Eiweißreiche Ernährung - "gut" oder "schlecht"

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26.02.13
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Hallo,

ein vor kurzem im Spiegel veröffentlichter Artikel, in dem es um tierisches vs pflanzliches Eiweiß ging, hat mich nachdenklich gemacht, bzw. besonders die z.T sehr interessanten Kommentare darunter.

Da ich an einer Fäulnisflora leide und bei Eiweißreicher Ernährung deutliche Symptome zeige, wie vermehrter Harndrang und Muskelfaszikulationen, frage ich mich einerseits, ob eine Proteinreiche Ernährung eher förderlich für Heilungsprozesse im Körper oder hinderlich ist.

Folgendes (persönliches) Gedankenkonstukt verfolgt mich zZ.

Einerseits benötigt der Körper alle wichtigen Proteine in ausreichender Menge, manche Menschen, wie z.B ich (hocher oxidativer Stress, Entgiftungsprobleme) wahrscheinlich sogar um so mehr.

Andererseits habe ich eben diese Symptome beim Eiweißverzehr.

Jezt habe ich interessanterweie in den Kommentaren des Artikels folgende Aussage gelsen:

Wenn man mehr Proteine zu sich nimmt, weden natürlich auch vermehrt Enzyme und Spuren- sowie Mengenelemente benötigt und diese eben auch vermehrt verbraucht, damit die Proteinsynthese ablaufen kann.
Ich leide laut Hämatokrit korregierten Werten im Vollblut unter Kalium, Magesium, Kupfer undZinkmangel (nehme ich tgl. 50mg).
Ob jetzt eine Eiweißreiche Ernährung anzuraten ist, ist daher sehr fraglich.

Ferner kommentierte diese Person, dass man sich lieber hauptsächlich von pflanzlichem Fett (Avocados, Nüsse etc.) ernähren sollte.

Leider kenn ich mich jetzt gar nicht mehr so richtig aus und bin etwas verwirrt, was jetzt das Beste für meinen Körper ist.

Was wisst/denkt ihr darüber?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann für da leider auch keine Antwort geben, weil jeder was anderes verzählt. Aber: Fett soll die Fäulnisflora genauso füttern wie Eiweiß, egal ob pflanzlich oder tierisch. Vor allem wenn die Verdauung weiter oben nicht gut funktioniert. Nüsse und so sind schwer verdaulich, da kann ich nur von abraten.


Gruß
 
Da ich an einer Fäulnisflora leide und bei Eiweißreicher Ernährung deutliche Symptome zeige,

Ich leide laut Hämatokrit korregierten Werten im Vollblut unter Kalium, Magesium, Kupfer undZinkmangel (nehme ich tgl. 50mg).

Ob jetzt eine Eiweißreiche Ernährung anzuraten ist, ist daher sehr fraglich.

Ferner kommentierte diese Person, dass man sich lieber hauptsächlich von pflanzlichem Fett (Avocados, Nüsse etc.) ernähren sollte.

"Fäulnisflora"
Was meinst du damit?
Wenn man Eiweiß ißt, schüttet der Magen Pepsin und Salzsäure zur Verdauung aus. Die Verdauung dauert mehrere Stunden.
Dagegen erfordert Obst, das bereits Obstsäuren enthält, eine alkalische Verdauung.
Wenn man Obst nach einer Eiweißmahlzeit ißt, dann kann weder das Obst noch das Eiweiß richtig verdaut werden und beginnt zu gären bzw. zu faulen.
Das kann man ganz einfach umgehen, indem man Obst etwa 30 min vor einer Eiweißmahlzeit ißt, also keineswegs hinterher Obst essen.

"Mineralien"
Vielen Menschen fehlen Mineralien. Während ständig über Vitamine geschrieben wird, werden Mineralien vernachlässigt. Besonders wichtig sind Kalzium und Magnesium. Kalzium kann nur zusammen mit Fett aufgenommen werden und benötigt zur Verarbeitung Vitamin D, dass durch das Sonnenlicht unter der Haut produziert wird. Hier kann man also viele Dinge falsch machen:
- kein Kalzium
- kein Fett (netterweise gibt es fettfreie Milch(?), Käse, Joghurt)
- keine Sonne (da angeblich Hautkrebs)

"Fette"
- keine Margarine
- Butter ist besser
- man kann eine Kur mit Leinöl machen, oder mit Arganöl aus Marokko
- Sonnenblumenöl ist auch gut

Bei Blähungen hilft auch tgl. eine Messerspitze Cumin in Wasser umgerührt.
 
Hallo,

mit Fäulnisflora meine ich, dass mein Stuhl Ph erhöht, also alkalisch ist und bestimmte Darmbakterien erhöht bzw erniedrigt sind.
Obst kann ich leider aufgrund meiner Fructosemalabsorptionsstörung sowieso nicht essen.

Unter Kalziummangel leide ich laut Blutbild nicht und das obwohl ich keine Milchprodukte zu dieser Zeit gegessen habe und auch kein Calcium substituiert habe. Parathormon war auch ok, ebenso wie der VitD wert (was mich übrigends total gewundert hat)
Nichts desto trotz habe ich im Alter von 24 Jahren nur noch eine 70%ige Knochendichte im Vergleich zu gleichaltrigen.

Seit ich Milchprodukte wieder in meinen Speiseplan aufgenommen habe, habe ich sehr häufig Blut im Stuhl... Habe aber laut IgE Test keine Caseinallergie...
 
mit Fäulnisflora meine ich, dass mein Stuhl Ph erhöht, also alkalisch ist und bestimmte Darmbakterien erhöht bzw erniedrigt sind.

Die Bauchspeicheldrüse sondert ein stark alkalisches Sekret in den Darm ab und neutralisiert den sauren Brei aus dem Magen. Insofern ist ein alkalischer Stuhl normal. Auch Darmbakterien sind aus meiner Sicht normal.

Fäulnis entsteht u.a. wenn Sauerstoff fehlt. Manchmal wird Sauerstoffwasser in Supermärkten angeboten. Damit können die Fäulnisbakterien vermindert werden. Und versuche es mal mit Cumin.

Obst kann ich leider aufgrund meiner Fructosemalabsorptionsstörung sowieso nicht essen.

Dazu kann ich nichts sagen. Obst ist einfach wichtig.

Unter Kalziummangel leide ich laut Blutbild nicht ... Nichts desto trotz habe ich im Alter von 24 Jahren nur noch eine 70%ige Knochendichte im Vergleich zu gleichaltrigen.

Also Mangel an Kalzium! Im Internet gibt es einen sehr informativen Artikel von Joel Wallach "Tote Ärzte lügen nicht" mit sehr vielen Infos zu Kalzium. Einfach mal danach suchen.

Seit ich Milchprodukte wieder in meinen Speiseplan aufgenommen habe, habe ich sehr häufig Blut im Stuhl

Das hört sich gefährlich an, kann ich aber auch nichts dazu sagen.
 
Hallo Corn,

um Kalzium in Knochen und Zähne einbauen zu können (wg. deiner Knochendichte), braucht der Körper auch Vitamin K 2, was vor allem in tierischen Produkten wie Eigelb, Butter, Leber enthalten ist.
Das einzig pflanzliche, was ich kenne, ist Natto.
K2 gibts natürlich auch als NEM.
 
Nein, ein alkalischer Stuhl ist nicht normal. Im Dickdarm herrscht normalerweise ein saures Milieu.
 
Ich leide laut Hämatokrit korregierten Werten im Vollblut unter Kalium, Magesium, Kupfer undZinkmangel (nehme ich tgl. 50mg).
Kupfermangel ist extremst selten. Wenn ein Zinkmangel besteht, so ist der Kupfermangel umso unwahrscheinlicher, weil Kupfer das Zink verdrängt.

Kupfer kann z. B. trotz Kupfervergiftung im Blutserum erniedrigt sein. Das ist bei der Leberkrankheit M. Wilson so. Da hat man im Blutserum erniedrigtes Kupfer und in der Leber hat man davon viel zu viel. Das Transporteiweiß für Kupfer, das Coeruloplasmin wäre da noch wichtig (Stichwort: Freies Kupfer).

Die Leber speichert auch bei anderen bei Leberkrankheiten das Kupfer in der Leber, zwar nicht ganz soviel wie beim M. Wilson, aber immer noch ordentlich.
Im Blut ist das Kupfer aber nicht erhöht, trotzdem die Leber viel zu viel davon hat.

Zinkmangel ist hingegen bei Leberkrankheiten ganz typisch, ebenso Magnesiummangel.

Ich wäre daher äußerst skeptisch, wenn ich lese, dass jemand Kupfermangel hat, noch dazu wenn gleichzeitig ein Zink- und Magnesiummangel besteht. Da würde ich eher an eine Leberkrankheit denken und das hieße, man hat zuviel Kupfer.
 
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