Hilfe mein Mann ist in Rente

13.12.10 20:59 #1
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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Jepp...danke Planer.

Für mich ein Lichtblick. Mein Mann hat Babyjahre gemacht. Kocht sehr gerne. Ich gehöre zu den "Handwerklich Geschickten". Also gibt es kein typisches Rollenverhalten.

Wir haben uns sogar beruflich ergänzt. Auch wenn oft die Fetzen geflogen sind.

Somit finde ich das sehr interessant. Schon der Titel ist vielleicht nicht glücklich gewählt. "Hilfe mein Partner ist in Rente"...oder so...wäre da vielleicht richtiger.

Die Harz4 Anspielung ist nicht unwichtig. Ein ähnliches Modell, nur das die Betroffenen jünger sind.

Aber da sieht man wie noch das Rollenverhalten in der Gesellschaft verankert ist. Kann mir keiner erzählen, dass hier in diesem "kleinem" Forum keine Rentnerin gibt die sogar eine Firma geleitet hat.

Selbst in der Generation meiner Eltern gab es mehrere Frauen die selbstständig gearbeitet haben. Eine Tante von mir hat in einer Werkstatt von VW gearbeitet. Sie war der Boss.

Als sie Rentnerin war...ging sie auf Reisen.


LG, Difi


PS. beso ory...aber gibt es hier keinen weiblichen Rentner? Bin ich solch ein Exot?
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Hilfe mein Mann ist in Rente

ory ist offline
Weiblich ory
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Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo anna,

entschuldige habe glatt deinen beitrag übersehen .


meine 18 jährige charmante Nichte hat vor einem halben Jahr meinem Vater (ihren 78 jährigen Opa) die Mitgliedschaft in einem guten Fitnessstudios schmackhaft machen können.

Das war der absolute Volltreffer. Er trainiert dort nun mehrfach pro Woche unter Aufsicht (und incl. Pulsüberwachung usw.) an den Geräten, hat ab und zu einen Kurs in einer Gruppe bei einer bezaubernden Trainerin , und wirkt seitdem ganz allgemein viel offener, munterer und zufriedener, worüber meine Mutter extrem froh ist. Zumal er ihr so weniger auf die Nerven gehen kann.

Vielleicht findet sich doch noch bei euch für die Männer eine ähnliche Lösung, wenn du/ihr es geschickt einfädelt. Gute Fitnessstudios sind inzwischen durchaus sehr auf Rentner eingestellt, normalerweise kann man da auch erstmal nur eine Probestunde machen.
die idee mit dem fitnessstudio finde ich sehr gut .
werde mal versuchen ob ich es ihm auch so charmant rüber bringen kann wie deine nichte .
allerdingst sehe ich schon im voraus ,wenn er darauf eingeht muss ich mithalten und ich mag keine fitnesscenter ,aber ich werde den versuch wagen , weil ein center gleich bei uns um die ecke liegt .

lg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

Hilfe mein Mann ist in Rente

ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
muss man Rentner sein, um sich äussern zu dürfen? - Dann wäre ich ja schon mal disqualifiziert, in des Wortes ursprünglicher Bedeutung...
hallo frank ,

jede anregung zum besseren verstehen des rentner-daseins ist herzlich willkommen .
du hast zwar an difi geschrieben ,aber wenn du erlaubst würde ich gerne etwas dazu schreiben.

Dennoch möchte ich ein paar meiner Gedankengänge niederschreiben, die mich beim Lesen dieses Threads hin und wieder beschlichen haben :- ich kann es absolut nicht nachvollziehen, wenn es Räume geben sollte die als mein Reich (Herrscher aller Reussen??) bezeichnet werden.
Zuordnungen, wie sie genannt sind: die Küche als das Tätigkeitsfeld der Frau und das Hobbyzimmer/Bastlerzimmer als Tätigkeitsfeld des Mannes gehen mir gegen den Strich

vielleicht sollte man das ganze nicht ganz so ernst sehen .

natürlich gibt es keine grenzen innerhalb des gemeinsamen hauses .
und doch ergibt es sich aus der gewohnheit die ja durch das rentner-dasein unterbrochen wurde eine gewisse einteilung (wenn auch nur im kopf ) der räumlichkeit .
früher vor der rente schaltete und waltete die frau ob nun persönlich oder mit personal über das heim .
nun ist dies nicht mehr der fall ,das muss verdaut werden „beiderseits „ .
da kommt man nicht herum .
hier gibt es meistens ,obwohl jahrzehntelange erfahrungen ,plötzlich verschiedene meinungen .
damit umzugehen ist beiderseits nicht einfach. eine zweisamkeit auf einer anderen ebene zu finden ist auch nicht ohne .

Die Enthaltung eines Mannes aus dem täglichen Speisenplan kann ich nicht verstehen.
wenn jahre-jahrzehntelang der speiseplan ok war und plötzlich dies verändert wird ,müssen es beide auf ihrer art auch erst einmal wieder verdauen .


Die Aussage eines Mannes: kochen kann ich nicht, also kümmere ich mich nicht darum, die kann ich nicht nachvollziehen. Die Enthaltsamkeit der Frau aus dem täglichen "Reparaturbetrieb" (Hardware) einer Wohnung, dem Auto, dem Fahrrad und sonstigen Gebrauchsgegenständen kann ich nicht tolerieren.
hier kann ich mir gut vorstellen das dazu einfach interesse gehört . es kann wirklich nicht jeder kochen oder ein auto reparieren .zumindest ich kann kein auto reparieren .

Ein Mann kann sich um Haushalt, Einkäufe, Speisen ebenso bemühen wie eine Frau; eine Frau kann sich um andere Dinge als Haushalt genauso bemühen wie ein Mann - das ist für mich die Gleichberechtigung auf der kleinsten Ebene.
da hast du meine vollste zustimmung .
nur wenn „ein paar „ jahrzehntelang weder das eine noch das andere brauchte , ist es sehr schwierig dies von heute auf morgen zu verändern.

alles braucht seine zeit um angenommen zu werden .

Wenn, was bei uns in unserer Familie so gegeben ist, diese "Verwirklichung" beider Partner im Haushalt gegeben ist, so ist mir um das Thema Altersteilzeit/Rente/Freizeit nach dem Arbeitsleben überhaupt nicht bange, denn dann kommt es erst gar nicht zu so einem abrupten Änderungsgeschehen wie es immer wieder zu Beginn eines Rentendaseins, auch in diesem Thread, beschrieben wird.
hierzu kann ich dir nur und wünschen das dies auch so bleibt .

Vielleicht erfordert es den Willen sich mit seinem Leben aktiv auseinanderzusetzen und zu erkennen was wirklich los ist. Vielleicht ist das für viele Menschen unangenehm, weil es einfacher ist sich in eine Gewohnheitslage einzupassen als aus einem eingefahrenen Leben auszubrechen oder es gar nicht erst zu einem solchen Trampelpfaddasein kommen zu lassen. Ich bin überzeugt, wer rechtzeitig darüber nachdenkt kann Probleme die mit der plötzlichen "Arbeitslosigkeit" auftreten meistern, ohne seinem/r Partner/in dann auf den Füssen zu stehen.
vielleicht ist es einfach so das man(n) oder frau sich tatsächlich keine zeit im berufsleben nimmt darüber nachzudenken das es mal anders sein könnte .


Zu Beginn dieses Threads hab ich mehrfach mitgelesen - irgendwann hab ich gemerkt dass ich immer zorniger (innerlich) wurde, je länger ich hier mitlas. Und irgendwann - bis heute mal wieder - hab ich es aufgegeben hier mitzulesen, weil es mir überhaupt nicht gut tat!
lieber frank das kann ich nicht nachvollziehen .
weil es geht doch nur darum zu erfahren wie es andere rentner-ehepaare so halten .
tricks und tipps zu erfahren /auszutauschen um der ganzen thematik lockerer angehen zu können .

lg ory
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Geändert von ory (09.01.11 um 17:44 Uhr)

Hilfe mein Mann ist in Rente

Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Wenn, was bei uns in unserer Familie so gegeben ist, diese "Verwirklichung" beider Partner im Haushalt gegeben ist, so ist mir um das Thema Altersteilzeit/Rente/Freizeit nach dem Arbeitsleben überhaupt nicht bange, denn dann kommt es erst gar nicht zu so einem abrupten Änderungsgeschehen wie es immer wieder zu Beginn eines Rentendaseins, auch in diesem Thread, beschrieben wird.
Hallo Frank,

wenn zur Zeit des berufstätigen Lebens von Mann und Frau oder auch nur eines Partners die Zeit dafür da ist, daß beide sich in Haushalt und Küche betätigen: wunderbar!

Es gibt aber auch Paare, bei denen z.B. ein Partner sehr viel unterwegs ist und die Frau entsprechend mehr zu Hause engagiert ist. Wenn das nicht zu ändern ist, dann muß es eben anders laufen.

Jedes Paar-Leben ist individuell, und deshalb ist es so schwer, eine Situation zu beurteilen, die man nicht erlebt hat.

Grüsse,
Oregano

Hilfe mein Mann ist in Rente

inchiostra ist offline
Beiträge: 2.078
Seit: 16.07.09
zusammen

ich wollte mich noch einmal melden, doch manchmal fehlen mir einfach die Worte dazu. Also es hat nichts mit Euch zu tun. Ich stehe dem Rentnerleben eben oft nur noch sprachlos gegenüber.

Darum habe ich mich höchstens gestern, als ich las witzig zu lesen. Wo sind die Rentner. Da dachte ich dann erstmal wieder nach. Ist bei mir so

So witzig ist das nämlich nicht, wenn man es erlebt.Negativ erlebt. Schließlich heisst ja der Tread : Hilfe, mein Mann ist in Rente. Also ein Hilferuf.

Anne zu deinem Tipp (vielen Dank, und eine tolle Idee von deiner Nichte)kann ich nur sagen dass ein "Rentner" hier seit 6 Wochen einen Gutschein fürs Fitnesscenter liegen hat. Jetzt muß er nur noch hingeschoben werden. Hat mir aber versprochen bald (mal) hinzugehen.
Der andere Rentner hat immer wieder eine Ausred

Vor vielen Jahren sagte meine Tochter (damals 12) ich möchte nicht, das Papa immer zuhause ist. Sie hatte es gespürt, es wird anders. Und es kam anders.
Meine Eltern sagten auch damals (nicht zu mir) sie wird sich wundern, wenn ihr Mann (also meiner) immer zuhause ist. Wir führten damals eine Wochenendehe, weil er immer unterwesgs war. Manchmal von Nordrheinestfalen nach Spanien an einem Tag hin und zurück.

Dann blieb er zuhause und da hörte ich dann. Oh, so schön hattest du es also zuhause, als ich unterwegs war. Er sah mich wohl immer nur Kaffeetrinken mit den Nachbarn und mit den Kindern spielen. Brauch jetzt nicht sagen, was eine Hausfrau alles so tut. Einen Fulltimejob und unsre eigene Firma damals und die Schwiegereltern.

Also, als mein Mann Arbeitslos wurde, war ich auch Arbeitslos in diesem Sinne. Und wenn er jetzt Rentner ist, also Frührentner,dann bin ich doch auch jetzt Rentnerin, wenn auch nicht auf dem Papier. So sehe ich das. Er sagt auch oft, setz dich doch auch hin. Ich bin genug gelaufen im Leben.

Auch heute wieder stand er um 11: 15 Uhr auf. Ich komme damit nicht klar. Das ist doch keine Zeit. Da kann ich auch nur Hilfe rufen.
Ich habe es auch seit Tagen versucht, um das auszuprobieren was du sagtes Oregano. Ich soll mir ein Hobby suchen und den beiden den Haushalt überlassen. Die beiden "Rentner" verstehen sich wunderbar. Essen was sie wollen usw. Ich mache alles alleine.
Seit ein paar Tagen habe ich auch kein Geld. Er könnte besser sparen. Seitdem kommt dr Beste kaffee auf den Tisch. Für den Chamembert werden gleich 2 Gläser Preisselbeeren gekauft (eins steht jetzt rum). Mir wird im Vorbeigehen die Waschmaschine von kalt auf angeblich 40 Grad verstellt, was sich hinterher auf 60 Grad rausstellte)Dabei geht dann Wäsche kaputt. Man muß mit allem rechnen.

Das ist alles nicht witzig. Wer es mitlerweile mit Humor nimmt sind meine Kinder. Meine Tochter behandelt ihn wie ein Kleinkind.Kriegt das jetzt prima hin. Hat auch über 10 Jahre gedauert. Gestern sagte mir mein Sohn komischerweise dasselbe. Ich soll ihn dann eben wie ein Kleinkind behandeln, wenn er sich schon so benimmt.
Denn oft höre ich, das kann ich nicht. Wie geht das denn, aber dann kann er es plötzlich besser.

Ich habe das auch gemerkt Ory was du gesagt hast. Wenn man eine Sache anfängt, dann kommen sie schon (keine Ahnung ob sie ein schlechtes Gewissen haben?) hinterher. Dann ziehe ich mich dann auch manchmal zurück. Nicht immer ohne , weil sie dann immer so tun, als hätten sie sich das ausgedacht.
Das nennt man dann Diplomatie oder so. Die/der klügere gibt nach.

Ich kann leider nicht so denken wie du Ory, dass ich meinen Mann rausschicke. Er sitzt dann gemütlich bis zum Essen sonstwo rum. Dann zieht er sich auch ordentlich an.Zuhause dann nur so rentner-01-hell.gif Kommt dann zum Essen. Möchte ich das als Rentnerin auch so haben? Darüber denke ich mal nach.

Lieber Frank (hallo erstmal)habe überlegt, worüber du dich geärgert hast. Würde mich schon interessieren.
Ich finde es auch blöd, wenn man sagt das ist mein Reich und das ist dein Reich. Ich akzeptiere auch, wenn jemand etwas besser kann als der andere. >Ich habe noch nie meinen Mann irgendwo reingeredet.Oder ich frage ihn, ob er meine Meinung hören will. Umgekehrt läuft es eben so, dass mir jetzt vieles aus der Hand genommen wurde, weil ich es ja wohl jahrelang falsch gemacht habe.

Da fällt mir zum Schluss ein Politiker ein. Name egal, weiß ich nicht mehr. Die Frau fuhr immer zum Schoppen nach Köln. Dann sagte er , ja toll ,viel Spass. Als er in den Ruhestand ging hieß es dann. Was willst du denn in Köln? Wielange denn? Der hatte das aber bemerkt und dann änderte er auch etwas.

Also ich verstand diesen Tread so Hilfe, mein Mann ist in Rente. Vor Jahren hätte ich gerne diesen Tread gehabt. Bin immer alleine damit gewesen. Ein paar Ratschläge, was man tun kann, tut wirklich gut.

Habe auch da mal drüber nachgedacht.Mir hätte mal geholfen, wenn ich eine nette Freundin gehabt hätte. Mit ihr wäre ich mal weggegangen ins Kino z.B. Oder Nachbarn, die das gleiche Problem haben mit denen was gemeinsam machen. Ich habe aber keine Nachbarn oder eine Freundin.
Was kann man noch tun?
Da fällt mir Difis Satz ein wie, Schade, dass die beste Zeit des Lebens nicht genutzt wird. Die Zeit eben nutzen. Sich jeden Tag was schönes vornehmen so wie man es kann. Ins Kino oder Theather gehen. Sich mal schick anziehen und Essen gehen, weil, als Rentern verloddert man ganz schnell (nur meine Erfahrung).

So, das reicht. Habe genug geschrieben. War mir aber wichtig. Ich könnte hier noch in einem anderem Tread schreiben, wie mich diese "Arbeitslose" Zeit geschwächt hat. Wenn es nur Kraft kostet, gibt man irgendwann auf. Auf diese Zeit sollte man sich wirklich vorbereiten, sonst ist es für alle ein

Liebe Grüße
inchiostra

Hilfe mein Mann ist in Rente

Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Inchiostra....möchte dich mal ganz kurz knuddeln...

Versuche etwas zu beschreiben...

Mein "Rentnerbag" steht auch sehr spät auf. Musste ein Lebenlang sehr früh aufstehen. Also mich stört das nicht. Ist die Zeit wo ich mit einem Kaffeepott, ungewaschen, mit Filzpantoffeln durchs Haus latschen kann.

Wenn ich so was lese, wie du es beschreibst, dann macht mich das etwas traurig.

Das bedeutet das ihr nie ein gemeinsames Leben hattet. Natürlich steht Herr Difi vor der Waschmaschine und grübelt. Das "Wo ist die Butter"...wurde schon immer geschrien. Aber ich habe dafür in vielen Dingen null Ahnung. "Wie hämmre ich die Glühlampe in die Wand". Irgendwie kümmerte ich mich um Dinge die ich konnte und Herr Difi ebenso. Dann gibt es noch die Dinge die wir gemeinsam machen. Zum Beispiel Tiere im Wechsel durchfüttern, damit sie überleben. Oder einfach in die nächste Kneipe fallen. Dazu gehört auch streiten....können wir gemeinsam sehr gut!

Wir respektieren uns. Wenn jemand seine Situation ändert, verliert er nicht an Wert.Wenn Arbeit der Sinn des Lebens ist...dann laufen viele Menschen sinnlos durchs Leben. Das kann es nicht sein.

Umgekehrt...
Herr Difi hat einige Zeit im Haushalt verbracht, damit das Weibchen studieren konnte. Nur auf Grund unseres Altersunterschied ist er vor mir in Rente gegangen. Nun hätte es auch mich treffen können. Natürlich wäre es eine Umstellung wenn man nicht mehr den gewohnten Gang hätte. Aber wenn mein Mann mich in ein Fitnesscenter schicken würde, weil ich die Waschmaschine nicht bedienen kann, dann wäre ich echt irritiert. Rentnerdasein kommt nicht überraschend. Auch nicht das Männer anders sind als Frauen.

Hört sich ein wenig danach an, dass Männer zwar das Geld verdienen dürfen, aber weit weg. Zu Hause sind es Vollidioten die nur im Weg stehen. Kann ich nicht nachvollziehen.

Habe gerade ein Honighähnchen serviert bekommen. Seitdem Herr Difi Rentner ist, kann er sich am Ofen austoben.

Kein Dioxinfleisch aus Massentierhaltung. Selbst der Honig aus Selbstherrstellung.

Möchte damit sagen, dass Rententum nicht Abgabe von Persönlichkeit ist. Ich habe nun mehr Zeit für meine Ideen.

LG, Difi
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Planer ist offline
Beiträge: 1.735
Seit: 06.08.09
Hallo ory,

Zitat von ory Beitrag anzeigen
du hast zwar an difi geschrieben ,aber wenn du erlaubst würde ich gerne etwas dazu schreiben.
na klar! - und sorry bitte, zuerst begrüsst man ja die Hausherrin, nicht wahr?

Zitat von ory Beitrag anzeigen
vielleicht sollte man das ganze nicht ganz so ernst sehen .

natürlich gibt es keine grenzen innerhalb des gemeinsamen hauses .
und doch ergibt es sich aus der gewohnheit die ja durch das rentner-dasein unterbrochen wurde eine gewisse einteilung (wenn auch nur im kopf ) der räumlichkeit .
na ja, genau dagegen laufe ich Sturm - nicht nur in meiner kleinen Familie. Das beginnt schon bei meinen Kids, und hört bei meiner Frau und mir auf.

Beispiele: es kann nicht angehen, dass man ein Werkzeug benutzen muss und nicht weiss wie es funktioniert. Das mag das Bügeleisen wie die Waschmaschine sein, die unser Sohn genauso beherrschen sollte wie seine Schwester - oder umgekehrt die Bohrmaschine, Säge, Hammer soll auch meine Tochter in die Hand nehmen können ohne sich gleich schwer zu verletzen...

Meine Frau muss wissen wo an ihrem Auto der Ölpeilstab sitzt und wozu das Dingen gut ist - und ich rätsele darüber warum ich mit dem gleichen Schleifstein und dem gleichen Aufwand das eine Schälmesser schärfer bekomme als das andere.

Zitat von ory Beitrag anzeigen
hier gibt es meistens ,obwohl jahrzehntelange erfahrungen ,plötzlich verschiedene meinungen .
damit umzugehen ist beiderseits nicht einfach. eine zweisamkeit auf einer anderen ebene zu finden ist auch nicht ohne .
Verschiedene Meinungen bringen, positiv ausgedrückt, ein Spannungsfeld in die Beziehung (sowohl in einem Forum, wie auch in einer Ehe/zweier Beziehung) woran man sich neu ausrichten kann - würde ich als das Salz in der Suppe definieren, solange man es (auf beiden Seiten) nicht überreizt. Nur sollte man eine solche Spannung nicht negativ auffassen, sondern als Bereicherung erfahren. Allerdings: Der Schritt über die Grenze, wann eine solche Spannung ins negative umschlägt, ist jedoch nur ein sehr sehr kleiner Hüpfer! Da gilt es höllisch aufzupassen - und ich gebe zu: nicht jeder ist dazu in der Lage, erst recht ich nicht! Schnell war oft ein kleiner Schritt ein Schritt zuviel...

Zitat von ory Beitrag anzeigen
wenn jahre-jahrzehntelang der speiseplan ok war und plötzlich dies verändert wird ,müssen es beide auf ihrer art auch erst einmal wieder verdauen .
stimme Dir zu! Genauso meinte ich meine Ausführung!

Und gleich hab ich noch ein weiteres Beispiel, das mich kürzlich auf die Palme brachte:

Meine Frau war vor kurzem auf einem ihrer "Frauentreffs" - 6 etwa gleichaltrige, etwa gleichgesinnte, in etwa gleicher Lage (Ehefrau und Mutter) treffen sich ab und an zu Klönschnack, Essen gehen oder sonstigem. Vom letzten kam meine Frau mit einer Bemerkung einer anderen Teilnehmerin nach Haus die so lautete: "mein Mann hat sich beschwert dass im Kühlschrank immer das gleiche (zwar wohlschmeckende) vorzufinden ist..."

Auf ihre Erwiderung: "dann schick ihn doch mal zum Einkaufen" erhielt sie die Antwort: "wann soll er das denn noch machen?" - worauf meine Frau sagte:"er kommt täglich auf seinem nach Hause weg an diversen Einkaufsgelegenheiten vorbei... und die haben hier fast alle bis 22.00 Uhr geöffnet" - darauf erntete sie Missbilligung.

Damit will ich sagen: man sollte rechtzeitig seine eingetretenen Pfade einmal verlassen können.

Zitat von ory Beitrag anzeigen
hier kann ich mir gut vorstellen das dazu einfach interesse gehört . es kann wirklich nicht jeder kochen oder ein auto reparieren .zumindest ich kann kein auto reparieren .
Das verlangt auch keiner - ich hab mich da falsch ausgedrückt. Aber, ich verlange z.B. folgendes: in diesem Winter hat das Auto meiner Frau zweimal morgens gestreikt, die Batterie war alle. Ich hab mit einem Überbrückungskabel die leere Batterie von meinem Auto überbrückt - und ich habe von meiner Frau verlangt, dass sie mir hilft und mir zuschaut. Als die Aktion nach ein paar Tagen noch einmal nötig war, habe ich das natürlich sofort wieder gemacht, die Batterie überbrückt. Meine Frau war wieder dabei und ich habe ihr erklärt was man tun muss und wie ich das mache. Ich bin überzeugt, wenn es wieder notwendig wäre könnte sie es bestimmt allein. Dass ich es auch beim 3., 4. oder 5. Mal wieder tun würde, die Batterie zu überbrücken steht ausser Frage. Aber könnte ich es mal nicht tun, weil ich nicht da bin, krank bin, tot bin oder warum auch immer, so sollte sie sich selbst zu helfen wissen. Dies ist mein Ansatz mein Leben zu leben.

Andererseits schaue ich zu wie meine Frau einen Eierschneebaiser auf den Rhabarberkuchen zaubert, bzw. helfe dabei, um es auch selbst mal zu können...

Mich hat einmal ein Satz eines Musikers geprägt, der in einem Ensemble dem neuen Dirigenten entgegenwarf: "das haben wir immer so gespielt, das hab ich so gelernt, das werde ich nicht anders machen..." - das war ca. 1975, ich sass neben jenem Musiker und dachte mir: "so wie der willst du niemals werden!" - Das hatte mich geprägt.

Zitat von ory Beitrag anzeigen
da hast du meine vollste zustimmung .
nur wenn „ein paar „ jahrzehntelang weder das eine noch das andere brauchte , ist es sehr schwierig dies von heute auf morgen zu verändern.

alles braucht seine zeit um angenommen zu werden .
Hier bin ich es der zustimmt! Ich kann das verstehen, wie schwer es ist plötzlich mit einer neuen Situation umgehen zu müssen, wenn jahre/jahrzehnte lang eine andere Umgangsweise usus war!


Zitat von ory Beitrag anzeigen
vielleicht ist es einfach so das man(n) oder frau sich tatsächlich keine zeit im berufsleben nimmt darüber nachzudenken das es mal anders sein könnte .
Ich tue das ständig, tagtäglich. Vielleicht bin ich aber auch ein Exot - will ich nicht abstreiten.

Liebe Grüsse
Frank
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Hallo Oregano,

Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
wenn zur Zeit des berufstätigen Lebens von Mann und Frau oder auch nur eines Partners die Zeit dafür da ist, daß beide sich in Haushalt und Küche betätigen: wunderbar!

Es gibt aber auch Paare, bei denen z.B. ein Partner sehr viel unterwegs ist und die Frau entsprechend mehr zu Hause engagiert ist. Wenn das nicht zu ändern ist, dann muß es eben anders laufen.
ich stimme dir zu! Aber die Beziehungen, in denen das Beisammensein auf Grund der Arbeitssituation auf wenige Stunden in der gesamten Woche begrenzt ist, die sind doch eher weniger häufig - oder? Und die würde ich natürlich von meinem Postulat auch herausnehmen wollen.

Denn: auch wenn einer der beiden lange Arbeitstage aufzuweisen hat, so bleibt doch am Samstag und/oder Sonntag Zeit für eine gemeinsame oder "vertauschte" Haushaltsführung. Wenn man dann aber sein Lebensmotto aufbaut: Samstags und Sonntags wird bei uns nicht gekocht - dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln...

Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Jedes Paar-Leben ist individuell, und deshalb ist es so schwer, eine Situation zu beurteilen, die man nicht erlebt hat.
Das stimmt! - Du hast mich erwischt!

Aber: ich denke dass in unseren Industriestaaten nach 1968 ein Umdenkungsprozess stattgefunden hat und wir nun nicht mehr so leben wie noch zur Kaiserzeit. Und es ist für mich schwer zu verstehen, warum es immer noch so viele Beziehungen/Ehen gibt, in denen so etwas wie "Unterjochung" oder "Beschneidung" - ich kann mich hier immo schlecht ausdrücken, mir fehlen die richtigen Worte - stattfindet. Ich dachte wir waren schon etwas weiter mit unserer Gesellschaft...

Liebe Grüsse
Frank
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Liebe inchiostra,

Zitat von inchiostra Beitrag anzeigen
Lieber Frank (hallo erstmal)habe überlegt, worüber du dich geärgert hast. Würde mich schon interessieren.
guten Morgen!

Gern werd ich Dir schreiben was mich in Harnisch brachte:

es begann hiermit:
habe beide ersteinmal „kücheneintrittsverbot“ gegeben .
ging weiter mit dieser Aussage:
Schubs ihn in ein Hobby mit dem er sich beschäftigen kann, wo er Zeit verbringt. Dann wird er Dir auch weniger in der Küche auf den Keks gehen.
dann kam diese:
Mein Mann ist auch in Pension und wollte sich in der Küche betätigen, nur als ich ihm klar machte, das er die Küche nachher so sauber und genau aufräumen, putzen und polieren muß, wie ich das mache, war es auf einmal nicht mehr interessant.
Somit hat sich das Thema Küche für mich und ihn erledigt.
Das ist mein Reich und wird auch meines bleiben !!!
danach diese:
Bei uns gibt es da keine Probleme, ory. Ich muß die Kartoffeln alleine schälen.
und dann jene:
Kein Mann (außer Köche) interessiert sich ernsthaft für Kartoffelschälmethoden.
und dann hab ich aufgehört mitzulesen.

Ich möchte Dir auch sagen was mich an diesen Aussage so auf die Palme brachte: es ist mein Weltverständnis! Es ist mein Verständnis wie ich meiner Frau des morgens begegne, sie behandele, sie unterstütze und nicht nur den Egoisten, Pascha spiele, der vielleicht eine bessere Ausbildung genossen hat, dadurch einen höher bezahlten aber dennoch nicht höher anzusehenden Job ausübt.

Es ist diese Weltsicht: "ich lasse mir in meine Angelegenheiten" (gemeint sind Küche, Haushaltsführung, Kindererziehung) nicht hinneinreden...

Oder die letzte Aussage, die für mich völlig unverständlich ist.

Vielleicht liegt es an meinem Beruf, dass ich als Ingenieur schon immer wissen wollte wie die Welt - und die Werkzeuge für die Welt - funktionieren. Es gibt, glaube ich, nichts was mich nicht interessiert. Sei es die Frage wie und warum "Wollmäuse" entstehen, oder warum das eine Motoröl zu Schwarzschlamm im Motor führt und das andere nicht. Ob ein Hochdruckgebiet Einfluss auf die Höhe eines Bisquitteiges beim backen hat oder ein Handstaubsauger mit Klopfbürste und weniger Watt Leistung besser ist als ein Bodenstaubsauger ohne Klopfbürste dafür aber mit hoher Leistung?

Wahrscheinlich bin ich ein Spinner - weil mich das alles interessiert! Und wahrscheinlich sehe ich die Welt aus dieser "spinnerten" Sicht mit Augen die kein anderer Mensch nachvollziehen kann.

Aber, und ich denke das kannst Du und ich denke auch jede/r Andere/r nachvollziehen: wenn ich lese dass jemand schreibt: "er kann die Butter,die Socken, etc. nicht finden", dann denke ich mir: wenn die wüsste, dass ihr Mann über sie schreiben könnte: sie kann im Werkzeugschrank/-kasten den Stahlnagel, den "Blaukopf", den Krampen nicht finden bzw. möchte ein Bild aufgehangen haben und weiss nicht was man an Werkzeug dafür benötigt... - dann denke ich mir: ein wenig mehr Respekt vor dem Partner wäre wohl angebracht, auch wenn es schwerfällt.

Dies sind die Momente, in denen ich mich dann abdrehe - innerlich aufgewühlt und sehen muss wie ich wieder "herunter komme..."

So - ich denke nun hab ich genügend o.T. geschrieben, denn ory wollte ja Erfahrungen und Hilfestellungen zu ihrem Problem erfahren.

Liebe Grüsse
Frank
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Difi ist offline
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Ist doch interessant wie fest verwurzelt es noch 2011 ist. Kenne aber kaum Ehepaare wo nur der Mann arbeitet. Oder besser gesagt...das Rollenspiel gibt es nicht.

Herr Difi hat mal gesagt im Hauch einer jungen Ehe:(ich war das nicht!) Entweder ich lerne kochen oder lerne Essen!" Er hat sich für dass Kochen entschieden.

Wir haben auch unsere Kinder an alles ran geführt, damit sie selbstständig werden und sich mit einer Bohrmaschine nicht umbringen. Unsere Söhne mussten Knöppe annähen und die Waschmaschine bedienen.

Gemeinsames Aufräumen um schnellsten an den See zu kommen.

Hier ein Link. Vereinbarkeit von Familie und Unterschiede zwischen
Frauen und Männern


http://www.eds-destatis.de/de/downlo...f/nk_05_04.pdf

Ory...ein super Thema...Difi
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