ich mal?
Mit den einzelnen Leberwerten hab ich mich vorher nie so genau beschäftigt.

-Amalgam:
Zu Amalgam sehe ich nicht einmal einen direkten Bezug, die Beschwerden begannen schon als ich noch keine einzige Plombe hatte (und meine Mutter hatte auch nicht so viele drin). Nachdem ich mal ein paar Füllungen bekam hat sich auch nix verschlimmert bei meinen Symptomen. Vor ca. 2 Jahren hab ich mir zwei Amalgamzähne ganz ziehen lassen, die hätten restauriert werden sollen aber ich wollte sie gleich loswerden.Jetzt hab ich nur noch eine kleine Plombe.
Allerdings habe ich schlechten Zahnschmelz.

-Transaminasen: Ich glaube sogar erst gerade gelesen zu haben dass bei Leberkrankheiten gelegentlich sogar paradox und inapropriat niedrige Transaminasen vorkommen können....

-Kalium, ist mir aufgefallen ist auch schon recht weit unten
Mein Wert: 3,71 mmol/l (3,50-5,40)

Bin irgendwie schon nervös wie der neue Arzt auf die Untersuchungswünsche von mir reagieren wird, hab die Situation schon tausendmal durchgespielt, aber ich hoffe dass ich nicht in Erklärungsnot komme falls er genauer nachhakt.


@Malve

-Amalgam: zwei größere Plomben sind raus, jetzt hab ich nur noch eine kleine die ich erstmal drin lassen werde. Die Zähne wurden ganz entfernt, da sie ohnehin Wurzelprobleme hatten, und da ich das Amalgam einfach loswerden wollte hab ich sie ganz ziehen lassen. Die Problemzähne waren zum Glück hinten und die Lücken sind somit auch ästhetisch kein großes Problem.

-Schilddrüse: Wie schon vor Jahren sind die freien Werte im tiefen Normbereich, auch beim TSH tut sich nicht viel, obwohl der bei solchen Werten eigentlich längst ansteigen müsste.
Eine Hirnanhangdrüsenunterfunktion ist es wahrscheinlich nicht, weil schon mehrere Hormone bestimmt wurden, einige sind zwar auch nicht optimal aber dafür das Cortisol etwas hoch.
Viele Symptome passen nicht zu einer typischen UF, ein paar aber schon.
Antikörper wurden da glaube ich mal bestimmt, anscheinend negativ.
In der nuklearmedizinischen Abteilung wo ich jetzt überwiesen worden bin will man aber mehr Untersuchungen machen.

aktuelle Werte:

TSH: 0,76 uU/ml (0,50-3,00)
ft3: 3,9 pmol/l (3,0-7,5)
ft4: 1,12 ng/dl (0,80-2,00)

TSH und ft4 sind sogar gaaanz leicht "gestiegen" im Vergleich zur letzten Bestimmung.

-HIT: siehe oben bei der Antwort für margie unter -Histamin

-Gluten: hab ich 2-3 Monate durchgezogen, kann aber sein dass es mit Gluten länger dauert damit es besser wird. Hab damals auch glutenfreies Brot gekauft bzw mit gl-freien Mehl gebacken. Habe nicht wirklich Unterschiede gemerkt.

-Darm: Candida Selbsttest ist nie so eindeutig gewesen, allerdings gibts ja auch Schimmeltoxine und mir ist es glaub ich in der Vergangenheit schon paarmal passiert dass ich was gegessen habe was nimmer so "neu" war, obwohl man noch keinen Schimmel gesehen hat.

Womit ich jetzt anfangen werde ist: Wiederholung Ferritinwert, Ceruloplasmin und Serumkupfer

danach ANA Wert mal wieder kontrollieren und die autoimmunen Leberkrankheiten, vielleicht komm ich irgendwie auch an ein Oberbauch CT, der Ultraschall war ja nicht wirklich hilfreich wegen zuviel Luft im Bauch.

eine genaue Schilddrüsen- und hormonelle Abklärung steht auch noch an

Ich versuche diesmal wirklich die Übersicht zu behalten über meine Untersuchungen, teilweise wusste ich ja wirklich nicht mehr was schon gemacht wurde und was nur so halb halb oder was gar nicht dabei war. Lasse mir jetzt auch immer alles kopieren.

Leider hat mein damaliger Hausarzt, wo ich zwar auch öfters selbst zahlen musste aber der mich wegen der Untersuchungen wenigstens nicht blöd angeredet hat, seine Praxis wegen Umzug geschlossen, dann hatte ich wieder den alten der mich immer komisch angemacht hat. Genauso wie wenn er länger nicht da war.
Und jetzt bin ich gespannt auf den neuen, wie der wohl reagiert wenn ich ihn mit etwas "unüblichen"
Laboruntersuchungswünschen konfrontiere.

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo

War ja gestern beim Arzt, und er hat mir, als ich ihm gesagt habe dass ich Ferritin, Ceruloplasmin und Serumkupfer bestimmen lassen möchte, nicht mal komische Fragen gestellt, ob ich Verdacht auf Morbus Wilson oder sowas hätte.
Mit Eigenverdacht, besonders auf unübliche Erkrankungen, kommt man als Nichtmediziner ja schon irgendwie ein wenig strange rüber....

Habe ihm das mit den Spurenelementen erzählt und wie ich auf das Eisen reagiert habe (stimmt ja sogar), Serumeisen erhöht ist etc..., er hat mich ernst genommen, mir das Blut abgenommen und er meinte dass er die Werte vielleicht sogar auf Kassenleistung kriegen könnte.

Er war auch allgemein ganz nett und ich bin sehr froh dass ich auf Anhieb so einen sympathischen neuen HA gefunden habe.

melde mich wieder wenn die Werte da sind.

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

margie ist offline
Beiträge: 4.567
Seit: 02.01.05
Hallo Catlady,

ich werde wieder meine Antworten in kursiver Schrift hinter Deinen Text schreiben:


-Nägel:
Ja bei mir sehen die Nägel auch so aus, oben ein rötliches Band, sonst hell aber jetzt nicht extrem weißlich und unten das violett-bläuliche geht immer mehr Richtung Halbmonde, während diese immer kleiner werden bzw verschwinden.
Bei zwei Fingern ist dieser Halbmond mittlerweile etwas dunkler violett-bläulich anstatt weiß.

Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht mal genau, wie ein gesunder Fingernagel normalerweise aussieht. Normal sind meine Nägel aber sicher nicht, da ich teils auch leichte Querwellen habe.



-Hämolyse:
Kann ich mir bei meinem guten roten Blutbild nicht so recht vorstellen und Bilirubin war auch nie erhöht.
Allerdings hab ich in Erinnerung dass ich vor mehreren Jahren mal die roten Bk an der unteren Grenze hatte, ansonsten hab ich die jetzt immer schon bei ca. 4,7.
Ich vermute, dass die Werte sich schnell ändern können, falls man mal eine heftigere Hämolyse hat, d. h. wenn Du nicht wöchentlich die Werte bestimmt bekommst, dann könnte Dir eine vorübergehende Verschlechterung "entgehen".
Bei mir ist auch immer nur das Haptoglobin auffällig, was auf eine latente Hämolyse hinweisen kann.

Atemnot und Übelkeit zusammen (so mittelstark) hab ich schon öfters, aber ich muss dann eher Luft aufstoßen und nie erbrechen. Im linken Oberbauch ist ja die Milz und ich hab das Ziehen öfters auch beim Atmen gespürt. Zu einer Zeit wo das mal ärger war hatte ich aber wie immer einen guten Hb zwischen 14 und 15.
Ich hatte früher auch oft einen hohen Hb-Wert und relativ hohe Erys.


-Pankreas: Hier nochmal meine Pankreas-Werte und Blutzuckerstoffwechsel:

Amylase 37 C 33 U/l (15-53)
Lipase 37 C 28 U/l (13-60)
Hb1Ac 4,9 Prozent (3,4-6,0)

Die Werte sind völlig unauffällig. Jedoch kann sich auch dies schnell ändern: D. h. eine akute Pankreatitis kann schnell mal die Werte erhöhen. Die Lipase sinkt auch relativ schnell wieder.

Ob man die Pankreas auch nicht so gut im Ultraschall gesehen hat weiß ich leider nicht, kann aber gut sein. Der Stuhlgang wechselt ja auch manchmal zwischen lehmfarben und normal, beim Druckgefühl hab ich öfters einen lehmfarbenen.
Hellen Stuhl würde ich evtl. mit dem Pankreas in Verbindung bringen, vor allem, wenn er gelblich ist.

-Was mir auch auffällt ist oft erhöhter Harndrang, besonders im Liegen oder wenn mir kalt ist. Weiters bin ich da stark koffeinempfindlich. Diabetes, Herz und Nieren sind es aber nicht.
Manchmal hab ich Heißhunger gleichzeitig mit Stuhl (kein DF) - und Harndrang.
Ich habe auch öfters Druckgefühl im re. Oberbauch (Lebergegend). Ich vermute dahinter die Leber.

Ich erinnere mich aber dass ich gewisse Symptome wie Harndrang und hin und wieder diese Druckschmerzen schon als Kind hatte, aber da gings mir so noch ganz gut, der Druck war nicht chronisch und ich konnte das auch noch nicht zuordnen.

-Histamin:
Habe ich vor Jahren mal durchprobiert, merkte aber keinen Unterschied zwischen ohne Histamin und viel Histamin, dh dass es besser oder schlechter wurde. Ob sich da in meinem Körper mittlerweile was geändert hat kann ich aber zurzeit nicht beurteilen.
Das letzte Mal wo ich mich so benommen gefühlt habe war nach einem Ei und etwas Reis.
Histaminreaktionen können oft erst nach vielen Stunden auftreten. Ich gehe bei mir davon aus, dass sie erst am späten Abend und in der Nacht auftreten und auch noch am nächsten Morgen.
Wenn ich das Histamin um ca. 11 Uhr nüchtern schon habe bestimmen lassen, war es erhöht, d. h. wenns vom Essen kommt, muss das Essen vom Vortag den Wert erhöht haben. Abends habe ich leider noch nie Histamin bestimmen lassen.


Die Benommenheit und Atemnot fühlt sich bei mir so an als wäre der Kopf irgendwie müde und manchmal fühle ich auch so einen Druck im Hals/Magen und Luftröhre-Bereich dabei.
Lungenkrebs hab ich glaube ich nicht (hoffe ich zumindest, weil ich war mal für einige Jahre Raucherin)-der Lungenfunktionstest im Januar ist auf jeden Fall normal verlaufen.
Ich hoffe man konnte bei dir das Karzinoid mittlerweile erfolgreich bekämpfen und dass du diese Krankheit mit den Tumoren nicht hast.
Ich denke, dass man, wenn man schon mal ein Karzinoid hatte, erst Entwarnung geben kann, wenn in den nächsten ca. 10 Jahren kein weiteres gefunden wird. Meines war immerhin schon 10 Jahre vor der Operation in MRT´s zu sehen (wurde leider stets fehlinterpretiert).

-Ataxie:
Ich kann auch nicht langsam gehen, sondern mache das immer automatisch hektisch und beim Stehen macht entweder die Koordination nicht lange mit oder ich werde vom Kopf aus hibbelig und unruhig. Gerade gehen kann ich aber schon, obwohl ich manchmal auch etwas torkle.
Dinge fallen lassen tu ich auch schnell oder Tassen verschütten und auch meine Schrift ist eher krakelig. Könnte aber auch sein dass ich eigentlich nur eine Grobmotorikerin bin, mit der Feinmotorik stand ich immer schon auf Kriegsfuß. Bei der Motorik hab ich das Gefühl dass sie sich manchmal auch verschlechtert, dann wieder etwas besser wird und so hin und her. Und oft kann ich mit dem Kopf auch nicht wirklich dabei sein.
Aber das wird bei mir ohnehin alles auf ADHS geschoben.
Eine schlechte Schrift bzw. Verschlechterung der Schrift wäre nicht ungewöhnlich beim MW. Ataxien sind beim MW auch häufiger.

-KF-Ring:
Dann haben die also wieder mal gelogen, als ich las dass 95 Prozent der MW-Patienten mit neurologischen Symptomen bereits als junge Erwachsene einen KF-Ring haben. Sowas hab ich sogar im Englischen gefunden, obwohl die normalerweise eh immer weiter sind mit der Forschung.
Ich glaube dir das aber, wenn du selber viele Betroffene ohne KF-Ring kennst.
Ja, es wird schon behauptet, dass so viele mit einem neurologischen MW einen KF-Ring hätten. Doch vermutlich kenne ich davon weniger MW-Fälle und umso mehr jene, die keinen KF-Ring haben. Ich vermute eben, dass die hohe Prozentangabe früher mehr zugetroffen hat als heute. Denn wenn die Diagnosemethoden besser werden, werden doch viele früher diagnostiziert und haben dann (noch) keinen KF-Ring. D.h. der Prozentsatz müsste sich nach unten verändern, je früher die Diagnosestellungen sind.

-GLDH
Könnte sein dass es mal dabei gewesen ist, beim letzten Blutbild war es jedoch nicht drauf. Da wurde nur LDH bestimmt und das war schön in der Norm, weder im tiefen noch im hohen Bereich. GLDH ist ja was anderes wie LDH denke ich mal?
GLDH ist ein anderer Wert wie LDH.
GLDH ist ein Leberwert. Frage mich aber nicht, wie der Zusammenhang zu den anderen Leberwerten ist.
Jedenfalls war dieser Wert, derjenige aller Leberwerte, der am auffälligsten war, denn eine 5-fache Erhöhung hatte ich sonst bei noch keinem Leberwert.


Mit den einzelnen Leberwerten hab ich mich vorher nie so genau beschäftigt.

-Amalgam:
Zu Amalgam sehe ich nicht einmal einen direkten Bezug, die Beschwerden begannen schon als ich noch keine einzige Plombe hatte (und meine Mutter hatte auch nicht so viele drin). Nachdem ich mal ein paar Füllungen bekam hat sich auch nix verschlimmert bei meinen Symptomen. Vor ca. 2 Jahren hab ich mir zwei Amalgamzähne ganz ziehen lassen, die hätten restauriert werden sollen aber ich wollte sie gleich loswerden.Jetzt hab ich nur noch eine kleine Plombe.
Allerdings habe ich schlechten Zahnschmelz.
Also mit den wenigen Füllungen würde ich bei Deinen Problemen nicht an Amalgam denken.
Ich hatte mal rd. 20 Füllungen und glaube auch nicht, dass die meine Probleme erklären können.


-Transaminasen: Ich glaube sogar erst gerade gelesen zu haben dass bei Leberkrankheiten gelegentlich sogar paradox und inapropriat niedrige Transaminasen vorkommen können....
Ja, das ist interessant. Ich habe nämlich eine Zeitlang auch ungewöhnlich niedrige Leberwerte gehabt. Ca. vor 12 Jahren, als die Normwerte noch bis ca. 18 gingen, waren meine Leberwerte einstellig. Das hatte mich damals extrem gefreut, weil ich zuvor schon deutlich erhöhte Leberwerte mal hatte.

-Kalium, ist mir aufgefallen ist auch schon recht weit unten
Mein Wert: 3,71 mmol/l (3,50-5,40)
Ist auch bei mir so. Ist Magnesium auch auffällig. Magnesium- und Kaliummangel treten oft gemeinsam auf.
Magnesiummangel wird teils mit der Leber in Verbindung gebracht.

Bin irgendwie schon nervös wie der neue Arzt auf die Untersuchungswünsche von mir reagieren wird, hab die Situation schon tausendmal durchgespielt, aber ich hoffe dass ich nicht in Erklärungsnot komme falls er genauer nachhakt.
Wenn man Situationen vorher durchspielt, kommt es oft anders, als man denkt. So kenne ich das bei mir. Ich mache mir eine Liste und beim Arzt komme ich dann oft nicht dazu, die Punkte der Liste überhaupt anzusprechen. Sei es weil der Arzt schon von vornherein auf ganz andere Dinge zu sprechen kommt, sei es weil ich fürchte, dass er mich nicht ernst nimmt, wenn ich manche Punkte ansprechen würde.
Aber vielleicht klappt es bei Dir so, wie Du es Dir vorstellst. Wenn Du nervös bist, solltest Du die Nervosität nicht zeigen. Ich habe bei mir immer wieder festgestellt, wenn man fahrig und nervös wirkt, erreicht man selten das, was man sich vorgenommen hat.


Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

Coeruloplasmin beim Hausarzt bestimmen lassen?

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo margie

Das mit den Nägeln war mir auch nie so wirklich bewusst. Bin allerdings vor längerer Zeit mal auf einen sehr interessanten Artikel gestossen, wo es darum ging dass die Fingernägel ein Spiegel der Gesundheit und Vitalstoffversorgung sein können, vor allem was die Farbe und das Verteilungsmuster betrifft.
Da ich ohnehin schon seit der Kindheit zu Blutungen unterhalb der Nägel (wo eigentlich schon die normale Haut ist) neige und ich zudem an der rechten Hand etwas krumme Finger habe (hatte aber nie Gelenkprobleme und Schmerzen dadurch, dürfte also eher knochen- und belastungsbedingt sein (Schreiben)) , ist mir natürlich auch immer schon aufgefallen dass auch meine Nägel sich irgendwie ins Unregelmäßige verändern.
Früher dachte ich aber nicht, dass das gesundheitliche Bezüge haben könnte.
Erst seit ich mich näher damit beschäftige, vergleiche ich meine Nägel auch öfters mit denen anderer und stelle fest, dass sie bei anderen immer wieder das selbe Muster oder ein ähnliches Muster haben, wovon ich sehr abweiche.
Was ich komischerweise aber nur sehr minimal habe, sind diese weißen Flecken an den Fingernägel die man HPUlern ja immer wieder nachsagt.

Wöchentlich wird mein Hb jetz nicht gerade bestimmt, im Normalfall so ca alle zwei Jahre.
Aber mir wurde mal gesagt dass ich vorübergehend blass geworden bin, als es mir vor einiger Zeit mal eine Weile überhaupt nicht gut ging (Herzrasen, Atembeschwerden und Übelkeit). Und normalerweise bin ich nicht blass.`Ne Hämolyse dauert aber sicher länger als ein, zwei Stunden und das aktuelle Alpha2 Globulin war ja bei mir bei 8,3 Prozent, was ja ganz normal ist.
Haptoglobin wurde nicht bestimmt.

Der Stuhl ist halt öfters so breiig und ja er geht in Richtung gelb, dann wieder normal, der Druckschmerz ist aber immer nur rechts oben, manchmal ist es auch ein leichtes brennendes Ziehen.

Die Benommenheitsgefühle hab ich erst, seitdem diese allgemeinen Reaktionen auf die Eisentabletten aufgetreten sind, Tomaten, Käse, Wein, Pizza ess ich eigenltich selten aber Histamin ist sicher noch wo anders auch drinnen. Vielleicht hat ungebundenes Eisen ja auch irgendwo einen Bezug zu Histamin.

Die Normwerte bei den Transaminasen gehen ja heutzutage bis 35 und ich habe gar einen GPT von 8 und einen GOT von 16.
Allerdings hat man bei mir noch nie erhöhte Transaminasen festgestellt.
Einmal vor knapp 3 Jahren als ich auch eine Weile chronische Druckgefühle im rechten Oberbauch und Stuhlentfärbung hatte, waren die Werte auch normal, laut Arzt. Aber ich weiß nicht ob sie damals bei 10, 15 oder 30 waren.
Bei der aktuellen Bestimmung wo ich zwar jetzt ständig an Müdigkeit leide (was früher nicht der Fall war), waren die Werte so niedrig. Allerdings hab ich, soweit ich mich erinnere diese Oberbauchbeschwerden da gerade nicht gehabt. Das wechselt ja immer und meistens werden die gegen Abend stärker wenn sie da sind.
Wache auch öfters ohne Grund zwischen 12 und 3 Uhr auf, aber das ist auch eher phasenweise so.
Angeblich soll ja auch das Serumeisen nachmittags und abends höher sein als zb morgens und nüchtern.

Magnesium wurde nicht bestimmt, könnte ich aber auch mal machen denn es soll ja sogar Leute geben die Mg nicht richtig verwerten können...

Wenn sich jetzt Ferritin wieder als eher nieder rausstellt, es auch kein MW ist, mit der Pankreas alles o.B. ist und man gar in der Nuklearmedizin nicht rausfindet warum mein TSH nicht proportional zum tiefen ft3 und ft4 ansteigt, tja dann bin ich mit meinem Latein echt am Ende und die Ärzte vermutlich auch...
Mein größter Alptraum wäre ja, was zu haben was der Medizin in der Form noch gar nicht bekannt ist, irgend `ne neue Stoffwechselstörung, komische Eisenverwertungsstörung oder weiß der Geier was...
Aber ich denke das wäre dann wohl auch eher unwahrscheinlich weil heutzutage kennt man ja wirklich schon alles Mögliche.

Geändert von catlady (10.10.12 um 19:51 Uhr)

Die Werte sind da...

catlady ist offline
Themenstarter Beiträge: 840
Seit: 29.09.12
Hallo @margie und @all

War heute beim Arzt und die Werte sind da, liegt alles im Normbereich.
Beim Ferritin gabs entweder wirklich `nen Laborfehler oder es könnte auch an dem anderen Referenzbereich liegen, der diesmal dabei stand.Aber es ist trotzdem nicht erhöht und liegt eher mittig. Könnte aber auch sein dass sich die Eisenverwertung quasi "normalisiert" hat und dass da bei mir vielleicht immer eine Art hin und her stattfindet. Das Serumeisen war diesmal aber nicht dabei.

Das Ceruloplasmin geht komischerweise nicht bis 60 wie ich hier im Forum oft gelesen habe, sondern in diesem Labor nur bis 45.Also der Referenzbereich für Cp.

Schwer zu sagen wie man das dann einordnen sollte wenn der Referenzbereich anderst ist und dann auch nicht mal so hoch geht.

Coeruloplasmin 19 mg/dl (16-45)
Kupfer 79 ug/dl (65-165)
freies Kupfer- (kann sein dass die Formel nicht gültig ist in meinem Fall wegen dem Referenzbereich und weil Ceruloplasmin auch nicht zu niedrig ist)

-komm ich auf 22 aber das stand nicht am Laborzettel. Habe gegoogelt und lese von total im Normbereich bis ein bisschen zuviel (bis 15) alles mögliche.
Also bin ich wiedermal so schlau wie vorher.

Ferritin 92 ug/l (10-160)

Plötzlich gestiegen ? von 36 obwohl ich keine Eisentabletten nehme, nicht viel Fleisch gegessen habe und auch die Erkältung schon abgeklungen war.

Zum Cp nochmal: Ich habe glaub ich ein paar Tage vorher (wie ich noch erkältet war) mal 200 Prozent vom Tagesbedarf an Vitamin C eingenommen-Brause (hab gar nicht mehr dran gedacht), es ist auf jedenfall unter einer wirklich hochdosierten Menge wie zb 1 Gramm gewesen und ich weiß jetzt nicht genau ob es nicht vielleicht bei dieser Menge nicht auch schon verfälscht sein könnte. (falsch niedrig)

Bestimmt wurde der Wert 8 Stunden nach Abnahme, also noch am selben Tag, da dürfte er wohl gültig sein.

Bin ja auch erst heute die Werte abholen gegangen weil ich jetzt 2 Tage lang einen wirklich schlimmen Migräneanfall hatte (so lang hab ich das normal nie) mit extremen Schmerzen, Schwäche, Harndrang, Übelkeit und allem drum und dran.
Dem häufigen Harndrang muss ich übrigens auch mal auf den Grund gehen, denn wenn es nicht Diabetes und Herz und Nieren sind, irgendwo muss der Hund ja trotzdem begraben liegen wenn das so oft auftritt. Gottseidank krieg ich nur manchmal auch etwas mehr Durst dadurch (leicht dehydriert) und nicht ständig, aber die Klorennerei kann echt nervig sein.
Kenne das eigentlich schon seit Kindheit aber wurde ja auch nie was gefunden.

Am Mo gehts auf jeden Fall erstmal zum Nuklearmediziner und die Schilddrüse abchecken, vielleicht machen die mir die ANA Antikörper ja gratis mit wenn ich darum bitte und sage dass ich öfters ein Ziehen in den Fingern habe.
Und wenn nicht zahl ich sie mir eben, wie es aussieht muss ich die Kupferwerte jetzt wohl eh nicht zahlen.


Zu den Werten nochmal: Der Arzt meinte dass alles normal sei und dass ich noch keinen Kupfermangel(?) habe und lieber keine NEMs mehr nehmen sollte.
Habe gegoogelt und erfahren dass man auch bei Kupfermangel niedrige Werte hat.Hab ihm ja nix gesagt von MW Verdacht.

Vielleicht sollte ich ja auch wirklich erstmal Kupfer einnehmen und schauen wie es mir damit geht? Könnte ja wirklich sein....esse zwar gerne Nüsse und Schokolade aber anscheinend hat das gar nicht mal sooo viel Kupfer. Und Im Dezember/Januar hab ich auch täglich 10 mg Zink eingenommen.

Geändert von catlady (17.10.12 um 15:59 Uhr)


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