Kann Stress die HWS Symptome um einiges verschlimmern?

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Guten Morgen!

Eine gute Freundin hat mir dieses Forum empfohlen.

Ich leide seit einiger Zeit unter einer instabilen HWS seitdem ich vor 2 Jahren vom Pferd gefallen und unglücklich auf den Nacken gelandet bin.

Es gibt eine Funktionsröntgenaufnahme die zeigt, dass dort einiges im Argen liegt....

Mich plagen diverse Symtptome, wie Schläfrigkeit, Benommenheit, extreme Müdigkeit, nicht mehr denken können, Schmerzen/Brennen im Nacken (Kopf-Hals-Übergang) . Am Schlimmsten ist jedoch das Gefühl, nicht in der Realität zu sein, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll....es ist als würde man gar nicht mehr denken können und sitzt wie halbtot da rum und nichts geht mehr....ständig fallen die Augen zu, weil das Licht um einen herum einfach zu grell ist:mad: Am besten geht es mir in dunklen Räumen oder in kleinen Räumen.... Die Orientierung und Koordination fallen schwer.... das ist sehrausgeprägt, mal mehr mal weniger stark.... aber seit den Nackenschmerzen permanent vorhanden :mad: Je mehr es brennt umso schlimmer ist die Symptomatik....

Auch ist mir aufgefallen, dass ich einige Zeit nach dem Essen immer völlig unbrauchbar bin. Gleiches Spiel: Plötzlich so schlimm weggetreten, dass ich nichts mehr richtig mitkriege, Zwang Augen zu schließen usw. :mad: Kann es daran liegen, dass die Durchblutung im Nacken noch schlechter wird, weil sie im Magen Darm Trakt zutun hat???

Ich weiß nicht, mein Arzt hat zwar gesehen, dass dort etwas im Argen liegt, aber eine Behandlung erhalte ich derzeit nicht, habe für nächste Woche nochmal einen Termin bei einem anderen Arzt..... und ich frage mich auch, was ich überhaupt machen kann, damit es besser wird, da der Zustand momentan in der Tat sehr desolat ist und mich sehr belastet. Die Symptomatik kann innerhalb von Sekunden arg schwanken, was es beim Autofahren zum Beispiel auch nicht gerade besser macht...:confused:

Da möchte ich auch zu meiner obigen Frage kommen:

Kann es sein, dass emotionaler Stress (ich habe zudem eine extrem schwierige Familienstiutaion) die Symptome nochmal verschlimmert??? Wohlmöglich weil durch den Stress noch mehr Druck auf das Hinterhaupt ausgeübt wird und die Nerven gereizt werden????

Man sagt ja nicht umsonst, dass der Druck/Stress einem im Nacken sitzt....

Wäre neben der Bekämpfung der Ursache also eventuell auch eine Therapie auf psychischer Ebene angezeigt???

Ich wäre super froh, hier einige Antworten und Anregungen zu bekommen. Auch für Tipps was ich selbst machen kann, um den Nacken eventuell zu entlasten oder dergleichen wäre ich Euch wirklich sehr dankbar.... es muss doch eine Möglichkeit geben das zu lindern....

P.S. Also ich habe ganz stark das Gefühl, dass innere Unruhe -wie ich sie jetzt auch wieder empfinde- das ganze nochmal verschlimmern...vor allem geht mir abends wenn ich liege um einiges besser und klarer....

Liebe Grüße

Marie
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich leide seit einiger Zeit unter einer instabilen HWS seitdem ich vor 2 Jahren vom Pferd gefallen und unglücklich auf den Nacken gelandet bin.

Hallo Marie,

wenn eben möglich solltest Du einen guten Osteopathen aufsuchen. Der kann in so einem Fall sehr gut helfen. Laß Dich auf keinen Fall von einem Orthopäden oder Chiropraktiker einrenken, das ist zu riskant und würde Deine Symptome eher noch verschlimmern.

Kann es daran liegen, dass die Durchblutung im Nacken noch schlechter wird, weil sie im Magen Darm Trakt zutun hat???

Das ist möglich, eher aber, daß Du versuchst munter zu bleiben, was Dir zusätzlichen Stress einbringt.

ich frage mich auch, was ich überhaupt machen kann, damit es besser wird, da der Zustand momentan in der Tat sehr desolat ist und mich sehr belastet. Die Symptomatik kann innerhalb von Sekunden arg schwanken, was es beim Autofahren zum Beispiel auch nicht gerade besser macht...:confused:

Also zu einem Osteopathen. Die Symptome wechseln ständig, weil die HWS praktisch nie still steht. Jede Bewegung, je nach dem in welche Richtung, und ob sie dabei gerade den verletzten Teil belastet, wird Beschwerden bereiten. Versuche das zu beobachten und Stellungen zu vermeiden, die Probleme machen. Eine Möglichkeit das zu verhindern, ist mit einer Stütze für den Hals, die ihn steif hält. Hat Dir der Arzt das nicht vorgeschlagen? Diese werden z.B. bei einem Schleudertrauma eingesetzt damit die Verletzungen ausheilen können, ohne ständig neu gereizt zu werden.

Kann es sein, dass emotionaler Stress (ich habe zudem eine extrem schwierige Familienstiutaion) die Symptome nochmal verschlimmert??? Wohlmöglich weil durch den Stress noch mehr Druck auf das Hinterhaupt ausgeübt wird und die Nerven gereizt werden????

Ja! Stress verursacht auch Muskelverpannungen im gesamten Halsbereich. Die Muskeln werden so "hart", drücken dadurch verstärkt auf die verletzte Stelle bzw. Nerven, was wiederum Funktionsstörungen an den Nerven und Schmerzen in dem Bereich zur Folge hat.

Wäre neben der Bekämpfung der Ursache also eventuell auch eine Therapie auf psychischer Ebene angezeigt???

Eine Psychotherapie solltest Du nur machen, wenn Du damit Deine familiären Probleme lösen kannst. Für die HWS bringt das jedoch nur wenig, denn hier kommt es darauf an, daß die durch den Sturz verursachten Verletzungen ausheilen können und darauf hat eine Psychotherapie kaum Einfluß. Das ist eindeutig ein physisches Problem auch wenn Kummer und Sorgen zu den Schmerzen beitragen können.

Also ich habe ganz stark das Gefühl, dass innere Unruhe -wie ich sie jetzt auch wieder empfinde- das ganze nochmal verschlimmern...vor allem geht mir abends wenn ich liege um einiges besser und klarer....

Daß es im Liegen besser ist, kommt daher, daß die Halswirbelsäule und die Muskulatur, Bänder usw. sich dann entspannen können - sie drücken nicht mehr auf die verletzte Stelle, besonders, wenn Du in Rückenlage z.B. eine Kissenrolle verwendest oder in Seitenlage darauf achtest, daß der Kopf hoch genug liegt, damit er im Verhältnis zur Rückenwirbelsäule nicht abgewinkelt ist. Da sollte eine möglichst gerade Linie beibehalten werden.

Mir scheint für Dich am ratsamsten eine Halsstütze zu bekommen und zum Osteopathen zu gehen.

Liebe Grüße,
Clematis
 
Hallo Marie,

und willkommen hier.

Deine Geschichte und Deine Symptome klingen ganz ähnlich wie die von vielen anderen, die sich hier vorgestellt haben. Kürzlich z.B. Snowflake, insofern würde ich Dir empfehlen, u.a. diese Threads mal zu lesen: https://www.symptome.ch/threads/schlimme-benommenheitszustaende-lichtempfindliche-augen-uvm.112749/, https://www.symptome.ch/threads/wirklich-hit-durch-nitrosativen-stress-ich-glaubs-nicht-o.112789/.

Genau wie dort Snowflake möchte ich Dir die Anregung geben, Dich einmal in die Ressourcen des Forums, zu denen vor allem auch das Wiki zählt, zu vertiefen. Dort gibt es nämlich schon viele Antworten und Anregungen zu Deinen Fragen.

Auch ist mir aufgefallen, dass ich einige Zeit nach dem Essen immer völlig unbrauchbar bin. Gleiches Spiel: Plötzlich so schlimm weggetreten, dass ich nichts mehr richtig mitkriege, Zwang Augen zu schließen usw. :mad:
Neben einer möglichen Histaminintoleranz (falls die Symtomatik mit dem Histamingehalt der Nahrung korreliert) fällt mir hier noch Kuklinskis "Fressnarkose" ein, die hier auch schon von einigen beschrieben wurde. Hierzu wäre interessant, ob es Dir bei kohlenhydratarmer Ernährung besser geht bzw. das beschriebene Phänomen nicht auftritt.

Hier ein Artikel, der dazu Informationen enthält: KRYPTOPYRROLURIE · Die vergessene Stoffwechselstörung - Ursachen der HWS-Instabilität - -

Erfahrungen anderer User findest Du, indem Du die rubrikeninterne Suche (auf die Lupe oben in dem blauen Streifen mit dem Rubrikennamen klicken) nutzt. Eingabe von "Fressnarkose" - mit Option "Beiträge" - liefert derzeit 9 Ergebnisse.

.... und ich frage mich auch, was ich überhaupt machen kann, damit es besser wird, da der Zustand momentan in der Tat sehr desolat ist und mich sehr belastet.
Dazu findest Du auch viel in Forum und - strukturierter - im Wiki.

Die Symptomatik kann innerhalb von Sekunden arg schwanken, was es beim Autofahren zum Beispiel auch nicht gerade besser macht...:confused:
Das ist - wie von Clematis auch schon gesagt - leicht erklärbar dadurch, dass die HWS ja fast ständig in Bewegung ist. Gerade Autofahren vertragen viele nicht gut.

Kann es sein, dass emotionaler Stress (ich habe zudem eine extrem schwierige Familienstiutaion) die Symptome nochmal verschlimmert??? Wohlmöglich weil durch den Stress noch mehr Druck auf das Hinterhaupt ausgeübt wird und die Nerven gereizt werden????
Siehe dazu u.a.: Nitrosativer Stress - letzter Absatz, Die instabile Halswirbelsäule, 2. Absatz (hatte ich in Snowflakes Thread zitiert).

Wäre neben der Bekämpfung der Ursache also eventuell auch eine Therapie auf psychischer Ebene angezeigt???
Nach Kuklinski kann dies durchaus sinnvoll sein: Kuklinskis Therapiekonzept bei nitrosativem Stress. In meinen Augen setzt das aber voraus, dass Du jemanden findest, der nicht die Symptome "psychiatrisiert", sondern diese als physisch bedingt akzeptiert und Dir bei der Bewältigung bzw. dem sinnvollen Umgang damit hilft. Dies könnte sich schwierig gestalten. Einfacher ist es da aus meiner Sicht, selbst an sich zu arbeiten. Das beinhaltet zum einen, Schädliches so weit wie möglich zu unterlassen, und zum anderen, Hilfreiches zu tun - dazu könnte auch gezielte Entspannung (z.B. mit bestimmten Entspannungstechniken oder Yoga) gehören.

Ich wäre super froh, hier einige Antworten und Anregungen zu bekommen. Auch für Tipps was ich selbst machen kann, um den Nacken eventuell zu entlasten oder dergleichen wäre ich Euch wirklich sehr dankbar.... es muss doch eine Möglichkeit geben das zu lindern....
Ja, da gibt es einiges, z.B. in den genannten Quellen. Zu einigen Themen (z.B. Nackenstützkissen, richtiges Schuhwerk, isometrische Übungen) gibt es eigene Threads.

Liebe Grüße
Kate
 
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Hallo Marie,

aufgrund eines Hinweises einer anderen Userin (danke!) möchte ich darauf aufmerksam machen, dass der oben verlinkte Artikel "Praxisrelevanz des nitrosativen Stresses" (2005) von Kuklinski in der Darstellung des Linkes (KRYPTOPYRROLURIE · Die vergessene Stoffwechselstörung - Ursachen der HWS-Instabilität - -) einen falschen Eindruck dessen erwecken könnte, wie Kuklinski die Zusammenhänge sieht: KRYPTOPYRROLURIE als Ursache der HWS-Instabilität. Dies ist nicht der Fall nach meinem Stand der Information.

Dazu ein Zitat aus dem Artikel :
Zusammenfassend stellen wir aus der Auswertung von mehr als 1.800 Krankenaktenfest, dass

- die posttraumatische Instabilität der Halswirbelsäule der wichtigste Generator des nitrosativen Stresses ist, gefolgt von beruflichen und ubiquitären Xenobiotikaexpositionen
- (...)
Auch ist es - so wie ich es verstanden habe - so, dass er die Kryptopyrrolurie nicht (mehr) als eigenständige Erkrankung sieht (und insofern auch nicht separat behandelt), sondern als eine mögliche Folge des nitrosativen Stresses. Ich hatte diesen Artikel überhaupt nur verlinkt, weil dort der Begriff "Fressnarkose" genannt wird (wofür ich keine andere Quelle fand). Im Nachhinein musste ich auch feststellen, dass er nicht vollständig ist (u.a. die Quellenangaben fehlen). Ich habe von daher oben bei den Wichtig-Links eine andere Quelle für den Artikel angegeben: https://www.lebe-dich-gesund.com/te...linski/praxisrelevanz-nitrosativer-stress.pdf.

Einigermaßen aktuelle Infos zu Kuklinskis Forschungsansatz (dieser befindet sich vor allem bezüglich der Behandlung in der Erprobung und wird dementsprechend angepasst) findest Du/findet Ihr in seinen beiden HWS-Büchern, die oben bei den Wichtig-Links genannt sind. Das "kleine" HWS-Buch ist dabei leicht verständlich geschrieben, während das "große" eher ein Fachbuch ist.

In diesen Büchern (wie auch in anderen Artikeln, Vorträgen etc.) sieht Kuklinski - sowie ich es verstanden habe - die Haupt-Richtung des Kausalzusammenhanges eindeutig von der HWS-Instabilität zum chronischen nitrosativen Stress (mit all seinen Auswirkungen auf den Stoffwechsel). Darüberhinaus können Nährstoffmängel (durch z.B. nitrosativen Stress) umgekehrt eine HWS-Instabilität wohl auch verstärken oder sogar auslösen - wir hatten dazu auch schon mal eine Diskussion im Forum.

Ich denke auch, dass dieser Haupt-Zusammenhang im Wiki sehr deutlich dargestellt ist.

Gruß
Kate
 
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Hallo Marie,

Kate hat auf weitere Details hingewiesen und um es Dir etwas leichter zu machen die Quellen zu finden, weil du neu bei uns bist:
In dem PDFwird auf Seite 14 auf die Schlafapnoe hingewiesen.

Eine allgemein verständliche Beschreibung der Schlafapnoe:
Was ist Schlafapnoe?

Den Artikel im Wiki findest du hier:
Die instabile Halswirbelsäule

Auf dieser Seite findest du Links zu Labors, Ärzten und Therapeuten:
KRYPTOPYRROLURIE · Die vergessene Stoffwechselstörung - Sind Sie ein Pyrroliker? - -

Liebe grüße,
Clematis
 
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Hallo Marie,

ich hoffe, wir haben Dich nun nicht "verschreckt". Du kannst gern weiter fragen, wenn Dir irgend etwas (auch an den verlinkten Quellen) unklar ist.

Betonen möchte ich auch, dass Kuklinskis Forschungsansatz eben ein Ansatz ist. Dieser ist von ihm selbst in einem gewissen Maß belegt (durch seine eigenen Beobachtungen und Quellenstudium), richtig große, aussagekräftige Studien fehlen aber bislang. Auch die Erfahrungen hier im Forum sind gemischt bzw. sehr individuell (was u.a. mit daran liegen könnte, dass das Therapiekonzept auch unterschiedlich konsequent verfolgt wird). Wir sprechen hier viel über Kuklinskis Konzept, weil es bisher das Einzige dieser Art ist, in sich recht schlüssig scheint und viele hier die Zusammenhänge (zwischen HWS- und anderen Gesundheitsproblemen, teilweise traten letztere auch klar erst nach einem Unfall mit HWS-Beteiligung auf) aus eigener Erfahrung auch so bestätigen können.

Letztlich kommt es natürlich entscheidend darauf an, wo bei Dir die Ursachen liegen (es können ja auch mehrere zusammen kommen) und ob und wie Du da ansetzen kannst.

Gruß
Kate
 
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Hallo und erst einmal vielen herzlichen Dank für Eure Antworten!

Das ist ja nun schon ziemlich viel Fachtext....da muss ich mich erstmal einlesen....vielen Dank dafür.

Kate, nein, ich bin nicht verschreckt. Mir geht es nur seit ein paar Tagen so mies (wegen der Hitze!?!) so dass ich zu überhaupt nichts zu gebrauchen bin.... am liebsten würde ich mich einfach nur den ganzen Tag hinlegen.... aber das geht ja auch nicht....

Was ich nochmal fragen wollte:

Irgendwie habe ich festgestellt, dass ich mich in abgedunkelten Räumen am besten fühle, oder wenn ich die Augen schließe.... wenn ich mich quasi weitesgehend von sämtlichen Reizquellen abschotte.....
Ich habe das Gefühl, dass mein Gehirn (durch die Überreizung im Nacken??? ) mit den ganzen Informationen gar nicht mehr klarkommt.... vor allem wenn ich laufe und viel an Reizen auf mich einprasselt, dann wird es ganz schlimm.... dann weiß ich bald wirklich nicht mehr wo hinten und wo vorne ist.... es ist wirklich als säße ich hinter einer riesigen dicken Glasscheibe, die mich von meinem Hirn, meinem Denken, meiner klaren Wahrnehmung und allem was mit dem "Erleben" zutun hat abtrennt....es kann auch passiert, dass ich da stehe und überhaupt nicht verstehe was um mich herum gerade abgeht... oder ich ANGST habe (was natürlich ganz schlecht ist) dass ich nicht reagieren kann....Angst dass ich in eine Starre gerate...was Gott sei Dank bisher (auf Holz klopf) nicht passiert ist und ich hoffe, dass es auch so bleibt..... ich will meinen Kopf zurück.....:mad:

Es gibt Phasen am Tag, da geht es ETWAS besser.... widerrum andere Phasen sind schlichtweg eine absolute Qual und ein Elend was ich niemandem gönne.... und wenn die Sonne so krass scheint, dann wird es noch schlimmer..... eine Sonnenbrille hilft nur bedingt....

Gehört das eben Gschriebene auch zur HWS Symptomatik??? Wie kann ich sowas bloß lindern? Kann ja schlecht mit geschlossenen Augen durch den Tag rennen.....

Viele Grüße

Marie
 
Hallo Marie,

da bist Du eigentlich schon mittendrin in dem, was wir Dir zu Lesen empfohlen haben ;)

Ich zitiere nochmals das schon genannte HWS-Wiki (Die instabile Halswirbelsäule):
Folgende Auswirkungen von Instabilitäten im Bereich der oberen HWS werden von Kuklinski und Volle beschrieben:

- (...)

- Erhebliche Irritationen der Propriozeptoren, die bewegungs-, lage-, erschütterungs- und stauchungsabhängig zu Fehlinformationen, z.B. über die Kopfposition, an Rückenmark und Gehirn führen und so ein Informationsdefizit oder -chaos auslösen.
- Konzentrationsstörungen insbesondere bei der visuellen Wahrnehmung und "Fehlerkennung" mit "falscher Datenspeicherung" (Volle)

Dr. V. fragte mich, als ich dort zum fMRT erschien, als erstes, warum ich eine Sonnenbrille aufhätte: https://www.symptome.ch/threads/fun...volle-upright-mrt-u-a.8344/page-4#post-215012... allerdings bin ich tatsächlich sehr blendempfindlich. Einen abgedunkelten Raum brauche ich nicht, um mich wohl zu fühlen. Wohl aber bin ich auch schnell überreizt, dabei spielen alle Arten Reize eine Rolle und summieren sich. Hitzegeschädigt bin ich übrigens auch - dies liegt allerdings v.a. daran, dass es mir in der Wohnung zu heiß zum schlafen war, ansonsten ginge das schon noch, mit reduzierter körperlicher Aktivität. Direkte Sonne auf dem Kopf führte letztes Jahr - schon im Frühjahr - einmal zu einer Art Sonnenstich (ich war nicht beim Arzt, es könnte aber von der Symptomatik her einer gewesen sein).

Aber lies Dich mal in Ruhe ein, Du findest auch viele Fallgeschichten (u.a. über das oben festgepinnte Inhaltsverzeichnis). Und lass Dir Zeit, mach Dir keinen zusätzlichen Stress dadurch, wenn es geht :)

Gruß
Kate
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist ja nun schon ziemlich viel Fachtext....da muss ich mich erstmal einlesen....vielen Dank dafür.

Hallo Marie,

ja, das braucht Zeit. Es ist schon traurig, daß die Patienten heutzutage ihr eigener Arzt sein müssen, das haben sehr viele von uns hier erlebt.
am liebsten würde ich mich einfach nur den ganzen Tag hinlegen.... aber das geht ja auch nicht....
Wenn es das ist, was dein Körper verlangt, dann versuche ihm so oft wie möglich diesen Gefallen zu tun... ;)

Ich blende hier nochmal einen Teil deines ersten Berichtes ein:
Mich plagen diverse Symtptome, wie Schläfrigkeit, Benommenheit, extreme Müdigkeit, nicht mehr denken können, Schmerzen/Brennen im Nacken (Kopf-Hals-Übergang) . Am Schlimmsten ist jedoch das Gefühl, nicht in der Realität zu sein, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll....es ist als würde man gar nicht mehr denken können und sitzt wie halbtot da rum und nichts geht mehr....ständig fallen die Augen zu, weil das Licht um einen herum einfach zu grell ist
Wenn die Nerven in der Nackenwirbelsäule gereizt sind, dann wirkt sich das auf alles im Kopf aus, die Schmerzen machen müde und steigern den Stress, also sind auch die Augen betroffen, es kann sogar zu Schmerzen hinter den Augen kommen, zu pochenden, stechenden Kopfschmerzen, die einseitig oder beidseitig auftreten. Natürlich versucht man das weg zu drängen, auch das macht müde, denn es kostet Kraft, jeder Reiz von außen ist dann einer zuviel. Daher fühlst du dich in kleinen, abgedunkelten Räumen, mit geschlossenen Augen wohler, denn alle drei führen dazu, daß du zur Ruhe kommen kannst, den Nerven eine Ruhepause gönnst. Die Denkfähigkeit leidet ebenso darunter und Benommenheit kommt dazu. Das alles könnte man schon mit den andauernden Schmerzen erklären.
es ist wirklich als säße ich hinter einer riesigen dicken Glasscheibe, die mich von meinem Hirn, meinem Denken, meiner klaren Wahrnehmung und allem was mit dem "Erleben" zutun hat abtrennt....es kann auch passiert, dass ich da stehe und überhaupt nicht verstehe was um mich herum gerade abgeht... oder ich ANGST habe (was natürlich ganz schlecht ist) dass ich nicht reagieren kann....Angst dass ich in eine Starre gerate...was Gott sei Dank bisher (auf Holz klopf) nicht passiert ist und ich hoffe, dass es auch so bleibt..... ich will meinen Kopf zurück.....:mad:
Die Gefühle, die du da beschreibst sind Teil dessen, was ich oben beschrieben habe. Angst vor einer Starre ist jedoch unbegründet. Wenn du meinst nichts ginge mehr, versuche dich für ein Weilchen irgendwo hinzusetzen wenn du unterwegs bist, oder dich zuhause eine Weile hinzulegen, bis es besser geht.

Gehört das eben Gschriebene auch zur HWS Symptomatik??? Wie kann ich sowas bloß lindern? Kann ja schlecht mit geschlossenen Augen durch den Tag rennen.....

Ja, leider, wobei es letztlich die Nerven sind, die da nicht mehr richtig steuern. Daß das bei dir so extrem erscheint, ist damit begründet, daß du bereits zwei Jahre damit herumläufst. Da haben sich dann Fehlsteuerungen eingeschlichen, die den ganzen Körper in Mitleidenschaft ziehen. Versuche mal dem Ansatz von Kuklinski nachzugehen... Er gibt sicher auch noch Tips, was man selbst tun kann. Schonung ist m.E. sehr wichtig.

Hier ein Teil von Kuklinskis Therapie aus dem Wiki:
Therapie
Wegen der vielfältigen und tiefgreifenden Auswirkungen einer instabilen Halswirbelsäule auf die Gesundheit besteht das Therapiekonzept Kuklinskis in einer individuell angepassten integrativen und organübergreifenden Komplextherapie. Neben der Reduzierung des nitrosativen Stresses ist eine Verbesserung der mitochondrialen Energiegewinnung Bestandteil seines Konzeptes. Ursachenbeseitigung ist dabei nicht nur oberstes Ziel, sondern nach Kuklinski auch teilweise erreichbar. Weitere Ziele sind die Behandlung bereits entstandener und Vorbeugung weiterer Schäden.

U.a. folgende Maßnahmen können zur Stärkung oder Entlastung der HWS hilfreich sein:
Vermeiden von HWS-Belastungen im Alltag, insbesondere von HWS-belastenden Sportarten wie Joggen und Brustschwimmen mit erhobenem Kopf
Unterstützung von Hals und Körper während der Nacht durch Verwendung passender Kissen (z.B. Nackenstützkissen) und Matrazen
Moderate Bewegung, z.B. in Form "sanfter" und gut an die individuelle Belastbarkeit anpassbarer Ausdauersportarten ohne starke Erschütterungen der Wirbelsäule wie Wandern, schnelles Gehen oder Nordic Walking
Isometrisches Training (spezielles Krafttraining, bei dem der Muskel nicht bewegt sondern ein Druck oder Zug aufgebaut und für mehrere Sekunden gehalten wird) oder andere geeignete Übungen
Manualtherapien (z.B. Atlastherapie nach Arlen, Craniosacraltherapie, Osteopathie, Therapie nach Dorn, Atlasprofilax) sowie nach Volle Lymphdrainage der verspannten Muskeln
Was die isometrischen Übungen angeht, die solltest du derzeit im Bereich der Schultern, Hals und Kopf NICHT anwenden - das erfordert eine ganz genaue Anleitung, sonst kann es schaden. Du kannst sie aber an Armen, Beinen mal probieren.

Da du viel Stress hast, wäre auch die Einnahme von Vit. C, das dabei sehr schnell verbraucht wird, ratsam. Gibt es in Pulverform, man kann, sofern du es verträgst davon sehr viel nehmen (bei Überdosierung bekommt man nur leichten Durchfall), dann nimmt man etwas weniger bis der weg ist und du hast die Dosis gefunden, die du brauchst. Du könntest z.B. mit einem halben Teelöffel 3x täglich, möglichst mit den Mahlzeiten anfangen und steigern bis die Verdauung darauf reagiert und dann wieder etwas weniger. Ich beschreibe das so, weil der Bedarf bei manchen niedrig und bei anderen sehr hoch sein kann. Jeder muß daher seine eigene "richtige" Dosis selbst herausfinden.

Schau dir auch mal den nitrosativen Stress an:
Nitrosativer Stress

Um das alles richtig zu behandeln, brauchst du einen Therapeuten, der sich mit diesen Zusammenhängen auskennt und u.a. mittels Tests herausfindet, was du brauchst bzw. wo deine Defizite liegen.

Beachte dabei aber immer, daß deine Probleme mit der HWS-Verletzung begannen, mit Auswirkungen auf die Funktionen im ganzen Körper. Hier sollte m.E. zuerst angesetzt werden -also etwa Osteopathie- und dann parallel dazu die anderen "Baustellen" angegangen werden, die durch diese Verletzung erst entstanden sind. Wird die HWS nicht in Ordnung gebracht, dann kann die Behandlung der ausgelösten Folgeprobleme nur eine begrenzte Wirkung haben, weil die Ursache nach wie vor besteht.

Das sind so meine Überlegungen dazu. Konkretere Hinweise sind schwierig, weil wir hier natürlich keine Testergebnisse haben und auch andere Informationen fehlen, um eine komplexe Therapie zielgerichtet empfehlen zu können. Herumexperimentieren mit vielen Einzelmitteln ist da nicht sehr hilfreich. Daher nenne ich hier auch nur Vit. C, das dir mit Sicherheit fehlen wird und auch bei Überdosierung nicht schaden kann. Bei anderen Mitteln kann das jedoch anders aussehen.

Hoffe, daß dir diese Infos wenigstens etwas weiter helfen.

Liebe Grüße,
Clematis
 
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Guten Abend Ihr Lieben und vielen herzlichen Dank für Eure Antworten!

Es beruhigt mich schon sehr, dass ich nicht alleine mit meinen Problemen bin! Und auch, dass die Symptome zwar arg unangenehm aber wohl weniger ganz schlimmer Auswirkungen haben können....

Die isometrischen Übungen mache ich bereits. Ich habe von meinem Orthopäden eine genaue Anleitung erhalten wie sie funktionieren. Habe aber erst vor kurzem wieder mit ihnen angefangen....

Kate, so ähnlich geht es mir auch... ich vertrage aber momentan generell kein Sonnenlicht... und auch die Hitze macht mir generell sehr zu schaffen..... das Problem was ich habe ist mittlerweile auch der psychische Anteil.... so dass ich mich zu sehr auf diesen Zustand konzentriere und es deswegen zur Qual wird... ich habe von meinem Arzt ein Medikament bekommen, was einen locker macht, ich überlege ob ich es nehmen soll.... damit ich mal runterkomme von dieser Angst und Selbstbeobachtung.....

Ich hätte nie gedacht, dass diese eigentlich einmalige Überlastung wieder sowas zur Folge haben könnte.... ich fühle mich irgendwie verarscht.... :(

Clematis, das mit dem Vitamin C ist eine gute Idee.... ich hatte mich schon gewundert, da mich ein Apfel zeitweise klarer im Kopf macht..... kann das auch mit dem Vitamin C Gehalt zusammenhängen???

Ich werde mich auf jeden Fall noch weiter einlesen und auch versuchen, mich zwischendurch mehr hinzulegen und zu entspannen.... vielleicht sollte ich wirklich das Medikament nehmen um mich mal runterzuholen, weil ich ja wirklich auch jetzt noch ständig unter Strom stehe alles zu schaffen, bloß nicht zu versagen.... ich schätze mal, dass es sicher sinnvoll ist, den Kopf dann auch öfter mal abzulegen oder???

Ich habe am Dienstag noch einen Termin bei einem Orthopäden, der sein Handwerk sehr gut verstehen soll.... vielleicht kann er mich dann zu einer manuellen Therapie weiterleiten....und von da aus kann ich dann weitersehen....

Ich würde wirklich alles dafür tun, damit es endlich besser wird....dieser Zustand ist wirklich ekelhaft.... die einzige Zeit wo ich wenigstens etwas entspannt bin, das ist Abends wenn ich im Bett liege....

vor allem ist es ja auch recht heftig...wenn ich an einer Stelle sitze, z. B. vorm Laptop und mich quasi nur auf einen Punkt konzentriere, dann ist es noch erträglich, aber wehe ich bewege mich.... das ist zuviel für mein Gehirn.....vor allem fühle ich mich selbst auch nicht mehr richtig.... es ist so, als wäre mein Körper von mir abgeschnitten.....meine Beine laufen zwar, aber mehr automatisch....da darf ich mich auch nicht drauf konzentrieren....denn es fühlt sich so sonderbar an....da kriegt man gleich wieder Panik.... :(.

Sorry, wenn ich hier so kreuz und quer schreibe.... aber es ist wirklich schwer zu ertragen.....

Ich bin so froh, dass ich Euch hier gefunden habe!!! Und ich bin Euch unendlich dankbar, dass Ihr Euch diese große Mühe macht mir zu helfen, mich zu beruhigen und mir gute Tipps an die Hand zu geben!!!

Ehrlich, Ihr seid echt toll!!! DANKE!!!

Viele liebe Grüße,

Marie
 
ich habe von meinem Arzt ein Medikament bekommen, was einen locker macht, ich überlege ob ich es nehmen soll.... damit ich mal runterkomme von dieser Angst und Selbstbeobachtung.....

das mit dem Vitamin C ist eine gute Idee.... ich hatte mich schon gewundert, da mich ein Apfel zeitweise klarer im Kopf macht..... kann das auch mit dem Vitamin C Gehalt zusammenhängen???

vielleicht sollte ich wirklich das Medikament nehmen um mich mal runterzuholen, weil ich ja wirklich auch jetzt noch ständig unter Strom stehe alles zu schaffen, bloß nicht zu versagen....

vor allem ist es ja auch recht heftig...wenn ich an einer Stelle sitze, z. B. vorm Laptop und mich quasi nur auf einen Punkt konzentriere, dann ist es noch erträglich, aber wehe ich bewege mich.... das ist zuviel für mein Gehirn.....

Hallo Marie,

gib hier doch mal den Namen des Medikaments und die Dosis je Tablette an, die da drauf steht. Mit mehr Info über das Medikament, kannst Du dann besser entscheiden, ob Du es nimmst oder nicht.

Wenn Dir schon ein Apfel hilft klarer im Kopf zu werden, dann hast Du einen erheblichen Vitamin C-Mangel, auch wenn Äpfel bekanntlich noch viele gute Inhaltsstoffe mehr haben, iß mal öfter Äpfel und nimmt Vit. C. Es ist zumindest mal ein Ansatzpunkt.

"Bloss nicht versagen" so sollte niemand denken, dem es gesundheitlich nicht gut geht. ZUERST kommt die Gesundheit, alles andere läuft unter ferner liefen! Du setzt dich offenbar auch selbst stark unter Druck, was in dieser Situation die Symptome verschlimmern kann. Lerne auf Deinen Körper zu hören! Wenn er müde ist, ruhst du dich aus. Wenn du dich wieder fit fühlst machst du weiter! Der Körper ist keine Maschine, er braucht Auszeiten!

Erst eine starre Haltung und dann Bewegung, recht plötzlich, nicht gut. Vermeide die starre Haltung indem du immer mal wieder den Kopf drehst, nickst, höher hälst, immer nur ein wenig und so weit, daß es nicht schmerzt, damit die Muskeln nicht erstarren. Das tut den Augen übrigens auch gut, weil sie sich mehr bewegen müssen, um am Bildschirm zu bleiben.

Gruß,
Clematis
 
Hallo Clematis,

Ich habe echt Probleme zu schlafen. Zum Einen ist es die Wärme im Gemäuer, zum Anderen tut mir momentan der Gesamte Rücken weh und ich bekomme nur schlecht Luft weil alles so derbe verspannt ist (halt auch vom Nacken bis zum Anfang der LWS). Das ist ein wirklich belastender Zustand.

Das Medikament heißt Alprazolam und ist gegen die psychischen Spannungszustände, die es sicher auch nicht besser machen. Und Du kannst mir glauben, dass ich es nichtmal ansatzweise in Erwägung ziehen würd es zu nehmen wenn es anders gehen würde.

Bisher habe ich es auch nicht genommen, weil ich die ganze Zeit hoffe, dass ich es auch so hinkriege, aber so langsam... :(

Ich weiß dass es gegen die Unruhe wirkt, weil ich es vor Jahren schonmal genommen habe.

Tetrazepam wurd ja (leider) vom Markt genommen. Das habe ich so gut vertragen und es hat damals auch wirklich geholfen, nicht nur gegen die Vekrampfungen, sondern um generell entspannter zu sein, was natürlich dazu geführt hat, dass man einfach die Ruhe und Geduld hatte da durchzugehen.

Ja. Das mit dem Vitamin C werd ich in jedem Fall machen. Das ist irgendwie lustig, dass Du das geschrieben hast, weil ich mir letztens ne Dose geholt habe.

Hatte hier in einem anderen Thread gelesen, dass MSM (Schwefel) auch helfen KANN, gewisse Symptome zu lindern. Vor allem in Verbindung mit Vitamin C. Vielleicht sollte ich das wirklich mal testen. Was meinst Du?

Ich werd mal schauen, und vor allem werd ich zusehen, dass ich mich viel öfter ausruhe und gesünder ernähre. Ess ja kaum mehr was :( Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hab ich neuerdings ne Abneigung gegen Fleisch...

Und ich hab so ein schönes großes Sofa. Das sollte ich viel öfter nutzen.

Werd jetzt versuchen noch etwas zu schlafen.

Danke für Deine Mühe!!!

Viele Grüße

Marie
 
Ich habe echt Probleme zu schlafen. Zum Einen ist es die Wärme im Gemäuer, zum Anderen tut mir momentan der Gesamte Rücken weh und ich bekomme nur schlecht Luft weil alles so derbe verspannt ist (halt auch vom Nacken bis zum Anfang der LWS). Das ist ein wirklich belastender Zustand.

Hallo Marie,

das ist wirklich kein schöner Zustand. Versuch mal folgendes: nimm mal zwei Kissen oder mehr, lege sie so, daß sie einen dicken Keil bilden, so daß deine Schultern höher liegen und achte dabei darauf, daß der Nacken und Kopf auf der Schräge mit der oberen Brustwirbelsäule eine gerade bilden. Nacken und Kopf dürfen zur Schulter hin keinen Knick haben. Das kann diesen Bereich entlasten und insbesondere deine Atmung erleichtern. Mit der Höhe dieses Keils muß du gegebenenfalls etwas experimentieren.
Das Medikament heißt Alprazolam und ist gegen die psychischen Spannungszustände, die es sicher auch nicht besser machen. Und Du kannst mir glauben, dass ich es nichtmal ansatzweise in Erwägung ziehen würd es zu nehmen wenn es anders gehen würde. Bisher habe ich es auch nicht genommen, weil ich die ganze Zeit hoffe, dass ich es auch so hinkriege, aber so langsam... :(
Ob du Alprazolam nimmst oder nicht, da will ich dir nicht reinreden. Ich möchte dir nur genauere Informationen dazu geben, damit du deine eigene Entscheidung treffen kannst. Hier gibt es sehr ausführliche Infos, die zum Teil nicht im Beipackzettel stehen:
compendium.ch - Alprazolam Pfizer®
Schau dir besonders den Abschnitt ab Kontraindikationen an.
Hier wird es weiter unten im Text erwähnt:
"ANGST ESSEN SEELE AUF" – MEDIKAMENTE GEGEN ANGSTZUSTÄNDE UND PANIKATTACKEN - arznei telegramm
Beachte, daß man sich daran gewöhnt, man könnte abhängig werden, oder die Dosis dann weiter erhöhen müssen. Da du damit ohnehin vorsichtig bist, könntest du es ja mal für eine Woche ausprobieren.

Der Wirkstoff ist Benzodiazepin, der gleiche, der in Tetrazepam enthalten war.
KEINE ABHÄNGIGKEIT DURCH TETRAZEPAM (MUSARIL U.A.)? - arznei telegramm
Letzteres Medikament wurde aus gutem Grund vom Markt genommen, weil das Mittel tödliche Hautreaktionen zur Folge hatte. Wenn dann solltest du Alprazol also nur für kurze Zeit einnehmen.
Hatte hier in einem anderen Thread gelesen, dass MSM (Schwefel) auch helfen KANN, gewisse Symptome zu lindern. Vor allem in Verbindung mit Vitamin C. Vielleicht sollte ich das wirklich mal testen. Was meinst Du?
MSM könnte dir auch etwas helfen, es ist aber in erster Linie in Verbindung mit Glucosaminen und Chondroitin für die Gelenke an Armen und Beinen, Händen und Füßen von Nutzen. Doch eine Kur damit könnte dir helfen, falls dir diese Stoffe fehlen, was durchaus möglich ist.
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MSM – Methylsulfonylmethan – Wofür ist es gut? - Gesund24h

Gegen die Rückenschmerzen, Atembeschwerden dadurch und vor allem für deine Stimmung, kannst du aber mal Magnesium-chlorid probieren, das wirkt schon nach 2-3 Tagen, hat keine Nebenwirkungen. Hier die Beschreibung, die ich mal zusammengestellt habe:
Magnesium-Chlorid: regt die Leukozyten stark an - bis zu 4-fach und damit das Immunsystem, bei allen Infektionen anwendbar, auch zum Reinigen von Wunden, gleicht den Kalzium-Haushalt aus - wo zuviel eingelagert wurde, wird es abgebaut und wo was fehlt, wird es eingebaut (gut für die Knochen und um Kalziumanlagerungen an der WS abzubauen, die dort nicht hingehören), wirkt entzündungshemmend (Nervenentzündungen) und hat noch weiter positive Wirkungen, u.a. vorbeugend gegen Krebs, stimmungsaufhellend usw.

Dosierung: 20g als Pulver in einem Liter Wasser auflösen, davon 2-3x täglich 50ml trinken, bei akuter Krankheit auch 4x tägl. Da es “schlimm” schmeckt mit Apfelsaft mischen, überdeckt den Geschmack am besten. Als Pulver sowie im Wasser lange haltbar.

Bei der Bestellung in der Apotheke darauf achten, daß die 20g-Packungen vakuumverpackt sind, da Magnesium-chlorid Feuchtigkeit anzieht und man sonst nur noch Klumpen hat. Apotheken in Deutschland wissen das oft nicht, in F ist es ganz normal und Papiertütchen kommen nicht zum Einsatz. 20g kosten in F z.B. 1,50, nur als Anhaltspunkt und reichen für 20 Dosen.

Vor vielen Jahren wurde mein Ischias bei einer OP verletzt, bildete Narbengewebe, was zu ständigen Druckschmerzen führte, besonders nachts. Nachdem ich Magnesium chlorid drei Tage eingenommen hatte, schlief ich erstmals durch. Auch sonst war ich belastungsfähiger.

Folgendes Büchlein (leider nur in französisch) von einer Schweizer Autorin Marie-France Muller: Le Chlorure de Magnésium, Un remède miracle méconnu, schildert zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. Auch wie ein französischer Arzt das Mittel entdeckte und die weitere Entwicklung. SEHR empfehlenswert!
Mit Magnesium chlorid könntest du mindestens einen Teil der Schmerzen los werden und auch deine Stimmung wieder heben, kämest damit um die Einnahme eines anderen Medikaments herum. Ich kann dir nur empfehlen, es mal auszuprobieren.
Und ich hab so ein schönes großes Sofa. Das sollte ich viel öfter nutzen.
So ein schönes Stück sollte man wirklich oft benutzen! ;) :sleep:

Liebe Grüße,
Clematis
 
Liebe Clematis!

Erst einmal möchte ich Dir ganz herzlich DANKEN!!! Dass Du Dir so eine Mühe machst mir zu helfen!!!

Dieses Forum ist einfach Gold wert!!! Auf jeden Fall!!!

Ich bin heute einfach mal länger liegen geblieben..... Kopf abgelegt und Vorhänge zu....das hat den Zustand erträglich gemacht.... wenn nicht soviel Licht auf mich strahlt dann ist das mit den Reizen auch nicht so schlimm....

Jetzt, wo ich im Wohnzimmer am Netbook sitze ist es wieder um einiges schlimmer..... am meisten belastet mich echt diese schlimme Leere im Kopf.... dieses nichts realisieren, nichts wirklich wahrnehmen.... ich gehe ins Bad, stehe da, starre auf die Zahnpasta in meiner Hand und frag mich was ich wollte....klar! Zähne putzen.....

...das ist wohl alles wirklich fürchterlich überreizt.... manchmal guck ich auch irgendwo hin und frag mich "was sehe ich da jetzt eigentlich?"

Wahrscheinlich denke ich in meinem "Nicht denken können " immernoch zu viel nach.... denn ich bin ein Kopf-Herz Mensch..... ganz schwierige Kombination..... Wobei meine Reaktionen einwandfrei klappen muss ich dazu sagen..... gestern ist einer beim Autofahren rausgezogen und ich sofort auf die Bremse und konnte damit schlimmeres verhindern..... also im Fall der Falle geht das..... genauso wie mir etwas aus dem Schrank entgegengefallen ist, ich habs aufgeschnappt.... wahrscheinlich konzentriere ich mich viel zu sehr auf das "nicht wahrnehmen können" ..... keine Ahnung..... deswegen ja auch das Alprazolam (danke für die Infos Du Liebe!).....

Das würde mich zumindest kurzzeitig entstressen und runterholen..... und von dem angestrengten Denken befreien....

Ich habe es vor 5 Jahren schonmal genommen..... damals habe ich es sehr gut vertragen und es hat mir auch gut geholfen. Abhängig geworden bin ich davon nicht..... auch nach 3 Monaten nicht.... aber so lange will ich es um Gottes willen nicht nehmen... es soll mir nur den Stress rausnehmen, der sich zusätzlich in die Muskulatur frisst.... wobei ich gerade gelesen habe, dass das Alprazolam ja erstaunlich gut wegkommt in den von Dir verlinkten Berichten... aber so kann ich da auch bestätigen.... ich hatte nie Probleme mit dem Absetzen oder so.... hatte davor mal Tavor (Lorazepam) und das war die absolute Hölle, das kann ich Dir wohl sagen..... Tetrazepam hingegen war bestens verträglich, also für mich zumindest....

Was ist der Unterschied zwischen Magnesiumchlorid und Magnesiumcitrat? Ich nehme schon seit gut 3 Jahren jeden Abend Magnesiumcitrat in Pulverform, vor allem um Migräne (mit Aura) vorzubeugen....

Ja, mein Sofa.... es ist wirklich schön :)

Danke für die Idee mit dem Keil :)

Viele Grüße

Marie
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen Marie,

tut mir leid, daß Deine allererste Zeit im Forum so sehr von Leid und Sorgen erfüllt ist. Zum Glück scheinst Du aber - manchmal etwas umdüstert - durchaus Zuversicht zu haben. Vor allem schreibst Du aus sehr genauem und subtilem Spüren. Da ist offenkundig noch viel anderes als Deine Benommenheit und was Du sonst noch beobachtest.

Nun bist Du ja hier schon ausgezeichnet versorgt. So geb ich nur am Rand, optional sozusagen, ein bißchen von meinem Senf dazu.

Vom Pferd gefallen bin ich nie - aber, vor Jahrzehnten, im Gebirge 10 m abgestürzt (Wirbelbruch, komplizierter Oberschenkelbruch, Gehirnerschütterung); der BWS/LWS-Übergang mußte versteift werden. Aber ich war schnell und für lange Zeit wieder fit. Vor ein paar Jahren las ich Kuklinski und ließ - wie Du vermutlich auch - Sandberg-Röntgenaufnehmen machen und, siehe da, mein Dens axis stand ziemlich schief in der für ihn vorgesehen Höhle des Atlas. Ich machte so ziemlich alles: Arlen, Atlasprofilax (hat mir nicht eingeleuchtet), Osteopathie (ein hervorragender Therapeut, nach jeder Stunde bei ihm fühlte ich mich zauberhaft) - aber meine eigentlichen Beschwerden (Konzentration, Gedächtnis, Schlaf, Angst, Depressiion, Erschöpfung) änderten sich nicht; jedoch kriegte ich Nackenschmerzen, vermutlich weil ich dort die Ursache vermutete.

Was sagte denn Dein Orthopäd, was bei Deiner HWS "im Argen" liege? (Orthopäden halte ich für extrem hilflos. Wenn sie nicht operieren, haben sie ja kaum therapeutische Möglichkeiten.)

Zunächst fand ich die orthopädische Nackenstütze sehr hilfreich. (Man soll sie nicht länger tragen, als unbedingt nötig, hörte ich - sonst wird die Muskulatür geschwächt) Dann aber vor allem isometrische Übungen, zweimal täglich. (Dazu auch die Übungen mit Augen und Zunge, bei Kuklinski beschrieben, wenn ich mich richtig erinnere.) Die sind sehr einfach, aber man muß sie sich zeigen lassen. (Besser von einem Physiotherapeuten als von einem Orthopäden, fand ich). Dann: immer wieder meine Haltung korrigiert: Die Halswirbelsäule gerade (d.h. das Kinn sehr sanft nach hinten gezogen). Wie in den Meditationsanleitungen beschrieben: als ob in der Mitte der Fontanelle ein Faden nach oben zöge. (Diese Haltung hat übrigens erstaunliche seelische Auswirkungen: nach 10 Minuten "Aufrichtung" sind die Werte auf einer Depressions-Skala signifikant gesunken.) Dann die Schreibtischarbeit: soweit möglich nur noch im Stehen. (Früher arbeiteten ja viele an Stehpulten - von Goethe gibt's ein berühmtes Porträt, das ihn so zeigt.) Dann die Laptops: nach meinem Empfinden geht das über längere Zeit nur mit externer Tastatur. (Oberkante des Bildschirms in Augenhöhe; Tastatur so, daß bei entspannten Schultern die Unterarme horizontal sind - wie bei Pianisten.)

Was mir auch half: Stark durchblutungsfördernde Salben (Finalgon extra stark) und ABC-Pflaster, die jetzt leider nur noch relativ wirkungsschwach auf dem Markt sind. (Man kann die Wirkung steigern, indem man vor dem Aufbringen die Haut naß abrubbelt.) Aber das ist vielleicht nicht jederfrau Sache - ausprobieren. Klinghardt-Therapeuten empfehlen eine Bienengift-Salbe, Venex, zur Durchblutungsförderung; ich habe keine Wirkung gemerkt.

Ich bin auch durch ganz Deutschland zu Kuklinski gepilgert. Sehr stark erhöhtes NO in der Ausatemluft. Aber der Nitrostreß (gemessen durch Nitrotyrosin u.a.), auf den es ja ankommt, gering. Später zeigte ich Dr. Joachim Mutter (bei dem ich seit langem in Behandlung bin und der Kuklinski sehr schätzt) die Sandberg-Aufnahmen: "Ach, das haben viele", sagte er. Ich war natürlich froh um jede Stelle, die sich nicht zur Baustelle entwickelte. Allerdings hält K. in extremen Fällen sogar Versteifungs-OPs für notwendig. Was man evtl. bei Dir noch machen könnte: Doppler-Sonographie der (aller) Hals-Arterien. (Geht sogar transkranial.) Aber wahrscheinlich nicht notwendig.

Familiärer Stress. Ja, Belastungen im Nahbereich können einen fertig machen. Speziell wenn sie auswegslos scheinen. Und Du hast ganz offensichtlich kein dickes Fell. Ich glaub nicht so sehr an Psychotherapie in diesem Fall. Eher an eine weise Freundin, die mit Dir zusammen überlegt und Dich ermutigt. Manchmal gibt es ja Lösungen. Schmerzhafte vielleicht.

Dunkelheit. Man weiß, daß die beim Schlafen entscheidend wichtig ist. Schon der geringste Lichtschein stört. In der Stadt helfen dazu m.W. nur diese schwarzen Augenklappen.

Deine Zustände nach Mahlzeiten. Ähnliches (vermutlich) kenne ich auch schon sehr lang. Eine der Theorien: Durch Erhitzen von Nahrungsmitteln entstehen zahllose Xenobiotika (u.a. AGEs = Advanced Glycosylated Endproducts), für die unser Organismus seit Hunderttausenden von Jahren nicht ausgelegt ist und die z.T. toxisch sind (z.B. Acrylamid). Früher nannte man das Phänomen "Verdauungsleukozytose", aber nicht immer müssen die Leukozyten erhöht sein. (Bei mir waren sie's, 3-fach überm Referenzbereich). Was jedenfalls vielfach nützen soll (und mir half): Einfach alles roh essen. Ich weiß, damit setzt man sich in Fettnäpfchen (denn nur Schwerkranke sind dazu bereit), aber sei's drum. Kannst alle Kochtöpfe und Pfannen verschenken und stattdessen einen sehr starken Mixer kaufen. (Denn auch mit den besten Zähnen kann man nicht soviel Rohes kauen, wie man braucht.) Und dann alles genießen, wie der Herr es geschaffen hat. Schmeckt auch ganz anders. Dazu empfehle ich von Joachim Mutter: "Grün essen!" (oder Markus Rothkranz: "Iss dich gesund" - M. begründet mehr, R. predigt eher). Das sind keine Spinner: J.M. ist u.a. der persönliche Arzt einer mehrfachen Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Mountainbiking. -- Viele meinen, sie vertrügen Rohkost nicht, aber sie machen faktisch Fehler dabei. Auf Fruktose, Laktose, Gluten würde ich verzichten, ganz ohne Tests. Auch auf histaminreiche Nahrungsmittel. Eigentlich kein Problem.

Jedenfalls hab ich nach einer Rohkostmahlzeit keinerlei Beschwerden; im Gegenteil. (Jetzt hältst mich für durchgeknallt?)

Muskelrelaxantien sind m.W. alle Benzodiazepine mit schädlichen Nebenwirkungen (auch seelischen, z.B. Minderung von Feinfühlingkeit und Wachheit) - würde ich möglichst vermeiden. Wenn's um Schmerzen ging, fand ich Metamizol (Novalgin) wirksam und nebenwirkungsfrei. (Den Saft, nicht die Dragees, weil die Titandioxyd enthalten.)

Nahrungsergänzungsmittel könnten Dir schon gut tun. Jedenfalls mal die wichtigsten Antioxydantien. Die meisten kann man gefahrlos auf eigene Faust einnehmen. (Ich weiß, wieder ein Fettnäpfchen. Aber nicht alle Vitamine müssen medikalisiert werden.) Sie haben eine bestimmte logische Reihenfolge, die Kuklinski gut beschreibt. MSM ist sicher o.k. (Schwefelhaltige Aminosäuren ebenso: NAC und SAM = N-Acetyl-Cystein, S-Adenosyl-Methionin.) Gegen Schlaflosigkeit wird seit Jahrzehnten Melatonin empfohlen. (Am besten sublingual.) Würde mal checken lassen, ob Dein Homocystein zu hoch ist und ob Du HPU (Hämopyrrolaktamurie) hast. Beides ist einfach behandelbar. Wetten würde ich, daß Du viel zu wenig Vitamin D hast. Langsam setzt sich die Einsicht durch, daß dies für viele Funktionen außerordentlich wichtig ist und daß es hochdosikert substituiert werden sollte.

Klar, es wäre gut, wenn Du einen Arzt oder HP finden würdest, der was von Orthomolekularer Medizin versteht. Klinghardt-Schülerinnen tun das oft. (Ob ich an deren Testmethoden glauben soll, bin ich nicht sicher.) Oder jemanden aus der Cellsymbiosis-Schule (Kremer).

Entspannungsübungen (Progressive Relaxation nach Jacobsen; Autogenes Training; von YOGA versteh ich zu wenig) könnten Dir vermutlich schon gut tun. Was ich mir für Dich als gut verstelle, sind Methoden, die Dich in eine innige Verbindung mit Deinem Körper bringen. Sozusagen am Übergang vom Leib zur Seele und zurück. Vielleicht magst Dir das Büchlein von Eugene Gendlin: "Focusing" anschaffen. (Ist deutsch; nur der Titel nicht übersetzbar.) Da geht man aus vom jeweils aktuellen Befinden: Schmerz, Anspannung, Abwesenheitsgefühl, Trauer, Wut, was auch immer (auch positive Empfindungen sind erlaubt) und sammelt geduldig und sanft die Aufmerksamkeit dort im Körper, wo die Empfindung vor allem spürbar ist. Und läßt sie wirken. Schließlich fragt man, leise: "Wie fühlt sich denn das an?" / "Wo will denn das hin?" Und wartet (auch das "leise"). Irgendwann kommt eine oft sehr subtile Antwort, meistens mit einer leichten körperlichen Veränderung. (Nie gibt man selber die Antwort.) Ist eine zauberhafte und geniale Methode. (Künstler arbeiten vielfach so - ohne je was von Gendlin gehört zu haben.) Gendlin - jetzt ist er uralt - ist Nachfolger von Carl Rogers in Chicago; einige Gesprächs- oder Klientenzentrierte Therapeuten (leider nur wenige) vermitteln die Methode. Es gibt ein Internationales und ein deutsches Focusing-Network; Klaus Renn war oder ist da Leiter (Agnes Wild-Missong in Zürich, Johannes Wiltschko in Wien). Findest leicht im Internet.

Der zweite Ansatz: Atmen. Der Atem verbindet ja Leib und Seele auf sehr besondere Weise. Das beste Buch, das ich kenne, ist von Gay Hendricks: "Bewußt atmen". (Viel schöner, mit Illustrationen, das amerikanische Original "Conscious Breathing".) Anfangs tiiiefe Bauchatmung, klar. Aber im Weiteren gibt es noch mehr bewegende Entdeckungen, bis zur Entdeckung des craniosacralen Pulses und bis zu Partnerübungen. Die Übungen machbar ohne Anleiter.

Schließlich noch die "Meridian-Dehnungsübungen". Die bewegen sich auch zwischen Seele und Leib. Sehr einfach; eine für jeden der 12 Meridiane. Manche Shiatsu-Lehrer oder TCM-Ärzte vermitteln die. Geht (unterstützt durch Bilder) in einer Stunde; später nochmal eine zur Korrektur. (In Deinem Fall niemals den Kopf nach hinten, also Vorsicht z.B. beim Lungenmeridian.)

Ach, noch die üblichen aber notwendigen Banalitäten: Hast / hattest Du Amalgam in den Zähnen? Und: von wievielen Hochfrequenzschleudern bist Du denn umstellt? (Auch die der Wohnungsnachbarn zählen leider mit.) Handys, DECT-Telefone, WLAN, Smart Meters, Funkmasten? Die können Dir erheblich schaden, auch wenn Du (subjektiv) nicht elektrosensitiv bist.

Hintergrund: Ich bin nicht sicher, ob Dein Sturz vom Pferd wirklich DIE Ursachen Deines Leidens ist. (Auch nicht, ob diese Frage so entscheidend ist.) Ich würde eher an das berühmte Faß denken, das halt irgendwann überläuft.

So, jetzt hab ich Dir das Ohr abgekaut. Hoffentlich war's wenigstens nicht zuviel Fachchinesisch.

"Guten Morgen" - dafür ist eigentlich zu spät. Aber, als ich's schrieb, noch nicht.

Die allerbesten Wünsche für Deine Genesung,
Windpferd
 
...wahrscheinlich konzentriere ich mich viel zu sehr auf das "nicht wahrnehmen können" ..... keine Ahnung..... deswegen ja auch das Alprazolam...

Hallo Marie,

ja, ich denke du grübelst zu viel darüber nach... Laß die Dinge doch einfach mal laufen... Ich stehe auch mal vor einem Schrank und frage mich dann, was wollte ich hier eigentlich? Deshalb zweifele ich nicht an meinem Verstand, denn allzuoft denkt man an mehreres gleichzeitig und dann vergißt man eines davon. Was soll's?

Alprazolam wird da nicht helfen. Es betäubt dich noch mehr und dämpft deine Reaktionen. Damit solltest du z.B. nicht Auto fahren. Deine Reaktionen sind ja noch völlig in Ordnung, dein Auto- und Schrankbeispiel. Magnesium chlorid hilft dir auf harmlosere Art beim Entstressen...

Was ist der Unterschied zwischen Magnesiumchlorid und Magnesiumcitrat? Ich nehme schon seit gut 3 Jahren jeden Abend Magnesiumcitrat in Pulverform, vor allem um Migräne (mit Aura) vorzubeugen....

Magnesium citrat wirkt so wie reines Magnesium, wird aber leichter vom Körper aufgenommen. Hauptmerkmal ist die Entkrampfung.
Magnesium chlorid hat ganz andere Indikationen. Leider kann ich im Netz nichts Deutsches dazu finden. Meine Infos kommen aus dem französischen Büchlein deiner Namenscousine Marie-France Muller und den Erfahrungen, die ich selbst damit gemacht habe. Bei Schmerzen, die mit der Wirbelsäule zusammenhängen, wirkt es erstaunlich gut.

Liebe Grüße,
Clematis
 
Was sagte denn Dein Orthopäd, was bei Deiner HWS "im Argen" liege? (Orthopäden halte ich für extrem hilflos. Wenn sie nicht operieren, haben sie ja kaum therapeutische Möglichkeiten.)

Hallo Windpferd,

ein treffender Kommentar - :)))

und für Marie zahlreiche weitere Ansatzpunkte, was noch alles helfen könnte! :)

Liebe Grüße an Euch Beide,
Clematis
 
Hallo Windpferd! :)

Ich danke Dir von ganzem Herzen für Deine Mühe, die Du Dir hier für mich gemacht hast.... Das ist ja Wahnsinn wieviel Hilfe Ihr hier gebt!!! DANKE!!! :danke2:

Das ist ja wirklich schlimm, was Du erleben musstest....da kannst Du ja nur froh sein, dass Du überlebt hast..... es hätte ja auch noch wesentlich schlimmer kommen können :eek:

Bei mir liegen nach Auswertung der Röntgenaufnahmen Blockaden der Kopfgelenke vor... angeblich auch eine Bänderdehnung. Mehr hat man mir nicht gesagt.... Um dieses spezielle Röntgen musste ich ehrlich gesagt auch betteln.... weil ich gemerkt habe irgendwas stimmt da nicht....

Damals war es aber nicht annähernd so besch... (sorry) wie jetzt.... ich habe mich in den letzten Wochen wohl maßlos überlastet -AUCH- mit Stress, oder sogar vorallem mit Stress..... zumal ich nach sehr langer Zeit (in der ich in einer Beziehung lebte) alleine bin.... muss auch zugeben, dass ich damit nur schwer zurechtkomme.... dann alles schaffen was so anfällt.... das macht halt Druck.... bin auch Mama und arbeite....

....war letztes Jahr auch mal für eine Weile im Fitness Studio...da hat man mir auch gesagt, dass sich alles in den Nacken setzt, der ganze Stress.... also, es ist ein ganz dicker Anteil Psyche, aber eben nicht nur....deswegen ja auch das Alprazolam.... wie gesagt, mit dem Medikament habe ich ja (und da bin ich nicht stolz drauf) schon Erfahrungen.....

Wo bekommt man die orthopädische Nackenstütze? Wir sie einem verschrieben? Oder muss man sie sich selber kaufen? Da ich auch eine sitzende Tätigkeit habe, so wäre es vielleicht sinnvoll so etwas zumindest für eine gewisse Zeit zu tragen.....

Also die isometrischen Übungen die mache ich ja schon.... diese Zungen Augen Übung die kenne ich gar nicht..... muss mich wie gesagt echt erstmal einlesen.... wobei die Konzentration momentan wirklich nicht besonders gut ist..... bei mir knirscht und knackt auch alles, das ist vollkommen unangenehm..... auch wenn ich meinen Kopf ablege, oder auf meine Kopfgelenke drücke, dann knackt es oft im ganzen Gebälk......

Finalgon habe ich eine ganze Weile auch benutzt, auch das extra stark, aber auf die Kopfgelenke kann ich das ja nicht kleben.... das würd ich dann auf die Haare kleben und das wäre glaub ich eine unschöne Angelegenheit.....

Die schmerzhaften Lösungen im familiären Bereich gab es ja schon.... ich lebe mit meiner Tochter jetzt alleine.... musste nur jahrelang funktionieren und bin selbst dabei fast untergegangen.... stand immer unter Strom....das wird wohl eine Mitursache sein.....

Nein, ich halte Dich nicht für durchgeknallt was Deine Rohkostmahlzeiten betrifft, warum sollte ich das auch??? Da muss ich auch umdenken was das angeht.... und wesentlich mehr auf meine Ernährung achten.....

Metamizol habe ich auch schon probiert und leider übelst darauf reagiert, mit Atemnot und meinen hätte es fast weggehauen :(

Mit den Nahrungsergänzungsmittel kannst Du sicher Recht haben. Ich nehme derzeit Vitamin B Komplex zu mir und Abends Magnesiumcitrat. Weiteres nehme ich nicht zu mir, wobei Vitamin C sicher auch sehr wichtig wäre..... ich muss mir mal wirklich einen richtigen Plan zusammenstellen um mir die richtigen Stoffe zuführen zu können..... Vitamin D.... da habe ich mal gelesen dass der Körper auch sehr negativ drauf reagieren kann.... was ist da dran.... wobei.... wenn ich mir überlege, was ich nicht alles testen lassen müsste... oh Mann.... wie lange soll das dauern??? Und was soll das kosten??? :eek:

Entspannungsübungen wäre sicher ein guter Ansatz, aber dafür muss ich mir unbedingt die Zeit freischaufeln....

Amalgam habe ich keines in den Zähnen.... aber Elektrosmog...das kann sein.... W-Lan, Funktelefon, Handy, Tablet..... also dieser Faktor existiert tatsächlich.... hatte ich letztens sogar noch was drüber gelesen.....

Ich danke Dir!!!!

Viele Grüße

Marie
 
Liebe Clematis,

danke! :)

Ja, meine Reaktionen funktionieren, das stimmt.... ich glaub ich mach mich selbst ganz kirre, durch das ständige Hinterfragen...draum wollte ich ja das Alrazolam, um das einfach mal abzustellen..... eine typische Situation ist:

Ich fahre Auto, und frag mich, ob ich es schaffe gleich auch wirklich rechts abzubiegen, also ob mein Körper mir folge leistet, weil ich ja so benommen bin....

Diese Benommenheit und die Leere im Kopf und das "vor etwas stehen" und nicht peilen was Sache ist, das ist echt das schlimmste an allem.....

Mmmh.... und wo bekomme ich Magnesiumchlorid??? Ich nehme an, dass ich das Citrat dann nicht mehr nehmen sollte, oder???

Eure Tipps, also von Dir und Windpferd, und auch von Kate.... die sind echt toll!!! DANKE!!!! :danke::danke::danke::danke::danke::danke::danke::danke::danke::danke:

Viele Grüße

Marie
 
Diese Benommenheit und die Leere im Kopf und das "vor etwas stehen" und nicht peilen was Sache ist, das ist echt das schlimmste an allem.....

Mmmh.... und wo bekomme ich Magnesiumchlorid??? Ich nehme an, dass ich das Citrat dann nicht mehr nehmen sollte, oder???

Hallo Marie,

Magnesium chlorid (wichtig chlorid mit D am Ende, es gibt es noch mit T am Ende und das ist es NICHT) bekommst du in der Apotheke. Das Magnesium citrat dazu wäre wohl etwas viel Magnesium, daher solltest du es zunächst nicht gleichzeitig einnehmen.

Die Benommenheit im Kopf kann auch von deinen Funkgeräten mit verursacht werden. Das Funktelefon ist dabei der schlimmste Sünder - ersetze es mit einem Festnetztelefon. Handy nur mit Kopfhörer und mindestens 50 cm langem Kabel verwenden. WLAN durch Festnetzanschluss ersetzen - WLAN dann am Router ausschalten, sonst strahlt der weiter. Ggfs. Mikrowelle auf den Müll, sie "strahlt" dich nicht nur in der Küche an, sondern zerstört auch die lebenswichtigen Proteine in der Nahrung.

Vitamin D kann man, vorausgesetzt es liegt keine Allergie vor, sehr hoch dosiert einnehmen, ohne Probleme. Die üblichen Dosierungen in Vitaminpräparaten sind viel zu niedrig und wirken nicht. In der Orthomolekularmedizin werden Dosierungen bis 18.000 IE täglich verwendet. Wenn du also etwa 10.000 IE nimmst, liegst du weit unter einem möglichen negativen Effekt. In D sind diese hohen Dosierungen verschreibungspflichtig, daher beschaffe ich mir meine aus den USA, wo sie zudem viel billiger sind.

Gruß,
Clematis
 
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