Erfolgsberichte?

19.06.13 10:11 #1
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James ist offline
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Seit: 20.05.08
Hallo,

tatsächlich wurden am Patientenrecht nur "kosmetische" Korrekturen gemacht, die die bisherige Praxis nicht verbessern.
Das mit den 3 Jahren bedarf aber noch einmal besondere Erklärung:

Die Verjährungsfrist von 3 Jahren beginnt erst dann, wenn dem Patienten klar geworden ist, dass ein Behandlungsfehler/Fehlmedikation/ Unterlassung usw.begangen worden ist. So zB, wenn ein anderer Arzt Dir sagt, dass dort ein Fehler gemacht worden ist. Praktisch hat man dann innerhalb der nächsten 3 Jahre zu handeln. Die Verjährungsfrist stoppt in dem Moment, wo man tätig wird. Das kann ein Einpruch beim Verursacher, der Gang zur Schlichtungsstelle, eine Klage oder ähnliche Handlung sein.
Das ist also sehr weit gefasst und mir sind -wenn ich genau darüber nachdenke- keine Fälle bekannt, die wegen Verjährung eingestellt wurden denn es ist ja demnach auch möglich, dass nach viel längerer Zeit dem Geschädigten die Zusammenhänge bekannt werden.
Die Umkehrung der Beweislage geht mit der Schwere des Fehlers konform, bei einem groben Behandlungsfehler steht nicht der Patient, sondern der Verursacher in Beweispflicht.
Recht haben und Recht bekommen hängt von vielen Einzelheiten ab. Ich meine, dass ein und der gleiche Prozess von jedem Gericht anders beurteilt wird und kein Urteil dem anderen gleicht. Da bewahrheitet sich der alte Spruch "Auf hoher See und vor Gericht bis Du vor Gott allein"
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Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muß ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Max Frisch, schweizerischer Architekt und Schriftsteller

Gruß, James

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sonneundregen
Die Verjährungsfrist stoppt in dem Moment, wo man tätig wird. Das kann ein Einpruch beim Verursacher, der Gang zur Schlichtungsstelle, eine Klage oder ähnliche Handlung sein.
Wenn der Rechtanwalt aber, wie bei mir geschehen, 2,5 Jahre nur bedingt tätig wurde, kann die Verjährungsfrist schon mal knapp werden!

Bis Ende Dezember muss meine Klage bei Gericht liegen! Wenn nicht, ist die Sache verjährt. Meine neue Rechtsanwältin arbeitet mit Hochdruck an dem Klageentwurf, ich werde ihn gegenlesen und dann einer Versicherung einsenden. Dort werde ich 20 % der Entschädigungssumme im Vorfeld abtreten. So laufe ich wenigstens nicht Gefahr bei Verlust der Klage auch noch die Kosten der Gegenseite zu tragen. Die drei Jahre Verjährungsfrist, wie von Dora angesprochen, sind schon real!

Recht haben und Recht bekommen hängt von vielen Einzelheiten ab. Ich meine, dass ein und der gleiche Prozess von jedem Gericht anders beurteilt wird und kein Urteil dem anderen gleicht.
Da pflichte ich Dir auf jedenfall bei. Ich werde weiter berichten, da ich notfalls bis zum Bundesgerichtshof gehen werde. Mich versucht man nur ein einzigesmal wissentlich umzubringen und das ist mein bitterer Ernst!

Lg
sonneundregen

Geändert von sonneundregen (06.11.13 um 14:54 Uhr)

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Heim60 ist offline
Beiträge: 65
Seit: 30.10.13
Hallo Dora
Zu deiner Frage;ischen werde auch ich das Gefühl nicht los, dass selbst die Justiz vom System gekauft ist. Dann schaue dir mal die Sendung von Herrn Beckmann mit Herrn Mollath an.Wo Herr Mollath,der Rechtsanwalt zu den Fall stellung nimmt.Dan hörst du schon wer da alle seine Finger mit im Spiel hatte.Übrigens die Fr.Dr.Hanna Ziegert spricht da auch vieleTatsachen aus.Wie Gutachter ( Gefälligkeitsgutachten) oder der Uwe Ritzer.Mich wundert es nur das die,die Falschaussagen gemacht haben,nicht zur rechenschaft gezogen werden.Auch daran sieht man einmal wieder,wo Gerechtigkeit bei uns in Deutschland bleibt.Und solche Leute sollen uns Bürger Gerecht vertreten.Da Frage ich mich,wie soll das den gehen wen sie selbst so viel dreck am stecken haben.Und die wissen doch selber was sie für eine Macht haben.Aber ich sage nur eins dazu,es wird noch einige Jahre so gehen.Und irgendwann nimmt das Bild eine Wende.Es ist echt unglaublich was Herr Molllath da erleben mußte,und das nennt man Justiz.Hoffentlich kommt Herrr Mollath zu seinem Recht.Dora da sieht man mal wieder wenn jamand die Wahrheit ausbacken will,dann reitet man auf das Privatleben herrum,um nur irgentetwas zu suchen.Man darf garnicht daran denken wieviele Leute in der Psychiatrie sitzen zu unrecht.So etwas ähnliches wie Herr Mollath erlebe ich auch gerade.

Liebe Grüße

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Dora ist offline
Beiträge: 2.848
Seit: 05.07.09
@James mir sind diesbezüglich auch keine Fälle bekannt, wo eine Verjährungsfrist überschritten wurde.
Leider wurde mein Fall so wie bei Sonne und Regen in die Länge gezogen. Ich war unerfahren und wusste nur von Freunden aus Villingen wie ich vorgehen soll.

Allgemein:

Die Kanzlei in Homburg meinte zu meinen Unterlagen, sie kenne sich medizinisch nicht gut aus und müsste einen befreundeten Professor zur Rate ziehen. Da konnte am Ende ja nix heraus kommen.

Man hat nicht auf die Fettleber früh genug reagiert und auf die Borreliose schon gar nicht.

Es sind ja zwei schwere Grunderkrankungen.


@Heim, ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung, die Justiz ist im System mit verankert.


lg
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Ich bin nur dafür verantwortlich, was ich schreibe - nicht dafür, was du verstehst!

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James ist offline
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Beiträge: 5.913
Seit: 20.05.08
Ich muß mich berichtigen, denn seit gestern kenne ich doch einen Fall der Verjährung:
Eine Frau liegt im KH in den Wehen, das Kind ist in Steißlage. Trotz des Zeitverlustes wird kein Kaiserschnitt gemacht. Letztlich erlitt des Kind einen Hirnschaden durch Sauerstoffmangel. Erst jetzt (über 20 Jahre später) wird eine Klage erwogen..., welche von der Schlichtungsstelle aus Gründen der Verjährung als "nicht mehr sinnvoll" eingeschätzt wurde.
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Gruß, James


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