Hilfe mein Mann ist in Rente

13.12.10 20:59 #1
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Hilfe mein Mann ist in Rente

Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Hallo Frank,

es gibt viele Modelle des Zusammenlebens. Wenn Dein Modell für Dich und Deine zweite Frau passt, finde ich das sehr erfreulich.

Gruss,
Oregano

Hilfe mein Mann ist in Rente
darleen
ich kann hier nur mir die Augen reiben, das es so Etwas überhaupt noch gibt..

ist es nicht Vorraussetzung einer Ehe das man den Anderen schätzt und weiß was der Andere so für Lebenplanungen hat??

und sich adäquat zu entwickeln??

wo gibt es denn eigentlich noch diese typische Frauen/Männerdomäne..??

hmm ist mir im Laufe meines Lebens noch nicht untergekommen,meine EX-Partner nebst jetziger Ehemann betätigt sich in allen Bereichen gleich berechtigt..so wie ich auch..

jeder der Zeit hat verrichtet die Dinge die anfallen ..

kam mir auch zugute seit ich erkrankt bin..wäre verherend gewesen wenn mein Mann nichts hätte bedienen können oder kochen können oder sich ums Kindel kümmern können......

nur das Einzige wenn es ums Handwerkeln geht da will Jeder zuerst ran..und ich hämmer,säge und baue so gerne zusammen ,mein Mann aber auch..


Auch in meinen Bekanntenkreis gint es keine Ehe oder Partnerschaft wo der Mann keinen Plan hat, von angeblichen Frauenarbeiten ...oder umgekehrt..

also das Model ist wirklich schon überholt und das schon sicher etliche Jahrzente..

da mache ich mir um das Rentendaseins keine Sorgen..

liebe grüße darleen

Hilfe mein Mann ist in Rente

inchiostra ist offline
Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
zusammen,

was mir durch den Kopf geht erstmal das was du sagst Oregano. Finde ich gut.
Es ist aber auch wirkich bei jedem verschieden.
Jeder hat eine Vorgeschichte.

Ich kann mich in deine Situation richtig hineinverstzen Ory. Mein Mann will auch oft mit mir nur Tee/Kaffeetrinken. So, als hätte ich nichts zu tun.
Den Haushalt mache ich dann so nebenbei. Hatte er ja früher auch nie richtig mitbekommen, wie der läuft.

Mir ging jedenfalls jetzt nach dem Lesen hier durch den Kopf, dass mein Mann vielleicht gar nicht mehr delegieren will.

Er will delegiert werden, weil er das auch mal haben will. Er sagt ja auch immer, sag doch was ich tun soll.
Sobald ich sage mach doch bitte das, hol das er funktioniert wie ein Muli sag ich immer.

Wie schon gesagt, steht mein Mann ja auch sehr spät auf. Im Laufe der Jahre eigentlich immer länger. Habe gestern mal im Internet nachgelesen, wiel ange ein "Renter" eigentlich Schlaf braucht. Nicht einmal 8 Stunden.

Meiner hat aber 12 Stunden. Dann habe ich mal gerechnet. Um 24 Uhr ins Bett. Um halb 12 aufstehen. Dann hat er , bzw. wir, nur 12 Stunden. Warum heißt denn eigentlich oft, die Rentner haben nie Zeit?

Frank, hier wünsche ich mir du wärst hier. Was du sagst, ob der Mann denn bei der Frau auch achtet das sie eben Termine hat und andere Interessen.
Es kümmert meinen ja wirklich nicht, wie ich damit zurecht komme, das er z.B.soviel schläft. Das es ja noch nicht einmal gut für ihn ist. Wieso braucht er plötzlich soviel Schlaf? Kenne einige, die schlafen auch solange.
Wo ist der rüstige Rentner? Ich schaffe den Haushalt nicht mehr seitdem.
Vielleicht kommt es ja auch wirklich darauf an, was der "Rentner" vorher gemacht hat. Hatte er einen sehr anstrengenden Beruf ist er froh Ruhe zu haben. Kenne auch einen Nachbarn, der war bei der Bundeswehr und war schon mit 56 Jahren in Rente. Der fing erstmal nur an zu arbeiten. Mehr als vorher Ehrlich.
Da spielen soviele Faktoren mit, die /Mann/Frau nicht bedenken.

Früher gab es hier auch noch Butterfahrten für Rentner. Ich sag jetzt einfach nur mal Rentner. Meine Schwiegereltern waren dann viel unterwegs. Oder Kaffeefahrten.

Ory, du hast ja auch geschrieben, dass ihr früher nicht viel Zeit verbracht habt zusammen. Das hatten wir eben auch nicht. Jeder lebt dann in seiner eigenen Welt und auch wie du hat jeder andere Termine.

Ich schreibe hier heute mal wieder, weil ich am liebsten hier abhauen möchte. Dieses Rentnerdasein Leid bin. Es kann die Frau auch zur Weißglut bringen, weil sie alles versucht, aber nichts erreicht. Der Mann bleibt untätig und frustriert. Darum schrieb ich ja auch in deinem andren Tread Ory "Beziehungsprobleme". Wußte ja erst nicht, wo ich schreiben sollte.

Ich weiß nicht, ob ich hier vielleicht nerve mit meinem Problem. Doch dieses Thema hatte mich nun mal angesprochen, und dass ist auch gut so. War doch eine gute Idee von dir Ory.Weil ich eben darüber nachdenke, denke ich das es auch darauf ankommt wie man in Rente geht.
Geht man gleichzeitig. Oder wie es bei uns und einigen anderen die ich kenne mit 10 - bis 15 Jahren Altersunterschied. Da ist nämlich der eine dann in Rente und der andere ja dann nicht. Der arbeitet dann eben (oder auch nicht).Die Situation ist dann eigentlich gleich, nur umgekehrt.Versteht ihr was ich meine.

Viele Rentner können ja auch heutzutage nicht mehr viel machen. Das ist auch ein finanzielles Problem. Ich bin ganz sicher, hätten wir ein Auto und genug Spritgeld, ich wäre immer unterwegs.
Vor vielen Jahren, da habe ich noch beim Arzt gearbeitet, da hatten die Renter noch vieles frei gehabt. Hat sich ja auch da viel geändert.

Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute Ory weiterhin und
inchiostra

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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Ok...dachte man könnte es mit Loriot etwas abschwächen...

Es sollte keine Verar...sein, Planer. Aber wir Frauen haben da ein kleines Problem....Viele Männer sind Machos. Ein veraltetes Programm aber noch aktiv.

Das Modell..Mama zu Hause , Papa am Fließband läuft aus.

Die neue Generation arbeitet nach Talent. Achtet mehr den Partner und hört zu.
Aber das ist neu...relativ neu. Bin nicht der Meinung das es da verschiedene Modelle gibt. Sondern ein Lernen.

Warum braucht ein Mann auf einmal einen Kurs was seine Frau ein Leben lang gemacht hat. Das heißt doch nur seine Arbeit hatte Gültigkeit. Diese Arbeit wurde aus Altersgründen gekippt. Nun ist die Frau, dass unbekannte Wesen?

Planer..du bist der Zeit nicht voraus..sondern mittendrin aber die meisten Männer ziehen immer noch die Machoschleife.

Wie gesagt, mich trifft es nicht. Ich habe gearbeitet und bekomme seit einem Mon. Rente...Früüüüüühhhhhsssstrente.....

Wir freuen uns. machen Dinge die wir uns schon immer vor genommen haben. Wohl bemerkt...Plural.

LG, Difi
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt! -- Einstein --

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Planer ist offline
Beiträge: 1.735
Seit: 06.08.09
Hola Difi,

Zitat von Difi Beitrag anzeigen
Aber wir Frauen haben da ein kleines Problem....Viele Männer sind Machos. Ein veraltetes Programm aber noch aktiv.

...

Planer..du bist der Zeit nicht voraus..sondern mittendrin aber die meisten Männer ziehen immer noch die Machoschleife.
ich war das auch mal - der Macho-Typ.

Ich hab auch lang und satt gearbeitet - als ich noch fit war! Und als Hobby hatte ich: Feierabendmusiker.

D.h. - von Montagmorgen bis Samstag mittag wurde gearbeitet, in der Woche abends, wenn es ging: das Hobby schulen - und von Mai bis Oktober war "Saison": Freitag abend, Samstag und Sonntag Musik machen!

Familie? Die gabs da noch nicht - da hatte ich "doch nur meine Frau"..., will sagen: ich war schon das 2. Mal verheiratet.

Dann kamen die Kinder: 1994 eine Tochter und 1995 ein Sohn.

Klassische Rollenverteilung: Frau blieb zu Haus und Männe "malochte" noch mehr... - Hobby gab es auch noch! Zeit für die Familie? Wer braucht die schon, dafür ist doch die Frau da...

Und dann stellte mir meine Frau die entscheidende Frage und sagte: so kann es nicht weitergehen! Ich brauchte etwa 3-4 Monate bis ich es kapiert hatte was im Leben wichtig ist: meine Selbstverwirklichung? oder die Achtung derjenigen grossen und kleinen Menschen die sich "meine Familie nennen".

Daraufhin hab ich mein Hobby aufgegeben, hab versucht meine Arbeitszeit so einzurichten, dass Frau und Kinder mich nicht als fremden Onkel ansehen.

Wobei, ganz so abrupt wie ich es hier schreibe war es nicht. Dadurch dass wir viele Probleme mit unserer kleinen Tochter hatten war ich schon darauf ausgerichtet meine Frau zu unterstützen wo ich nur konnte, denn dass sie damals "auf dem Zahnfleisch ging", das hatte selbst ich gesehen...

Was ich aber sagen will ist folgendes: wir bekommen alle in der Schule, im Fersehen, in der Zeitung, im Freundeskreis vorgelebt, wie man sich tunlichst gegenüber dem Partner verhalten sollte und wie nicht. Da gibt es positive und negative Beispiele zuhauf. Ein jeder könnte, wenn er wollte, daraus für sich und sein Leben ein Resumee ziehen dass für alle Beteiligten positiv wäre... - es kommt nur auf das Wollen an. Das hab ich jedenfalls so erlebt.

Und wenn der eine von zweien in einer Partnerschaft Veränderungen die notwendig sind nicht zulassen will, an seinem "Bestand" festhalten will, ja dann kann der andere von zweien wenig ausrichten. Dann bleibt eigentlich nur die "harte Tour". Und dann muss man sehen, ob es noch genügend "Zweisamkeit" gibt, oder ob man lieber Egoist wird.

Liebe Grüsse
Frank
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** Ich probier´s erst einmal, bevor ich sage das geht nicht... **

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo oregano ,

du hast den nagel in deinen beiträgen auf den kopf getroffen .

ich bemerke letzte zeit oft , das die zeit läuft ohne das man(n)(frau) es bemerkt .

hallo frank ,

auch du hast hiermit
sag bitte: Dein Mann weiss um Deinen Tagesablauf und Deine Termine und um das was Du tust? - Ich meine: er hat sich schon vor seiner grossen Freizeit dafür interessiert und Anteilnahme gezeigt? - Heisst nun: er weiss darum aber er achtet es nicht??? Hab ich das nun richtig verstanden?

Liebe Grüsse
Frank
den nagel auf den kopf getroffen .

hallo darleen ,
du siehst dies gibt es .

hallo inchi ( ich kürze heute einfach mal ab )

auch ich kann voll und ganz nachempfinden wie es dir mit/in dieser situation geht .
möge es in anderen partnerschaften anders aussehen , in der unsrigen unter den endsprechenden umständen leider nicht .

wie sagt man so schön : „wie man sich bettet ,so schläft man „ .
richtig ........leider kann man oft genug sein bett nicht so richten wie man schlafen möchte .

frank (heute ),

irgendwie finde ich es gut das du doch nachempfinden kannst wie es sein könnte wenn man(n)oder frau nichts dazu beigibt eine partnerschaft aufrecht zu erhalten .

lg ory
__________________
Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Das ist zwar ein bißchen off-topic, aber es fällt mir in diesem Zusammenhang gerade ein:

Ich glaube immer mehr, daß Menschen in Führungspositionen kommen, weil sie auf der einen Seite wirklich Führungsqualitäten haben, durchaus kreativ sind, wenn es um ihre Sache geht und außerdem gleichzeitig voller Angst, daß man sie kritisieren könnte und ihren Schutzwall der Macht, evtl. Arroganz, Helfern, Nimbus niederreißen könnte, wenn sie diese Macht verlieren. Die Ursachen für dieses Verhalten mit Angst dürfte irgendwo in der Kindheit liegen. Meistens sind solche Führungskräfte auch noch Perfektionisten, die nun - in Rente - diesen Perfektionismus weiter beibehalten , obwohl eigentlich unnötig geworden. Denn: alle diese Eigenschaften haben weiße und schwarze Seiten und noch ein paar Nuancen dazwischen: es kommt immer darauf an, wie sie genutzt oder mißbraucht werden im Zusammenarbeiten und -leben mit anderen.

Gruss,
Oregano

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
Hallo oregano ,

diese eine "macht"(machogehabe) innerhalb einer parnerschaft auszuüben , ist für mich ein ganz niedriger part.

auch wenn die ursache dazu eventuell in der kindheit liegt .kann /sollte der jenige selber bemerken das er anderen damit nicht gerecht wird /weh tut / verletzt und eigentlich erwachsen genug sein müsste um dies zu ändern .

es ist schon traurig und es macht einen auch stutzig wenn man so etwas liest :

Immer mehr Frauen im Rentenalter trennen sich von ihren Männern. Nach 40 Jahren Ehe ist das oft ein Befreiungsschlag

Scheidung im Rentenalter, so ungewöhnlich ist das nicht. Um 40 Prozent, so verrät das Statistische Bundesamt, hat sich die allgemeine Scheidungsrate in den letzten sieben Jahren erhöht, aber um erstaunliche 70 Prozent stieg die Zahl der Scheidungen bei älteren Paaren.

Die Rente ist ein Einschnitt besonderer Art. Obwohl gerade im Alter eine Trennung viel Mut erfordert, ist es zugleich die letzte Chance für Veränderungen, denn Zeit zum Warten hat man nicht mehr.

Scheiden tut weh, aber das Ergebnis kann wunderbar sein.

"Ich habe furchtbar viel verpasst in den Jahren meiner Ehe.
Ich hätte wer weiß wie viel anders machen können.
Okay, ganz klar.
Das ist auch die tiefe Wunde, die viele Frauen in ihrer Seele tragen.
Aber jetzt ist für mich die Chance da, zu tun, was sich für mich noch neu eröffnet. ................
www.freitag.de/2001/31/01311901.php

ein wirklich authentischer bericht .

lg ory
__________________
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Hexe ist offline
Beiträge: 3.844
Seit: 13.07.07
Hallo liebe ory,
ein wirklich authentischer bericht .
und er macht Mut! (Meine Meinung)

liebe Grüße von hexe

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hexe ,das war auch mein gedanke

dir liebe grüße
ory
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