Knochenszintigrafie?

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23.11.11
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Hallo zusammen,

hat das jemand von Euch schon mal machen lassen?
Ein KC sagt, dies sei die wirksamste Methode, um Entzündungen festzustellen!
Ein CT oder auch MRT, würden nichts bringen.
Mich schaudert es, bei dem Gedanken mir radioaktives Zeugs in die Vene spritzen zu lassen... :-(

LG Loup
 
Hallo an alle,

was stimmt denn jetzt, wie kann man Entzündungen sichtbar machen? CT, MRT oder Szintigramm? Ein Mund-Kiefer-Gesichtschirurg hat mich letztes Jahr ins CT geschickt wg. starker Schmerzen. Diagnose des Radiologen und KC unabhängig: keine Entzündung zu sehen.
Nächster Prof. M-K-G-Chirurgie wollte mich im Dezember wieder ins CT stecken um evtl. Veränderung zu erkennen. Da ich bald eine Entscheidung treffen muß, ob mir der Kiefer geöffnet wird, möchte ich natürlich die effektivste Methode der Untersuchung mit der geringsten Strahlendosis. Zur Zeit fühle ich mich wie eine 90-jährige.
Mich irritiert es völlig, dass in der heutigen Zeit alle KC offenbar diverse Meinungen vertreten.


Gruß Veilchen
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hallo,

hab ein MRT hinter mir!
Laut Arzt, keine auffälligen Knochenveränderungen zu sehen. Er sagte aber dazu, dass MRT-Aufnahmen verfälscht werden können, wenn erst vor kurzem zahnärztliche/kieferchirurgische Behandlungen stattgefunden hätten,
da es da einen gewissen Metallabrieb der Instrumente gebe und dieses Metall Sachen im MRT überlagert!
Außerdem wären meine Lymphknoten geschwollen, was meines Wissens durchaus ein Zeichen für eine vorhandene Entzündung ist.

LG Loup
 
Es kommt natürlich auch darauf an, WAS untersucht werden soll. Wenn nur ein bestimmtes Gelenk oder ein WS-Abschnitt untersucht werden soll, wird niemand eine Ganzkörper-Szinti machen... :)

Gruß
Lukas
 
Hallo ExLukas,

es geht bei mir um den Kiefer, bzw. um den Kieferknochen.

LG Loup
 
es geht bei mir um den Kiefer, bzw. um den Kieferknochen.


Dafür würde ich persönlich erst einmal ein MRT (ohne Strahlenbelastung) vom Kiefer auf Kasse machen lassen für erste grobe Erkenntnisse.
Ggf. zur weiteren Abklärung privat dann noch ein dreidimensionales CT (z.B. NewTom).

Knochen-Szinti macht man hauptsächlich bei Fragen zum Knochen-Stoffwechsel, also bei vorliegenden Erkrankungen wie Osteoporose, aber auch um ausgedehnte Knochenentzündungen nachzuweisen... oder bei Tumoren...

Natürlich sieht man bei der Szinti dann auch die Entzündungen im Kiefer (war bei mir auch der Fall), aber das ist viel zu ungenau! Weißt Du, wie so ein Knochenszinti-Bild aussieht? Kannst Du hier sehen:
https://www.hanserad.de/sites/default/files/upload/Diagnostik-Szintigraphie-345.jpg
Wenn Du dann dunkle Stellen im Kiefer hast, sind das Entzündungen im Kieferknochen. Aber Näheres kannst Du damit nicht erkennen, also wo genau, welcher Zahn betroffen etc. Also falls Du es als Vorbereitungsmaßnahme für eine Kiefer-OP möchtest, ist das vollkommen fehl am Platz.

Gruß
Lukas
 
Hallo Loup,

was sich mir nicht so ganz erschließt ist, was möchtest Du eigentlich mit einer Knochenszintigrafie erreichen? Das Du eine Entzündung im Kiefer hast, scheint doch klar zu sein: der Bereich ist druckempfindlich, der KC hat die Stelle schon mal aufgemacht und gesäubert (und kann bestätigen, das da was war?), auch wurde ein Abstrich gemacht (gibt es dazu schon ein Ergebnis?). Auch die Frage, ob Du nun eine Osteomyelitis oder Ostitis hast ist in meinen Augen eher eine akademische. Also vielleicht solltest Du Dich nicht zu sehr in unterschiedlichen Fachbegriffen, Diagnosen und Arztmeinungen "verheddern", sondern eine Entscheidung in Bezug auf die Therapie treffen? (Ist natürlich leichter gesagt als getan). Im Zweifelsfall würde ich nach meinem Gefühl gehen.
Es wurde Dir doch vorgeschlagen, den ganzen Bereich nochmal fräsen zu lassen plus AB intravenös (nach Resistenzmuster vom Abstrich?). Das wäre eine Möglichkeit. Was ich nach wie vor ganz faszinierend finde, ist die hyperbare Sauerstofftherapie: die Sauerstoffversorgung in schlecht durchblutetem Gewebe wird verbessert, AB wirken besser, die Bildung von neuen Knochenzellen wird angeregt, Freßzellen können mit dem verbesserten Sauerstoffangebot besser arbeiten etc. Vgl. Druckkammerzentrum Kassel - Hyperbare Sauerstofftherapie? HBO? und Osteomyelitis / Osteitis
Wenn Du privat versichert bist, wird das auch bezahlt.
Geduld wirst Du ganz sicher noch brauchen, nach meiner Erfahrung nach kann es nach einem chirurgischen Eingriff schon noch 6-8 Wochen dauern, bis es besser wird.
Beste Grüße vom Big Bird
 
Hallo Big Bird,

ich will ja keine Knochenszintigrafie!
Ein Arzt meinte, es wäre eine Möglichkeit, den KC davon zu überzeugen, dass es sich eben tatsächlich um eine Entzündung handelt und er nochmal öffnen und fräsen muss, wenn er das schwarz auf weiß hat!
Der KC, übrigens derselbe der mir eine Entzündung vor Wochen bestätigt hat, der zweifelt nämlich im Moment dran, dass da noch was ist!
Sein Kollege hat drei Tage später diese intravenöse Antibiotikatherapie angesprochen... schöne Widersprüche, innerhalb einer Praxis...:confused:

Es wurde auch keine Resistenzbestimmung gemacht!:mad:
Lediglich ein normaler Bakterientest! Also für die Katz! Das im Kiefer immer Bakterien sind, bei jedem, das ist ja normal!
Ich wollte ja wissen, welches AB ich mir sparen kann, welches nicht wirkt!

LG Loup
 
Hallo Loup,
das tut mir leid, dachte Dein KC wäre bereit alles nochmal aufzumachen.
Für mich stellt sich die Frage bei der Szintigrafie: 1. Sieht man was? (Scheint ja doch ein eher grobes Diagnoseverfahren zu sein, vgl. www.zahnarzt-empfehlung.de/thread/1...ch_Wurzelspitzenresektion_im_Oberkiefer_links insbesondere Antwort 7) 2. Wenn man was sieht, macht dann der KC nochmal auf? Dies wäre ja quasi ein Eingeständnis, daß er sich geirrt hat.
Zu dem Bakterientest:wenn da Bakterien gefunden wurden, ist das doch schonmal was. Meiner Meinung nach sind zwar Bakterien im Mund normal, nicht aber im Kiefer, also im Knochen, da gehören sie nicht hin und machen nur Ärger. Vielleicht kann Dir ja ein anderer Arzt weiterhelfen, ich mußte damals mit meinen Kiefergeschichten im Schnitt zu mindestens drei Ärzten rennen, bis ich einen gefunden hatte, der mir hilft. An Sprüche wie "Das ist psychosomatisch", "Das sind Phantomschmerzen" oder "Das Zahnfleisch sieht so toll aus, da ist nichts" kann ich mich auch noch gut erinnern.
Viel Glück,
Big Bird
 
@Big Bird

Nach dem Öffen des Kiefers und während der OP sollte also auf jeden Fall ein Abstrich gemacht werden? Wo kann man den hinschicken lassen (Labor in Bremen)? Ich hab schon lange Probleme mit chronischer Kieferostitis, es musste mehrfach nachgearbeitet werden. Kann es sein, dass die Entzündung auch deshalb wiederkommt, weil das Bakterium nicht getestet wird und kein Antibiotikum entsprechend anschließend eingesetzt?

Danke!
 
@mylittlepony

So war es bei mir!
Ich weiß jetzt, es muss eine sogenannte "Resistenzbestimmung" gemacht werden! Das am meisten verschriebene AB im Kieferbereich - Clindasaar - zeigt sich demnach oft wirkungslos! Erst durch diese Resistenzbestimmung kann man erkennen, welches Antibiotika dann helfen k ö n n t e...

LG Loup
 
Hallo mylittlepony,
ich denke, es ist auf jeden Fall sinnvoll, einen Abstrich zur Erreger- und Resistenzbestimmung (Antibiogramm) zu machen, wenn man Antibiotika nehmen will. Ist aber i.d.R. keine Kassenleistung. Persönlich habe ich damit keine Erfahrung. Man kann sich auch aus dem Abstrichzeugs seine eigenen, individuellen Nosoden zusammenbasteln lassen.
Wenn Antibiotika nicht anschlagen, würde ich aber nicht meinen Kopf darauf verwetten, daß das nun an Resistenzen lag. Es könnte genauso gut an der relativ schlechten Durchblutung im Kiefer liegen, die dazu führt, daß kein wirksamer Antibiotikaspiegel erreicht wird. Der Unterkiefer ist noch schlechter durchblutet als der Oberkiefer.
Ob die Entzündung immer wieder kommt, weil kein getestetes Antibiotikum eingesetzt wurde, weiß wohl keiner. Hast Du denn überhaupt schon Antibiotika genommen? Meiner Erfahrung wirken Antibiotika alleine kaum, wenn dann zusammen mit einem chirurgischen Eingriff. Antibiotika sind meiner Erfahrung nach auch nicht oder nicht immer zwingend erforderlich - viele Wege führen nach Rom. Meine erste Kieferentzündung beruhigte sich nur mit der Chirurgie, die zweite mit Chirurgie plus MMS.
Deine Geschichte der chronischen Kieferostitis habe ich mit viel Interesse gelesen. Hast du denn schon mal neben dem Fräsen was anderes probiert wie Stabident, Homöopathie, Rizol, Ozon-Infusionen, hyperbare Sauerstofftherapie....?
Alles Gute
Big Bird

@Loup: Sorry fürs Off-Topic!
 
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