Untersuchung des Kupferstoffwechsels an einem Beispiel

31.08.07 21:39 #1
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Untersuchung des Kupferstoffwechsels an einem Beispiel

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
liebe margie,

du bist spitze und ich möchte mich herzlichst bei dir für alles bedanken!

wie schon geschrieben, werde ich das ganze kapitel hier ausdrucken und weiter leiten.
für alle, welche mir pn's zu diesem thema schicken, will ich versichern, dass ich sie nur weitergebe, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist. doch die freundin wird es eh nur ihren ärzten zeigen. ich bürge dafür.

wie ihr hier alle so lieb seid mit eurer hilfe, finde ich einfach gigantisch!
wirklich!
also ich kann meine dankbarkeit irgendwie nicht in worte fassen und bin jetzt deswegen einfach mal wieder still.

dankeschön!

viele liebe grüsse von shelley
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Untersuchung des Kupferstoffwechsels an einem Beispiel

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
hallo,

ich habe jetzt da im forum so augenbildchen gesehen.
ich denke, ich darf sie schon verlinken?

ich meine diese hier:

http://www.symptome.ch/vbboard/morbu...us-wilson.html

es ist so, dass diese freundin, von der ich in dem kapitel schreibe, auch diese dunkelblauen ringe um ihre hellblauen augen hat.
doch sie hat noch so ockergelblich bis ockergelbrötliche flecken innerhalb dieser dunkelblauen ringe.
die selben flecken hat sie aber auch bei dem schwarzen. pupille nennt man das?
bei dem schwarzen sind diese flecken aber grossflächiger und aussen, innerhalb des blauen ringes sind sie mehr langgezogen, dem ring entlang.

ich denke aber nicht, dass diese dunkelblauen ringe ein zeichen für mw sind.
ich denke, dass alle blauäugigen leute das haben und dass diese ringe das blau verschönern.



diese freundin bekam übrigens auch schon die fehldiagnosen von 'ms', über 'als', nach 'mg', mg-syndrom und solche dinge.
dich es waren alles fehldiagnosen.

das quecksilber soll sie nach klinghardt ausgeleitet haben. ganze 3 jahre lang.

sie konnte aber noch nicht in die mw-amulanz gehen. deswegen schrieb ich hier eigentlich nicht mehr. weil es keine neuigkeiten gibt.

viele liebe grüsse von shelley
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Untersuchung des Kupferstoffwechsels an einem Beispiel

Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
hallo,

ich bekam neue werte von betreffender person:

coeruloplasmin: 0.29 g/l (norm: 0.20 - 0.60)
kupfer: 13.5 mcmol/l (norm: 12.0 - 22.0)

also ich denke, das ist wirklich kein mw?

viele liebe grüsse von shelley

Untersuchung des Kupferstoffwechsels an einem Beispiel

margie ist offline
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

coeruloplasmin: 0.29 g/l (norm: 0.20 - 0.60)
kupfer: 13.5 mcmol/l (norm: 12.0 - 22.0)
Das freie Kupfer ist bei dieser Wertekonstellation ca. 0 bis 1,0, also nicht auffällig.
Das könnten aber auch Werte sein, die man nach einer Entkupferung haben kann.
Das Coeruloplasmin ist in einem Bereich, wo man durchaus noch MW haben kann, denn es kann sich, insbesondere wenn die Leber durch den evtl. MW schon geschädigt ist, erhöhen bei Leberzellnekrosen. Dann kann sog. Speichercoeruloplasmin aus den zugrunde gehenden Hepatozyten in den Blutkreislauf gelangen und damit das Coeruloplasmin erhöhen.
Also mit den Werten ganz sicher einen MW ausschließen, kann man m. E. nicht.
Ich selbst habe auch immer wieder mal Coeurloplasmin in dieser Höhe und mein Serum-Kupfer ist auch mal so hoch.
Und Coeruloplasmin kann auch bei Entzündungen etc. ansteigen, das muss man auch immer bedenken.

Wenn jemand schon entgiftet wurde, ist es m. E. noch viel schwieriger aus den danach sich ergebenden Werten MW zu bestätigen oder auszuschließen. Daher würde ich nach einer Entgiftung noch vorsichtiger bei der Bewertung der sich danach ergebenden Werte sein.

Gruß
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
liebe margie,

herzlichsten dank für deine antwort!

ich finde es super, wie du immer da bist mit deinen informationen.

dass die person eine kupferentgiftung machte, glaube ich nicht.

sie nahm mal vitamin c, doch das ist ja nicht gegen kupfer.
sie nimmt auch kein zink, was ja gut gegen mw ist.

ansonsten macht sie auch eine misteltherapie.

das mit der entzündung könnte noch stimmen.
sie soll ein wenig höhere körpertemperatur gehabt haben, als auch schon.
auch ihre leukozyten seien erhöht gewesen.
doch ich erachtete das bezüglich ihrer mw-suche als nicht relevant.

die anderen werde seien eigentlich mehr oder weniger okay gewesen.

ich denke, mw ist bei der frau ausgeschlossen.
ich weiss nicht, ob sie noch genauere teste machen wird.
vielleicht hat sie einen arzt, der einen gentest machen würde, vielleicht aber auch nicht.
den urintest macht wohl niemand bei so schönen vorwerten.

dankeschön nochmals für alles; deine shelley

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margie ist offline
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

Du schriebst über diese Freundin auch schon folgendes:
doch sie hat noch so ockergelblich bis ockergelbrötliche flecken innerhalb dieser dunkelblauen ringe.
die selben flecken hat sie aber auch bei dem schwarzen. pupille nennt man das?
Es gibt bei MW den "Sonnenblumenkatarakt", da haben die Augen Farbanteile wie bei einer Sonnenblume und diese Farbanteile sind kein Ring, sondern in der Form einer Blume verteilt. Und Ockergelb erinnert mich an die Farbe von Sonnenblumen.

das quecksilber soll sie nach klinghardt ausgeleitet haben. ganze 3 jahre lang.
Hat sie dabei auch Chelatbildner bekommen? Oder hochdosiert Zink? Dann hätte sie auch das Kupfer ausgeleitet.


Wegen des freien Kupfers:
Ich weiß von einem MW-Fall, der hat ein freies Kupfer von stets unter 5,0, oft sogar unter 1,0 und der hatte ein Leberkupfer von deutlich über 250 µg/g Trockengewicht, also mindestens das 1,6-fache von 250 und wird aufgrund dessen auf MW behandelt. Ich hätte bei dem niedrigen freien Kupfer nie erwartet, dass das Leberkupfer so hoch ist. Und der Patient ist schon über 40 Jahre alt.
Mir zeigt dieser Fall, dass MW ein Chamäleon unter den Krankheiten ist und bei MW wohl alles möglich ist.

Also einen 24h-Urin oder besser drei 24h-Urine würde ich immer für gerechtfertigt halten, wenn es um eine unklare Krankheit geht, bei der die Symptome denen eines MW ähnlich sind.
Allerdings sollte man dabei längere Zeit kein Zink und keine Hormone eingenommen haben und natürlich auch längere Zeit keine Chelatbildner. Unter länger verstehe ich einen Zeitraum von mind. 2 Monaten.
Sollte sie Zink nehmen, weißt Du ja, was ich dazu mal schrieb. Dass bei MW ein Absetzen des Zinks zu einem Leberversagen führen kann.

Also so ganz klar ist mir dieser Fall immer noch nicht.

Gruß
margie
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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
hallo,

ich wollte nochmals rasch abschliessend zu diesem fallbeispiel schreiben:

morbus wilson ist endgültig ausgeschlossen.

im 24-stunden urintest war trotz langer zinkabstinenz null kupfer zu finden.

damit ist ja mw aus dem raum.

die betroffene person muss also weiter suchen, was da nicht stimmt und was das mit diesem coruloplasmin und dem war.

viele liebe grüsse von shelley
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margie ist offline
Beiträge: 4.564
Seit: 02.01.05
Hallo Shelley,

im 24-stunden urintest war trotz langer zinkabstinenz null kupfer zu finden.
Wie hoch war der Wert denn genau?

Natürlich ist ein niedriger Kupferwert im Urin nicht verdächtig auf MW.
Es gibt allerdings, wenn die sonstigen Kupferwerte auffällig sind, dabei ein Rest-Risiko:
1. Viele Labore können kein korrektes Urinkupfer bestimmen, d. h. der Wert fällt falsch niedrig aus (Unterschiede bei mir waren bis zum 10-fachen, also ein Labor hatte einen Wert von z. B. 3 ermittelt, ein anderes aus demselben Urin einen Wert von 30 - öfters waren die Unterschiede beim 2 bis 3-fachen, d. h. ein Labor hatte einen Wert von z. B. 30, das andere einen Wert von 75 oder so <= die Zahlen sind nur Beispiele)
2. Manche Ärzte geben auf das Urinkupfer nicht allzu viel, d. h. sie halten andere Kriterien für ausschlaggebend wie z. B. das Leberkupfer

Vielleicht entwickelt sich bei der betreffenden Person aber auch erst ein MW, d. h. in vielleicht 5 Jahren könnten dann sich die Werte geändert haben. Das Urinkupfer ist hoch, wenn das freie Kupfer hoch ist, d. h. das Kupfer, das man bei MW mit dem Urin ausscheidet, ist das "freie Kupfer".

Beim Morbus Wilson wird vermehrt Kupfer mit dem Urin ausgeschieden, obwohl das gesamte Serumkupfer erniedrigt ist. Die erhöhte Kupferausscheidung spiegelt die Erhöhung der freien, nicht an Coeruloplasmin gebundenen Kupferfraktion wider.

Kupfer-Stoffwechsel - MedicoConsult


Wenn MW in der Anfangsphase ist, worauf ein evtl. erniedrigtes Serum-Kupfer wie auch ein erniedrigtes Coeruloplasmin hinweisen können, dann mag es vorkommen, dass das Urinkupfer noch nicht so hoch ausfällt.

Ich würde wie ich schon oft schrieb, immer alle Werte mehrfach bestimmen, bei MW noch viel mehr als bei anderen Krankheiten (weil bei MW die Werte stark schwanken können). Aber auch bei anderen Krankheiten würde ich mich nicht auf nur einen Wert verlassen.
Und bei Auffällgkeiten würde ich die Werte auch nach einem oder mehr Jahren immer wieder mal bestimmen lassen, denn es gibt nun mal die Möglichkeit, dass MW erst in einem späteren Lebensalter ausbrechen kann.



Gruß
margie



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Shelley ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.455
Seit: 28.09.05
liebe margie,

ein herzliches dankeschön für alles, was du tust!

der wert sei 0.00 mümol/l gewesen.
ein referenzwert sei nicht angegeben gewesen.
wahrscheinlich, weil ja eh null nix an kupfer zu finden war.

dankeschön und viele liebe grüsse von shelley
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