Hilfe mein Mann ist in Rente

13.12.10 20:59 #1
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Hilfe mein Mann ist in Rente

ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo werner ,
Ich habe gar nicht gesagt, dass nur die Frau Schuld ist, wenn es in der Rentenzeit Probleme gibt, sondern ich habe gesagt, dass es AUCH die Frauen sind. Also in anderen Worten: Beide müssen lernen, mit der neuen Situation fertig zu werden.
und genauso habe ich es auch gelesen .

es ist und bleibt halt keine einfache sache , eine gewisse ausgeglichenheit/langanhaltende zufriedenheit wieder zu finden ,wenn ein partner in rente geht .

lg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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DavidM ist offline
Beiträge: 11
Seit: 31.12.13
Guten Morgen,

erst einmal alles Gute.
Ich denke für euch beide fängt ein neuer Lebensabschnitt an, an den ihr euch erst einmal gewöhnen müsst. Das braucht seine Zeit. Wenn dein Mann Hobbys, oder anderweitige Tätigkeiten für sich entdeckt hat wirst du deine Küche sicherlich wieder für dich alleine haben. Außer er entdeckt seine Leidenschaft zum Kochen. Auch er muss jetzt herausfinden, wie er sein Leben nun füllt.

Ich drücke euch die Daumen.

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo david ,

recht herzlichen dank für diese wirklich aufmunternden worte
du hast recht , eine veränderung braucht zeit ,das klappt nicht so von heute auf morgen , es ist ja auch keine "übergangslösung" die vorbei geht ,sondern sollte schon noch eine reihe von jahren bestand haben .

lg ory
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Was ich mir gerade denke:
Es wäre gut, wenn das Paar in der Zeit nach Rentenbeginn es schaffen würde, ein gutes, verständnisvolles, liebevolles und freundeschaftliches Verhältnis mit gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Akzeptanz aufzubauen.
Dann kann die Zeit der Rente von beiden Partnern genossen werden, und vor allem: so stellt man eine stabile Grundlage für eventuelle unerfreuliche Entwicklungen in Sachen Gesundheit her, die viel Kraft kosten können.

Grüsse,
Oregano
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They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo oregano ,
( ich trenne mal kurz ,damit keine "schatten" auf "unser jetziges renten- dasein" fällt )

Es wäre gut, wenn das Paar in der Zeit nach Rentenbeginn es schaffen würde ein gutes, verständnisvolles, liebevolles und freundeschaftliches Verhältnis mit gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Akzeptanz aufzubauen,
ja , das sind gute ansätze im beginnenden rentendasein , wenn man sich im vorfeld noch "versteht ".
aber meistens ist dies ja nicht der fall , meistens läuft es so "wenn du ,würde ich .....

meistens lebt man doch vor der rente ein leben ,welches oft genug in richtung " einsamkeit zu zweit " läuft/lief , weil einfach keine wirkliche zeit für den anderen mehr da ist/war oder weil einfach auch keine gemeinsamkeiten mehr vorhanden sind .

abends ist im berufsleben meistens/oft müdigkeit und tv aber keine gespräche angesagt .

ich glaube aus dieser routine wieder eine gemeinsamkeit zuformen ,um dann auch wieder freundschaftlich oder sogar liebevoll miteinander umgehen zu können ,braucht es einfach im vorfeld " noch" eine gehörige portion gefühle zueinander dazu , dann kann man kleine womöglich auch größere macken des übervorderten rentners womöglich sogar mit humor hinnehmen .

lg ory
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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Hallo Oregano und Ory

Da stimme ich vollkommen zu. Wenn man ein Leben lang (oder doch meistens) nebeneinander her gelebt hat und die Liebe nicht mehr zum Tragen kam, dann muss man sich nicht wundern, wenn das im Alter auch so ist. Ja, sogar noch schlimmer wird, weil man ja nun mehr Zeit hat und sich somit mehr auf den Wecker gehen kann. Im Berufs- und Arbeitsstress hat man oft gar nicht genug Zeit, um sich zu streiten. Da schleicht sich dann ein "Nebeneinander" ein, das keine Höhen und keine Tiefen mehr hat.

Aber alles kann man nicht auf die viele Arbeit schieben. Meine Frau und ich haben 5 Kinder großgezogen, ich war in einem sehr anstrengenden undzZeitaufwendigen Beruf und trotzdem haben wir unsere Liebe und Zuneigung immer erhalten. Und genau aus diesem Grund ist jetzt unsere Rentenzeit (nun schon seit mehr als 10 Jahren) eigentlich die schönste Zeit unseres Lebens. Weil wir nun wirklich viel Zeit füreinander haben, was wir geniessen.

Aber wenn man das alles nicht rechtzeitig erhalten oder sogar immer noch weiter geübt hat (also während der Arbeitsjahre), dann weiss ich nicht, ob man das im Alter noch erlernen kann.

Aber hiermit berühren wir ein ganz anderes Thema, das allerdings mit diesem hier eng verbunden ist, Nämlich: "Wie stellt man es an, sich ein Leben lang zu lieben."

Es gibt da einige Dinge, die uns von der Liebe fern halten. Aber das wird jetzt für diesen Thread zu viel.

Falls Interesse besteht, könnte man ja ein neues Thema hierüber anfangen. Aber das wäre dann eigentlich ein Thema für junge Leute und nicht für die Alten. Denn wie ich vorher schon sagte, muss das alles in jungen Jahren erlernt und geübt werden.

Fall jedoch Interesse besteht, bin ich gerne bereit, ein neues Thema anzufangen.

Schöne Grüße
Werner

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Ich möchte noch einmal darauf zurück kommen, was es für Mann und Frau bedeuten kann, in Rente/Pension zu gehen.
Mein Eindruck ist, daß es für Frauen meistens leichter ist - wenigstens noch - diesen Schritt zu überstehen, weil sie schon vorher eher für die sozialen Kontakte, Geselligkeit, Einladungen usw. zuständig waren. Bei Paaren ist es doch oft die Frau, die zu Geburtstagen gratuliert, Kuchen backt, Geschenke besorgt usw. und nicht der Mann.
Ähnlich ist/war es mit dem Besorgen von Theaterkarten und Ähnlichem. Außerdem haben Frauen trotz Berufstätigkeit meistens auch den Haushalt in Schuß gehalten, gekocht, gewaschen .... - Auch hier sind Männer heute noch nicht unbedingt sehr aktiv.

Frauen verlieren durch die Berentung/Pensionierung zwar Kollegen und Kolleginnen am Arbeitsplatz, aber sie gewinnen auf jeden Fall Zeit, die sie vorher nicht üppig hatten. Ob Frauen auch die am Arbeitsplatz enstehende Anerkennung, Hochachtung, Machtstellung usw. verlieren, würde ich in sehr vielen Fällen verneinen. Durch Kinder, Haushalt und Beruf sind sie oft gar nicht in der Lage, sich in eine höhere Position durch zu boxen. Lehrerinnen allerdings haben manchmal die Chance, wenn sie gesund bleiben, durchaus eine gute und "erhobene" Position mit ihren Vorteilen zu gewinnen. Manchmal ist dann der Verlust der Lehrermacht-Position schwer zu verkraften.

Männer verlieren durch die Berentung/Pensionierung ebenfalls den Kontakt zu Kollegen/Kolleginnen und gewinnen Zeit. Aber oft wissen sie nicht unbedingt etwas damit anzufangen.
Der Verlust von Macht/Einfluß/"Befehlsgewalt" u.ä. trifft Männer - so wie ich das sehe - relativ hart. Sie stehen auf einmal allein da, der Hintergrund der beruflichen Position zerfällt, und sie müssen sich quasi eine neue Position erst einmal aufbauen, in der ihre bisher gehegten Bedürfnisse erfüllt werden können.
Gelingt das nicht, leiden sie, werden aggressiv, fühlen sich mißverstanden und auf jeden Fall nicht zufrieden.
Leben sie allein, kann das zu einem ernsthaften Problem führen.
Leben sie nicht allein, ebenfalls .

In meinem Bekanntenkreis habe ich beobachtet, daß es zum Teil Jahre dauern kann, bis sich Männer auf das Rentner/Pensionisten-leben eingestellt haben.
Am schwierigsten ist es für die, die vorher kaum ein Hobby gepflegt haben und nur für und über den Beruf gelebt haben. Dann kommt der "Entzug", der entsprechende Symptome mit sich bringen kann.
Wohl dem Mann und der Frau, die sich auf diese neue Situation theoretisch und praktisch vorbereitet haben.
Und auch wohl denen, die das Glück haben, gesund zu sein, um keine körperlichen Begrenzungen im Ausweiten des Lebensraums überstehen zu müssen.

http://www.erf.at/themen/lebenshilfe...00no_cache%3D1

Ich finde, dieser Spruch von Schnitzler passt ganz gut zu diesem Thema:

Lebensklugheit bedeutet,
alle Dinge möglichst wichtig,
aber keines völlig ernst zu nehmen.

(Arthur Schnitzler)


Statt "Dinge" könnte man doch auch sagen "Menschen"? - Wobei da das Ich eingeschlossen ist .

Grüsse,
Oregano
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Geändert von Oregano (02.02.14 um 17:27 Uhr)

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ory ist offline
Weiblich ory
Themenstarter Moderatorin
Beiträge: 8.270
Seit: 04.02.09
hallo oregano ,

wie wahr ,wie wahr .
Leben sie allein, kann das zu einem ernsthaften Problem führen.
Leben sie nicht allein, ebenfalls .
es ist und bleibt ein kampf ,vor allem den männlichen part die möglicherweise schöne richtung zu zeigen die eine rente so mit sich bringt /bringen kann.
es ist sicherlich nicht wirklich einfach sich auf`s nichts tun einzustellen .
wir ,mein mann und ich sind nun im doppeltem sinn rentner .
unsere mütter sind vor nicht langer zeit verstorben .
die versorgung der eltern fällt nun auch weg ......es tut sich gerade ein loch vor uns aus .

lg ory
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Wildaster ist offline
Beiträge: 5.642
Seit: 18.03.12
Zitat von Oregano Beitrag anzeigen
Lehrerinnen allerdings haben manchmal die Chance, wenn sie gesund bleiben, durchaus eine gute und "erhobene" Position mit ihren Vorteilen zu gewinnen. Manchmal ist dann der Verlust der Lehrermacht-Position schwer zu verkraften.
Grüsse,
Oregano
Gilt das nur wenn man gemeinsam mit dem Partner in Rente geht,Oregano?
Ich bekomme sonst Angst vor der Rente.:Vielleicht hilft es,dass mir alles schon schwer fällt und ich in den Ferien nicht enttarnt werde.

Liebe Grüße
Wildaster
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Wir haben Fröhlichkeit nötig und Glück,Hoffnung und Liebe.( Vincent van Gogh)

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.714
Seit: 10.01.04
Das gilt für jede Rente, Wildaster. -
Und Du übst ja schon, oder ?

Grüsse,
Oregano
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