Heilen, egal wie....

  • Themenstarter Malve
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Und ewig grüßt das Murmeltier :rolleyes:

Ewig das gleiche Gesülze von der Schulmedizin , kein Argument warum denn nur noch wirtschaftlich gearbeitet wird und nicht Patientengerecht , Nein, da wird wieder die Homöopathie als Aufhänger benutzt um von seiner eigenen Unzulänglichkeit abzulenken ( zu verstehen als Gesamtzahl der Schulmediziner )

teilweise auch sehr ambivalent die Aussagen der Herrschaften :rolleyes:

mein innerstes Ego hätte gerne anders geschrieben

dazu noch eine sehr gute Kundenrezension bei Amazon , die schon Aufschluss gibt über Versuche die Homöopathie ins Dunkel zu ziehen

von einen Buch-Mitautor der auch in der Runde saß

106 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich

Rezension bezieht sich auf: Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen (Broschiert)
Ich lebe in einem sehr homöopathischen Umfeld und halte Homöopathie als Naturwissenschaftlerin für Unsinn. Von dem Buch habe ich mir folgendes erhofft:
- Begründungen, warum Homöopathie gefährlich ist (Buchtitel „so gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen wirklich“).
- Argumentationsstrategien gegen die üblichen Einwände der Homöopathen.
- Hintergrundwissen, wie es die Homöopathie schafft eine solche Marktmacht zu erlangen.

Aufgrund der vielen euphorischen Rezensionen in den Medien bin ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen, die nicht erfüllt wurden. Die Autoren teilen meine Meinung, das ist schön. Ich finde es gut, dass ein Buch gegen Homöopathie aufklärt die breite Öffentlichkeit erreicht. Aber ich beurteile hier nicht die Meinung der Autoren sondern ihr Buch. Ich hätte das Buch am liebsten nach den ersten 60 Seiten weggeworfen und habe es dann nur zu Ende gelesen, um eine Rezension begründen zu können

Meine Kritikpunkte:

1) Ich finde das Buch polemisch und platt, Buchtitel und Kapitelüberschriften geben davon bereits einen ersten Eindruck.

2) Viele Argumente gegen Homöopathie halten einer genaueren Betrachtung nicht stand. Warum lassen die Autoren solche schwachen Begründungen nicht einfach weg? So nehmen sie sich selbst den Wind aus den Segeln und bieten Angriffspunkte.

3) Es fehlen Quellenangaben. Im Vorwort begründen die Autoren „Wir haben auf Fußnoten und dezidierte Quellenhinweise verzichtet und unsere Quellen stattdessen direkt im Text so weit kenntlich gemacht, dass man sie ohne große Mühe im Internet identifizieren kann.“ Bei einer seriösen Recherche wäre eine kleine Fußnote mit DOI oder PMID oder eine hochgestellte Ziffer, die auf ein Literaturverzeichnis verweist, für die Autoren eine Kleinigkeit gewesen. Dann sind die Leser nicht auf ihr Glück beim Suchen im Internet angewiesen und es gibt keine Zweifel, auf welche Studie sich die Autoren beziehen.

4) Die tatsächlichen Gefahr, die die Homöopathie für unsere Gesellschaft, unser Gesundheitssystem, die Wissenschaft und die Gesundheit der Einzelnen bedeutet, wird für mich im Text nicht klar. Die Autoren äußern Bedenken aber sie belegen ihre Befürchtungen genauso wenig mit Fakten, wie Homöopathen ihre angeblichen Behandlungserfolge mit Fakten belegen.

Nur die Darstellung der wirtschaftlichen Verstrickungen, der finanziellen Gewinnmöglichkeiten für Einzelpersonen und Organisationen erscheint mir gelungen und ist wohl auch Kern des Buches. Leider haben die anderen Kapitel bereits einen so schlechten Eindruck hinterlassen, dass ich Zweifel habe, wie sehr ich den Autoren hier glauben darf. Es erklärt die Marktstellung der Homöopathie – liefert aber nur begrenzt Argumente gegen die Homöopathie da wohl wenig Unterschied zu dem Profitstreben der Pharmafirmen bestehen.

Auch die Erläuterung des Umfelds, de Durchführung und der Ergebnisse der Münchner Kopfschmerzstudie finde ich sehr positiv.

Zusammenfassend gebe ich dem Buch daher 2 Sterne.

Ausführlicher:

Schon die Eröffnung des Buchs mit sage und schreibe 437 Fällen weltweit (seit über 10 Jahren), bei denen Menschen angeblich wegen Homöopathischer Behandlung „zu Schaden“ gekommen sind (als Schaden zählt bereits „Heather Charles musste in eine andere Stadt fahren, um Antibiotika zu bekommen, die ihr homöopathischer Arzt nicht verschreiben wollte“) ist unnötige Provokation. Sollten tatsächlich weltweit nur 437 Fälle vorliegen, wäre das eher ein Argument FÜR die Homöopathie als ein Argument GEGEN Homöopathie. Allein in Deutschland gab es in nur einem Jahr fast 10-mal so viele anerkannte Fälle von Behandlungsfehlern innerhalb der Medizin (Quelle: Statistik der Bundesärztekammer - 2006 gab es in Deutschland außerhalb Bayerns 3.900 erwiesene Behandlungsfehler).

Das erste Kapitel, „Ohne Substanz – warum Homöopathie Hokuspokus ist“ hat teilweise schöne Ansätze mit der Entstehungsgeschichte der Homöopathie und der Darstellung ihres wenig nachvollziehbaren Gedankengerüsts. Diesen Abschnitt weiter ausgebaut, weniger über spätere Kapitel des Buchs verstreut, weniger platt, polemisch und ketzerisch, hätte mir besser gefallen. Leider erinnert mich das Kapitel an vielen Stellen an eine ungeordnete Zusammenstellung aus allem was man mit dem Suchbegriff „Homöopathie“ so an Kritik ergoogeln kann.
Es ist sicher sinnvoll, dass die Autoren darauf eingehen, dass es unzählige Strömungen unter dem Markennamen „Homöopathie“ gibt, die mit Hahnemanns Ideen nicht mehr viel zu tun haben. Als Begründung für die Absurdität der Homöopathie halte ich diese Abweichler im Kapitel über Hahnemann aber für eher ungeeignet. Bei vielen Absätzen dürften auch klassische Homöopathen den Autoren recht geben.

Eines der am weitesten verbreiteten Kritikpunkte an der Homöopathie ist, dass ihre Gesetzmäßigkeiten nicht logisch sind und nicht physikalisch oder bio-chemisch erklärt werden können oder angeblich gegen naturwissenschaftliche Gesetze verstoßen. Anhänger der Homöopathie halten dem entgegen, dass es auch in der Physik, Biologie, Chemie, Pharmazie und Medizin Phänomene gibt, die nicht im Detail erklärbar sind (viele Nobelpreise werden und wurden für die Erklärung von lange unverstandenen Mechanismen vergeben). Die Anhänger der Homöopathie begründen, dass es unter in den strengen Augen der Naturwissenschaften Stoffe gibt, die unter einem bestimmten Blickwinkel identisch scheinen und es doch nicht sind (siehe die 1-Stern Rezension mit Graphen/Graphit und gamma-Al2O3/alpha-Al2O3).
Die Begründung der Autoren „Naturgesetze sind nicht verhandelbar … Sie lassen Ingenieure berechnen, ob ein Flugzeug fliegen wird.“ erscheint mir da als arrogant und maßlose Überschätzung der Fähigkeiten Mathematikern und mathematischen Chemikern, Physikern, Biologen und auch Ingenieuren. Ich weiß nicht, ob der Autor in seiner Doktorarbeit versucht hat, die Entstehung der untersuchten Strukturen auch zu berechnen. Aber mir begegnen in der Wissenschaft wesentlich mehr Probleme, die sich nicht berechnen lassen, als solche, die sich berechnen lassen.
Die Autoren geben nur „das ist aber nicht so“ als Antwort auf diese Einwände. Das ist mau.

Im zweiten Kapitel „Sehnsucht nach dem Übernatürlichen“ wirkt die Erklärung der Autoren zum Placebo-Effekt überzeugend. Leider fehlen größtenteils die Quellen. Zum Teil werden in einem Absatz mit nur 18 Zeilen fünf Ergebnisse aus Studien z.B. über die Wirkung blauer und rosa Tabletten gemacht, ohne das klar wird, wer diese Studie unter welchen Bedingungen durchgeführt hat. Teile des Kapitels haben große Ähnlichkeit mit dem Placebo-Artikel der Wikipedia – allerdings mit einem kleinen Unterschied: Während in dem Wikipedia-Artikel bei vielen Studien Mängel in der Durchführung genannt werden, werden sie im Buch als absoluter Fakt präsentiert (z.B. Placebo-Knie-OP). Das hinterlässt bei mir einen faden Beigeschmack, dass die Autoren alle Studien die ihre Meinung stützen unkritisch übernehmen, und alles was nicht ins Bild passt unter den Tisch fallen lassen.

Zu den Gefahren der Homöopathie habe ich aus dem Buch nur folgende für mich wenig überzeugende Aspekte herausgelesen:
- Patienten entscheiden sich gegen medizinische Behandlung (nicht überzeugend, da Homöopathie zum großen Teil über Ärzte und Apotheker läuft, die im Fall ernster Gesundheitsgefährdung korrigierend eingreifen können)
- ethische Bedenken einer Placebobehandlung (aber alle Anhänger der Homöopathie kennen den Vorwurf Homöopathische Medikamente seien Placebos und nehmen das offenbar wissentlich in Kauf; die Autoren stellen nur fest, dass Placebobehandlung unethisch sei, begründen das aber nicht.)
- Duldung der Homöopathie öffnet die Tür für andere nicht-evidenzbasierte Behandlungen (nicht belegt, Geistheilen ist bisher nicht im Leistungskatalog der GKV)
- höhere Kosten für das Gesundheitssystem (dazu schreiben die Autoren selbst, dass es keine eindeutigen Studien gibt)
- Wissenschaftliche Kräfte und Gelder werden für die aussichtslose Erforschung der Homöopathie gebunden (da es sich meist um Stiftungsprofessuren handelt sind das unterschiedliche Töpfe; ob das wirklich wert ist, die Forschungsfreiheit aufzugeben, halte ich für zweifelhaft)
Dem gegenüber stehen die Vorteile der Homöopathie
- Ermöglicht den Ärzten lange Gespräche mit den Patienten abzurechnen, was laut Autoren nachweislich vorteilhaft für den Behandlungserfolg ist.
- Der Placeboeffekt ist eine Therapie, die oft ähnlich wirkungsvoll wie eine medikamentöse Therapie ist, jedoch keine Nebenwirkungen hat. Die Homöopathie eröffnet den Ärzten die Möglichkeit eine Placebotherapie anzubieten.
Ich persönlich finde es erschreckend, dass aktuell nur die Homöopathie diese Behandlungsmöglichkeiten bietet und das rechtfertigt massive Kritik an unserem Gesundheitssystem. Aber es begründet für mich nicht, warum Homöopathie gefährlich ist. Man könnte vermuten, dass lange Patientengespräche und wohl überlegte Placebos längst Standard in der medizinischen Behandlung wären, wenn es die Homöopathie nicht gäbe. Man kann aber auch vermuten, dass sich die Medizin dann überhaupt keine Gedanken darüber machen würde. Fakten, die die eine oder andere These untermauern kenne ich nicht.

https://www.amazon.de/review/R3JC679B46R3B9/ref=cm_cr_pr_viewpnt#R3JC679B46R3B9


falls die Kundenrezension nicht hier geppostet werden darf , kenne mich mit Amaazon nicht aus , dann bitte löschen
 
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