Es war einmal - vor mehr als 60 Jahren

05.06.07 20:17 #1
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Es war einmal - vor mehr als 60 Jahren

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 60.867
Seit: 10.01.04
In einem Heft der Zeitschrift "ProAlter" wird versucht, Reaktionen von im Alter erkrankten Menschen (Demenz und Alzheimer) verstehen zu lernen. Oft spielen dabei frühe Kriegs- und Nachkriegserlebnisse eine Rolle, die evtl. gar nicht mehr bewußt erinnert werden.

Sie waren noch Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene, als sie die Schrecken des Zweiten Weltkrieges in all ihren Ausprägungen erlebten. Die meisten der heute etwa 70- bis 85-jährigen Menschen tragen seit Jahrzehnten Kriegserinnerungen mit sich, worunter auch die nachfolgenden Generationen unterbewusst leiden. Hinzu kommen die Mitarbeitenden in Altenheimen und ambulanten Diensten, die die oft nur schwer verständlichen Verhaltensweisen ihrer an Demenz erkrankten KlientInnen hinterfragen müssen. ProAlter hat das Thema aufgegriffen, mit Experten gesprochen und viele wichtige Informationen zusammengetragen.

Themen dieser Ausgabe:

Schwerpunkt: Kriegserinnerungen im Alter
- Aufbrechen - verarbeiten -bewältigen - begleiten
- Wenn das Kriegstrauma zurückkommt...
...
Gesundheit
Wenn die Erinnerungen leibhaftig werden
...
Leben: Türöffner auf vier Pfoten
Ein Hunde-Besuchsdienst für Menschen mit Demenz
....
ProAlter 5/2013 - Maikäfer flieg...! Kriegserinnerungen im Alter - KDA Online Shop - Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.



Grüsse,
Oregano
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Es war einmal - vor mehr als 60 Jahren

Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Betrifft Altersdemenz und Alzheimer im Zusammenhang mit Kriegserlebnissen:

Es mag schon sein, dass diese Erinnerungen Auswirkungen haben können. Auch die Verarbeitung der Vergangenheit, ein gewisses Schuldgefühl und die ständige Frage: "Waren meine Eltern auch schuldig an all diesen Vergehen?" wird uns alten Menschen wohl bis zum Lebensende beschäftigen. Ob wir darunter leiden, das ist eine andere Frage. Manche leiden, andere können es überwinden und auf die Seite schieben und wieder Andere können es verarbeiten, sodass es nicht mehr belastet.

Ob das nun speziell auf Alzheimer eine Auswirkung hat, das zweifle ich jedoch an. Denn Alzheimer gibt es in allen westlichen Ländern immer mehr. Auch in der Schweiz und anderen Ländern, die keinen Krieg mitgemacht haben.

Meine Erfahrungen mit meiner Hinstaminintoleranz vor nun fast 4 Jahren hat mich auf eine ganz andere Fährte gebracht. Nämlich auf den möglichen Zusammenhang von Alzheimer und HIT (Histaminintoleranz). Ich litt damals an typischen Anfangssymtomen von Alzheimer. Ohne meine Frau hätte ich nicht mehr alleine leben können, denn ich machte schlimme Sachen. Liess den Herd an oder das Wasser stundenlang laufen und solche Dinge. Wusste auch nicht mehr, was ich gerade noch vor 5 Minuten getan hatte, war deppressiv und sass nur teilnahmslos im Sessel und so weiter. Als ich die sehr strenge Diät der HIT eigehalten hatte, waren diese Probleme total verschwunden und sind bis heute nicht zurück. Ich kann wieder Auto fahren (habe vor einige Monaten den Test, den man bei uns in NZ mit 75 machen muss, ohne Probleme bestanden), bin so fit wie mit Mitte oder Ende 60, kann im Garten arbeiten und wir sind nun sogar dabei, ein neues Haus zu bauen und der Umzug steht kurz bevor. Also alles Dinge, die man mit Alzheimer nicht mehr machen könnte und auch nicht im Traum auf solche Ideen käme. Wer schon mal gebaut hat und die vielen Probleme mit den Behörden kennt, der weiss, wovon ich rede!

Am TV sahen wir vor ca. 1 Jahr eine Untersuchung über die Ursachen von Alzheimer. Leider ging man nicht auf die Ernährung speziell bei HIT ein. Aber eine andere interessante Beobachtung wurde gemacht: In Klöstern kommt kaum Alzheimer vor. Einige der Nonnen hatten sich bereit erklärt, nach ihrem Tod ihr Gehirn untersuchen zu lassen. Interessant dabei war, dass bei Nonnen, die ein wenig vergeßlich geworden waren im hohen Alter, dies im Befund des Gehirns gefunden und bestätigt wurde. Aber Alzheimer hatte trotzdem keine von ihnen.
Nun fragt man sich, was der Grund ist, dass im Kloster Alzheimer nicht vorkommt.
Wenn man nun die Ernährung im Klöstern betrachtet, dann sind zwei Dinge typisch:
1. Es wird fast alles selbst gemacht. Also keine Fertiggerichte und nicht einmal Zutaten, die vorgefertigt sind, wie z.B. Brühwürfel, fertige Gewürzmischungen und dergleichen.
2. Die Ernährung ist meistens sehr einfach. Kaffee und Schokolade sind Seltenheiten. Auch Früchte, die nicht aus dem eigenen Klostergarten kommen, gibt es selten (also keine Bananen, Avokados, Zitrusfrüchte, die bei HIT sehr gefährlich werden). Auch wird meistens bewusst oder auch unbewusst, sehr oft auf Kunstdünger und Spritzmittel verzichtet. Teuere Lebensmittel wie z.B. Nüsse (auch gefährlich bei HIT!) und andere Schleckereien oder ausgefallene Dinge gibt es selten, denn das entspricht den meisten Orden nicht.

Schauen wir uns im Gegensatz dazu unsere moderne Ernährung an, dann sehen wir doch recht deutlich den Unterschied in der Ernährung. Alzheimer ist demnach sehr wahrscheinlich eine Krankheit unserer modernen Zivilisation und hat mit der Ernährung sehr viel zu tun.

Ich hatte einen Freund, der vor nun fast 10 Jahren Alzheimer hatte. Das letzte Jahr in der Pflegeanstalt war schrecklich und sein Zustand wurde rapide schlechter. Aber die Ernährung dort war ganz entgegen einer HIT Diät. Es gab täglich mehrmals Kaffee (weil die armen Leute ja sonst nichts Schönes mehr hatten!!!), dazu täglich Kuchen (gefährlich bei HIT ), natürlich auch Brot (auch gefährlich bei HIT), viel Süssigkeiten und natürlich kam alles aus einer Massenküche. Mein Freund liebte Bananen und Schokolade und jeder Besucher brachte dies reichlich. Schlimmer kann man sich bei HIT nicht ernähren. Der Krankheitsverlaut bei meinem Freund nahm von Tag zu Tag einen schlimmeren Verlauf, sein zustand wurde rapide sehr schlecht, alles ging viel schneller als vorher, als er noch daheim war und von seiner Frau versorgt wurde, was mich nun im Nachhinein nicht wundert. Leider wusste ich damals von HIT auch noch nichts.

Vielleicht soltle dieses Posting gar nicht hier in diesem Thread sein, sondern unter dem Thema "Alzheimer" seinen Platz haben. Vielleicht kann der Mod das ändern. Allerdings ist er auch eine Antwort auf das vorige Posting, also wäre eine Kopie davon für die Alzheimerrubrik wohl besser. Vielleicht ist das Thema dort schon behandelt ???

Vor längerer Zeit (2011) habe ich in der Alzheimer-Rubrik schon einmal dieses Thema angesprochen und einen Thread eröffnet. Aber nachdem es schon so lange her ist, frage ich mich, ob man diese Kopie dort noch reingeben sollte.
Also Mod, bitte entscheide, was du für richtig hältst.

Schönen Gruß
Werner

Geändert von Fremder (23.11.13 um 22:35 Uhr)

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 60.867
Seit: 10.01.04
Hallo Werner,

die Überlegung, ob Unverträglichkeiten auch an der steigenden Zahl von Demenzkranken beteiligt sind, ist sicher überlegenswert .

Allerdings geht es mir in diesem Thread nicht darum, Ursachen für Alzheimer und Demenz zu finden. Mir geht es darum zu verstehen und zu akzeptieren, daß bei alten Menschen, die krank werden, Erinnerungen wieder wach werden, die sie lange nicht mehr gequält haben.
Diese Menschen sind heute alt - so um 70-100 Jahre. Bei manchen entwickeln sich diese Ängste wohl nicht nur wegen der frühen Erlebnisse sondern auch als Teile der Krankheit.
Trotzdem: mit dem Hintergrundwissen, daß sie Schreckliches erlebt haben und nun wieder erleben, fällt es leichter, ihnen liebevoll gegenüber zu treten.

Wie wäre es, wenn Dein Beitrag in einen extra Thread verlegt wird?

Grüsse,
Oregano
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ory ist offline
Weiblich ory
Moderatorin
Beiträge: 7.750
Seit: 04.02.09
hallo werner ,

der /dein beitrag passt als antwort ohne zweifel in diesem thread .

Vor längerer Zeit (2011) habe ich in der Alzheimer-Rubrik schon einmal dieses Thema angesprochen und einen Thread eröffnet. Aber nachdem es schon so lange her ist, frage ich mich, ob man diese Kopie dort noch reingeben sollte.
vielleicht könntest du dort (ohne kopie) auf diesen beitrag http://www.symptome.ch/vbboard/leben...tml#post968361 aufmerksam machen.

lg ory
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Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen. (Buddhistische Weisheit)

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flower4O ist offline
Beiträge: 3.780
Seit: 18.09.07
Ein sehr ernst zu nehmender Lebensbereich.

Mein Vater erzählte aus diesem Teil seines Lebens nichts.
Mein Schwiegervater überlebte Stalingrad, kam später in Gefangenschaft und erzählte nichts aus diesem Teil seines Lebens.
Meine Schwiegermutter erzählte ab und zu, daß ihr Mann in Stalingrad war, später in Kriegsgefangenschaft geriet und mehr erzählte sie nicht. Der Grund, daß sie ab und an erzählte, war ein wunderschönes Landschaftsbild, welches
im Eßzimmer meiner Schwiegereltern hing. Ihr Mann brachte es aus der Kriegsgefangenschaft mit. Ein Kriegsgefangener schenkte es ihm zur Entlassung, als er nach Hause durfte. Anfang der 1980iger Jahre wurde das Haus meiner Schwiegereltern umgebaut, es gab ein neues Eßzimmer und das Bild "verschwand".
Meine Mutter erzählte in meinen Kindheits- und Jugendzeiten nichts über diesen Teil ihres Lebens. Erst, als sie älter wurde, erzählte sie nur ganz, ganz gelegentlich. Daß, was sie erzählte, hat mich sehr berührt und betroffen gemacht und ich traute mich nicht, ihr Fragen zu stellen. Ich hörte einfach nur zu. Teilweise war ich von ihren Erzählungen so erschüttert, daß sich eine innere eigene Sprachlosigkeit bei mir ausbreitete. Erst, als sie noch älter wurde, war es mir menschlich möglich, mit ihr über die Dorfkriegsge-
schichte zu reden. Es gab zwei oder drei längere Gespräche. Sie durfte als Kind irgendwann nur noch als einzige aus ihrem Heimatdorf mit ihrer Freundin, deren Eltern Juden waren, spielen, bis diese eines Morgens samt ihrer Familie verschwunden war. Ihr Vater trat damals der Partei nicht bei und so hatte seine Familie die damit verbundenen Folgen zu tragen.
Sie erlebte das "Aufblühen" etlicher Dorfmitglieder. Nach Kriegsende wurde ihr Vater/mein Opa Bürgermeister des Dorfes und viele der "ehemals aufgeblühten Dorfbewohner" suchten sein Wohlwollen.

Ansonsten wurde auch in meiner Verwandtschaft und auch in der Verwandtschaft meines Mannes kein Wort über diesen Teil des Lebens gesprochen.

alles Liebe
flower4O

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Fremder ist offline
Beiträge: 584
Seit: 21.06.11
Meine Erfahrung mit Kriegsteilnehmer ist, dass sie all diese wahrlich schrecklichen und grausamen Erlebnisse nicht wieder aufleben lassen wollen. Sie haben sie so tief in ihrer Seele begraben, dass sie nicht mehr ans Tageslicht kommen können.
Ich selbst habe auch noch den Krieg erlebt, allerdings als Kind und die Erlebnisse damals waren zwar auch für mich grausam, aber doch nicht zu vergleichen mit den furchtbaren Erlebnissen, die erwachsene Menschen und besonders die Soldaten im Krieg erlebt hatten.
Nachdem meine Erlebnisse zwar auch schrecklich und belastend waren, jedoch nicht mit den Kriegserlebnissen der Kriegsteilnehmer zu vergleichen sind, ist es für mich nicht so belastend, darüber zu reden. Deshalb will ich auch im Laufe des nächsten Jahres ein Buch darüber schreiben.
Um die Belastungen etwas zu verarbeiten, ist das Buch für mich sicher wichtig. Aber auch wichtig für Menschen der heutigen Generation, damit diese Dinge nicht in Vergessenheit geraten. Denn solche Dinge dürfen nie, nie wieder geschehen. Nicht einmal annähernd so schlimme Dinge dürfen geschehen!

Mein Schwiegervater war auch in Stalingrad. Er wurde dort verwundet, was seine Rettung war. Er kam mit dem letzten Transport aus Stalingrad raus. Nahezu alle, die dort noch eingeschlossen waren, haben nicht überlebt. Mein Schwiegervater hat einmal meiner Frau davon erzählt, aber ansonsten nichts vom Krieg und seinen Erlebnissen erzählt, höchstens mal in winzigen Andeutungen. Der Krieg hat sein Leben verändert und er ist von diesen bösen Erinnerungen niemals frei geworden. Nun ist er schon lange tot und hat all das in sein Grab mitgenommen.

Wie man mit diesen Dingen umgehen soll, ist eine große Frage und ich weiss nicht, ob man solche Menschen, die das alles miterlebt haben, drängen sollte, darüber zu sprechen. Zu viele Wunden werden wieder aufgerissen und in so einem Fall ist das Vergessen - oder der Versuch, es zu vergessen - wohl die einzige Möglichkeit, überhaupt weiter zu leben. Vielleicht gibt es einige Menschen, die das alles durch Reden loswerden wollen. Aber ich glaube aus meiner Erfahrung, dass dies nicht die Mehrzahl ist.

Schöne Grüße
Werner

Es war einmal - vor mehr als 60 Jahren

Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 60.867
Seit: 10.01.04
Habe ich dieses Buch schon genannt?:

Bücher von Amazon
ISBN: 3866141106


Es gibt noch mehr Bücher dieser Reihe:
Amazon.de: gebrannte kinder, kindheit in deutschland ...: Bücher Amazon.de: gebrannte kinder, kindheit in deutschland ...: Bücher
...

Über das erste Buch bin ich mit mehreren Leuten, die heute ca. 80 Jahre alt sind, sehr gut ins Gespräch gekommen. Sie hatten zwar z.T. unangenehme Erfahrungen, aber sie waren zum Glück nicht traumatisiert. - Im Gegensatz zu vielen Menschen, die schon gestorben sind.
Bei ihnen war die Standard-Formulierung: "vor dem Krieg" - "im Krieg" - "heute".

Grüsse,
Oregano
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mondvogel ist offline
Beiträge: 5.079
Seit: 07.04.10
hallo,
Zitat von Fremder Beitrag anzeigen
Meine Erfahrung mit Kriegsteilnehmer ist, dass sie all diese wahrlich schrecklichen und grausamen Erlebnisse nicht wieder aufleben lassen wollen. Sie haben sie so tief in ihrer Seele begraben, dass sie nicht mehr ans Tageslicht kommen können.
Auch ich habe diese Erfahrung mit Menschen gemacht, die den Krieg überlebten (in russischer Gefangenschaft, aus Königsberg vertrieben etc.......)früher dachte ich immer, es sei gut und wichtig, dass sie darüber reden. Bis mir mal jemand klar und deutlich sagte, er wolle darüber nicht reden....das muss man respektieren....

lieben Gruß, mondvogel
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"There is a crack in everything. That's how the light comes in." Leonard Cohen (RIP)

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 60.867
Seit: 10.01.04
...
Forscher haben zudem die Aktivitäten im Gehirn gemessen, mit der funktionalen Magnetresonanztomografie (fMRT) und der Positronen-Emissions-Tomografie (PET). Besonders eine Region ist bei PTBS-Patienten ungewöhnlich aktiv: die Amygdala. Sie spielt eine Schlüsselrolle beim Erkennen von Gefahren und auch bei der Koordinierung der Angstreaktion. Man könnte sie als Feueralarmknopf im Gehirn bezeichnen – und dieses Bild zeigt auch das Problem: Um nach einem Fehlalarm bald wieder normal arbeiten zu können, muss die Warnsirene schnell wieder abgeschaltet werden können. Im Gehirn ist dafür vor allem ein Bereich der Hirnrinde zuständig: der ventromediale präfrontale Cortex. Doch ausgerechnet diese Region ist bei PTBS-Patienten deutlich weniger aktiv. Man könnte das so interpretieren: Bei ihnen geht der Alarm viel schneller an und er lässt sich viel schlechter wieder abschalten. Das würde auch erklären, warum Menschen auch noch im Alter von ihrem Kriegstrauma eingeholt werden können. Warum also immer eine Trauma-Reaktivierung droht.
...
Wenn das Kriegstrauma im Alter zurückkommt

Es wäre wunderbar, wenn mn diese Region, wo sich der "Ausschaltknopf"befindet, entsprechend bearbeiten könnte. Zum Teil ist das vielleicht über Methoden wie das Gupta-Amygdala -Training möglich, vielleicht auch über EMDR, Lizzy Götz u.a.

Ich denke, einen Versuch wäre das auf jeden Fall wert.

Grüsse,
Oregano
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gerold ist offline
Beiträge: 4.662
Seit: 24.10.05
Hierzu vermag ich beizutragen, daß ich - wie schon weiter oben dargestellt - als kleiner Junge meine Heimat verlassen mußte und nunmehr seit 1946 in diesem Lande lebe. Mit fortgesetztem Lebensalter erfahre ich immer bewußter, daß dies hier - obwohl ich jetzt schon so lange in diesem Lande lebe - nicht meine Heimat ist, auch nicht meine "neue Heimat", da ich von meinen Wurzeln und damit von meinem Selbstverständnis ein ganz anderer bin. Irgendwie sind mir von der Mentalität her all die Menschen, die weit vom Osten kommen, geistig näher, da man einander anders wahrnimmt und anders miteinander umgeht, als dies hier üblich ist. Vermutlich werden dies Menschen, die von ihrer Geburt an hier aufgewachsen sind, nie nachvollziehen können.

Alles Gute!

Gerold
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben.


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